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DE2204162A1 - Abdichtung von kolbenstangen, wellen od. dgl. mit einer zur axialspaltdichtung dienenden dichtbuechse - Google Patents

Abdichtung von kolbenstangen, wellen od. dgl. mit einer zur axialspaltdichtung dienenden dichtbuechse

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DE2204162A1
DE2204162A1 DE19722204162 DE2204162A DE2204162A1 DE 2204162 A1 DE2204162 A1 DE 2204162A1 DE 19722204162 DE19722204162 DE 19722204162 DE 2204162 A DE2204162 A DE 2204162A DE 2204162 A1 DE2204162 A1 DE 2204162A1
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DE
Germany
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gap
sealing
axial
seal according
pressure side
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DE19722204162
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Fritz Dipl Ing Breit
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Pumpenfabrik Urach GmbH
Original Assignee
Pumpenfabrik Urach GmbH
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/44Free-space packings
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B53/00Component parts, details or accessories not provided for in, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B23/00 or F04B39/00 - F04B47/00
    • F04B53/16Casings; Cylinders; Cylinder liners or heads; Fluid connections
    • F04B53/162Adaptations of cylinders
    • F04B53/164Stoffing boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Reciprocating Pumps (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

  • Abdichtung von Kolbenstangen1 Wellen od.dgl. mit einer zur Axialspaltdichtung dienenden Dichtbüchse" Die Erfindung betrifft eine Abdichtung hin- und hergehender Kolbenstangen, sich drehender Wellen od.dgl. mit einer als Axialspaltdichtung dienenden Dichtbüchse, insbesondere von Plungerkolben für hohe Drücke und insbesondere zur Förderung nicht-schmierender, niederviskoser Flüssigkeiten. Die hierbei verwendeten Dichtbüchsen müßten eine gewisse Länge haben, um die erforderliche Dichtwirkung zu erzielen. Die erforderliche Dichtwirkung ist umso schwieriger zu erreichen, je höher die Drücke sind, da die Leckverluste mit der Höhe des Druckes zunehmen. Andererseits tritt innerhalb des ringförmigen Axialspaltes ein Druckabfall ein, der etwa proportional mit zunehmender axialer Entfernung von der Hochdruckseite zunimmt, so daß die Dichtbüchse durch die radialen Spaltdruckkräfte im Bereich der Hochdruckseite stärker als im Bereich der axial gegenüberliegenden Niederdruckseite belastet wird. Diese ungleichmäßig, in axialer Richtung etwa proportional abnehmende radiale Belastung der Dichtbüchse hat zur Folge, daß sich bei den bisherigen Konstruktionen die auf ihrer radialen Außenseite gegen den Druck des Förder- oder Arbeitsmittels abgedichtete Dichtbüchse im Bereich der Hochdruckseite entsprechend der Elastizität der Dichtbüchse aufweitet und dadurch unter Zugrundelegung eines bestimmten Mindestspaltes auf der Niederdruckseite erhöhte Leckverluste hervorruft, die umso höher sind, je höher der Druck des Förder- oder Arbeitsmittels ist.
  • Dieses Verhalten der Dichtbüchse ist umso kritischer, je niederviskoser die Flüssigkeit ist, insbesondere bei Förderung von Wasser oder anderen nicht-schmierenden Flüssigkeiten.
  • Kolbenpumpenspaltdichtungen für solche Flüssigkeiten bereiteten daher außerordentliche Schwierigkeiten, da sie entweder bei ausreichendem Dichtspalt große Leckverluste haben oder bei zu kleinem Dichtspalt bald schon nach kurzer Zeit durch Reibverschleiß der aufeinandergleitenden Flächen und Teile zerstört werden, weil die Kolben oder die Wellen nicht durch Druckkräfte zur Dichtungsbohrung zentriert wurden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile der bisherigen Axial-Spaltdichtungen zu vermeiden und eine Abdichtung zu ermöglichen, die vor allem auch bei nicht schmierenden, niederviskosen Flüssigkeiten sowie auch bei hohen Drücken und hohen Gleitgeschwindigkeiten einwandfrei arbeitet. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Dichtbüchse einen im wesentlichen innerhalb ihrer radialen elastischen Verformbarkeit liegenden axialen Dichtspalt gegenüber dem abzudichtenden Teil aufweist und auf der diesem axialen Dichtspalt radial gegenüberliegenden, vorzugsweise radial äußeren Seite von einem Spaltraum begrenzt ist, der axial zur Hochdruckseite geöffnet ist und sich im wesentlichen über die Dichtlänge des Axialdichtspaltes bis zu einem der Hochdruckseite axial gegenüberliegenden, den Spaltraum, z.B.
  • mittels besonderer Dichtung, abgedichteten Bereich erstreckt.
  • Hierdurch wird erreicht, daß der in der Regel auf die Außenoberfläche der Dichtbüchse wirkende, abzudichtende Druck dem im Axialspalt der Dichtbüchse herrschenden Spaltdruck, der zur Niederdruckseite hin abnimmt, entgegenwirkt. Es wird daher im Bereiche der Niederdruckseite die Dichtbüchse radial gestaucht und der Axialdichtspalt verengt, während der Spalt auf der Hochdruckseite unabhängig von der Höhe des Druckes nahezu konstant ist. Die Abdichtung mit einem solchen Axialdichtspalt ist daher umso wirksamer, je höher der Druck auf der Hochdruckseite ist, so daß auch bei sehr hohen Drücken der Leckstrom gering bleibt. Gleichzeitig wird eine Zentrierwirkung dadurch erzielt, daß sich ein über den ganzen Umfang des abzudichtenden Teiles gleich großer, von der Hochdruck- zur Niederdruckseite hin konisch sich verengender Dichtspalt einstellt und dadurch das abzudichtende Teil, z.B. der Plungerkolben oder die Welle, in der den Dichtspalt ausfüllenden Flüssigkeit schwimmend getragen wird. Die Praxis hat gezeigt, daß auch nicht-schmierende, niederviskose Flüssigkeiten mit derartigen Dichtungen selbst bei sehr hohen Abdichtdrücken einwandfrei abgedichtet werden können. Die Leckverluste können auf ein Minimum verringert werden. Ein Reibverschleiß wird vollständig vermieden. Im Gegenteil, die Dichtung wirkt umso besser, je höher die Relativgeschwindigkeiten der zueinander sich bewegenden, abzudichtenden Teile, sind.
  • Um diese Wirkung noch vollkommener zu erreichen und um vor allem beim Anfahren mit niedrigen Drücken den Reibverschleiß zu verhindern, sind vorzugsweise die den Axialdichtspalt begrenzenden Außen- oder Innenflächen mit etwa ringförmigen Rillen zu versehen, die einen Flüssigkeitsfilm im Axialdichtspalt sicherstellen.
  • In einfachster Ausführungsform ist die Dichtbüchse in einer zylindrischen Bohrung gelagert und zur Bildung des äußeren Spaltraumes über die Länge desselben auf kleineren Durchmesser abgesetzt. Gewünschtenfalls kann die Dichtbüchse über die Länge des Axial-Dichtspaltes auch unterschiedliche radiale Wandstärke aufweisen. So kann beispielsweise die WandstKrke nach der Niederdruckseite zu kleiner als in der Nähe der Hochdruckseite sein. Um einen freien Zutritt des Druckmediums zum äußeren Spaltraum auch dann sicherzustellen, wenn die Dichtbüchse auf der Hochdruckseite an einer ringförmigen Schulter axial anliegt, können Dichtbüchse oder Schulter an ihren aneinander anliegenden Stirnflächen mit Ausnehmungen, z.B. mit radialen Nuten, die z.B. in axiale Nuten übergehen, versehen sein.
  • Um, z.B. ein selbsttätiges Zentrieren eines durch die Dichtbüchse abzudichtenden Kolbens od.dgl. zu ermöglichen, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Kolben od.dgl.
  • mit einem zugeordneten, axial geführten Antriebsglied, z.B.
  • einem Kreuzkopf, mit allseitiger Beweglichkeit gekuppelt.
  • Vorzugsweise ist er hierbei mittels balliger Fläche am Antriebsglied axial abgestützt. Außer einem radialen Spiel kann gegebenenfalls auch ein geringes axiales Spiel in der Kupplung vorgesehen sein. Vorzugsweise wirken ferner die kraPtübertragenden Kupplungsflächen zwischen Antriebsglied und Kolben cd.dgl. unter Zwischenschaltung eines Dämpfungsmittels zusammen. Als solches kann eine Dämpfungsflüssigkeit vorgesehen sein.
  • Zur weiteren Verbesserung kann im Bereiche der Niederdruckseite des Axialdichtspaltes eine Leckleitung vorgesehen sein, welche die durch den Dichtspalt hindurchtretende Flüssigkeit wieder in das Saugleitungssystem der Pumpe od.dgl. zurückführen kann.
  • Die Erfindung sei anhand der Zeichnung noch näher erläutert.
  • Im einzelnen zeigen: Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine Kolbenpumpe mit einer erfindungsgemäßen Spaitdichtung, die im wesentlichen aus einer erfindungsgemäßen, sich unter einem äußeren Druck radial nach innen verformenden Dichtbüchse besteht, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 ein Diagramm, das die an der Dichtbüchse wirkenden Drücke und die durch dieselben bewirkte Spaltverformung darstellt, Fig. 4 ein Leckverlust-Diagramm und Fig. 5 einen der Fig. 1 entsprechenden Axialschnitt, jedoch mit einer sich unter einem inneren Druck radial auswärts verformenden Dichtbüchse.
  • Die Kolbenpumpe der Fig. 1 weist ein Kurbelkastengehäuse 10 und einen mit diesem verflansehten Zylindergehäuseblock 11 auf. Über ein Saugventil 12 wird Flüssigkeit in den Pumpenraum 13 eingesaugt und über ein Druckventil 14 weitergefördert.
  • Zum Ansaugen und Ausschieben der Förderflüssigkeit dient ein Kolben 15, der mit einem in üblicher Weise durch eine Kurbelwelle od.dgl. angetriebenen Kreuzkopf 1 mittels einer Kupplung 17 gekuppelt ist.
  • Zur Abdichtung des Kolbens 15 dient eine in eine Bohrung lla des Zylindergehäuseblocks 11 eingesetzte Dichtbüchse 18, in die ihrerseits eine z.B. aus gehärtetem, rostbeständigem Stahl bestehende Laufbüchse 19 fest eingesetzt ist, z.B. fest eingeklebt ist. Dichtbüchse 18 und Laufbüchse 19 können auch aus einem Stück bestehen. Ein Abstützring dient zur axialen Abstützung der Dichtbüchse 18. Zwischen der Dichtbüchse 18 bzw. der eingesetzten Laufbüchse 19 und dem Kolben 15 ist ein durch ein geringes Spiel erzeugter Axialdichtspalt 21 vorgesehen,. der bei Drucklosigkeit z.B. in der Größenordnung von etwa 1/100 mm liegt und der in der Zeichnung übertrieben dargestellt ist. Auf ihrer Außenoberfläche ist die Dichtbüchse 18 zur Bildung eines Spaltraumes 22 auf kleineren Durchmesser abgesetzt, derart, daß die Dichtbüchse 18 z.B. in der Nähe der dem Pumpenraum 15, also der Hochdruckseite, gegenüberliegenden Niederdruckseite an der Stelle 25 eine geringste Wandstärke hat, die sich nach der Hochdruckseite zu allmählich vergrößert. Der Spaltraum 22 ist mit dem Pumpenraum 15 bzw. mit dem Ringspalt 24 zwischen Zylinderblock 11 und Kolben 15 durch Radialnuten 25 in der Dichtbüchse 18 bzw. in der Einsatzlaufbüchse 19 oder im Abstützring 20 sowie durch Axialnuten 26 ständig verbunden. Beispielsweise sind je drei Radialnuten 25 und Axialnuten 26 über den Umfang der Dichtbüchse 18 verteilt.
  • Jenseits des Spaltraumes 22 (von der Hochdruckseite aus gesehen) ist die Dichtbüchse 18 durch eine Dichtung 27 gegen den Zylindergehäuseblock 11 abgedichtet. Hinter dieser Dichtung angeordnete Bohrungen 28 in der Dichtbüchse bzw. 29 im Zylindergehäuseblock 11 dienen zur Ableitung der Leckflüssigkeit, die durch den Axialdichtspalt 21 von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite durchgedrückt wird. Eine Dichtung 30, die als Abstreifdichtung wirkt, verhindert, daß der Leckstrom unkontrolliert in die freie Umgebung austritt und sorgt dafür daß der Leckstrom durch die Bohrungen 28 und 29 abfließt.'Eine Überwurfmutter 31 hält die Dichtbüchse 18 mit der eingesetzten Büchse 19 in der Bohrung lla des Zylindergehäuseblockes 11 fest.
  • Insbesondere zur Sicherstellung eines berührungsfreien Laufes des Kolbens 15 auch im unteren Bereich des Pumpendruckes bzw.
  • beim Anlaufen der Pumpe, ist die Innenbohrung der Laufbüchse 19 mit Umfangsrillen l9a versehen, in denen sich Förderflüssigkeit der Pumpe sammeln kann.
  • Die Kupplung 17 zur Verbindung des Kolbens 15 mit dem als Antriebsteil für den Kolben wirkenden Kreuzkopf 16 ist eine Schraubbüchse 32, die mit abgedichtetem Gewinde 3) in den Kreuzkopf 16 eingeschraubt ist. Durch die Schraubbüchse 32 wird unter Zwischenschaltung der Ringe 54 und 35 das zur axialen Abstützung des Kolbens 15 am Antriebsteil dienende Axialstück 56 derart gehalten, daß dieses mittels einer balligen Fläche 37 unter Einhaltung eines geringen axialen Abstandes a, z.B. von 0,1 mm, und eines radialen Spieles r mit einer in den Kreuzkopf 16 eingesetzten Scheibe 58, einem Querstift od.dgl. zusammenwirkt. Eine Gegenmutter 59 sichert die Gewindebüchse 52 in ihrer eingestellten Lage. Der Innenraum 40, der dem Axialstützteil 36 bzw. dem Kolben 15 außer dem radialen und axialen Spiel zugleich ein geringes allseitiges Spiel erlaubt, ist mit einer Dämpfungsflüssigkeit, z. B. Öl, gefüllt, das durch eine verschließbare Bohrung 41 in den Hohlraum 40 eingefüllt werden kann. Ein Dichtbalg 42 dichtet das Innere der Gewindebüchse 32 der Kupplung 17 nach außen ab.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Im Saughub der Pumpe, bei Bewegung des Kolbens 15 in Pfeilrichtung xl wird die zu fördernde Flüssigkeit über das Ventil 12 in den Pumpenraum 13 eingesaugt und im Druckhub bei Bewegung des Kolbens in Pfeilrichtung x2 über das Druckventil 14 ausgeschoben. Die Förderflüssigkeit wird hierbei, insbesondere im Druckhub, in den Dichtspalt 21 eindringen und diesen, einschließlich der Rillen liga, allmählich füllen.
  • Gleichzeitig wird die Förderflüssigkeit über die Durchtrittsnuten 25 und 26 den Ringspaltraum 22 auf der radialen Außenseite der Dichtbüchse 18 anfüllen, so daß die Dichtbüchse 18 sowohl radial von innen als auch radial von außen unter Druck gesetzt wird.
  • In Fig. 5 sind in Verbindung mit einer (in diesem Fall einstückig dargestellten) Dichtbüchse 18, die radial von innen, also vom Dichtspalt 21 her, wirkenden Druckkräfte P einerseits und die radial von außen vom Spaltraum 22 her wirkenden Druckkräfte Q über die Länge der Dichtbüchse 18 dargestellt, wobei - entsprechend Fig. 1 - die Hochdruckseite H rechts und die Niederdruckseite N links angenommen ist. Wie ersichtlich, halten sich unmittelbar auf der Hochdruckseite H die Druckkräfte P und Q das Gleichgewicht. Nach der Niederdruckseite N hin nehmen jedoch die Druckkräfte P im Spalt 21 allmählich ab, während auf der radial äußeren Seite im Spaltraum 22 die Druckkräfte Q konstant und gleich oder im wesen.-lichen gleich dem Druck im Pumpenarbeitsraum 15 sind. Infolgedessen nimmt die aus der Überlagerung der Druckkräfte P und Q sich ergebende radiale Belastung der Dichtbüchse von H nach N hin zu. Im unteren Teil der Fig. 3 ist die Spaltweite s über der Länge der Dichtbüchse 18 in stark vergrößertem Maßstabe aufgetragen. Die Herstellungsspaltweite ist Unter der Wirkung der Druckkräfte P und Q verformt sich die Dichtbüchse 18 so, daß sich der Spalt 21 zwischenüchse und Kolben oder Welle zur Niederdruckseite hin verengt. Es werden hierbei je nach Höhe des Druckes Verformungskurven wie sl,s2,s) usw. entstehen, wobei in der Nähe des niederdruckseitigen Endes der Dichtbüchse 18 eine Mindestspaltweite smin auftritt. Diese Mindestspaltweite smin ist also umso kleiner, je größer der Druck des abzudichtenden Mediums ist, wobei sich die Spaltweite jeweils dem herrschenden Druck während des Arbeitsspieles der Maschine anpaßt, so daß auch bei starken Druckschwankungen und sehr hohen Drücken der Leckstrom gleichmäßig klein gehalten werden kann.
  • Durch den sich zur Niederdruckseite hin verengenden Dichtspalt 21 wird der Kolben 15 hydraulisch zentriert. Durch die Anbringung der Umfangsrillen l9a wird diese Zentrierung, insbesondere auch im Bereich niedriger Pumpendrücke, etwa beim Anfahren der Pumpe, noch weiter verbessert.
  • Im Gegensatz hierzu war eine solche Wirkungsweise bei den bisher bekannten Spaltdichtungen, die ohne Gegendruck auf der radialen Außenseite arbeiteten, nicht möglich. Infolge der Belastung durch die Druckkräfte P gemäß Fig. 5 nahm der Druck im Spalt 21 von der Hochdruckseite nach der Niederdruckseite ab. Hierbei konnte der Reibungsverschleiß der auSeinandergleitenden Teile, insbesondere bei Verwendung von nicht-schmierenden, niederviskosen Flüssigkeiten, nicht vermieden werden.
  • Wurde der Druck erhöht, erweiterte sich der Spalt auf der Hochdruckseite, und zwar umso mehr, je höher der Druck auf dieser Seite war. Das führte zu untragbaren Leckströmen.
  • Im Diagramm nach Fig. 4 ist der Leckstrom q über dem abzudichtenden Druck PH der Hochdruckseite aufgetragen. Hierbei zeigt die Kurve ql in prinzijeller Darstellung den Leckstrom bei einer bisherigen Ausführung und q2 im Vergleich hierzu die Leckverluste bei einer erfindungsgemäßen Ausführung. Wie das Diagramm zeigt, nimmt ql proportional oder überproportional mit dem Druck PH zu und erreicht bei höheren Drücken praktisch untragbare Werte. Im Falle der Erfindung nimmt dagegen nach Überschreiten eines bestimmten Druckes Pa der Leckstrom q2 wieder ab, wobei er innerhalb eines Bereiches a praktisch konstant bleibt. Eine erfindungsgemäße Dichtung eignet sich daher ganz besonders zur Abdichtung hoher Arbeitsdrücke, die diesem Bereich a entsprechen oder oberhalb dieses Bereiches liegen.
  • Durch den Dichtspalt 21 hindurchdringendes Fördermedium kann über die Bohrungen 28, 29 nach außen bzw. in das Saugleitungssystem der Maschine zurückfließen. Gegebenenfalls kann auch die Leckableitung entsprechend den Bohrungen 28 bereits in einem Bereich erfolgen, bei der die nach der Kurve abnehmenden Kräfte P den Nullwert auf der Niederdruckseite N noch nicht erreicht haben, also beispielsweise an einer Stelle Px der Fig. 3.
  • Durch das axiale Spiel a und das radiale Spiel r an der Kupplung 17 sowie durch die ballige Stützfläche 77 des Abstützstückes 76 ist gewährleistet, daß sich der Kolben 15 zur Dichtbüchse 18 allseitig einstellen kann.
  • Durch die Dämpfungsflüssigkeit, z. B. 51, im Raum 4o wird ferner ein Ausschlagen der Teile 56, 58 und damit das metallische Schlaggeräusch verhindert. Statt oder zusätzlich zu einer Dämpfungsflüssigkeit kann auch ein Dämpfmaterial, z.B; Gummi od.dgl., vorgesehen sein, um die Stoßkräfte beim Antrieb des Pumpenkolbens aufzunehmen.
  • Fig. 5 zeigt schematisch eine Ausführung mit einem im Zylindergehäuse 111 laufenden, mit eingeschraubtem Einsatz 115a versehenen Pumpenkolben 115 und einer auf diesen gleitend aufgesetzten Dichtbüchse 113, die gegenüber em Kolben 115 durch eine Dichtung 127 abgedichtet und durch einen Abstützring 120 axial abgestützt ist. Der Axialdichtspalt 121 liegt in diesem Falle radial außerhalb des Spaltraumes 122, der mittels eines Durchlaßquerschnittes 125 od.dgl. mit dem Pumpenraum 115 verbunden ist. Entsprechend Fig. 3 bilden sich die Druckkräfte P im AKaldichtspalt 121 und Q im Spaltraum 122 aus, wodurch die Dichtbüchse 118 nach der Niederdruckseite zunehmend aufgeweitet und damit der Dichtspalt 121 zunehmend bis zu einer Mindestspaltweite 5min verengt wird. Im übrigen ist die Wirkungsweise die gleiche wie die des ersten Ausführungsbeispieles, und es können die gleichen Maßnahmen, wie über die Länge des Dichtspaltes 121 variierende Wandstärke der Dichtbüchse 11d, Umfangsrillen, Leckableitung, axiale Abstützung des Plungerkolbens mit Dämpfungseinrichtung od.dgl., wie beim ersten Ausfuhrungsbeispiel vorgesehen sein.

Claims (1)

  1. Ansprüche:
    fS12 Abdichtung hin- und hergehender Kolben oder Stangen oder sich drehender Wellen mit einer zur Axialspaltdichtung dienenden Dichtbüchse, insbesondere von Kolben für hohe Drücke und insbesondere zur Förderung nichtschmierender, niederviskoser Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtbüchse (18,118) einen im wesentlichen innerhalb ihrer radialen elastischen Verformbarkeit liegenden, den axialen Dichtspalt (21,121) bildenden Spalt (s) gegenüber dem abzudichtenden Teil (Kolben 15, Zylindergehäuse 111) aufweist und auf der diesem Axialdichtspalt (21,121) radial gegenüberliegenden, vorzugsweise äußeren Seite von einem Spaltraum (22, 122) begrenzt ist, der zur axialen Hochdruckseite (H) geöffnet ist und der sich im wesentlichen über die Dichtlänge des Axialdichtspaltes (21,121) bis zu einem der Hochdruckseite (H) axial gegenüberliegenden - vorzugsweise mittels besonderer Dichtung (27,127) - abgedichteten Bereich erstreckt.
    2. Abdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Dichtspalt (21) begrenzende Außen- oder/und Innenfläche mit vorzugsweise ringförmig verlaufenden Entlastungsrillen (19a) versehen ist.
    5. Abdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichr;et, daß die Dichtbüchse (18) in einer zylindrischen Bohrung (lla) gelagert und zur Bildung des äußeren Spaltraumes (22) über die Länge desselben auf kleineren Durchmesser abgesetzt ist.
    4. Abdichtung nach Anspruch 1-J 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtbüchse (18) über die Länge des Axialdichtspaltes (21) unterschiedliche radiale Wandstärke aufweist.
    5. Abdichtung nach Anspruch 4> dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke zwischen Axialdichtspalt (21) und Spaltraum (22) nach der Niederdruckseite (N) zu kleiner als in Nähe der Hochdruckseite (H) ist.
    6. Abdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit auf der Hochdruckseite an einer ringförmigen Schulter axial anliegenden Dichtbüchse, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtbüchse (18) an ihrer an der Schulter (20a) anliegenden Stirnfläche bzw. die mit dieser Stirnfläche in Berührung stehende Schulter (20a) mit Ausnehmungen, z.B.
    radialen und gegebenenfalls axialen Nuten (25,26) versehen ist, die die Hochdruckseite (H) mit dem Spaltraum (22) verbinden.
    7. Abdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 für Kolben od.dgl. mit Antrieb desselben mittels eines mit ihm gekuppelten, axial geführten Antriebsgliedes, z.B. Kreuzkopfes, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (15) od.dgl.
    mit allseitiger Beweglichkeit mit dem Antriebsglied (16) gekuppelt ist.
    8. Abdichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (15) od.dgl. - bzw. ein mit diesem starr verbundenes Kupplungsteil () - mittels balliger, z.B. kugeliger Fläche ()7) am Antriebsglied (16) axial abgestützt ist.
    9. Abdichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (15) od.dgl. bzw. das genannte Kupplungsteil (31) ein geringes axiales Spiel (a) gegenüber dem Antriebsglied (16) aufweist.
    10. Abdichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftübertragenden Kupplungsflächen zwischen Antriebsglied (16) und Kolben (15) od.dgl. unter Zwischens dialtung eines Dämpfungsmittels zusammenwirken.
    11. Abdichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsflächen innerhalb einer nach außen abgedichteten, gegebenenfalls unter Druck zugeführten Dämpfungsflüssigkeit (im Raum 40) liegen.
    12. Abdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine von dem Axialdichtspalt (21) abzweigende Leckleitung, die vorzugsweise auf der Niederdruckseite des Axialdichtspaltes (21) angeordnet ist.
    13. Abdichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Leckleitung (2d,29) in eine Sammelleitung oder in das Saugleitungssystem einer Pumpe führt.
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