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DE2261247A1 - Kuenstliche niere - Google Patents

Kuenstliche niere

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Publication number
DE2261247A1
DE2261247A1 DE2261247A DE2261247A DE2261247A1 DE 2261247 A1 DE2261247 A1 DE 2261247A1 DE 2261247 A DE2261247 A DE 2261247A DE 2261247 A DE2261247 A DE 2261247A DE 2261247 A1 DE2261247 A1 DE 2261247A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dialysis fluid
sodium hypochlorite
hemodialyzer
dialysis
introducing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2261247A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Bizot
Andre Sausse
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhone Poulenc SA
Original Assignee
Rhone Poulenc SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone Poulenc SA filed Critical Rhone Poulenc SA
Publication of DE2261247A1 publication Critical patent/DE2261247A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/14Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis
    • A61M1/16Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes
    • A61M1/1694Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes with recirculating dialysing liquid
    • A61M1/1696Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes with recirculating dialysing liquid with dialysate regeneration
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
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Description

Künstliche Niere
Die vorliegende Erfindung betrifft eine künstliche Niere und · insbesondere einen Hämodialysator mit der Dialyseflüssigkeit im geschlossenen Kreislauf.
- i
Die Verfahren zur Reinigung von Blut von Kranken, deren "N'ierenfunktionen gestört sind, beruhen im allgemeinen auf der Dialyse des Bluts. Diese erfordert für jjede Behandlung eine Dauer von 8 bis 10 Stunden, den Einsatz beträchtlicher Mengen an Dialyseflüssigkeit (etwa 3500 bis 400 Liter) und den Einsatz einer komplizierten und kostspieligen Regulierungs- und Steuervorrichtung.,
Man hat versucht, die Menge der Dialyseflüssigkeit herabzusetzen und die Vorrichtung zu vereinfachen und hierfür die Dialyseflüssigkeit im Verlaufe der Behandlung zu regenerieren.
Aktivkohle entfernt einen grossen Teil der Ausscheidungsprodukte,doch ermöglicht sie nicht, Harnstoff in ausreichenden Mengen zu binden. Trotz ausserordentlich zahlreicner Versuche konnte bisher 'kein für Harnstoff selektives Absorptionsmittel bei der Hämodialyse
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■infolge der engen Bedingungen bezüglich des besonderen pH-Werts und der besonderen Konzentration der Dialyseflüssigkeit verwendet werden. Man hat vorgeschlagen, ein selektives Enzym, die Urease, zu verwenden, die Harnstoff in Ammoniumcarbonat umwandelt, und das Ammoniumion beispielsweise an Ionenaustauscherharze oder an Zirkonylphosphat zu binden. Diese Methode weist jedoch den Nachteil auf, dass Ammoniumionen und Ammoniak gebildet werden, die toxisch sind und in keinem Falle den Ammoniaemiegehalt über 0,6 mg je Liter bringen dürfen. Diese Bedingung ist schwierig zu erfüllen und erfordert, Bindemittel für Ammoniumionen in Mengen in starkem überschuss zu verwenden·
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hämodialysetor zur Regenerierung einer Dialyseflüssigkeit auf chemischem Wege, bei dem nur ein geringeres Volumen an Dialyseflüssigkeit zum Einsatz gelangt und der hohe Wirksamkeit und.einfache und sichere Handhabung besitzt. .; ..
Die vorliegende Erfindung betrifft demnach einen HMmpdialysator mit geschlossenem Kreislauf, d.h. bei dem die aus dem Dialysator kommende Dialyseflüssigkeit einer Regenerierung unterworfen und dann dem Hämodialysator wieder zugeführt wird.
Gemäß der Erfindung ist der Hämodialysator dadurch gekennzeichnet, daß die Regenerationsvorrichtung Einrichtungen zur Einführung von Natriumhypochlorit in den Kreislauf der Dialyseflüssigkeit aufweist.
Das Natriumhypochlorit wird in wässriger Lösung eingeführt, wobei diese Lösung außerdem im allgemeinen Natriumchlorid enthält.
Es wurde gefunden, daß Natriumhypochlorit Harnstoff mit einer zufriedenstellenden Geschwindigkeit unter den mit einer Hämodialyse vereinbarenden Bedingungen, insbesondere was den pH-Wert, die Konzentration und die Temperatur anbetrifft, zerstört.
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"So wurde beispielsweise bei einer Dialyseflüssigkeit von einer Temperatur von 37°C mit einem pH-Wert von 7,4 und einem Harn" stoffgehalt in der Lösung von 0,2 g/l beobachtet,dass für ein Anfangsmolverhältnis von Natriumhypochlorit zu Harnstoff von 3 (stöchimetrischer Mengenanteil) die die Zeit für die halbe Reaktion etwa 7 Minuten beträgt.
Es wurde ferner gefunden,, dass das Natriumhypochlorit durch Oxydation nicht nur den Harnstoff sondern auch andere durch die Dialyse flüssigkeit mitgeführte Ausscheidungsprodüktejinsbesondere stickstoffhaltige Ausscheidungsprodukte,wie beispielsweise Kreatinin und, Harnsäure, zerstört. Die Reaktionsgeschwindigkeiten sind unter-* schiedlich, jedoch im allgemeinen zufriedenstellend.
So hat man beispielsweise unter Bedingungen, die mit den oben genannten identisch sind, beobachtet,dass für ein (willkürlich gewähltes) Molverhältnis von Natriumhypochlorit! zu Kreatinin von 12 die zur Oxydation der Hälfte des Kreatinins einer Lösung mit · 0,004 g/l erforderliche Zeitspanne 2 Minuten beträgt.
Für ein Verhältnis von Natriumhyp'ochlorit zu zu Beginn in Lösung in einer Menge von 0,04 g/l befindlicher Harnsäure von J5 wird ferner die Oxydation der Hälfte der Harnsäure in weniger als einer Minute erhalten,
Das Vorhandensein von Natriurnhypochlorit, das bekanntlich ein starkes Oxydationsmittel ist, neben Blut, einer komplizierten und heiklen Flüssigkeit, kann überraschend erscheinen. Man ' könnte erwarten, dass das Vorhandensein von Natriurnhypochlorit in einer Diaiyseflüssigkeit, die durch eine einfache semipermeable Membran in Kontakt- mit Blut steht, schwere Nachteile aufweisen würde.
Es wurde nun einerseits gefunden, dass die Oxydationsgeschv/indigkeiten der durch die Dialyseflüssigkeit mitgeführten stickstoff-
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haltigen Ausscheidungsprodukte durch Natriumhypochlorit viel grosser als diejenigen der anderen in dem Plasma und infolgedessen in der Dialyseflüssigkeit vorhandenen reduzierenden Substanzen sind. Dies ist beispielsweise für Glucose der Fall, Die anderen reduzierenden Substanzen werden daher durch das Vorhandensein von Natriumhypochlorit nicht merklich beeinflusst,
Ausserdem kann man auf verschiedene Weise eine eventuelle Hämolyse, die ein überschuss an Hypochlorit hervorrufen könnte, das durch die Membran des Hämodialysators zu dem Blut dialysieren würde, vermeiden.
Ein erstes Mittel besteht darin, in die Kreisschleife der Dialyseflüssigkeit am Ausgang des Hämodialysators die zur Zerstörung der oxydierbaren Ausscheidungsprodukte erforderlichen und ausreichenden Natriumhypochloritmengen einzubringen, d.h. solche Mengen, dass die Konzentration an Natriumhypochlorit am Eingang des Hämodialysators nach Reaktion mit den oxydierbaren Ausscheidungsprodukten praktisch Null ist.
Ein anderes Mittel besteht darin;,' den überschuss an restlichem Hypochlorit durch Einführung einer isotonischen Lösung eines biologisch verträglichen Reduktionsmittels, wie Ascorbinsäure, in die Dialyseflüssigkeit vor Einführung in den Hämodialysator zu reduzieren. Ascorbinsäure ist normalerweise in dem Blut vorhanden, und ein eventuell vorhandener leichter überschuss bringt keine Nachteile.
Natürlich können diese Mittel in Kombination verwenaet werden.
Die Verwendung von Natriumhypochlorit weist erhebliche Vorteile gegenüber den anderen Regenerierungsvorrichtungen für die Dialyseflüssigkeit, insbesondere gegenüber anderen Produkten, die Harnstoff zersetzen können, auf, da Natriur.hypochlorit lösliche oder flüchtige Reaktionsprodukte und in jedem Falle mit Blut verträgliche Reaktionsprodukte liefert. Es liefert kein toxisches
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SAD
.Produkt, insbesondere keine Ammoniumionen,
Das Reduktionsprodukt von Natriumhypochlorit ist Natriumchloridj das normalerweise in dem Plasma und infolgedessen in der Dialyseflüssigkeit vorhanden ist.
Es ist bevorzugt, die Natriumhypochloritlösung in einer solchen Konzentration einzubringen, dass der osmotische Druck der Dialyseflüssigkeit nicht merklich verändert wird. So ist die Zusammensetzung der eingeführten Natriumhypochloritlösurig vorteilhafterweise derart, dass nach der Reduktion des Hypochlorits die Konzentration der Dialyseflüssigkeit an Chloridionen und an Natriumionen unverändert bleibt. Diese Konzentration, die im allgemeinen zwischen 0,54 und 0,55 % an Chloridionen und zwischen 0,35 und 0,^6 % an Natriumionen beträgt, kann aus einer Lösung mit einem Gehalt von 5,74 g Natriumhypochlorit je 1 und 4,51 g Natriumchlorid je 1 erhalten werden.
Als Nebenprodukte der Oxydation von Harnstoff.durch Natriumhypochlorit erhält man Wasser, Stickstoff und Kohleridioxydgas, die ,keine schädliche Wirkung auf den, ,Patienten ausüben.
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Der gebildete Stickstoff wird freigesetzt, da bei der menschlichen Körpertemperatur dessen Partialdrück im Plasma sich bereits im Gleichgewicht rait dem atmosphärischen Druck befindet.
Das gebildete Kohlendioxydgas kann in einer Vorrichtung freigesetzt werden oder durch die Lungen entfernt werden,.- . ·.
Das vorhandene Natriumhypochlorit weist noch andere Vorteile auf. So kann man es nach der Behandlung zur Sterilisation des Kreises der Dialyseflüssigkeit und selbst durch Dialyse durch die Membranen hindurch des Blutkreises verwenden. Seine antibakteriellen Eigenschaften und seine Eigenschaften gegen Viren stehen fest. Ausserdem kann es in situ die Aktivkohle, die in dem Kreis der Dialyseflüssigkeit vorgesehen ist, während und/oder
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nach der Dialyse regenerieren.
Außerdem weist die erfindungsgemäße Vorrichtung noch einen anderen besonders wichtigen Vorteil auf, nämlich, dal die Messung der im Verlaufe der Hämodialysebehandlung ultrafilirierten Flüssigkeit nicht verhindert wird. Das Volumen des Ultrafiltrats ist nämlich der Differenz zwischen dem durch überlauf aus dem Kreis der Dialyseflüssigkeit abgezogenen Flüssigkeitsvolumen und dem Volumen der in den gleichen Kreis eingeführten Hypochloritlösung gleich, Volumina, die leicht im Verlaufe der Hämodialyse gemessen werden können.
Es ist daher ersichtlich, dass die Verwendung von Natriumhypochlorit die üblichen Hämodialysebehandlungen beträchtlich vereinfacht und verbessert, . .
Natürlich kann man auch seine Wirkung mit der .^.nderer Reinigungsmittel, wie beispielsweise Aktivkohle oder Ionenaustauscherharzen, kombinieren.
- i
Im folgenden wird als Beispiel eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung beschrieben. Die verwendete Vorrichtung ist schematisch in der Zeichnung gezeigt.
Ein Hämodialysator 1 weist eine Dialysemembran 2 auf* die die Kammer 3# die zur Zirkulation des zu reinigenden Blutes bestimmt ist, von der Kammer 4, die für die Dialyseflüssigkeit bestimmt ist, trennt.
Diese zirkuliert in einer Kreisschleife 5 unter dir Einwirkung einer Zirkulationspumpe 6, die im allgemeinen gegen, den Ausgang A des Hämodialysators hin angeordnet ist. Vorzugsweise ergibt die Pumpe eine im wesentlichen konstante Fördermenge; Eine Vorrichtung zur Erzeugung eines regulierbaren Fließwiderstahdies:» beispielsweise ein Drosselventil 15» ermöglicht, im inneren des Hämodiä-
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• . ■ . ~ 7 - '■ ■ -22ΕΠ247 '
lysators die Kammer 4 unter einem Unterdruck bei den gewünschten Werten zu halten, .
Wärmeaustauscheinrichtungen 12 ermöglichen-, die Dialyseflüssigkeit auf die gewünschte Temperatur, im allgemeinen zwischen und 380C, zu bringen und bei dieser zu halten.
Die nach der Dialyse des Bluts erhaltene mit Ausscheidungsprodukten beladene Dialyseflüssigkeit wird in eine Zelle 7 geführt,die Aktivekohle enthält.Die Kohle bindet einen Teil der stickstoffhaltigen Ausscheidungsprodukte,und die teilweise gereinigte Dialyseflüssigkeit wird zu dem Eingang B des Hämodialysators zurückgeführt·. '■--...
In-diesem Kreis bekannter Art werden erfindungsgemäss Einrichtungen zur fortschreitenden Einführung einer mit Plasma isotonischen Natriumhypochloritlösung in die Dialyseflüssigkeit in intermittierender oder vorzugsweise kontinuierlicher V/eise vor<gesehen. Diese Einrichtungen können beispielsweise aus einem Behälter 8 und einem Schieber 9 bestehen. Man sieht auch ein rohrförmiges Oxydationsreaktionsgefass 11 vor, dessen Kapazität einer ausreichenden Verweiüizeit entspricht, um die Zerstörung des Harnstoffs durch das Natriumhypochlorit zu ermöglichen. Eine Kapazität zwischen 1 und 10 Liter eignet sich im allgemeinen gut· ,
An das Reaktionsgefäss 11 ist eine Einrichtung 18 zum Abziehen von Gas und überschüssiger Flüssigkeit angeschlossen·. Diese Einrichtung kann beispielsweise'ein Rohr·13 aufweisen, das' / '"' mit der oberen. Wandung des Rcakt.ionsgefässes verbunden ist und einen Behälter 14 speist. Der Behälter δ und der Behälter 14 können vorteilhafterweise graduiert sein, um durch Differenzmessung die erhaltenen Ultrafiltratmengen zu messen.
Schliesslich ist in der Rückkehrleitung der Dialyseflüssigkeit des Hämodialysators eine Kontrollzelle 10 zur Messung des Gehalts des in der Dialyseflüssigkeit freigebliebenen Natriumhypochlorits
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•angeordnet. Diese Zelle kann eine potentiometrische Zelle sein und eine Anzeigeelektrode aus Platin und eine Bezugselektrode aus Silber-Silberchlorid-Natriumchlorid, isotonisch mit der Dia-
lyseflüssigkeit, enthalten. Die Zelle 10 kann vorteilhafterweise das öffnen des Schiebers 9 durchführen und regeln ,um in der Dialyseflüssigkeit einen Hypochloritrestgehalt aufrechtzuerhalten, der dem vorschriftsmässigen Wert, beispielsweise praktisch Null, gleich ist.
Man verwendet ausserdem eine Einrichtung zur Dosierung und Einführung einer Lösung eines biologisch verträglichen Reduktionsmittels, wie beispielsweise Ascorbinsäure. Diese Einrichtung weist beispielsweise einen Vorratsbehälter 16 und eine Pumpe 17 auf. Man stellt im allgemeinen die Drehzahl der Pumpe 17 derart ein, dass ein schwacher Überschuss an Ascorbinsäure eingeführt wird.
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Ein Häniodialysear'oeitsgang erfolgt in der folgenden Weise. Nachdem alle Leitungen sterilisiert wurden, beispielsweise mittels Natriumhypochlorit, und die Aktivkohle nach der vorhergehenden Behandlung mit Natriumhypochloriit. oder einem anderen Mittel regeneriert wurde, füllt man die Kreisschleife 5 niit Dialyseflüssigkeit üblicher Zusammensetzung, schaltet die Pumpe 6 ein und reguliert den Unterdruck in dem Hämodialysator durch das Ventil 15· Parallel wird der Blutkreis mit Hilfe von physiologischem Serum in Gang gesetzt, mit dem arteriellen Kreis verbunden, gereinigt und rr.it dem venösen Kreis des Patienten verbunden, wie es üblich . ist.· ■ . . ., ■ "■ ■ ·. ··. -.. ·· · ■-. -V1.-- · - " · . ■·■
Man beginnt mit der Einführung der Hypochloritlösung in die Dialyseflüssigkeit. Die Zelle 10 betätigt den Schieber 9, um in der Dialyseflüssigkeit nach Reaktion einen Natriumhypochloritrestgehalt von praktisch Null aufrechtzuerhalten.. Zur Neutralisation des Rests an Natriumhypochlorit führt man einen geringen überschuss einer isotonischen Ascorbinsäurelösung ein.
309827/0751 bad ORIGINAL
Die Dialyseflüssigkeit wird so dauernd während der gesamten,
Behandlungszeit regeneriert. Etwa 20 1 einer Lösung mit einem Gehalt von 5,74 g/l an Natriumhypochlorit und 4,51 g/l an Natriumchlorid reichen aus, um etwa J50 g Harnstoff zu zerstören. Dieses Ergebnis kann in 4 Stunden erreicht werden,
Die beschriebene Vorrichtung kann nach dem Fachwissen'variiert werden, ohne aus dem Bereich der Erfindung zu gelangen*
3098277075!

Claims (6)

Patentansprüche
1. Hämodialysator mit geschlossenem Kreislauf für eine Dialyseflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Begenerieren der Dialyseflüssigkeit eine Einrichtung zum Einleiten einer Natriumhypochloritlösung enthält.
2. Hämodialysator nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Messzelle zur Bestimmung der in der regenerierten Dialyseflüssigkeit vorliegenden Restkonzentration an Natriumhypochlorit.
3. Hämodialysator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Einleiten der Hypochloritlösung der Messzelle zugeordnet ist.
4. Hämodialysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der, zur Rückführung der Dialyseflüssigkeit dienende Teil des Kreislaufs eine Einrichtung zum Abführen von Gas und Flüssigkeit enthält.
5. Hämodialysator nach Anspruch 1', dadurch gekennzeichnet, daß im geschlossenen Kreislauf der Dialyseflüssigkeit die folgenden Teile vorhanden sind:
a) eine Zirkulationspumpe für die Dialyseflüssigkeit,
b) Einrichtungen zur Einführung von Natriumhypochlörit in den Kreis der Dialyseflüssigkeit,
c) ein Reaktionsgefäss, das eine Einrichtung zum Abziehen von Gas und Flüssigkeit aufweist,
d) eine Zelle zum Messen der Restkonzentratibn an Natriumhypochlorit und
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e) eine Einrichtung zur Erzeugung eines einstellbaren Strömungswiders tands. * ·
6. Hämodialysator nach, einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch, gekennzeichnet, daß er im Kreislauf der Dialyseflüssigkeit am Eingang des Hämodialysators eine Vorrichtung zur Dosierung und Einführung einer Lösung eines biologisch verträglichen Reduktionsmittel s aufweist.
7· Hämodialysator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß er im Kreislauf der Dialyseflüssigkeit außerdem zumindest eine Aktivkohle enthaltende Patrone aufweist*
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Leeseite
DE2261247A 1971-12-14 1972-12-14 Kuenstliche niere Pending DE2261247A1 (de)

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