DE2248354C3 - Vorrichtung zur Herstellung von Vliesen aus Fasern unterschiedlicher Art - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Vliesen aus Fasern unterschiedlicher ArtInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Vliesen aus Fasern unterschiedlicher
Art, bestehend aus drei nebeneinander angeordneten Faserzuführeinrichtungen für die verschiedenen Faserarten
und einem endlosen Band, auf das die Fasern aus den Faserzuführeinrichtungen unmittelbar fallen und
von dem sie, eine Bahn bildend, abtransportiert werden.
Eine bekannte Vorrichtung dieser Art (siehe DE-PS lä 16 212) stellt Vliese her, bei denen die Schichten sich
nicht durchdringen und die Fasern der Schichten sich bezüglich ihrer Länge nicht voneinander unterscheiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemd3 der eingangs erwähnten Art derart
auszubilden, daß die äußeren Schichten der mit dieser Vorrichtung hergestellten Vliese lange Fasern und die
mittlere Schicht kurze Fasern enthalten und die Schichten sich gegenseitig etwas durchdringen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß in Transportrichtung eine Faserzuführeinrichtung
für kurze Fasern zwischen zwei Faserzuführeinrichtungen für lange Fasern vorgesehen ist und daß alle
Faserzuführeinrichtungen in eine gemeinsame Faserauslaßöffnung münden.
Auf diese Weise wird erreicht, daß sich zunächst eine Schicht aus langen Fasern bildet, daß sich auf diese eine
Schicht aus kurzen Fasern und auf diese wiederum eine Schicht aus langen Fasern legt Dadurch aber, daß alle
drei Faserzuführeinrichtungen in einer Faserauslaßöffnung münden, wird erreicht, daß sich die Schichten
etwas durchdringen.
Es sei erwähnt, daß auch schon eine Vorrichtung zur Herstellung von Vliesen bekannt ist (siehe US-PS
35 35187, Fig.3), bestehend aus drei nebeneinander
angeordneten Faserzuführeinrichtungen für verschiedene Faserarten und einem endlosen Band, auf das die
Fasern aus einer Faserzuführeinrichtung fallen und von dem sie, eine Bahn bildend, abtransportiert werden.
Indessen unterscheiden sich auch bei dieser nicht die Fasern hinsichtlich ihrer Länge voneinander und ferner
werden auch nicht Vliese aus drei Schichten erzeugt. Vielmehr laufen alle Fasern zunächst zwischen zwei
Walzen hindurch und gelangen dann erst, ein Vlies mit durchgehend gleichem Aufbau bildend, auf das endlose
Band.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der Zeichnung. Darin zeigt
F i g. 1 eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Bahn,
F i g. 2 einen Teil dieser Vorrichtung,
F i g. 3 ein Trennelement,
Γ)
Fig. 4 einen Teil einer Trennwand und
F i g. 5 den in F i g. 2 dargestellten Teil von der Seite.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 100 eine Zerkleinerungseinheit bezeichnet, in die eine Leitung 10 mit einem
Mündungsstück 11 mündet, durch die Holzfasern, von einer nicht dargestellten Zerkleinerungsmaschine
od. dgl. kommend, gefördert werden. Das Mundstück 11
ist mit einer Trennwand 112 verbunden, die weiter unten
im einzelnen beschrieben ist.
Mit der Zerkleinerungseinheit 100 werden Fasern f\ kurzer Länge aus Holz erzeugt Innerhalb der
Trennwand 112 laufen Trennelemente 101 (siehe auch Fig.3). Diese besitzen einen Mittelteil 103 mit einer
Öffnung 104, durch die eine Welle 110 läuft, und zwei
dreieckförmige Arme 105. Die Trennelemente 101 sind relativ dünn (ca. 1 bis 5 mm, insb. 3 mm dick) und
möglichst leicht Allerdings müssen sie eine relativ hohe Rotationsgeschwindigkeit aushalten können. Zweckmäßigerweise
wird Aluminium verwendet Zur Gewichtsreduzierung sind Löcher 194 vorgesehen. Im übrigen
sind die Trennelemente flach und eben, um den Luftwiderstand während der Rotation zu reduzieren.
Arme, die gekrümmt oder sonstwie verdreht sind, drücken ventilatorartig und führen zu Faserklumpen
und damit zu Unregelmäßigkeiten in den Bahnen.
Die Trennelemente 101 sind in axialer Richtung hintereinander und zueinander winkelmäßig versetzt
fest auf einer Welle 110 über die gesamte Länge der
Trennwand 102 angeordnet Wichtig ist, daß die Winkel zwischen den Armen 105 zufallsbedingt sind, so daß die
Arme nicht auf einer Spirale oder Schraubenlinie liegen, was einen Luftstrom in axialer Richtung verursachen
würde, der die Fasern zum einen Ende der Wand 102 fördern würde. Die Welle 110 wird von einem nicht
dargestellten Motor angetrieben. Die Rotationsgeschwindigkeit ist hoch und so geartet, daß die Ausbeute
z. B. 40 g/m2 Faserbahn beträgt, erzeugt auf einem
2600 mm breiten Band, das mit einer Geschwindigkeit von 300 m/min, läuft Die Rotatiorisgaschwindigkeit der
Welle 110 ist regulierbar, so daß die Ausbeute gesteuert
werden kann, zweckmäßigerweise zwischen 20 und 200 g/m2 bei einer Fördergeschwindigkeit zwischen 100
und 300 m/min.
Die Trennwand 102 ist vorzugsweise 13 bis 3 mm
dick und mit Löchern 112 versehen, die, abgesehen vom
Einlaßteil, über die gesamte Trennwand gleichförmig verteilt sind. Auf diese Weise erzielt man eine größere
Ausbeute als bei bisherigen Vorrichtungen. Der Durchmesser der Löcher ist vorzugsweise 3 bis 5 mm,
insbesondere 4,5 mm. Der Abstand 5(siehe F i g. 4) liegt zwischen 4,5 und 7 mm, vorzugsweise beträgt er 6,5 mm.
Die Löcher erstrecken sich somit über 30 bis 50% der Gesamtfläche der Wand 102. Wären die Löcher größer,
so würae das bedeuten, daß die Fasern schlechter von der Trennwand ausgesiebt würden. Wären die Löcher
kleiner, so würde das dazu führen, daß die Fasern weniger leicht aus der Trennwand 102 austreten
können. Der Siebprozeß hängt auch von der Umfangsgeschwindigkeit der Trennelemente 101 ab. Unter
Berücksichtigung der oben erwähnten Durchmesserwerte liegt eine besonders günstige Umfangsgeschwindigkeit
bei 60 bis 80 m/Sek. Eine kleinere Geschwindigkeit hat eine geringere Siebwirkung zur Folge und führt
unter Umständen dazu, daß Faserflocken austreten. Ist andererseits die Geschwindigkeit zu groß, so tritt eine
unerwünschte Ventilatorwirkung ein.
Die Trennwand ist ungefähr 2000 mm lang. Stützrippen od. dgl. sind möglichst vermieden, da diese den die
Fasern tragenden Luftstrom stören und Flockenbildungen begünstigen würden.
Die Spitzen der Trennelemente 101 befinden sich unmittelbar neben der Innenseite der Trennwand 102
(siehe F i g. 3). Durch die Bewegung der Trennelemente (im vorliegenden Fall im Gegenuhrzeigersinn) entsteht
im Bereich a, also vor den Trennelementen, ein Oberdruck und im Bereich ü, d. h. auf der Rückseite der
Trennelemente, ein Unterdruck. Das hat zur Folge, daß die Luft des Bereiches a aus den öffnungen 112 u;
ausströmt und dabei getrennte Fasern mitnimmt und Luft des Bereiches b durch die Löcher 112 angesaugt
wird. Durch diese Luft-Hin- und Herbewegung werden die Löcher frei von Fasern gehalten. Fasern, die nicht
von anderen Fasern befreit worden sind und nicht is ausgetreten sind, werden somit von den Spitzen der
Trennelemente oder den Luftströmen erfaßt und wieder in das Innere der Wand 102 gezogen. Diese Wiikung ist
unter anderem darauf zurückzuführen, daß Flocken ein größeres Trägheitsmoment im Hinblick auf ihren >o
Luftwiderstand als einzelne Fasern haben. Zusammenhängende, Fasern, also Flocken, haben scmit die
Tendenz, mit dem Luftstrom und den Trennelementen zu rotieren, bis sie völlig in einzelne nicht mit anderen
Fasern zusammenhängende Fasern aufgetrennt und aufgeteilt sind. Diese Auftrennung und Zerkleinerung
erfolgt dadurch, daß die Fasern einerseits mit den Kanten der Trennelemente IUl und andererseits mit
den Kanten 112a der Löcher 112 zusammenstoßen.
Mit 113 ist ein Gehäuse bezeichnet, das die in Zerkleinerungskammer 114 bildet, in der sich die
Trennwand 102 befindet Das Gehäuse 113 weist auf beiden Seiten Längsschlitze 115 auf. Durch diese
Schlitze tritt ein konstanter Luftstrom, der einer Flockenbildung der Fasern am Boden des Gehäuses 113, r>
wo sich die Fasern sammeln, entgegenwirkt
Aus diesem Grunde und zur Erhöhung des Luftanteils der Luftfasermischung sind weitere Lufteintrittsöffnungen 116 mit Klappen 117,117' vorgesehen. Die Klappen
117, 117' sind einstellbar, so daß man ein bestimmtes ■»(>
Konzentrationsverhältnis Luft/Fasern einstellen kann. Der Luftstrom durch die öffnungen 116 entfernt
zugleich die Fasern, die sich am oberen Teil der inneren Wand des Gehäuses angesammelt haben. Die voneinander getrennten Fasern werden also von den verschiede- -ti
nen Luftströmen, die vorwiegend entlgng der Innenseite des Gehäuses 113 strömen, einwandfrei an der
Flockenbildung gehindert Dem gleichen Zweck dient eine Vergrößerung des Gehäuses 113 zum Faserauslaß
118 hin. Auf diese Weise wird eine konstante w Strömungsgeschwindigkeit innerhalb aller Bereiche der
Kammer 114 aufrechterhalten. Aus diesem Grunde muß auch mehr Frischluft in die rechte Hälfte der Kammer
114 in bezug auf Fig. 1 als in die linke Hälfte der Kammer 114 strömen, deshalb müssen die Klappen 117', μ
also die Klappen, wo sich die Luft entgegensetzt zu den Armen 105 bewegt, weiter offen sein als die Klappen
117, also die Klappen, wo sich die Luft in der gleichen
Richtung wie die Arme 105 bewegt.
Das Gehäuse 113 einschließlich beider Enden besteht t>o
zweekmäßigerweise aus durchsichtigem öder durchscheinendem Kunststoff, z. B. Vinylchlorid oder Acrylharz. Die Vorgänge im Innern des Gehäuses 113 können
auf diese Weise beobachtet und die Klappen 117, 117'
entsprechend eingestellt werden. Ein weiterer Vorteil hr>
des erwähnten Materials besteht darin, daß es nicht so
leicht den Taupunkt erreicht wie irgendein Metall.
Ferner kann es sich auf das Potential der Fasern aufladen, so daß diese daran gehindert werden, sich
aufgrund statischer Elektrizität an der Innenseite des Gehäuses 113 zu sammeln.
Die Öffnung 118 erstreckt sich über die gesamte Länge des Gehäuses 113. Aus ihr treten die Fasern aus
und legen sich auf eine Drahtbahn 119.
Mit der Zerkleinerungseinheit 100 ist eine Einheit 150 kombiniert, die lange Fasern h erzeugt Diese Einheit
erstreckt sich über die gesamte Länge der Einheit 100. Die Einheit 150 weist einen Trichter 151 auf, der aus
einer inneren Wand 152 und einer äußeren Wand 153 besteht Der Ausgang des Trichters ist zugleich der
Ausgang für die kurzen Fasern /i. Die innere Wand 152 des Trichters 151 ist mit dem unteren Teil des Gehäuses
113 verbunden. Ihr oberes Ende liegt dicht neben einer
Rolle 154, auf der sägezahnförmige MetaJldrähte 155 gewickelt sind. Auf der anderen Seite der Rolle 154
befinden sich eine Buckelplatte 156, deren Kante mit den Zähnen der Drähte 155 zusammenarbeitet Eine aus
langen Fasern bestehende Bahn 157 w.rd von einer Rolle 158 angetrieben und läuft zwischen dem Draht
usw. den Drähten 155 und der Platte 156 hindurch. Dabei wird sie von dem Draht 155 in einzelne Fasern h
großer Länge gekämmt Die auf diese Weise erzeugten langen Fasern fi fallen durch den Trichter 151 nach
unten und legen sich auf das Band 119, wobei sie eine erste Schicht im Bereich 118' bilden. Anschließend legt
sich darauf eine zweite Schicht bestehend aus den kurzen Fasern f\. Unier dem Einfluß einer Saugeinheit
120 geraten die kurzen Fasern f\ zwischen die langen Fasern h, mit denen sie sich verbinden. Ein Klebstoff ist
insofern zunächst jedenfalls nicht erforderlich.
Eine zweite Einheit zur Erzeugung langer Fasern ist
auf der anderen Seite der Einheit 100 vorgesehen. Diese erzeugt eine dritte Schicht die sich auf die zweite
Schicht legt
Die Saugeinheit 120 erstreckt sich Ober die gesamte Öffnung 118. Der Abstand h zwischen der Wand 102 und
dem Band 119 sollte zwischen 150 und 300 mm liegen. Bei einem kleineren Abstand behindert der Wind, der
von den sich drehenden Zerkleinerungselementen 101 erzeugt wird, die Beschichtung auf dem Band 119.
Große Abstände führen zu Wirbelströmen, die die Oberfläche der Schichten zerstören.
In Bewegungsrichtung neben der Saugeinheit 120 befindet sich eine Hüfssaugeinheit 124, die eine
Zerstörung der bereits gebildeten Bahn durch einen Luftstrom an der Ablaufseite der Bahn verhindert
Die auf dem Band gebildete Bahn wird von einer Saugrolle 130 aufgenommen und auf ein weiteres
Transportband 131 geiegt, das sie zur weiteren Vcrarueivungsstation bekannter Art transportiert
Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsfoim einer
Gesamtanlage. Das Transportband 131 fördert die Bahn, bestehend aus langen und kurzen Fasern in einer
Einheit 132, wo Klebstoff aufgesprüht wird. Dann gelangt die Bahn
<n eine erste Trockenkammer 133. Anschließend wird mittels einer weiteren Saugrolle 134
die Unterseite der Bahn freigelegt Und die Bahn durch eine Einheit 135 geführt, wo abermab Klebstoff
aufgesprüht wird. Schließlich wird die Bahn durch eine zweite Trockenkammer 136 geführt und dann zu einer
Rolle 137 aufgewicke'i.
Claims (1)
- Patentanspruch;Vorrichtung zur Herstellung von Vliesen aus Fasern unterschiedlicher Art, bestehend aus drei nebeneinander angeordneten Faserzuführeinrichtungen für die verschiedenen Faserarten und einem endlosen Band, auf das die Fasern aus den Faserzuführeinrichtungen unmittelbar fallen und von dem sie, eine Bahn bildend, abtransportiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung eine Faserzuführeinrichtung (100) für kurze Fasern zwischen zwei Faserzuführeinrichtungen (150) für lange Fasern vorgesehen ist und daß alle Faserzuführeinrichtungen (100, 150) in eine gemeinsame Faserauslaßöffnung (118) münden.
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