DE2261459B2 - Induktiv beheizte streckwalze - Google Patents
Induktiv beheizte streckwalzeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine induktiv beheizte Streckwalze gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Bei einer bekannten Streckwalze dieser Art (FR-OS 20 22 309) ist der das Wärmeübertragungsmittel enthaltende
Zwischenraum, der zwischen der inneren Walzenumfangsfläche und der Hülse gebildet ist,
entweder als Ringraum mit glatten zylindrischen Wänden (Fig.2 dieser Druckschrift) oder aber als
Ringraum mit axial verlaufenden, von der inneren Walzenumfangsfläche radial nach innen ragenden
Rippen (Fig.3 und 4 dieser Druckschrift) ausgebildet.
Obwohl bei der zuletzt genannten Ausführungsform wegen der an der inneren Walzenumfangsfläche
vorgesehenen, radial nach innen ragenden Rippen aufgrund des innigeren Kontaktes zwischen dem
Walzenmantel und dem Wärmeübertragungsmittel eine bessere Wärmeübertragung im Vergleich zu der
keinerlei Rippen aufweisenden Ausführungsform gewährleistet ist, hat sich dennoch gezeigt, daß —
abgesehen von der relativ aufwendigen Herstellung aufgrund der speziell auszubildenden inneren Walzenumfangsfläche
— die Wärmeübertragung immer noch nicht als optimal anzusehen ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Streckwalze der gattungsgemäßen Art mit einfacher
Herstellmöglichkeit derart auszugestalten, daß aufgrund der vorgesehenen Berührungsflächen zwischen
Walzenmantel und Wärmeübertragungsmittel der Wärmeübertragungsvorgang optimiert ist.
Die Merkmale der zur Lösung dieser Aufgabe geschaffenen Erfindung ergeben sich aus dem Patentanspruch.
Bei der erfindungsgemäßen Streckwalze ist die Berührungsfläche zwischen dem Wärmeübertragungsmittel
und dem Wärmeverbraucher so groß wie möglich gemacht, indem nämlich der das Wärmeübertragungsmittel
enthaltende Zwischenraum innerhalb einer elektrisch leitfähigen, dicken Schicht von außerordentlich
hoher Leitfähigkeit vorgesehen und in Form von axial verlaufenden, voneinander getrennten Durchgangsbohrungen
innerhalb dieser Schicht ausgebildet ist. Hierdurch ist es nicht nur in herstellungstechnisch
einfacher Weise möglich, die zuvor fertig mit den Durchgangsbohrungen versehene elektrisch leitfähige
Schicht direkt auf der inneren Walzenumfangsfläche zu befestigen und an der Innenfläche dieser Schicht
ihrerseits sodann ohne jeglichen Zwischenraum, d. h. ohne die Beachtung erforderlicher Abstandstoleranzen
od. dgl, die Hülse festzulegen, sondern es ist auch gewährleistet, daß die beispielsweise zylindrischen
Wände der Durchgangsbohrungen die denkbar maximal große Berührungsfläche zwischen dem Wärmeübertragungsmittel
einerseits und dem Wärmeverbraucher andererseits bilden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert Diese zeigt in
F i g. 1 die Streckwalze schematisch im Längsschnitt und
F i g. 2 im Querschnitt sowie
F i g. 2 im Querschnitt sowie
Fig.3 querschnittlich vergrößert ein Teil der Streckwalze.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, weist die dargestellte induktiv beheizte Streckwalze eine hohle Walze 13 aus
magnetischem Material auf, die über Lager 15 auf einer Welle 14 drehbar ist. Innerhalb der Walze 13 ist auf der
Welle i4 ein nicht drehbarer Kern 23 angeordnet, der
mit einer Induktionswicklung 22 versehen ist
An der Innenumfangsfläche der Walze 13 ist hermetisch abdichtend eine elektrisch leitfähige, dicke
Schicht 25, beispielsweise aus Aluminium, Wismuth oder Kupfer, befestigt, die eine höhere Leitfähigkeit als
diejenige der Walze 13 aufweist und mit dieser einen einheitlichen Körper bildet. Diese Schicht 25 liegt mit
ihrer Innenfläche hermetisch abdichtend einer aus unmagnetischem Material, beispielsweise aus rostfreiem
Stahl bestehenden Hülse 27 an, die drehfest mit der Walze 13 verbunden ist.
Die elektrisch leitfähige, dicke Schicht 25 weist in der insbesondere aus F i g. 2 ersichtlichen Weise eine
Vielzahl von axial zur Walze 13 verlaufenden, voneinander getrennten Durchgangsbohrungen 26 auf,
die mit einem Wärmeübertragungsmittel 28, 29, beispielsweise Wasser oder öl, gefüllt sind. Hierbei ist,
wie aus F i g. 3 ersichtlich, das Wärmeübertragungsmittel in den Durchgangsbohrungen 26 aufgrund der
Zentrifugalkraft, die von der sich mit hoher Geschwindigkeit drehenden Streckwalze ausgeübt wird, in zwei
Phasen unterteilt, nämlich in die Flüssigphase 28 und in die Dampfphase 29.
Die beschriebene Streckwalze funktioniert folgendermaßen: Wenn der auf dem nicht drehbaren Kern 23
angeordneten Induktionswicklung ein Wechselpotential angelegt wird, wird durch die elektrisch leitfähige, dicke
Schicht 25 und die Wandfläche der Walze 13 hindurch ein Wechselfluß induziert. Dadurch kommt die Schicht
25 in einen hocherhitzten Zustand, wodurch auch das in den Durchgangsbohrungen 26 enthaltene Wärmeübertragungsmittel
erhitzt wird, das mit seiner Flüssigphase 28 und seiner, gesättigten Dampf enthaltenden Dampfphase
29 den Innenraum der Durchgangsbohrungen 26 ausfüllt. Wenn dann der Wärmeverbraucher der
Außenumfangsfläche der sich drehenden Walze 13 eine bestimmte Wärmemenge entzieht, ergibt sich zum
sofortigen Ausgleich dieser Wärmemenge eine in radialer Richtung der Walze 13 erfolgende Wärmeübertragung
vom Wärmeübertragungsmittel 28, 29 über die elektrisch leitfähige, dicke Schicht 25 durch die
Wandfläche der Walze 13 hindurch zu deren Außenum-
fangsfläche. Hierbei wird aufgrund der Verdampfung dem die höhere Temperatur aufweisenden Walzenteil
Wärme entzogen, während aufgrund der Kondensation dem die niedrigere Temperatur aufweisenden Walzenteil
Wärme zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Induktiv beheizte Streckwalze mit einer auf einer Welle drehbaren, hohlen Walze aus magnetischem Material, einer innerhalb der Walze auf der Welle angeordneten, nichtdrehbaren Induktionswicklung und einer zwischen der Induktionswicklung sowie der inneren Walzenumfangsfläche hermetisch abdichtend vorgesehenen, drehfest mit der Walze verbundenen Hülse, zwischen der und der inneren Walzenumfangsfläche ein ein Wärmeübertragungsmittel enthaltender Zwischenraum gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der das Wärmeübertragungsmittel (28,29) enthaltende'Zwischenraum die Form von axial verlaufenden, voneinander getrennten Durchgangsbohrungen (26) aufweist und innerhalb einer an der inneren Wplzenumfangsfläche befestigten, elektrisch leitfähigen, dicken Schicht (25) von höherer Leitfähigkeit als derjenigen der Walze (13) gebildet ist, wobei die Schicht (25) mit ihrer Innenfläche an der Hülse (27) anliegt
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