DE2206890A1 - Substituierte Methoxyaminderivate, ihre Verwendung und Verfahren zur Herstellung von substituierten Methoxyaminderivaten - Google Patents
Substituierte Methoxyaminderivate, ihre Verwendung und Verfahren zur Herstellung von substituierten MethoxyaminderivatenInfo
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Description
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Dachau-Indersdorf
P 436
Beschreibung
zur Patentanmeldung
GYOGYSZEEKUTATO INTEZET
Budapest, Ungarn
betreffend
Substituierte Methoxyaminderivata, ihre Verwendung
und Verfahren zur Herstellung von substituierten Methoxyaminderivaten
Die Erfindung betrifft neue substituierte Methoxyaminderivate,
ihre Verwendung, insbesondere als Antihist aninmittel, und ein Verfahren zur Herstellung derselben und anderer substituierten
Methoxyaminderivate.
Aus dem Fachschrifttum sind mehrere Verfahren, mittels welcher am Sauerstoffatom substituierte Hydroxylamine (im folgenden
handelt es sich dabei um substituierte Methoxyamine) aus am Stickstoffatom eine Schutzgruppe aufweisenden Hydroxylaminen
hergestellt werden können, bekannt.
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Nach einem seit längerer Zeit bekannten Verfahren (Chem. Ber. 15, 175 [1883J) wird Acetonoxim in Gegenwart von Natriumäthylat
in Äthanol mit Benzylchlorid umgesetzt, worauf das erhaltene O-Benzylacetonoxim mit wäßriger Salzsäure zum Sieden erhitzt
wird. So wird Benzyloxyaminhydrochlorid erhalten.
Nach einem anderen Verfahren (J. Chem. Soc. .195Oi 226)
wird Benzhydroxamsäure mit Allylbromid in alkoholischer Kaliumhydroxydlösung in den Allyläther der Benzhydroxamsäure überführt,
worauf diese Verbindung unter alkalischen oder sauren Bedingungen zu Allyloxyamin debenzoyliert wird.
Nach einem dritten Verfahren (HeIv. Chim. Acta 4£, 1381
wird N-Hydroxyurethan in Gegenwart von Natriumäthylat
in Äthanol mit Benzylchlorid umgesetzt und das erhaltene N-Beηzyloxyurethan in alkoholischer Ealiumhydroxydlösung zum
Sieden erhitzt, wodurch Benzyloxyamin erhalten wird.
Nach einem weiteren Verfahren (britische Patentschrift 983 664) wird N-Hydroxyphthalimid in Gegenwart von Triethylamin
in Dimethylformamid mit 4-Methoxybenzylchlorid umgesetzt, worauf
das erhaltene N-(4-Methoxybenzyloxy)-phthalimid durch Hydrazinolyse
in 4-Methoxybenzyloxyamin überführt wird.
Ein gemeinsamer Zug der genannten bekannten Verfahren besteht darin, daß ein am Stickstoffatom mit einer Schutzgruppe
versehenes Derivat des Hydroxylamines (Acetonoxim beziehungsweise Benzhydroxamsäure beziehungsweise N-Hydroxyurethan) mit
Hilfe einer Halogenverbindung am Sauerstoffatom substituiert und aus dem erhaltenen Zwischenprodukt die Schutzgruppe (Isopropylidengruppe
beziehungsweise«<-Hydroxybenzylidengruppe beziehungsweise
Carbäthoxygruppe) entfernt wird.
Die Nachteile der bekannten Verfahren sind wie folgt:
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Sowohl beim ersten als auch beim zweiten und dritten Verfahren wird eine reaktions&hige Halogenverbindung in Äthanol
mit einem an seinem Stickstoffatom eine Schutzgruppe aufweisen- wden
Hydroxylaminderivat in Gegenwart von Natriumathylat/umg&^ -
setzt ι und zwar beim ersten Verfahren mit Acetonoxim, beim
zweiten Verfahren mit Benzhydroxamsäure und beim dritten Verfahren
mit N-Hydroxyurethan. Bei allen drei Umsetzungen wird
ein Teil der Halogenverbindung solvolysiert, das heißt sie reagiert
mit dem Äthanol. Demzufolge wird ein Teil der in Reaktion tretenden Substanz in ein Nebenprodukt überführt und andererseits
sinkt der pH-Wert des Reaktionsgemisches infolge der Solvolyse, wodurch auch die Reaktionsgeschwindigkeit vermindert
wird. Darüberhinaus ist der Schmelzpunkt der in der ersten Stufe der ersten beiden Verfahren erhaltenen Zwischenprodukte (beim
ersten Verfahren O-substituierte Acetonoxime und beim zweiten
Verfahren O-substituierte Hydroxamsäuren) meistens zu niedrig
und diese Zwischenprodukte können in reiner Form nur schwierig und in geringer oder mittelmäßiger Ausbeute abgetrennt werden.
Demzufolge war es üblich, die Zwischenprodukte der ersten beiden Verfahren ohne Abtrennung in reiner Form unmittelbar in
die nachfolgende Hydrolysereaktion weiterzuführen. Es ist leicht ersichtlich, daß die Gewinnung des substituierten Methoxyaminendproduktes
von den vielen Verunreinigungsprodukten schwierig ist.
Ein weiterer gemeinsamer Nachteil der beiden ersten Verfahren besteht darin, daß, wenn diese zwei Verfahren zur Herstellung
von komplizierteren substituierten Methoxyaminen mit höherem Molekulargewicht herangezogen werden sollen, solche
Halogenverbindungen mit komplizierter Struktur, die wegen ihrer Zersetzllchkeit entweder nicht kristallisierbar und destillierbar
sind oder aber deren Reinigung mit sehr großen Verlusten verbunden ist, verwendet werden müssen. Deshalb müssen diese Verbindungen
in roher Form verwendet werden und in diesem Falle
oertiÄB
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ist es sehr wichtig, daß die erste Stufe der zwei Verfahren, und zwar die Umsetzung der Halogenverbindung mit Acetonoxim
beim ersten Verfahren beziehungsweise die Umsetzung der ^aIogenverbindung
mit Benzhydroxamsäure beim zweiten Verfahren ein Zwischenprodukt, welches leicht sowie in guter Ausbeute und
reiner Form abgetrennt werden kann, ergibt. Dies ist aber wegen der oben dargelegten Gründe sehr schwierig und die Ausbeute
ist im allgemeinen niedrig oder höchstens mittelmäßig.
Ein weiterer gemeinsamer Nachteil der ersten drei Verfahren besteht darin, daß sie überhaupt nicht angewandt werden können
oder nur eine niedrige bis mittelmäßige Ausbeute ergeben, wenn die Herstellung substituierter Methoxyamine, die säure- oder
alkaliempfindliche Gruppe (beispielsweise Ester- oder Säureamidgruppen)
aufweisen, erwünscht ist. Die saure oder alkalische Hydrolyse der gebildeten Zwischenprodukte (O-substituierte
Acetonoxime beziehungsweise O-substituierte Benzhydroxamsäuren
beziehungsweise O-substituierte N-Hydroxyurethane) erfordert nämlich energische Bedingungen, unter welchen sich die empfindlichen
Gruppen teilweise oder völlig zersetzen und die Ausbeute sehr nachteilig beeinflußt oder sogar praktisch auf Null herabgesetzt
werden kann. Ferner ist im Schrifttum festgestellt, daß sich die als Endprodukt erhaltenen Methoxyamine unter
energischer alkalischer oder saurer Einwirkung zersetzen, wodurch die Ausbeute am Endprodukt weiter herabgesetzt wird
(Zhur. Org. Chim. 5, 1207 £196$.
Im Gegensatz zu den ersten drei Verfahren können die Zwischenprodukte
des vierten Verfahrens, nämlich die am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisenden Phthalimide
durch Umsetzen des am Stickstoffatom mit einer Schutzgruppe versehenen
Hydroxylaminderivates, das heißt des N-Hydroxyphthalimides mit der entsprechenden Halogenverbindung zwar in guten
Ausbeuten hergestellt werden, die überführung dieser am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisenden
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Phthalimide in die erwünschten Endprodukte, das heißt in substituierte
Methoxyamine erfordert jedoch die Entfernung der
Phthaloy!gruppe, was durch Hydrazinolyse durchgeführt werden
kann und mit zahlreichen schwerwiegenden Problemen verbunden ist. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens besteht darin,
daß die Ausbeute der Umsetzung je nach der Art der substituierten Methoxygruppe außerordentlich veränderlich und nicht genügend
reproduzierbar ist und die Ausbeuten bei Erhöhung der umgesetzten Mengen (schon bei der Umsetzung von Mengen von
etwa 50 his 100 g) infolge der zahlreichen liebenreaktionen
(beispielsweise Dimerisation) noch weiter sinken. Darüberhinaus reagieren bei der Hydazinolyse von am Stickstoffatom eine substituierte
Methoxygruppe aufweisenden Phthalimiden, die zur Reaktion mit Hydrazin fähige Gruppen (beispielsweise Estergruppen
beziehungsweise Halogenatome) aufweisen, diese Gruppen
la unerwünschten Nebenreaktionen mit dem Hydrazinhydrat. Es
Ist auch zu erwähnen, daß das während der Dephthaloylierung stets entstehende Phthalsaurehydrazid sich in dem als Reaktionsmedium verwendeten Alkohol teilweise löst, wodurch das Gewinnen
des Endproduktes in reinem Zustand erschwert wird. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß bei der Umsetzung mit
Hydrazinhydrat gearbeitet werden muß, da die Herstellung des
wasserfreien Hydrazines mit Explosionsgefahr verbunden ist. Andererseits ist die Trennung des reinen Hydrazinhydrates der
Formel Ν2Η^.Η2θ vom Wasser sehr schwierig, weil sein Siedepunkt
dem des Wassers nahezu völlig gleich ist, weshalb die Hydrazinolyse mit einer 75 bis 85%-igen wäßrigen Lösung des Hydrazinhydrates
durchgeführt wird. So wird mit dem Hydrazinhydrat beziehungsweise mit dem wäßrigen Hydrazinhydrat auf jeden Fall
Wasser in das Reaktionsgemisch hineingebracht, wodurch aber die Gewinnung des Endproduktes in Form eines Salzes erschwert wird,
weil durch den Wassergehalt die Löslichkeit des Salzes beträchtlich erhöht wird.
Ein Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von neuen
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substituierten Methoxyaminderivaten mit überlegener therapeutischer
Wirkung, insbesondere Antihistaminwirkung.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist das Vorsehen eines Verfahrens,
welches auch im Großbetrieb angewandt werden kann und die Herstellung der verschiedensten Ttypen von substituierten
Methoxyaminen, die in der pharmazeutischen Industrie eine
immer mehr zunehmende Bedeutung erlangen (Arch. Pharmacodyn.
166, 305 [1967] j Science 1j?4, 1 017 [1966J), in höheren Ausbeuten
als bei den bisherigen Verfahren ermöglicht.
Es wurde nun festgestellt,. daß die substituierten
Methoxyamine der allgemeinen Formel
R1-C-O- NH2 ,
E2
worin R1 für einen Crotyl-, A—n-Octyloxy-^^-dimethoxybenzyl-,
1-(Pyrid-3-yl)-äthyl- oder Dibenzo [a,eJ-cycloheptatrien-5-ylrest
steht und R2 Wasserstoff oder einen gesättigten oder urigesättigtten
geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bedeutet, sowie ihre Salze eine überlegene therapeutische Wirkung, insbesondere Histidindecarboxylase und
5-Hydroxytryptophandecarboxylase hemmende Wirkung, bei niedriger ,
Toxizität aufweisen.
Ferner wurde festgestellt, daß substituierte Methoxyamine
der allgemeinen Formel
R1-C-O-NH2 ,
R2
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worin R- für einen aliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen
Rest steht und Rp Wasserstoff oder einen gesättigten
oder ungesättigten geradkettigen oder verzweigten Alkylrest
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie ihre Salze in reiner Form, in guten Ausbeuten, sicher und einfach durch
Umsetzen der entsprechenden am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisenden Phthalimide mit bestimmten Basen
hergestellt werden können.
Diese Peststellung ist aus den folgenden Gründen überraschend. Bekanntlich können die am Stickstoffatom eine substituierte
Methoxygruppe aufweisenden Phthalimide (außer der oben beschriebenen Hydrazinolyse) nur unter sehr energischer
alkalischer oder saurer Einwirkung zu substituierten Methoxyaminen dephthaloyliert werden. Die saure Dephthaloylierung kann
auch bei den eine einfache Struktur aufweisenden N-Alkoxyphthalimiden,
wie bei N-Methoxy- beziehungsweise N-£.thoxyphthalimid,
nur mit niedrigen Ausbeuten durchgeführt werden (J. Org. Chem. JK), 1970 tl965j); das saure Medium kann bei Benzyloxyaminen
sogar zur direkten Debenzylierung angewandt werden (J. Chem. Soc. I960, 229)· Unter alkalischen Bedingungen und
unter normalem Druck spaltet sich die eine der Amidbindungen des Phthaloylringes in einer augenblicklichen Reaktion, wodurch
ein O-substituiertes Phthalmonohydroxamsäurederivat entsteht;
die Aufspaltung der anderen Amidbindung kann aber nur mittels einer Reaktion unter Druck durchgeführt werden. Aus dem Schrifttum
ist aber bekannt (Zhur. Org. Chim. j>, 1 207 [^967])» daß das
alkalische Erhitzen zur Zersetzung der Alkoxyamine führt.
Daher ist es überraschend und auf Grund der Schrifttumsangaben völlig unerwartet, daß die am Stickstoffatom eine substituierte
Kethoxygruppe aufweisenden Phthalimide mit bestimmten Aminen unter sehr milden Bedingungen dephthaloyliert werden
können und in dieser Weise die substituierten Methoxyamine in außerordentlich guten Ausbeuten hergestellt werden können.
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Gegenstand der Erfindung sind substituierte Methoxyaminderivate.
der allgemeinen Formel
E1-C-O-NH,
worin R. für einen Crotyl-, 4—n-Qctyloxy-J^-dimethoxybenzyl-,
1-(Pyrid-3-yl)-äthyl- oder Dibenzo£a,eJ-cycloheptatrien-5-
-ylrest steht und R2 Wasserstoff oder einen gesättigten oder
ungesättigten geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie ihre Salze.
Ferner sind erfindungsgemäß Arzneimittel, welche 1 beziehungsweise
mehrere der obigen Verbindungen als Wirkstoff beziehungsweise Wirkstoffe enthalten beziehungsweise aus dieser
beziehungsweise diesen bestehen, vorgesehen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen hemmen wie bereits erwähnt die Wirkung der Histidindecarboxylase; dementsprechend
setzen diese Verbindungen die Bildung von Histamin in den Geweben und somit den Histamingehalt herab. Auf dieser Grundlage
können die erfindungsgemäßen Verbindungen vorzugsweise zur Behandlung von solchen Krankheiten, die durch Histaminüberproduktion
hervorgerufen werden, wie Magengeschwüren beziehungsweise Mastocytoma, oder in Fällen, in welchen die Herabsetzung
des Histamingehaltes in verschiedenen Geweben das Abschwächen der Symptome zur Folge hat, wie gegen Allergie, Entzündungen
oder Kopfschmerz vaskularen Ursprunges, verwendet werden.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Methoxyaminderivaten der allgemeinen
Formel
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H1-O-O- β
R2
R2
worin R^ für einen aliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen
Rest steht und.R2 Wasserstoff oder einen gesättigten
oder ungesättigten geradkettigen oder verzweigten Alkylreet
mit 1 bis 4- Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie ihren Salzen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß ein am Stickstoffatom
eine substituierte Methoxygruppe aufweisendes Phthalimid der allgemeinen Formel
H
I
RC-O-N-A ,
I
RC-O-N-A ,
.' I
worin A für eine, gegebenenfalls substituierte, Phthaloylgruppe
steht und R^. und R2 wie oben festgelegt sind, mit einer Base
der allgemeinen Formel
Rj - NH2 ,
worin R, für Wasserstoff oder einen aliphatischen, alicyclischen,
aromatischen, arylaliphatischen oder heterocyclischen Rest steht, gegebenenfalls in Form eines Salzes, umgesetzt
wird, und gegebenenfalls die erhaltene Base durch Umsetzen mit einer Säure in ein Säureadditionssalz überführt oder das
erhaltene Salz durch Behandeln mit einer starken Base in die freie Base überführt wird.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform. des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird das am Stickstoffatom eine substituier ta
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Methoxygruppe aufweisende Phthalimid mit einer äquimolaren
Menge eines aliphatischen Amines, vorzugsweise eines solchen mit niedrigem Molekulargewicht, wie Allylamin oder n-Butylamin,
erwärmt, worauf dem Reaktionsgemisch eine anorganische Säure, wie Salzsäure, Schwefelsäure beziehungsweise Bromwasserstoffsäure,
oder eine organische Säure, wie Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure beziehungsweise Mandelsäure, zugesetzt und das gebildete
Salz des substituierten Methoxyamines abgetrennt wird.
Die Umsetzung des am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisenden Phthalimides mit dem primären Amin
wird vorzugsweise in einem niederen Alkohol, wie Methanol oder Äthanol, als Lösungsmittel beim Siedepunkt des Lösungsmittels
durchgeführt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die Umsetzung ohne Lösungsmittel durch Vereinigen der Reaktionsteilnehmer beim Siedepunkt des
verwendeten aliphatischen Amines durchgeführt.
Als Amine wurden vorzugsweise n-Butylamin, Allylamin,
Cyclopropylamin, Cyclohexylamin oder Anilin verwendet.
Die bei der Herstellung der erfindungsgemäßen neuen Verbindungen als Ausgangsstoffe verwendeten am Stickstoffatom
eine substituierte Methoxygruppe aufweisenden Phthalimide, näalich
N-(Crotyloxy)-phthalimid, N-(4-n-Octyloxy-3,5-dimethoxybenzyloxy)-phthalimid,
N-(1-[Pyrid-3-yl] -äthyloxy)-phthalimid
und N-(Dibenzo[a,e3-cycloheptatrien-5-yloxy)-phthalimid,die
ebenfalls neue Verbindungen sind, können in an sich bekannter Weise (Chimia 18, 1 [1964J) hergestellt worden sein.
Bei der Auswahl des als Reaktionsteilnehmer verwendbaren
primären Amines ist es empfehlenswert, die folgenden Gesichtspunkte zu beachten:
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Bei der Umsetzung des am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisenden Phthalimides mit dem primären Amin
entsteht neben dem als Endprodukt gewünschten substituierten Methoxyamin auch ein N-substituiertes Phthalimid, falls das
primäre Amin in äquimolarer Menge verwendet wird, und es entsteht neben dem gewünschten substituierten Methoxyamin auch ein
N,N'-disubstituiertes Phthalsäurediamid, falls das primäre
Amin in einem Überschuß von 2 oder mehr Molen angewandt wird. Das primäre Amin wird also zweckmäßigerweise so gewählt, daß das
substituierte Methoxyamin nach der Durchführung der Dephthaloylißrungsreaktion
von dem N-substatuierten Phthalimid beziehungsweise
von dem K^N'-disbustituierten Phthalsäurediamid getrennt
werden kann. Beispielsweise wenn das entstandene substituierte
Methoxyamin im verwendeten Reaktionsmedium, wie in einem Alkohol, unlöslich ist, wird das primäre Amin zweckmäßigerweise so gewählt
, daß das während der Dephthaloylierung entstandene N-substituierte Phthalimid oder N,N'-disubstituierte Phthalsäurediamid
in diesem Reaktionsmedium gut löslich ist, und in diesem Falle kann das erwünschte substituierte Methoxyamin durch Filtrieren
abgetrennt werden. Wenn aber das entstandene substituierte Methoxyamin im Reaktionsmedium löslich ist, dann wird das primäre
Amin zweckmäßigerweise so gewählt, daß das als Nebenprodukt
entstandene N-substituierte Phthalimid oder NjN'-disubstituierte
Phthalsäurediamid im Reaktionsmedium unlöslich ist. In diesem Falle gelangt das substituierte Methoxyamin beim Filtrieren in
das Filtrat und kann nach dein Eindampfen oder in Form eines gewünschten
Salzes isoliert werden.
Zur Herstellung der Salze können scwohl anorganische Säuren,
wie Salzsäure beziehungsweise Schwefelsäure in äthanolischer oder isopropanolischer Lösung, als auch organische Säuren, wie
Fumarsäure, Maleinsäure, Weinsäure, Citronensäure beziehungsweise Mandelsäure in äthanolischer, isopropanolischer oder
acetonischer Lösung, verwendet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber den bekannten
Verfahren die folgenden Vorteile:
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a) Es ist einfach und eindeutig.
b) Die Reaktion kann chromatographisch gut verfolgt werden und so kann der Endpunkt gut
beobachtet werden.
c) Die Ausbeute ist auch bei Umsetzen von größeren Mengen (mehreren Kilogrammen) der Reaktionsteilnehmer
ausgezeichnet.
d) Die Qualität des Endproduktes ist ausgezeichnet.
e) Das bei der Umsetzung verwendbare primäre Amin kann aus einem sehr weiten Bereich gewählt werden;
so kann die Umsetzung, wenn das am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisende
Phthalimid Gruppen, welche gegen die Einwirkung von stark basischen Aminen empfindlich
sind, wie eine Estergruppe oder ein Halogenatom, aufweist, mit solchen primären Aminen,
die in Bezug auf diese funktionellen Gruppen weniger reaktionsfähig sind, beispielsweise aromatischen
Aminen, durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird an Hand der folgenden nicht als Beschränkung aufzufassenden Beispiele näher erläutert.
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Beispiel 1
Herstellung von Allyloxyamin
Herstellung von Allyloxyamin
Es wurde ein Gemisch von 10,16 g N-(Allyloxy)-phthalimid,
50 cm* Äthanol und 3,7 g n-Butylamin 20 Minuten lang zum Sieden
erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde die Lösung mit salzsaurem Äthanol bis zur Kongoblaufärbung angesäuert, worauf das Allyloxyaminhydrochlorid
mit Äther gefällt wurde. Der Niederschlag wurde filtriert, .mit Äther mehrmals gewaschen und getrocknet.
Ausbeute; 4,65 g (84,5% der Theorie) Allyloxyaminhydrochlorid;
Schmelzpunkt: 175 bis 1760C.
Beispiel 2
Herstellung von Crotyloxyamin
Herstellung von Crotyloxyamin
Stufe A
Es wurde einem Gemisch von 10,5 g N-Hydroxyphthalimid,
8,5 g Crotylbromid und 50 cnr Dimethylformamid unter Eiskühlung
und Rühren ein Gemisch von 6,5 g Triäthylamin und 10 cnr Dimethylformamid zugetropft. Das Reaktionsgemisch wurde eine
weitere Stunde auf dem Eis/Wasser-Bad gerührt und schließlich
2 Tage lang stehengelassen. Das kristalline Gemisch wurde in 100 cnr 5%-ige Salzsäure eingegossen. Der ausgeschiedene Niederschlag
wurde abfiltriert, getrocknet und aus Äthanol kris_talli- siert. So wurden 11,8 g (84,5% der Theorie) N-(Crotyloxy)-
-phthalimid mit einem Schmelzpunkt von 97 bis 1000C erhalten.
Stufe B
2,17 g des obigen Produktes wurden in 45 cnr Methanol gelöst
und der erhaltenen Lösung wurde 0,87 g n-Pentylamin in Lösung in 5 cnr Methanol bei 1Q°C zugetropft.. Das Reaktionsgemisch
wurde bei Zimmertemperatur über Nacht stehengelassen.
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Nach dem Abdest!liieren des Lösungsmittels wurde der Rück-*
stand in 10 cnr Äthanol gelöst und der Lösung wurden 2,5 cnr
20%-iges' schwefelsaures Äthanol zugesetzt. So wurden 2,95 g
(87% der Theorie) Di-(crotyloxyamin)-sulfat erhalten; Schmelzpunkt:
160 bis 1640C (unter Zersetzung).
Beispiel 5
Herstellung von n-Hexyloxyamin
Herstellung von n-Hexyloxyamin
Es wurde ein Gemisch von 2,4-7 g N-(n-Hexyloxy)-phthalimid,
50 cnr Äthanol und 1,98 g Cyclohexylamin 20 Minuten lang zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde das ausgeschiedene
N,N'-(Dicyclohexyl)-phthalsäurediamid (5,1 g [94,% der
Theorie]; Schmelzpunkt: 255 his 2540C) abfiltriert, worauf
die Lösung eingeengt wurde. Der Rückstand wurde in 50 cnr Äther gelöst und die Lösung wurde mit äthanolischer Salzsäure
bis zur Kongoblaufärbung angesäuert. Der ausgeschiedene Niederschlag wurde abfiltriert, mit Äther mehrmals gewaschen und
getrocknet. So wurden 1,2 g (78% der Theorie) n-Hexyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von I5I bis 152°C erhalten.
Beispiel 4
Herstellung von n-Hexadecyloxyamin
Herstellung von n-Hexadecyloxyamin
Ks wurde wie im Beispiel 5 beschrieben vorgegangen, jedoch
mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 5*87 g
N-(n-Hexadecyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden 2,5 g (81% der Theorie) n-Hexadecyloxyaminhydrochlorid mit einem
Schmelzpunkt von 155 bis 1540C erhalten.
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Herstellung von Benzyloxyamin
.Verfahrensweise 1
Es wurde wie im Beispiel 2, Stufe B vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 2,53 g
N-(Benzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden 1,44 g Benzyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von
234 bis 236°C erhalten.
Verfahrensweise 2
Es wurde ein Gemisch von 2,53 g N-(Benzyloxy)-phthalimid,
45 em* Methanol und 0,93 g Anilin 4 Stunden lang zum Sieden
erhitzt und darauffolgend unter Vakuum eingedampft. Der feste Rückstand wurde in einem Gemisch von 20 cnr Äther und 5 cnr
Äthanol verrieben. Der dabei ungelöst gebliebene feste Rückstand bestand aus 1,7 g (76,5% der Theorie) N-(Phenyl)-
-phthalimid mit einem Schmelzpunkt von 202 bis 2040C.
Der Mutterlauge wurden 10 cnr einer 17%-igen alkoholisehen
Salzsäure zugesetzt, worauf durch Zugabe von 30 cur Äther das salzsaure Salz des Benzyloxyamines gefällt wurde.
Ausbeute: 1,1 g (70,0% der Theorie); Schmelzpunkt: 232 bis
Beispiel 6
Herstellung von 4-Hethoxybenzyloxyamin
Herstellung von 4-Hethoxybenzyloxyamin
Es wurde wie im 3eispiel Λ beschrieben vorgegangen, jedoch
mit dem Unterschied, daß als Ausrrangsverbindung
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6 N-(4-Methoxybenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So
wurden 1,66 g (88% der Theorie) 4-Methoxybenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 214 bis 216°C (unter Zersetzung) erhalten.
Beispiel 7
Herstellung von 3-Nitrobenzyloxyamin
Herstellung von 3-Nitrobenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 2,98 g
N-(J-Nitrobenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden
1,7 g (85,5% der Theorie) 3-Nitrobenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 168 bis 1710C erhalten.
Herstellung von 4-Nitrobenzyloxyamin Verfahrensweise 1
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß von 2,98 g N-(4—Nitrobenzyloxy)-phthalimid
als Ausgangsverbindung ausgegangen wurde. So wurden 1,8 g (88% der Theorie) 4-Nitrobenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 197 bis 199°C erhalten.
Verfahrensweise 2
Es wurde ein Gemisch von 2,98 g N-(4-Hitrobenzyloxy)-
-phthalimid, 10 cnr Äthanol und 0,48 g Allylamin 20 Minuten
lang zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde die Lösung mit äthanolischer Salzsäure bis zur Kongoblaufärbung angesäuert,
worauf zum Gemisch 50 cnr Äther zugegeben wurden.
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Der ausgeschiedene Niederschlag wurde abfiltriert, mit Äther
mehrmals gewaschen und getrocknet. Bo wurden 1,6 g (78,5% der Theorie) 4-Nitrobenzyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt
von 197 bis 1980C erhalten.
Verfahrensweise 3
Es wurde eine Lösung von 5? 96 g N-(4-Nitrobenzyloxy-)-
-phthalimid in 150 cm 5%-iger wäßrig-alkoholischer Ammoniumhydroxydlösung
6 Stunden lang bei Zimmertemperatur gerührt und darauffolgend über Nacht stehengelassen. Das Gemisch
wurde mit wäßriger Salzsäure bis zur Kongoblaufärbung angesäuert
und der ausgeschiedene Niederschlag wurde abfiltriert und getrocknet. Ausbeute: 3,1 g (95,5% der Theorie) Phthalsäurediamid.
Das Filtrat wurde mit einer 20%-igen Natriumhydroxydlösung alkalisch gemacht und mit 5 x 70 cnr Äther
extrahiert. Die vereinigten ätherischen Lösungen wurden über Kaliumcarbonat getrocknet. Nach demAbfdltirieren des
Trockenmittels wurde die Lösung mit alkoholischer Salzsäure bis zur Kongoblaufärbung angesäuert. Der ausgeschiedene
Niederschlag wurde abfiltriert, mit Äther gewaschen und getrocknet. So wurden 3,3 g (81,5% der Theorie) 4-Nitrobenzyloxyaminhydrοchlorid
mit einem Schmelzpunkt von 194 bis 1960G erhalten.
Verfahrensweise 4
Es wurde ein Gemisch von 2,98 g N-(4-Hitrobenzyloxy)-
-phthalimid, 80 cm5 Äthanol und 15,2 cm5 alkoholischem
Butylamiaoniumacetat 3 Stunden lang zum Sieden erhitzt und
darauffolgend unter Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde mit einer 5%-igen wäßrigen Salzsäure verrührt und mit
3 χ 50 cnr Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformphasen
wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und die Lösung wurde nach dem Abfiltrieren des Trockenmittels unter
- 18 209836/1250
Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde unter Vakuum fraktioniert
destilliert. So wurden 1,56 g (78% der Theorie) N-(Butyl)- -phthalimid mit einem Siedepunkt von 125 bis 13O°C/2 mm Hg erhalten".
Die saure Lösung wurde mit Kaliumcarbonat gesättigt, mit 3 χ 50 cur Chloroform extrahiert und über Kaliumcarbonat
getrocknet. Nach dem Abfiltrieren, des Trockenmittels wurde das Gemisch mit alkoholischer Salzsäure bis zur Kongoblaufärbung
angesäuert und das Endprodukt wurde durch Zugabe von Äther gefällt. So wurden 1.32 g (66% der Theorie) 4-Nitrobenzyloxyaminhydrochlorid
■«im? einem Stkmatptnklw»» 1f*t hs-ißo'C
Beispiel 9
Herstellung von 3-Methoxybenzyloxyamin
Herstellung von 3-Methoxybenzyloxyamin
Es wurde ein Gemisch von 2,83 g N-(3-Methoxybenzyloxy)-
-phthalimid, 50 cnr Äthanol und 2,14 g Benzylamin 20 Minuten
lang zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde das ausgeschiedene N,N'-(Dibenzyl)-phtiialsäurediamid filtriert und getrocknet.
Ausbeute: 1,6 g (84% der Theorie). Das äthanolische, FiI-trat wurde mit salzsaurem Äthanol bis zu Kongoblaufärbung angesäuert,
worauf das Produkt durch Zugabe von Äther gefällt wurde. So wurden 1,8 g (81% der Theorie) 3-Methoxybenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 123 bis 125°C erhalten.
Beispiel 10 Herstellung von 4-Chlorbenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch
mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 2,88 g N-(4-Chlorbenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden
1,7 g (87,5% der Theorie) 4-Chlorbenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 242 bis 243°C erhalten.
geändert gemäß Eingab· J
>'ing«gongtn am ...;i£j£.v£/ÖL_
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Beispiel 11
Herstellung von 4-Methylbenzyloxyamin
Herstellung von 4-Methylbenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 5» Verfahrensweise 2 beschrieben
vorgegangen, Jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung
2,65 g N-(4-Methylbenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden 1,52 g (88,5% der Theorie) 4-Methylbenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 233 bis 234- C erhalten.
Beispiel 12
Herstellung von 2-Chlorbenzyloxyamin
Herstellung von 2-Chlorbenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 2,87 g
N-(2-Chlorbenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden
1*7 S (88% der Theorie) 2-Chlorbenzyloxyaminhydrochlorid mit
einem Schmelzpunkt von 143 bis 145°C erhalten.
Beispiel 13
Herstellung von 1-(3-Nitrophenyl)-äthyloxyamin
Herstellung von 1-(3-Nitrophenyl)-äthyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 3*1 g
N-£i-(3-Nitrophenyl)-äthyloxy]-phthalimid verwendet wurden. So
wurden 1,15 g (63% der Theorie) 1-(3-Nitrophenyl)-äthyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 109 bis 1120G erhalten.
- 20 -
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Beispiel 14
Herstellung von 3-Nitro-4-hydroxybenzyloxyamin
Herstellung von 3-Nitro-4-hydroxybenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 9 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 3,14 g
N-(3-Nitro-4-hydroxybenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So
wurden 1,83 g (83% der Theorie) 3-Nitro-4-hydroxybenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 184 bis 187°C erhalten.
Beispiel 15
Herstellung von 3-Nitro-4-chlorbenzyloxyamin
Herstellung von 3-Nitro-4-chlorbenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 3»3 g
N-(3-Nitro-4-chlorbenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So
wurden 2,2 g (94,8% der Theorie) 3-Nitro-4-chlorbenzyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von 172 bis 175 C
erhalten.
Beispiel 16
Herstellung von 3~Nitro-4-brombenzyloxyamin
Herstellung von 3~Nitro-4-brombenzyloxyamin
Aus 3»77 g N-(3-Nitro-4-brombenzyloxy)-phthalimid wurden
in der im Beispiel 1 beschriebenen V/eise 2,8 g (81% der Theorie) 3~Nitro-4-brombenzyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt
von 179 bis 1820C erhalten.
- 21 -
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Beispiel 17
Herstellung von 3-Nitro-4-methoxybenzyloxyamin
Herstellung von 3-Nitro-4-methoxybenzyloxyamin
Es wurde ein Gemisch von 3,24 g N-(3-Nitro-4-methoxybenzyloxy)-phthalimid,
0,94 g 2-Aminopyridin und 50 cnr Äthanol
1 Stunde lang zum Sieden erhitzt, worauf das Gemisch unter
Vakuum eingedampft wurde. Der Rückstand wurde mit einer 4%-igen
7.
wäßrigen Salzsäure verrührt und mit 3 χ 50 cnr Chloroform
extrahiert. Die wäßrige saure Lösung wurde mit Kaliumcarbonat
7.
gesättigt, mit 3 x 50 cnr Chloroform extrahiert und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Nach dem Abfiltrieren des Trockenmittels wurde die Lösung mit äthanolischer Salzsäure bis zur
Kongoblaufärbung angesäuert, worauf der ausgeschiedene Niederschlag abfiltriert, mit Chloroform gewaschen und getrocknet
wurde. So wurden 1,78 g (76% der Theorie) 3-Nitro-4-methoxybenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 169 bis - 172°C erhalten. ,
Beispiel 18
Herstellung von 2,6-Dichlorbenzyloxyamin
Herstellung von 2,6-Dichlorbenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 17 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 5,5 g N-(2,6-
-Dichlorbenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden 3»55 6
(91% der Theorie) 2,6-Dichlorbenzyloxyaminhydrochlorid mit einem
Schmelzpunkt von 199 bis 2010C erhalten.
Beispiel 19
Herstellung von 3-Hydroxy~4-nitrobenzyloxyamin
Herstellung von 3-Hydroxy~4-nitrobenzyloxyamin
Aus 31»4 g N-(3-Hydroxy-4-nitrobenzyloxy)-phthalimid wurden
in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise 1,87 g (85% der Theorie.
- 22 -
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3-Hydro3q7-4-nitrobenzyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt
von 210 bis 215°C (unter Zersetzung) erhalten.
Herstellung von 3-(Aminooxymethyl)-4-(hydroxy)-benzoesäuremethylester
Verfahrensweise 1
Es wurde ein Gemisch von 3,27 g 3-(Phthalimido-N-oxymethyl)-4-(hydroxy)-benzoesäuremethylester
und 1,71 g
Cyclopropylamin 20 Minuten lang auf 60°C erhitzt. Der Rückstand wurde mit 25 cnr η Salzsäure verrieben. Das säureunlösliche
N,N'-(Dicyclopropyl)-phthalsäurediamid wurde abfiltriert und
getrocknet. Ausbeute: 2,32 g (95% der Theorie).
Das saure Filtrat wurde mit festem Kaliumbicarbonat auf
einen pH-Wert von 7 eingestellt und der abgeschiedene Niederschlag wurde abfiltriert und getrocknet. So wurden 1,8 g
(91»5% der Theorie) 3-(Aminooxymethyl)-4-(hydroxy)-benzoesäuremettyLester
mit einem Schmelzpunkt von 14-6 bis 149°C (unter Zersetzung) erhalten.
Verfahrensweise 2
Aus 3,27 g 3-(Phthalimido-N-oxymethyl)-4-(hydroxy)-benzoesäuremethylester
wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise 1,7 g (87% der Theorie) 3-(A.minooxymethyl)-4-(hydroxy)-
-benzoesäuremethylester mit einem Schmelzpunkt von 147
1490C (unter Zersetzung) erhalten.
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Beispiel 21
Herstellung von 3j4--Dichlorbenzyloxyamin
Herstellung von 3j4--Dichlorbenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 8, Verfahrensweise 2 beschrieben
vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung
3,22 g N-(3»4-Dichlorbenzyloxy)-phthalimid verwendet wurden. So wurden 2,0 g (88% der Theorie) 3J4~Dichlorbenzyloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 196 bis 197°C
erhalten.
Beispiel 22
Herstellung von 3,4~Dimethoxybenzyloxyamin
Herstellung von 3,4~Dimethoxybenzyloxyamin
Aus 6,26 g N-(3,4-Dimethoxybenzyloxy)-phthalimid wurden
in der im Beispiel 8, Verfahrensweise 3 beschriebenen Weise 3»7 g (84% der Theorie) 3j4-Dimethoxybenzyloxyamin mit einem
Schmelzpunkt von 152 bis 153°C erhalten.
Herstellung von 1-(3-Nitro-4-hydroxyphenyl)- -äthyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch
mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 1,97 g N-[1-(3-Nitro-4-hydroxyphenyl)-äthyloxyj-phthalimid verwendet
wurden. So wurden 1,07 g (73,4% der Theorie) -1-(3-Nitro-4-
-hydroxyphenyl)-äthyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt
von 203 bis 206°C (unter Zersetzung) erhalten.
- 24 -
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Beispiel 24
Herstellung von 3»4-,5-Trimethoxybenzyloxyamin
Herstellung von 3»4-,5-Trimethoxybenzyloxyamin
Aus 3»4-4· 6 N-(3»4,5-Trimethoxybenzyloxy)-phthalimid wurden
in der im Beispiel 17 beschriebenen Weise 2,0 g (80% der Theorie) 3»^»5-TrimethoxybenzyloxyaminhydroChlorid mit einem
Schmelzpunkt von 185 bis 186°C erhalten.
Herstellung von 3-Nitro-4-hydroxy-5- -me thoxybenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 2, Stufe B beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung
4,1 g N-(3-Nitro-4-hydroxy-5-methoxybenzyloxy)-phthalimid verwendet
wurden.
So wurden 1,66 g (69% der Theorie) 3-Nitro-4-hydroxy-
-5-methoxybenzyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von
231 bis 234OC (unter Zersetzung) erhalten.
Herstellung von 4-Methoxy-3»5-dichlorbenzyloxyamin
Es wurde wie im Beispiel 8, Verfahrensweise 4 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung
3»53 g N-(4-Methoxy-3,5-dichlorbenzyloxy)-phthalimid
verwendet wurden. So wurden 2,26 g (87% der Theorie) 4-Methoxy- -315-dichlorbenzyloxyaminhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt
von 195 bis 1970C erhalten.
- 25 -
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Herstellung von 4-n-Octyloxy-3,5-dimethoxybenzyloxyamin
Stufe A
Es wurde wie im Beispiel 2, Stufe A "beschrieben vorgegangen,
Jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung
8,6 g 4-n-0ctyloxy-$i5-dimethoxybenzylbromid verwendet wurden.
So wurden 8,0 g (75,5% der Theorie) N-(4-n-0ctyloxy-3,5-diaethoxybenzyloxy)-phthalimid
mit einem Schmelzpunkt von 105 bis 1O7°C erhalten.
Stufe B
Aus 4,44 g nach der obigen Stufe A erhaltenem Produkt
wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise 3,12 g (69% der Theorie,) 4-n-0ctyloxy-3»5-dimethoxybenzyloxyamintartrat
mit einem Schmelzpunkt von 65 bis 67°C erhalten.
Herstellung von 3-(Amia»xymethyl)-4-(hydroxy)-
-5-(nitro)-benzoesäuremethylester
Aus 3i?2 g 3-(Phthalimido-N-oxymethyl)-4-(hydroxy)-5-
-(nitro)-benzoesäuremethylester wurden in der im Beispiel 1 ■beschriebenen Weise 2,4 g (86% der Theorie) 3-(Aminooxyiiethyl)-4-(hydroxy)-5-(nitro)-benzoesäuremethylesterhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 195 bis 2010C (unter
Zersetzung) erhalten.
- 26 -
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Herstellung von 3-(Aminooxymethyl)-4,5-(dihydroxy )-benzoesäuremethylester
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch
mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 3,43 g 3-(Phthalimido-N-oxymethyl)-4,5-(dihydroxy)-benzoesäuremethylester
verwendet wurden. So wurden 2,36 g (65% der Theorie) 3-(Aminooxymethyl)-4,5-(dihydroxy)-benzoesäurernethy1-estertartrat
mit einem Schmelzpunkt von 65°C (unter Zersetzung) erhalten.
Herstellung von 3-(Aminooxymethyl)-4-(hydroxy)-
-benzoesäure-N,N-diäthylamid
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 3»68 g
3-(Phthalimido-H-oxymethyl)-4-(hydroxy)-benzoesäure-N,N-
-diäthylamid verwendet wurden. So wurden 1,97 g (51% der !Eheorie) 3- (Aminooxymethyl)-4-{fcydroxy)-benzoesäure-N,N-diäthylamidtartrat,
welches sich bei 35°C zersetzt (das Salz ist sehr stark hygroskopisch) erhalten.
Herstellung von Dibenzofa.eJ-cycloheptatrien-
-5-yloxyamin
Stufe A
Aus 37ι9 g 5-Chlordibenzo[a,e]-Cycloheptatrien wurden in
der im Beispiel 2, Stufe A beschriebenen Weise 39,9 g
- 27 -
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(68% der Theorie) N-(Dibenzo[a,eJ-cycloheptatrien-5-yloxy)-
-phthalimid mit einem Schmelzpunkt von 223 bis 227°C erhalten,
Stufe B
Aus 7»06 g nach der obigen Stufe A erhaltenem Produkt wurden
im der im Beispiel 1 beschriebenen Weise 4,25 g (85»5%
der Theorie) Dibenzo[a,ej-cycloheptatrien-5-yloxyaminhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 209 bis 212°C erhalten.
Beispiel 32
Herstellung von 3-(Aminooxymethyl)-pyridin
Herstellung von 3-(Aminooxymethyl)-pyridin
Verfahrensweise 1
Es wurde ein Gemisch von 2,54- g 3-(Phthalimido-N-oxymethyl)-pyridin
und 0,57 g Cyclopropylamin 20 Minuten lang auf 600C erwärmt. Danach wurde das Gemisch unter Vakuum über
Phosphorpentoxyd vom Amin befreit. Das Produkt wurde mit 25 enr einer η Salzsäure verrieben, worauf das säureunlösliche
N-(Cyclopropyl)-phthalimid abfiltriert und getrocknet wurde (Ausbeute: 1,6 g (8596 der Theorie); Schmelzpunkt: 13^ bis
1360C). Die salzsaure Lösung wurde vorsichtig eingedampft und
nach dem Verreiben mit wenig Äthanol filtriert. So wurden 1 »4"2 g (72% der Theorie) 3-(Aminooxymethyl)-pyridinhydroChlorid
mit einem Schmelzpunkt von 180°C (unter Zersetzung) erhalten.
Verfahrensweise 2
Es wurde wie im Beispiel 3 beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 2,5**· g
3-(Phthalimido-N-oxymethyl)-pyridin verwendet wurden. So wurden
1»8 S (9^9» der Theorie) 3-(Aminooxymethyl)-pyridinhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 180 bis 182°C (unter Zersetzung) erhalten.
- 28 -
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Verfahrensweise 3
Aus 2,3#· g 3-(Phthalimido-N-oxymethyl)-pyridin wurden in
der im Beispiel 1 beschriebenen V/eise 1,65 g (84% der Theorie) 3-(Aminooxymethyl)-pyridinhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt
von 1800C (unter Zersetzung) erhalten.
Beispiel 33
Herstellung von 4-(Aminooxymethyl)-pyridin
Herstellung von 4-(Aminooxymethyl)-pyridin
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, Jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 2,54 g
4-(Phthalimido-N-oxymethyl)-pyridin verwendet wurden. So wurden 1,6 g (83% der Theorie) 4-(Aminooxymethyl)-pyridinhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 196 bis 2000C (unter Zersetzung) erhalten.
Beispiel 34
Herstellung von 2-(Aminooxymethyl)-pyridin
Herstellung von 2-(Aminooxymethyl)-pyridin
Aus 2,54 g 2-(Phthalimido-N-oxymethyl)-pyridin wurden in
der im Beispiel 1 beschriebenen Weise 1,65 g (84% der Theorie) 2-(Aminooxymethyl)-pyridinhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt
von 171 bis 1750Q erhalten.
·, Herstellung von 1-(Pyrid-3-yl)-äthyloxyamin
Stufe A
Aus 8,9 g 1-(Pyrid-3-yl)~äthylchlorid wurden in der im
Beispiel 2, Stufe A beschriebenen Weise 10,5 g (78%· der Theorie) N-[.1-(Pyrid-3-yl)-äthyloxy]-phthalimid mit einem Schmelzpunkt
- 29 -
209836/1250
von 102 bis 1O5°C erhalten.
Stufe B
Aus 2,68 g nach der obigen Stufe A erhaltenem Produkt wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise 1,53 S (72,5% der
Theorie) 1-(Pyrid-3-yl)-äthyloxyaminhydrochlorid mit einem
Schmelzpunkt von 159 bis 1620G (unter Zersetzung) erhalten.
Beispiel 36
Herstellung von 5-(Aminooxymethyl)-imidazol
Herstellung von 5-(Aminooxymethyl)-imidazol
Es wurde wie im Beispiel 2, Stufe B beschrieben vorgegangen, jedoch mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverbindung 2,43 g
5-(Hithalimido-N-oxymethyl)-imidazol verwendet wurden. So wurde
0,9 g (61% der Theorie) 5-(Aminooxymethyl)-imidazolhydrochlorid
erhalten.
Herstellung von £1 -(Methy])-2-(aminooxymethyl)J-
-benzimidazol
Aus 6,14 g Ci-(Methyl)-2-(phthalimido-N-oxymethyl)J-benzimidazol
wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise 4,1 g (82% der Theorie) [1-(Methyl)-2-(aminooxymethyl)]-benzimidazolhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 127 bis 1280C (unter
Zersetzung) erhalten.
Beispiel 38
Herstellung von 2-(Aminooxymethyl)-benzthiazol
Herstellung von 2-(Aminooxymethyl)-benzthiazol
Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben vorgegangen, jedoch
- 30 -
209836/1250
mit dem Unterschied, daß als Ausgangsverb'indung 3,1 g
2-(Phthalimido-N-oxymethyl)-benzthiazol verwendet wurden. So
wurden 1,8 g (87»5% der Theorie) 2-(Aminooxymethyl)-benzthiazolhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 137 bis 1400C (unter Zersetzung)
erhalten.
Patentansprüche
209836/1250
Claims (8)
- Patentansprüche' 1.) } Substituierte Methoxyaminderivate der allgemeinen FormelH Iworin R1 für einen Crotyl-, ^—nbenzyl-, 1-(Pyrid-3-yl)-äthyl- oder Dibenzo fa,ej-cycloheptatrien-5-ylrest steht und R2 Y/asserstoff oder einen gesättigten oder ungesättigten geradkettigen oder verzweigten Älkylrest mit 1 bis 4- Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie ihre Salze.
- 2.) Arzneimittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1 beziehungsweise mehreren Verbindungen nach Anspruch als Wirkstoff beziehungsweise Wirkstoffen.
- 3.) Verfahren zur Herstellung von substituierten Methoxyaminderivaten der allgemeinen FormelI
R1-C-O-NH2 ,R2worin R1 für einen aliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Rest steht und R2 V/asserstoff oder einen gesättigten oder ungestattigten geradkettigen oder verzweigten Älkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein am Stickstoffatom eine substi--32 209836/1250tuierte Methoxygruppe aufweisendes Phthalimid der allgemeinen Formelworin A für eine, gegebenenfalls substituierte, Phthaloylgruppe steht und R,. und R* wie oben festgelegt sind, mit einer Base der allgemeinen Formelworin R, für Wasserstoff oder einen aliphatischen, alicyclischen, aromatischen, arylaliphatischen oder hetero cyclischen Rest steht, gegebenenfalls in Form eines Salzes, umsetzt und gegebenenfalls die erhaltene Base durch Umsetzen mit einer Säure in ein Säureadditionssalz überführt oder das erhaltene Salz durch Behandeln mit einer starken Base in die freie Base überführt. - 4.) Verfahren nach Anspruch 3i dadurch gekennzeichnet, daß man als Base ein aliphatisches Amin in äquimolarer Menge, bezogen auf das am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisende Phthalimid, verwendet und die Salze der substituierten Methoxyamine aus dem Reaktionsgemisch direkt abtrennt.
- 5·) Verfahren nach Anspruch 3 oder 4-, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einem niederen aliphatischen Alkohol beim Siedepunkt des Alkoholes durchführt.
- 6.) Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Abwesenheit von Lösungsmitteln durch Vereinigen der Reaktionsteilnehmer bei der Siedetemperatur des als Base verwendeten aliphati-- 33 -209836/1250schien Amines durchführt.
- 7·) Verfahren nach Anspruch 3 "bis 6, dadurch gekennzeichnet, -daß man als Base n-Butylamin, Allylamin, Cyclopropylamin, Cyclohexylamin oder Anilin verwendet.
- 8.) Verfahren nach Anspruch 3" oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Base wäßrig-alkoholisches Ammoniak verwendet .9·). Verfahren nach Anspruch 3 bis 7> dadurch gekennzeichnet, daß man als am Stickstoffatom eine substituierte Methoxygruppe aufweisendes Phthalimid N-(Crotyloxy)-phthalimid, N-(4-n-Octyloxy-3 > 5-dimethoxybenzyloxy)-phthalimid, N-(1-£Pyrid-3-ylJ-«thyloxy)-phthalimid oder N-(Dibenzo [a, -cycloheptatrien-5-yloxy)-phthalimid verwendet.209836/1250
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