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DE2262002A1 - Verfahren zur pruefung von logischen operationen auf der grundlage einer paritaetspruefung - Google Patents

Verfahren zur pruefung von logischen operationen auf der grundlage einer paritaetspruefung

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Publication number
DE2262002A1
DE2262002A1 DE19722262002 DE2262002A DE2262002A1 DE 2262002 A1 DE2262002 A1 DE 2262002A1 DE 19722262002 DE19722262002 DE 19722262002 DE 2262002 A DE2262002 A DE 2262002A DE 2262002 A1 DE2262002 A1 DE 2262002A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parity
bit
operands
parity bits
xor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722262002
Other languages
English (en)
Inventor
Frank Dr Tsui
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IBM Deutschland GmbH
Original Assignee
IBM Deutschland GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IBM Deutschland GmbH filed Critical IBM Deutschland GmbH
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Priority to FR7338729A priority patent/FR2211144A5/fr
Priority to JP12300673A priority patent/JPS4991152A/ja
Priority to GB5371573A priority patent/GB1412361A/en
Publication of DE2262002A1 publication Critical patent/DE2262002A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F11/00Error detection; Error correction; Monitoring
    • G06F11/07Responding to the occurrence of a fault, e.g. fault tolerance
    • G06F11/08Error detection or correction by redundancy in data representation, e.g. by using checking codes
    • G06F11/10Adding special bits or symbols to the coded information, e.g. parity check, casting out 9's or 11's

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Quality & Reliability (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Detection And Correction Of Errors (AREA)

Description

Anmelderin: IBM Deutschland GmbH
Pascalstr. 100 7000 Stuttgart 80
Amtliches Aktenzeichen: Neuanmeldung Aktenzeichen der Anmelderin: GE 972 028
Verfahren zur Prüfung von logischen Operationen auf der Grundlage einer Paritätsprüfung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung von insbesondere in einem Rechner durchzuführenden logischen und arithmetischen Operationen, bei dem die Operanden als mehrere Bitstellen aufweisende Binärwörter mit je einer ergänzenden Paritätsbitstelle vorliegen und die Operanden bitstellenweise der jeweiligen Operation unterworfen werden=
Bei der Entwicklung von leistungsfähigen Rechnern kommt der Möglichkeit der Fehlerprüfung, d.h. der Fehlererkennung und/ oder der Fehlerkorrektur, seit jeher große Bedeutung zu. Die im weitaus größten Umfang verwendete Fehlerprüfungsmethode besteht in der relativ einfachen, billigen und schnellen so-? genannten Paritätsprüfung. Dabei wird den im Rechner zu verarbeitenden binär dargestellten Daten je ein ergänzendes sogenanntes Paritätsbit hinzugefügt, derart, daß die modulo 2 Summe aller Ziffern des als Binärzahl dargestellten Datenwortes 0 (oder 1) ist. Mit anderen Worten werden durch das Paritätsbit z.B. die "1"-Stellen in einem Binärwort zu einer stets geraden oder ungeraden Anzahl ergänzt« Dieses Paritätsbit wird dem zu sichernden Datenwort meist direkt beigefügt, zu~
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sairmen mit ihm gespeichert und bei jeder Datenübertragung mitbewegt. Nach jeder Datenbewegung läßt sich somit durch eine einfache Paritätsprüfung feststellen, ob zwischenzeitlich eine Bitstelle des Datenwortes verfälscht worden ist.
In einem Rechner werden nun Datenworte aber nicht nur gespeichert und bewegt, sondern zur Durchführung logischer und arithmetischer Operationen auch mit anderen Datenworten verknüpft. Bis auf einige spezielle arithmetische Grundoperationen können in diesem Fall aber keineswegs mehr die Paritätsbits der Operanden in gleicher Weise wie die Datenbitsteilen der betreffenden insbesondere logischen Operation mit dem Ziel unterworfen werden, auf diese Weise gleich das Paritätsbit für das das Verknüpfungsergebnis dargestellende "neue" Datenwort zu erhalten. Dazu sei das folgende Beispiel gegeben:
= A + A 1 O 1 O P (A) + P (B) O i. Ggs. zu P (C) O
= A . B 1 1 O 1 P (B) . P (B) 1 i. Ggs. zu P (D) 1
C B 1 1 1 1 P (A) 1
D B 1 O O O P (A) O
Dabei stellen A und B die aus vier Bitstellen bestehenden Operanden (Datenworte) dar. Mit P(A) bzw. P(B) sind die die Operanden auf eine gerade Anzahl von "1"-Stellen ergänzenden Paritätsbits bezeichnet. C ist das bitweise errechnete Verknüpfungsergebnis im Falle einer ODER-Verknüpfung. Es ist ersichtlich, daß die aus den Paritätsbits der Operanden nach derselben logischen ODER-Funktion berechnete Parität für das Ergebniswort falsch ist. Die zutreffende Parität ist zum Vergleich mit P(C) angegeben. In entsprechender Weise ist in der untersten Zeile der Fall einer logischen UND-Verknüpfung von A und B dargestellt.
Aus dem obigen Beispiel ergibt sich demnach, daß die Parität für die (neuen) Ergebniswörter jeweils neu berechnet werden
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muß und diesem Binärwort sinnvoll nur bis zu seiner nächsten logischen Verknüpfung beigeordnet werden kann. Damit wird aber die bei der Speicherung und der Übertragung vorhandene und leicht prüfbare Verbindung Datenwort-Parität genau an den fehlerträchtigen Stellen einer logischen Verknüpfung unterbrochen. Da nun im Anschluß an eine nicht triviale logische Operation die Parität des Ergebniswortes jeweils neu berechnet wird, ergibt sich die nachteilige Situation, daß die Prüfung auf korrekte Durchführung der logischen Operation auf der Grundlage der einfachen Paritätsprüfung nicht mehr möglich ist.
Auf der anderen Seite ist man aber durchaus bestrebt, auch solche logischen und arithmetischen Operationen im Rechner fehlerprüfbar zu machen, vgl. z.B. den Aufsatz von Rao "Error Correction in Adders Using Systematic Subcodes" in IEEE Trans. C-21, Nr. 3, März 1972, Seiten 254-259 mit weiteren Hinweisen. Danach hat es den Anschein, daß man diese Aufgabe zwar zum Teil (meist auch nur für arithmetische Operationen) durch Verwendung von speziellen Prüfcodes lösen kann; die bekanntgewordenen Lösungen sind jedoch im Vergleich zur Paritätsprüfung unvergleichlich aufwendiger und verlangen komplizierte Prüfcodes.
Die vorliegende Erfindung geht ferner davon aus, daß in den konventionellen Rechenwerken (meist ALU = Arithmetic and Logical Unit genannt) die Schaltkreise zur Durchführung von mehreren logischen Verknüpfungen, z.B..für die ODER-, UND- und XOR (gleich EXKLUSIVODER) -Funktionen mit zwei Operanden in der Regel gleichzeitig vorgesehen sind. Für die im Einzelfall jeweils geforder^rte Operation wird dann lediglich eine zugehörige Torsteuerung zur Ausgabe des Ergebniswortes aktiviert. Andere Rechenwerke sind für die Berechnung der NOR-, NAND- und XOR-Funktionen ausgelegt. Anzumerken ist dabei, daß die XOR-Funktion gegebenenfalls aus den gleichzeitig verfügbaren ODER-, UND- bzw. NOR-, NAND-Funktionen abgeleitet werden kann, so daß ein Fehler in der XOR-Verknüpfung stets zusammen mit einem Fehler in einer der anderen
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Verknüpfungen auftaucht. Mit den im jeweiligen Rechenwerk vorgesehenen Funktionen sind dann jeweils alle übrigen im System vorkommenden Verknüpfungen durch entsprechende Kombination dieser Grundverknüpfungen darstellbar.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Angabe eines neuen Prüfverfahrens, das die Prüfung von insbesondere logischen Operationen gestattet und ohne zusätzliche und komplizierte Prüfcodes auskommt. Das Prüfverfahren soll auf der Grundlage der konventionellen Paritätsprüfung aufbauen und eine damit vergleichbare Einfachheit und Schnelligkeit aufweisen.
Ausgehend von einem Verfahren zur Prüfung von logischen und arithmetischen Operationen, bei dem die Operanden als mehrere Bitstellen aufweisende Binärwörter mit je einer ergänzenden Paritätsbitstelle vorliegen und die Operanden bitstellenweise der jeweiligen Operation unterworfen werden, ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Operanden zusätzlich zur erforderten Verknüpfung mindestens einer weiteren Verknüpfungsoperation unterworfen werden, die dadurch bestimmt ist, daß die mindestens zwei derart erhaltenen Verknüpfungsergebnisse bei jeweiliger XOR-Verknüpfung ihrer entsprechenden Bitstellen eine logische Konstante ergeben, daß die den Operanden beigefügten Paritätsbits mindestens einer der Verknüpfungsoperationen unterworfen werden und/oder für mindestens eines der Verknüpfungsergebnisse das zugehörige Paritätsbit neu berechnet wird, und daß die XOR-Verknüpfung über mindestens ein aus den Paritätsbits der Operanden erhaltenes modifiziertes "Paritätsbit" und/oder über mindestens ein zu den Verknüpfungsergebnissen neu berechnetes Paritätsbit auf das Vorliegen einer vorbestimmten logischen Konstanz geprüft wird. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Insbesondere ist hervorzuheben, daß gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung mit kombinierter vertikaler und horizontaler Prüfung neben einer Prüfung der logischen Operationen auch die Datenherkunft mit prüfbar wird.
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w C _
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungs- und Anwendungsbeispielen unter Zuhilfenahme der Zeichnungen näher erläutert.
In Fig. 1 sind die zwei Operanden A und B dargestellt, deren ODER-Verknüpfung beispielsweise verlangt ist. Die Operanden A und B liegen in Binärdarstellung vor; ihre jeweiligen Datenbitsteilen seien mit a. bzw. b. bezeichnet, wobei bei z.B. acht Bitstellen umfassenden Operanden i = O, 1, ... 7 ist. Jeder Operand A bzw. B ist in der neunten Bitposition durch ein Paritätsbit PA bzw. PB ergänzt. In den folgenden Beispielen wird jeweils eine "ungerade Parität" benutzt, d.h. das Paritätsbit ergänzt die "1"-Stellen des Datenworts auf eine insgesamt ungerade Zahl. Das Paritätsbit A ergibt sich beispielsweise zu:
PA = 1 V aQ V ax V a2 .,. V a?
Dabei bedeutet das Zeichen V eine EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung (im folgenden XOR genannt). In entsprechender Weise ergibt sich die ungerade Parität PB.
Die der logischen Operation zu unterziehenden Operanden A und B werden mit ihren Paritätsbits einem Rechenwerk zugeführt, in dem die Operanden bitstellenweise der gewünschten ODER-Funktion und zusätzlich der UND- und XOR-Funktion unterzogen werden. Die Ergebniswörter sind Ω für die ODER-Funktion, α für die ÜND-Funktion und X für die XOR-Funktion.
Im einzelnen gilt: . ω_) mit (O1 = ai + bi (i = 0, 1/ ·. 7)
Ω = A + B = . α-) mit αχ.= a. * bi (i = o, I/ .. 7)
α = A . B = . X7) mit Xi - ai V b. (i = o, 1/ ·. 7)
X = AVB =
■ (ωο; Cu1; ..
- (oo, O1; ..
- (xo; X1; ..
Es ist festzustellen, daß die Durchführung dieser drei Funktionen keinen erhöhten Aufwand bedeutet, auch wenn letztlich nur
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das Ergebnis für die ODER-Funktion gewünscht ist. Die heute üblichen Rechenwerke bilden vielmehr in der Regel von den Eingangsoperanden gleichzeitig die verschiedenen im Rechenwert vorgesehenen Operationsergebnisse, wobei allerdings bisher die nicht benötigten Verknüpfungsergebnisse (hier α und X) durch Ausgangstorschaltungen unterdrückt werden. Schließlich wurden auch bereits sogenannte logische Speicher (CLIM = Cellular Logic-In-Memory) vorgeschlagen, die beim Auslesen gleich verschiedene logische Verknüpfungen der Speicherdaten mitliefern, vgl. z.B. IEEE Transactions on Computers, Vol. C-I8, Kr. 8, August 1969, Seiten 719-727. Das in diesem Beispiel benutzte Funktionentripel aus UND-, ODER- und XOR-Funktion stellt einen typischen Funktionenvorrat dar, aus dem alle übrigen im Rechner verlangten Spezialfunktionen durch Kombination gebildet werden können. Im Rahmen der Erfindung ist es wesentlich, daß die Werte ω., α. und X (i = O, 1, 2, ..) gleichzeitig verfügbar sind und dieses Funktionentripel miteinander geXORt eine logische Konstante ergibt entsprechend der Beziehung:
ω1 V Q1 V X1 = O
Diese Eigenschaft weisen aber auch andere Funktionsgruppen auf, z.B. NOR, NAND und XOR. Eine detailliertere Zusammenstellung der in F:
gegeben.
der in Frage kommenden Funktion/ist in der Tabelle nach Fig. 3
Während nun bei den bekannten Verfahren zur Durchführung von logischen Operationen am Eingang des Rechenwerkes die jeweiligen Paritätsbits von den Operanden abgetrennt und nur die Operanden selbst bitweise verknüpft werden, werden bei der vorliegenden Erfindung auch die Paritätsbits PA und PB der ODER-, UND- und XOR-Verknüpfung im Rechenwerk unterzogen. Am Ausgang sind daher neben den ω.-, α.- und χ.-Werten auch Qie modifizierten "Paritätsbits" 0.Ω, Qa und QX gleichzeitig verfügbar. Es gilt dabei:
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_ "7 mm.
ΟΩ = PA + PB
Qa * PA . PB .
QX = PA V PB
Weiterhin werden, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, für die Verknüpfungsergebnisse Ω, α und X die jeweils zutreffenden "neuen" ungeraden Paritäten ΡΩ, Pa und PX gemäß den folgenden Beziehungen berechnet:
P Ω = 1 νω
ο
νω1 . . . V(D7
Pa = 1 Vao Va1 ... Va7
PX = 1 VXo VX1 ... VX-
Anhand der nunmehr gleichzeitig vorliegenden Werte entsprechend Fig. 1 läßt sich das erfindungsgemäße Prüfverfahren durchführen. Zur Prüfung auf Fehler, die beim Auslesen der Operanden bzw. bei deren ODER-, UND- oder XOR-Verknüpfung aufgetreten sein können, können dabei die Beziehungen ausgenützt werden:
ω. Va. VX. = O oder
Q!l V Qa V QX = O
Diese "vertikale Prüfung" auf die logische Konstanz "O" weist bei einem abweichenden Ergebnis "1" direkt auf einen entsprechenden Fehler der oben gezeigten Art hin. Die zuletzt angegebenen Beziehungen sind wegen der zugrundeliegenden Boole'sehen Beziehung
(a + b) V (a . b) V (a V b) = O
stets gültig. Die dazugehörige Prüfschaltung kann in einfacher Weise mit wenigen Standard-XOR-Gliedern realisiert werden.
Mit den oben beschriebenen Prüfverfahren lassen sich demnach
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Auslesefehler sowie Fehler bei den logischen Operationen prüfen. Diese Verfahren lassen sich weiter in vorteilhafter Weise erfindungsgemäß so ausgestalten, daß auch die gleichzeitige Prüfung der Datenherkunft mit ermöglicht wird, so daß eine fehlerhaft gespeicherte Bitstelle (Speicherfehler) mit entsprechendem Paritätsfehler erfaßt werden kann. Die erfindungsgemäße Erweiterung des beschriebenen Prüfverfahrens in Form einer zusätzlichen "horizontalen Prüfung" macht solche Speicherfehler gleichzeitig mit prüfbar.
Es. sei dazu noch einmal auf die Bildungsformel für PX Bezug genommen. Sie lautete:
PX » 1 V Xo V X1 ... X7
Für QX gilt:
QX = PA V PB = (1 V aQ Va1 ... Va7) V (l V b V b ..' V b?) Das aber läßt sich umformen zu
QX = (aQ V bQ) V U1 V bx) ... V (a? V b?)
ÄÄ VA, ... V λ>
Ol 7
Zwischen PX und QX gilt demnach aber die Beziehung:
PX = 1 V QX
oder auch PX = QX
Diese "horizontale" Prüfbeziehung ermöglicht die Prüfung auf Speicherfehler und ist in Fig. 1 besonders veranschaulicht.
In außerordentlich vorteilhafter Weise lassen sich nun schließlich die "vertikale" und "horizontale" Prüfung vereinen, so daß mit geringem Aufwand eine vollständige Prüfung auf Speicher-
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und Auslese- sowie Verknüpfungsfehler gegeben ist. Es gilt ja andererseits:
PflVPaVPX=l
Durch Einsetzen von
PX = 1 ¥ QX oder PX = QX
ergibt sich die erfindungsgemäße Prüfgleichung:
PfiVPaVQX=O (1)
die ebenfalls in Fig. 1 besonders veranschaulicht ist und deren schaltungsmäßige Realisierung ebenfalls nur wenige Standard-XOR-Glieder verlangt.
In entsprechender Weise ergibt sich die alternative Prüfgleichung :
Q Ω V Q α V PX = 1 (2)
die in Fig. 1 in unterbrochenen Linien veranschaulicht ist.
Ein Vergleich der Gleichungen (1) und (2) läßt deutlich werden, daß die Prüfung nach Gleichung (1) in den meisten Fällen vorteilhafter ist. Da für die weitere Datenverarbeitung im Anschluß an die logische Operation ohnehin für die Ergebniswörter die neuen Paritäten ermittelt werden müssen, bedeutet die Errechnung von ΡΩ und Pa keinen Mehraufwand. Auf der anderen Seite reicht die Anwendung der logischen XOR-Operation auf die Operandenparitäten PA und PB, d.h. die Berechnung von QX, völlig aus. 0Ω und Qa brauchen nicht berechnet zu werden. Ist jedoch in einem anderen Ausführungsbeispiel statt der in diesem Aus-
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führungsbeispiel verlangten ODER-Funktion die XOR-Verknüpfung verlangt, müßte zur Erkennung von Verknüpfungsfehlern die alternative Gleichung (2) benutzt werden. Allgemein kann gesagt werden, daß zur Erkennung von Datenherkunfts- und Verknüpfungsfehlern die jeweils zu dem gewünschten Verknüpfunosergebnis zugehörige neue Parität mit in die Prüfung einbezogen werden muß.
In den Fig. 2a - 2d sind einige Beispiele für das erfindungsgemäße Prüfverfahren dargestellt, über dem Strich sind jeweils zwei 8-stellige Operanden A, B mit den ergänzenden Paritäten angegeben. Darunter sind die Verknüpfungsergebnisse für die Operanden-Bitstellen, die neu errechneten Paritäten sowie die modifizierten Operandenparitäten aufgeführt. Die erfindungsgemäße Prüfbeziehung ist in durchzogenen Linien umrahmt.
Im Beispiel nach Fig. 2a ist kein Speicher-, Auslese- oder Verknüpfungsfehler feststellbar; die Prüfgleichung ist vielmehr erfüllt. Auch die in unterbrochenen Linien umrahmte alternative Prüfbeziehung ist erfüllt.
Im Beispiel nach Fig. 2b wird derselbe Operand A von Fig. 2a mit einem anderen Operanden B1 verknüpft. Die gegenüber B abweichenden Bitstellen sind unterstrichen. Auch hier liegt kein Fehler vor, wie sich aus der Erfüllung der Prüfgleichung(en) zeigt.
Im Beispiel nach Fig. 2c weist der Operand B einen Speicherfehler auf, die Parität ist für B richtig (vgl. Fig. 2a); die zweite Bitstelle des Operanden B ist aber verfälscht, so daß der Operand B dem Operanden B" von Fig. 2b gleicht. Demzufolge ergibt die Prüfgleichung eine "1" statt einer zu erwartenden "0". Aus Fig. 2c ist weiterhin ersichtlich, daß nicht alle Werte von Fig. 1 erforderlich sind. Es ist nur die eine Prüfgleichung benutzt. Schließlich ist in Fig. 2d für die Oder-Funktion von A und B in der ersten Bitstelle ein Verknüpfungs-
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fehler angenommen, der mit der Prüfgleichung ebenfalls erkannt wird.
Das vorgeschlagene Prüfverfahren kann ebenfalls zur Prüfung von arithmetischen Operationen, z.B. der Addieroperation angewendet werden. Für die Summenformel gilt bekanntlich:
wobei c. den Übertrag von der nächstniedrigeren Stelle bedeutet. Es ist lediglich erforderlich, die ungerade Parität PC für die Überträge aller Bitpositionen zu bilden, d.h.
PC - IVc0Vc1...Vc7
und mit (PAVPB) gleich QX zu XORen. Die ungerade Parität für das Summenwort ergibt sich zu
PS = IVs0Vs1...Vs7
und nach entsprechender Umformung zu
PS = (X0Vx1-^Vx7) V PC = QX V PC Diese Prüfgleichung muß im fehlerfreien Fall erfüllt sein.
Die oben anhand von speziellen Ausführungsbeispielen beschriebene Erfindung läßt sich ohne weiteres auf byteweise, d.h. mehrere Bitstellen als Einheit aufweisende Datenwörter anwenden, wenn den möglichen Überträgen Rechnung getragen wird. Weiterhin können auch statt ungerader gerade Paritäten gewählt sowie andere Funktionengruppen zugrundgelegt werden. In der Tabelle nach Fig. 3 sind die möglichen Funktionsgruppen zusammengestellt, die anstelle der in den Ausführungsbeispielen verwendeten ODER-, UND- und XOR-Funktionen (Spalte 1 in Fig. 3) zugrundegelegt werden können, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    Verfahren zur Prüfung von insbesondere in einem Rechner durchzuführenden logischen und arithmetischen Operationen, bei dem die Operanden als mehrere Bitstellen aufweisende Binärwörter mit je einer ergänzenden Paritätsbitstelle vorliegen und die Operanden bitstellenweise der jeweiligen Operation unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Operanden zusätzlich zur erforderten Verknüpfung mindestens einer weiteren Verknüpfungsoperation unterworfen werden, die dadurch bestimmt ist, daß die mindestens zwei derart erhaltenden Verknüpfungsergebnisse bei jeweiliger XOR-Verknüpfung ihrer entsprechenden Bitstellen eine logische Konstante ergeben, daß die den Operanden beigefügten Paritätsbits mindestens einer der Verknüpfungsoperationen unterworfen werden und/ oder für mindestens eines der Verknüpfungsergebnisse das zugehörige Paritätsbit neu berechnet wird, und daß die XOR-Verknüpfung über mindestens ein aus den Paritätsbits der Operanden erhaltenes modifiziertes "Paritätsbit" und/oder über mindestens ein zu den Verkntipfungsergebnissen neu berechnetes Paritätsbit auf das Vorliegen der vorbestimmten logischen Konstanz geprüft wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als zusammengehörende Funktionsgruppe die ODER-, UND- und XOR-Funktionen verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine vertikale Prüfung über die entsprechenden Bitstellen (ω.,α,, χ.) in den jeweiligen Ergebnisworten durch XOR-Verknüpfungen dieser Bitstelleninhalte und Prüfen dieses Verkntipfungsergebnisses auf die vorbestimmte logische Konstanz vorgenommen wird (Fig. 1).
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  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine vertikale Prüfung über die zu den Ergebnisworten neu berechneten Paritätsbits (ΡΩ, Pa, PX) durch XOR-Verknüpfungen dieser Paritätsbits und Prüfen dieses Verknüpfungsergebnisses auf die vorbestimmte logische Konstanz vorgenommen wird (Fig. 1).
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine vertikale Prüfung über die aus den Paritätsbits (PA, PB) der Operanden (A, B) durch die Verknüpfungen einer- Funktionsgruppe erhaltenen modifizierten "Paritätsbits11 (Qfi, Qa, QX) durch XOR-Verknüpfungen dieser "Paritätsbits" und Prüfen dieses Verknüpfungsergebnisses auf die vorbestimmte logische Konstanz vorgenommen wird (Fig. 1).
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine horizontale Prüfung für das neuberechnete Paritätsbit (PX) des aus der XOR-Verknüpfung hervorgegangenen Ergebniswortes sowie des zugehörigen aus den Paritätsbits der Operanden gebildeten modifizieren "Paritätsbits11 (QX) durch XOR-Verknüpfung dieser Paritätsbits (PX, QX) durchgeführt und das Verknüpfungsergebnis auf die vorbestimmte logische Konstanz geprüft wird (Fig. 1).
  7. 7. Verfahren insbesondere nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus der vertikalen und horizontalen Prüfung zusammengesetzte Prüfung vorgenommen wird (Fig. 1).
  8. 8. Verfahren mindestens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Operanden (A, B) bitstellenweise einer UND-, ODER- und XOR-Verknüpfungsöperation unterworfen
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    werden, daß für die den Operanden (A, B) beigefügten Paritätsbits (PA, PB) mindestens die XOR-Verknüpfungsoperation zum Erhalt eines modifizierten "Paritätsbits" (QX) durchgeführt wird, daß mindestens für die aus den UND- und ODER-Verknüpfungen der Operanden erhaltenen Ergebniswörter (Ω#α) die jeweils zutreffende neue Parität (ΡΩ, Pa) berechnet wird, und daß die XOR-Verknüpfung über die zwei neu berechneteten Paritätsbits ΡΩ und Pa sowie das modifizierte Paritätsbit QX auf Erfüllung der Bedingung
    ΡΩ V Pa V QX =0
    geprüft wird.
  9. 9. Verfahren mindestens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Operanden (A, B) bitstellenweise einer UND-, ODER- und XOR-Verknüpfungsoperation unterworfen werden, daß für die den Operanden (A, B) beigefügten Paritätsbits (P, A) mindestens die UND- und ODER-Verknüpfungsoperationen zum Erhalt der modifizierten "Paritätsbits" (Qfi, Qa) durchgeführt werden, daß mindestens für das aus der XOR-Verknüpfung der Operanden erhaltene Ergebniswort (X) die zutreffende neue Parität (PX) berechnet wird, und daß die XOR-Verknüpfung über das neuberechnete Paritätsbit PX sowie die modifizierten Paritätsbits QSl und Qa auf Erfüllung der Bedingung
    QiI V Qa V PX = 1
    geprüft wird.
  10. 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zutreffenden Paritätsbits die "1"-Bitstellen des zugehörigen Binärwortes auf eine insgesamt ungerade Zahl ergänzen.
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  11. 11. Verfahren mindestens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Prüfung der algebraischen .Addierfunktion
    S1 = a± V b± V ci+1 mit -S1-, a±, b± und c±+1
    als Summenwort-, Operanden- und Übertragsbitstellen auf Erfüllung der Gleichung .
    PS = QX V PC
    geprüft wird, wobei PS bzw. PC die ungeraden Paritäten des Summenwortes bzw. der Überträge aller Bitpositionen darstellen und sich QX aus der XOP-Verknüpfung aller x.-Positionen mit x. = a. Vb. ergibt.
    GE 972 028 4 0 9 8 2 6/0518
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0193711A1 (de) 1985-01-25 1986-09-10 Siemens Aktiengesellschaft Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung eines arithmetische Operationen ausführenden Rechenwerkes anhand von Paritätsbits
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