DE2262545C3 - Heißgasmotor - Google Patents
HeißgasmotorInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02G1/00—Hot gas positive-displacement engine plants
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- F02G1/043—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type the engine being operated by expansion and contraction of a mass of working gas which is heated and cooled in one of a plurality of constantly communicating expansible chambers, e.g. Stirling cycle type engines
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Description
JO
Die Erfindung bezieht sich auf einen Heißgasmotor
mit einem Erhitzer, der mindestens eine Reihe in einer Zylinderform um einen Raum für Verbrennungsgase
angeordneter und im wesentlichen sich parallel zu der Zylinderachse erstreckender Rohre enthält, wobei der r>
Erhitzer ein freies Ende aufweist, auf dem eine Brennervorrichtung ruht, die mit einer Kammer für Luft
und Brennstoff versehen ist, wobei die Kammer an der vom Erhitzer abgewandten Seite durch eine Brennstoffzerstäubungsvorrichtung mit einem in die genannte
Kammer mündenden Zerstäuber begrenzt wird, wobei die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung durch eine
Wand eines den Erhitzer und die Brennervorrichtung umgebenden Gehäuses, nach außen geführt ist.
Heißgasmotoren dieser Art sind, wie aus Fig. 1 der v,
GB-PS 8 92 962 und aus Fig. 13 des Artikels »Der Philips-Stirlingmotor« (MTZ-Motortechnische Zeitschrift 29, Nr. 7, Juli 1968) hervorgeht, bekannt.
Diese bekannten Heißgasmotoren weisen einige Nachteile auf. y>
Die Erhiizerrohre nehmen beim Einschalten des Motors eine hohe Betriebstemperatur von 7000C oder
höher an. Dadurch weisen die Erhitzerrohre eine große thermisch; Aisdehnung auf, wodurch die Rohrlänge
wesentlich zunimmt. Die Längenzunahme der Erhitzer- yt
rohre, in axialer Richtung also des durch die Rohre gebildeten Zylinders, ist dabei viel größer als die in
derselben Richtung auftretende Ausdehnung des den Erhitzer umgebenden Gehäuses und des meistens um
den Erhitzer innerhalb des Gehäuses angeordneten M> Vorerhitzers, in dem Verbrennungsluft durch den Motor
verlassende Verbrennungsgase, die vorher den größten Teil ihrer Wärme den Erhitzerrohren abgegeben haben,
vorgeheizt wird. Selbstverständlich wird dieser Unterschied in der Ausdehnung im wesentlichen verursacht h-,
durch die Talsache, daß die mittleren Temperaturen, die das Gehäuse und der Vorerhitzer annehmen, wesentlich
niedriger sind als die des Erhitzers. Der große
Unterschied in der Ausdehnung zwischen dem Erhitzer
und dem umgebenden Gehäuse bzw. dem Vorerhitzer ist nun die Quelle vieler Unannehmlichkeiten.
Bei dem aus der GB-PS 8 92 962 bekannten Heißgasmotor, bei dem die auf dem Erhitzer ruhende
Brennervorrichtung gegenüber dem umgebenden Gehäuse innerhalb dieses Gehäuses unbeweglich angeordnet ist, führt die unterschiedliche Ausdehnung zu
Verformung der Erhitzer rohre und der Wände der Brennervorrichtung. Die Erhitzerrohre können dadurch
leicht undicht werden, so daß das im Arbeitsraum des Motors befindliche Arbeitsmedium dann herausströmt
und der Motor unbrauchbar wird. Durch die Verformung der Wände der Brennervorrichtung ändert sich
diu Richtung der Brenner und es besteht die Gefahr, daß die Flammen auf die Erhitzerrohre gerichtet werden,
was unerwünscht ist Auch kann die Einstellung der Brenner und damit die Brennstoffdosierung geändert
werden.
Bei dem aus »MTZ-Motortechnische Zeitschrift« bekannten Heißgasmotor kann die auf dem Erhitzer
ruhende Brennervorrichtung der Ausdehnung des Erhitzers zwar folgen. Dabei tut sieh jedoch das
Problem dar, daß beim Aufwärtsbewegen der Brennervorrichtung der Zerstäuber der fest mit dem Gehäuse
verbundenen Brennstoffzerstäubungsvorrichtung tiefer in der Kammer zu liegen kommt, wo in diesem Fall die
Verbrennung des Luft/Brennstoffgemisches stattfindet.
Die Zerstäuberdüse wird dann unerwünscht hohen Temperaturen ausgesetzt mit der Folge einer Verformung und Verkürzung der Lebensdauer des Zerstäubers.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Heißgasmotoren ist, daß Montage und Demontage der Brennervorrichtung und der Zerstäubungsvorrichtung nur möglich
ist, nachdem der Vorerhitzer entfernt worden ist. Dies macht die Montage bzw. Demontage zeitraubend und
teuer.
Die Erfindung bezweckt nun, ^inen I ieißgasmotor der
beschriebenen Art zu schaffen, wobei die genannten Nachteile auf einfache Art und Weise ausgeschaltet
sind.
Der erfindungsgemäße Heißgasmotor ist dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung mit der Brennervorrichtung ein starres Ganzes
bildet, das als Baueinheit gegenüber dem Gehäuse darin in axialer Richtung des Erhitzers verschiebbar ist und
thermischen Längenänderungen des Erhitzers folgen kann, wobei zwischen dem Gehäuse und der Baueinheit
mindestens eine biegsame Abdichtung vorhanden ist.
Beim Ausdehnen und Schrumpfen der Erhitzerrohre bewegt sich die darauf ruhende Baueinheit aus der
Brennervorrichtung und der Brennstoffzerstäubungsvorrichtung frei mit dem Erhitzer mit, und zwar
gegenüber dem umgebenden Gehäuse und dem Vorerhitzer, die eine geringere absolute thermische
Ausdehnung bzw. Schrumpfung aufweisen. Es treten folglich keine Materialspannungen zwischen einerseits
dem Erhitzer mit der Baueinheit aus der Brennervorrichtung und der Brennstoffzerstäubungsvorrichtung
und andererseits dem Gehäuse, gegebenenfalls mit dem Vorerhitzer, auf. Der Zerstäuber bleibt nun gegenüber
der Brennervorrichtung immer in derselben Lage. Die Baueinheit aus der Brennervorrichtung und der
Brennstoffzerstäubungsvorrichtung läßt sich leicht in das Gehäuse schieben oder aus demselben entfernen,
ohne daß eine Entfernung des Vorerhitzers dieser Handlung vorhergehen muß.
Die biegsame Abdichtung kann durch ihre Eigenschaften
der relativen Bewegung der Baueinheit und des Gehäuses leicht folgen und sorgt durch die abdichtende
Wirkung zugleich dafür, daß der Überdruck, unter dem die Verbrennungsluft dem Motor zugeführt wird, nicht ■;
verlorengeht Durch den Überdruck werden die Strömungswiderstände, denen die Verbrennungsgase
auf ihrem Weg zur Abfuhr begegnen, überwunden. Die Verbrennungsgase strömen dann ohne weitere Hilfsmittel
in die Atmosphäre. ι ο
An Hand der Zeichnung, wobei als Beispiel in F i g. 1 und 2 zwei Ausführungsformen des Erhitzersystems
eines Heißgasmotors auf schematische und nicht maßgerechte Weise dargestellt sind, wird die Erfindung
näher erläutert. li
In F i g. 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 ein Zylinder
angegeben, in dem ein Kolben 2 und ein Verdränger 3 mit einem Phasenunterschied untereinander bewegen
können. Der Kolben 2 und der Verdränger 3 sind mittels einer Kolbenstange 4 bzw. einer Verdrängerstange 5 >o
mit einem nicht dargestellten Getriebe verbunden. Zwischen dem Kolben 2 und dem Verdränger 3 befindet
sich ein Kompressionsraum 6, der über einen Kühler 7, einen Regenerator 8 und einen Erhitzer 9 mit einem
Expansionsraum 10 oberhalb des Verdrängers verbun- 2i
den ist. Der Erhitzer 9 ist durch eine Reihe von Rohren, die in einem Kreis um einen Raum 11 für die
Verbrennungsgase angeordnet sind, gebildet. Der Erhitzer 9 besteht aus einer Anzahl erster Rohre 12, die
sich einerseits an den Regenerator 8 anschließen und J11
andererseits in einen Ringkanal 13 münden, und aus einer Anzahl wechselweise zwischen den ersten Rohren
12 angeordneter zweiter Rohre 14, die den Ringkanal 13 mit dem Expansionsraum 10 verbinden. Der Deutlichkeit
halber sind nur zwei Sätze erster und zweiter Rohre ^ dargestellt. Der Erhitzer 9 trägt über eine auf dem
Ringkanal 13 ruhende zentral durchbohrte Platte 16 eine Brennervorrichtung 17 mit einer Verbrennungskammer
18, deren obere Seite durch eine Brennstoffzerstäubungsvorrichtung
19 begrenzt wird. Die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung 19 weist einen Zerstäuber 20
auf, der in die Verbrennungskammer 18 mündet. An den Zerstäuber 20 schließen sich eine Brennstoffzufuhr 21
und eine Zufuhr für Zerstäubungsluft 22 an. Die Verbrennungskammer 18 weist Zuführungsöffnungen
23 für Luft auf.
Die Brennervorrichtung 17 und die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung
19 bilden zusammen ein starres Ganzes, eine Baueinheit 24.
Der Heißgasmotor ist weiter mit einem Gehäuse 25 w
versehen, das einen Erhitzer 9 sowie zum größten Teil die Baueinhei*. 24 umgibt. Das Gehäuse 25 enthält eine
Zufuhr 26 für Verbrennungsluft und eine Abfuhr 27 für Verbrennungsgase.
Innerhalb des Gehäuses 25 befindet sich ein um den „
Erhitzer 9 angeordneter Wärmeaustauscher 28, der Vorerhitzer, in dem Verbrennungsgase auf ihrem Weg
zur Abluft 27 der durch die Zufuhr 26 eintretenden Verbrennungsluft Wärme abgeben können.
Von der Zufuhr 26 geht die Verbrennungsluft w)
zunächst durch einen ringförmigen Kanal 29 nach oben, danach durch die Kanäle 30 nach unten und dann wieder
über einen ringförmigen Kanal 31 nach oben, wonach die Verbrennungsluft durch öffnungen 23 in die
Brennervorrichtung 17 eintritt. h5
In den Kanälen 30 nimmt die Verbrennungsluft durch Wärmeaustausch im Gegenstrom mit in Rauchgaskanälen
32 aufsteigenden Verbrennungsgasen Wärme aus diesen Gasei, auf. Die Verbrennungsgase, die in der
Verbrennungskammer 18 gebildet werden, haben über den Raum 11 und nach dem Durchgang der Erhitzerrohre
12 und 14 unter Abgabe von Wärme an dieselben den Eingang 33 der Rauchgaskanäle 32 erreicht
Die Rauchgaskanäle 32 münden an ihrer Oberseite in eine gemeinsame ringförmige Sammelkammer 34, an
die sich die Abfuhr 27 anschließt.
Die Baueinheit 24 ist gegenüber dem Gehäuse 25 in vertikaler Richtung beweglich. Als biegsame Abdichtung
ist zwischen dem Gehäuse 25 und der Baueinheit 24 ein Balgen 35 vorhanden, der an der Stelle 36 am
Gehäuse und an der Stelle 37 an der Baueinheit 24 befestigt ist
Der Balgen 35 befindet sich hier innerhalb des Gehäuses 25. Wenn nun der Motor eingeschaltet wird
und die Erhitzerrohre 12 und 14 eine hohe Temperatur bekommen, nimmt die Länge der Rohre durch die
thermische Dehnung wesentlich zu. Die thermische Dehnung des Gehäuses 25 und des Vorerhrtzers 28 ist
wegen des niedrigeren Temperaturpegels viel geringer. In vertikaler Richtung findet also eine relative
Verschiebung nach oben des Erhitzers 9 gegenüber dem Gehäuse 25 und dem Vorerhitzer 28 statt. Die
Baueinheit 24 wird dabei durch den Erhitzer 9 nach oben geschoben. Da sich diese Baueinheit gegenüber dem
Gehäuse 25 frei bewegen kann, bleibt das ganze Erhitzungssystem frei von Materialspannungen, die zu
vielen Materialverformungen und zu Undichtigkeit der Erhitzerrohre führen könnten. Dadurch, daß sich die
Brennstoffzersiäubungsvorrichtung 19 mit der Brennervorrichtung 17 mitbewegt, ändert sich die Lage des
Zerstäubers 20 gegenüber der Verbrennungskammer 18 nicht. Es besteht dann keine Gefahr, daß der Zerstäuber
überhitzt wird und frühzeitig ersetzt werden muß.
Die Baueinheit 24 kann einfach von der Platte 16 gehoben und dem Gehäuse 25 entnommen werden,
nachdem der Balgen 35 an der Stelle 36 gelöst worden ist, ohne daß der Vorerhitzer 28 zunächst demontiert
werden muß. Eine Montage der Baueinheit 24 erfolgt selbstverständlich ebenfalls sehr leicht.
Der Balgen 35 folgt nicht nur der relativen Bewegung der Baueinheit 24 und des Gehäuses 25, sondern sorgt
auch dafür, daß über den ringförmigen Kanal 31 zugeführte Verbrennungsluft nicht in die Umgebung
entweichen kann.
In F i g. 2 ist nur der obere Teil eines Heißgasmotors dargestellt. Für den Motor nach F i g. 1 entsprechende
Einzelteile sind dieselben Bezugszeichen verwendet worden.
Der ringförmige Kanal 3i ist hier vom Vorerhitzer 28 durch ei.ien Mantel 40 aus wärmeisolierendem Material
getrennt.
Der Balgen 35 befindet sich im betreffenden Fall nicht innerhalb, sondern außerhalb des Gehäuses 25. Im
übrigen entspricht die Wirkungsweise derjenigen, die für den Heißgasmotor nach F i g. 1 beschrieben wurde,
so daß auf eine Beschreibung der Wirkungsweise verziehtet werden kann.
Obschon in den F i g. 1 und 2 Balgen als biegsame Abdichtung dargestellt sind, sind selbstverständlich
andere Ausbildungen möglich, wie beispielsweise Membranabdichtunger
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Heißgasmotor mit einem Erhitzer, der mindestens eine Reihe in einer Zylinderform um einen Raum für ·> Verbrennungsgase angeordneter und im wesentlichen sich parallel zu der Zylinderachse erstreckender Rohre enthält, wobei der Erhitzer ein freies Ende aufweist, auf dem eine Brennervorrichtung ruht, die mit einer Kammer für Luft und Brennstoff versehen ι ο ist, wobei die Kammer an der vom Erhitzer abgewandten Seite durch eine Brennstoffzerstäubungsvorrichtung mit einem in die genannte Kammer mündenden Zerstäuber begrenzt wird, wobei die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung durch ι ·> eine Wand eines den Erhitzer und die Brennervorrichtung umgebenden Gehäuses nach außen geführt is·., dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung (19) mit der Brennervorricntung (17) ein starres Ganzes bildet, >o das als Baueinheit (24) gegenüber dem Gehäuse (25) in axialer Richtung des Erhitzers (9) verschiebbar ist und thermischen Längenänderungen des Erhitzers (9) folgen kann, wobei zwischen dem Gehäuse (25) und der Baueinheit (24) mindestens eine biegsame _>> Abdichtung (35) vorhanden ist
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