DE2262356A1 - Filter fuer oel oder kraftstoff - Google Patents
Filter fuer oel oder kraftstoffInfo
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Description
Deutsche ITG? Industries GmbH 6. November 1972
Freiburg im Breisgau
SL/k/c
Carena - 3-3
Filter für Öl oder Kraftstoff
Die Erfindung betrifft einen Filter für Öl oder Kraftstoff, der aus
einem Gehäuse mit einem Boden und einem Filtereinsatz besteht und eine ringförmige Dichtung zwischen dem Filtereinsatz und dem Boden hat, auf
dem eine Platte angeordnet ist, die eine mittige Gewindebohrung hat,
durch welche der Filter auf ein Bauteil mit einem Außengewinde aufgeschraubt ist, das mit einem Deckel oder mit dem Motor direkt verbunden
ist.
Zum Filtern wird das Öl oder der Kraftstoff unter Druck in das Gehäuse
eingeleitet. Von hier fließt es durch die dünnen Filterlamellen des
Filtereinsatzes in dessen inneren Hohlraum. Von da wird es durch den . Rücklaufkanal, der in dem Körper mit Außengewinde ausgebildet ist,
wieder zurückgeführt. Damit keine zu filternde Flüssigkeit direkt vom
Gehäuse zum Rücklaufkanal fließt, ohne den Filtereinsatz zu durchlaufen,
ist im allgemeinen eine Dichtung zwischen dem Filtereinsatz und einer Grundplatte angeordnet. Sie wird durch eine Druckfeder, die auf
eine obere Abschlußplatte des Filtereinsatzes drückt, zwischen diesem und der Grundplatte gehalten. Da die Gewindebohrung zwischen dem Körper
mit Außengewinde,der mit dem Motor verbunden ist, und der Grundplatte
mit dem Innengewinde ein normales Gewinde ist, ist so durch die Profilgestaltung und die normale !Arbeitstoleranz von einigen
Zehntel-mm im Durchmesser keine absolute Dichtigkeit zwischen den beiden verschraubten Bauteilen zu erreichen. Es bleibt immer ein kleiner
Spalt, durch den etwas Flüssigkeit direkt vom Zulauf zum Rücklauf
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fließen kann, chne den Filtereinsatz zu durchfließen. Dadurch können
auch bei Filtern, die so ausgelegt sind, daß Seilchen in der Gröflenodrnung
von 5/« bis 5®/* zurückgehalten werden, Teilchen ait wesentlich
größeren Abmaßen durch den Spalt in den Rücklauf fließen, was verhindert werden muß.
Es ist bekannt, daß in Fällen, wo Filter mit hoher Filterkraft erforderlich
sind, zwischen den zwei verschraubten Teilen eine zweite
Dichtung angeordnet ist. Das bringt neben dem Erfordernis einer zu-
sätzlichen Dichtung auch noch Fertigungsschwierigkeiten mit sich; bei
verschiedenen Ausführungsformen zum Beispiel dadurch, daß die Grundplatte
in zwei Teilen hergestellt werden muß, die dann nacheinander' angeschweißt werden müssen. In anderen Ausführungen, in denen die
Grundplatte aus einem Stück besteht, muß ein Abstützteil angeschweißt werden, um die zusätzliche Dichtung in die richtige Lage zu bringen*
Die genannten Ausführungen werden selten angewandt» da die Herstellungskosten
hoch sind und so vom ökonomischen Standpunkt und vom Standpunkt der Konkurrenzfähigkeit nicht annehmbar sind. Ein weiterer
Grund ist der, daß die Schweißungen sorgfältig ausgeführt werden müssen, damit hier keine Teilchen durchfließen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Filter zu schaffen,
bei dem die Flüssigkeit daran gehindert wird, aus dem Filter zu fließen, ohne den Filtereinsatz zu durchlaufen, und dessen Herstellung
leicht durchführbar und billig ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Filter für Öl oder Kraftstoff erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die ringförmige Dichtung mit einer im Querschnitt kreisförmigen Lippe ausgebildet ist, die mit Vorspannung an
das Bauteil mit Außengewinde anliegt.
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Um einen festeren Sitz der Lippe an der Gewindeverbindung zu erreichen,
ragt sie kragenartig nach der Innenseite der Dichtung hinein. Zur Aufnahme
des unteren ringförmigen Randes des Filtereinsatzes ist die Dichtung mit einem nach außen ragenden ringförmigen Kragen ausgebildet.
Damit die Flüssigkeit nicht aus dem Gehäuse zurückläuft, wenn sie
nicht unter Druck steht, ist an dem ringförmigen Kragen der Dichtung
eine Membrane angeordnet, die auf den Zulaufbohrungen der Grundplatte
aufliegt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß die Flüssigkeit wegen der vollkommenen Abdichtung durch die Lippe
der Dichtung auf keine andere Art in den inneren Hohlraum des Filtereinsatzes gelangen kann, als durch die Filterlamellen. Diese Wirkung
wird ohne zusätzliche Teile nur durch eine einfache, geeignete Formgebung
der Dichtung, die zwischen Filtereinsatz und Grundplatte ist, erreicht. Dadurch werden auch die Herstellungskosten gegenüber dem
bisherigen Aufwand für Filter gleicher Qualität erheblich gesenkt.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden nachfolgend beschrieben.
Es zeigen: . '■
Fig. 1 eine Seitenansicht des Filters im Teilschnitt mit einem ersten
Ausführungsbeispiel der Dichtung;.
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels
der Dichtung; v .
Fig. 3 einen Querschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels einer
Dichtung; .
Fig. 4 eine Seitenansicht des Filters im Teilschnitt mit einer Dichtung
nach Fig. 3;
-4-
309832/038?·
Fig. 5 eine Seitenansicht des Filters im Teilschnitt mit einem dritten
Aueführungsbeispiel der Dichtung}
Fig. 6 eine Seitenansicht des Filters im Teilschnitt mit einem vierten
Ausführungsbeispiel der Dichtung.
Der Filter nach Fig. 1 enthält ein Gehäuse 1, das auf einen Boden 2 aufgebaut
ist, an den eine Grundplatte 3 angeschweißt ist. Diese Grundplatte J hat in ihrem mittleren Teil eine Gewindebohrung 4 für einen
Körper 6 mit Außengewinde. In diesem Körper 6, der ein Deckel sein kann, oder dasjenige Anlageteil, von welchem die zu filternde Flüssigkeit
zuströmt, sind Zulaufkanäle 7» um die Flüssigkeit zum Filter zu för-dern und im mittleren Teil ein Rücklaufkanal 8» um die gefilterte
Flüssigkeit zurückzuführen, ausgebildet, Zulaufbohrungen 9 sind in
der Grundplatte 3 ausgebildet, um den Durchfluß der Flüssigkeit in
das Gehäuse 1 zu ermöglichen. Eine ringförmige Gummidichtung 10 ist auf dem Boden 2 so befestigt, daß eine Dichtwirkung gegen den Körper 6 erreicht
wird, wenn der Filter in die Gewindeverbindung 5 eingeschraubt ist, um ein Durchsickern nach außen zu verhindern. Im Gehäuse 1 ist
der Filtereinsatz 11 angeordnet. Er ist im Querschnitt ringförmig und besteht aus Papier oder anderen entsprechend dünnen Filterlamellen 12.
Der Filtereinsatzmantel 13 ist perforiert, um das Durchfließen der
Flüssigkeit zu ermöglichen. Die Stirnseiten des Filtereinsatzes 11
werden durch eine obere Abschlußplatte 14 und eine untere Abschlußplatte 15 verschlossen. Die Filterlamellen 12 füllen den Filtereinsatz
11 nicht vollständig aus, sondern bilden durch ihre ringförmige Form einen Hohlraum 16. Die untere Abschlußplatte 15 hat eine mittige
Bohrung mit einem ringförmigen Rand I7. Eine erfindungsgemäße ringförmige
Dichtung 18 ist zwischen diesem ringförmigen Hand 17 und der Grundplatte 3 angeordnet. Diese ringförmige Dichtung 18, die der
Ausführung in Fig. 2 entspricht, wird durch eine Druckfeder 19» die zwischen dem Gehäuse 1 und der oberen Abschlußplatte I4 eingebaut ist,
gegen die Grundplatte 3 gepreßt. Der obere Teil der ringförmigen Dichtung
18, die zylindrisch geformt ist, ist nach innen kragenförmig
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ausgebildet und hat eine im Querschnitt kreisförmige Lippe 20. Sie
liegt alt Vorspannung an der Gewindeverbindung 5 an. Ein ringförmiger Kragen 21 der Dichtung 18 ist so ausgebildet, daß der innere ringförmige
Band 17 ^x unteren Abschlußplatte 15 in ihn hineinragt und
■o die Sichtung 18 gegen die Grundplatte 5 preßt.
Eine aweite erfindungsgemäße Ausführung der Sichtung 18, die in
Fig. 3 gezeigt ist, unterscheidet sich von der in Fig. 2 gezeigten dadurch, daß an dem ringförmigen Kragen 21 eine Membrane 22 angeordnet
ist. Diese Membrane 22 ist so ausgebildet, daß sie nach außen hin dünner wird.
Bei Fig. 4 ist in dem Filter eine Dichtung 18, die der erfindungsgemäßen
Ausführung nach Fig. 3 entspricht, angeordnet. Die ausgezogene Linie der -Membrane 22 gibt deren Lage während des Betriebes an, wenn
die Flüssigkeit unter Druck ist, und die unterbrochene Linie die Lage der Membrane 22, wenn keine Flüssigkeit umläuft und sie so auf der
Grundplatte 3 aufliegt.
Eine dritte erfindungsgemäße Ausführung des Filters ist in Fig. 5 gezeigt.
Die Dichtung 18 ist im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und unterscheidet sich von der in Fig. 2 gezeigten dadurch, daß sie einen
oberen Teil 23 hat, der , abgesehen davon, daß er an der Gewindeverbindung
5 mit Vorspannung dicht anliegt, auch als Auflage für die untere
Abschlußplatte 15 des Filtereinsatzes 11 dient. Weiterhin ist
diese Dichtung 18 nicht mit dem ringförmigen Kragen 21 ausgebildet, der bei den vorhergehend beschriebenen Ausführungen zur Aufnahme des
ringförmigen Bandes 17 der unteren Abschlußplatte 15 bestimmt war.
Eine weitere erfindungsgemäße Ausbildung des Filters ist in Fig. 6
gezeigt. Sie ist im wesentlichen der in Fig. 5 gezeigten gleich, hat aber zusätzlich an ihrem unteren Teil eine Membrane 25 angeordnet.
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Diese Membrane 25, die mit unterbrochener und ausgezogener Linie geseichnet ist, hat die gleiche Punktion, wie sie für die Membrane 22
in Fig. 4 beschrieben ist.
Während de» Betriebest wenn dit Flüssigkeit gefiltert wird, vi*d sie
unter Druck durch die Zulauf kanal« 7 i** den Spalt, der durch den Boden 2 und die Gununidiohtung 10 entsteht» gefördert und fließt durch
die Zulaufbohrungen 9 in das Gehäuse 1. Ton da fließt die Flüssigkeit
durch die Filterlamellen 12 des Filtereinsatzes 11, wo die Schinutzteilchen zurückgehalten werden, in den inneren Hohlraum 16. Die mm
gefilterte Flüssigkeit wird durch den Rüoklaufkanal 8 zurückgeführt.
Schmutzteilchen, die von dem Spalt zwischen dem Boden 2 und der
Grundplatte 3 durch die Zwischenräume zwisohen den Gewindeflanken der Gewindeverbindung 5 in den inneren Hohlraum 16 gelangen könntest werden durch die Dichtung 18 zurückgehalten, so daß die rücklaufende
Flüssigkeit vollkommen der Filterqualität entspricht, die durch das Durchlaufen durch den Filtereinsatz erreicht wird.
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Claims (4)
1.^Filter für Öl und Kraftstoffe, der aus einem Gehäuse mit einem
Boden und einem Filtereinsatz besteht und eine ringförmige Dichtung
zwischen dem Filtereinsatz und dem Boden hat, auf dem eine
Grundplatte angeordnet ist, die eine mittige Gewindebohrung hat, durch welche der Filter auf ein Bauteil mit einem Außengewinde
aufgeschraubt ist, das mit einem Deckel oder mit dem Motor direkt verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige
Dichtung (18) mit einer im Querschnitt kreisförmigen Lippe (20) ausgebildet ist, die mit Vorspannung an das Bauteil mit
Außengewinde (5) anliegt.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß
die Lippe (20) kragenartig nach der Innenseite der Dichtung (18) hineinragt.
3· Filter nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß
die Dichtung (18) mil; einem nach außen ragenden, ringförmigen
Kragen (21) ausgebildet ist, in dem ein unterer ringförmiger
Rand (17) des Filtereinsatzes (11) aufliegt.
4. Filter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekenn ze ichnet, daß an dem ringförmigen Kragen
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(21) der Dichtung (18) eine Membrane (22, 25) angeordnet Ist, die
auf Zulaufbohrungen (9) der Grundplatte (3) aufliegt.
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