[go: up one dir, main page]

DE2200711A1 - Sicherheitsschaltung zur steuerung und ueberwachung des arbeitsablaufes an pressen, stanzen od. dgl - Google Patents

Sicherheitsschaltung zur steuerung und ueberwachung des arbeitsablaufes an pressen, stanzen od. dgl

Info

Publication number
DE2200711A1
DE2200711A1 DE19722200711 DE2200711A DE2200711A1 DE 2200711 A1 DE2200711 A1 DE 2200711A1 DE 19722200711 DE19722200711 DE 19722200711 DE 2200711 A DE2200711 A DE 2200711A DE 2200711 A1 DE2200711 A1 DE 2200711A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contacts
relay
relays
switch
switches
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722200711
Other languages
English (en)
Inventor
auf Nichtnennung. P Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
METALLWAREN U MASCHINENFABRIK
Original Assignee
METALLWAREN U MASCHINENFABRIK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by METALLWAREN U MASCHINENFABRIK filed Critical METALLWAREN U MASCHINENFABRIK
Priority to DE19722200711 priority Critical patent/DE2200711A1/de
Priority to FR7245243A priority patent/FR2167085A5/fr
Publication of DE2200711A1 publication Critical patent/DE2200711A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16PSAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/18Control arrangements requiring the use of both hands
    • F16P3/20Control arrangements requiring the use of both hands for electric control systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Safety Devices In Control Systems (AREA)

Description

PATENTANWALT DIPL.-ING. H. 3ONNF.T * 56 WUPPERTAL-BARMEN
Firma Metallwaren- und Maschinenfabrik Philipp Schwarz, 56 Wuppertal-Barmen, Oststr. 36-38
lasassssssaassasasssassaaasassag
Sicherheitsschaltung zur Steuerung und Überwachung des Arbeitsablaufes an Pressen, Stanzen od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsschaltung zur Steuerung und Überwachung des Arbeitsablaufes an Pressen, Stanzen ad.dgl. mit einer Zweihandeinrückung zur Auslösung des Maschinenarbeitsablaufs einerseits, sowie mit von der Maschine selbst, beispielsweise über Steuerkurven auf der Maschinenantriebswelle betätigten Schaltern zur Übernahme der Handsteuerung durch die Maschine nach dem halben Arbeitshub des Maschinenstößels und für die Beendigung des Arbeitsablaufs andererseits, wobei die außen liegenden, von außen beeinflussbaren Schalter der Zwei Ti an deinrückung, der Steuerungsübernahme und der Endabschaltung schaltend auf Relais wirken, die innerhalb eines von äußeren Einflüssen schützenden Schalt gehäuses untergebracht sind.
309828/0216
Sicherheitsschaltungen der eingangs "beschriebenen Gattung sind durch offenkundige Vorbenutzung bekannt geworden. Bei ihnen sind die außen liegenden Schalter zur Funktionsüberwachung als zweipolige, je mit einem Ruhe-UQd einem Arbeitskontakt versehene Schalter ausgebildet, wobei die Ruhekontakte dieser Schalter in Reihe in einem vorbereitenden Stromkreis zusammen mit einem äbfallverzögerten Relais angeordnet sind, während die Arbeitskontakte der zweipoligen Schalter in Reihe mit zwei einander parallel geschalteten Hauptrelais liegen. Diese Relais liegen dabei in eines? gegen äußere Einflüsse schützenden Schaltergehäuse·
Bei derart vorbekannten Schaltungen kommt es in der Praxis jedoch häufig dadurch zu Störungen in der Schaltung und somit zur Beeinträchtigung der Sicherheit, daß Fehlschaltungen wie Kurzschlüsse, Leitungsbruch od.dgl. innerhalb der gegen äußere Einflüsse nicht völlig abgeschirmten zweipoligen Schalter der Zweihandeinrückung, der Steuerungsübernahme und der Endabschaltung auftreten.
Ein zweipoliger Schalter mit jeweils einem Ruhe- und einem Arbeitskontakt hat insgesamt acht mögliche
309828/02 1 G
Fehlerursachen, die einerseits in Unterbrechungen der jeweiligen Stromwege und andererseits in sechs Kurzschlußmöglichkeiten durch Überbrückung von ge zwei der insgesamt vier Schalteranschlußstellen liegen. Die Kurzschlüsse können dadurch ausgelöst werden, daß Feuchtigkeit innerhalb der Schalter zu Überschlägen führt, oder der Schalter selbst defekt wird, indem sich einer seiner Anschlußdrähte löst und mit einer anderen Anschlußstelle in Eontakt kommt, oder auch durch einen Bruch des den Ruhe- mit dem Arbeitskontakt verbindenden Steges.
Derartige Fohlschaltungen innerhalb eines außenliegenden Schalters können beispielsweise dazu führen, daß die Maschine ihren-Arbeitsgang beginnt, iöhne daß beide Schalter der Zweihandeinrückung betätigt worden sind, oder daß sie nach dem Arbeitshub einen zweiten ausführt, da infolge eines Defektes im außen liegenden Endschalter der Maschine nicht ausschaltet.
In Erkenntnis dieser mit■zahlreichen Fehlschaltungsquellen behafteten bekannten Schaltung, liegt nun der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die
309828/021.6
bekannte Sicherheitsschaltung technisch dahingehend zu verbessern, daß sie einerseits weniger störanfällig gegen auf die außenliegenden Schalter wirkende Einflüsse sowie andererseits beim Auftreten dennoch möglicher Fehlschaltungen, keinen ungewollten Arbeitsgang auszuführen in der Lage ist und somit als eine echte Sicherheitsschaltung arbeitet.
Erreicht wird das Ziel der Erfindung dadurch, daß die außen liegenden Kontakte der Zweihandeinrückung, der Steuerungsübernahme und der Endschalter je als einpolige Tasterkontakte ausgebildet sind, deren Schaltbefehle auf die Kontakte eines jeden der Tasterkontakte zugeordneten Relais übertragbar sind, wobei diese Relais in ihrer !Funktion überwacht sind, indem jeweils ein Ruhekontakt dieser Relais sowie auch die Ruhekontakte zweier Hauptrelais in einem Hilfsstromkreis für die vorbereitende Einschaltung eines an sich bekannten abfallverzögerten Relais liegt.
Der Vorteil der neuen Schaltung gegenüber der bekannten ist einmal darin zu sehen, daß die außen liegenden
309828/0216
Tasterkontakte nur noch einen Kontakt aufweisen, wodurch die unmittelbar in den Schaltern auftretenden Fehlermöglichkeiten auf zwei Fälle beschränkt sind, nämlich darauf, daß diese die Wirkung haben, als sei der Schalter dauernd gedrückt (Kurzschluß im Schalter) oder als wäre der Schalter nicht betätigt (Leitungsunterbrechung im Stromweg des Kontaktes)* Diese beiden Fehlermöglichkeiten äußern sich in dem dem jeweiligen Tasterkontakt zugeordneten Heiais darin, daß das Relais entweder eingeschaltet bleibt oder nicht schaltet, so daß eine überwachung der Schaltfunktionen der einzelnen Relais zur Sicherung der gesamten Schaltung ausreichend ist. Wenn also nur ein einziges Relais nicht die «Funktion ausführt, die tatsächlich beabsichtigt ist, wird durch die Reihenschaltung der Ruhekontakte in einem Hilfsstromkreis mit dem vorbereitenden abf allverzögerten Relais der Stromlauf unterbrochen, wodurch die gesamte Steuerschaltung abgeschaltet wird.
Anders ausgedrückt sind die Ruhekontakte der bekannten zweipoligen Kontaktschalter in die im Schaltgehäuse geschützt liegenden Relais verlegt, wo sie durch äußere Einflüsse nicht beeinträchtigt werden können·
308828/0211
Die beiden Endschalter, die verhindern sollen, daß die Maschine einen unbeabsichtigtan zweiten Hub ausführt, werden dadurch getestet, daß die Relaiskontakte der Endschalter in einem Hilfsstromkreis zusammen mit einem Hilfsrelais als Wechselschalter in Reihe geschaltet sind.
Durch die doppelte Ausführung der Endschalter und der ihnen zugeordneten Relais wird verhindert, daß die Maschine einen unbeabsichtigten zweiten Hub ausführt, falls einer der beiden Endachalterkontakte kleben bleiben sollte. In diesem fall nämlicli'springt nur einer der beiden, den Wechselkontakt bildenden Kontakte über, so daß in diesem Stromweg der Stromfluß unterbrochen ist, worauf das Hilfsrelais sofort die gesamte Steuerschaltung abschaltet.
Hierbei ist es von Vorteil, wenn das Hilfsrelais als abfallverzögertes Relais ausgebildet ist. Durch die Abfallverzögerung ist es möglich, kleine Fertigungsungenauigkeiten in den die Endkontakte betätigenden Steuerkurven oder geringe Abweichungen in den Schaltpunkten der beiden Endschalter zu überbrücken, so daß nicht bei jedem Hub durch Blockierung der Schaltung der gesamte Arbeite-
3GS828/Ö218
- 6 -
ablauf gestört wird und die Maschine stets erneut wieder gestartet werden muß.
Es ist auch möglich, ein einziges Hilfsrelais zur Überwachung beliebig vieler Endschalter vorzusehen, wobei die jedem der Endschalter zugeordneten Relaiskontakte in Reihe mit dem Hilfsrelais geschaltet sind. Dies hat den Vorteil, daß mit Hilfe dieser Schaltung beliebig viele Endschalterkontakte überprüft werden können, wobei bei Blockierung nur eines dieser Kontakte das Hilfsrelais die gesamte Steuerschaltung abschaltet. Von besonderer Bedeutung ist die Zuordnung einer Vielzahl von Endschaltern zu nur einem Relais beispielsweise bei der Steuerung von Spindelpressen, bei denen sowohl der obere Abschaltpunkt als auch der untere Umschaltpunkt der Spindel überwacht werden müssen. Mit Hilfe der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Schaltung läßt sich somit eine ohne technischen Mehraufwand erzielbare, wohlfeile Schaltung verwirklichen, die auch den Anforderungen bei der Steuerung von Spindelpressen od.dgl. hinsichtlich Zuverlässigkeit und Sicherheit voll gerecht wird.
Darüber hinaus ist es im Rahmen der Sicherheit
309328/02.16
• - 7 -
dieser Schaltung von Vorteil, wenn den außen liegenden Tasterkontakten der Zweihandeinrückung jeweils ein eigener Netzanschluß über getrennte Wicklungen eines Netztrafos zugeordnet ist. Dieser Vorteil kommt insbesondere dann zur Gelang, wenn die beiden Handtaster der Zweihandeinrückung in einem gemeinsamen Schaltpult vorgesehen sind, wobei normalerweise die Zuleitungen zu den Kontakten in einem gemeinsamen Kabel verlegt sind. Durch die getrennten Netzanschlüsse ist es nun nicht mehr möglich, daß ein den Handtastern zugeordnetes Relais anzieht, ohne daß einer der Taster betätigt ist. Auf diese Weise führen Querverbindtangen im Zuleitungskabel, wie durch Kabelbeschädigungen insbesondere bei der Verwendung beweglicher Steuerpulte mitunter auftreten, nicht zu einem ungewollten Ingangsetzen des Maschinenarbeitshubes, Sondern allenfalls dazu, daß die Maschine gar. nicht erst eingeschaltet werden kann.
Zusammenfassend ist es der Erfindung gelungen, eine Sicherheitsschaltung zur Steuerung und Überwachung des Arbeitsablaufes an Pressen, Stanzen od.dgl. zu schaffen, die sich durch ein bisher nicht erreichtes Maß an geringstem technischen Aufwand in Verbindung mit einer als
309828/021 6
nahezu absolut zu bezeichnenden Sicherheit auszeichnet. Nur, wenn zwei Elemente der Schaltung zu genau dem selben Zeitpunkt versagen, ist es unter gewissen Umständen möglich, daß die Maschine ohne beabsichtigten Befehl arbeitet, Das gleichzeitige Versagen zweier Schaltungselemente ist jedoch ein Fairbor, mit dem wegen seiner sehr geringen Wahrscheinlichkeit in der Praxis nicht gerechnet zu werden braucht. Eine Fehlschaltung nur eines einzigen Schaltungselementes jedoch führt stets zum Aussetzen der gesamten Maschinensteuerung, wodurch ein bisher nicht erreichtes Höchstmaß an Sicherheit erzielt ist.
Am besten versteht sich der Erfindungsgegenstand anhand der nachfolgenden Funktionsbeschreibung der Schaltung sowie des auf der beiliegenden Zeichnung wiedergegebenen Stromlaufplans.
Nach dem Anlegen der Netzspannung bekommt der Transformator m1 Strom, und die beiden Sekundär-Wicklungen stehen nun unter Spannung. Es ist dann zwar möglich, durch Betätigen der beiden Handdrucktaster b1 und b2 die Relais d1 und d2 sowie durch Betätigung der drei Endschalter b5, b4- und b5 die zugehörigen Relais d3, d4 und d5
309828/0216
einzuschalten, jedoch die eigentliche Steuerschaltung, bestehend aus den Heiais d?, d8 und d9 sowie dem Kupplung smagnetventil si, bleibt stromlos, da der Kontakt d6b noch offen ist. Zur Erzeugung der Be triebsbereit schaft ist also zunächst der Startkontakt b6 zu drücken, der bewirkt, daß das Heiais d6 anzieht und sich über den Kontakt d6a sowie über die Kontakte dja und d4a hallt · Die Lampe h1 zeigt dann die Betriebsberextschaft an.
Durch den nimm ehr auch geschlossenen Kontakt d6b wird die Steuerschaltung an Spannung gelegt, so daß über die geschlossenen Ruhekontakte d1b, d2b und d5c sowie d8a und d9a das Heiais d7 anziehen kann. Der dann öffnende Kontakt d7b blockiert zunächst die Einschaltung des Kupplungsventils si. Der Schließkontakt d7a, der "überhaupt erst eine Einschaltung der Relais d8 und d9 ermöglicht, wird vorbereitend geschlossen. Bei dem Relais d7 handelt es sich um ein abfallverzögertes Relais mit einer JLbfallverzögerungszeit von knapp 0,5 sek. Bei dem Relais d6 handelt es sich ebenfalls um ein abfallverzögertes Relais, dessen Abfallzeit jedoch nur wenige Millisek. beträgt.
309828/0216
- 10 -
Hbrmalbetrieb t
Bei normalem Betrieb werden von der Bedienungsperson die beiden Taster b1 und b2, die die Zweihandeinrückung der Presse darstellen, innerhalb einer kurzen Zeit gleichzeitig gedruckt und müssen dann bis zum Schließen des Werkzeuges gedrückt bleiben. Durch die Betätigung dieser Drucktaster werden die Heiais d1 und d2 eingeschaltet. Die Kontakte d1b und d2b unterbrechen dann den Stromfluß zum abfallverzogerten Relais d7, dessen Kontakt d7a innerhalb von etwa 0,5 Sek. öffnet. Es ist also erforderlich, daß die Bedienungsperson die beiden Drucktaster b1 und b2 gleichzeitig innerhalb dieser abfallverzögerten Zeit drückt, da sonst der sich danach öffnende Kontakt d7a eine weitere Einschaltung verhindert. Vorbereitend werden im Stromkreis des Kuglungsventils si die beiden Kontakte did und d2d geschlossen. Das Schließen der beiden Kontakte die und d2c bewirkt über den geschlossenen Kontakt" d7a des abfallverzögerten Relais eine Einschaltung der beiden Relais d8 und d9, die parallel geschaltet sind.
Vom Relais d8 und d9 liegt auch je ein Öffnerkontakt d8a und d9a im Stromkreis des abfallverzögerten Relais d7, die dann ebenfalls öffnen und zusätzlich den
309828/0216
- 11 -
Stromkreis dieses Eelais unterbrechen. Gleichzeitig werden aber die Kontakte d8b und d9b geschlossen und überbrücken damit den sich öffnenden Kontakt d7a, so daß die Relais d8 und d9 in Reihe mit den Kontakten die und d2c eingeschaltet bleiben. Ferner werden vom Relais d8 und d9 noch die Kontakte d8c und d9c im Stromkreis des Kupplungsventils si geschlossen, welches nun einschalten kann in Verbindung mit dem sich wieder schließenden Öffnerkontakt d7b des Relais d7 und den beiden bereits eingeschalteten Kontakten did und d2d.
Durch die Einschaltung des Kupplungsventils si wird die Kupplung der Presse eingerückt und vom Schwungrad her die Exzenterwelle in Drehung versetzt. Die Steuerkurven auf der Exzenterwelle zur Betätigung der drei Endschalter b3, b4 und b5 bewegen sich im gleichen Sinne ■*· in dem Stromlauf plan mit Pfeilrichtung angegeben τ mit. Während des Stößelniedergangs erfolgt an diesen Endschaltern keine Schaltung.
Wenn nun während dieses Bereiches einer der beiden Drucktaster b1 oder b2 oder auch beide Drucktaster losgelassen werden, schalten die zugehörigen Relais d1 und d2
309828/0216
- 12 -
ab, wodurch die Schließkontakte did oder d2d unterbrechen und damit das Kupplungsventil si stromlos mächen. Hierdurch wird erreicht, daß bei vorzeitigem Loslassen der
Taster b1 und/oder b2 die Presse im Niedergang zum Stillstand kommt.
In der untersten Stößelstellung, also bei geschlossenem Werkzeug, wird durch die zugehörige Steuerkurve der Endschalter b5 betätigt und bleibt bis kurz vor Erreichen der oberen Ruhestellung geschlossen. Dadurch zieht das
ÄLais d5 an, welches seinerseits über seine Eontakte d5a und d^b und in Verbindung mit den noch geschlossenen
Kontakten dia und d2a die beiden Relais d1 und d2 eingeschaltet hält, auch wenn nunmehr von der Bedienungsperson einer oder beide Drucktaster b1 und b2 losgelassen werden. Dieser Endschalter bewirkt also den sogenannten automatischen Stößelhochlauf und befreit die Bedienungsperson
von der Pflicht, die Drucktaster der Zweihandeinrückung
auch in der ungefährlichen Phase der Exzenterwellenumdrehung festzuhalten. Der Öffnerkontakt d5c im Stromkreis des abfaliverzögerten Relais d7 hat lediglich Sicherheitsfunktion, tritt in dieser Schaltungsphase jedoch nicht
wirksam in Erscheinung, da das Relais d7 ja noch abgefallen ist.
Kurz vor Erreichen der oberen Stößelstellung werden durch einen kurzen Steuernocken gleichzeitig die beiden Endschalter b3 und b4 betätigt, und schalten damit ebenfalls gleichzeitig die beiden Relais d3 und d4 ein. In diesem Augenblick schalten zwar die beiden Wechselkontakte d3a und d4a im Stromkreis des Kontrollrelais d6 um, wenn dies aber innerhalb der Abfallverzögerungszeit des Beiais d.6 geschieht, bleibt dieses angezogen.
Die Öffnerkontakte d3b und d4b öffnen die Stromzufuhr zu der gesamten Steuerschaltung, wodurch die Relais d8a und d9a, ferner auch das Kupplungsventil si stromlos werden. Dies bewirkt, daß die Kupplung der Presse abschaltet und die federgesteuerte Bremse anspricht, so daß die Fresse nach einem kurzen Bremsweg zum Stillstand kommt. Die Bewegung geht jedoch noch soweit, daß die Endstellung der Steuerkurven - wie auf der Zeichnung dargestellt erreicht wird, die Endschalter b3 und b4 also noch von ihren Nocken ablaufen.
- 14 309828/0216
Kurz vor dem-Ablaufen der Endschalter b3 und b4 von ihren Nocken schaltet der Endschalter b5 ab, so daß das Relais d5 abfällt. Die Kontakte d5a und d5b öffnen die Selbsthaltung für die Relais d1 und d2, so daß auch diese stromlos werden. Nach dem Ablaufen der beiden Endschalter b3 und b4- von den kurzen Nocken schalten auch die beiden Relais d$ und d4 aus, so daß durch das Wiederschließen der beiden Öffnerkontakte d3b und d4b die Steuerschaltung wieder Strom erhält. Gleichzeitig wird die Funktion der Endschalter über die beiden Wechselkontakte d3a und d4a, die ebenfalls wieder genau gleichzeitig innerhalb der Abfallverzögerungszeit des Relais d6 schalten müssen, kontrolliert.
Eine erneute Einschaltung eines Pressenniederganges
ist aber erst dann möglich, wenn das vorbereitende Relais
d7 wieder anzieht durch Abfallen der Relais d1, d2, d5, d8 und d9.
EehlermÖRlichkeiten:
Die gesamte Schaltung ist in sogenannter eigensicherer Testschaltung so ausgelegt, daß bei Versagen
.--15 309828/0216
eines Bauelementes keine Wifallgefahr besteht, d.h., daß der Stößelniedergang unterbrochen wird, bzw. daß eine neue Einschaltung nicht mehr möglich ist. Da jedem Drucktaster und Endschalter jeweils 1 Relais zugeordnet ist, kann auch bei Störungen an Handtastern und Endschaltern, sei es, daß eine Verbindungsleitung keinen Durchgang hat oder daß ein Kontakt durch Verschmutzung oder dergl. oder durch Festsetzen hängen bleibt und damit Kurzschluß verursacht, nur die auch bei den Relais möglichen Auswirkungen haben, nämlich daß dieses zugehörige Relais entweder klebenbleibt oder nicht anzieht· Es ist deshalb nicht erforderlich, in dieser Schaltung den Nachweis zu führen, daß die Handkontakte oder Endschalter bei ihren Versagen die Sicherheit beeinträchtigen. Dies wird ausreichend durch sogenannte Testung der ihnen zugeordneten Relais bewirkt. Diese Testung geschieht dadurch, daß in den EinsehaltStromkreis jeweils ein Schließkontakt des Relais und in den vorbereitenden Stromkreis je ei*1 Öffnerkontakt gelegt wird. Wenn beispielsweise das Relais d1 nicht schaltet, kann durch den dann offenbleibenden Kontakt did das Kupplungsventil nicht einschalten. Das gleiche gilt für das Relais d2 und auch für die Einschältrelais d8 und d9. Es wäre
30932
8 /"ölPi 6
ft 2200771
dies "beispielsweise die gleiche Erscheinung, die auftreten würde, wenn der Bedienungsmann nur einen Knopf drücken würde, da dann das zugehörige 2. Relais des nicht gedrückten Knopfes nicht einschaltet.
Als weitere Störungsmöglichkeit besteht das Festhalten eines der beiden Drucktaster oder der Kurzschlußderserben bzw. das Klebenbleiben eines der beiden Relais d1 und d2. Da diese Kontakte und Relais aber zweifach angeordnet sind, genügt es, wenn einer der beiden Öffnerkontakte des dann klebengebliebenen Relais d1 oder d2,. also die Kontakte d1b oder d2b, eine Einschaltung des abfallverzögerten Relais d7 verhindern, so daß dann auch das Betätigen des 2. Tasters nicht zur Einschaltung führt, weil der vorbereitete Kontakt d7a offenbleibt und damit eine Einschaltung der Relais d8 und d9 nicht möglich ist.
Die beiden Endschalter b3 und b4 können aus Gründen des zeitlichen Programmablaufes nicht auf diese Art getestet werden, da sie ja unbedingt verhindern müssen, daß die Presse noch einen unbeabsichtigten 2. Hub macht. Aus diesem Grunde sind sie auch zweifach vorgesehen und werden
309828/
auf einer anderen Art getestet. Durch das Relais d6 wird der Synchronismus des Schaltens dieser beiden Endschalter innerhalb einer im Verhältnis zur Hubzeit der Presse kurzen Abfallverzögerungszeit überwacht. ¥enn also eines dieser beiden Relais beim Einschalten oder beim Ausschalten versagt, wird das Relais d6 stromlos und schaltet durch seinen dann öffnenden Kontakt d6b die gesamte Steuerschaltung ab.
Für den Fall, daß die beiden Handtaster b1 und b2 in einem Steuerpult untergebracht sind, werden normalerweise die Zuleitungen zu den Eontakten in einem gemeinsamen Kabel verlegt. Wenn es sich um bewegliche Steuerpulte handelt, ist es besonders gefährlich, daß dann dieses Kabel durch irgendwelche äußere Einwirkungen beschädigt wird, so daß Kurzschlüsse innerhalb des Kabels möglich sind. Aus diesem Grunde ist für das Heiais d1 und damit für den Handtaster b1 eine gesonderte Wicklung des Steuertransformators m1 vorgesehen. Es ist dann auch bei Querverbindungen nicht möglich, daß beispielsweise das Relais d1 und d2 anzieht, ohne daß die Schalter b1 und b2 gedruckt werden.
309828/Q~2?k

Claims (5)

  1. Ansprüclie:
    M*] Sieherheitsschaltung zur Steuerung und überwachung des Arbeitsablaufs an Pressen, Stanzen od.dgl. mit einer Zweiiiandeinrücloing zur Auslösung des Maschinenarbe itsablaufs einerseits, sowie mit von der Maschine selbst, beispielsweise über Steuerkurven auf der Maschinenantriebswelle betätigten Schaltern zur "Übernahme der Handsteuerung durch die Maschine nach dem halben Arbeitshub des Maschinenstößels und für die Beendigung des Arbeitsablaufs andererseits, wobei die außen liegenden, von außen beeinflußbaren Schalter der Zweihandeinrückung, der Steuerungsübernahme und der Endabschaltung schaltend auf Relais wirken, die innerhalb eines vor äußeren Einflüssen schützenden Schaltgehäuses untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet , daß die außen liegenden Kontakte der Zweihandeinrückung (b1, b2,) der Steuerungsübernahme (b5) und der Endschalter (b2, b4) je als einpolige Tasterkontakte (b1, b2, bj, b4, b5) ausgebildet sind, deren Schaltbefehle auf die Kontakte eines
    309628/0216
    jedem der Tasterkontakte (b1, b2, b3, b4, b5) zugeordneten Relais (d1, d2, d3, d4, d5) übertragbar sind, wobei diese Relais in ihrer Funktion überwacht sind, indem jeweils ein Ruhekontakt (d1b, d2b, d3b, d4b,d5c) dieser Relais sowie auch die Ruhekontakte (d8a, d9a) zweier Hauptrelais (d8, d9) in einem Hilfsstromkreis für die vorbereitende Einschaltung eines an sich bekannten abfallverzögerten Relais (d7) liegt.
  2. 2. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaiskontakte (d3a, d4a) der Endschalter (b3i b4) in einem Hilfsstromkreis zusammen mit einem Hilfsrelais (d6) als Wechselschalter (d3a, d4a) in Reihe geschaltet sind.
  3. 3. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsrelais (d6) als abfallverzögertes Relais ausgebildet ist.
  4. 4. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 2 oder 3i dadurch gekennzeichnet, daß ein einziges Hilfsrelais (d6) zur Überwachung beliebig vieler Endschalter vorgesehen ist,
    wobei die jedem der Endschalter zugeordneten Relaiskontakte in Reihe mit dem Hilfsrelais (d6) geschaltet sind.
  5. 5. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den außen liegenden Tasterkontakten (b1, b2) der Zweihandeinrückung jeweils ein eigener Netzanschluß über getrennte Wicklungen eines -Metztrafos m1 zugeordnet „ist.
    - III -
    309828/0216
    Leerseite
DE19722200711 1972-01-07 1972-01-07 Sicherheitsschaltung zur steuerung und ueberwachung des arbeitsablaufes an pressen, stanzen od. dgl Pending DE2200711A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19722200711 DE2200711A1 (de) 1972-01-07 1972-01-07 Sicherheitsschaltung zur steuerung und ueberwachung des arbeitsablaufes an pressen, stanzen od. dgl
FR7245243A FR2167085A5 (de) 1972-01-07 1972-12-19

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19722200711 DE2200711A1 (de) 1972-01-07 1972-01-07 Sicherheitsschaltung zur steuerung und ueberwachung des arbeitsablaufes an pressen, stanzen od. dgl

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2200711A1 true DE2200711A1 (de) 1973-07-12

Family

ID=5832521

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19722200711 Pending DE2200711A1 (de) 1972-01-07 1972-01-07 Sicherheitsschaltung zur steuerung und ueberwachung des arbeitsablaufes an pressen, stanzen od. dgl

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE2200711A1 (de)
FR (1) FR2167085A5 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0105054A1 (de) * 1982-10-01 1984-04-11 Square D Starkstrom GmbH Schaltungseinrichtung zur aktiven Kontrolle von paarig angeordneten Endschaltern
FR2580056A1 (en) * 1985-04-09 1986-10-10 Werkzeugmaschinen Zeulenroda Press safety circuit
FR2684596A1 (fr) * 1991-12-05 1993-06-11 Cogema Presse plieuse equipee d'un circuit de commande de securite.

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0105054A1 (de) * 1982-10-01 1984-04-11 Square D Starkstrom GmbH Schaltungseinrichtung zur aktiven Kontrolle von paarig angeordneten Endschaltern
FR2580056A1 (en) * 1985-04-09 1986-10-10 Werkzeugmaschinen Zeulenroda Press safety circuit
FR2684596A1 (fr) * 1991-12-05 1993-06-11 Cogema Presse plieuse equipee d'un circuit de commande de securite.

Also Published As

Publication number Publication date
FR2167085A5 (de) 1973-08-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4223435C2 (de) Sicherheitsabschaltsystem
DE2200711A1 (de) Sicherheitsschaltung zur steuerung und ueberwachung des arbeitsablaufes an pressen, stanzen od. dgl
DE2804130A1 (de) Elektrische steuerschaltung fuer maschinen mit druckknopfsteuerung
DE1463215B2 (de) Elektrische Sicherheitssteuerung für Pressen, Stanzen oder dgl
EP0105054B1 (de) Schaltungseinrichtung zur aktiven Kontrolle von paarig angeordneten Endschaltern
DE4441171C1 (de) Schützsicherheitskombination
DE1909862C3 (de) Elektrische Steueranordnung fuer einen motorisch angetriebenen Stufenschalter eines Regeltransformators
DE1763851C3 (de) Anordnung zum Betrieb der Stufenschalter von Gleichrichtertransformatoren
DE2746556C2 (de) Einrichtung zur Überwachung des Hubes der Stössel eines Sicherheitsdoppelventils einer Steuerventilanordnung, insbesondere zur Hubauslösung einer Presse
DE668199C (de) Elektrisches Fahrstrassenstellwerk
DE820902C (de) Weichenschaltung fuer elektrische Stellwerke mit elektrischen Verschluessen
DE2163080C3 (de) Elektrische Sicherheitssteuerung für Pressen, Stanzen u.dgl
DE2515505B2 (de) Sicherheitsschaltung für Exzenterpressen mit Reibungskupplung
DE2046960C3 (de) Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit selbstsperrendem Prüfvielfach
AT220723B (de) Schaltungsanordnung zur Steuerung elektromagnetischer Kupplungen oder eines Induktionsmotors mit umschaltbaren Polen bei Drehzahlstufen-Schalteinrichtungen
DE2103990C3 (de) Schaltungsanordnung zum elektrischen Ein- und Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere eines Leistungsschalters
DE680474C (de) Anordnung zur Fernbetaetigung von Schaltern
DE1082329B (de) Schaltung zum Rueckmelden der richtigen Zuordnung der Schaltstellung eines Relais oder eines Schuetzes zur Stellung des Steuerschalters
DE2321304C3 (de) Einrichtung zur Überwachung des Stempel-Nachlaufes und Kontrollsteuerung dazu bei handbedienten Hydraulik- oder Pneumatikpressen
DE1463215C (de) Elektrische Sicherheitssteuerung für Pressen, Stanzen oder dgl
DE816264C (de) Einrichtung fuer Fernsteuerungsanlagen im Eisenbahn-Sicherungsbetrieb
DE635537C (de) Fernantrieb mit einem Zweifeldmotor fuer Schalter
AT400430B (de) Schaltung zum dezentralen abschalten von weichenantrieben bei stellzeitüberschreitung
DE601682C (de) Schaltungsanordnung bei Fernsteuerungsanlagen
DE653022C (de) Einrichtung zur Verhinderung des Schaltens von Trennschaltern unter Last in elektrischen Energieverteilungsanlagen

Legal Events

Date Code Title Description
OHN Withdrawal