DE2249593A1 - Kuevette - Google Patents
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Description
(Priorität: 14. Oktober 1971, TJSA, Wr, 189 312)
Die Erfindung betrifft eine automatisch arbeitende Küvette
sowie Verfahren zur Entnahme einer Plussigkeitsprobe und zur fotometrischen Analyse einer Flüssigkeitsprobe.
. Es ist bekannt, bei der Durchführung chemischer Untersuchungen die sich ergebenden Reaktionen kolorimetrisch oder spektrofotometrisch
zu messen. Normalerweise werden die Chemikalien in einem ReaktiOnsröhrchen gemischt und nach einer bestimmten
Inkubations- oder Brutzeit bei einer bestimmten Temperatur wird eine geringe Menge in eine Küvette gebracht, die in einem Lichtstrahl
bestimmter Wellenlänge angeordnet ist. Die Raktion kann in manchen Fällen direkt in der Küvette erfolgen. Das durch die
Küvette hindurchtretende Licht fällt auf eine lichtempfindliche Einrichtung, deren elektrischer Ausgangsstrom in Beziehung steht
zu der durch das Gemisch absorbierten Lichtmenge. Natürlich wird hierbei eine Reaktion gewählt, bei der sich als Anzeige
ORIGINAL INSPECTED
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für eine Änderung einer der Chemikalien die Farbe ändert. Dies
kann beispielsweise beim Blutserum eines bestimmten Patienten der Fall sein. Das unbehandelte Serum oder irgendein Normal
wird als Basis für den Anfangsfarbwert verwendet, der ?ur Eichung
oder Differenzberechnung durch die fotoempfindliche Einrichtung
geraessen wird. .
Bei dieser Verfahrensweise ist ein hohes Maß an Erfahrung notwendig. Die bisher bekannten Geräte können nur vor* Biochemikern
und Technikern manuell bedient werden.
Eint bei dieeer Verfahr#nsweise
nähme besteht darin, daß die Reagenzien vor der oder spektrofotomotrischen Ablesung sorgfältig gemischt werden
müssen,'und daß Verunreinigungen zwischen dtW Bestimmungen; verhindert
werden müssen.
In der vergangenen Zeit wurde versucht, derartig© chemische
Tests automatisch durchzuführen, wobei mehrere unterschiedliche
Tests, beispielsweise an Serujapripben einer großen
Anzahl von Patienten beinahe fließbanöartig; durchgeführt werden.
Große Krankenhäuser mit mehreren. Hundert Patienten, in denen ein bis zwanzig Tests täglich durchgeführt werden
müssen, haben zusätzlich zu Personalßchwierigkeiten logistische
Schwierigkeiten, um mit den Untersuchungen nachzukommen., Große
Kliniken und Laboratorien stehen gleichen Schwierigkeiten gegenüber
und Untersuchungsprojekte, die die statistische Auswertung sehr vieler Tests erfordern, sind umständlich, zeitraubend,
teuer und schwierig. Somit besteht ein großer Bedarf für die Schaffung und Weiterentwicklung automatisch arbeitender chemischer
Apparaturen.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich hauptsächlich auf automatisch arbeitende chemische Apparaturen, mit denen große
Mengen unterschiedlicher Proben durchgehend getestet werden können. Die Reaktionen erfalgen in Reaktionsröhrchen, die Teststoffe
müssen gemischt', aus den Röhrchen in die Küvette abgezogen, in der Küvette "kolorimetrisch gemessen und aus dieser
entfernt werden. Ferner nuß die Küvette gereinigt werden, um den nächsten Test bei minimaler Verunreinigung durchführen zu
können. All dies muß automatisch, ohne Wartung und zuverlässig erfolgen. . - .
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Aufbau zu schaffen, der die obigen Forderungen in vollkommener Keise erfüllt. Die Funktionen sollen wirtschaftlich
und mit hoher Geschwindigkeit unter Verwendung eines verhältnismäßig
einfachen Aufbaues mit nur einem beweglichen Teil ablaufen, das,außer daß es frei in einem Zylinder gleitet, keine
weiteren mechanischen Verbindungen.zu anderen Teilen des Geräts
aufweist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Entnahme einer Flüssigkeit
aus einer Flüssigkeitsmenge in eine transparente Küvette zwischen deren einander gegenüberliegenden Enden ein Kolben frei hin-
und herbewegt wird, und bei dem mittels eines Ventils der Kolben aus
bewegt wird, und bei dem mittels eines Ventils der Kolben'aus
Quellen für ein gasförmiges Fluid abwechselnd mit einem positiven und negativen Druck beaufschlagt wird, zeichnet sich
dadurch aus, daß zwischen der Küvette und einer Flüssigkeitsprobe eine Verbindung hergestellt wird, daß der Kolben mit
einem positiven Gasdruck beaufschlagt wird, um denselben zum unteren Ende der Küvette zu bewegen, daß die Flüssigkeitsprobe
weiter dem Druck des gasförmigen Fluides ausgesetzt wird, so daß das gasförmige Fluid hinter dem Kolben in die Flüssigkeitsprobe eintritt und dieselbe rührt, daß darauf der Kolben durch
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ein gasförmiges Fluid mit einem negativen Druck beaufschlagt wird, daß er sich zum oberen Ende der Küvette bewegt und mit
dieser in eine dichte Verbindung tritt, wobei gleichzeitig in die Küvette Probeflüssigkeit eintritt, und daß die Küvette von
der Flüssigkeitsprobe gereinigt wird, indem der Kolben wieder mit dem Druck des gasförmigen Fluids beaufschlagt wird.
Die erfindungsgemäße Küvette zur Untersuchung fließfähiger Proben zeichnet sich aus durch einen Zylinder mit einem
oberen und einem unteren Zylinderkopf, dessen oberer Zylinderkopf eine obere mittlere öffnung aufweist, sowie eine Anordnung
mit einem Ventilsitz um die obere mittlere öffnung, so daß die öffnung geschlossen werden kann, und dessen unterer Zylinderkopf
eine untere mittlere öffnung aufweist, durch eine herabhängende hohle Entnahmeeinrichtung bzw. Heber, der mit der unteren öffnung
verbunden ist, und durch ein freies, im Zylinder angeordnetes kolbenartiges, zylindrisches Teil, das zwischen den öffnungen
hin- und herbeweglich ist, dessen Außendurchmesser um soviel geringer ist als der Innendurchmesser des Kolbens, daß
ein Kapillarspalt entsteht, und das dicht am Ventilsitz, Jedoch lose am unteren Zylinderkopf anliegen kann, so daß Gas und
Flüssigkeit hindurchtreten können, wenn das zylinderförmige Teil am unteren Zylinderkopf anliegt, wobei die obere Öffnung
abwechselnd an eine überdruckquelle und eine Unterdruckquelle anschließbar ist.
Anhand des in der beigefügten Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im folgenden
näher erläutert. Eszeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht eines Kolorimeters mit einer Küvette;
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht eines Kolorimeters mit einer Küvette;
Fig. 2 die Draufsicht auf dasselbe;
Fig. 3 einen Längsschnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 2 mit
Fig. 3 einen Längsschnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 2 mit
der durch die Pfeile angedeuteten Ansicht; und Fig. 4 einen Querschnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 3 in
Richtung der Pfeile.
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ist
Die Erfindung verwirklicht in einem Kolorimeter- und
Die Erfindung verwirklicht in einem Kolorimeter- und
Küvettenaufbau 10, im folgenden als Kolorimeter bezeichnet.
Das Gehäuse 12 desselben enthält die Küvette 14, Ein zweites Gehäuse 16 enthält einen optischen Interferenzfilter 18, ein
drittes Gehäuse 20 mit" einer Lichtquelle 22 und ein viertes Gehäuse
24, mit einer lichtempfindlichen Einrichtung 26. Die Gehäuse
sind als getrennte Blöcke aus synthetischem Harz oder einem
anderen geeigneten Material ausgeführt, die zusammengebaut und aneinander befestigt sind. Die Anzahl der Teile oder Gehäuse
kann durch ein kombiniertes Gehäuse aus einer geringeren Anzahl
von Teilen verringert werden. Der gezeigte Aufbau weist einfache geometrische Formen auf, die sich leicht schneiden
und bearbeiten lassen und für deren Herstellung einfache Formen und Werkzeuge verwendet werden können.
Die Anordnung zur Führung des Lichtstrahls durch die Küvette ist verhältnismäßig einfach. Die Küvette 14 enthält einen
Glaszylinder 28, der in eine passende Ausnehmung 58 im Gehäuse
oder Block 12 eingesetzt ist. Durch die Wände des Gehäuses 12 sind ein rechter und ein linker pillenförmiger oder ovaler
optischer Kanal. 30 bzw, 32 geschnitten. Das Gehäuse 16 weist einen ebenso geformten und mit den Kanälen 30 und 32 fluchtenden
Kanal 34 auf, der quer durch das Gehäuse 16 verläuft. Ein in das
Gehäuse 16 geschnittener vertikaler Schlitz 36 nimmt einen gleitend-beweglichen
Interferenzfilter 18 auf, der von der Oberseite des Schlitzes 36 auswechselbar ist. Ein Anschlag 38 verhindert,
daß der Filter auf der Unterseite austreten kann. v
Das zylindrische Lichtgehäuse 20 sitzt in einer flachen
Ausnehmung 40 in der linken Fläche des Gehäuses 16. Es ist mit
einer zylindrischen Innenkammer 42 zur Aufnahme der Lampe'4^ der
Lichtquelle 22 versehen. Eine Feststellschraube 46 hält die
Lichtquelle 22 in einer eingestellten Stellung. Die Lichtquelle
22 ist über Drähte 48 an eine Spannungsquelle angeschlossen. Zur
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Kühlung der Lampe 44 und als optische Funktionskontrolle sind in dem Gehäuse 20 Schlitze 50 vorgesehen. Der Lampenfaden fluchtet
mit dem Kanal 34. Die Lampe kann vorkonzentriert oder »fokussiert
sein oder es kann zwischen der Lampe und der lichtempfindlichen Einrichtung 26 eine optische Sammel- oder Kollektivanordnung
vorgesehen sein. .
In eine Ausnehmung 52 auf der Innenfläche des Gehäuses
54 ist die lichtempfindliche Einrichtung 26 eingesetzt. Sie kann in ihrer Stellung mittels eines Klebstoffes "befestigt sein,
durch geeignete Anschlagvorsprünge gehalten werden oder auf andere Weise gehalten und angeordnet sein, so daß der Lichtstrahl
aus dem Kanal 30 auf die lichtempfindliche Einrichtung 26 fällt, nachdem er durch den Küvettenzylinder 28 hindurchgetreten ist.
An die lichtempfindliche Einrichtung 26 angeschlossene elektrische Leiter 54 verlaufen durch einen Kanal 56 im Gehäuse 24 und
treten aus dessen Oberseite aus. Sie sind mittels eines geeigneten
Klebers 57 im Gehäuse 24 abgedichtet. Das Signal von der lichtempfindlichen Einrichtung 26 läuft 2ur Absorptionsmessung
zu einer bekannten elektronischen Schaltung.
Die Achse des Glaszylinders 28 der Küvette 14 verläuft vertikal.Der Zylinder 28 ist in eine zylindrische Bohrung 58 im
Gehäuse 16 eingesetzt. Der Durchmesser der Bohrung ist an deren unterem Ende vermindert, so daß sich ein ringförmiger Schulterflansch
60 ergibt. Das obere Ende der Bohrung ist mit einem Gewinde 62 versehen. Der Zylinder weist einen unteren ringförmigen
Zylinderkopf 64 auf, der teleskopartig im unteren Ende des Zylinders
28 aufgenommen ist. Der Zylinderkopf 64 ist mit einem ringförmigen, nach außen ragenden Flansch 66 versehen, der eine
obere Schulter für den Sitz des unteren Endes des Glaszylinders
28 bildet und über dem Schulterflansch 60 liegt. Die Verbindung des unteren Endes des Glaszylinders 28 mit dem Zylinderkopf 64
ist auf geeignete Weise abgedichtet« Ein beträchtlicher Teil des
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unteren Zylinderkopfes 64 steht aus der Unterseite des Gehäuses 12 vor und trägt einen Heber 68 aus nichtrostendem Stahl. Der
Heber sitzt in der Mitte des Zylinderkopfes 64 und ist durch einen Kleber 70 abgedichtet. Die Bohrung des Hebers 68 fluchtet
mit einem mittleren engen, gebohrten Kanal 72 im Kopf 64, der sich zu einer unteren Öffnung 74 in der leicht schalenförmigen
Innenfläche des Kopfes 64 öffnet.
Das obere Ende des Glaszylinders 28 steht teleskopartig mit dem oberen Zylinderkopf 76 in Eingriff, der einen Flansch
77 aufweist, mit dem das obere Ende dichtend verbunden ist. Der obere Zylinderkopf 76 weist einen Teil 78 mit verringertem Durchmesser
auf, der hierdurch die Innenfläche und damit eine Ringnut
80 im Glaszylinder bildet. In der Ringnut 80 sitzt ein aus einem Elastomer bestehender O-Ring 82. Die Fläche des Teils 78
ist gegenüber dem O-Ring in Axialrichtung zurückgezogen, so daß der Kolben 84 sich nach Art eines Ventils an den O-Ri"£ 82
anlegen kann. Das obere Ende des Zylinderkopfes 76 ist mit einem Zapfen 86 versehen, der zur Aufnähme eines hohlen Druckanschlusses
88 ein Innengewinde enthält. Über den Anschluß 88 kann, an den Kanal
92f der axial durch den oberen Zylinderkopf 76 läuft und
sich zu der Mittelöffnung 94 öffnet, eine Leitung 90 angeschlossen
werden. Ein großer Verschlußstopfen 96 mit einer Mittelöffnung, durch die der Zapfen 86 hindurchtritt, ist in das mit einem
Gewinde versehene obere Ende 62 der Bohrung 58 geschraubt und hält zusammen mit der Ringdichtung die Küvette 14 in ihrer
Stellung. Die Leitung 90 kann abwechselnd mit einer Unterdruck- und einer Druckluftquelle verbunden werden, und zwar mittels
einer Ventileinrichtung, die auch Einrichtungen zur Entlüftung der Leitung enthalt. Die Kolorimeter-Küvettenanordnung wird
durch einen»Programmgeber 100 gesteuert, der ein Ventil 102 betätigt,
das die Leitung 90 mit der Unterdruckquelle, der Überdruckquelle oder der Atmosphäre verbindet.
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Der Kolben 84 ist, wie erwähnt, frei beweglich. Sein
Durchmesser ist etwas geringer als der Durchmesser des Glaszylinders 28. Bei einem typischen Ausführungsbeispiel beträgt
das Spiel, d. h. die Stärke des Spalts etwa 0,01 mm (0,0005 inch). Die Innenfläche des Glaszylinders und die Außenfläche
des Kolbens 84 müssen zur Einhaltung dieses Maßes sehr, genau
bearbeitet werden. Der Zylinder muß für die durch seine Wandungen hindurchtretende Yiellenlänge des Lichts durchlässig sein.
Die Dimensionstoleranz im Innern beträgt typisch etwa 0,005 mm TIR (0>0002 inch). Die Innenfläche muß ferner wie sämtliche
Bestandteile der Küvette 14 bei den auftretenden chemischen Reaktionen und Temperaturen beständig sein. Der Kolben $k und
die Zylinderköpfe 64 und 76 bestehen vorzugsweise aus Kohlenstoff , der inert, dimensionsbeständig und abriebfest ist und
einen niedrigen Ausdehnungskoeffizienten aufweist.
Der Sitz der unteren Endfläche des Kolbens 84 an der inneren Endfläche des Zylinderkopfes 64 ist lose, d. h., Luft und
Flüssigkeit können frei hindurchtreten, wenn der Kolben 84 auf dem Boden des Zylinders 28 sitzt.
Obwohl als Kolben bezeichnet, wirkt das Teil 84 nicht als eigentlicher Kolben, sondern in erster Linie als Ventil.
Dies ergibt sich aus der folgenden Beschreibung der Funktionsweise des Geräts 10.
Es sei zunächst angenommen, daß der Programmgeber 100 das Ventil 102 in die Stellung bewegt hat, in der die Leitung 90 mit
der Atmosphäre verbunden ist, d. h. entlüftet wird. Der Kolben 84 befindet sich am unteren Ende seines Hubs an der Innenfläche
des Zylinderkopfes 64. Nunmehr wird einnichtgezeigter Reaktionsbehälter
zum Heber 68 heraufgeführt und das untere Ende des Hebers tritt in die Flüssigkeit im Behälter ein. Der Programmgeber
100 betätigt nun das Ventil 102 so, daß es die Leitung 90 mit der
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Druckluftquelle verbindet. Hierdurch tritt Luft in den Zylinder 28 über die obere Öffnung 94-, strömt durch den Zylinder, am Kolben
84 vorbei und aus der Öffnung 74 in den Heber 68, so daß in dem Reaktionsbehälter Blasen erzeugt werden. Dieser Vorgang dauert
solange an, bis die Probe im Reaktionsbehälter sorgfältig gemischt ist. Darauf betätigt der Programmgeber 100 das Ventil
102 so, daß es die Leitung 90 mit der Unterdruckquelle verbindet. Der Atmosphärendruck auf der Außenseite der Flüssigkeit im Reaktionsbehälter
drückt nun die Flüssigkeit in die Bohrung des Hebers 68 und aus der Öffnung 74 heraus ins Innere des Zylinders
28. Die Flüssigkeit hebt sich längs des Kolbens 84 und dichtet den Spalt zwischen dem Kolben und der Glaswand ab, so *daß sich
der Kolben mit der ansteigenden Flüssigkeit hebt.
Die Anstiegsgeschwindigkeit wird durch den durch die Unterdruckquelle
erzeugten relativen Druck gesteuert. Dieser Druckunterschied muß ausreichen, damit die Flüssigkeit schnell im Zylinder
ansteigt, damit keine großen Mengen hinter den Kolben strömen können. Bei einem zu langsamen Anstieg bleibt der' Kolben am Boden
des Zylinders liegen, während die Flüssigkeit in der KuVette über
den Kolben hinaussteigt.
Der Kolben hebt sich bis zum oberen Ende des Zylinders 28.
Hier legt sich seine obere Oberfläche an den O-Ring 82 und wird durch die Saugwirkung der Unterdruckquelle nach Art eines Ventils
daran gehalten. Inzwischen würde über die obere Öffnung 94 Luft aus dem Zylinder gesaugt. Bei anliegendem Kolben 84 tritt keine ·
Flüssigkeit mehr in den Zylinder 28 ein. Solange der Unterdruck aufrechterhalten wird, bleibt der Kolben 84 in der geschlossenen
Ventilstellung am oberen Ende des Zylinders 28. Während dieser
Zeit bewirkt der Programmgeber 100 die Ablesung oder Verarbeitung des Signals der lichtempfindlichen Einrichtung 26, Dieiie Einrichtung kann die Form einer gitterartigen oder mit einem Gitter versehenen
Silizium-Fotozelle haben, die einen Strom erzeugt. Die
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hieran angeschlossene Schaltung kann temperaturkompensierte , Feldeffekttransistoren und Verstärker zur Umwandlung des Stroms
in eine Meßspannung usw. enthalten.
Die kolorimetrischen Messungen sollten spektrofotometrische
Messungen umfassen. Die Lichtquelle kann monochromatisch Sein und aus einer Lampe mit einem Interferenzfilter bestehen.
Nach der Durchführung der Messung schaltet der Programmgeber
100 das Ventil 102 ein weiteres Mal auf die Druckluftquelle und es tritt Luft in die Öffnung 94 ein. Der Kolben 84 und die
Flüssigkeit im Zylinder 20 werden entsprechend der Geschwindigkeit,
mit der das Fluid über die Öffnung 74 und den Heber 68 zurück in den Reaktionsbehälter oder in einen Abfallbehälter
austreten kann, nach unten gedrückt. Wenn der Kolben 84 den Boden des Zylinders 28 erreicht und auf dem Kopf 64 aufsitzt,
tritt weiter Luft durch den Zylinder hindurch und am Kolben vorbei. Diese Luft reinigt infolge des losen Sitzes des Kolbens 84
äüf dem Kopf 64 die Wände des Zylinders und bläst die gesamte
Feuchtigkeit aus der Küvette 14 heraus. Auch der Heber 68 wird
durch den Luftstrom gereinigt.
Hiernach und wenn sicher ist, daß die Küvette 14 frei von Feuchtigkeit ist, betätigt der Programmgeber 100 das Ventil 102
und verbindet es mit der Atmosphäre. Damit ist das Gerät bereit für die nächste Probe. Der Reaktionsbehälter oder der Abfallbehälter
wurden vom Heber 6Θ entfernt( während dem Kolben noch Druckluft
zugeführt wurde.
Innerhalb des Rahmens der Erfindung sind vielerlei Abwandlungen
in den Einzelheiten möglich.
Ansprüche
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Claims (21)
1. ) Küvette zur Verwendung bei fotometrischen Untersuchungen
von Fluidproben, g e k e nn ζ ei chn e t durch einen
Zylinder (28) mit einem oberen und einem unteren Zylinderkopf (76, 64), wobei der obere Zylinderkopf (76) eine mittlere
obere Öffnung (94) und eine "Anordnung mit einem Ventilsitz
(80, 82) um die obere mittlere Öffnung (94) aufweist, durch
die die Öffnung verschlossen werden kann, und wobei der untere Zylinderkopf (64) eine untere mittlere Öffnung (74) aufweist,
durch einen mit der unteren Öffnung (74) verbundenen, herabhängenden
hohlen Heber (68), und durch ein im Zylinder (28)
zwischen den öffnungen (74, 94) frei hin- und herbewegliches kolbenartiges Teil (84), dessen Außendurchmesser um soviel
geringer ist als der Innendurchmesser des Zylinders (28), daß eine Kapillarwirkung entsteht, und daß dicht am Ventilsitz
(80, 82), jedoch lose am unteren Zylinderköpf (64) anliegen
kann, so daß Gas und Flüssigkeit hindurchtreten können, wenn es so am unteren Zylinderkopf (64) anliegt, wobei die
obere Öffnung (64) alternativ mit einer Überdruckquelle und
einer Unterdruckquelle verbunden werden kann.
2. Küvette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß der Zylinder (28) aus einem gegenüber gewählten Lichtfrequenzen transparenten Material besteht.
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3. Küvette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß das kolbenartige Teil (84) aus einem
im wesentlichen chemisch inerten, kohlenstoffhaltigen Material besteht.
4. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet , daß die den Ventilsitz (80, 82)
umfassende Anordnung eine Ringnut (80) in der Innenfläche des oberen Zylinderkopfes (76) und einen Ring (82) aus elastomerem
Material enthält, der in der Ringnut (80) sitzt, wobei die Stärke des Ringes (82) so bemessen ist, daß er aus der
Ringnut (80) hervorsteht und sich das kolbenartige Teil (84) dichtend an ihn anlegen kann.
5· Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch eine Druckluftquelle und eine Unterdruckquelle, durch eine an die beiden Quellen angeschlossene
Ventileinrichtung (102), und durch eine Leitung (90) zwischen der oberen öffnung (94) und der Ventil einrichtung (102),
wobei die Ventileinrichtung (102) selektiv so betätigbar ist, daß sie die Leitung (90) mit einer der beiden Quellen verbindet.
6. Küvette nach Anspruch 5, ferner gekennzeichnet
durch ein an die Atmosphäre angeschlossenes Entlüftungsorgan, wobei die Ventileinrichtung aus einem Ventil (102)
mit wenigstens drei Stellungen besteht, einschließlich einer Stellung, in der das Entlüftungsorgan mit der Leitung (90)
verbunden ist. 309816/1076
7. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein erstes, die Küvette (14) aufnehmendes
Gehäuse (12), durch eine Lichtquelle (22) und eine lichtempfindliche Einrichtung (26), die so angeordnet sind,
daß ein Lichtstrahl quer zu deren Achse durch die Küvette so hindurchtritt, daß der Lichtstrahl nach dem Durchtritt
durch die Küvette (14) und ihren Inhalt direkt auf die lichtempfindliche Einrichtung fällt.
8. Küvette nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Instrument zur Erzeugung eines Lichtstrahls einer
vorherbestimmten Wellenlänge, das einen Interferenzfilter (18) und ein Sammelelement enthält, das innerhalb des ersten
Gehäuses zwischen der Lichtquelle und der Küvette angeordnet ist.
9. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß der obere Zylinderkopf (76)
am oberen Ende des Zylinders (28) sitzt und dieses bis auf die darin gebildete Öffnung (94) verschließt, daß der obere
Zylinderkopf (76) Innen- und Außenflächen aufweist, wobei die Außenfläche mit einem zapfenförmigen Teil (86) mit einem
Innengewinde versehen ist, und daß in den Zapfen ein Druckanschlußstück (88) zur Verbindung der Leitung (90) mit demselben
geschraubt ist.
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10. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 9» gekennzeichnet
durch einen Mechanismus zur aufeinanderfolgenden Zufuhr der Flüssigkeitsprobe und Ableitung der
Probe ohne gegenseitige Störung mit der Lichtquelle (22) und der lichtempfindlichen Einrichtung (26), wobei jedoch eine
genaue Trennung zwischen aufeinanderfolgenden Lichtquellen erfolgt.
11. küvette nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich net, daß der Mechanismus das frei hin- und herbewegliche
kolbenähnliche Teil (84) umfaßt, und daß am unteren Ende der Küvette zur Verbindung zwischen der Küvette (14) und einer
Quelle für die Flüssigkeitsprobe ein Drucksystem vorgesehen ist.
12. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch mehrere miteinander verbundene modulartige
Gehäuse (16, 20, 24), deren erstes (12) eine zylindrische Bohrung (50) enthält, in der die zylindrische transparente
Küvette (14) angeordnet ist, wobei der herabhängende
hohle Heber (68) mit einer flüssigen Testprobe in Verbindung
gebracht v/erden kann, und durch einen um die obere öffnung angeordneten Ventilsitz (98) aus einem elastomeren Material.
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13. Küvette nach Anspruch 12, dadurch geke-nnzeichn
e t , daß das zweite Gehäuse (20) eine Anordnung enthält, mit der die Lichtquelle vorherbestimmter Wellenlänge darin
befestigt werden kann, daß das zweite Gehäuse (20) mit dem
ersten Gehäuse (12) gekuppelt ist, so daß das Licht von der Lichtquelle (22) seitlich zu der Küvette (14) gerichtet, wird,
sowie ferner durch ein drittes Gehäuse (24), das die lichtempfindliche
Einrichtung (26) enthält und wirksam mit dem ersten Gehäuse (12) an einer Stelle gekuppelt ist, die bezüglich
der Küvette (14) diametral gegenüber der Lichtquelle
(22) liegt,, so daß das quer durch die Küvette (14) hindurch-
' tretende Licht an der lichtempfindlichen Einrichtung (26) empfangen wird, durch elektrische Verbindungen (24), die von
der lichtempfindlichen Einrichtung (26) aus dem dritten Gehäuse (24) nach außen führen, und durch eine mit den elektrischen
Verbindungen verbundene elektrische Signalempfangseinrichtung zum Empfang der von der lichtempfindlichen Einrichtung
(26) erzeugten Signale.
14. Küvette nach einem der Ansprüche 5 bis 13, gekennzeichnet durch einen Programmgeber (100) zur Betätigung
des Ventils (102) in einem vorherbestimmten Zyklus, so daß ein unter einem Überdruck stehendes gasförmiges
Fluid in die Küvette (14) und am kolbenförmigen Teil (84)
dem Heber (68) zur Einleitung in die Flüssigkeitsprobe und zu deren Mischung eingeführt wird, daß darauf der Küvette
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(14) ein negativer Druck zugeführt wird, so daß das kolbenartige
Teil (84) zum oberen Ende der Küvette (14) bewegt wird, bis es am Ventilsitz (80, 82) anliegt, so daß die in die Küvette
(14) eintretende Flüssigkeitsprobe durch die Kapillarwirkung eine Flüssigkeitsdichtung zwischen dem kolbenartigen
Teil (84) und der Zylinderwand bildet, und schließlich der Küvette (14) das unter Überdruck stehende gasförmige Fluid
zugeführt wird, ao daß das kolbenartige Teil (84) an das
untere Ende des Zylinders getrieben wird und gasförmiges Fluid zwischen dem kolbenartigen Teil (84) und der Zylinderwand
zum Heber (68) austritt, wobei das gasförmige Fluid weiterströmt, obwohl das kolbenförmige Teil (84) am unteren Ende
des Zylinders anliegt.
15. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß die Innenfläche des unteren
Zylinderkopfes (64) einen losen Kontakt mit dem kolbenförmigen Teil 84 bildet, so daß Flüssigkeit und Gas hieran vorbeiströmen
können, obwohl das kolbenförmige Teil (84) an der Fläche anliegt.
16. Verfahren zur Entnahme einer Flüssigkeit aus einer Flüssigkeitsmasse
in eine transparente Küvette zur fotometrischen Untersuchung der Flüssigkeit, bei dem zwischen den
beiden Enden der Küvette ein Kolben frei hin- und herbewept
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ist» und bei dem über ein.Ventil abwechselnd dem Kolben
ein unter einem positiven und einem negativen Druck stehendes gasförmiges Fluid zugeführt wird, dadurch ge k e η η zeichnet
, daß zwischen der Küvette und einer Flüssigkeitsprobe eine Verbindung hergestellt wird, daß dem Kolben
das unter positivem Druck stehende gasförmige Fluid zugeführt wird, um diesen zum unteren Ende der Küvette zu treiben,
daß die Flüssigkeitsprobe gerührt wird, indem weiterhin das unter positivem Druck stehende gasförmige Fluid zugeführt wird, so daß das Gas am Kolben vorbei und in die
Flüssigköitsprobe eintritt,, so daß diese gerührt wird, daß
darauf dem Kolben ein negativer Druck zugeführt wird, so daß dieser sich- zum oberen Ende der Küvette bewegt und mit dieser
in eine dichtende Verbindung tritt, wobei die Flüssigkeitsprobe
gleichzeitig in die Küvette eintritt» und daß die Küvette durch nochmalige Zufuhr des unter Druck stehenden gasförmigen
Fluids zum Kolben gereinigt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Küvette und ihren Inhalt von deren Quelle ein Lichtstrahl projiziert wird, während der Kolben
dicht am oberen Ende der Küvette anliegt, und daß der Lichtstrahl direkt von einer lichtempfindlichen Einrichtung von
der Küvette empfangen wird.
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18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch g e k e η η
zeichnet , daß bei der Reinigung dauernd unter positivem Druck stehendes gasförmiges Fluid zugeführt wird,
nachdem sich der Kolben an das untere Ende der Küvette angelegt hat, so daß das gasförmige Fluid an dem anliegenden
Kolben vorbeigeführt wird.
19. Verfahren zur fotometrischen Analyse einer Flüssigkeitsprobe, bei dem ein Lichtstrahl durch eine die Probe enthaltende
Prüfkammer gerichtet und die Absorption mittels einer lichtempfindlichen Einrichtung gemessen wird, die den Lichtstrahl
nach dessen Durchtritt durch die Kammer direkt empfängt, wobei die Kammer einen frei zwischen einem abgedichteten Zustand an einem Ende derselben und einem nichtabgedichteten
Zustand am anderen Ende derselben beweglichen Kolben enthält, und wobei zur Einleitung in eine Flüssigkeitsprobenquelle
ein mit dem anderen Ende in Verbindung stehender Heber vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet , daß unter Druck stehende Luft dem einen
Ende des Kolbens zugeführt v/ird, so daß dieser in seinen nicht abgedichteten Zustand am anderen EndeNniedergedrückt
wird, daß dem einen Ende des Kolbens ein Vakuum zugeführt wird, durch das der Kolben in den abgedichteten Zustand gehoben
wird, so daß die Flüssigkeitsprobe aus der Quelle in die Prüfkammer gefördert wird, daß das Vakuum aufrechterhalten
wird, daß während der Aufrechterhaltung des Vakuums
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die Absorption gemessen wird, daß dem einen Ende wiederum Druckluft zugeführt wird, durch das der Kolben niedergedrückt
wird, daß die Flüssigkeitsprobe aus der Prüfkammer herausgefördert wird, und daß gleichzeitig die Wände der
Prüfkammer gereinigt werden.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet , daß der Heber in die Flüssigkeitsprobenquelle
eingeführt wird, bevor zum ersten Mal Druckluft zugeführt wird, so daß die Druckluft am Kolben vorbei
über den Heber in die Flüssigkeitsprobenquelle gerichtet wird, so daß diese gerührt und gemischt wird,
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch g e k e η η
zeichnet , daß nach der Abfuhr der Flüssigkeitsprobe aus der Prüfkammer diese zur Atmosphäre entlüftet
wird,
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