DE2263310A1 - Geblaese mit flexiblen fluegeln - Google Patents
Geblaese mit flexiblen fluegelnInfo
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Description
Gebläse mit flexiblen Hügeln
Die Erfindung "bezieht sich auf ein Gebläse mit mehreren gegossenen
Kunststoffflügeln und im besonderen auf ein Gebläse,
dessen Flügel flexibel ausgebildet sind.
Die schraubenförmig ausgebildeten Gebläse mit mehreren Flügeln, die in Fahrzeugmotoren eingesetzt werden, werden mit einer entsprechend
der Geschwindigkeitssteigerung des Fahrzeuges jeweils größeren Geschwindigkeit angetrieben. Dadurch steigt auch infolge
eines Anstieges der Luftgeschwindigkeit der Kraftbedarf an.
Obwohl bereits verschiedene Anstrengungen gemacht worden sind, bei einem Gebläse mit mehreren flexiblen Kunststoffflügeln den
Kraftbedarf und das Geräusch, das sich mit dem erhöhten Luftdurchsatz steigert, zu vermindern,hat jedoch keiner dieser Versuche
bislang zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt.
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Der Erfindung lag danach die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Gebläse mit mehreren flexiblen Flügeln aus Kunststoff zu schaffen, bei welchem der Kraftbedarf und das Geräusch verringert
werden ,während sich die Rotationsgeschwindigkeit des Gebläses erhöht.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Anzahl flexibler Kunststoffflügel vorgesehen ist, die sich von
einer Nabe, mit der sie aus einem Stück bestehen, nach außen erstrecken,
wobei die Dicke eines jeden Flügels in aufeinanderfolgenden Schritten von der Vorderkante bis zur Hinterkante abnimmt,
wodurch eine Anzahl von Teilflügeln gebildet wird, die sich hinsichtlich ihrer Dicke voneinander unterscheiden. Jeder
der Flügel kann außerdem an seinem Fußteil eine Aussparung auf- ' weisen, so daß der rückwärtige Teil des Flügels nicht mit der
Nabe in Verbindung steht.
Dementsprechend ist bei den dargestellten Ausführungsformen eine
zentrale Nabe sowie eine Anzahl von Flügeln vorgesehen, die sich radial von dieser Nabe nach außen erstrecken und in einer
gedachten Ebene liegen, die senkrecht zur Rotationsachse des Gebläses verläuft. Dabei besteht jeder der Flügel mit der Nabe
aus einem Stück und ist nach vorne aus dieser Ebene herausgebogen. Die Dicke eines jeden Flügels nimmt von der Vorderkante
ausgehend in aufeinanderfolgenden Schritten ab, so daß zwei oder mehr Teilflügel entstehen, die sich bezüglich ihrer Dicke
voneinander unterscheiden. Dadurch wird ein flexibler, rückwärtiger
Teil eines jeden Flügels gebildet, der durch die Zentrifugalkraft und die Berührung mit der Luft, während die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Gebläses erhöht wird, zurückbiegbar
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ist. Um ein Zurückbiegen des rückwärtigen Teiles zu unterstützen, kann vorzugsweise an dem Fußteil eines.jeden Hügels des
Gebläses eine Aussparung vorgeaäaen sein, so. daß der rückwärtige Teil von der Nabe getrennt ist und der Flügel nur über den
vorderen Teil mit der Nabe verbunden ist.
Die Erfindung soll im folgenden anhand der beigefügten.Zeichnungen
näher erläutert werden. Dabei zeigt im einzelnen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, wobei jedoch nur ein einziger Flügel voll
dargestellt ist, während die übrigen Flügel nur andeutungsweise gezeichnet sind,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Gebläseflügel entlang der Schnittlinie II-II der Fig. Λ in Richtung der Pfeile gesehen,
Fig. J einen Querschnitt einer anderen Ausführungsform der Erfindung
,
Fig. 4 eine graphische Darstellung, die den Luftdurchsatz in
Abhängigkeit von der Rotationsgeschwindigkeit für ein herkömmliches Gebläse und das erfindungsgemäße Gebläse
darstellt, und
Fig. 5 Querschnitte durch weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die anhand der in den Figuren 1 bis- 5 dargestellten Aus führung s form erläutert werden sol},
besitzt eine Habe 1 und eine Anzahl entsprechend geneigter Gebläseflügel
2, die mit der Nabe 1 aus einem Stück bestehen und sich von dieser radial nach außen erstrecken. Die Nabe und die
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Flügel sind aus einem flexiblen Kunststoffmaterial gegossen und lassen sich durch herkömmliche Verfahren, wie z.B. ein Spritzgußverfahren,
herstellen.
Die Nabe 1 besitzt eine zentrale öffnung 3» durch welche eine
(nicht dargestellte) Welle hindurchzugreifen vermag, die üblicherweise
von der Motorkurbelwelle über einen (nicht dargestellten) Keilriemen angetrieben wird. Um die öffnung 3 herum sind
mehrere im Abstand voneinander befindliche Bohrungen 4- vorgesehen,
die der Befestigung der Nabe 1 auf der Welle dienen. Jeder der Flügel besitzt an seinem Fußteil einen Einschnitt 5,
so daß der rückwärtige Teil 6 von der Nabe getrennt ist und der übrige Teil des Flügels zu einem Führungsteil 8 wird. Der rück-'wärtige
Teil 6 wird durch die Zentrifugalkraft und den Druck der Luft umgebogen, wenn die Rotationsgeschwindigkeit des Gebläses
erhöht wird. Dementsprechend kann durch eine entsprechende Auswahl der Form und der Krümmung des Flügels 2 sowie seines
Verbiegungswiderstandes, d.h. entsprechend der Auswahl der Querschnittsformen, der Luftstrom im wesentlichen konstant gehalten
werden, wodurch trotz der Erhöhung der Rotationsgeschwindigkeit in Richtung des Pfeiles A des Gebläses der Kraftbedarf
vermindert werden.
Ein Gebläse dieser Art eignet sich besonders für Fahrzeugmotoren, bei welchen ein angemessener Luftstrom erforderlich ist,
wenn der Motor mit der Leerlaufdrehzaiii läuft oder das Fahrzeug
mit einer geringen Geschwindigkeit fährt, während mit steigender Geschwindigkeit des Fahrzeuges der Luftbedarf progressiv
abnimmt. Wenn die gleiche Luftmenge von den Flügeln des Gebläses bei hoher Geschwindigkeit gefördert wird, ist ein beträcht-
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licher Kraftbedarf erforderlich, wodurch der Betrieb des Fahrzeuges
unwirtschaftlich wird. Bei einem Gebläse mit flexiblen Hügeln, wie es hier erläutert und beschrieben wurde, werden
bei steigender Geschwindigkeit die Flügel 2 mehr und mehr abgeflacht,
d.h. der Steigungswinkel rK. in Fig. 2 wird vermindertbei
steigender Rotationsgeschwindigkeit des Gebläses. Dem entsprechend behalten, wenn ein beträchtlicher Luftdurchsatz bei
niedriger Geschwindigkeit erforderlich ist, die Flügel ihre ursprüngliche Form und fördern einen.maximalen.Luftstrom.. Wenn
die Geschwindigkeit steigt und ein geringerer Luftdurchsatz erforderlich ist, nehmen die Flügel eine flachere Form an und
fördern weniger Luft,,wodurch der Kraftbedarf und das Geräusch
vermindert werden, die sonst natürlich mit dem steigenden Luftdurchsatz entsprechend erhöht bzw. verstärkt x^erden würden.
Gebläse mit flexiblen Flügeln sind bereits bekannt und werden
auch in Fahrzeugen eingesetzt. Das erfindungsgemäße Gebläse ist jedoch dadurch gekennzeichnet, daß das Abflachen der Flügel
in stärkerem Maße durchführbar ist, indem zwei oder mehr Flügelarten verschiedener Stärke miteinander verbunden werden,
so daß der Querschnitt des sich ergebenden, zusammengesetzten Flügels sich in aufeinanderfolgenden Schritten verändert. Das
Gebläse kann zweckmäßigerweise zusätzlich beim praktischen Einsatz mit einer Aussparung am Fuß eines jeden Flügels versehen
sein, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Wenn der vordere Teil 8, wie in Fig. 2 dargestellt, mit einem vorgestellten hinteren
Teil 6', der in Fig. 2 in einer strichpunktierten Linie gezeigt ist, verbunden würde, würde der herkömmliche Querschnitt eines
Flügels entstehen, während ein anderer herkömmlicher Flügelquerschnitt gebildet würde, wenn man den rückwärtigen Teil 6
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mit einem anderen vorgestellten Vorderteil 8',der in einer gestrichelten
Linie dargestellt ist, verbinden würde.
Wenn im Betrieb das Gebläse in der in Richtung des Pfeiles Ä
in Pig. 1 angedeuteten Richtung dreht und sich die Rotationsgeschwindigkeit des Gebläses erhöht, bewirkt die auftretende
Zentrifugalkraft und der Luftdruck auf die flexiblen Flügel ein Abflachen der Flügel, im besonderen ihrer Fußbereiche, und
zwar in steigendem Maße mit steigender Geschwindigkeit. Die Zentrifugalkraft greift im Schwerpunkt M des rückwärtigen Teiles
6 an, wie durch den Pfeil CF. in Fig. 1 dargestellt ist, während der Pfeil P in Fig. 2 den Luftdruck auf den rückwärtigen
Teil 6 andeutet. Die Zentrifugalkraft und der Luftdruck bewirken gemeinsam eine Verringerung des Steigungswinkels <K, ,
wenn sich die Rotationsgeschwindigkeit des Gebläses erhöht, so daß die Flügel abgeflacht werden, wie nachfolgend im einzelnen
beschrieben wird. Die Verminderung des Winkels </v , d.h.
das Abflachen der Flügel, führt zu einer Verringerung der Luftförderung, wodurch der Kraftbedarf sinkt. Diese Verminderung
des geförderten Luftsbromes erhöht das Gebläsegeräusch gering. Die Zentrifugalkraft CF. läßt sich in eine horizontale Komponente
H.C und eine vertikale Komponente V.C, wie in Fig. '.
dargestellt, aufspalten. Die Horizontalkomponente H.C kann weiterhin in eine Umfangskomponente P.C. und eine Normalkomponente N.C, wie in Fig. 3 dargestellt ist, aufgespalten v/erden.
Die Normalkomponente N.C bewirkt im wesentlichen eine Verdrehung
des Flügels 2 um die Achse X des vorderen Teiles S. Dan Drehmoment um die Achse X ergibt sich zu 1 · N.C, wobei 1 den
Hebelarm darstellt, der durch den Abstand der Achse X von dem Schwerpunkt M gebildet wird, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist.
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Der Luftdruck P, wie er sich aus Pig. 2 ergibt, kann in eine
Oberfrächenkomponente S.C. und eine Normalkomponente N.C, aufgeteilt
werden. Die Normalkomponente U.C1. bewirkt ebenfalls
eine Schwenkung des Flügels 'um die Achse X.
Die oben erläuterten beiden Normalkomponenten K.C. und I.C.
bewirken gemeinsam eine Schwingung des Flügels 2 oder des hinteren {Teiles 6 um die Achse Σ in Richtung des Pfeiles B in
Fig. 2, wenn das Gebläse in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 mit erhöhter Rotationsgeschwindigkeit gedreht wird.
Es hat= sich als zweckmäßig für die Verringerung des Kraftbedarfes
bei sich erhöhender Rotationsgeschwindigkeit im praktischen Einsatz der Erfindung herausgestellt, daß die Dicke des
rückwärtigen Teils weniger als etwa ^QP/o in Bezug auf die mittlere
Dicke des vorderen Teiles betragen soll.
Bei Versuchen in der Praxis hat sich herausgestellt, daß das erfindungsgemäße Gebläse in ausreichendem Maße den Kraftbedarf
zu verringern vermag. Dies wird in Fig. 4- dargestellt, wo ein Vergleich mit einem herkömmlich-en Gebläse gezogen wird. Die
Fig. 4 zeigt, daß bei wachsender Gebläsegesehwindigkeit das erfindungsgemäße Gebläse weniger Luft fördert als ein herkömmliches
Gebläse.
In den Figuren 5 (a) und 5 (b) werden zwei;andere Ausführungsformen dargestellt, bei welchen zwei verschiedene Flügelarten
miteinander verbunden werden, die einen zusammengesetzten Flügelquercchnitt
in der Weise bilden, daß einer der Flügelteile unsymmetrisch in Bezug auf die Achse des anderen Flügelteiles
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Es ist noch anzuführen, daß die Oberfläche des sich ergebenden Flügels an den Übergängen von der einen Flügelart zur anderen
möglichst glatt sein soll, um während des Betriebes entstehende Wirbelströme möglichst gering zu halten.
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Claims (2)
- Patentansprücheή Gebläse mit mehreren flexiblen Flügeln aus Kunststoff, gekennzeichnet durch eine zentrale Nabe (1) und eine Anzahl von Flügeln (2), die sich radial von der Nabe in einer zur• fiotationsachse des Gebläses senkrechten Ebene nach außen erstrecken, wobei die Flügel (2) und die Nabe (1.) aus einem Stück gefertigt sind, während die Flügel (2) nach vorn aus der Ebene herausgebogen sind und jeder der Flügel (2) von dem vorderen Teil (8) zum hinteren Teil (6) in seiner Stärke in aufeinanderfolgenden Schritten abnimmt.
- 2. Gebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder •der Flügel (2) im Bereich der Nabe (1) eine Aussparung (5) aufweist, die den rücksärtigen Teil (6) von der Nabe (1) trennt.30 9828 /037S
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