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DE229710C - - Google Patents

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Publication number
DE229710C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
wool
solvent
chamber
amount
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT229710D
Other languages
English (en)
Publication of DE229710C publication Critical patent/DE229710C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λϊ 229710-KLASSE 29 ö. GRUPPE
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen des Schweißes und der Kalisalze aus Wolle, bei dem eine zwischen endlosen Bändern beständig fortbewegte Wollschicht von Strömen eines den Wollschweiß lösenden Mittels und darauf von Waschwasserströmen berieselt wird, deren Temperatur beständig zunimmt, bis zu der für die Verdampfung des Lösungsmittels erforderlichen Temperatur. Hierbei kann die
ίο Erhitzung der in einzelnen Kammern befindlichen Wasch wassermengen unabhängig voneinander stattfinden.
Die Art und Weise, in der bei bekannten Wollwaschmaschinen die Wolle durch die Maschine geführt wird, bewirkt leicht durch Reibung der Wollfasern aufeinander ein Verfilzen oder Beschädigen der Fasern. Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß die Wolle auf ihrem Gang durch die Maschine von zwei endlosen Bändern leicht zusammengepreßt wird, so daß die einzelnen Fasern während ihrer Bearbeitung vollkommen still liegen. Dadurch, daß die auf die Wollschicht ausgeübte Pressung gleichmäßig verteilt ist, muß auch das Lösungsmittel gleichmäßig hindurchdringen und mit allen Fasern in Berührung kommen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist
Fig. ι ein Längsschnitt durch das eine Ende der zur Ausführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung.
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht eines Längsschnittes durch das andere Ende der Vorrichtung, und
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Vorrichtung.
An den beiden Enden der Maschine sind die geschlossenen Behälter 1 (Fig. 1) und 2 (Fig. 2) angeordnet, die durch ein Verbindungsstück 3 miteinander verbunden sind. Von dem einen Ende dieser Behälter nach dem anderen Ende und um geeignete äußere Führungsrollen 6 laufen endlose Bänder aus Metalltuch, gelochtem Blech usw. Die Bänder sind derart angeordnet, daß sie bei ihrem Durchgang durch die Behälter parallel und in einem der Wollmenge entsprechenden Abstand voneinander laufen, so daß sie die Wolle von dem Eintrittsende nach dem Austrittsende der Maschine führen. Das untere Förderband 5 ist derart weitergeführt, daß es eine Art Tisch oder Plattform bildet, auf der die zu behandelnde Wolle niedergelegt wird.
An den Ein- und Austrittsenden der Behälter sind biegsame Ansätze 7 befestigt, die einen verhältnismäßig dichten Anschluß an den Ein- und Austrittsstellen der Bänder herstellen und ein Entweichen von Gasen oder Dämpfen aus den Behältern verhindern.
Der Behälter 1 ist durch Teilwände 9 in Kammern 10, 11, 12 und 13 und der Behälter 2 durch Teilwände 14 in Kammern 15, 16 und 17 geteilt. Die Anzahl der Kammern jedes Behälters ist von dem Umfange und der Art der Behandlung abhängig, der die Wolle unterworfen werden soll.
Jeder Behälter enthält eine Anzahl siebförmiger Tröge 19, und zwar für jede Kammer
einen. Diese Tröge 19 sind über der unteren Bahn des Förderbandes 4 angeordnet. Jeder Trog steht durch Rohre 20 und 21 mit seiner zugehörigen Kammer und einer Kreiselpumpe
5 oder einer anderen geeigneten Pumpe 22 in Verbindung, durch die aus jeder Kammer Flüssigkeit abgesaugt und nach dem entsprechenden Trog 19 gedrückt werden kann. Durch den gelochten Boden des Troges tritt die Flüssigkeit aus und rieselt auf die untere Bahn des oberen Förderbandes 4 herab, die sie durchdringt, um dann durch die Wolle zwischen dieser Bahn und der oberen Bahn des unteren Förderbandes 5 zu sickern und durch die letztere abzufließen (Fig. 1 und 2).
Die beiden Förderbänder mit der dazwischen befindlichen Wollmenge werden auf ihrem Wege durch die Behälter durch Rollen 23 getragen und werden außerdem zwischen einer Anzahl von Quetschwalzenpaaren 24,25,26 und 27 hindurchgeführt.
Die den Kammern 11, 12, 15, 16 und 17 entsprechenden gelochten Tröge 19 sind mit Rollen versehen, mit deren Hilfe sie auf an den Seitenwänden der Behälter angebrachten Schienen 28 in der Längsrichtung verschoben werden können. Eine der Achsen jedes Troges ist durch Stangen 29 mit einem Schwimmer 30 verbunden, der in geeigneter Weise in senkrechter Richtung in der dem betreffenden Trog entsprechenden Kammer geführt ist, so daß, wenn der Flüssigkeitsspiegel in diesen Kammern steigt und fällt, der Schwimmer dementsprechende Bewegungen ausführen und den Trog auf den Laufschienen zurück- und vorschieben wird.
Ein gelochtes Querrohr 31 über der unteren Bahn des oberen Förderbandes 4 in der Kammer 12 dient dazu, Naphtha oder ein anderes den Wollschweiß lösendes Mittel zuzuführen, und ein ähnliches Querrohr 32, das in der Kammer 17 und ebenfalls über der unteren Bahn des oberen Förderbandes 4 angeordnet ist, dient dazu, Wasch wasser zuzuführen.
Ein Überlaufrohr 33 dient zur Entleerung der Flüssigkeit in der Kammer 10, und ein Überlauf 34 entleert die Kammer 13 aus ihrem unteren Teil. Der Inhalt der Kammer 13 kann in die Kammer 12 überlaufen, da die Trennwand 9, die diese beiden Kammern voneinander trennt, niedriger als die die anderen Kammern der Maschine trennenden Wände ist.
An der Decke des Behälters 2 ist ein Dampfaustrittsrohr 35 vorgesehen, und jede der Kammern 15, 16 und 17 dieses Behälters steht mittels einer durch Ventil absperrbaren Zweigleitung mit einer Dampfleitung 36 in Verbindung (Fig. 2). -Angenommen, es werde eine Wollmenge mittels der Förderbänder 4 und 5 durch die Maschine geführt, die verschiedenen Pumpen 22 seien in Tätigkeit, und es finde durch die Rohre 31 und 32 eine geeignete Zuführung von Naphtha oder anderem Lösungsmittel und Wasch wasser statt, so ist die Wirkungsweise der Maschine die folgende: Das durch das Rohr 31 frisch zugeführte Lösungsmittel gelangt, nachdem es durch die darunter fortbewegte Wollmenge gedrungen ist, in die Kammer 12 und wird von dort nach dem darüber befindlichen Trog 19 geleitet, von wo es wieder durch die Wollschicht in die Kammer zurückfließt.
Wenn jedoch der Flüssigkeitsspiegel in dieser Kammer steigt, so wird dem betreffenden Trog eine Längsverschiebung erteilt, so daß ein Teil des Lösungsmittels in die angrenzende Kammer 11 gelangt. Diese Verschiebung des Troges 19 findet so lange statt, bis die so abgelenkte Menge des Lösungsmittels die durch das Rohr 31 in die Kammer 12 strömende und die aus der Kammer 13 in die Kammer 12 überlaufende Menge des Lösungsmittels ausgleicht, worauf in der Kammer 12 der Flüssigkeitsspiegel auf seine normale Höhe sinkt. In gleicher Weise wird in der Kammer 11 der Flüssigkeitsspiegel in normaler Höhe gehalten. Der Spiegel in der Kammer 10 wird durch das Überlaufrohr 33 bestimmt.
In den Kammern 15, 16 und 17 wird der Flüssigkeitsspiegel in gleicher Weise aufrechterhalten.
Die in der Kammer 12 enthaltene Menge des Lösungsmittels ist am reinsten oder am wenigsten mit Schweiß gesättigt; die in der Kammer 11 enthaltene Lösungsmittelmenge wird einen stärkeren Prozentsatz an Schweiß aufweisen, und die in der Kammer 10 befindliche Lösungsmittelmenge wird am stärksten gesättigt sein. Von dieser Kammer gelangt das Lösungsmittel nach · dem Destillierapparat. Die Wolle wird daher bei ihrem Durchgange der Wirkung eines immer reineren Lösungsmittels unterworfen, das in der entgegengesetzten Richtung zugeführt wird, bis sie schließlich in den Bereich des durch das Rohr 31 zugeführten reinen Lösungsmittels gelangt. Genau derselbe Vorgang spielt sich in dem die Waschflüssigkeit enthaltenden Behälter 2 ab. Das durch das Rohr 32 zuströmende frische Wasser dringt durch die Wollschicht und gelangt in die Kammer 17, so daß die in dieser Kammer befindliche Wassermenge den geringsten Gehalt an aus der Wolle ausgewaschenen Kalisalzen besitzt, während die in der Kammer 16 enthaltene Wässermenge einen größeren und die in der Kammer 15 enthaltene Wassermenge einen noch größeren Gehalt an Kalisalzen besitzt. Die Kammer 13 weist den stärksten Gehalt an Kalisalzen auf.
Bevor die Wolle unter die Wirkung von Waschwasser aus einem über der Kammer 13 angeordneten Trog 19 gelangt, ist die größte

Claims (3)

Menge des Lösungsmittels mit Hilfe der Quetschwalzen 25 entfernt worden, und nachdem sie der Einwirkung des durch den Trog 19 zugeführten Waschwassers ausgesetzt worden ist, wird sie abermals der Einwirkung zweier Quetschwalzen 26 unterworfen, so daß der größere Teil des in der Wolle zurückgebliebenen Wassers und .Lösungsmittels ausgepreßt wird und in die Kammer 13 strömt, wobei sich das Lösungsmittel infolge seines geringeren spezifischen Gewichtes über dem Wasser ablagert und in die Kammer 12 überläuft (Fig. 1). Das in den Kammern 15, 16 und 17 enthaltene Wasser wird mittels durch das Rohr 36 zugeführten Dampfes oder auf irgendeine andere geeignete Weise erhitzt, und zwar wird die in der Kammer 17 befindliche Wassermenge vorzugsweise stärker erhitzt als die in der Kammer 16 befindliche Wassermenge, und diese letztere wieder stärker als die in der Kammer 15 befindliche Wassermenge. Das Wasser hat infolgedessen die doppelte Aufgabe, aus der Wolle die Kalisalze, die in dem zur Entfernung des Schweißes dienenden Lösungsmittel nicht löslich sind, auszuwaschen und das Lösungsmittel zu verdampfen, das noch in der Wolle enthalten ist, nachdem diese die Quetschwalzen 26 passiert hat. Das verdampfte Lösungsmittel gelangt durch das Rohr 35 nach einem geeigneten Kondensator. Das letzte Paar von Quetschwalzen 27 dient dazu, den größeren Teil der Waschflüssigkeit aus der Wolle zu entfernen, so daß diese in verhältnismäßig trockenem Zustande aus der Maschine austritt. Wenn die Kalisalze nicht so sorgfältig entfernt werden sollen, wie dies durch Wasserberieselung der Fäll ist, so kann die Wolle auch durch ruhiges Wasser geführt werden, z. B. in der Weise, daß die Bahn der endlosen Förderbänder in den Kammern 13, 15, 16 und 17 abgelenkt wird, oder in anderer geeigneter Weise, aber in jedem Falle ist es von Vorteil, daß die den Waschprozeß vollendende Wassermenge auf einer höheren Temperatur gehalten wird als bei Beginn des Waschprozesses, um ein Gelbwerden oder Brüchigwerden der Wolle zu verhindern, wie es leicht eintritt, wenn sie der Einwirkung von heißem Wasser unterworfen wird, während sie noch viel Kalisalze enthält. In der Kammer 15 z. B. kann die Temperatur der Waschflüssigkeit so hoch sein, daß das in der Wolle enthaltene Lösungsmittel zu verdampfen beginnt, während in der letzten Kammer 17 die Temperatur der Waschflüssigkeit dem Siedepunkt nahe sein kann. Das durch das Rohr 31 zugeführte frische Lösungsmittel kann je nach Wunsch entweder kalt oder erwärmt sein. Die Dämpfe des Lösungsmittels, die durch die Einwirkung des heißen Wassers ausgetrieben werden, werden mit den etwa vorhandenen Wasserdämpfen durch das Rohr 35 abgeleitet, um auf irgendwelche Weise wieder nutzbar gemacht zu werden. Paten τ-Ansprüche:
1. Verfahren zum Entfernen des Schweißes und der Kalisalze aus Wolle, dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen endlosen Bändern beständig fortbewegte Wollschicht von Strömen eines den Wollschweiß lösenden Mittels und darauf von Waschwasserströmen berieselt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Waschwassers beständig zunimmt bis zu der für die Verdampfung des Lösungsmittels erforderlichen Temperatur.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in einzelnen Kammern befindlichen Waschwassermengen unabhängig voneinander erhitzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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