DE2247765C3 - Verfahren zur Herstellung von Monohalogenacylhalogeniden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MonohalogenacylhalogenidenInfo
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Description
O C=O
bestehendem oder mindestens ein solches Lacton als Lösungsmittel enthaltendem Reaktionsmedium
durchführt, wobei R. R1. R2, R3, R4. R5. R6, R:. R,.
und R9 gleich oder verschieden sind und je ein
Wasserstoff- oder Halogenatom oder einen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, den
Phenylrest. einen Alkylphenylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, den Benzylrest
oder einen Alkyibenzylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen
im .Alkylrest bedeuten und λ h und c
gleich oder verschieden sind und jeweils O oder 1 bedeuten.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Monohalogenacv!halogeniden durch Umsetzen
eines Ketens mit einem Halogen in flüssiger Phase. Insbesondere betrifft die Erfindung die Halogenierung
von Ketenen in Gegenwart eine.·, Lösungsmittels bzw.
Reaktionsmediums, das die Bildung von Polyhalogeniicylhalogeniden
hemmt oder verhindert und die Bildung von Acyllialogeniden auf einem Minimum
hält. Der Ausdruck »Halogen«* umfaßt in der vorliegenden
Rcschreibung und den Ansprüchen Chlor. Brom. Jod und Halogenhalogenide, wie Jodmonochlorid,
Jodmonobromid und Bromnionochlorid.
Die Halogenierung von Keten in flüssiger Phase ist bekannt, jedoch führten die bislang bekannten
Methoden zur Durchführung dieser Umsetzung zur Bildung von Monohalogenacetyllialogeniden, die mit
beträchtlichen Prozentsätzen an Dihalogenacetylhalogeniden und polyhalogenierten Nebenprodukten
verunreinigt sind. Bei diesen bekannten Verfahren werden Lösungsmittel, wie Chlorbenzole. Nitrobenzol.
Tetrachlorkohlenstoff, Chloracetylchlorid, Acctylchlorid,
1.2-Dichloräthan. Acetonitril, Benzonitril. Nitromethan und verschiedene andere Lösungsmittel
verwendet. Allen diesen Lösungsmitteln ist der Nachteil gemein, daß ihre Verwendung /ur Bildung einer
beträchtlichen Menge an Dihalogenacctylhalogenid neben dem als Produkt erwünschten MonohalogeniicctvIhalogenid
führt. Bei der Verwendung einiger dieser Lösungsmittel bilden sich auch die ebenfalls
unerwünschten Trihalogenacetylhalogenide. Die Dihalogenderivate besitzen keinen Handelswert, und
ihre Abtrennung von den Monohalogenderivaten ist zudem teuer und zeitraubend. So besitzt beispielsweise
Dichloracetylchlorid einen Siedepunkt von etwa 107=C, während Monochloracetylchlorid einen Siedepunkt
von etwa 105°C besitzt. Auf Grund der sehr nahe beieinanderliegenden Siedepunkte lassen sich
diese beiden Verbindungen nur sehr schwer trennen, daß dem Halogenierungsverfahren, '^nn die
ίο SO
Halogenierung in den bislang für die: Zweck bekannten Lösungsmitteln durchgeführt wird, eine
teuere und unwirtschaftliche Trennung nachgeschaltet werden muß.
Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Monohalogenacetylhalogenide sind wertvolle
Zwischenprodukte für die Herstellung von als Herbicide
verwendbaren Λ-Halogenacetaniliden und anderen
Produkten. Im Gegensatz hierzu haben die entspre-
ao chenden Di- und Trihalogenacetylhalogenide keine
kommerzielle Bedeutung. Anders gesagt, stellen sie im Gemisch mit den kommerziell wertvollen Monohalogenacetylhalogeniden
lediglich Verdünnungsmittel dar, die deren Wirksamkeit vermindern. Die Bedeutung
dieses Problems läßt die Tatsache erkennen, daß alle im Handel erhältlichen Chloracetylchloride mit beträchtlichen
Mengen Dichloracetylchlorid verunreinigt sind, wobei der Dichloracetylchloridgehalt in einigen
Fällen bis zu 6"„ beträgt.
Erfindungsgemäß werden die Nachteile der nach dem Stand der Technik verwendeten Lösungsmittel
bzw. der bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von Halogenacetylhalogeniden durch Umsetzen eines
Ketens mit einem Halogen in Gegenwart eines Lösungs- bzw. Verdünnungsmittels durch ein Verfahren
überwunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Umsetzung in einem Lacton der allgemeinen
Formel
| (CRR1I0 | - (CR,R | 3h | (CR1R | .-,)-■ CR | ,Rt-CR8R, |
| O | C ■-- O | ||||
| (I) |
bestehenden oder mindestens ein solches Lacton als L<
imgsinittel enthaltendem Reaktionsmedium durchführt,
wobei R, R1, R.,, R11. R.„ R„ R6. R7. Rs und R.,
gleich oder verschieden sind und je ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder einen Alkylrest mit höchstens
6 Kohlenstoffatomen, den Phenylrest, einen Alkylphenylrest mit höchstens d Kohlenstoffatomen im
Alkylrest, den Benzylrest oder einen Alkyibenzylrest
mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen im Alkylrest bedeuten und a, h und c gleich oder verschieden sind
und jeweils O oder 1 bedeuten.
Das Verfahren der Erfindung umfaßt die Halogenierung von Keten (CH2 C O) sowie substituierter
Ketene, wie Melhylketen, Dimethylketen, Äthylketen, Diätinlketen, Phenylketen und Diphenylketen.
Die gemäß dem Verfahren der Erfindung einzusetzenden
Lactone sind v-Laclone, sowie [i-, Λ- und
,■-Lactone allein oder in beliebiger Kombination.
Geeignete Lactone sind beispielsweise/i-Propiolacton,
Λ- und y-Valerolactone, -/-Bulyrolacton und ,-Caprolactone.
Die in Betracht kommenden Lactone können substituiert oder unsubstituiert sein. Geeignete Sub-
stituenten sind Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, Phenyl-, folyl-, Xylyl-, Benzyl- und
Methylbenzylreste sowie Chlor, Brom und Jod. Wenn in das Reaktionssystem ein ungesättigtes Lacton
eingeführt wird, so wird es durch Addition von Halogenierungsmittel an zwei ursprünglich durch eine
Doppelbindung miteinander verbundene benachbarte Kohlenstoffatome gesättigt.
Beim Verfahren der Erfindung werden das Keten und das Halogen in das aus Lacton(en) bestehende
oder Lacton(e) enthaltende Lösungsmittelmedium eingeführt, wo sie unter Bildung von Monohalogenacylhalogeniden
reagieren, die aus dem Reaktionsmedium nach herkömmlichen Methoden, z. B. Destillation,
vorzugsweise unter vermindertem Druck, abgetrennt werden. Das Verfahren der Erfindung
kann sowohl kontinuierlich als auch absatzweise durchgeführt werden. Die Verfahrensbedingungen,
bei welchen die Umsetzung durchgeführt wird, sind nicht k-itisch, jedoch hält man sie vorzugsweise
innerhalb bestimmter Grenzwerte, um die Ausbeute an Monohalogenacylhalogeniden möglichst hoch zu
halten. Im wesentlichen ist es nur erforderlich, daß die
Lactone unter den herrschenden Reaktionsbedingungen flüssig sind. Aus praktischen Erwägungen wird
die Umsetzung jedoch normalerweise in einem Temperaturbereich von etwa — 50 bis 150:C
und unter einem Druck von etwa 50 Torr bis etwa 2 kp cm2 durchgeführt. In den meisten Fällen arbeitet
man jedoch vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen etwa 0 und etwa HO^C und einem Druck
zwischen etwa 100 und 760 Torr. Die Reaktion des Halogens mit dem Keten verläuft — unabhängig vom
Molverhältnis, in dem die Reaktionsteilnehmer eingesetzt werden - unter Bildung von im wesentlichen
reinen Monohalogenacylhalogeniden. Die Vorteile des Verfahrens der Erfindung werden jedoch in
höherem Maße verwirklicht, wenn das Molverhältnis von Halogen zu Keten in einem Bereich von etwa
0.8 : I bis etwa 2.0: 1 gehalten wird. Optimale Eüebnisse
erzielt man mit einem Molverhältnis · on Halogen zu Keten zwischen elwa 1 : 1 und etwa 1,3: 1. Die
Anwesenheit eines erfindungsgemäß zu verwendenden I.actons im Rcaktionsmedium verringert die Bildung
von Acylhalogenidcn auf ein Minimum und schließt die Bildung von Dihalogenacylhalogcnicien und anderen
polyhalogenierten Nebenprodukten im wesentlichen vollständig aus.
Eriindungsgemäß kann das Reaktionsmedium im
wesentlichen vollständig oder auch nur zu einem kleineren Teil aus Lacton(en) bestehen. Die Vorteile
des Verfahrens der Erfindung sind besonders ausgeprägt, wenn das Lösungsmittelgevvichtsverhältnis
hoch ist, jedoch erzielt man selbst dann beträchtliche Vorteile, wenn das Lacton nur in verhältnismäßig
geringen Mengen vorhanden ist. Die unerwünschten polyhalogenierten Acylhalogenide bilden sich selbst
dann nur in winzigen Mengen, wenn das Reaktionsmedium Lactonlösungsnittel in einem niedrigen
Verhältnis aufweist, und bei höheren Verhältnissen wird ihre Bildung im wesentlichen vollständig ausgeschlossen.
Das Gewichtsverhältnis von Lacton(en) zur Summe aus Lacton(en) und dem Produkt, d. h.
das Lösungsmiltelgewichtsvcrhältnis. kann zwischen etwa 0.05 : I und etwa 0,99 : 1 schwanken. Tatsächlich
verringert sich während des üblichen Verlaufs einer Chargenreaktion das LösungsmiUelgewiehtsverhältnis
mit der Bildung von Produkt, das sich mit dem das
Reaktionsmedium bildenden Lacton vermischt. Bei der praktischen Durchführung eines kontinuierlichen
Verfahrens kann das Lösungsmittelgewichtsverhältnis konstant gehalten oder nach Wunsch variiert werden.
Die nachstehenden speziellen Ausführungsbeispiele erläutern das Verfahren der Erfindung. In den Beispielen
und der Beschreibung überhaupt handelt es sich bei Mengenangaben jeweils um Gewichtsteile,
wenn nichts anderes angegeben ist.
Ein geeignetes, mit einem Rührer, einem Gasauslaß, einem Temperaturanzeiger und zwei unter dem
Lactonspiegel mündenden Gassprinklern ausgerüstetes Reaktionsgefäß wird mit etwa 191 Teilen (Lösungsmittelmenge)
y-Buivvolaeton (Lösungsmittel) beschickt.
Dann werden Keten (Keten) und Chlor (Halogen) durch jeweils einen eigenen Sprinkler mit
konstanter und im wesentlichen äquimolarer Geschwindigkeit
unter ständigem Rühren bei Atmo- -.phärendruck (Druck) eingeleitet, wobei die Temperatur
des Reaktionsmediums bei etwa 24° C (Temperatur) gehalten wird. Nach etwa 3 Stunden wird die
Zufuhr der Reaktionsteilnehmer beendet. Im Verlauf der Umsetzung sind zu diesem Zeitpunkt etwa
152 Teile (Halogenmenge) Chlor und etwa 82 Teile (Ketenmenge) Keten zugeführt worden. Bei Beendigung
der Reaktion beträgt das Verhältnis von Lösungsmittel zur Summe aus Lösungsmittel und Produkt
etwa 0.45. Das Reaktionsgemisch enthält im wesentlichen nur y-Butyrolacton, Chloracetylchlorid (HaIogenacvlchlorid)
und Acetylchlorid. Das Reaktionsgemisch ist völlig frei von Dichloracetylchlorid
(Dihalogenacylhalogenid) und anderen polychlorierten Nebenprodukten. Nach Destillation des Reaktionsgemisches
zur Abtrennung von reinem Chloracetylchlorid wird die Ausbeute an Chloracetylchlorid,
die 96 Molprozent beträgt, und diejenige an Acetylchlorid, die etwa 4 Molprozent beträgt, bestimmt.
Es :ei darauf hingewiesen, daß zwar bei diesem Beispiel das Reaktionsgeniisch gerührt wird. Rühren
jedoch beim Verfahren der Erfindung keine notwendige Maßnahme ist. Wenn als Halogen Brom verwendet
wird, so wird las Reaktionsgemisch vorzugsweise gerührt, jedoch er/ielt man auch ohne Rühren gute
Ergebnisse. Analog der allgemeinen Arbeitsweise von Beispiel 1, jedoch unter Anwendung der davon
abweichenden Bedingungen und Ausgangsmaterialien, die in der Tabelle 1 angegeben sind, erhält man die
in der Tabelle I ebenfalls aufgeführten Ergebnisse. Die in der Tabelle I aufgeführten Zeilenbezeichnungen
sind im vorstehenden Beispiel 1 an geeigneter Stelle in Klammern angegeben.
In den Beispielen 3 bis 5 ist die Halogenacylhalogcnidausbeute
hoch, d. h., sie liegt über 90°,,, während die an Dihalogenacylhalogenid jeweils äußerst
gering ist, so daß die Reinheit des I lalogenacylhalogenids
jeweils über 98"u lieg: Im Beispiel 2
beträgt die Jodacctylchloridausbeute etwa 80 bis 900O.
Dijodacetylchlorid ist extrem unbeständig und lindet
sich daher im Reaktionsgemisch des Beispiels 2 nicht.
Statt des ,i-Phenyl-v-butyrolactons kann bei Beispie!
5 auch ,'!-(p-TolyVy-butvrolacion als Lösungsmittel
verwendet werden, wobei man gleichartige l-reebnisse er/ielt.
Lösungsmittel
Druck (mm · Hg)
Temperatur ( = C)
Keten
Halogen
Lösunesmittelmenge
(Teife)
Halogenmenge (Teile).
Ketenmenge (Teile)...
Halogenacylhalogenid.
Ketenmenge (Teile)...
Halogenacylhalogenid.
Dihaiogenacylhalogenid ...
j'-Butyrolactan
100
5 bis 10
Keten
Jodmonochlorid
Keten
Jodmonochlorid
200
179
42
Jodacetyl-
chlorid
Λ-Butyi-•/-butyroiacton
100 20
Keten Chlor 100
85
48
Chloracetylchlorid
Dichloracetylchlorid
/•Ϊ-Chlory-butyrolacton
760
30
760
30
Methylketen
Chlor
Chlor
150
148
100
i-Chlorpropionylchlorid
Λ,λ-Dichlor-
propionyl-
chlorid
/Ϊ-Phenyly-butyrolacton
760
50
760
50
Phenylketen
Chlor
Chlor
32
22
36
.■■x-Chlorphenylacetylchlorid
Λ,ίχ-Dichlorphenylacetylchlorid
Ein mit Sprinklern und einem Thermometer ausgerüsteter Reaktor wird mit 225 Teilen /?-Propiolacton
beschickt. Dann leitet man durch die Sprinkler Clwa 2,5 Stunden lang Chlor und Keten bei einem
Druck von 100 Torr in den Reaktor ein, wobei die Temperatur bei etwa 20 bis 25r C gehalten wird. Das
Während dieser Zeit in den Reaktor eingeleitete Chlor reicht aus, um in bezug auf das Keten einen geringen
Überschuß aufrechtzuerhalten. Die Analyse des nahezu farblosen Produkts ergibt eine Reinheit des
gewonnenen Chloracetylchlorids von über 9S"„. Die
Ausbeute an als Nebenprodukt anfallendem Acetylchlorid
beträgt etwa 2"o.
Beispiel 6 wird wiederholt, wobei abweichend davon jedoch als Lösungsmittel 145 Teile -/-Valerolacton
verwindet und eine Reaktionszeit von etwa 134 Minuten angewandt wird. Dabei erhält man folgende
Ergebnisse:
Ausbeute an Chloracetyl-
chlorid(%) über 90.
Reinheit (%) 99,7
Ausbeute an Acetylchlorid (%) 9
Ausbeute an Dichloracetylchlorid (%) 0,22
wiedergewonnenes Lösungsmittel (%) 98
Beispiel 6 wird wiederholt, wobei abweichend dnvon jedoch als Lösungsmittel 173 Teile ε-Caprolacton
verwendet werden, sowie eine Anfangstemperatur von 8°C, die man allmählich auf etwa 20 bis 25°C ansteigen
läßt, und eine Reaktionszeit von etwa 140 Minuten angewandt wird. Dabei erhält man folgende
Ergebnisse:
Ausbeute an Chloracetylchlorid (%).. 96
Reinheit ("·,",) 99,9
Ausbeute an Acetylchlorid (%) 3.8
Ausbeute an Dichloracetylchlorid (%) 0,12
wiedergewonnenes Lösungsmittel C0) über 90
Ein mit einem Sprinkler, einem Thermometer, eir.tiii Tauchrohr und einem Rührer ausgerüsteter
Reaktor wird mit 106 Teilen y-Butyrolacton beschickt.
Außerdem beschickt man einen Zugabetrichter, der mittels eines Dosier- bzw. Meßventils mit dem Eintauchrohr
verbunden ist, mit einer Lösung aus 175 Teilen y-Butyrolacton und 319,6 Teilen Brom.
Die Bromlösung wird dem Reaktor im Verlaufe von etwa 2 Stunden zugeführt, wobei gleichzeitig
Keten in den Reaktor eingeperlt bzw. -gesprinkelt wird, in dem man einen Druck von 100 Torr und eine
Temperatur von 20 bis 25° C aufrechterhält. Die Biomlösungszufuhrgeschwindigkeit wird so eingestellt,
daß im Reaktor ständig ein Überschuß an Brom vorliegt. Nachdem die B.omlösung vollständig zugegeben
ist, setzt man die Einleitung von Keten so lange fort, bis die Bromfärbung der Lösung verschwunden
ist. Auf Grund der Analyse des Endprodukts beträgt die Bromacetylbromidausbeute mindestens
83%, wobei die Reinheit des Bromacetylbromids 99,6% beträgt.
Um die durch die Verwendung der erfindungsgemäß für diesen Zweck vorgeschlagenen Lösungsmittel
zu erzielenden Vorteile zu erläutern, wird das vorstehend geschilderte Beispiel 1 mehrfach wiederholt,
wobei abweichend davon jedoch andere Lösungsmittel verwendet werden. Die bei diesen Versuchen
erzielten Ausbeuten in Prozent sowie, zum Vergleich, die Ergebnisse repräsentativer Ausführungsbeispiele
der Erfindung, sind in der nachstehenden Tabelle Π aufgeführt.
Lösungsmittel
Chloracetylehlorid
\usbcute
Reinheit Acetylchlorid
Ausbeute
Ausbeute
Dichloracetylchlorid
Ausbeute
Wiedergewonn. Lösungsmittel
Äthylacetat
Tetrachlorkohlenstoff
1,2-Dichloräthylen...
1,2-Dichloräthylen...
Methylacetat
Acetonitril
Nitromethan
n-Butylacetat
n-Hexylacetat
Benzonitril
96 •90 96 92 42 35 91 46 48 82 81
87
100 99.7 99,9 96 69 53 94 83 74 95 95 94 4
9
9
3,:
5
5
43
4L
4L
4
47
39
15
15
47
39
15
15
0.22
0,12
15
24
24
7
13
13
92 98 •90 78 75 90 88 66 75 84 83
92
Aus einem Vergleich der Ergehnisse von Versuchen. die sich von der erfmdungsgemäßcn Arbeitsweise
lediglich dadurch unterscheiden, daß andere Lösungsmittel als die erfindungsgemäß vorgeschlagenen verwendet
werden, mit den bei erfindungsgemäßer a.s Arbeitsweise erzielten Ergebnissen, ist klar zu ersehen,
daß die beim Verfahren der Erfindung zu verwendenden
Lösungsmittel die Bildung von Polychloracetylchloriden im wesentlichen vollständig unterdrücken
und die Bildung von Acetylchlorid vveitestgehend verringern. Die Abtrennung von reinem Chloracetylehlorid
von Acetylchlorid und Lösungsmittel durch Fraktionieren bietet keinerlei Schwierigkeilen, da die
Siedepunkte dieser Verbindungen weit auseinander liegen.
Die durch die Verwendung der eriindungsgemäß hierfür vorgeschlagenen Lactonlösungsmittel zu erzielende
Verbesserung kommt auch darin zum Ausdruck, daß der Prozentsatz an wiedergewonnenem,
im Kreislauf in das Verfahren zurückzuführendem Lösungsmittel jeweils über 90",, liegt. Dadurch wird
die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens wesentlich verbessert. Aus den hohen Prozentsätzen an wiedergewonnenen
Lactonlösungsmitteln ist weiterhin zu ersehen, daß der durch diese Lösungsmittel zu erzielende
günstige Effekt auf den sloffspezifischen Eigenschaften der sie kennzeichnenden chemischen Struktur
beruht.
Die das Verfahren der Erfindung auszeichnenden günstigen Ergebnisse erhält man gleichermaßen auch,
wenn andere nach der Lehre der Erfindung als Reaktionsmedium bzw. Lösungsmittel in Betracht
kommende Lactone verwendet werden, sowie dann, wenn man an Stelle der in den Beispielen verwendeten
Halogenierungsmittel andere Vertreter der vorstehend erwähnten Halogenierungsmittel verwendet. Brom
kann in das Reaktionssystem als Flüssigkeit in Kombination bzw. in Lösung in dem Lacton oder
aber als Gas, das unterhalb der Oberfläche des Reaktionsgemisches eingeleitet wird, eingespeist werden.
In den meisten Fällen ist es vorzuziehen, Bromierungen nach dem Verfahren der Erfindung durchzuführen,
indem man eine Lösung von Brom im Lactonlösungsmittel verwendet. Wenn als Halogenierungsmittel
Jodmonochlorid verwendet wird, 30 kann man es in den Reaktor einspeisen, indem man es in
dem Lactonlösungsmittel löst und die dabei erhaltene Lösung in das Reaktionssystem einspeist.
$09 620/24<5
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Monohalogenacylhalogeniden durch Umsetzen eines Ketens mit einem Halogen in Gegenwart eines Lösungsbzw. Verdünnungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einem aus einem Lacton der alleemeinen Formel
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