DE2250651B2 - Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich in einer Nebenstellenanlage mit vierdrähtigen Verbindungswegen - Google Patents
Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich in einer Nebenstellenanlage mit vierdrähtigen VerbindungswegenInfo
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Description
Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich in einer Nebenstellenanlage mit vierdrähtigen Verbindungswegen,
bei der die abgehenden Signale von einem Teilnehmer über einen ersten Weg auf die Übertragungsstrecke
gelangen und die ankommenden Signale von der Übertragungsstrecke über einen zweiten
Weg einem Teilnehmer zugeführt werden.
In Fernsprechnebenstellenanlagen werden lautstarke Sprech- und Hörkapseln eingesetzt, um die Dämpfung
auszugleichen, die <He Signale bei Amtsverbindungen
mit langen Obertragungsstrecken erfahren. Bei Interngesprächen,
bei denen die Signale in den meisten Fällen praktisch ungedämpft übertragen werden, ist deshalb
die Lautstärke dieser Kapseln für das menschliche Ohr oft zu laut. Um diese unangenehme Erscheinung zu beseitigen,
kann man bei Internverbindungen entsprechende Dämpfungseinrichtungen vorsehen. Andererseiis
ist es bei manchen Amtsverbindungen mit sehr langen Verbindungsstrecken sinnvoll, eine zusätzliche
Verstärkung einzufügen, und zwar insbesondere dann, wenn auch die Nebenanschlußleitungen lang sind.
Es ist bereits in Zeitmultiplex-Nebenstellenanlagen bekannt, für den Ausgleich der unterschiedlichen Leitungsdämpfungen
bei Intern- und Amtsverbindungen Empfangsverstärker vorzusehen, die beim Empfang
von Amtsgesprächen auf eine höhere Verstärkung geschaltet werden als beim Empfang von Interngesprä-
zo chen (DT-OS 20 50 649, Anspruch 5). Hierbei muß jedoch
immer unterschieden werden, ob in einem bestimmten Zeitkanal eine Intern- oder eine Amtsverbindung
vorliegt, so daß ein relativ großer Steuerungsaufwand nötig ist
Eine Schaltungsanordnung, bei welcher der Sieuerungsaufwand
herabgesetzt ist, ist ebenfalls bereits bekannt (DT-OS 20 64 530). Bei dieser Schaltungsanordnung
werden die Teilnehmer vierdrähtig über Gruppensammelschienen und über Verstärker mit Übergruppensammelschienen
miteinander verbunden. Von einer abgehenden Gruppensammelschiene für Nebenstellenteilnehmer
werden zwei Sendeverstärker angesteuert, von denen der mit der höheren Verstärkung für
Amtsgespräche und der mit der niedrigeren Verstärkung für Interngespräche dient. Die beiden Verstärkereingänge
sind parallel geschaltet, d. h.. beide Übergruppensammelschienen werden gleichzeitig mit den
Sprachproben der Teilnehmer beschickt. Von der jeweiliger. Übergruppensammelschiene übernimmt die
Internverbindung die niedrig verstärkte Sprachprobe, während die höher verstärkte die Amtsübertragung abgreift.
Bei Amtsverbindungen mit sehr langen Verbindungsstrecken, bei denen eine zusätzliche Verstärkung
sinnvoll wäre, ist allerdings bei dieser Lösung der Aufwand an Verstärkern und zusätzlich erforderlichen
Sprachsammelschienen relativ groß.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich
von Amts- und Interngesprächen in Nebenstellenanlagen zu schaffen, die keinen Steuerungsaufwand erfordert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß einerseits zwischen Teilnehmerschaltungen
mit kurzen Teilnehmerleitungen und andererseits Amtsübertragungen bzw. mit langen Teilnehmerleitungen
zu außentiegenden Nebenstellen führenden Teilnehmerschaltungen unterschieden wird, wobei in den
erstgenannten Teilnehmerschaltungen Dämpfungsglieder und in den Amtsübertragungen bzw. in den Teilnehmerschaltungen
außenliegender Nebenstellen Verstärkungsglieder vorgesehen sind.
Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht also insbesondere darin, daß der Dämpfungsausgleich bei
Nebenstellen-Vermittlungsanlagen mit vierdrähtigen Verbindungswegen direkt an den Anschlußorganen der
Anschlußstellen erfolgt. Es muß lediglich die Verstärkung, je nach Art des Anschlußorgans, entsprechend
eingestellt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung eines Anschlußorgans
in Nebenstellenanlagen mit vierdrähtiger zeitmultiplexer Sprechwegedurchschaltung,
F i g. 2 eine Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich zwischen nahen Teiiuehmerstellen,
F i g. 3 eine Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich zwischen einem Nebenstellenteilnehmer
und einem Amt,
F i g. 4 eine Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich zwischen zwei weit entfernten Teilnehmerstellen
bzw. für Unterzentralen mit sehr langen Nebenstellenanschlußleitungen.
In Fi g. 1 ist gezeigt, wie ein abgehendes Sprachsignai
von einem Teilnehmerapparat TAi über die Gabelschaltung GSl, das Filter Ft, den Verstärker Vl und
den Ampiitudenprobensender MODi auf die Sprachsammelschiene SS gelangt Ein ankommendes Signal
wird dagegen von der Sprachsammelschiene SS über den Amplitudenprobenempfänger DEMi, den Verstärker
V2, das Filter F2 und die Gabelschaltung GSl auf den Teilnehmerapparat TAi gegeben. Ähnliche Schaltungsanordnungen
wie die in F i g. 1 gezeigte sind bereits bekannt (vgl. TuN-Nachrichten, 1970, Heft 71, S.
22, Bild 1). Infolge der Gabeldämpfung und wegen des durch die Abtastung frequenzabhängigen Pegels ist
mindestens in einer Gesprächsrichtung der Vierdrahtleitungen ein Verstärker erforderlich. Wird die Gesamtdämpfung
des Sprechweges in abgehender Richtung durch den Verstärker Vl aufgehoben, dann wird
die Aussteuerungsgrenze des Amplitudenprobensenders MODi leicht überschritten. Auf der anderen Seite
ist es nicht zweckmäßig, in der ankommenden Richtung eine derart große Verstärkung vorzusehen, weil hierbei
auch das Grundgeräusch des Zeitmultiplex-Sprechweges mit verstärkt würde. Sinnvoll wird man deshalb hinsichtlich
der Wahl der Verstärkungen der Verstärker Vl und V2 einen Kompromiß schließen, der darin besteht,
daß die Verstärkungen auf beide Verstärker zweckmäßig aufgeteilt werden.
Wie bereits erwähnt und in F i g. 1 gezeigt, sind bei
bekannten Schaltungsanordnungen für die zeitmultiplexe
Sprechwegedurchschaltung in beiden Gesprächsrichtungen der Vierdrahtseite Verstärker vorgesehen.
Diese Tatsache kann nun für die Lösung des Problems des Dämpfungsausgleichs herangezogen werden. Hierzu
werden die Anschlußorgane in zwei Gruppen aufgeteilt:
In Teilnehmerschaltungen von nahe zur Nebenstelle liegenden Nebenstellenteilnehmern und in Amtsübertragungen
bzw. in Teilnehmerschaltungen von entfernt zur Nebenstelle liegenden Nebenstellenteilnehmern. Je
nachdem, ob es sich um ein Anschlußorgan der ersten oder zweiten Gruppe handelt, wird eine Verstärkung
mit niedrigem bzw. hohem Verstärkungsgrad vorgesehen.
In F i g. 2 ist dargestellt, wie die Dämpfung von nahen
Teilnehmern ausgeglichen werden kann. Dabei ist vereinfachend angenommen, daß der Sprechweg selbst
die Verstärkung »1« hat Die Verstärkungswerte sind beliebig gewählt worden, es könnten auch andere Werte
sein. Liegt ein Interngespräch vor, so wird das Signal durch die Bedämptung in der abgehenden Richtung des
Anschlußorgans vom Teilnehmerapparat TAl und in der ankommenden Richtung des Anschlußorgans des
Teilnehmerapparates TA3 oder umgekehrt um 6 dB geschwächt.
Im Falle einer Amtsverbindung (F i g. 3) wird die Dämpfung, die am Anschlußorgan des naheliegenden
Teilnehmers entsteht, durch die Verstärkung der Amtsübertragung ausgeglichen. Liegt eine Amtsverbindung
mit sehr langer Verbindungsstrecke vor, dann sollten die Verstärker ihres Anschlußorgans eine zusätzliche
Verstärkung aufweisen.
Erfolgt nun eine Gesprächsverbindung zwischen weit von der Nebenstelle entfernt liegenden, also
außenliegenden Teilnehmern oder zwischen einer außenliegenden Teilnehmerstelle und einem Amt
(F i g. 4), so wird das Signal um 6 dB verstärkt, das auch gerechtfertigt ist, weil hier eine Verdopplung der durch
die langen Verbindungsstrecken entstandenen Dämpfung vorliegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich in einer Nebenstellenanlage mit vierdrähtigen
Verbindungswegen, bei der die abgehenden Signale von einem Teilnehmer über einen ersten Weg
auf die Überjragungsstrecke gelangen und die ankommenden
Signale von der Übertragungsstrecke Ober einen zweiten Weg einem Teilnehmer zugeführt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits zwischen Teilnehmerschaltungen mit
kurzen Teilnehmerleitungen und änderet seits Amtsübertragungen
bzw. mit langen Teilnehmerleitungen zu außenliegenden Nebenstellen führenden Teilnehmerschaltungen unterschieden wird, wobei
in den erstgenannten Teilnehmefschaitungen Dämpfungsgfieder und in den Amtsübertragungen
bzw. in den Teilnehmerschaltungen außenliegender NebensielJemeilnehmer Verstärkungsglieder vorgesehen
sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einer Zeitmultiplex-Nebenstellenanlage
mit vierdrähtigen Verbindungswegen Verwendung findet, bei der die abgehenden
Signale von einem Teilnehmer (z. B. TAi) über einen ersten Weg mittels eines Amplitudenprobensenders
(MODi) auf eine Sprachsammelschiene (55) gelangen und die ankommenden Signale
von der Sprachsammelschiene (55) über einen zweiten Weg mittels eines Amplitudenprobenempfängers
(DfMl) einem Teilnehmer zugeführt werden.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungs- bzw.
Dämpfungsglieder (Vl bis V14) zwischen Filter (z. B. Fl) und Amplitudenprobensender (z. B.
MODi) bzw. Filter (z. B. F2) und Amplitudenprobenempfänger
(z. B. DEMi) der Teilnehmerschaltungen (z. B. TAi) oder Amtsübertragungen angeordnet
sind.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußorgane von
sehr weit entfernten Unterzentralen oder von Amtsübertragungen mit sehr langen Verbindungsstrecken eine zusätzliche Verstärkung aufweisen.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter (z. B. Fl, FJ)
als aktive Filter ausgebildet sind und die Funktionen der Verstärkungs- bzw. Dämpfungsglieder (z. B. Vl.
V3) mit übernehmen.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bei einer vierdrähtigen
Verbindung notwendige Gabelschaltung (G5I bis GS7) als aktive elektronische Gabel ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722250651 DE2250651B2 (de) | 1972-10-16 | 1972-10-16 | Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich in einer Nebenstellenanlage mit vierdrähtigen Verbindungswegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722250651 DE2250651B2 (de) | 1972-10-16 | 1972-10-16 | Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich in einer Nebenstellenanlage mit vierdrähtigen Verbindungswegen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2250651A1 DE2250651A1 (de) | 1974-05-02 |
| DE2250651B2 true DE2250651B2 (de) | 1975-06-19 |
Family
ID=5859162
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722250651 Ceased DE2250651B2 (de) | 1972-10-16 | 1972-10-16 | Schaltungsanordnung für den Dämpfungsausgleich in einer Nebenstellenanlage mit vierdrähtigen Verbindungswegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2250651B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2741667A1 (de) * | 1976-09-17 | 1978-03-23 | Gen Electric | Verfahren und schaltungsanordnungen fuer die fernmeldevermittlung |
-
1972
- 1972-10-16 DE DE19722250651 patent/DE2250651B2/de not_active Ceased
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2741667A1 (de) * | 1976-09-17 | 1978-03-23 | Gen Electric | Verfahren und schaltungsanordnungen fuer die fernmeldevermittlung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2250651A1 (de) | 1974-05-02 |
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