DE2248303C2 - Halbleiterbauelement - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Halbleiterbauelement, wie es im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzt ist
Insbesondere handelt es sich um ein als Hochfrequenz-Leistungstransistor verwendbares Bauelement
In elektronischen Geräten verwendete Halbleiterbauelemente, insbesondere Leistungstransistoren, geben
trotz kleiner Abmessungen hohe Leistungen ab und erzeugen dementsprechend im Betrieb relativ große
Wärmemengen. Mit der Temperatur ändern sich aber auch die Eigenschaften des Bauelementes selbst, welches
daher zur Sicherstellung seiner normalen Funktion unbedingt unterhalb spezifischer Temperaturen (im Falle
von Siliziumdioden 450°C) gehalten werden muß. Man verwendet daher Aufbauten, v/elche die im Betrieb
entwickelte Wärme so schnell bnd unvollständig wie
möglich an das Chassis zur Abstrahlung ableiten. Zu diesem Zweck verwendet man Keram'kmaterialien hoher
Leitfähigkeit im Transistorgehäuse.
Aus der DE-OS 20 28 821 ist ein Halbleiterbauelement bekannt, bei dem das eigentliche Halbleiterelement
selbst ohne Isolierzwischenträger mit Hilfe eines Gold-Silizium-Eutektikums unmittelbar auf einen im
übrigen als Befestigungsflansch ausgebildeten Kupferbolzen aufgelötet ist. Weiterhin ist aus der L'S-PS
34 79 570 ein Hochfrequenz-Leistungstransistor bekannt, bei welchem auf einem Kupferträger ein
Keramikisolierträger befestigt ist, auf dem in der Mine das Halbleiterplättchen und um dieses herum metallische
Anschlußblöcke aufgelötet sind. Nach Verbindung der Anschlußflächen des Halbleiterplättchens mit den
Anschlußblöcken wird dieser Aufbau mit Silikon derart vergossen, daß die Silikoneinkapselung eine Fortsetzung
des Kupferträgers bildet und auf der Oberseite des Bauelementes mit den Anschlußblöcken abschließt Die
im Halbleiterplättchen erzeugte Wärme wird über den Kerarnikisolierträger zum wesentlich größeren Kupferträger
abgeführt An den großflächigen Lötverbindungen des aus Aluminiumoxid oder Berylliumkeramik bestehenden
Isolierträgers mit dem Halbleitersubstrat und den Kupferteilen ist er wegen der unterschiedlichen
thermischen Ausdehnungskoeffizienten von Kupfer und Keramikmaterial bei der im Betrieb auftretenden Erwärmung
erhöhten mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, die zu einer Bildung von Rissen oder Brüchen
im Keramikmaterial führen können.
Auch aus der DE-OS 18 09 716 ist ein Isolierzwischenträger aus Berylliumoxid zur elektrischen Isolierung des Halbleiterelementes gegenüber dem Kupferbolzen bekannt, wobei dieser Berylliumoxidträger über eine relativ große Verbindungsfläche an dem Kupferbolzen befestigt ist. Wegen nicht übereinstimmender thermischer Ausdehnungskoeffizienten neigt eine solche große Verbindungsfläche jedoch zur Bildung von Rissen und Brüchen. Ähnliches gilt für die elektrischen Anschlußleiter. Solche Risse und Brüche beeinträchtigen aber nicht nur die Wärmeabführung vom Halbleiterelement, sondern geben auch Anlaß zu Leckstellen, so daß der hermetische Abschluß des Halbleiterelementes im Gehäuse auf lange Zeit nicht garantiert werden kann.
Ein in der ähnlichen üblichen Technik aufgebauter Transistor sei zum Vergleich mit der später zu beschreibenden Erfindung nachfolgend näher erläutert Ein Isolierträger b aus Berylliumkeramik ist mit einem Lot c aus einer eutektischen Silber-Kupfer-Legierung auf die gesamte Oberseite eines aus hochreinem Kupfer bestehenden Metallträgers a gelötet. Ein Halbleiterelement e ist mit einem Lot /"aus einer eutektischen Goldlegierung auf die Oberseite des Isolierträgers b aufgelötet. Weiterhin besteht eine eutektische Silber-Kupfer-Lötverbindung zu den elektrisch leitenden Flächen h, welche die benötigte Anzahl von Leitungen g auf die Oberseite des Isolier trägers b metallisieren. Weitere elektrisch leitende Bereiche h sind mit dem Halbleiterelement e über Drahtverbindungen / verbunden. Zum hermetischen Verschließen des soweit gebildeten Gehäuses mit einer Kappe wird ein metallisches Schmelzgefäß mit einer Siliziumharzbindung gefüllt, das Bauelement wird in das Gefäß hineingehalten und der Kunststoff unter Anwendung von Hitze zur Bildung der Verbindung geschmol-
Auch aus der DE-OS 18 09 716 ist ein Isolierzwischenträger aus Berylliumoxid zur elektrischen Isolierung des Halbleiterelementes gegenüber dem Kupferbolzen bekannt, wobei dieser Berylliumoxidträger über eine relativ große Verbindungsfläche an dem Kupferbolzen befestigt ist. Wegen nicht übereinstimmender thermischer Ausdehnungskoeffizienten neigt eine solche große Verbindungsfläche jedoch zur Bildung von Rissen und Brüchen. Ähnliches gilt für die elektrischen Anschlußleiter. Solche Risse und Brüche beeinträchtigen aber nicht nur die Wärmeabführung vom Halbleiterelement, sondern geben auch Anlaß zu Leckstellen, so daß der hermetische Abschluß des Halbleiterelementes im Gehäuse auf lange Zeit nicht garantiert werden kann.
Ein in der ähnlichen üblichen Technik aufgebauter Transistor sei zum Vergleich mit der später zu beschreibenden Erfindung nachfolgend näher erläutert Ein Isolierträger b aus Berylliumkeramik ist mit einem Lot c aus einer eutektischen Silber-Kupfer-Legierung auf die gesamte Oberseite eines aus hochreinem Kupfer bestehenden Metallträgers a gelötet. Ein Halbleiterelement e ist mit einem Lot /"aus einer eutektischen Goldlegierung auf die Oberseite des Isolierträgers b aufgelötet. Weiterhin besteht eine eutektische Silber-Kupfer-Lötverbindung zu den elektrisch leitenden Flächen h, welche die benötigte Anzahl von Leitungen g auf die Oberseite des Isolier trägers b metallisieren. Weitere elektrisch leitende Bereiche h sind mit dem Halbleiterelement e über Drahtverbindungen / verbunden. Zum hermetischen Verschließen des soweit gebildeten Gehäuses mit einer Kappe wird ein metallisches Schmelzgefäß mit einer Siliziumharzbindung gefüllt, das Bauelement wird in das Gefäß hineingehalten und der Kunststoff unter Anwendung von Hitze zur Bildung der Verbindung geschmol-
3 4
zen. Dabei wird eine Kappe d vom Querschnitt eines genden Beschreibung angegeben. Weiterbildungen der
umgekehrten U luftdicht zu einem Stück mit dem restli- Erfindung sind in den Unteransprüc hen gekennzeichnet,
chen Gehäuse verbunden, so daß die Teile die in F i g. 5 Die Erfindung bringt erhebliche Vorteile, indem sie
gezeigte Anordnung bilden. Ein derartiger Aufbau nicht nur die große Verbindungsfläche zwischen uem
schließt nicht nur das Halbleiterelement e durch die 5 Isolierträger aus Berylliumkeramik und dem Kupferbol-Kappe
d von der Außenluft ab, sondern erlaubt auch zen gegenüber dem Stande der Technik ganz erheblich
eine relativ schnelle Abführung der im Betrieb entste- zu verkleinern gestattet, sondern gleichzeitig auch die
henden Wärme vom Element e zu einem nicht darge- relativ großen Verbindungsflächen der elektrischen Anstellten
Chassis über den wärmeleitenden Isolierträger Schlußleiter mit dem Berylliumkeramikträger, welche
b und den Metallträger a. 10 ebenfalls zur Rissebildung neigen, gänzlich vermeidet.
Ein in dieser Weise aufgebauter Leistungstransistor Erfindungsgemäß trägt nämlich der Berylliumkeramikist
jedoch nedi hinsichtlich der folgenden Punkte pro- Isolierträger nur das Halbleiterelement und kann daher
blematisch. in seinen Abmessungen (unter Berücksichtigung des an· hand von Fig.4 veranschaulichten Wärmeausbrei-
1. Zuverlässigkeit im gewünschten Betriebsverhalten: 15 tungskegels) bis in die Größenordnung von dessen Flä-Die
durch Wärmeschmelzung einer Silikonharz- chenausdehnung schrumpfen. Dadurch erhält man nicht
verbindung erhaltene Kappe d ist nur in begrenz- nur eine Verkleinerung der Verbindungsfläche zwitem
Maße luftdicht (nämlich maximal 10-8 Torr), so sehen Berylliumträger und Kupferbolzen, bei welcher
daß im Laufe der Jahre des Betriebs Verschlechte- die möglichen Verschiebungsampiituden zwischen den
rupgen eintreten, die insbesondere unter klimati- 20 beiden Materialien wesentlich kleiner sind und prakschen
und Temperatureinflüssen voi «inschreiten. tisch nicht mehr zu einer Rissebildung, geschweige denn
Dadurch werden aber die Eigenschaften des Bau- zu Brüchen, führen, während die entsprechend gefährelements
im Laufe der Jahre verschlechtert, und die deten Verbindungsstellen mit den Anschlußleitern an
Zuverlässigkeit des Bauelementes läßt nach. dieser Stelle überhaupt entfallen, sondern man spart
2. Beeinträchtigungen der mechanischen Festigkeit 25 auch Berylliummaterial.
infolge wiederholter thermischer Belastungen: Ein Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung verwendet
Transistor der erwähnten Art muß auch extremen die Erfindung zwei Gehäuseringe, die zu einem einzigen
Temperaturbedingungen in ausreichendem Maße Gehäusekörper zusammengesintert werden, wobei
widerstehen können. Aus diesem Grunde werden gleichzeitig die elektrischen Anschlußflächen durch die
solche Transistoren wiederholten Abkühl- und Er- 30 Verbindungsstelle hindurch in einer Weise gebildet werhitzungstesten
im Temperaturbereich von —60° den, daß keine spätere Rissebildung mehr zu befürchten
bis +150° C unterworfen. Bei dem vorbeschriebe- ist Außerdem ist dieser zusammengesinterte Gebäusenen
Transistor befindet sich der Isolierträger b in körper ebenfalls über eine vergleichsweise kleine VerKontakt
mit der ganzen Oberfläche des Metallträ- bindungsfläche am Kupferbolzen befestigt, so daß auch
gers a. Der Wärmeausdehnungskoeffizient des 35 hier nicht nur keine Rissebildung zu befürchten ist, son-Kupfers
da Metallträgers ist jedoch etwa zweimal dern trotzdem eine mechanisch sehr stabile Verbindung
so groß wie derjenige des Berylliums des Isolierträ- entsteht
gers (der lineare Wärmeausdehnungskoeffizient Die Erfindung ist im folgenden anhand der Darstel-
beträgt 15 · 10~6 gegenüber 7 ■ 10-6). Daher kon- lungen eines Ausführungsbeispiels näher erläutert Es
zentrieren sich infolge der unterschiedlichen War- 40 zeigt
meausdehnung die mechanischen Belastungen auf F i g. 1 einen Schnitt durch einen nach der Erfindung
die Zwischenfläche zwischen den beiden Trägerns ausgebildeten Hochfrequenz-Leistungstransistor;
a und b, wenn die wiederholten Kühl- und Heizfol- Fig. 2 eine Ansicht gemäß der Schnittlinie H-II in
gen durchgeführt werden, und da die Kontaktflä Fig. 1;
chcn der Träger a und b sich über die gesamte 45 F i g. 3 einen vergrößerten Ausschnitt aus F i g. 1;
Verbindungsfläche erstrecken, führt eine Wieder- Fig.4 eine Veranschaulichung der Größenverhält-
holung solch strenger Temperaturtesis zu Brüchen nisse zwischen Halbleiterelement und Isolierträger und
und Rissen infolge der mechanischen Beanspru- Fig.5 einen teilweise gebrochenen Querschnitt
chung an der einen Seite des Isolierträgers b und zu durch einen Hochfrequenz-Leistungstransistor üblicher
einer Verkürzung der Lebensdauer des Transistors. 50 Art.
Die gleichen Verhältnisse liegen an den Verbin- In den F i g. 1 und 2 ist ein nichtoxydierender Kupferdungsstellen
des Isolierträgers b mit den Leitungen bolzen als Metallträger 1 dargestellt. In der Mitte der
g vor. Die Ergebnisse der Abkühl- und £rhitzungs- Oberseite des Metallträger 1 ist ein Isolierträger 2 zur
tests haben schließlich gezeigt, daß solche Transi- Halterung des Bauelementes 4 mit einem Lötmittel 3
stören gegenüber Wärmebeanspruchungen außer- 55 aus einer üblichen eutektischen Goldlegierung bei etwa
ordentlich anfällig sind. 800°C angelötet worden. Der Isolierträger 2 ist schei-Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Halblei- benförmig ausgebildet und besteht aus gut wärmeleiterbauelement
zu schaffen, welches gegen Brüche und tendem Keramikmaterial, beispielsweise aus Beryllium-Risse
infolge unterschiedlicher thermischer Ausdehnun- keramik. Der Isolierträger 2 hat einen etwas kleineren
gen von Isolierträger und Metallträger unempfindlich 60 Durchmesser als im Falle der F i g. 5, so daß der Metallist
Weiterhin soll es unempfindlich gegen Brüche und träger nur innerhalb eines kleinen Bereichs etwa in der
Risse an den Verbindungssteilen der Träger mit den Mitte seiner Oberseite mit ihm verbunden ist. Bei dem
Stromanschlußteilen sein. Gleichzeitig soll auch die dargestellten Ausführungsbeispäel ist der Durchmesser
Luftdichtigkeit des hermetischen Abschlusses verbes- des Isolierträgers etwa halb so groß wie derjenige des
sert werden. 65 Metallträgers. Gemäß F i g. 4 verläuft von dem Halblei-Diese
Aufgabe wird durch die im Kennzeichenteil des terelement 4 ein Wärmeausbreitungskegel nach unten,
Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst Die sich dessen Seitenflächen etwa einen Winkel θ = 45° haben,
hieraus ergebenden Vorteile sind im Zuge der nachfol- Die Unterfläche D des Isolierträgers 2 ist gleich groß
oder gegebenenfalls etwas größer als die Unterfläche
des durch den Isolierträger verlaufenden Kegels, dessen Höhe t ist.
Ein erster isolierender Gehäusering 6 umgibt den Isolierträger 2 außerhalb in einem kleinen Abstand 10, ohne
ihn zu berühren. Ein zweiter isolierender Gehäusering 7 ist mit einem Teil der Oberseite des Gehäuseringes
6 über eine elektrisch leitende Anschlußfläche 9 verbunden. Der Gehäusering 6 dient zur Befestigung
am Metallträger 1 und zur Verbindung der Leitungen, während der Gehäusering 7 der Befestigung eines Dekkels
8 dient. Die beiden isolierenden Gehäuseringe 6 und 7 verhalten sich nicht nur günstiger hinsichtlich der
Wärmeleitung, sondern zeichnen sich auch durch besondere mechanische Festigkeit (bei hohen Temperaturen)
aus. Sie bestehen aus Keramikmaterial, welches sich zu einem Körper sintern läßt, beispielsweise zusammengesintertes
Aluminiumkeramikmaterial. Die beiden Ringe werden derart miteinander vereinigt, daß zwei Aluminiumausgangsmaterialien,
die durch ein übliches Mehrschichtverfahren in zylindrische Formen geschmolzen worden sind, zu einem Körper zusammengesintert
v/erden, wobei einer unter Zwischenlage eines elektrisch leitenden Materials ai. den Anschlußflächen 9
über den anderen gelegt und beide zusammengesintert werden.
Im einzelnen wird ein ringförmiges, elektrisch leitendes Flächenteil (hier mit vier Anschlüssen dargestellt)
mit Anschlußflächen 9 und Unterbrechungen 13 gemäß Fig.2 durch Aufdrucken einer Wolframpaste oder
Wolfram-Mangan-Legierungspaste auf die Oberfläche des Gehäuseringes 6 aus einem unbearbeiteten Aluminiumkeramikmaterial
ausgebildet, und der Gehäusering 7 aus einem ebensolchen Material wird zur Befestigung
des Deckels geeigneter Höhe auf das so gebildete Isolierteil aufgelegt. Dann werden die Gehäuseringe 7 und
6 unter einer reduzierenden Atmosphäre von 1600 bis 17000C zu einem Körper zusammengesintert, wobei die
gedruckten Anschlußflächen 9 metallisieren, die dann auf ihren freiliegenden Oberflächen mit einer Nickelschicht
91 plattiert und dann bei etwa 10Q0°C in reduzierender
Atmosphäre nochmals gesintert werden. Anschließend werden sie mit einer dünnen Schicht eines
Lots 5 aus einer eutektischen Gold-Legierung bei 3000C überzogen. Auf diese Weise wird auch der mit dem
Gehäusering 7 zu einem Stück verbundene Gehäusering 6 mit einem Lot 3 aus einer eutektischen Silber-Kupfer-Legierung
auf der Oberseite des Metallträgers 1 befestigt. Mit Hilfe eines Lots 5 aus einer eutektischen
Gold-Legierung wird das Halbleiterelement 4 auf der Oberseite des Isolierträgers 2 befestigt. Ferner wird das
Halbleiterelement 4 mit Hilfe von Drähten 11 mi» den einzelnen leitenden Anschlußflächen 9 verbunden. Mit
den Anschlußflächen 9 des Gehäuseringes 6 sind ferner vier Leiter 12 über eine Lötschicht 5 verbunden, die
unter Verwendung eines eutektischen Silber-Kupfer-Legierungslots 3 auf den Anschlußflächen 9 ausgebildet
sind.
Nachdem die Verbindungen in dieser Weise hergestellt sind, v/ird der scheibenförmige Deckel 8 mit einem
eutektischen Gold-Legierungslot 5 auf der Oberseite des Gehäuserings 7 befestigt, so daß ein luftdichter Abschluß
entsteht, womit der Aufbau beendet ist. Für den luftdichten Deckel 8 wird ein Material wie beispielsweise
eine Kobalt-Nickel-Eisen-Legierung verwendet, die außerordentlich dicht ist und einen niedrigen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten hat, der etwa gleich demjenigen von Aluminiumkeramikmaterialien ist.
Auch lassen sich Metalle wie Molybdän oder Wolfram oder auch andere Keramikmaterialien und Glas von
gleichem thermischen Ausdehnungskoeffizienten wie das Aluminiumkeramikmaterial verwenden, um einen
hermetischen Abschluß von außerordentlich großer Luftdichtigkeit (schätzungsweise 10-10 Torr) zu erreichen.
Bei der beschriebenen Ausbildung eines Leistungstransistors wird die Verlustwärme vom Halbleiterelement
4 vom Isolierträger 2 aus Berylliumkeramik, welches unmittelbar unter dem Element 4 angeordnet ist,
durch den kupfernen Metallträger 1 zum Chassis abgeleitet, so daß sich eine geeignete Betriebstemperatur für
das Bauelement 4 einstellt. Ein wesentliches Merkmal des hier beschriebenen Halbleiterbauelementes besteht
darin, daß der Isolierträger 2 so klein gemacht wird, daß er nicht die gesamte Oberseite des Metallträgers berührt,
sondern mit diesem nur innerhalb eines möglichst kleinen Bereiches in Kontakt tritt, der ausreichend ist,
um die Hitze auf die Mittelfläche des Metallträgers abzuleiten. Ferner ist die Verwendung eines Gehäuseringes
6 aus Aluminiumkeramik von Bedeutung, welcr.es
die gleichen guten Wärmeleitungseigenschaften und mechanischen Eigenschaften wie das Material des Isolierträgers
2 hat und auch im thermischen Ausdehnungskoeffizienten mit dem Berylliumkeramikmaterial übereinstimmt
und dennoch eine doppelt so große Festigkeit erbringt, da es den Isolierträger 2 nicht berührt, sondern
im Abstand von ihm ist Ferner trägt der Gehäusering 6 die Leitungen 12. Auch bringt die Sinterung des Gehäuseringes
6 mit dem Gehäusering 7 gleicher Eigenschaften zu einem einzigen mehrschichtigen Teil Vorteile
hinsichtlich des hermetischen Abschlusses im oberen Teil des Gehäuses des Deckels 8 aus luftdichtem Material.
Die Verringerung der Berührungsfläche zwischen dem Isolierträger 2 und dem Metallträger 1 führt bei
dem hier beschriebenen Aufbau zu einer wesentlichen Verringerung der thermischmechanischen Belastung an
der Zwischenfläche zwischen den beiden Teilen, welche durch den thermischen Ausdehnungskoeffizienten und
die Berührungsfläche bestimmt ist, so daß der Ausbildung von Brüchen und Rissen entgegengewirkt wird,
welche durch die Konzentration der Belastung bei wiederholten Kühl- und Erhitzungstests an der Endfläche
des Isolierträgers entstehen würden. Andererseits zeichnet sich der Gehäusering 6, an welchem die Leitungen
12 befestigt sind, durch verbesserte Wärmeleitfähigkeit und mechanische Festigkeit aus, so daß dementsprechend,
selbst wenn der Gehäusering 6 sich in Kontakt mit der Oberseite des Metallträgers 1 und den Leitungen
12 über einen relativ großen Flächenbereich befindet und an ihnen befestigt ist und ein großer Unterschied
der thermischen Ausdehnungskoeffizienten zwischen diesen Bauteilen besteht, nicht nur die Überlegenheit
dieser Teile hinsichtlich der mechanischen Festigkeit die Entstehung von Brüchen und Rissen verhindert,
sondern auch der zwischen dem Isolierträger 2 und dem Gehäusering 6 bestehende Zwischenraum thermische
Beeinflussungen zwischen diesen beiden Teilen verhindert.
Der vorbeschriebene Transistor zeigt infolge seiner erläuterten Konstruktionsmerkmale wesentlich geringere
thermisch bedingte mechanische Beanspruchungen als bekannte Transistoren. Infolge der beschriebenen
Konstruktion kann das bisher angewendete Verfahren des Einfüllens von Kunstharzpulver unter Hitze und
Druck zum hermetischen Abschluß des Gehäuses und
des Deckels aufgegeben werden, stattdessen kann ein plattenförmiger Deckel 8 verwendet werden, welcher
einen hermetischen Abschluß ermöglicht, so daß der Transistor auch über lange Betriebszeiten luftdicht abgeschlossen
bleibt und sich in seinen Eigenschaften nicht verändert. Die eingangs unter Punkt 1) und 2) erwähnten
Probleme, welche bei üblichen Transistorgehäusen auftreten, lassen sich auf diese Weise zufriedenstellend
lösen.
Wenn vorstehend die Erfindung auch am Beispiel eines Hochfrequenz-Leistungstransistors beschrieben ist,
so eignen sich ihre wesentlichen Merkmale auch zur Herstellung von anderen Halbleiterbauelementen, beispielsweise
Thyristoren oder Triacs oder sonstige zur Leistungsregelung verwendeter Elemente, ferner für integrierte
Leistungsschaltungen. Die entsprechenden Materialien, Teileformen und Größen des Metallträgers
1, des Isolierträgers 2, der Gehäuseringe 6 und 7 und des Deckels 8 sowie das Material der Leitungen 12, Materialform
und Anzahl der Anschlüsse der elektrisch leitenden Anschlußflächen 9, die Metallisierungsverfahren,
das Verlöten der Teile usw. sind dann im Rahmen der Erfindung entsprechend anzupassen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
10
15
20
25 30 35 40
50 55 60 65
Claims (7)
1. Halbleiterbauelement mit einem auf der Oberfläche eines Metaliträgers befestigten Isolierträger
aus Berylliumkeramik, auf dem ein Halbleiterelement befestigt ist, und mit einem durch einen Deckel
abgeschlossenen Gehäusering aus Aluminiumkeramik, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gehäusering (6) unmittelbar auf dem Metallträger (1) befestigt und derart bernessen ist, daß er den
Isolierträger (2) mit Abstand umgibt und mit seiner Oberseile über diesen hinausragt, und daß auf der
Oberseite des Gehäuseringes (6) unter teilweiser Freilassung dort ausgebildeter elektrisch leitender
Anechlußflächen (9) ein zweiter Gehäuaering (7) aus Aluminiumkeramik angeordnet und mit dem ersten
Gehäusering (6) zu einem einzigen Gehäusekörper vereinigt ist
2. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche des Isolierträgers
(2) gleich groß oder geringfügig größer als die Bodenfläche des Wärmeausbreitungskegels
ist, der sich im Isolierträger (2) zwischen dem Halbleiterelement (4) und dem Metallträger (1) mit einem
Seitenflächenwinkel von etwa 45° ausbildet
3. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende
Anschlußfläche (9) zwischen dem ersten Gehäusering (6) und dem zweiten Gehäusering (7) durch ein
auf eine Gehäuseringoberfläche aufgedrucktes Material gebildet ist, welches beim Zusammensintern
des ersten Gehäuseringes (6) mit dem zweiten Gehäusering (7) metallisiert.
4. Halbleiterbauelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende
Anschlußfläche (9) aus einer Mehrzahl ringsegmentförmiger Teile bestehen, die durch Aussparung von
Zwischenräumen voneinander getrennt sind.
5. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierträger (2) mit
dem Metallträger (1) über ein Lot aus einer eutektischen Silber-Kupfer-Legierung verbunden ist.
6. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halbleiterbauelement
(4) mit dem Isolierträger (2) über ein Lot aus einer eutektischen Gold-Silber-Legierung verbunden
ist
7. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (8) scheibenförmig
ausgebildet ist und aus einer Kobalt-Nickel-Eisen-Legierung besteht
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: KYOCERA CORP., KYOTO, JP |
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| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: VON BEZOLD, D., DR.RER.NAT. SCHUETZ, P., DIPL.-ING |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition |