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DE2200795A1 - Vorrichtung zum auslaugen von zuckerhaltigem pflanzengut - Google Patents

Vorrichtung zum auslaugen von zuckerhaltigem pflanzengut

Info

Publication number
DE2200795A1
DE2200795A1 DE19722200795 DE2200795A DE2200795A1 DE 2200795 A1 DE2200795 A1 DE 2200795A1 DE 19722200795 DE19722200795 DE 19722200795 DE 2200795 A DE2200795 A DE 2200795A DE 2200795 A1 DE2200795 A1 DE 2200795A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
container
chamber
leaching
chambers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722200795
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Dieter Backofen
Dietrich Dittmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Original Assignee
BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG filed Critical BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG
Priority to DE19722200795 priority Critical patent/DE2200795A1/de
Priority to BR007980/72A priority patent/BR7207980D0/pt
Priority to ZA728192A priority patent/ZA728192B/xx
Priority to GB5670172A priority patent/GB1375280A/en
Priority to US00317169A priority patent/US3853615A/en
Publication of DE2200795A1 publication Critical patent/DE2200795A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/10Continuous processes
    • C13B10/102Continuous processes having rotatable means for agitation or transportation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

Description

BRAUNSCHWEIGISCHE MASCHINENBAUANSTALT
33 Braunschweig
Am Alten Bahnhof 5
Vorrichtung zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut, wie Zuckerrohr, bei der ein liegender Behälter an einem Ende eine Einspeiseöffnung für das Pflanzengut sowie eine Austrittsöffnung für Auslaugeflüssigkeit und am anderen Ende eine Einspeiseöffnung für die Auslaugeflüssigkeit sowie eine Austrittsöffnung für das ausgelaugte Pflanzengut aufweist und bei der im Inneren des Behälters rotierende Fördereinrichtungen vorgesehen sind, um das Pflanzengut und die Auslaugeflüssigkeit im Gegenstrom zueinander zu führen.
Bekannt sind Auslaugevorrichtungenbei denen der Behälter zusammen mit den Fördereinrichtungen rotiert. Die Fördereinrichtungen sind als fest mit der Behälterwand verbundene
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Einbauten ausgebildet. Die deutschen Patentschriften 332 708, 727 091, 1 050 311 und die deutschen Offenlegungsschriften 1 908 148 und 2 040 984 zeigen solche Vorrichtungen. Einige dieser bekannten Vorrichtungen sind zum Auslaugen von Salz oder ähnlichen Stoffen vorgesehen. Durch das besondere Verhalten organischer Pflanzenzellen ergeben sich Arbeitsbedingungen, die sich erheblich von denen unterscheiden, die beim Auswaschen von Salzen auftreten können.
Bei allen bekannten Vorrichtungen mit einem zylindrischen, rotierenden Behälter ist die Steuerung der Flüssigkeitsbewegung schwierig. Eine zuverlässige Steuerung dieser Flüssigkeitsbewegung ist aber besonders beim Auslaugen des Zuckers aus geeignetem Pflanzengut sehr wichtig, damit der Zucker möglichst vollständig und mit einem guten Wirkungsgrad entzogen werden kann. Bei rotierenden Trommeln können sich Flüssigkeitsmengen mit unterschiedlicher Konzentration, vermischen. Durch solche Vermischungen verschlechtert sich entweder die Ausbeute oder der Wirkungsgrad des Auslaugevorganges. Außerdem kann es bei derartigen Trommeln vorkommen, daß Anteile der Auslaugeflüssigkeit wiederholt durch den trommelartigen Behälter zirkulieren und auf d
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Weise sehr lange in der Auslaugevorrichtung verblriben.
Zuckersäfte erleiden jedoch Qualitätsverluste, wenn sie
längere Zeit in einer Auslaugevorrichtung verweilen.
Diese Nachteile treten auch bei Auslaugevorrichtungen
auf, bei denen der liegende Behälter fest angeordnet ist und in seinem Inneren zwei zusammenwirkende Förderschnekken für den Transport des Pflanserigutes aufweist. Solche Vorrichtungen sind in der detitschen Äuslegeschrift 1 124 und der deutschen Patentschrift 1 519 754 beschrieben.
Eine andere Bauform einer Ätsslaugeworriehtung wird in der deutschen Patentschrift 817 44S als bekannt genannt-o Das Besondere dieser bekannten Vorrichtung,, die für das Auslaugen von ölhaltigem Pflanzenmaterial bestimmt Ist g besteht darin, daß in einem Behälter eine kreisringförmige Auslaugekammer gebildet wird, deren Ringachse waagerecht verläuft. Eine Antriebsvorrichtung bewegt siebförmige
Trennwände, die radial angeordnet sind um die Ringachse
herum. Auf diese Weise werden Zellen gebildet, die mit
auszulaugendem Gut gefüllt um die Ringachse rotieren.
Das auszulaugende Gut wird im Scheitelbereich des Ringes eingespeist* wandert zunächst nach unten und wird wieder
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angehoben, bis eine Austrittsstelle im Scheitelbereich erreicht ist. Die Auslaugeflüssigkeit wird in der Nähe der Austrittsstelle des ausgelaugten Gutes eingespeist und über Siebe im unteren Bereich abgezogen. Ein Gegenstrom zwischen dem ölhaltigen Pflanzengut und der Auslaugeflüssigkeit kann sich nur von der Gutaustrittsstelle bis zu dem unteren Bereich ausbilden, indem die Auslaugeflüssigkeit durch einen entsprechenden Stutzen abgezogen wird. Fast der gesamte Bereich, in dem die Zellen von der Einspeisestelle des Gutes abwärts bis in den Bereich des AbzugsStutzens für die Auslaugeflüssigkeit wandern, geht für die Ausbildung eines Gegenstromes verloren.
In der deutschen Offenlegungsschrift 1 912 277 ist eine Auslaugevorrichtung mit einem Ring wandernder Zellen beschrieben, die sich zwar konstruktiv von der bereits erläuterten Auslaugevorrichtung unterscheidet, die jedoch in der gleichen Weise wie die bekannte Vorrichtung arbeitet. Diese Vorrichtung ist zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut bestimmt. Für die Ausbildung eines Gegenstromes kann bei dieser Vorrichtung nur etwa die Hälfte des Ringbogens genutzt werden, denn der Saftabzugsstutzen liegt etwa auf halber Ringhöhe. Aber auch ein
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höher liegender Saftabzugstutzen würde kelmr. wesentlichen Vorteile bringen, denn Saft mit hoher Zuckerkonzentration hat ein entsprechend hohes spezifisches Gewicht und sammelt sich daher bevorzugt im Bodenbereich eines Behälters an, wenn dieser Behälter auch Saft geringerer Konzentration enthält. Im vorliegenden Fall sammelt sich der Saft mit der höchsten Zuckerkonzentration im Bodenbereich an und nicht in dem oberen Bereich, in dem der Saft abgezogen wird. ν
Mit großem Erfolg werden zum Auslaugen voa Zuckerrohr Perkolationsbettdiffuseure verwandt. Bei diesen Vorrichtungen wird das Pflanzengut in Form einer Schicht auf einem flüssigkeitsdurchlässigen Boden bewegt und dabei von oben her mit Auslaugeflüssigkeit berieselt. Jeder Berieselungsstelle ist ein Auffangbehälter zugeordnet, der unterhalb des flüssigkeitsdurchlässigen Bodens li@gt„ Mit Hilfe von Pumpen wird die aufgefangene Flüssigkeit aus jeder Auffangstelle zu der: jeweils in Richtung auf die Einspeisestelle des Pflanzengutes Nächstliegenden Berieselungsstelle weitergefördertβ Auf diese Weise ergibt sich eine dem Gegenstrom ähnliche Relativbewegung
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zwischen dem Pflanzengut und der Flüssigkeit, obwohl die Flüssigkeit Immer nur quer durch die Schicht des Pflanzengutes perkoliert. Die» Flüssigkeit kann dabei verhältnismäßig genau geführt werden, und es steht auch die gesamte Länge der Vorrichtung für die Ausbildung eines Gegenstromes zur Verfügung. Mit Vorrichtungen dieser Bauart werden daher gute Extraktionsergebnisse erzielt. Es muß jedoch in Kauf genommen werden, daß diese Vorrichtungen sehr viel Platz beanspruchen und daß für die Behandlung der Flüssigkeit eine relativ große Anzahl von Pumpen und anderem Zubehör benötigt wird.
Ausgehend von diesem bekann^an Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Auslaugen von Pflanzengut raumsparend und so auszubilden, daß eine zuverlässige und dem Gegenstrom ähnliche Führung der Auslaugeflüssigkeit gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich die einleitend genannte Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch, daß der Behälter zylindrisch ausgebildet und durch aufrechtstehende rechtwinklig zur Zylinderachse verlaufende
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Querwände in eine Anzahl von Kammern unterteilt i^t, die in der Achsrichtung aufeinanderfolgen, daß konzentrisch zur Zylinderachse durch alle Kammern eine angetriebene Welle verläuft, auf der in jeder Kammer ein Hubrad befestigt ist, daß im oberen Bereich einer jeden Querwand eine übergabeschurre von einer Kammer zu der in Richtung auf die Austrittsöffnung für ausgelaugtes Gut liegenden Waehbarkammer verläuft" und daß benachbarte Kammern durch außerhalb des Behälters verlaufende Rohre verbunden sind f die jeweils von einer Flüssigkeitsaustrittsöffnung im Bodenbereich einer' Kammer s,u einer etwa in Höhe des vorgesehenes Fllli!sigkeitaspi@g©ls liegenden Flüssigkeitseintritfesöffirasig der in Riöhtimg em£ die Austrittsöffnung für die -Auslangeflüesigkeit liegenden Nachbarkammer verlaufen..
Bei der erfiridungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung sorgen die Hubräder in den einzelnen Kammern dafür s daß das Pflanzengut zuverlässig und gleichmäßig von einer Kammer sur anderen durch den gesamten Behälter gefördert wird. Durch geeignete Steuerung der zugeflitirten Menge des Pflanzengutes in bezug auf die Höhe des Standes der äuslaugeflüssigkeit in den einseinen Kammern'kann auf- engem
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Raum eine intensive Berührung zwischen Äuslaugeflüssigkeit und Pflanzengut erzielt werden. In jeder Kammer stellt sich beim Betrieb der Vorrichtung ein spezifischer Zuckergehalt der Auslaugeflüssigkeit ein. Durch eine große Anzahl von Kammern kann man erreichen, daß der Konzentrationsunterschied von Kammer zu Kammer gering ist. Je geringer dieser Konzentrationsunterschied von Kammer zu Kammer ist, um so ähnlicher wird der Auslaugevorgang einem kontinuierlichen Gegenstromauslaugevorgang.
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung wird 'die Auslaugeflüssigkeit aus den einzelnen Kammern durch einen Abzugsstutzen Im Bodenbereich abgeleitet und der nächstfolgenden Kammer im oberen Bereich, etwa in Höhe des vorgesehenen Flüssigkeitsstandes, zugeführt. Diese Ausbildung erlaubt eine zuverlässige Steuerung der Flüssigkeitsbewegung und vermeidet zugleich jeglichen Aufwand an Pumpen, Ventilen und Armaturen. Solange nämlich die Einspeisung an Auslaugeflüssigkeit In ständiger Relation zur Menge der abgezogenen Auslaugeflüssigkeit gehalten wird, besteht die Gewähr dafür, daß die Auslaugeflüssigkeit in einer Kammer nicht über die Höhe
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der Flüssigkeiteintrittsöffnung dieser Kammer hinaus ansteigt, schädliche Rückvermischungen sind dadurch ebenso unmöglich wie ein unkontrolliertes Zirkulieren von Auslaugeflüssigkeit.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß sie geringe Abmessungen aufweist und daß die Auslaugeflüssigkeit zuverlässig gehandhabt und der Auslaugevorgang demzufolge zuverlässig gesteuert werden kann.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung einer neuen Vorrichtung weist jedes Hubrad siebartige Mitnehmer auf, welche Zellen bilden, die außen von der Behälterwand und innen von einer bogenförmigen Wand begrenzt sind, welche sich auf der Seite, auf der die Mitnehmer bei rotierender Welle ansteigen, von der übergabeschurre bis in den Bereich des vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels erstrecken. " ■ \ .
Es ist günstig, wenn die Mitnehmer als Roste aus parallelen Stäben ausgebildet sind.
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In diesem Fall besteht nämlich die Möglichkeit, drß an der Behälterwand oder an der Querwand Rollen oder Keile angeordnet sind, die zwischen die Roststäbe der passierenden Mitnehmer treten und einen Druck auf das mitgenommene Pflanzengut ausüben.
Die Rollen oder Kelle können im Bereich vor der Obergabeschurre angeordnet sein. Bei dieser Anordnung pressen sie aus dem Pflanzengut Auslaugeflüssigkeit ab, ehe die übergabe in die nächste Kammer erfolgt.
Es können aber auch Rollen oder Keile im unteren Bereich der Kammern angeordnet sein, 1^ das untergetauchte Pflanzengut vorübergehend zusammenzupressen. Auf diese Weise kann der Auslaugevorgang begünstigt werden.
Es ist besonders einfach, die neue Vorrichtung im unteren Bereich mit einem Heizmantel auszurüstenf um das auszulaugende Gut und die Auslaugeflüssigkeit auf der erforderlichen Arbeitstemperatur zu halten. Das hat den Vorteil* einer erheblichen weiteren Vereinfachung, denn bisher mußten besondere Wärmetauscher verwendet werden, um die Auslaugeflüssigkeit auf der Arbeitstemperatur zu halten.
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Eine besonders hohe Sicherheit gegenüber einer Rü^kvermischung von Flüssigkeit unterschiedlicher Konzentration wird erreicht, wenn die Flüssigkeitseintrittsöffnungen in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind und wenn die Höhe der Flüssigkeitseintrittsöffnungen von Kammer zu Kammer in Richtung auf die Guteinspeiseöffnung hin abnimmt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Figur 1 zeigt eine teilweise gesoteittene Seitenansicht ., ". der erfindungsgeraäß ausgebildeten
Figur 2 zeigt eine Schnittansicht der Vorrichtung geaiß Figur 1 bei längs der Linie IX-II verlaufender Schnittebene.
Figur 3 zeigt eine im Maßstab vergrößerte Teilschnittansicht dreier benachbarter Kammern der Vorrichtung bei axial verlaufender Schnittebene.
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Figur 4 zeigt eine Schemazeichnung.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Auslaugevorrichtung 1 gezeigt. Die Vorrichtung 1 weist die Gestalt eines liegenden zylindrischen Behälters 2 auf. Der Behälter ist durch aufrechtstehende, rechtwinklig zur .Behälter- bzw. Zylinderachse verlaufende Querwände 3 in eine Anzahl von Kammern 4 aufgeteilt, die in Behälterachsrichtung aufeinanderfolgen .
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Behälter mehrteilig ausgebildet und besteht aus einer unteren liegenden Wanne 5 und mehreren bogenförmigen oberen Deckeln 6. Jede Kammer weist einen derartigen bogenförmigen Deckel auf, der einen Halbzylinder bildet.
Längs der Behälterachse erstreckt sich eine Welle 7, die von einer geeigneten nicht gezeigten Antriebseinrichtung in Drehung versetzt wird. In jeder Kammer 4 ist auf der Welle 7 ein Hubrad 8 befestigt. Jede Querwand 3 trägt eine Ubergabeschurre 9. Das Hubrad 8 weist Mitnehmer auf. Diese Mitnehmer sind aus Stäben gitterrostartig
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ausgebildet. Die Mitnehmer 10 bilden Zellen 11 (F.'.gur 2) , die nach außen hin durch die Wandungen des Behälters 2 begrenzt sind und nach innen hin überwiegend offen sind. Lediglich in dem Bereich, in dem^die Zellen 11 bei der Bewegung der Welle 7 in ansteigender Richtung bewegt werden, erstreckt sich bis sur Schurre '9 eine bogenförmige Wand 12. Diese bogenförmige Wand 12 verhindert, daß das Pflanzengut in diesem Bereich aus den fellen herausfällt. '.N_.
Durch die Rotation der Welle 7 wird das Pfiansengut, das durch eine Einspeiseöffnung 13 zugeführt itfird? mit der in jeder Kammer befindlichen Auslaugeflüssigkeit in Berührung gebracht. Aus jeder einzelnen Kammer hebt das Hubrad 8 das Pflanzengut heraus und wirft es durch die übergabeschurre 9 in die nächstfolgende Kammer 3. So wandert das Pflanzengut von Kammer zu Kammer, gibt dabei seinen Zukkergehalt an die Auslaugeflüssigkeit ab und wird schließlich durch eine Austrittsöffnuhg auf eine Austrittsschurre 14 gefördert und aus der Vorrichtung 1 ausgetragen. Der Austragsschurre 14 können geeignete EntwägssEisngsvorrichtungen nachgeschaltet sein, um das ausgelaugte Pflanzengut so weit zu entwässern, wie es für die vorgesehene
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Weiterverwendung erforderlich ist.
An dem Ende des Behälters 2, an dem sich die Austragsschurre 14 befindet, ist eine Einspeiseöffnung 15 vorgesehen, um Auslaugeflüssigkeit, im vorliegenden Falle Frischwasser, einzuleiten. Zusätzlich ist ein weiterer Flüssigkeitseintrittsstutzen 16 vorgesehen. Der dient dazu, das Preßwasser, das bei der Entwässerung des ausgelaugten Pflanzengutes anfällt und das gewisse Zuckeranteile enthält, in den Behälter 2 einzuspeisen.
Im Bodenbereich einer jeden Kammer 4 (siehe Figur 2) befindet sich ein Fltissigkeits=ibzugsstutzen 17, der gegenüber dem Inneren der Kammer durch ein Sieb 18 getrennt ist. An diesen Flüssigkeitsabzugsstutzen 17 schließt sich ein Rohr 18 an, das in einer Flüssigkeitseintrittsöffnung 19 endet. Die Flüssigkeitseintrittsöffnung 19 befindet sich in der Nachbarkammer, und zwar in derjenigen Nachbarkammer, die in Richtung auf eine Einspeiseöffnung 20 liegt, durch welche das auszulaugende Pflanzengut in den Behälter 2 eingeführt wird. Die Höhe der Flüssigkeitseintrittsöffnungen 19
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ist bei dem gezeigten Äusführungsbeispiel so gewählt, daß' diese Höhenlage der Höhe des Fiiissigkeitsspiegels 21 entspricht, bis zu welchem die Kammer mit Auslaugeflüssigkeit gefüllt sein soll« Aus der Figur 1 und der Figur 4 erkennt mas; daß die Flüssigkeitsaustrittsöffnungen 19 in Richtung auf die Guteinspeiseöffnung von Kammer- zu Kaaimer niedriger liegen» Durch diese Maßnahme erreicht raasi ©inen ebenso abgestuften Flüssigkeitsspiegel in aufeinanderfolgendes. limm^Tn,, sofern dafür gesorgt wird, daE die Menge der Flftssigiseit p die. durch eine AustrittsöffOTag 12 a«s dem BsheLlfces1 2 ssbgesogea wird 5< derjenigen M®ag© asa Flüssigkeit ©ätsp^ielit B die ■ durch die Eintrittsoffstaag IS und. dis Eiatrittsöffnuag 16 zugeführt-wird. Bei eia@2·
Flüssigkeits spiegeis 21 ist eias
von Flüssigkeiten entersehiediiehes" Koasoatratioa ausgeschlossen.,
Der Behälter 2 ist la seinem unteren B@re£eh mit Heismänteln 23·ausgerüstete Diese HeismMntel 23 können mit ' Dampf beschickt werden, xm im Inneren des Behälters 2 die geeignete Arbeitstemperatur aufreehtsuerlialtea. An d@r tiefsten Stelle der einzelnen Kammern 4 befinden sieh
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Sandsammeikammern 24 und Entleerungsventile 25. Die Sands amme lkairatier η 24 können mit selbsttätig arbeitenden Austragsschleusen 26 ausgerüstet sein, die periodisch den angesammelten Sand entfernen.
•In der Figur 2 ist im oberen Bereich der Kammer 4 ein Keil 27 zu erkennen. Dieser Keil, der entweder an der Behälterwand oder der Querwand befestigt ist, tritt bei rotierendem Hubrad 8 zwischen die Roststäbe der Mitnehmer 10. Das von den Mitnehmern geförderte Pflanzengut wird durch die Wirkung der Keile 27 zusammengedrückt und je nach Druckwirkung mehr oder weniger stark entwässert, bevor es durch die Obergabeschurre 9 in die nächstfolgende Kammer abgegeben wird. Ähnliche Kelle oder auch belastete Rollen, die wie die Keile zwischen die Roststäbe der Mitnehmer IO treten, können auch an anderer Stelle, insbesondere im Bereich, in dem sich das Pflanzengut in der Auslaugeflüssigkeit untergetaucht befindet, angeordnet sein. :
Eine ähnliche Wirkung läßt sich erreichen, wenn die Mitnehmer am Hubrad angelenkt sind und durch unrunde Gegenflächen am Umfang der Behälterwandung während der
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- 17 Rotation des Hubrades verschwenkt werden.
Die beschriebene Vorrichtung eignet sich vor allem für die Auslaugung von zerkleinertem Zuckerrohr. Sie kann aber auch für die Auslaugung anderer Pflanzenprodukte, insbesondere für die Extraktion des Zuckers aus Zuckerrübenschnitzeln verwendet werden.
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Claims (8)

- 18 - Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut, wie Zuckerrohr, bei der ein liegender Behälter an einem Ende einer Einspeiseöffnung für das Pflanzengut sowie eine Austrittsöffnung für die Auslaugeflüssigkeit und am anderen Ende einer Einspeiseöffnung für die Auslaugeflüssigkeit sowie eine Austrittsöffnung für das ausgelaugte Pflanzengut aufweist und bei der im Inneren des Behälters rotierende Fördereinrichtungen vorgesehen sind, um das Pflanzengut und die Auslaugeflüssigkeit im Gegenstrom zueinander zu führen, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) zylindrisch ausgebildet ist und durch aufrechtstehende rechtwinklig zur Zylinderachse verlaufende Querwände (3) in eine Anzahl von Kammern (4) unterteilt ist, die in der Achsrichtung aufeinanderfolgen, daß konzentrisch zur Zylinderachse durch alle Kammern eine angetriebene Welle (7) verläuft, auf der in jeder Kammer ein Hubrad (8) befestigt ist, daß im oberen Bereich einer jeden Querwand.(3) eine übergabeschurre (9) von einer Kammer zu der in Richtung auf die Austrittsöffnung (14) für ausgelaugtes Gut liegenden Nachbarkammer
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verläuft und daß benachbarte Kammern durch auß ;rhalb des Behälters verlaufende Rohre (18) verbunden sind, die jeweils von einer Fltissigkeitsaustrittsöffnung (17) im Bodenbereich einer Kammer zu einer etwa in Höhe des vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels (21) liegenden Flüssigkeitseintrifctsöffnung (19) der in Richtung auf die Austrittsöffnung (22) für die Auslaugeflüssigkeit liegenden Nachbarkainmer verlaufen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, ■ dadurch gekennzeichnet ', daß jedes Hubrad (8) siebartige Mitnehmer (10) aufweist, welche Zellen (11) bilden, die außen von der Behälterwand und innen von einer bogenförmigen Wand (12).begrenzt sind> welche sich von der Seite, auf der die Mitnehmer bei rotierender Welle (7) ansteigen, von der Übergabeschurre (9) bis in decs. Bereich des vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels ~t.2'il erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Mitnehmer (10) als Roste ausgebildet sind.
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4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3/ dadurch gekennzeichnet, daß an der Behälterwand Rollen oder Keile (27) angeordnet sind, die zwischen die Roststäbe der passierenden Mitnehmer (10) treten und einen Druck auf das mitgenommene Pflanzengut ausüben.
5· Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen oder Keile (27) im Bereich vor der übergabeschurre (9) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen oder Keile (27) im unteren Bereich der Kammern (4) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Bereich des Behälters (2) mit einem Heizmantel (23) ausgerüstet ist.
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8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitseintrittsöffnungen (19) in unter- - schiedlichen Höhen angeordnet sind, wobei diese Höhen in Richtung auf die Guteinspeiseöffnung (20) von Kammer zu Kammer (4) abnehmen.
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