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DE2249013A1 - Luftmatratze zur vorbeugung des wundliegens - Google Patents

Luftmatratze zur vorbeugung des wundliegens

Info

Publication number
DE2249013A1
DE2249013A1 DE19722249013 DE2249013A DE2249013A1 DE 2249013 A1 DE2249013 A1 DE 2249013A1 DE 19722249013 DE19722249013 DE 19722249013 DE 2249013 A DE2249013 A DE 2249013A DE 2249013 A1 DE2249013 A1 DE 2249013A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
air chamber
chamber
valves
chambers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722249013
Other languages
English (en)
Inventor
Adolfo Prof Dr Med Porro
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AUTOROLL Srl
Original Assignee
AUTOROLL Srl
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AUTOROLL Srl filed Critical AUTOROLL Srl
Publication of DE2249013A1 publication Critical patent/DE2249013A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G7/00Beds specially adapted for nursing; Devices for lifting patients or disabled persons
    • A61G7/001Beds specially adapted for nursing; Devices for lifting patients or disabled persons with means for turning-over the patient

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Invalid Beds And Related Equipment (AREA)
  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description

AUTOROLL S.T.l.. in Vicenza (Italien).
"Luftmatratze zur Vorbeugung des Wundliegens".
Die Erfindung betrifft eine Luftmatratze zur Vorbeugung des Wundliegens von bettlägigen Personen.
Zur Vorbeugung des Wundliegens, d.h. der Wund- und Geschwtirbildung an solchen Körperstellen, die bei Bettlägerigkeit einem dauernden Auflagedruok ausgesetzt sind, ist bereits die Anordnung von weichen Unterlagen, insbesondere auch von Luftkissen und Luftmatratzen bekannt. Die bekannten Luftmatratzen bewirken jedoch nur eine verhältnismässig geringfügige Vergrösserung der Auflagefläche, d.h. setzen nur den spezifischen Auflagedruck
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etwas herab und können doshalb das Wundliegen bei längerer bzw. dauernder Bettlägerigkeit nicht verhindern. Dies trifft insbesondere im Falle von Kranken zu, die sich nicht bewegen können bzw. dürfen und infolgedessen ihre Lage dauernd beibehalten, so dass stets die selben Körperstellen dem Auflngedruok ausgeoetzt sind. Der von den Krankenpflegern periodisch vorgonomraene Lagewechsel solcher Kranken kann praktisch nicht oft genug erfolgen und erfordert ausserdem einen erheblichen Einsatz von Pflegepersonal.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Schwierigkeiten zu beheben und eine Luftmatratze zur Vorbeugung des Wundliegens vorzusehen, die selbsttätig die Lage und infolgedessen auch die druckbeanspruchten Körperstellen der toettlägigen Person wechselt.
Die erfindungijgemUooe Luftmatratze zur Vorbeugung des Wundliegens von bettlägigen Personen ist dadurch gekennzeichnet, dass sie durch eine innere, diagonale, längagerichtete Trennwand in zwei übereinanderllegende, im Querschnitt etwa dreieckförmige, zueinander seitenverkehrte Luftkammern unterteilt ist, die über zeitschalter- bzw. programmgesteuerte Luftventile abwechselnd mit einer Druckluftquelle und mit der Aussenluft zum wechselweisen Aufblasen und Entleeren verbindbar sind.
Bei dieser Ausbildung werden die beiden längsgerichteten, im Querschnitt etwa dreieckförmigen, übereinanderliegenden
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und zueinander seitenverkehrten luftkammern der Luftmatratze Über die zeitschalter- bzw.·programmgesteuerten Luftventile abwechselnd mit einer Druckluftquelle und mit der Ausaenluft verbunden und dabei wechselweise selbsttätig aufgeblasen und entleert. Die Oberfläche der Luftmatratze wird infolgedessen abwechselnd nach der einen und nach der anderer Längsseite der Luftmatratze hin, d.h. abwechselnd nach rechts und nach links geneigt, je nachdem welche Luftkammer aufgeblasen bzw. entleert ist. Die auf der Luftmatratze liegende, daran z.B. durch Einschlagen der Bettdecke unter die Längsseiten der Matratze oder in anderer beliebiger Weise festgehaltene Person wird deshalb abwechselnd seitlich nach rechts und nach links geneigt, d.h. gewiösermassen gedreht bzw. gerollt, und ihr Gewicht verlagert sich entsprechend von der einen Körperseite auf die andere und wieder zurück. Durch diese abwechselnde Lageänderung der bettlägigen Person werden entsprechend auch die auf der Luftmatratze aufliegenden, druckbeanspruchten Körperstellen gewechselt. Der Lagewechsel bzw. der Wechsel der druckbeanspruchten Körperstellen erfolgt dabei selbsttätig durch die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung der den beiden Luftkammern der Luftmatratze zugeordneten Luftvontile, ohne Eingreifen des Pflegepersonals.
Die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung der Luftventile zum abwechselnden Aufblasen und Entleeren der beiden Luftkammern der Luftmatratze kann je nach den Erfordernissen beliebig ausgebildet bzw. eingestellt werden. Insbesondere ist es möglich, die Steuerung so auszubilden bzw. ein-
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zustellen, dass das wechselweise Aufblasen und Entleeren der beiden Luftkammern der Luftmatratze kontinuierlich oder intermittierend in vorbestimmten Zeitabstanden erfolgt. In dem ersten Fall wird also nach dem Aufblasen der einen Luftkammer und dem Entleeren der anderen Luftkammer der Luftmatratze sofort die erste Luftkammer wieder entleert und die zweite Luftkammer wieder aufgeblasen, so dass die Lage der bettlägigen Person und die dc«ckbeanspruchten Körperstellen dauernd d.h. ohne Unterbrechung gewechselt werden. In dem zweiten Fall bleibt dagegen die bettlägige Person nach dem Aufblasen der einen Luftkammer und dem Entleeren der anderen Luftkammer fttr eine vorbestimmte Zeit in ihrer entsprechend seitlich geneigten Lage liegen, ehe die erste Luftkammer wieder entleert und die zweite Luftkammer wieder aufgeblasen wird.
Beim Aufblasen der einen Luftkammer und Entleeren der anderen Luftkammer der erfindungsgemSssen Luftmatratze wird ein Zwischenzustand erreicht, in dem beide Luftkammern etwa zur Hälfte mit Luft gefüllt sind, und infolgedessen die Oberseite der Luftmatratze waagerecht ist und die bettlägige Person genau auf dem RUcken liegt. Die Steuerung der den Luftkammern der Luftmatratze zugeordneten Luftventilen kann bo ausgebildet bzw. eingestellt sein, dass in dem genannten Zwischenzustand bei waagerechter Oberseite der Luftmatratze das Aufblasen und das Entleeren der Luftkammern ftir eine vorbestimmte Zeit unterbrochen und die bettlägige Person vorübergehend ihre genau auf dem Rücken liegende Stellung beibehalt.
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Andererseits kann die Steuerung der Luftventile auch so ausgebildet bzw. eingestellt sein, dass das Aufblasen der einen Luftkammer und das Entleeren der anderen Luftkammer der Luftmatratze gleichzeitig oder in bestimmter Reihenfolge nacheinander erfolgen. So z.B. kann zunächst die jeweils leere Luftkammer über das zugeordnete Luftventil mit der Druckluftquelle verbunden und aufgeblasen und erst dann die andere aufgeblasene Luftkammer über das zugeordnete Luftventil mit der Aussehluft verbunden und entleert werden. Daraus ergibt sich ein Zwischenzustand, in dem beide Luftkammern aufgeblasen sind und der für eine vorbestimmte Zeit durch Abschluss beider Ventile aufrecht erhalten werden kann. In diesem Zustand weist die Luftmatratze eine waagerechte Oberfläche auf, und die bettlägige Person ruht auf ihrem Rücken, bevor sie seitlich in Sichtung auf die nachträglich zu entleerende Luftkammer geneigt wird. Der selbe Effekt kann auch dadurch erzielt werden, dass zunächst die Jeweils aufgeblasene Luftkammer über das zugeordnete Luftventil mit der Aussenluft verbunden und entleert, und erst dann die andere, leere Luftkammer über das zugeordnete Luftventil mit der Druckluftquelle verbunden und aufgeblasen wird. In diesem Fall ergibt sich ein Zwischenzustand, der ebenfalls duroh Abschluss beider Luftventile für eine vorbestimmte Zeit aufrecht erhalten werden kann und in dem beide Luftkammern leer sind, so dass die Luftmatratze eine waagerechte Oberfläche aufweist und der Kranke auf dem Rücken liegt.
Die Luftkammern der erfindungsgemässen Luftmatratze werden selbstverständlich genügend langsam aufgeblasen und entleert.
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Die Aufblas- und Entleerungsgeschwindigkeiten sind z.B. mit Hilfe von oi η α teilbaren Droeoelor^ünün an (lon Luftventilen regelbar und den jeweiligen Erfordernissen anpassbar. Bei intermittierender Wirkungsweise sind die Still-, Standzeiten, in denen jeweils eine Luftkammer aufgeblasen und die andere leer ist, bzw. in denen beide Luftkammern jeweils zur Hälfte mit Luft gefüllt, oder beide ganz aufgeblasen bzw. entleert sind, in an sich bekannter ,Weise mit Hilfe der Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung einstellbar und den jeweiligen Erfordernissen anpassbar.
Die erfindungsgemässe Luftmatratze kann in baulicher Hinsicht beliebig ausgebildet bzw. angeordnet werden. Insbesondere kann die Luftmatratze nur aus den beiden, abwechselnd aufblasbaren bzw. entleerbaren Luftkammern bestehen, oder in Verbindung damit mindestens eine weitere, über bzw. unter den genannten Luftkammern angeordnete, sich über die ganze Matratzenfläche erstreckende, bleibend aufblasbare Luftkammer aufweisen. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Luftmatratze mit Anschnallgurten für den Kranken versehen sein, um das Abgleiten der bettlägigen Person bei der seitlichen Neigung der Auflagefläche und der entsprechenden Gewichtsverlagerung infolge des wechselweisen Aufblasens und Entleerens der beiden Luftkammern mit Sicherheit zu verhindern. Als Druckluftquelle zum Aufblasen der Luftkammern ist vorzugsweise eine Luftpumpe vorgesehen. Bei intermittierendem Aufblasen und Entleeren der Luftkammern wird diese Luftpumpe
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vorzugsweise durch die Zeitschalter- bzw. Proßrammoteuerung der Luftventile der Luftkammern ein- und ausgeschaltet. Dadurch wird ein dauernder Betrieb der Luftpumpe und das damit verbundene, insbesondere für Kranke sehr lästige Geräusch, vermieden bzw. der Energieverbrauch herabgesetzt. Die den beiden Luftkammern der Luftmatratze zugeordneten Luftventile können ebenfalls beliebig, insbesondere als elektromagnetisch betätigbare Schieber- Tbzw. Drehventil© ausgebildet sein.
Einige Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Luftmatratze zur Vorbeugung des Wundliegens, in schaubildlicher Darstellung.
Fig. 2 und 3 zwei verschiedene Aufblaszustände der Luftmatratze nach Fig. 1, mit den zugeordneten, zeitschalter- bzw. programmgesteuerten Luftventilen, in schematischer Darstellung.
Fig. 4 eine Ausfllhrungsvariante der Luftmatratze, im Querschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Luftmatratze 1 zur Vorbeugung des V/undliegens von bettlägigen ,Kranken weist eine im wesentlichen rechteckige Gestalt mit einer Oberseite 101, einer Unterseite 201, zwei Längsseiten 301,401 und zwei Kopfseiten 501,601 auf. Die Luftmatratze 1 besteht aus
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flexiblem, luftundurchlässigem Werkstoff, z.B. Kunststoff, Gummi oder Gummituch. Auf der Oberseite 101 der Luftmatratze 1 sind Anschnallgurte 801, 901 fUr den auf der Matratze liegenden Kranken befestigt. Der Innenraum der Luftmatratze 1 ist durch eine längsgerichtete, diagonal zu den Kopfseiten 501,601 verlaufende Trennwand 701 aus dem selben Werkstoff in zwei tlbereinanderliegende, im Querschnitt dreieckförmige, zueinander seitenverkehrte Luftkammern 2,3 unterteilt, die sich über die ganze Matratzenlänge von der einen Kopfseite 501 zur anderen 601 erstrecken.
Die beiden luftdicht voneinander getrennten Luftkammern 2,3 weisen in ihrem unteren Bereich d.h. möglichst in der Nähe der Matratzenunterseite 201 mindestens je einen Aufblas- und Entleerungsstutzen 4 bzw. 5 auf. Der Stutzen der Luftkammer 2 ist über Luftleitungen 12,7 und ein zwischengeschaltetes Luftventil 9 mit einer Luftpumpe 6 verbunden, wie insbesondere in Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Der Stutzen 5 der anderen Luftkammer 3 ist Ober Luftleitungen 13,8 und ein zwischengeschaltetea Luftventil mit der selben Luftpumpe 6 verbunden.
Die Luftventile 9,10 sind in dem Ausftihrungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 schematisch in übertrieben grossem Masatab als elektromagnetisch betätigte Schieberventile dargestellt. Insbesondere besteht jedes Luftventil 9 bzw. 10 aus einem Gehäuse 11, in das die zugeordneten Luftleitungen 7,12 bzw. 8,13 seitlich in zwei einander gegenüberliegenden Stellen
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einmünden. In dem Gehäuse 11 ist ein Schieber 14 gelagert, der einen geraden quergerichteten Luftkanal 15 und einen abgewinkelten, auf der einen Kopfseite des Schiebers 14 in die Aussenluft auslaufenden Luftkanal 16 aufweist. Die Luftventile 9 und 10 werden durch je einen Elektromagnet 18 bzw. 19 betätigt,dessen Anker 20 bzw. 21 mit dem Schieber 14 des zugeordneten Luftventils 9 bzw. 10 verbunden ist. Die Anordnung ist so getroffen, dass in der einen, rechts in Fig. 2 und links in Pig. 3 dargestellten Schaltstellung (Aufblasstellung) des Luftventils 9 bzw.10 der quergerichtete Luftkanal 15 des Schiebers 14 die zwei . Luftleitungen 7,12 bzw. 8,13 untereinander und infolgedessen die zugeordnete Luftkammer 2 bzw. 3 der Luftmatratze 1 mit der Luftpumpe 6 verbindet. In der anderen, links in Fig. 2 und rechts in Fig. 3 dargestellten Schaltstellung (Entlüftungsstellung) des Luftventils 9 bzw. 10 wird dagegen die Verbindung mit der Luftpumpe 6 unterbrochen und die Luftleitung 12 bzw. 13, d.h. die zugeordnete Luftkammer bzw. 3 der Luftmatratze 1 über den abgewinkelten Luftkanal 16 des Schiebers 14 mit der Aussenluft verbunden. Ausserdem können die Schieber 14 der Luftventile9,10 in eine dritte, nicht dargestellte Schaltstellung (Abschluss-■ stellung) gebracht werden, in der die Luftleitungen 12,13 und infolgedessen die zugeordneten Luftkammern 2,3 der Luftmatratze 1 abgeschlossen sind.
Die Luftpumpe 6 und die Elektromagnete 18,19 zur Betätigung der Luftventile 9,10 sind an einer an sich bekannten Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung 17 angeschlossen,
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die z.B. derart ausgebildet und eingestellt ist, dass sie in vorbestimmten, vorzugsweise regelbaren Zeitabständen abwechselnd die eine Luftkammer 2 bzw. 3 der Luftmatratze 1 aufbläst und die andere 3 bzw. 2 entleert. In dem in Fig. 2 dargestellten Zustand befindet sich das Luftventil 9 in der Entlilftungastellung und das Luftventil IO in der Aufblasstellung. Gleichzeitig ist die Luftpumpe 6 eingeschaltet. Die Luftkammer 2 wird infolgedessen entleert, während die Luftkammer 3 aufgeblasen wird. Nach der Entleerung der Luftkammer 2 und dem Aufblasen der Luftkammer 3 werden die Luftventile 9,10 in ihre Abschlussstellung überfuhrt. Gleichzeitig wird die Luftpumpe 6 abgeschaltet. Die Oberseite 101 der Luftmatratze 1 ist seitlich nach links unten in Fig. 2 geneigt. Der auf der Luftmatratze 1 liegende, durch die Anschnallgurte 801,901 festgehaltene Kranke ist entsprechend der Matratzenoberseite 101 seitlich geneigt und drCtckt auf die Luftmatratze 1 hauptsächlich mit seiner tiefer liegenden, z.B. linken Körperseite. Nach einer vorbestimmten, an der Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung 17 einstellbaren Zeit werden die Luftventile 9,10 selbsttätig durch die Steuerung 17 in die in Fig. 3 dargestellte Schaltstellung umgeschaltet, d.h. das Luftventil 9 wird in Aufblasstellung und das Luftventil 10 in SntlUftungsstellung gebracht. Gleichzeitig wird die Luftpumpe 6 eingeschaltet. J)ie vorher entleerte Luftkammer 2 wird infolgedessen aufgeblasen, wahrend die vorher aufgeblasene Luftkammer 3 entleert wird. Nach dem Aufblasen der Luftkammer 2 und
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dom Entleeren der Luftkammer 3 werden beide Luftventile S, 10 in'ihre Abschluastellung gebracht. Gleichzeitig wird die Luftpumpe 6 abgeschaltet. Die Luftmatratze 1 nimmt ihren in Pig. 3 dargestellte//Zustand ein, in dem die Matratzenoberseite 101 in der entgegengesetzten Richtung, z.B. nach rechts unten geneigt ist. Der bettlägige Kranke wird entsprechend der Matratzenoberseite 101 geneigt, d.h. sein Gewicht verlagert sich von der einen z.B. linken Körperseite auf die entgegengesetzte, jetzt tiefer liegende, z.B. rechte Körperseite. Der Vorgang wird nach einer weiteren, vorbestimmten, an der Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung 17 einstellbaren Zeit in umgekehrter Richtung wiederholt, d.h. die Luftventile 9,10 werden wieder in ihre in Pig. 2 dargestellte Schaltstellung umgeschaltet, in der die Luftkammer 2 entleert und die Luftkammer 3 aufgeblasen wird. Der Kranke wird entsprechend wieder nach der ersten, z.B. linken .Seite hin geneigt und sein Gewicht verlagert sich wieder auf die entsprechende Körperseite. Durch diesen selbsttätigen, intermittierenden Lagewechsel des bettlägigen Kranken werden also abwechselnd beide Körperseiten dem Auflagedruck ausgesetzt. Dadurch wird das Wundliegen weitgehende vermieden.
In dem.sich beim Aufblasen der einen Luftkammer 2 bzw. 3 und dem gleichzeitigen Entleeren der anderen Luftkammer 3 bzw. 2 ergebenden Zwischenzustand, in dem beide Luftkammern 2 und 3 etwa zur Hälfte mit Luft gefüllt sind und die Oberseite der Luftmatratze 1 waagerecht liegt, können beide Luftventile 9 und 10 durch die Steuerung 17 in ihxe
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Abachluast ellung gebracht und In dieser ftlr eine vorbeatimmte Zeit gehalten werden. In diesem Zwischenzustand liegt der Kranke genau auf seinem Rücken.
Ea ist auch möglich, die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung 17 so einzustellen, dass - ausgehend von dem Zustand nach Fig. 2 - zunächst daa Luftventil 10 in Abschlusatellung und dae Luftventil 9 in Aufblasstellung ' gebracht werden. Infolgedessen wird zunächst die Luftkammer 2 aufgeblasen, während die Luftkammer 3 in ihrem aufgeblasenen Zustand gehalten wird. Dadurch wird ein Zwischenzustand erreicht, in dem beide Luftkammern 2 und 3 aufgeblasen sind und die Oberseite 101 der Luftmatratze 1 waagerecht ist, d.h. der Kranke genau auf dem Röcken liegt, wie inabesondere in Pig. 1 dargestellt ist. Nach einer vorbestimmten Verweilzeit in diesem Zwischenzustand, in dem sich beide Luftventile 9»10 in Abschlusstellung befinden, wird anschliessend nur das Luftventil 10 in Entlüftungsstellung gebracht. Dadurch wird die zugeordnete Luftkammer 3 entleert, während die Luftkammer 2 aufgeblasen bleibt. Die Luftmatratze 1 nimmt infolgedessen ihren in Fig. 3 dargestellten Zustand ein. Bei dem umgekehrten Vorgang wird zunächst die Luftkammer 3 aufgeblasen, während die Luftkammer 2 noch aufgeblasen gehalten wird. Anschliessend wird die Luftkammer 2 entleert, während die Luftkammer 3 aufgeblasen bleibt.
Die in Fig. 4 dargestellte AusfUhrungsform der Luftmatratze 1 weist einen aus den beiden wechselweise auf-
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blasbaren und entleerbaren Luftkammern 2 und 3 bestehenden Oberteil und einen bleibend aufblasbaren, sich über die ganze Matratzenfläche erstreckenden Unterteil 22 auf. Insbesondere in diesem Pail kann die den Luftkammern 2, 3 zugeordnete Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung 17 so eingestellt werden, dass - ausgehend von dem Zustand nach Fig. 2 - zunächst auch das Luftventil 10 in seine Entlttftungsstellung gebracht und infolgedessen auch die Luftkammer 3 entleert wird. Dadurch wird ein Zwischenzustand erreicht, in dem beide Luftkammern 2 und 3 entleert sind, d.h. die Oberseite 101 der Luftmatratze waagerecht" ist und der bettlSgige Kranke genau auf seinem Rücken liegt. Nach einer vorbestimmten Zeit wird anschliessend das Luftventil 9 in Aufblasstellung gebracht, d.h. die Luftkamraer 2 aufgeblasen und infolgedessen den Zustand nach Fig. 3 erreicht. Selbstverständlich kann diese Steuerung auch im Falle der Luftmatratze 1 nach Fig. 1 angewendet werden, insbesondere wenn diese Luftmatratze als Unterlage für den bettlägigen Kranken auf einer gewöhnlichen Matratze od.dgl. ausgebildet bzw. angeordnet lsi;.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern es Bind im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens mehrere, insbesondere in baulicher Hinsicht unterschiedliche Lösungen möglich. Andererseits können sämtliche, der Zeichnung und der Beschreibung entnehmbare Merkmale
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einschliesslich der konstruktiven Einzelheiten euch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    l.y Luftmatratze zur Vorbeugung dea Y/undliegens von. bettlägigen Peraonen, dadurch gekennzeichnet, daoa oie durch eine innere, diagonale, längsgerichtete Trennwand (701) in zwei libereinanderliegende, im Querschnitt etwa dreieckförmige,zueinander seitenverkehrte Luftkammern (2,3) unterteilt ist, die ober zeitschalter- bzw. programmgesteuerte Luftventile (9,10) abwechselnd mit einer Druckluftquelle (6) und mJt der Auasenluft zum wechselweisen Aufblasen und Entleeren verbindbar sind.
    2. Luftmatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, dass die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung (17) der Luftventile (9,10) zum kontinuierlichen wechselweisen Aufblasen und Entleeren der beiden Luftkammern (2,3) aus-, gebildet bzw. einstellbar ist.
    3. Luftmatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnets dass die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung (17) der Luftventile zum intermittierenden wechselweisen Aufblasen und Entleeren der beiden Luftkammern (2,3) in vorbestimmten, vorzugsweise regelbaren Zeitabständen ausgebildet bzw. einstellbar ist.
    4. Luftmatratze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung (17) der Luftventile (9,10) zur zeitweisen oder dauernden Unterbrechung des Aufblasens und der Entleerung der Luftkammern (2,3) in einem einer etwa
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    halben Luftfüllung der beiden Luftkammern (2,3) entsprechenden Zwischenzustand ausgebildet bzw. einstellbar ist.
    5. Luftmatratze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung (17) der Luftventile (9,10) zum gleichzeitigen Aufblasen der einen Luftkammer (2 bzw. 3) und Entleeren der anderen Luftkammer (3 bzw. 2) ausgebildet bzw. einstellbar ist.
    6. Luftmatratze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung (17) der Luftventile (9,10) zum Aufblasen der jeweils leeren Luftkammer (2 bzw. 3) bei aufgeblasener anderer Luftkammer (3 bzw. 2) und zur anschliessenden Entleerung der anderen aufgeblasenen Luftkammer (3 bzw.2) ausgebildet bzw. einstellbar ist.
    7. Luftmatratze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung (17) der Luftventile (9»10) zur Entleerung der jeweils aufgeblasenen Luftkammer (2 bzw. 3) bei entleerter anderer Luftkammer (3 bzw. 2) und zum anschllessenden Aufblasen der anderen entleerten Luftkammer (3 bzw. 2) ausgebildet bzw. einstellbar ist.
    Θ. Luftmatratze nach einem der vorgehenden Ansprüche,
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    dadurch gekennzeichnet, dass jeder Luftkammer (2,3) ein insbesondere elektromagnetisch betätigbares, durch die Zeitschalter- bzw. Programmsteuerung (17) gesteuertes Luftventil (9 bzw. 10) zugeordnet ist, das eine die betreffende Luftkammer (2 bzw. 3) mit der Druckluftquelle (6) verbindbare Aufblasstellung, eine die betreffende Luftkammer (2 bzw. 3) mit der Aussenluft verbindbare EntlUftungsstellung und eine die betreffende Luftkammer (2 bzw. 3) abschliessende Abschlugstellung einnehmen kann.
    9. Luftmatratze nach einem der vorgehenden Ansprache, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftquelle eine vorzugsweise durch die Zeitschalter- bzwo Programmsteuerung (17) ein- und ausschaltbare Luftpumpe (6) ist. ,
    10. Luftmatratze nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Anschnallgurte (801,901) für die bettlägige Person.
    11. Luftmatratze nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine zusätzliche, über bzw. unter den beiden wechselweise aufblasbaren und entleerbaren Luftkammern (2,3) angeordnete, sich über die ganze Matratzenfloche erstreckende, bleibend aufblasbare Luftkammer (22).
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    ι J* ·♦ Leerseite
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