DE2261645B2 - Kolbenhub-handpipette zum abmessen kleiner fluessigkeitsmengen - Google Patents
Kolbenhub-handpipette zum abmessen kleiner fluessigkeitsmengenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B01L—CHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
- B01L3/00—Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
- B01L3/02—Burettes; Pipettes
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kolbenhub-Handpipette gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DT-PS 90449) befindet sich zwischen dem Saugmechanismus
und der Flüssigkeit ein Luftvolumen, welches eine Berührung der zu messenden Flüssigkeit mit Teilen des
Saugmechanismus verhindert, wobei mittels eines durch Anschlag begrenzten Kolbenhubes von exakt geeichter
Länge die definierte Luftmenge nur im Aufsteckgefäß bewegbar ist.
Vorrichtungen dieser Art dienen zum schnellen und exakten Pipettieren kleiner Flüssigkeitsmengen im
Bereich weniger Mikroliter. Dabei werden hohe Anforderungen an die absolute Genauigkeit und an die
Reproduzierbarkeit gestellt. Durch die Erwärmung der Geräte, insbesondere der mechanisch bewegten Teile
wie Kolben, Kolbenstange u.dgl., insbesondere bei <>s
Reihenmessungen wird das Luftvolumen und das Meßvolumen verändert. Dadurch ändert sich auch die
jeweils pipettierte Flüssigkeitsmenge, so daß die Genauigkeitsforderungen nicht mehr erfüllt werden
können. Dieser Nachteil haftet allen bekannten Pipetten dieser Art, so daß der Einsatzbereich dieser Pipetten für
hochgenaue Arbeiten stark beeinträchtigt ist
Zur Wärmeisolierung sind evakuierte doppelwandige Isoliergefäße bekannt, die die Temperatur eines
eingefüllten Stoffes konstant halten. Derartige Isoüergeräße sind aufwendig und bruchgefährdet
Bei chemischen Laborgeräten ist es bekannt, Kühlschlangen
mit zirkulierendem Fluid vorzusehen, um Stoffe auf bestimmten Temperaturen zu halten. Bei
einem bekannten halbautomatischen Pipettiergerät (DT-GM 18 52 621) für die Analyse fotografischer
Emulsionen ist die Pipette von einem Warmwassermantel umgeben und über einen Dreiwegehahn mit einer
Motorkolbenbürette und mit einem Einfülltrichter verbunden. Der Wassermantel ist an einem Thermostaten
angeschlossen und hält die Pipette während des Pipettierens auf einer konstanten Temperatur.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Kolbenhubpipette der eingangs erläuterten
Art zu schaffen, bei der der Einfluß der Handwärme ausgeschaltet ist und das Luftvolumen auch bei schnell
aufeinanderfolgenden Reihenmessungen unverändert bleibt.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst, wie im kennzeichenden Teil des Anspruchs 1 angegeben.
Dadurch wird einerseits bewirkt, daß ein wärmeisolierender Luft- oder Flüssigkeitsmantel um den Saugmechanismus-Zylinder
gebildet ist und daß zusätzlich durch die im ringförmigen Zwischenraum auftretende
Konvektion eine Kühlwirkung erzielt wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind mit den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die Kolbenhub-Handpipette zum genauen Abmessen kleiner Flüssigkeitsmengen besteht aus einem Meßzylinder
1, in dem sich ein abgedichteter Zylinderraum 2 befindet und der mit einem Füllansata 3 versehen ist.
Auf den Füllansatz 3 kann in bekannter Weise eine aus einem Kunststofftrichter od. dgl. bestehende Füllvorrichtung
aufgeschoben werden. Im abgedichteten Zylinderraum 2 des Meßzylinders 1 gleitet ein Kolben 5.
Dieser Kolben 5 ist über einen Kolbenkopf 13 mit einer Kolbenstange 6 verbunden. Der Kolbenkopf 13 bildet
ein Widerlager für eine Rückstellfeder 8, die sich andererseits am Meßzylinder 1 oder am Boden eines
den Saugmechanismus umgebenden Zylinders 4 abstützt. Im Kolbenkopf 13 ist eine Kolbenstange 6
befestigt, die ihrerseits einen Betätigungsknopf 7 aufweist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
weist der Saugmechanismus-Zylinder 4 eine Führungshülse U auf, in der ein an der Kolbenstange 6
angeordneter Anschlagring 12 geführt ist. Der Zylinder 4 weist ferner einen Anschlag 25 auf. Der Anschlag 25
dient als Widerlager für eine zweite Feder 10, die mit ihrem anderen Ende ein verschiebbares Widerlager 9
abstützt, gegen das der Anschlagring 12 der Kolbenstange 6 bei entsprechender Verschiebung stößt. Dabei
ist die Ausbildung so getroffen, daß bei axialer Verschiebung der Kolbenstange 6 durch Druck auf den
Betätigungsknopf 7 zuerst die Feder 8 zusammengedrückt wird, wobei sich der Kolben 5 im abgedichteten
Zylinderraum 2 gegen den Ansatz 3 verschiebt. Sobald der Anschlag 12 gegen das verschiebbare Widerlager 9
stößt, ergibt sich ein deutlich spürbarer Widerstand.
Damit wird angezeigt, daß die vorher angesaugte FlCss-sigkeitsmenge in der Füllvorrichtung wieder abgegeben
ist Um eine vollständige Entleerung der Füllvorrichtung sicherzustellen, kann nunmehr die
Kolbenstange 6 weiter verschoben werden, wobei sich s das Widerlager 9 gegen die Wirkung der Feder 10 nach
unten verschiebt
Um den Saugmechanismus-Zylinder 4 ist ein Mantel 14 angeordnet der einen wesentlich größeren Innendurchmesser
aufweist als der Außendurchmesser des ι υ Zylinders 4. Dadurch wird ein den Zylinder 4
umgebender, luft- oder flüssigkeitsgefüllter Ringraum gebildet Im unteren Mantelbereich 15 des Mantels 14
sind Eintrittsschlitze 17 angeordnet und im oberen Mantelbereich 18 befindet sich mindestens eine
Austrittsöffnung 20. Dabei ist in vorteilhafter Weise der Mantel. 14 mit einem Boden 16 versehen, der
beispielsweise über ein Gewinde 24 mit dem Zylinder 4 verschraubt ist. Die Eintrittsschlitze 17 befinden sich
dann im Boden 16 und sind konzentrisch um den ganzen Zylinder 4 herum angeordnet. Im oberen Bereich 18
weist der Mantel 14 einen Ansatz 19 auf, der als Anlage für die Hand der Betätigungsperson dient. Im
Deckelbereich des Ansatzes 19 ist exzentrisch eine Austrittsöffnung 20 vorhanden. Ferner ist eine öffnung
21 zur Führung des Betätigungsknopfes 7 des Saugmechanismus vorhanden. Durch die konzentrische
Anordnung der Schlitze 17 im unteren Bereich 15 des Mantels 14 und der exzentrischen Anordnung der
Austrittsöffnung 20 im Ansatz 19 wird erreicht, daß das Fluid entlang des Zylinders 4 von unten nach oben
streicht, oben umgelenkt wird und durch die außermittig angeordnete Austrittsöffnung 20 entweichen kann.
Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach der Zeichnung weist der Mantel 14 eine größere axiale
Länge auf als die des Zylinders 4. Dadurch wird zusätzlich erreicht, daß die Kolbenstange 6, die
einerseits mit dem Betätigungsknopf 7 verbunden ist, in ihrem oberen Bereich durch das vorbeistreichende Fluid
zusätzlich gekühlt wird.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Kolben 5 aus einer Keramik mit sehr kleinem Wärmeausdehnungskoeffizienten
besteht
Zur Führung des Mantels 14 dient im oberen Bereich des Zylinders 4 ein Haltering 22, der lediglich über einen
dünnen Steg 23 mit dem Mantel 14 verbunden ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß nur eine vernachlässigbare
Wärmeleitung zwischen dem Mantel 14 und dem Zylinder 4 auftreten kann. Da auch der Steg 23 von dem
aufsteigenden Fluid umströmt wird, wird der Steg 23 ebenfalls gekühlt Meßzylinder 1 sowie Mantel 14 und
vorzugsweise auch der hohl ausgebildete Betätigungsknopf 7 sind aus Kunststoff hergestellt Desgleichen
auch der Haltering 22 mit Steg 23.
Zweckmäßig ist der hohle Betätigungsknopf 7 durch einen Klemmsitz mit der Kolbenstange 6 verbunden und
der Mantel 14 abschraubbar am Zylinder 4 befestigt Dadurch ist eine einfache Zerlegung der Vorrichtung
zur Wartung und Reinigung ermöglicht.
Die Anordnung und Ausbildung des Mantels 14 ist weitgehend unabhängig von der jeweiligen Ausführung
des Saugmechanismus. Ferner kann der Mantel 14 mit Längsrillen zur Erhöhung der Griffestigkeit versehen
sein. Die Schlitze 17 können achsparallel oder schräg zur Längsachse der Vorrichtung verlaufen. Anstelle
einer Austrittsöffnung 20 können mehrere, z. B. gitterförmig angeordnete Austrittsöffnungen vorgesehen
sein. Anstelle eines exzentrischen Ansatzes 19 können zwei diametral gegenüberliegende, im wesentlichen
symmetrisch ausgebildete Ansätze Anwendung finden.
Die Kühlung kann auch durch eine Flüssigkeit (anstelle Luft) erfolgen. Es sind dazu die Eintrittsschlitze
17 und die Austrittsöffnung 20 mit entsprechenden Schlauchanschlüssen, Pumpvorrichtungen od. dgl. für
die Kühlflüssigkeit zu verbinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Kolbenhub-Handpipette zum Abmessen kleiner Flüssigkeitsmengen, vorzugsweise für den Mikroliterbereich,
mit einem aus Meßzylinder, Kolben, Kolbenstange und Rückstellfeder bestehenden Saugmechanismus, der in einem Zylinder angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der letztere Zylinder (4) mit einem Mantel (14) unter ι ο
Bildung eines Zwischenraums verbunden ist, daß in dem unteren Mantelbereich (15) mindestens eine
Eintrittsöffnung (17) und oben am Betätigungsende (18) mindestens eine Austrittsöffnung (20) für ein
durchströmendes Fluid angeordnet sind.
2. Pipette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsschlitze (17) in einem Bodenteil
(16) des Mantels (14) angeordnet sind und daß der Bodenteil (16) mit dem Zylinder (4) oberhalb des
abgedichteten Zylinderraumes (2) verbunden ist.
3. Pipette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (14) in seinem
oberen Bereich (18) einen Ansatz (19) aufweist und daß im Deckelbereich (18) eine Durchtrittsöffnung
(21) für einen Betätigungsknopf (7) des Kolbens (5) 2s
und im Ansatz (19) mindestens eine Austrittsöffnung (20) exzentrisch angeordnet ist
4. Pipette nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Länge des
Mantels (14) größer ist als die des den Saugmechanismus aufnehmenden Zylinders (4).
5. Pipette nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Bereich des
Zylinders (4) ein Haltering (22) vorhanden ist, der mit einem Steg (23) mit dem Mantel (14) verbunden ist.
6. Pipette nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsschlitze
(17) konzentrisch um den Zylindei (4) angeordnet sind.
7. Pipette nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (14) aus
Kunststoff gebildet ist.
8. Pipette nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltering (22) und der Steg
(23) aus Kunststoff gebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722261645 DE2261645C3 (de) | 1972-12-16 | Kolbenhub-Handpipette zum Abmessen kleiner Flüssigkeitsmengen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722261645 DE2261645C3 (de) | 1972-12-16 | Kolbenhub-Handpipette zum Abmessen kleiner Flüssigkeitsmengen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2261645A1 DE2261645A1 (de) | 1974-06-20 |
| DE2261645B2 true DE2261645B2 (de) | 1977-05-26 |
| DE2261645C3 DE2261645C3 (de) | 1978-01-12 |
Family
ID=
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2741803A1 (de) * | 1977-09-16 | 1979-03-29 | Hedrich Vakuumanlagen Wilhelm | Vorrichtung zum foerdern und/oder dosieren fluessiger bis hochviskoser medien |
| DE3339180A1 (de) * | 1983-10-28 | 1985-05-09 | Ing. Erich Pfeiffer GmbH & Co KG, 7760 Radolfzell | Wirkstoffspender |
| DE3510773A1 (de) * | 1985-03-25 | 1986-09-25 | Walter Graf U. Co Gmbh & Co, 6980 Wertheim | Praezisionsdosiergeraet |
| DE102011114688A1 (de) * | 2011-10-04 | 2013-04-04 | Eppendorf Ag | Handdosiervorrichtung |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2741803A1 (de) * | 1977-09-16 | 1979-03-29 | Hedrich Vakuumanlagen Wilhelm | Vorrichtung zum foerdern und/oder dosieren fluessiger bis hochviskoser medien |
| DE3339180A1 (de) * | 1983-10-28 | 1985-05-09 | Ing. Erich Pfeiffer GmbH & Co KG, 7760 Radolfzell | Wirkstoffspender |
| DE3510773A1 (de) * | 1985-03-25 | 1986-09-25 | Walter Graf U. Co Gmbh & Co, 6980 Wertheim | Praezisionsdosiergeraet |
| DE102011114688A1 (de) * | 2011-10-04 | 2013-04-04 | Eppendorf Ag | Handdosiervorrichtung |
| DE102011114688B4 (de) * | 2011-10-04 | 2020-02-20 | Eppendorf Ag | Handdosiervorrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2261645A1 (de) | 1974-06-20 |
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Legal Events
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