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'Röntgenaufnahmegeråt zur Anfertigung von Serienaufnahmen" Die Erfindung
bezieht sich auf ein Röntgenaufnahmegerät zur Anfertigung von Serienaufnahmen, insbesondere
für die Materialuntersuchung, wobei die Filmblätter zwischen zwei als Verstärkerfolien
wirksamen ransportbändern aus einem Vorratsmagazin in die Aufnahmestellung transportierbar
sind.
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Röntgenaufnahmegeräte dieser Art sind bekannt, allerdings nur für
diagnostische Zwecke (D-AS 1 140 064). Dabei werden die noch unbelichteten Filmblätter
zu: Beginn einer Aufnahme zusammen mit den Transportbändern auf eine Trommel im
Vorratsmagazin gewickelt, von der sie bei einer Aufnahme nacheinander abgewickelt
und in den Strahlengang geführt werden, wonach die zwei Transportbänder auf verschiedene
Trommeln aufgewickelt werden, während die Filsblatter zwischen den Transportbändern
hindurch in ein Auftewahrunge
magazin ausgestoßen werden. Die beiden
Transportbänder müssen dabei länger als die Summe der Längen der einzelnen Filmblätter
sein.
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Ein solches Röntgenaufnahmegerät ist für die Zwecke der Materialuntersuchung
ungeeignet. Bei der sogenannten Materialuntersuchung, bei der z.B. die Schweißnähte
von Rohren durchstrahlt werden, wird mit wesentlich härterer Röntgenstrahlung gearbeitet
als in der medizinischen Röntgendiagnostik. Infolgedessen wird ein anderes, für
diese härtere Strahlung geeignetes Filmmaterial verwendet, das eine dickere und
gegen mechanische Beschädigung empfindlichere Schicht aufweist.
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Außerdem sprechen die in der medizinischen Diagnostik verwandten fluoreszierenden
Verstärkerfolien bei dieser harten Strahlung nicht mehr an, weshalb Verstärkerfolien
für diese Zwecke einen Überzug aus einem Element mit einer hohen Ordnungszahl, insbesondere
Blei, aufweisen, wobei der Verstärkungseffekt durch die aus dem Element durch die
Röntgenstrahlung herausgeschlagenen Sekundärelektronen bewirkt wird.
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Nun sind aber derartige Bleiüberzüge gegen Kratzer besonders empfindlich,
so daß sie kaum an einem Transportband der bekannten Art eingesetzt werden könnten.
Nun gibt es zwar andere Elemente mit einer ähnlich hohen Ordnungszahl wie Blei,
z.B. Platin oder Gold, die weniger empfindlich gegen Kratzer sind, doch sind diese
Elemente so teuer, daß die Beschichtung des Transportbandes, das je nach Zahl und
Länge der Bilder bis zu 100 m lang sein müßte, mit diesen Elementen wirtschaftlich
nicht tragbar ist.
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Bei der Untersuchung mit harter Röntgenstrahlung verwendet man daher
weiterhin einzelne Blattfilme, die dicht in einer mit Bleiverstärkerfolien versehenen
Packung geliefert werden, die nach dem Gebrauch nicht mehr verwendet werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Röntgenuntersuchungsgerät
der eingangs genannten Art so auszublden, daß es für die Unterjuchung mit harter
Röntgenstrahlung verwendbar
ist.
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Diese Aufgabe wird- erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Transportbänder
nach der Aufnahme in umgekehrter Richtung bewegbar sind, wobei Mittel vorgesehen
sind, die eine Rückkehr der belichteten Filmblätter in das Vorratsmagazin verhindern.
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Hierbei- werden-al3o nach jeder Aufnahme die Trans-portbänder praktisch
wieder in die Stellung zurückgebracht, in der sie vor dem Transport des Filmblatts
aus- dem Vorratsmagazin waren, so daß im wesentlichen immer derselbe Teil d-er Transportbänder
in den Strahlengang kommt. Deshalb braucht nur dieser verhältnismäßig kurze Teil
mit einer Verstärkerfolie versehen zu sein,- die daher gemäß eimer weiteren Ausbildung
der Erfindung aus Gold bestehen kann.
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Das Röntgenaufnahme gerät nach der Erfindung kann auch für die Verarbeitung
von Rollfilmen ausgerüst-etwerden. Für diesen Zweck ist gemäß einer Weiterbildung
der Erf.ndung eine steuerbare Abtrennvorrichtung für den Rollfilm vorgesehen.
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Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist das von der Aufnahmeseite-abgewandte
Transportband als Endlosband ausgebildet, was eine besonders einfache Führung wenigstens
dieses Transportbandes erlaubt.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch ein Röntgenaufnahmegerät
gemäß des Erfindung, in dessen Gehäuse 8 ein mit Blei ausgekleidetes Vorratsmagazin
angeordnet ist, das die vor Strahlung geschützte Rollfilmkassette aufnimmt (der
Rollfilm ist gestrichelt bei 9 angedeutet). Der Rollfilm
9 kann
zwischen zwei Transportwalzen 2 eingeschoben werden, die in Pfeilrichtung antreibbar
sind und dabei den Rollfilm 9 aus dem Magazin 1 herausziehen. Die Transportwalzen
2 steuern ein nicht näher dargestelltes Längenmeßwerk, das nach Erreichen einer
bestimmten vorwählbaren Filelänge den Antrieb für die Transportwalzen 2 abschaltet
und ein Kommando für eine mit einer Schneidkante 10 versehene Weiche 3 gibt, wobei
der Film abgetrennt wird.
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Das Röntgenaufnahmegerät weist außerdem zwei æuxindesJs im Aufnahmebereich
parallel zueinander verlaufende Transportbänder 4a und 4b auf. Das untere, von der
Jiufrlahmeseite abgewandte Transportband 4b ist als Endlosband ausgeführt und um
zwei Walzen 11 und 12, von denen wenigstens eine antreibbar ist, geführt. Das obere
Transportband ist auf einer Rolle 13 aufgewickelt, von der es durch den Strahlengang
über Umlenkwalzen 14 und 15 nach unten auf eine Rolle 16 geführt, auf die es ebenfalls
aufgewickelt ist. Unterhalb des oberen Teils des als Endlosband ausgeführten Transportbandes
4b befindet sich eine Andruckplatte 5, in die eine Belicbtungsautomatik eingebaut
sein kann und die bei einer Drehung der Exzenterscheiben 7 das untere Transportband
4b, das Filmblatt 6 und das obere Transportband 4a nach oben gegen ein nicht näher
dargestelltes, den Gehäuseraum lichtdicht verschließendes Gummituch gedrückt wird.
Auf diese Weise kann der Abstand zwischen dem Filmblatt 6 und einem nicht näher
dargestellten zu durchleuchtenden Werkstück auf ein Minimum reduziert werden. Unterhalb
des unteren Transportbandes sowie seitlich davon sind Bleiabsehirmungen 18, 19 angebracht,
die den Film vor Streustrahlung schützon.
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Mit diesem Röntgenaufnahmegerät kann wie folgt gearbeitet werden:
Der in Einwegkassetten gelieferte Röntgen-Rollfilin 9 wird in das Vorratsmagazin
1 eingelegt, wobei eine nicht naher dargestellte, auf der dem Betrachter zugewatldten
Seite der Zeichnung angeordnete Binlegeklappo geöffnet wird. ))er
Filmvorlauf
wird in die Filmtransportwalzen 2 eingeschoben und mit der hand an der Filmweiche
3 abgeschnitten. Danach wird die erwähnte Einlegeklappe geschlossen.
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Je nachdem welche Filmlänge eingestellt wird - bei der Materialuntersuchung
wird mit Filmlängen zwischen 12 und 72 cm gearbeitet - wird der Film mit Hilfe der
Dransportwalzen 2 sowie der Transportbänder 4a und 4b um ein entsprechendes Stück
aus dem Vorratsmagazin herausgezogen, wobei die Drehzahlen der Transportwalzen 2
einerseits und der Rollen 11...14 andererseits so aufeinander abgestimmt sind, daß
die Transportgeschwindigkeit durch die Transportwalzen 2 und die Transportbänder
4a und 4b gleich ist. Beim Erreichen der gewünschten Filmlänge wird der Antrieb
der Walzen 2 und der Rollen 11...14 gestoppt und der Film wird mit der an der Weiche
3. angebrachten Schneidvorrichtung abgeschnitten. Anschließend werden die Transportrollen
11...14 weiter in der gleichen Richtung angetrieben, und zwar so lange bis der Mittelpunkt
des abgeschnittenen Filmblatts 6 im Mittelpunkt des in der Zeichnung gestrichelt
angedeuteten Strahlenganges ist, während der Antrieb für die Transportwalzen 2 abgeschaltet
bleibt. In dieser Stellung des Filmblatts 6 relativ zum Strahlengang wird der Andrucktisch
5 durch Betätigung der Exzenter 7 nach oben gedrückt, so daß die Transportbänder
4a und 4b und das Filmblatt gegen das in der Zeichnung nicht dargestellte Werkstück
gedrückt werden.
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Jetzt kann der Film belichtet werden.
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Nach dem Belichten des Filmblatts wird die Filmweiche 3 nach oben
in die strichpunktiert angedeutete Stellung geschwenkt und die Andruckplatte 5 nach
unten bewegt. Der Antrieb für die Rollen 11...14 der Transportbänder 4a und 4b wird
umgekehrt, so daß die Transportbänder wisder surücklaufen und das belichtete Filmblatt
über die nach oben geschwenkte Filmweiche 3 in den Ausstoßkanal 17 schieben.
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Aus diesem Kanal können die belichteten Filmblätter mit einem lichtdichten
Transportbehälter entnommen werden.
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PATENTANSPRÜCHE: