-
"Vorrichtung zum kontinuierlichen Reinigen verunreinigter Lösung"
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kdntinuierlichen Reinigen verunreinigter
Lösung.
-
Eine bei einem Schotterbett bzw. einer Kläranlage oder dergleichen
vorgesehene, herkömmliche Abwasserreinigungs-Vorrichtung setzt sich im allgemeinen
aus einem Reinigungsbehälter mit großen Abesungen und einer Schlammbeseitigungseinrichtung
zusammen; die Gestehungskosten dafür sind sehr hoch, da beide nicht nur groß, sondern
auch kompliziert aufgebaut sind. Wenn daher eine derartige Vorrichtung bei einem
kleinen Schotterbett installiert werden soll, so kommt die Installation manchmal
teurer als die Kosten für die Ausrüstung der Anlage selbst, so daß es vom Gesichtspunkt
des Unternehmens und der Beanspruchung eines ausgedehnten Gebietes für
die
Ausrüstung her außerordentlich unwirtschaftlich ist.
-
Ferner ist bei der bckannten Vorrichtung ein Klärbehälter zum schnellen
Zusammenballen von Schlanm so ausgebildet, daß sich Flokken auf natürlich Weise
ablagern oder durch einen langsam rotierenden Rechen verdichten, und daß die Flocken
durch eine Absaugdüse am Boden des Klärbehälters unter der Einwirkung hydraulischen
Druckes oder durch eine Saugpumpe aus dej Klärbehälter entfernt werden. Bei einet
derartigen Vorrichtung ist jecioch eine lange Verweilzeit der Flocken in dem Klärbehälter
erforderlich, um Folkken großer Dichte zu erhalten, wenn der Klärbehälter eine große
Kapazität haben soll. Außerdem tritt bein. Absaugen von Flocken großer Dichte leicht
ein Verschlammen bzw. Verstopfen der Absaugdüse durch Plocken auf, so daß kein ungestörter
Arbeitsvorgang gewährleistet ist. Lei Verwendung eines Klärbehälters rnit großen
Abmessungen und bei kontinuierlicher Arbeitsweise können diese Nachteile vermieden
werden; arbeitet die Vorricht kontinuierlich, d.h. wird sie beispielsweise täglich
außer Betrieb gesetzt, so ist aufgrund der Zeit, die vom Arbeitsbeginn der Vorrichtung
bis zum Erreichen des normalen Arbeitszustandes und vom Abstellen der Abwasserzufuhr
bis zum völligen Absaugen der Flocken verstreicht, kein wirtschaftliches Arbeiten
möglich.
-
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, die vorstehend
beschriebenen, sowohl beim Arbeiten als auch in der Ausbildung der herkönmlichen
Vorrichtung zum einmal Reinigen von Abwasser auftretenden Nachteile zu beseitigen
und eine neue Vorrichtung zum kontinuierlichen Reinigen verunreinigter Lösung zu
schaffen, bei
der man innerbalb kurzer Zeit mittels eines sehr kompakten
Mechanismus dichte bzw. viele Flocken erhält und die Verweilzeit der Flocken in
dem Klärbehälter so verkürzt wird, daß der Reinigungsvorgang wirtschaftlich ist.
-
Zur Löuung dieser Aufgabe sind bei ciner Vorrichtung der eingangs
genannten Art ein Vis eher zum Jils genannten Art ein Mischer zum Mischen eines
Koagulierungsmittels einen eines Koagulierungsmittels mit zu behandelnder, verunreinigter
Lösung; ein Ausflockungsbehälter für schnelles Ausflocken, in dem Flocken durch
schuelles Zusammenballen in der aus dem Mischgerät fließenden, zu behandelnden gemischten
Lösung erzeugt werden; ein Klärbehälter mit einem iiberlaufwehr für überschüssige
Flüssigkeit an seinem oberen Rand, wobei sich die koagulierten Flocken i.n dem Klärbehälter
absetzen und die von don Flocken getrennte Flüwssigkeit überfließt; eine Fördereinrichtung
zum Herausschöpfen und Entwässern der im Klärbehälter befindlichon Flocken mittels
Bechern, die jeweils bereichsweise mit Maschendraht versehen und jeweils mit bestimmtem
Abstand über der gesamten Länge eines endlosen Bandes oder einer endlosen Kette
vorgesehen sind, das oder die um ein Antriebsrad und nicht angetriebene Räder umlciuft;
und ein Schlamm auffangender Behälter für die Aufnahme entwässerter Flocken vorgesehen
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum kontinuierlichen Reinigen verunreinigter Lösung
und zur Abwasserbeseitigung kann dabei so ausgebildet sein, daß die Verweilzeit
der Flocken in dem Klärbehälter, nach deren Ablauf dichte bzw. viele Flocken erhalten
werden, verkürzt werden kalln, und daß die gesamte Vorrichtung in einem um 1/5 oder
1/6 kleineren Maßstab ausgeführt werden kann als bei der herkömmlichen
Vorrichtung,
was sich sehr vorteilhaft auf die ost0n für die Ausrüstung auswirkt, und wodurch
die Anlage auf ein k3.eineres Oebiet beschränkt werden kann. Ferner wird die bis
zum Erreichen des normalen Arbeitszustandes bzw. zum Absaugen der Flokken bei diskontinaierlicher
Arbeitsweise benötigte Zeitspanne verkürzt. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt
in dem gedrungenen, gewichtsmäßig leichten Afbau der Vorrichtung. Dadurch kann maii
sich einer einfachen Art der Beseitigung bedienen und die Vorrichtung aufgrund ihres
einfachen Aufbaues durch Fertigung an Ort und Stelle installieren, wenn beispielsweise
ein Klärbehälter gliOS-er Kapazität eingebaut wird.
-
,Vorrichtung Die Erfindung schafft also eine zum kontinuierlichen
Reinigen verunreinigter Lösung, bei der ein Mischer zum Mischen eines Koagulierungsmittels
mit zu behandelnder, verunreinigter Lösung, ein Ausflockungsbehälter zum schnellen
Erzeugen von Flocken aus der gemischten Lösung, ein Klärbehälter, dessen oberer
Rand ein Überlaufwehr für überschüssige Flüssigkeit bildet, eine Fördereinrichtung
mit einem endlosen Band bzw. einer endlosen Kette, das bzw.
-
die mit Maschendraht aufweisenden Bechern versehen ist und um ein
Antriebsrad und unangetriebene Räder herumführbar ist, und ein Behalter zum Auffangen
von Bestandteilen der verunreinigten Lösung vorgesehen sind.
-
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an
einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische
Darstellung einer herkönunlichen Abwasser-Reinigungsvorrichtung (Gesamtdarstellung
),
und Fig. 2 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsge'iaßen Vor-richtur-lg
zum kontinuierlichen Reinigen verunreinigter Lösung in einer Ausführungsform, die
die grundsätzlichen Bestandteile der Vorrichtung zeigt.
-
Die in Fig. 1 dargestellte herkömmliche Vorrichtung zum schnellen
Zusammenballen und Klären weist einen Misch- bzw. Flockungsbehälter 12 mit einem
darin angeordneten Rührwerk 10 auf. In einem Klärbehälter 13 ist eine Schlammsammeleinrichtung
17 vorgesehen, die einen am unteren Ende einer Welle angebrachten Rechen 15 aufweist.
Der Klärbehälter 13 ist an seinem Umfang an seinem oberen Rand bzw. Flansch mit
einem Überlaufwehr 14 für überfließende Flüs sigkeit versehen und weist auf der
Unterseite seines Bodens eine Absaugdüse 16 zum Absaugen zusammengeballter Flocken
auf.
-
Wenn der Reinigungsvorgang für verunreinigte Lösung durch diese herkömmliche
Vorrichtung ausgeführt wird, wird verunreinigte, in den Mischbehälter 12 geflossene
Lösung durch die Drehbewegung des Rühr werks 10 mit einem Koagulierungsmittel gemischt,
und die gemischte Lösung wird durch eine Leitung 18 in den Klärbehälter 13 geleitet,
wobei die in dem Klärbehälter entstandenen Flocken sich infolge ihres Eigengewichtes
auf dem Boden absetzen. Diese auf natürliche Weise infolge ihres Eigengewichtes
abgesetzten Flocken sind durch eine auf dem Boden des Klärbehälters vorgesehene
Absaugdüse, durch durch eine (nicht dargestellte) Saugpumpe oder eine langsame Drehbewe-,des
Rechens 15, gung der am unteren Ende der Welle der im KlArbehälter 13 angeordneten
Sehlammsammeleinrichtung
17 befestigt ist, nach aufen entfernbar. Eine derartige Vorrichtung hat die oben
beschriebenen Nachteile.
-
Die erfindungsgemäße, in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung weist einen Mischer
1 zum Mischen verunreinigter, zu behandelnder Lösung mit einem Koagulierungsmittel,
einen Ausflockongsbchälter 2 zum schnel len Erzeugen von Flocken au der gerrischten
Lösung und einen Klär..
-
behälter 3 zum Aufnchmen der die erzeugten Flocken enthaltenden behandelten
Lösung auf, der an scinem oberen Band bzw. Flansch mit einem ringförmigen überlaufwebr
4 für überlaufende Flüssigkei versehen ist. Ferner weist die erfindungsgemäße Vorrichtung
eine Fördereinrichtung C auf, bei der ein endloses band bzw eine endlose Kette 7
mit jeweils in vorbestimmtem Abstand über seiner bzw.
-
ihrer gesamten Länge verteilten, nit Maschendraht @ersehenen í2echern
8 über ein im oberen Bereich des Klärbehälter angeordnetes Antriebsrad 5 sowie parallel
zueinander in der Mäbe des Bodens des Klärbehälters 3 angcordnete mitlaufende Umlenkräder
6, 6' hern geführt wird. Außerbaln des Klärbehälters 3 ist ein behälter 9 zum Auffangen
von Schlamm angeordnet.
-
Der Klärvorgang wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wie folgt
durchgeführt: Eine von einem (nicht dargestellten) Schotterbett kommende verunreinigte
Lösung fließt in einen (nicht dargestellten Abwasserbehälter, wird mittels einer
(nicht dargestellten) Schlammpumpe dem Mischer 1 zugeführt und darin mit einem in
den flischer zugegebenen Koagulierungsmittel gemischt. Die gemischte Lösung wird
durch eine Leitung dem Ausflockungsbehälter 2 zugeführt, in welchem Flocken entstehen.
Anschließend wird die mit Flocken gemischte
Lösungin den Klärbehälter
3 ein @@tracht. Dort fließt überschüssige Flüssigkeit der gereinigton, von don Tlocken
getrennten Lösung kontinuierlich am überlaufwchr 4 alt, das am oberen Rand des Klärbehälters
fortragt, und wird einem (nicht dargestellten-Ereislauf-Wasserbehälter zugeführt,
wobei sich die Flocken auf dem Boden des Klärbehälürs 3 absetzen. Die auf dem Boden
des Klärbehälters 3 abgesetzten Flocken werden durch Becher 8 zusammongekratzt,
die innen einon Kaschendraht aufweison und am endloson Band 7 der Fördereinrichtung
C befestigt sind. Auf ihrem Rückweg passieren die Becher 8 die zu der Förderoinrichtung
gehöronden Umlenkrjder 6 und 6' Während das Band in Pfeilrichtung B umläuft, werden
Flocken durch die Becher 8 in die Luft über den Spiegel der im Klärbehälter verbleibenden
verunreinigten Lösung abgeschöpft.
-
In der Zeit, bis die Becher 8 die Stelle des oben liegenden Antricbsrades
5 erreichen, werden die Flocken in den Bechern 8 aufgrund der natürlichen Filterwirkung
des Maschendrahtes und der Schwerkraft entwässert. Wenn danii das Band 7 über das
Antriebsrad 5 weiterläuft, werden die entwässerten und zusammengeballten Flocken
aus den Bechern 8 in den Schlammauffangbehälter 9 entladen.
-
Beispiel Unmittelbar bei einer Mine wurde ein Arbeitsbeispiel als
Versuch durchgeführt, bei dem eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
verwendet wurde, deren Klärbehälter eine Fläche von 11,5 m2 und eine Kapazität von
1,5 m3 aufwies.
-
Versochsdaten bei Durchführung des Versuches: Verarbeitete Menge veruoreinigter
Lösung 100 t/h Konzentrati on der verunreind guten Lösung 3 Gewicht :3-prozent Konzentration
in der überfließenden Flüssigkeit 100 ppm Koagulierungsmittel (hochmolekulares Pulver)
5 ppm Konzentrat Ion der abgezogonen Flocken 35 Gewichtsprozent Bei einem erfindungsgemäßen
System zum kontinuierlichen Klöron bzw.
-
Reinigen verunreinigter Lösungen werden die im unterch Teil oines
Absatz bzw. Klärbehälters abgesetzten Flocken unter bewegung mit langsamer Geschwindigkeit
mit Hilfe von Bechern gesammelt. Die Beeher weisen ein netzartiges Drahtgeflecht
auf und sind an einem Förderer angebracht, der iii dem Klärbehälter angeordnet ist.
Die Flocken werden aufwärts geschaufelt, bleiben eine gewisse Zeit mit der Luft
in Kontakt und werden so unter der Wirkung der Schwerkraft-Filtration infolge Entwässerung
verdichtet.