DE2205778A1 - Schaltungsanordnung zum einsatz an elektrischen messwertgebern, insbesondere elektro-mechanischen waagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum einsatz an elektrischen messwertgebern, insbesondere elektro-mechanischen waagenInfo
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Description
Dr. Hans Boekels & Co. ? 7 Π l>
7 7
Schaltungsanordnung zum Einsatz an elektrischen Meßwertgebern, insbesondere
elektro-mechanischen Waagen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung
zum Einsatz an elektrischen Meßwertgebern, insbesondere elektro-mechanischen Waagen, die als Meßwert eine Gleichspannung
abgeben, der Storwechselspannnngen überlagert sind und die Meßwerte in derart schneller Folge abgeben,
dass sich bei Verwendung des zur Unterdrückung derr Störwechselspannungen
vorgesehenen Filters dessen Eigenschaften nachteilig auf ein ausreichendes Einschwingen
des Ausgangssignals und damit auf die Genauigkeit.des erhaltenen
Ausgangssignals auswirken würden.
Beispielsweise sind elektro-mechanische Waagen bekannt, die abhängig von dem zu verwiegenden Gewicht als Meßwert
ein elektrisches Gleichspannungs- oder Gleichstromsignal abgeben. Diese elektrischen Meßwerte sind häufig
von derart hohen St ärwechs el spannung^ z.B. aufgrund von unerwünschten Schwingungen einzelner Bauelemente einer
Waage, überlagert, dass elektrische Filter eingesetzt werden müssen, um den die Meßwerte verfälschenden Einfluß der Stör-
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Wechselspannungen zu vermeiden bzw. zu unterdrücken. Der Einsatz solcher Filter bringt jedoch den Nachteil mit
sich, dass bei Änderungen des Meßwertes das Ausgangssignal
der Schaltungsanordnung dieser Änderung nur mit einer gewissen Verzögerung folgt,-die durch die besonderen elektrischen
Eigenschaften dieser Filter bestimmt ist. Dieser Nachteil wirkt sich besonders dann aus, wenn Meßwerte in
verhältnismäßig schneller Folge abgegeben werden und entsprechend aufgezeichnet oder gespeichert werden sollen. Bei
genügend dichter zeitlicher Aufeinanderfolge der Meßwerte kann der Fall eintreten, dass ein Ausgangssignal bis zum
Erscheinen des folgenden Meßwertes nicht einmal annähernd den exakten Wert erreich"5 .
Ausgehend von dem geschilderten Problem besteht die der vorliegenden. Erfindung zugrundeliegende Aufgabe darin, den
Einschwingvorgang des Ausgangssignals der Schaltungsanordnung
zu beschleunigen, damit das Ausgangssignal so schnell
wie möglich wenigstens annähernd den exakten Wert erreicht, wobei jedoch die Störwechselspannungen bzw. Störsignale
weiterhin unterdrückt werden sollten.
Erfindungsgemäß ist die Lösung dieser Aufgabe gekennzeichnet
durch dem Filter hinzuschaltbare bzw. anstelle des Filters einschaltbare erste Schaltmittel mit für einen schnellen
Einschwingvorgang günstigen Eigenschaften sowie weiteren Schaltmitteln zum Hinzuschalten bzw. Einschalten dieser
Schaltmittel abhängig von einer Änderung des Meßwertes und im wesentlichen während der gesamten Dauer dieser Änderung.
Hierdreh wird erreicht, dass der Einschwingvorgang des Ausgagssignals
so schnell wie möglich abläuft, weil die im
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blick auf den Einschwingvorgang nachteilige Wirkung des Filters ausgeschaltet ist. Bei bzw. nach Beendigung des
Einschwingvorganges wird das Filter jedoch wieder in den Stromkreis für das Ausgangssignal eingeschaltet, so dass
die dann erfolgende Registrierung oder Speicherung des Ausgangssignals unbeeinflußt von etwaigen Störwechselspannungen
geschieht.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist dem Filter ein steuerbarer Schalter parallel geschaltet, dessen Steuereingang
mit einem zwischen Ifeß-wertgeber und Filter vorgesehenen
Differenzierglied verbunden ist. Es ist jedoch auch denkbar, anstelle dieses Schalters zum Beispiel ein anderes
Filter einzuschalten, welches bezüglich eines schnellen Einschwingvorganges des Ausgangssignals günstigere Eigenschaften
aufweist.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung wird im folgenden anhand der Figuren 1 und 2 der Zeichnung zusammen mit weiteren
vorteilhaften Merkmalen erläutert.
Es zeigen
be-Fig. 1 , eine .vorzugte Ausführungsform einer
erfindungsgemässen Schaltungsanordnung
und
Fig. 2 ein Diagramm zur Erläuterung der Schaltungsanordnung nach Fig. 1.
In Fie:. 1 ist ein Eingang Λ der Schaltungsanordnung dargestellt,
dem die Meßwerte des Meßwertgebers, z.B. einer
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elektro-mechanischen Waage, zugeführt werden. An den
Eingang 3 ist ein Differenzierglied angeschlossen, das aus dem Kondensator 2 und dem Widerstand 3 "besteht. Ferner
ist an den Eingang 1 ein Filter 4 angeschlossen, das zur Unterdrückung von Störwechselspannungen dient. Dem Filter
4· parallelgeschaltet ist ein steuerbarer, vorzugsweise elektronischer Schalter 5» dessen Steuereingang mit dem
Ausgang eines Verstärkers 6 verbunden ist. Der Eingang des Verstärkers 6 liegt am zuvor beschriebenen Differenzierglied.
Zur Steuerung des elektronischen Schalters 5 is"b
vorzugweise zwischen den Ausgang des Verstärkers 6 und den Steuereingang des elektronischen Schalters 5 eine monostabile
Kippstufe 7 geschaltet. Am Ausgang der monostabilen Kippstufe 7 liegt ausser dem Steuereingang des elektronischen
Schalters 5 ausserdem der Eingang eines Verzögerungsgliedes 8, dessen Ausgang mit dem Eingang einer weiteren
monostabilen Kippstufe 9 verbunden ist. Der Ausgang der monostabilen Kippstufe 9 führt zu dem Steuereingang eines
Meßwertspeichers 10. Der Meßelngang des Meßwertspeichers
10 liegt am Ausgang/des Filters 4.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 wird im folgenden näher erläutert.
Im Diagramm nach Fig. 2 sind die Verläufe verschiedener Spannungen über der Zeit aufgetragen, und zwar im einzelnen
die Spannung U 1 am Eingang 1 der Schaltungsanordnung nach Fig. 1, U 3 am Widerstand 3 des Differenziergliedes, U 7 am
Ausgang der monostabilen Kippstufe 7, U11am Ausgang 11 des Filters 4 und U 9 am Ausgang der monostabilen Kippstufe 9·
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Es sei angenommen, dass es sich "bei dem Meßwertgeber um
eine elektro-mechanische Waage handelt, die im unbelasteten
Zustand an ihrem Ausgang eine Gleichspannung U 1 a abgibt. Die Ausgangsspannung der Waage bzw. des Meßwertgebers
wird einerseits dem Filter 4- und andererseits dem aus Kondensator 2 und Widerstand 3 bestehenden Differenzierglied
zugeführt. Es sei ferner angenommen, dass die Waage im Zeitpunkt t 1 mit einem bestimmten Gewicht belastet
werde zum Zwecke des Verwiegens dieses Gewichtes. Der Wiegeteller oder dgl. der Waage wird die ZeitdauerAt 1
benötigen, um in die dem Gewicht entsprechende Stellung zu gelangen, die er entsprechend der Darstellung in Fig.
zum Zeitpunkt t 2 erreicht. Während der Zeitdauer^t 1
ändert sich demnach die Eingangsspannung U 1 am Eingang 1
von dem Wert U 1 a auf den Wert U 1 b. Etwa vom Zeitpnkt t 2 ab liegt am Eingang 1 die Spannung U 1 b, die der
Grosse des zu verwiegenden Gewichtes entspricht. Nach erfolgter Verwiegung bzw. Entnahme des entsprechenden Meßwertes
gelangt der Wiegeteller oder dgl. vom Zeitpunkt t bis zum Zeitpunkt t 4 wieder in seine Ausgangsposition, so
dass sich vom Zeitpunkt t 4- ab am Eingang 1 die Spannung U1 a einstellt. Nach Belastung der Wiegebrücke mit dem
folgenden, zu verwiegenden Gewicht im Zeitpunkt t 5 ändert sich die am Eingang 1 liegende Spannung U 1 a während der
ZeitdauerAt 2 auf den Wert U 1 c. Etwa vom Zeitpunkt t 6 ab liegt demnach die Spannung U 1 c am Eingang 1. Nach Beendigung
des Wiegevorganges ändert sich die Spannung U 1 entsprechend dem zuvor beschriebenen Vorgang vom Zeitpunkt
t 7 ab bis zum Zeitpunkt t 8 wieder auf den Wert U 1 a.
Der Spannung U 1 ist in der Praxis jedoch oft eine derart hohe Störwechselspannung überlagert, dass eine auch nur
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annähernd genaue Meßwertentnahme "bzw. Meßwertspeicherung
nicht möglich ist. Eine Störwechselspannung ist im Diagramm
nach Fig. 2 der Gleichspannung TJ 1 überlagert und gestrichelt dargestellt.
Die nachteilige Wirkung der Störwechselspannung kann zwar durch das Filter 4- unterdrückt werden, jedoch bewirken die
Eigenschaften dieses Filters notwendigerweise eine Veränderung
des zeitlichen Verlaufes der Spannung U 1, so dass sich bei Anwendung des Filters an dessen Ausgang eine
Spannung einstellen würde, die etwa dem strichpunktiert dargestellten Verlauf entsprechen würde, wie er bei der
Spannung TJ 1 dargestal.lt ist. Einö derart erheblich vom Verlauf
der Spannung U 1 abweichender Spannungsverlauf ist zum Erzielen genauer Meßsergebnisse insbesondere dann ebenfalls
nicht brauchbar, wenn unterschiedliche Meßwerte verhältnismäßig schnell aufeinanderfolgen.
TJm die erwähnten Schwierigkeiten zu beseitigen, wird die Spannung U 1 dem aus Kondensator 2 und Widerstand 3 bestehenden
Differenzierglied zugeführt. Am Widerstand 3 liegt demnach die im Diagramm nach Fig. 2 dargestellte
Spannung U 3, deren Verlauf abhängig ist von Änderungen der Spannung TJ 1. Vernachlässigt man die Einwirkung von
Störwechselspannungen auf das Di-dTferenzierglied, so ergeben
sich etwa die neben TJ 3 gezeigten Spannungsimpulse. Diese Spannungsimpulse werden dem Verstärker 6 zugeführt,
der sie verstärkt und darüberhinaus zweckmäßigerweise begrenzt. Die verstärkten Spannungsimpulse werden dem Eingang
der monostabilen Kippstufe 7 zugeführt, so dass diese Kippstufe etwa rechteckförmige Impulse abgibt entsprechend
dem'Diagramm nach Fig. 2 neben U 7 dargestellten Verlauf.
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Die Spaiinungsimpulse U 7 werden dem Steuereingang des
elektronischen Schalters 5 zugeführt, so dass dieser
Schalter während des Anliegens der Impulse U 7 im geschlossenen
Zustand ist und damit das Filter 4- kurzschließt. Infolge dieses Kurzschlusses entspricht der
Verlauf der am Ausgang 11 liegenden Spannung U 11 dem Verlauf der am Eingang 1 liegenden Spannung Uyt 1. Somit
erreicht die Spannung U 11 zum Zeitpunkt t 2 einen der Spannung U 1 b entsprechenden Wert. Im Zeitpunkt t 2
wird sodann der Schalter 5 infolge des abgeklungenen Spannungsimpulses U 3 wieder geöffnet, so dass das
Filter 4- wieder wirksam ist. Die Störwechselspannung
wird also von diesem Zeitpunkt an wieder unterdrückt. Unter der Voraussetzung eines konstant bleibenden Meßwertes
U 1b kann eine entsprechende Spannung, befreit von der Störwechselspannung, am Ausgang 11 abgenommen
werden. Diese Spannung bzw. dieser Meßwert kann z.B. dem Speicher 10 zugeführt werden, der einen gesonderten,
nicht näher bezeichneten Steuereingang aufweist zum Bestimmen des Zeitpunktes der Speicherung eines Meßwertes.
Diesem Steuereingang können z.B. die Spannungsimpulse U 7 zugeführt werden. Es ist jedoch zweckmäßig, den Zeitpunkt
der Speicherung eines Meßwertes, z.B. des Meßwertes U 1 b, geringfügig über das Ende des betreffenden Spannungsimpulses U 7 hinaus etwa um die Zeitdauer T zu verschieben.
Hierdurch kann der Meßwert auf seinen endgültigen Wert einschwingen, wenn geringfügige Spannungsunterschiede am
Punkt 11 aufgrund verschiedener Widerstände zwischen Punkt und 11 bei Offnen oder Schliessen des Schalters 5 auftreten.
Um dies zu erreichen, kann z.B. ,wie vorgeschädigen, ein
Verzögerungsglied 8 verwendet werden, welches von den Spannungsimpulsen U 7 abgeleitete Impulse um die Zeitdauer
ΊΓ verzögert an den Eingang der monostabilen Kippstufe
abgibt. Am Ausgang dieser Kippstufe 9
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werden Spannungsimpulse TJ 9 mit der Zeitdauer At 9 abgegeben,
die dem Steuereingang des Speichers 10 zugeführt werden. Während der Zeitdauer At 9 speichert der Speicher
10 den am Ausgang 11 jeweils liegenden Meßwert. Neben dem Spannungsverlauf TJ 11 im Diagramm nach Fig. 2 sind diejenigen
Bereiche·schraffiert dargestellt, die für die
Speicherung der Meßwerte U 1 b bzw. U 1 c ausgenutzt werden.
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Claims (1)
- AnsprücheSchaltungsanordnung zum Einsatz an elektrischen Meßwertgebern, insbesondere elektromechanischen Waagen, die als Meßwert eine Gleichspannung abgeben, der Störwechselspannungen überlagert sind und die Meßwerte in derart schneller Folge abgeben, dass sich be'i Verwendung des zur Unterdrückung der Störwtchselspannungen vorgesehenen Filters dessen Eigenschaften nachteilig auf ein ausreichendes Einschwingen des Ausgangssignals unddamit auf die Genauigkeit des erhaltenen Ausgangssignals auswirken würden} gekennzeichnet durch dem Filter (4)hinzusehaltbare bzw, anstelle des Filters einschaltbare erste Sohaltmittel mit für einen schnellen Einsehwingvorgang günstigen Eigenschaften sowie weiteren Schaltmitteln zum Hinzuschalten bzw. Einschalten dieser Schaltmittel abhängig von einer Änderung des .Meßwertes und im wesentlichen während der gesamten Dauer dieser Änderung.2, Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Filter (4) ein steuerbarer Schalter (5) parallel geschaltet ist, dessen Steuereingang mit tinem zwischen Meßwertgeber und filter vorgesehenen Pifferenzierglied (2, 3) verbunden ist.3» Sohaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Differenzierglied (2, 3) mit einem-1Q-309833/0632Verstärker und ggfs. Begrenzer verbunden ist, dessen Ausgang am Eingang einer ersten monostabilen Kippstufe (?) liegt, deren Ausgang mit dem Steuereingang des Schalters (5) verbunden ist.4. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang der weiteren Schaltmittel bzw. der ersten monostabilen Kippstufe (7) zum Eingang einer zweiten monostabilen Kippstufe (9) führt, deren Ausgang mit dem Steuereingang eines Meßwertspeichers (10) verbunden ist, während der Meßeingang des Meßwertspeichers mit dem Ausgang (11) des Filters (11) verbunden ist.5· Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiten monostabilen Kippstufe (9) ein Verzögerungsglied (8) mit gegenüber der Dauer anstehender Meßwerte erheblich geringererVerzögerungsdauer vorgeschaltet ist.Neuwied, den 16. 12. 197IDer Vertreter309833/0632
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