DE2200795A1 - Vorrichtung zum auslaugen von zuckerhaltigem pflanzengut - Google Patents
Vorrichtung zum auslaugen von zuckerhaltigem pflanzengutInfo
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Description
BRAUNSCHWEIGISCHE MASCHINENBAUANSTALT
33 Braunschweig
Am Alten Bahnhof 5
Am Alten Bahnhof 5
Vorrichtung zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut, wie Zuckerrohr, bei der
ein liegender Behälter an einem Ende eine Einspeiseöffnung für das Pflanzengut sowie eine Austrittsöffnung für
Auslaugeflüssigkeit und am anderen Ende eine Einspeiseöffnung für die Auslaugeflüssigkeit sowie eine Austrittsöffnung
für das ausgelaugte Pflanzengut aufweist und bei der im Inneren des Behälters rotierende Fördereinrichtungen
vorgesehen sind, um das Pflanzengut und die Auslaugeflüssigkeit
im Gegenstrom zueinander zu führen.
Bekannt sind Auslaugevorrichtungen„ bei denen der Behälter
zusammen mit den Fördereinrichtungen rotiert. Die Fördereinrichtungen
sind als fest mit der Behälterwand verbundene
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Einbauten ausgebildet. Die deutschen Patentschriften
332 708, 727 091, 1 050 311 und die deutschen Offenlegungsschriften
1 908 148 und 2 040 984 zeigen solche Vorrichtungen. Einige dieser bekannten Vorrichtungen
sind zum Auslaugen von Salz oder ähnlichen Stoffen vorgesehen. Durch das besondere Verhalten organischer Pflanzenzellen
ergeben sich Arbeitsbedingungen, die sich erheblich von denen unterscheiden, die beim Auswaschen von
Salzen auftreten können.
Bei allen bekannten Vorrichtungen mit einem zylindrischen, rotierenden Behälter ist die Steuerung der Flüssigkeitsbewegung schwierig. Eine zuverlässige Steuerung dieser
Flüssigkeitsbewegung ist aber besonders beim Auslaugen des Zuckers aus geeignetem Pflanzengut sehr wichtig, damit der
Zucker möglichst vollständig und mit einem guten Wirkungsgrad entzogen werden kann. Bei rotierenden Trommeln können
sich Flüssigkeitsmengen mit unterschiedlicher Konzentration, vermischen. Durch solche Vermischungen verschlechtert sich
entweder die Ausbeute oder der Wirkungsgrad des Auslaugevorganges. Außerdem kann es bei derartigen Trommeln vorkommen,
daß Anteile der Auslaugeflüssigkeit wiederholt durch den trommelartigen Behälter zirkulieren und auf d
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Weise sehr lange in der Auslaugevorrichtung verblriben.
Zuckersäfte erleiden jedoch Qualitätsverluste, wenn sie
längere Zeit in einer Auslaugevorrichtung verweilen.
Zuckersäfte erleiden jedoch Qualitätsverluste, wenn sie
längere Zeit in einer Auslaugevorrichtung verweilen.
Diese Nachteile treten auch bei Auslaugevorrichtungen
auf, bei denen der liegende Behälter fest angeordnet ist und in seinem Inneren zwei zusammenwirkende Förderschnekken für den Transport des Pflanserigutes aufweist. Solche Vorrichtungen sind in der detitschen Äuslegeschrift 1 124 und der deutschen Patentschrift 1 519 754 beschrieben.
auf, bei denen der liegende Behälter fest angeordnet ist und in seinem Inneren zwei zusammenwirkende Förderschnekken für den Transport des Pflanserigutes aufweist. Solche Vorrichtungen sind in der detitschen Äuslegeschrift 1 124 und der deutschen Patentschrift 1 519 754 beschrieben.
Eine andere Bauform einer Ätsslaugeworriehtung wird in der
deutschen Patentschrift 817 44S als bekannt genannt-o Das
Besondere dieser bekannten Vorrichtung,, die für das Auslaugen von ölhaltigem Pflanzenmaterial bestimmt Ist g besteht darin, daß in einem Behälter eine kreisringförmige
Auslaugekammer gebildet wird, deren Ringachse waagerecht verläuft. Eine Antriebsvorrichtung bewegt siebförmige
Trennwände, die radial angeordnet sind um die Ringachse
herum. Auf diese Weise werden Zellen gebildet, die mit
auszulaugendem Gut gefüllt um die Ringachse rotieren.
Das auszulaugende Gut wird im Scheitelbereich des Ringes eingespeist* wandert zunächst nach unten und wird wieder
Trennwände, die radial angeordnet sind um die Ringachse
herum. Auf diese Weise werden Zellen gebildet, die mit
auszulaugendem Gut gefüllt um die Ringachse rotieren.
Das auszulaugende Gut wird im Scheitelbereich des Ringes eingespeist* wandert zunächst nach unten und wird wieder
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angehoben, bis eine Austrittsstelle im Scheitelbereich erreicht ist. Die Auslaugeflüssigkeit wird in der Nähe
der Austrittsstelle des ausgelaugten Gutes eingespeist und über Siebe im unteren Bereich abgezogen. Ein Gegenstrom
zwischen dem ölhaltigen Pflanzengut und der Auslaugeflüssigkeit
kann sich nur von der Gutaustrittsstelle bis zu dem unteren Bereich ausbilden, indem die
Auslaugeflüssigkeit durch einen entsprechenden Stutzen abgezogen wird. Fast der gesamte Bereich, in dem die
Zellen von der Einspeisestelle des Gutes abwärts bis in den Bereich des AbzugsStutzens für die Auslaugeflüssigkeit
wandern, geht für die Ausbildung eines Gegenstromes verloren.
In der deutschen Offenlegungsschrift 1 912 277 ist eine
Auslaugevorrichtung mit einem Ring wandernder Zellen beschrieben, die sich zwar konstruktiv von der bereits erläuterten
Auslaugevorrichtung unterscheidet, die jedoch in der gleichen Weise wie die bekannte Vorrichtung arbeitet.
Diese Vorrichtung ist zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut bestimmt. Für die Ausbildung eines
Gegenstromes kann bei dieser Vorrichtung nur etwa die Hälfte des Ringbogens genutzt werden, denn der Saftabzugsstutzen
liegt etwa auf halber Ringhöhe. Aber auch ein
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höher liegender Saftabzugstutzen würde kelmr. wesentlichen
Vorteile bringen, denn Saft mit hoher Zuckerkonzentration
hat ein entsprechend hohes spezifisches Gewicht und sammelt sich daher bevorzugt im Bodenbereich eines Behälters
an, wenn dieser Behälter auch Saft geringerer Konzentration enthält. Im vorliegenden Fall sammelt sich der Saft
mit der höchsten Zuckerkonzentration im Bodenbereich an und nicht in dem oberen Bereich, in dem der Saft abgezogen
wird. ν
Mit großem Erfolg werden zum Auslaugen voa Zuckerrohr
Perkolationsbettdiffuseure verwandt. Bei diesen Vorrichtungen wird das Pflanzengut in Form einer Schicht auf
einem flüssigkeitsdurchlässigen Boden bewegt und dabei von oben her mit Auslaugeflüssigkeit berieselt. Jeder
Berieselungsstelle ist ein Auffangbehälter zugeordnet, der unterhalb des flüssigkeitsdurchlässigen Bodens li@gt„
Mit Hilfe von Pumpen wird die aufgefangene Flüssigkeit aus jeder Auffangstelle zu der: jeweils in Richtung auf
die Einspeisestelle des Pflanzengutes Nächstliegenden
Berieselungsstelle weitergefördertβ Auf diese Weise
ergibt sich eine dem Gegenstrom ähnliche Relativbewegung
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zwischen dem Pflanzengut und der Flüssigkeit, obwohl die Flüssigkeit Immer nur quer durch die Schicht des Pflanzengutes perkoliert. Die» Flüssigkeit kann dabei verhältnismäßig
genau geführt werden, und es steht auch die gesamte Länge der Vorrichtung für die Ausbildung eines Gegenstromes
zur Verfügung. Mit Vorrichtungen dieser Bauart werden daher gute Extraktionsergebnisse erzielt. Es muß
jedoch in Kauf genommen werden, daß diese Vorrichtungen sehr viel Platz beanspruchen und daß für die Behandlung
der Flüssigkeit eine relativ große Anzahl von Pumpen und anderem Zubehör benötigt wird.
Ausgehend von diesem bekann^an Stand der Technik liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Auslaugen von Pflanzengut raumsparend
und so auszubilden, daß eine zuverlässige und dem Gegenstrom ähnliche Führung der Auslaugeflüssigkeit gewährleistet
ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich die einleitend genannte Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch, daß
der Behälter zylindrisch ausgebildet und durch aufrechtstehende rechtwinklig zur Zylinderachse verlaufende
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Querwände in eine Anzahl von Kammern unterteilt i^t,
die in der Achsrichtung aufeinanderfolgen, daß konzentrisch
zur Zylinderachse durch alle Kammern eine angetriebene Welle verläuft, auf der in jeder Kammer ein
Hubrad befestigt ist, daß im oberen Bereich einer jeden Querwand eine übergabeschurre von einer Kammer zu der
in Richtung auf die Austrittsöffnung für ausgelaugtes Gut liegenden Waehbarkammer verläuft" und daß benachbarte Kammern durch außerhalb des Behälters verlaufende
Rohre verbunden sind f die jeweils von einer Flüssigkeitsaustrittsöffnung
im Bodenbereich einer' Kammer s,u einer
etwa in Höhe des vorgesehenes Fllli!sigkeitaspi@g©ls liegenden
Flüssigkeitseintritfesöffirasig der in Riöhtimg em£
die Austrittsöffnung für die -Auslangeflüesigkeit liegenden
Nachbarkammer verlaufen..
Bei der erfiridungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung sorgen
die Hubräder in den einzelnen Kammern dafür s daß das
Pflanzengut zuverlässig und gleichmäßig von einer Kammer
sur anderen durch den gesamten Behälter gefördert wird.
Durch geeignete Steuerung der zugeflitirten Menge des
Pflanzengutes in bezug auf die Höhe des Standes der äuslaugeflüssigkeit
in den einseinen Kammern'kann auf- engem
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Raum eine intensive Berührung zwischen Äuslaugeflüssigkeit
und Pflanzengut erzielt werden. In jeder Kammer stellt sich beim Betrieb der Vorrichtung ein spezifischer
Zuckergehalt der Auslaugeflüssigkeit ein. Durch eine große Anzahl von Kammern kann man erreichen, daß
der Konzentrationsunterschied von Kammer zu Kammer gering ist. Je geringer dieser Konzentrationsunterschied
von Kammer zu Kammer ist, um so ähnlicher wird der Auslaugevorgang
einem kontinuierlichen Gegenstromauslaugevorgang.
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung wird 'die Auslaugeflüssigkeit aus den einzelnen Kammern durch
einen Abzugsstutzen Im Bodenbereich abgeleitet und der nächstfolgenden Kammer im oberen Bereich, etwa in Höhe
des vorgesehenen Flüssigkeitsstandes, zugeführt. Diese Ausbildung erlaubt eine zuverlässige Steuerung der Flüssigkeitsbewegung
und vermeidet zugleich jeglichen Aufwand an Pumpen, Ventilen und Armaturen. Solange nämlich
die Einspeisung an Auslaugeflüssigkeit In ständiger Relation zur Menge der abgezogenen Auslaugeflüssigkeit
gehalten wird, besteht die Gewähr dafür, daß die Auslaugeflüssigkeit in einer Kammer nicht über die Höhe
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der Flüssigkeiteintrittsöffnung dieser Kammer hinaus ansteigt, schädliche Rückvermischungen sind dadurch ebenso
unmöglich wie ein unkontrolliertes Zirkulieren von Auslaugeflüssigkeit.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zeichnet
sich dadurch aus, daß sie geringe Abmessungen aufweist und daß die Auslaugeflüssigkeit zuverlässig gehandhabt
und der Auslaugevorgang demzufolge zuverlässig gesteuert werden kann.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung einer neuen Vorrichtung
weist jedes Hubrad siebartige Mitnehmer auf, welche Zellen bilden, die außen von der Behälterwand
und innen von einer bogenförmigen Wand begrenzt sind, welche sich auf der Seite, auf der die Mitnehmer bei
rotierender Welle ansteigen, von der übergabeschurre bis in den Bereich des vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels
erstrecken. " ■ \ .
Es ist günstig, wenn die Mitnehmer als Roste aus parallelen Stäben ausgebildet sind.
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In diesem Fall besteht nämlich die Möglichkeit, drß an
der Behälterwand oder an der Querwand Rollen oder Keile angeordnet sind, die zwischen die Roststäbe der passierenden
Mitnehmer treten und einen Druck auf das mitgenommene Pflanzengut ausüben.
Die Rollen oder Kelle können im Bereich vor der Obergabeschurre angeordnet sein. Bei dieser Anordnung pressen
sie aus dem Pflanzengut Auslaugeflüssigkeit ab, ehe die übergabe in die nächste Kammer erfolgt.
Es können aber auch Rollen oder Keile im unteren Bereich der Kammern angeordnet sein, 1^ das untergetauchte Pflanzengut
vorübergehend zusammenzupressen. Auf diese Weise kann der Auslaugevorgang begünstigt werden.
Es ist besonders einfach, die neue Vorrichtung im unteren
Bereich mit einem Heizmantel auszurüstenf um das auszulaugende
Gut und die Auslaugeflüssigkeit auf der erforderlichen Arbeitstemperatur zu halten. Das hat den Vorteil*
einer erheblichen weiteren Vereinfachung, denn bisher mußten besondere Wärmetauscher verwendet werden, um die
Auslaugeflüssigkeit auf der Arbeitstemperatur zu halten.
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Eine besonders hohe Sicherheit gegenüber einer Rü^kvermischung
von Flüssigkeit unterschiedlicher Konzentration wird erreicht, wenn die Flüssigkeitseintrittsöffnungen
in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind und wenn die Höhe der Flüssigkeitseintrittsöffnungen
von Kammer zu Kammer in Richtung auf die Guteinspeiseöffnung hin abnimmt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Figur 1 zeigt eine teilweise gesoteittene Seitenansicht
., ". der erfindungsgeraäß ausgebildeten
Figur 2 zeigt eine Schnittansicht der Vorrichtung geaiß
Figur 1 bei längs der Linie IX-II verlaufender Schnittebene.
Figur 3 zeigt eine im Maßstab vergrößerte Teilschnittansicht
dreier benachbarter Kammern der Vorrichtung bei axial verlaufender Schnittebene.
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Figur 4 zeigt eine Schemazeichnung.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Auslaugevorrichtung 1 gezeigt.
Die Vorrichtung 1 weist die Gestalt eines liegenden zylindrischen Behälters 2 auf. Der Behälter ist durch
aufrechtstehende, rechtwinklig zur .Behälter- bzw. Zylinderachse
verlaufende Querwände 3 in eine Anzahl von Kammern 4 aufgeteilt, die in Behälterachsrichtung aufeinanderfolgen
.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Behälter mehrteilig ausgebildet und besteht aus einer unteren
liegenden Wanne 5 und mehreren bogenförmigen oberen Deckeln 6. Jede Kammer weist einen derartigen bogenförmigen
Deckel auf, der einen Halbzylinder bildet.
Längs der Behälterachse erstreckt sich eine Welle 7, die von einer geeigneten nicht gezeigten Antriebseinrichtung
in Drehung versetzt wird. In jeder Kammer 4 ist auf der Welle 7 ein Hubrad 8 befestigt. Jede Querwand 3 trägt
eine Ubergabeschurre 9. Das Hubrad 8 weist Mitnehmer
auf. Diese Mitnehmer sind aus Stäben gitterrostartig
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ausgebildet. Die Mitnehmer 10 bilden Zellen 11 (F.'.gur 2) ,
die nach außen hin durch die Wandungen des Behälters 2 begrenzt sind und nach innen hin überwiegend offen sind.
Lediglich in dem Bereich, in dem^die Zellen 11 bei der
Bewegung der Welle 7 in ansteigender Richtung bewegt werden, erstreckt sich bis sur Schurre '9 eine bogenförmige
Wand 12. Diese bogenförmige Wand 12 verhindert, daß das Pflanzengut in diesem Bereich aus den fellen herausfällt. '.N_.
Durch die Rotation der Welle 7 wird das Pfiansengut, das
durch eine Einspeiseöffnung 13 zugeführt itfird? mit der in
jeder Kammer befindlichen Auslaugeflüssigkeit in Berührung gebracht. Aus jeder einzelnen Kammer hebt das Hubrad 8
das Pflanzengut heraus und wirft es durch die übergabeschurre
9 in die nächstfolgende Kammer 3. So wandert das Pflanzengut von Kammer zu Kammer, gibt dabei seinen Zukkergehalt
an die Auslaugeflüssigkeit ab und wird schließlich durch eine Austrittsöffnuhg auf eine Austrittsschurre
14 gefördert und aus der Vorrichtung 1 ausgetragen. Der Austragsschurre 14 können geeignete EntwägssEisngsvorrichtungen
nachgeschaltet sein, um das ausgelaugte Pflanzengut so weit zu entwässern, wie es für die vorgesehene
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Weiterverwendung erforderlich ist.
An dem Ende des Behälters 2, an dem sich die Austragsschurre 14 befindet, ist eine Einspeiseöffnung 15 vorgesehen,
um Auslaugeflüssigkeit, im vorliegenden Falle Frischwasser, einzuleiten. Zusätzlich ist ein weiterer
Flüssigkeitseintrittsstutzen 16 vorgesehen. Der dient dazu, das Preßwasser, das bei der Entwässerung des ausgelaugten
Pflanzengutes anfällt und das gewisse Zuckeranteile enthält, in den Behälter 2 einzuspeisen.
Im Bodenbereich einer jeden Kammer 4 (siehe Figur 2) befindet sich ein Fltissigkeits=ibzugsstutzen 17, der
gegenüber dem Inneren der Kammer durch ein Sieb 18 getrennt ist. An diesen Flüssigkeitsabzugsstutzen 17
schließt sich ein Rohr 18 an, das in einer Flüssigkeitseintrittsöffnung 19 endet. Die Flüssigkeitseintrittsöffnung
19 befindet sich in der Nachbarkammer, und zwar in derjenigen Nachbarkammer, die in Richtung
auf eine Einspeiseöffnung 20 liegt, durch welche das auszulaugende Pflanzengut in den Behälter 2 eingeführt
wird. Die Höhe der Flüssigkeitseintrittsöffnungen 19
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ist bei dem gezeigten Äusführungsbeispiel so gewählt,
daß' diese Höhenlage der Höhe des Fiiissigkeitsspiegels 21 entspricht, bis zu welchem die Kammer mit Auslaugeflüssigkeit
gefüllt sein soll« Aus der Figur 1 und der Figur 4 erkennt mas; daß die Flüssigkeitsaustrittsöffnungen
19 in Richtung auf die Guteinspeiseöffnung
von Kammer- zu Kaaimer niedriger liegen» Durch diese Maßnahme
erreicht raasi ©inen ebenso abgestuften Flüssigkeitsspiegel in aufeinanderfolgendes. limm^Tn,, sofern dafür
gesorgt wird, daE die Menge der Flftssigiseit p die. durch
eine AustrittsöffOTag 12 a«s dem BsheLlfces1 2 ssbgesogea
wird 5<
derjenigen M®ag© asa Flüssigkeit ©ätsp^ielit B die ■
durch die Eintrittsoffstaag IS und. dis Eiatrittsöffnuag
16 zugeführt-wird. Bei eia@2·
Flüssigkeits spiegeis 21 ist eias
Flüssigkeits spiegeis 21 ist eias
von Flüssigkeiten entersehiediiehes" Koasoatratioa ausgeschlossen.,
Der Behälter 2 ist la seinem unteren B@re£eh mit Heismänteln
23·ausgerüstete Diese HeismMntel 23 können mit '
Dampf beschickt werden, xm im Inneren des Behälters 2 die
geeignete Arbeitstemperatur aufreehtsuerlialtea. An d@r
tiefsten Stelle der einzelnen Kammern 4 befinden sieh
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Sandsammeikammern 24 und Entleerungsventile 25. Die
Sands amme lkairatier η 24 können mit selbsttätig arbeitenden
Austragsschleusen 26 ausgerüstet sein, die periodisch den angesammelten Sand entfernen.
•In der Figur 2 ist im oberen Bereich der Kammer 4 ein Keil 27 zu erkennen. Dieser Keil, der entweder an der
Behälterwand oder der Querwand befestigt ist, tritt bei rotierendem Hubrad 8 zwischen die Roststäbe der Mitnehmer
10. Das von den Mitnehmern geförderte Pflanzengut wird durch die Wirkung der Keile 27 zusammengedrückt
und je nach Druckwirkung mehr oder weniger stark entwässert, bevor es durch die Obergabeschurre 9 in die
nächstfolgende Kammer abgegeben wird. Ähnliche Kelle oder auch belastete Rollen, die wie die Keile zwischen die
Roststäbe der Mitnehmer IO treten, können auch an anderer Stelle, insbesondere im Bereich, in dem sich das Pflanzengut
in der Auslaugeflüssigkeit untergetaucht befindet, angeordnet sein. :
Eine ähnliche Wirkung läßt sich erreichen, wenn die Mitnehmer am Hubrad angelenkt sind und durch unrunde
Gegenflächen am Umfang der Behälterwandung während der
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- 17 Rotation des Hubrades verschwenkt werden.
Die beschriebene Vorrichtung eignet sich vor allem für die Auslaugung von zerkleinertem Zuckerrohr. Sie kann
aber auch für die Auslaugung anderer Pflanzenprodukte,
insbesondere für die Extraktion des Zuckers aus Zuckerrübenschnitzeln verwendet werden.
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Claims (8)
1. Vorrichtung zum Auslaugen von zuckerhaltigem Pflanzengut, wie Zuckerrohr, bei der ein liegender Behälter an
einem Ende einer Einspeiseöffnung für das Pflanzengut sowie eine Austrittsöffnung für die Auslaugeflüssigkeit
und am anderen Ende einer Einspeiseöffnung für die Auslaugeflüssigkeit sowie eine Austrittsöffnung
für das ausgelaugte Pflanzengut aufweist und bei der im Inneren des Behälters rotierende Fördereinrichtungen
vorgesehen sind, um das Pflanzengut und die Auslaugeflüssigkeit im Gegenstrom zueinander zu führen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) zylindrisch ausgebildet ist und durch
aufrechtstehende rechtwinklig zur Zylinderachse verlaufende Querwände (3) in eine Anzahl von Kammern (4) unterteilt
ist, die in der Achsrichtung aufeinanderfolgen,
daß konzentrisch zur Zylinderachse durch alle Kammern eine angetriebene Welle (7) verläuft, auf der in jeder
Kammer ein Hubrad (8) befestigt ist, daß im oberen Bereich einer jeden Querwand.(3) eine übergabeschurre (9)
von einer Kammer zu der in Richtung auf die Austrittsöffnung (14) für ausgelaugtes Gut liegenden Nachbarkammer
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■ - 19 -
verläuft und daß benachbarte Kammern durch auß ;rhalb
des Behälters verlaufende Rohre (18) verbunden sind, die jeweils von einer Fltissigkeitsaustrittsöffnung (17)
im Bodenbereich einer Kammer zu einer etwa in Höhe des vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels (21) liegenden Flüssigkeitseintrifctsöffnung
(19) der in Richtung auf die Austrittsöffnung (22) für die Auslaugeflüssigkeit liegenden
Nachbarkainmer verlaufen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, ■ dadurch gekennzeichnet
', daß jedes Hubrad (8) siebartige Mitnehmer (10) aufweist, welche Zellen (11)
bilden, die außen von der Behälterwand und innen von
einer bogenförmigen Wand (12).begrenzt sind>
welche sich von der Seite, auf der die Mitnehmer bei rotierender Welle (7) ansteigen, von der Übergabeschurre
(9) bis in decs. Bereich des vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels ~t.2'il erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch
gekennzeichnet , daß die Mitnehmer (10)
als Roste ausgebildet sind.
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4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 3/ dadurch gekennzeichnet, daß an der Behälterwand Rollen oder Keile (27) angeordnet
sind, die zwischen die Roststäbe der passierenden Mitnehmer (10) treten und einen Druck auf das mitgenommene
Pflanzengut ausüben.
5· Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollen oder Keile (27) im Bereich vor der übergabeschurre (9) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollen oder Keile (27) im unteren Bereich der Kammern (4) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Bereich des Behälters (2) mit einem Heizmantel (23) ausgerüstet ist.
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8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitseintrittsöffnungen (19) in unter- - schiedlichen Höhen angeordnet sind, wobei diese Höhen
in Richtung auf die Guteinspeiseöffnung (20) von Kammer zu Kammer (4) abnehmen.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| BE757295A (fr) * | 1970-01-21 | 1971-03-16 | Cf & I Engineers Inc | Appareil de diffusion fonctionnant en continu pour l'extractiondu sucr |
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1972
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- 1972-12-21 US US00317169A patent/US3853615A/en not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5885359A (en) * | 1996-10-18 | 1999-03-23 | Tosio; Christopher Thomas | Diffusion apparatus |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| BR7207980D0 (pt) | 1973-08-30 |
| GB1375280A (de) | 1974-11-27 |
| US3853615A (en) | 1974-12-10 |
| ZA728192B (en) | 1973-08-29 |
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