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DE2260774A1 - Mukolytische zubereitung zum konservieren von cytologischen praeparaten und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Mukolytische zubereitung zum konservieren von cytologischen praeparaten und verfahren zu ihrer herstellung

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Publication number
DE2260774A1
DE2260774A1 DE2260774A DE2260774A DE2260774A1 DE 2260774 A1 DE2260774 A1 DE 2260774A1 DE 2260774 A DE2260774 A DE 2260774A DE 2260774 A DE2260774 A DE 2260774A DE 2260774 A1 DE2260774 A1 DE 2260774A1
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DE
Germany
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preparation
solution
water
cells
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Pending
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DE2260774A
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English (en)
Inventor
Irwin S Lerner
Joann R Walla
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Lerner Irwin S Greenwich Conn (vsta)
Original Assignee
Lerner Irwin S Greenwich Conn (vsta)
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/28Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
    • G01N1/30Staining; Impregnating ; Fixation; Dehydration; Multistep processes for preparing samples of tissue, cell or nucleic acid material and the like for analysis

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  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

ρ,.,.._...„.■·,,„_ ' 12. Dezember 1972
D:n!-:■ ·. Λ. .-ünsckee ρ
Mund:in :.S. -..-czhu · ■·. ■■'; -!3
Irwin S. Lerner
341 Shore Hoad, Greenwich, Connecticut 06830, USA
Mulvolytische Zubereitung zum Konservieren von. cytologäschen Präparaten und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft eine mukolytische Zubereitung zum Konservieren von cytologischen Präparaten;, sie betrifft insbesondere die Konservierung von cytologischen Präparaten und die Verflüssigung des in solchen Präparaten enthaltenen Mukus (Schleims) sowie Zubereitungen zur Durchführung dieser Verfahren und Verfahren zu ihrer Herstellung.
Es sind bereits zahlreiche cytologische Fixiermittel bekannt, in denen von den konservierenden Eigenschaften von Formaldehyd und/oder Thymol Gebrauch gemacht wird (vgl. z.B. die US-Patentschrift 2 554 944). Darüber hinaus sind auch viele Pufferlösungen bekannt. In dem Buch "Clinical Laboratory Methods and Diagnosis"' von E.B.H. Gradwohl, 5. Auflage, The CV. Mosby Co., 1956, Seite 2 063, ist eine auf· einen pH-Y/ert von 6,0 abgepufforte Salzlösung (KaCl-Lösung)beschrieben, die eine sehr geringe Menge an Formaldehyd enthält. Diese
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Lösung wird in einem Objektträgertest zur Bestimmung von Venenerkrankungen verwendet, sie hat jedoch aufgrund ihrer Zusammensetzung, wenn überhaupt, dann nur eine sehr geringe konservierende Wirkung auf Zellen. Der Formaldehyd in dieser Zusammensetzung wird lediglich dazu verwendet, die Lösung haltbar au machen.
Es sind bereits viele Versuche unternommen worden, um das Problem der Konservierung von Zellen und der Eliminierung des durch den Mukus verursachten Hintergrundes zu lösen. So wurden beispielsweise Verdauungsenzyme, wie z.B., Trypsin, verwendet (vgl, Pharr et al in "Atea Cytological", 6, 447-454, September-Oktober 1962). Die Schwierigkeit, die auftritt, wenn man zur Eliminierung des Mukus eine Verdauungsmethoö.e anwendet, besteht darin, daß das Enzym frisch hergestellt sein muß und daß die Zeit, während der das Präparat von dem Enzym angegriffen wird, kontrolliert werden muß, um die enzymatische Wirkung so weit wie möglich auf den Mulms zu beschränken, ohne daß die gewünschten Zellen zerstört v/erden. Dies führt natürlich zu einem Kompromiß, da die Zellen unweigerlich gleichzeitig v/ie der Mukus angegriffen werden. Der Mukus (Schleim) wird schneller verdaut (zersetzt) als die Zellen und er verschwindet, während die Zellen weniger stark angegriffen werden.
Andere Versuche bestanden darin, daß man Konservierungsmittel, wie z.B. Alkohol oder Formaldehyd, für das Präparat verwendete. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß die Zellen zwar ausreichend geschützt (konserviert) werden, daß jedoch der Mukus gehärtet wird, so daß die Zellen nicht leicht aus dem Präparat extrahiert werden können. Auf diese Weise kann der Mukus nicht nach bekannten Verfahren, beispielsweise durch enzymatisch© Reaktion, eliminiert werden, da diese mit dem gehärteten Protein des Mukus nicht funktionieren. In den nachfolgend angegebenen Literaturstellen sind andere Versuche zur
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Lösung der auf diesem Gebiet auftretenden. Probleme beschrieben· Bei keinem dieser Versuche trat eine gleichzeitige rnukolyti- " eche und konservierende Wirkung auf. Bei diesen Literatur-steilen handelt es sich um folgende:
Chang et al, "Liqüefication and Membrane Filtration of Sputum for the Diagnosis of Cancer" in "The American Journal of Clinical Pathology", Band 37, Hr. 6, Seiten 584-592 (Juni 1962)j Collins et al, "Preserving Sputum for Examination in the Cytology Laboratory" in "The American Journal of Clinical Pathology", Band 36, Hr. 1, Seiten 92-93 (Juli 1961); Farber, "Clinical Appraisal of Pulmonary Cytology" in "The Journal of the American MedicalAssoc.", Band 175, Nr. 5, Seiten 345-348 (Februar 1961);
Hinson et al, "The Diagnosis of Lung Cancer by Examination of Sputum" in "Thorax", 18, Seiten35O-353 (Dezember 1963)j Lielop et al, "Sputum Collection for Cytologie Study" in "Modern Midicine" (18. September 1961); Home et al, "Sputum Specimens Versus Bronchial Aspirates in Diagnosis of Bronchogenic Cancer" in "Journal of American Medical Assoc", Band 104, Hr. 2, Seiten Λ67-169 (Mai 1957); Takahashi et al, "A Hew Cell Concentration Method for Cancer Cytology of Sputum" in "Cancer", Band 16, Seiten 199-204 (Februar 1963), und '
Tassoni, "Sputum Cytology Can Brighten Lung Cancer Prognosis" in "Journal of American Medical Assoc." (18. Mai 1963).
Man ist daher seit langem auf der Suche nach einem Verfahren zum Sammeln von cytologisehen Präparaten, zum Konservieren dieser Präparate und gleichzeitigen Eliminieren des Problems des Mulcus in dem fertigen Präparat, bei dem gleichzeitig die Anstrengungen für den Operator minimal gehalten werden.
Formaldehyd ist früher bereits als Konservierungsmittel oder Fixiermittel für die Verwendung in der Cytologie oder bei der Haltbarmachung bzw. Konservierung von Gewebe vorgeschlagen worden. Damit der Formaldehyd wirksam ist, muß er aber in einer ·
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sehr großen Menge verwendet werden. Die in den bekannten Verfahren angewendete hohe IPormaldehydkonzentration führt jedoch dazu, daß die Zellen und/oder das Gewebe härten. Der Formaldehyd härtet auch den Mukus, so daß es unmöglich wird, für die Untersuchung ohne die sichtbare Hintergrundstörung, die durch den Mukus verursacht wird, die Zellen von dem Mukus zu trennen. Ein ähnlicher Effekt tritt auf, wenn ein cytologisches Präparat in Alkohol gesammelt wird. Das heißt, das Präparat wird konserviert, jedoch wird der Mukus gehärtet wie mit Formaldehyd, so daß die Zellen für die Untersuchung nicht leicht zugänglich sind.
Ziel der Erfindung war es daher, eine Zubereitung und ein Verfahren zur Konservierung von cytologischen Präparaten und zur Verflüssigung des in diesen Präparaten enthaltenen Mukus anzugeben, bei dem die vorstehend geschilderten Nachteile nicht auftreten.
Es wurde nun gefunden, daß dieses Ziel dadurch erreicht werden kann, daß man ein frisches cytologisches Präparat, das Mukus enthält, mit einer isotonischen Lösung· behandelt, die auf einen physiologischen pH-V/ert abgepuffert ist und ein Konservierungsmittel enthält, wodurch die Zellen in dem Präparat konserviert werden und der Mukus verflüssigt und leicht von den Zellen abtrennbar gemacht wird.
Gegenstand der Erfindung ist gemäß ihrem breitesten Aspekt eine mukolytische Zubereitung zum Konservieren von cytologischen Präparaten, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie besteht aus einer auf einen physiologischen pH-Y/ert abge- > pufferten isotonischen Lösung, die mindestens ein Zellkonservierungsmittel in einer zum Konservieren eines cytologischen Präparats ausreichenden Menge enthalte
Die erfindungsgemäße Zubereitung ist insbesondere anwendbar auf dem Gebiet der Cytologie. Sie hat eine zweifache Funktion.
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Eine Funktion besteht darin, die Zellen in einem cytologischen Präparat zu konservieren bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Morphologie, Größe und Färbungseigenschaften der Zellen, während die zweite Funktion darin besteht, den in dem Präparat vorhandenen Mulms aufzulösen 'oder zu verflüssigen. Es ist wichtig, daß der Mukus aus dem Präparat entfernt wird, weil der in den meisten Präparaten vorhandene Mukus die mikroskopische Untersuchung der Zellen, in der Probe stört und weil seine Anwesenheit die Cytodiagnose sehr schwierig macht.
In der erfindungsgemaßen Zubereitung kann Formaldehyd als eines der Konservierungsmittel in der Lösung verwendet werden, wobei durch die Anwendung der erfindungsgemaßen Kombination der Mukus verflüssigt wird und die Zellen durch Filtrieren oder Zentrifugieren leicht abgetrennt werden könneno
Unter dem hier verwendeten Ausdruck "physiologischer pH-Wert" ist jeder pH-Wert zu verstehen, der dem normalen pH-Wert der lebenden Zellen entspricht. So kann der pH-Wert der erfindungsgemäßen Zubereitung je nach dem Typ der Zellen, die behandelt werden sollen, variieren. Der pH-Wert der meisten lebenden Zellen liegt beispielsweise bei etwa 7» in. einigen Fällen kann er jedoch zwischen et v/a 5 und etv/a 9 liegen. Wesentlich ist, daß der pH-Wert der Zubereitung im wesentlichen der gleiche ist wie der pH-Wert der jeweils behandelten Zellen.,
Der isotonische Charakter der Lösung wird dadurch erzielt, daß man irgendein Salz verwendet, wie es üblicherweise für diesen Zweck verwendet wird0 Beispiele für solche Salze sind Lithium-, Natrium- oder Kaliumchlorid, vorzugsweise wird jedoch aus den weiter unten angegebenen Gründen Lithiumchlorid verwendete
Die Lösung kann mit jeder Kombination von Puffern, wie sie üblicherweise zur Erzielung eines pH-Wertes innerhalb des angegebenen Bereiches verwendet werden, abgepuffert werden* Vorzugsweise wird jedoch eine Kombination von dibasischem Natrium-
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™" Ό ·"*
phosphat (Na2HPO.) und monobasischem' Kaliumphosphat g^ verwendet. Der pH-Wert der Lösung wird dadurch kontrolliert, daß man die Mengenverhältnisse der Phosphatsalze zueinander variiert«
Das Konservierungsmittel, das in der Lösung enthalten isc, besteht aus den bekanntenZellkonservierungsmitteln Aldehyd und Thymol. Eine 1-%ige Formalinlösung ist selbst ebensowenig vollständig bakteriostatisch wie eine 0,03 %-ige Thymollösung. Die Kombination dieser beiden Konservierungsmittel mit den Puffersalzen und LiGl ergibt jedoch überlegene gerimicide und bakteriostatische Eigenschaften„ Außerdem kann die erfindungsgemäße Zubereitung eine kleinere Menge eines Farbstoffes enthalten, um das unerfreuliche Aussehen vieler cytologischer Präparate, die mit der Zubereitung behandelt werden können, zu maskieren.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung besteht die erfindungsgemäße Zubereitung im wesentlichen aus 1 Teil eines Konzentrats, das im wesentlichen besteht aus 9 Teilen Na^HPO^ „7Ho0., 4,5 Teilen KH2PO^, 180 Teilen LiCl, 9 Teilen Thymol und 300 Teilen Formalin (37 %-ige wäßrige Formaldehydlösung), gelöst in einer Mischung von 1800 Teilen Wasser und 900 Teilen absolutem Äthanol, und 9 Teilen Wasser. Der pH-Wert dieser bevorzugten Zubereitung beträgt 6,7. Natürlich kann auch die bevorzugte Ausführungsform der Zubereitung auch noch geringere Mengen des oben beschriebenen Farbstoff es. enthalten,,
Die Auswahl des pH-Wertes des Konservierungsmittels ist nur dadurch beschränkt, daß sein pH-Wert in der Nähe des pH-Wertes der physiologischen Lösungen und Materialien liegen sollte. Das heißt, es sollte nahezu neutral sein (pH 7), es kann aber auch nach oben oder nach unten variiert werden, so lange der pH-Wert sich von dem pH-Wert des zu konservierenden Materials nicht wesentlich unterscheidet. Wenn der pH-Wert davon ver- · schieden ist, werden die Zellen verzerrt und können je nach
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Grad des pH-Wertunterschiedes sogar -zerstört werden.
Die beiden Phosphatsalze sind die Komponenten, die zur Bestimmung des pH-Wertes ausgewählt werden. Es sind auch viele andere Kombinationen möglich, wie z.B, Hydroxymethyl-aminomethan (Tris) , Natriumbicarbonat, Propanolamin, Kaliumchlorid usw. Andere geeignete Puffer sind.in "Handbook of ^Chemistry and Physics"j Seite D?3, 46. Auflage, 1965, publiziert von der Chemical Rubber Company, angegeben.
Die Menge des verwendeten Lithiumchlorids ergibt sich aus dem Erfordernis, die Endlösung isotonisch zu machen,, Das heißt, es ist erwünscht, osmotische Drucke aufrechtzuerhalten, die gleich denjenigen sind, wie" sie in lebenden Zellen vorkommen. Auch dies kann unter Verwendung von verschiedenen Materialien, wie z.B. Lithiumchlorid, Natriumchlorid oder irgendwelcher anderer Alkali- oder Erdalkalimetallchloride, erzielt werden. Die Menge des jeweils gewählten Salzes variiert jedoch in Abhängigkeit von dem verwendeten spezifischen Salz.
Die Auswahl von Lithiumchlorid gegenüber den anderen Chloriden, wie z.B. Natrium-, Kalium-, Barium-, Calcium- oder Magnesiumchlorid, wurde empirisch getroffen. Es wurde festgestellt, daß Lithiumchlorid die Neigung hat, die Zellwandstruktur zu konservieren (zu bewahren) und die Permeabilität der Zellwand für andere Kationen herabzusetzen. Es ist möglich, daß der Radius des Lithiumions (das außerordentlich klein ist) als Pfropfen in der Molekülstruktur der Zellwand wirkt„
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Zubereitung,, Nach diesem Verfahren werden eine Reihe von Lösungen, wie nachfolgend angegeben, hergestellt, wobei es wichtig ist, daß die LiCl-Losung unmittelbar vo-r der Herstellung der Zubereitung frisch hergestellt wird:
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(a) 9 g Na2IIPO4.7H2O in 500 ecm destilliertem Wasser;
(b) 4,5 g KH2PO4 in 100 ecm destilliertem Wasser j
(c) 300 ml Formalin in 200 ecm destilliertem Wasaeri
(d) 180 g LiCl in 1000 ecm destilliertem Wasser;
(e) 9ε Thymol in 900 ecm absolutem Äthanol.
Die Lösungen (a), (b) und (c) werden miteinander gemischt. Danach wird die von der Lösungswärme noch warme Lösung (d) unter konstantem Rühren der Mischung zugegeben und unter Fortsetzung des Rührens wird die Lösung (e) zugegebene Dann wird unter weiterem ständigem Rühren 1 Teil der obigen Mischung sofort mit 9 Teilen destilliertem Wasser verdünnt. Die verdünnte Lösung stellt die Zubereitung dar, die zum Konservieren des cytologischen Präparats verwendet wird» Wenn es erwünscht ist, der Zubereitung einen Farbstoff einzuverleiben, so kann ein solcher Farbstoff jeder der Lösungen in einer Menge von etwa 1 g zugegeben werden oder er kann zugegeben werden, nachdem alle Lösungen miteinander gemischt worden sind. Es kann jeder der vielen Farbstoffe verwendet werden. Beispiele für geeignete Farbstoffe sind folgende:
FD & C Red Nr. 2 (Amaranth); FD & C Yellow Hr. 5 (Tartrazin); FD & C Red Nr. 3 (Erytarosin); FD & C Yellow Nr. 6 (Sunset yellpw) und Methylenblau.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Zubereitung ist es wichtig, daß die Lösungen (d) und (e) in der angegebenen Reihenfolge zugegeben werden und daß das Rühren von dem Zeitpunkt der Zugabe der LiCl-Lösung bis zur Beendigung der Verdünnung fortgesetzt wird, um sicherzustellen, daß die verschiedenen Komponenten in der Lösung gelöst bleiben*
LiCl ist gegenüber jedem anderen Salz zur Herstellung der isotonischen Lösung bevorzugt, weil festgestellt wurde, daß bei Verwendung von LiCl alle Komponenten in Lösung bleiben, während bei Verwendung von ITaCl einige der Komponenten ausfallen, wenn die Lösungen miteinander gemischt werden. Noch wichtiger ist
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jedoch der charakteristische Effekt des Lithiums auf die Zellwandstruktur, der die Aufrechterhaltung einer langen Eonservierung der Probe unterstützt,ohne zu einer vollständigen Fixierung oder Härtung zu führen.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Konservieren von Zellen in einem c;/tologischen Präparat und zum Verflüssigen des darin enthaltenen Mukus. Nach diesem Verfahren wird der erfindungsgemäßen Zubereitung ein frisches cytologiscb.es Präparat zugesetzt und die dabei erhaltene Mischung wird entweder von Hand oder mechanisch gründlich gemischt, bis der Mukus verflüssigt ist. Danach werden die konservierten Zellen von dem verflüssigten Mukus auf übliche Weise, beispielsweise durch filtrieren, Zentrifugieren oder unter der Einwirkung der Schwerkraft abgetrennt, so daß das Präparat auf einen Mikroskopobjektträger zur Untersuchung aufgebracht und angefärbt iverden kann. Die Menge der Zubereitung, die zur richtigen Konservierung der Zellen und Verflüssigung des Mukus erforderlich ist, kann.von 1/10 <?es Volumens des Präparats bis zu dem 2- oder Mehrfachen des Volumens variieren, je nach Viskosität des Mukus»
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen und Verfahren können unter Erzielung optimaler Ergebnisse auf jedes frische und nichtfixierte cytologische Präparat angewendet werden,- beispielsweise auf Bronchien-Spülungen (washings), -Aspirationen und Auspinselungen; Sinus-, Luftröhren-, Magen- oder Dickdarm-Spülungen oder -Aspirationen; Thoracentesis- und Gystenflüssigkeiten; Urin; Sputum; Vaginal-, Cervical-, Gebärmutterschleimhaut-, Blindsack-j Brust- und Fruchtwasser-Aspirationen oder -Irrigationen; Gerebrospinalflüssigkeiten und Mundschleimhautabstriche.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert , ohne jedoch darauf beschränkt zu sein*
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BAD ORJGINAl.
Beispiel 1
Herstellung einer raukolytischen Zubereitung zum Konservieren , von cytologischen Präparaten :
Es wurden die folgenden Lösungen hergestellt:
(a) 9 S NapHPQ^„7HpO in 500 ecm destilliertem Wasser;
(b) 4,5 g KH2 P04 in 100 ecm destilliertem Wasser;
(c) 300 ml Formalin und 1 g FD & C Red Nr. 2 (Amaranth) in
200 ecm destilliertem Wasser;
(d) frisch hergestellte Lösung von 180 g LiCl in 1000 ecm
destilliertem Wasser und
(e) 9g Thymol in 900 ecm absolutem Äthylalkohol.
Bei UrabegungstGiiiT)eratür wurden die Lösungen (a), (b) und (c) miteinander gemischto Unter Rühren der Mischung wurde die
Lösung (d) zugegeben und das Rühren wurde fortgesetzt, während die Lösung (e) zugegeben wurdeo Unter weiterem ständigen Rühren wurdo 1 Teil der obigen Mischung mit 9 Teilen destilliertem
Wasser verdünnt.
Beispiel 2
Eine 3 ccm-Probe von frischem Sputum wurde zu einem gleichen Volumen der Zubereitung des Beispiels 1 zugegeben und die
Mischung wurde durch etwa 1-minütiges Schütteln gründlich
gemischt, bis sich der gesamte sichtbare Liukus verflüssigt
hatte. Danach wurden die in der Probe (dem Präparat) enthaltenen Zellen auf übliche Weise abgetrennt' und auf einem Objektträger fixierte Nach dem Anfärben der Zellen auf übliche Weise war das Präparat für die riikroskpopische Untersuchung geeignet. ., ,
Die Erfindung wurde zwar vorstellend an Hand bevorzugter Ausführung sfοniien näher erläutert, sie ist jedoch darauf nicht
beschränkt und diese können in vielerlei Hinsicht abgeändert und modifiziert werden, ohne daß dadurch der Eahnan dar vorliegenden Erfindung verlassen wird»
3 0 9 8 2 6/1057 Patentansprüche;
BAD ORfStNAL

Claims (11)

Patentansprüche
1. Mukolytische Zubereitung zum Konservieren von cytologischen Präparaten, dadurch gekennzeichnet, daß sie besteht aus einer auf einen physiologischen pH-Sert abgepufferten isotonischen Lösung, die mindestens ein.Zellkonservierungsmittel in einer zum Konservieren eines cytologischen Präparats ausreichenden Menge enthält.
2. Zubereitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihr pH-Wert zwischen etwa 5 und etwa 9 liegt.
Z>. Zubereitung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der isotpnischen Lösung um eine Lithiumchloridlösung handelt und daß das Zellkonservierungsrnittcl aus Formalin und Thymol besteht.
4-, Zubereitung nach Anspruch 3j dadurch gekennzeichnet, daß die isotonische LithiumChloridlösung mit dibasischem Natriumphosphat und iaonobasischem Kaliumphosphat abgepuffert ist.
5·. Zubereitung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen besteht
(a) aus 1 Teil eines Konzentrats, das im wesentlichen aus 9 Teilen Ua2HPO4.7H3O, 4,
5 Teilen KH2PO4, 180 Teilen LiCl, 9 Teilen Thymol und JOG Teilen Formalin, gelöst in einer Mischung von 1800 Teilen Wasser und 900 "Teilen absolutem Äthanol, besteht,und
(b) aus 9 Teilen Wasser.
6. Zubereitung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem einen Farbstoff enthält.
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BAD
7. Verfahren zur Herstellung der Zubereitung nach Ansprijch 5) dadurch gekennzeichnet, daß iuan, eine Lösung von 9 Teilen
.7HpO in 500 Teilen Wasser ku einer Lösung von 4,5 Teilen p in 100 Teilen. Wasser zugibt, der dabei erhaltenen Mischung eine Lösung von 300 ml !"Ormalin in 200 Teilen Wasser zusetzt, zu der erhaltenen Mischung unter ständigem Bühren eine frisch hergestellte Lösung von 180 Teilen LiCl in 1000 Teilen V/asser und eine Lösung von 9 Teilen Thymol in 900 Teilen Äthanol zugibt unter Bildung eines Konzentrats und unter ständigem Kühren das Konzentrat mit 9 Teilen Wasser verdünnt,
8., Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß ■· man irgendeiner der Lösungen oder der fertigen Zubereitung etwa 1 Teil eines Farbstoffs zusetzt.
9. Vorfahren zum Konservieren eines cytologischen Präparats und zum Vorflüssigen des darin enthaltenen Mukus, um das Präparat für die mikroskopische Untersuchung geeignet zu machen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein frisches oytologisches Präparat zu et v/a 1/10 bis zum etwa doppelten Volumen der Zubereitung nach mindestens,einem der Ansprüche 1 bis 6 zusetzt, die dabei erhaltene Mischung mischt, bis der in dem Präparat enthaltene Mukus verflüssigt ist, und die Zellen von der Mischung abtrennte
10. Verfahren nach Anspruch 95 dadurch gekennzeichnet, daß man die Zellen durch Filtrieren, Zentrifugieren oder unter der Einwirkung der Schwerkraft von der Mischung abtrennt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 und/oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß man zur mikroskopischen Untersuchung die abgetrennten Zellen anfärbt und auf einem Objektträger fixiert.
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