DE2249058C2 - Verfahren und Formkasten zum Herstellen von Formungen mit unregelmäßig genarbten Oberflächen - Google Patents
Verfahren und Formkasten zum Herstellen von Formungen mit unregelmäßig genarbten OberflächenInfo
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Description
5° angenähert.
Oa die Steine maschinell geformt sind, werden die
in dieser Weise hergestellten Steine kantiger und fla-
in d g
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstel- eher als normale H?"*1«*1^^6™ Η^ηΐ
fcn von Formungen mit unregelmäßig genarbter außerdem w.rd be, dünnen Formaten das bei Hand-Oberfläche,
wie Ziegelsteine, Kalksandsteine, Fliesen 55 schlagriemen bekannte^mmziehen auf ein
Od. dgl., wobei Formkästen mit Wasser gespült, dann Mindestmaß beschrankt Die Z edelsteine nach de
mit Trockensand bestreut und schließlich mit Ton Erfindung weisen also die Vorteile von maschinell
Od. dgl. gefüllt werden, worauf die erhaltenen Form- hergestellten Ziegelsteinen und Handschlagziegelste,-linge
aus den Formkästen entfernt und anschließend nen auf, weil sie einerseits genau maßgerecht sind
getrocknet und gebrannt werden. 60 und andererseits an ihren Schauseiten ein lebhaftes
Die Erfindung bezieht sich ferner auf einen Form- Aussehen aufweisen,
kasten zur Durchführung dieses Verfahrens. Zur Herstellung der Ziegelsteine braucht man nur
Wenn Formkästen von Hand gefüllt werden, ent- die beschriebenen Rinnen in bestehenden Forrnkastehen
gewisse Unregelmäßigkeiten oder Narben auf sten anzubringen und die Spulwasser- und Stousandden
Seitenflächen der Formlinge, wodurch die erhal- 6S mengen richtig einzus eilen, so daß die Herstellung
ienen Ziegelsteine, die sogenannten Handschlag- der beschriebenen Steine praktisch ohne zusätzliche
steine, eine einigermaßen rauhe und ungleichmäßige Kosten und Bearbeitungsstufen erfolgen kjnn.
Oberfläche aufweisen. Bei der maschinellen Befül- Da an einem üblichen Umlauf einer Formkasten-
presse 40 bis 50 Formkasten beteiligt sind und jeder Formkasten sechs bis acht Formhöhlungen aufweist,
die je vier Seitenwände haben, kann man eine sehr große Verschiedenheit in der Form der Rinnen und
also der Narben der unterschiedlichen Ziegelsteine erhalten, die in der Größenordnung von Tausenden
von Mustern liegen kann, so daß man im Gegensatz zu z. B. von einer Walze eingepreßten Narben keine
Wiederholung des gleichen Musters in den unterschiedlichen Steinen zu befürchten braucht.
Damit bei der Befüllung der Formen die gewünschte Oberflächenstruktur optimal erreicht wird,
wird vorzugsweise während der Füllung eines auf seiner oberen Seite offenen Formkastens zwischen demselben
und dem Mundstück einer Tonpresse ein an sich bekanntes Gitter angeordnet, dessen über jeder
einzelnen Form liegende öffnungen je eine lichte Weite haben, welche kleiner als die der betreffenden
Foraiöffnung ist. In an sich bekannter Weise wird dadurch erreicht, daß der in die Form eingeführte
Tonstrang am Anfang der Füllung von den Seitenwänden der Form frei bleibt und erst nachdem er
den Boden der Form erreicht hat, angedrückt wird, so daß der Ton nicht an den Seitemvänden entlang
streift, sondern senkrecht dagegen gepreßt wird. Hierdurch werden die auf den Seitenwänden gebildeten
kleinen Sandhügel bei der Befüllung der Form nicht zerstört.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei dem Formkasten zur Durchführung des genannten
Verfahrens dadurch gelöst, daß die Rinnen nach einem den Narben in Handschlagziegelsteinen
entsprechenden Muster angebracht sind. Die Breite der Rinnen liegt vorzugsweise in der Größenordnung
von 1 mm oder mehr. Dadurch wird eine optimale Kapillarwirkung erreicht.
Vorteilhafte Ausführungsformen des Formkastens nach der Erfindung sind in den Ansprüchen 4 bis 7
gekernzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Formkastens
nach der Erfindung, über dem ein Teil des Preßgitters angedeutet ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil des Formkastens
mit in einer Rinne festgehaltenem Wasser,
Fig.3 einen Schnitt durch einen Teil des Formkastens
mit in einer Rinne angehäuftem Sand und
Fig.4 im Schnitt eine Einzelheit des Formkastens
während dessen Entleerung.
Der dargestellte Formkasten ist z. B. aus Stahl hergestellt und hat acht auf ihren oberen Seiten offene
Formräume für Ziegelsteine üblicher Größe, z. B. 22 X 11 X 5,5 cm.
Der z. B. aus Stahl hergestellte Formkasten besteht ■ach Fig. 1 aus einem flachen glatten Boden 1 und
Seitenwänden 2, weiche durch mit ihren offenen Seilen auswärts gerichtete U-Profile gebildet sind. Zwischen
den beiden langen Seitenwänden sind Quertrennwände 3 zur Bildung einer Anzahl abgetrennter
Formräume angebracht.
Erfindungsgemaß sind in den Seitenwinden 2 und
in den Quertrennwänden 3 Rinnen 4 vorgesehen, die eine unregelmäßige Form aufweisen und z. B. 1 bis
2 mm breit sind. Vorzugsweise sind die Rinnen 4 im
Querschnitt fischkopfartig ausgebildet und erstrecken sich durch die Wände hindurch, so daß sie auf der
anderen Seite der Wand ausmünden. Die Rinnen 4 können in den aufrecht stehenden Wänden mit Hilfe
eines Schneidbrenners von Hand eingebrannt werden, wodurch von selbst eine unregelmäßige Form
und daher ein natürliches Aussehen der gebildeten Ziegelsteine entsteht. Da die Rinnen 4 zuni Festhalten
des Spülwassers dienen, sollen sie eine Kapillarwirkung haben, so daß der Durchbruch der Wand
nicht zu breit sein soll. Beim Bestäuben der Form mit Sand hält das in den Rinnen 4 gesammelte Wasser
mehr Sand als die glatten Teile der Form fest,
und der sich im Bereich der Rinnen 4 sammelnde Sand bildet zusammen mrt dem dort vorhandenen
Wasser erhöhte Ränder oder kleine Sandhügel. Je, nachdem eine Rinne 4 bv -ter oder schmaler ist, hält
sie eine größere oaer geringere Spülwassermenge
fest, so daß die gebildeten Sandhügel dementsprechend höher oder weniger hoch sind. Auch das Profil
as der Rinne 4 (gerade oder fischkopfförmig), das sich
über die Länge der Rinne 4 ändern kann, akzentuiert die Formumerschiede der Sandrücken.
Nachdem ein Formkasten gespült und mit Sand bestreut ist, wird er mit seiner offenen Oberseite unter
die Mündung einer Tonpresse gebracht, unter Zwischenschaltung eines an sich bekannten plattenförmigen
Gitters 5, das derart ausgebildet ist, daß es über jedem Forniraum des Formkasten«, eine Öffnung
6 aufweist, dessen lichte Weite überall kleiner als die waagerechte lichte Weite des zugehörigen
Formraumes ist. Beim Anfang des Pressens wird also in jeden Formraum ein Tonstrang eingeführt, der die
Seitenwände des Formraumes nid f berührt. Erst nachdem der Tonstrang den Boden 1 des Formraumes
erreicht hat, wird derselbe zur Seite gegen die Seitenwände 2 der Form ausgepreßt. Der Ton wird
also senkrecht gegen die Seitenwände gedrückt, und hierbei werden an den Stellen, an denen die Sandriikken
sich auf den Seitenwänden befinden, entsprechende Vertiefungen oder Narben 8 in der Oberfläche
des Formlings 7 gebildet. Dies erfolgt ohne Zerstörung der Sandrücken.
Nachdem der Formkasten auf seiner oberen Seite glatt abgestrichen ist, wird er über einem Breit umgekehrt
und gehoben, wobei die Formlinge 7 auf dem Brett zurückbleiben. Beim Heben des Formkastens
(F i g. 4) schieben die Seitenoberflächen des Formlings 7 ohne irgendwelche Verformung an den Seiten
des Formkastens entlang, 'veil die herausragenden Sandrücken des Formkastens sich leicht abschieben
und kaum Widerstand leisten. Die auf dem Brett zurückbleibenden Formlinge7 zeigen also naturgetreu
Narben 8 entsprechend dem Profil der Rinnen 4,
Nach dem Brennen haben die Seitenwände der Steine das Aussehen von Handschlagziegeisteincn, während
die obere und untere Seite der Steine glatt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zum Herstellen von Formungen schlagsteine bevo^BJ^.^ die mx Zeit kaum
mit unregelmäßig genarbter Oberfläche, wie Zi* 5 ren ^TO* stehen, so daß die Lieferung von
gelsteine, Kalksandsteine, Fliesen od. dgl., wobei π^^ηπΏ8κΐΒίηεη kaum noch möglich ist.
Formkästen mit Wasser gespült, dann mit Jrok- echtenJ^"™£ei vieie Vorschläge gemacht, um
kensand bestreut und schließlich mit Ton od. dgl. ·η*γ maschinellen Herstellung von Ziegelsteinen
gefüllt werden, worauf die erhaltenen Formlinge oei aer w» Obernächenstruktur der Steine zu
aus den Formkästen entfernt und anschließend w d°fn eme gsw. h sie eine gewisse Ähnlichkeit mit
getrocknet,^ gebrannt werden dadurch "SehlaSen aufweisen. Diese Vorschläge sind
g e k e η η ze Ϊ c b η e t, daß in die Formkasten, ™*™™$Sv%fonai^
deren Wände unregelmäßige Rinnen (4) derarti- *^°cn J^"dun„ Heet die Aufgabe zugrunde, ein ein-
ger Form und Tiefe aufweisen, daß sie durch Ka- Der tninuuB ^ schaffen, womit auch bei ma-
piUarwirkung Wasser festhalten, άο viel Sand auf- n fach es ve"^"i: der Formen die Formlinge eine
gestäubt wird, daß dieser im Bereich der Rinnen ^^^^ erhalten, die annähernd derjeni-
i d dri fthlt Wasser 0^?1 ^ rih F
gtaieaui YTuu, u«w u.wv.. .*.. —.-.-.. — -- oberflächenstruktur ernaucn, uic a.·..»..—.. j««
zusammen mit dem darin festgehaltenen Wasser 0^?.1 ^Handschlagsteines entspricht Ferner ist es
Erhöhungen auf den Seitenwänden der Formka- |en e'£f s V* Erfindung, einen geeigneten Formkasten
bildet. , η ^Durchführung dieses Verfahrens τν finden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- *o ste"fp u;D f U;„be wird bei dem Verfahren erfindungskennzeichnet,
daß vor der Füllung eines auf sei- ..„ ^ jf.rrh „eiöst daß in die Formkästen, deren
ner oberen Seite offenen Formkastens zwischen ^!"^/^"S^äßige Rinnen derartiger Form und
diesem und dem Mundstück einer Tonpresse ein W.a"d^""^' daß sie durch Kapillarwirkung Wasan
sich bekanntes Gitter (5) angeordnet wird, Tiefe auiw^ , aufgestäubt wird, daß diedessen
über jeder einzelnen Form liegende öff- as ser ^^V^'Rinnen zusammen mit dem darin
nungen (6) je eine lichte Weite haben, welche ser im B reicn oer h f d s jt
kleiner al/diejenige der zugeordneten Fonnoff- <^^JSJ$£l %
nun8lst· jwfi. nie auf den Wänden der Formkästen gebildeten
3. Formkasten zur Durchführung des Verfah- Die au!den J^ an . d bei der Befü,_
rens nach Anspruch 1 oder2, dadurch gekenn- 30 f^™^otoSa»*™ M& Vertiefungen
zeichnet, daß c;e Rinnen (4) nach einem den lung de ^°7~οπηΠη Ρ en>
die bei der Entlee-Narben in Handschlagziegelsteinen entsprechen- oder Narben^n^^ ^.^ beibehaltcn bleiben(
den Muster angebracht sitvd. uoj, ™ π cich die darin liegenden kleinen Sandhügel bei
4. Formkasten nach Aiupnid-3, dadurch ge- weil «CJ ^ "™hne g weiteres abschieben und also
kennzeichnet, daß die Rinnen (4> sich durch die 35 der ΕηΗ°.™""|ηΤ|..εη
Wände des Formkastens hindurch erstrecken. ^^nStadeT vSnden der Formkästen haben
5. Formkasten nach Anspruch 3 oder 4, da- Die Rinnen in den wanuui uc.
durch gekennzeichnet, daß die Rinnen (4) fisch- cine K;
kopfartig ausgebildet sind. können u/a«pr
6. Formkasten nach einem der Anspruches 40 den Rinnenι gesammeUisJVasser^
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnen die glatten 1 eile
(4) nur in den aufrecht stehenden Wänden ange- diesen Steilen ^a
bracht sind. nachdem ob ein
7. Formkasten aus Stahl nach einem der An- ble.bt eine groUere Hementsorechend hö
sprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die 45 zurück, und die Sandhuge »nd demente'«="fnd »o
Rinnen (4) mittels eines Schneidbrenners einge- her oder n.ednger. ^a die ^nnen^e unrege^
h„nnt Bi_j ßiee Form haben, ist damit das Aussehen der nacn
^r-.......ηα. de^ Verfahren hergestellten Ziegelsteine demjenigen
der Handschlagsteine auf einfache Weise weitgehend
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