DE2247575B2 - Sprachgeschützter frequenzselektiver Zeichenempfänger für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Sprachgeschützter frequenzselektiver Zeichenempfänger für Fernmelde-, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen spraehgeschützten, fre
quenzselcktiven Zeichenempfänger für Fernmddc-,
insbesondere Fernsprechanlagen mit einer an seinem Eingang vorgesehenen Begrcnzerschaltung. bei dem
die zu empfangenden Zeichen aus mehreren gleichzeitig auftretenden Einzelfrequenzen bestehen.
Dip Problematik des Empfangs rein tonfrequenter
Wählsignale liegt darin, durch möglichst hohen Sprachsctritz Zeichensimulationen zu verhindern, andererseits
aber Echtzeichen, die unter Umständen von Störpegeln, hervorgerufen durch Wähltöne, Ansagen, Geräusche, begleitet werden, nicht zu unterdrücken. Bisher
wurde in den Sprachschutzteilen der Zeichenempfänder Störpegel pro Frequenzgruppe einem gemein-Stordetektor zugeführt. Dadurch war die Austi allen Frequenzkanälen gemeinsam zu-
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geordnet, so daß ein individueller Sprachschutz pro
Frequenzkanal nicht möglich war. Besonders gefährdete Kanäle lassen »oh nicht entsprechend ihrer Gefährdung überwachen. aaSerdem kann die gegenseitige Beeinflussung der Frequenzgruppen, hervorgerufen durch
die endliche Sperrdämpfung der Gruppenfilter, nicht berücksichtigt werden.
Es sind sprachgeschützte frequenzselektive ZeicLenempfänger vorgeschlagen worden, bei denen von den
Zeichenfrequenzen abgeleiteie Rechteckspannungen periodonweise nacheinander einer gemeinsamen Detektorschaltung zugeführt werden, in der die jeweilige
Frequenz durch Auszählen bestimmt wird, wobei die Zählschaltung zur Ermittlung der Frequenz zugleich
Bestandteil einer Sprachschutzschaltung ist. weiche die Zählwerte für zwei aufeinanderfolgende Halbwellen
vergleicht. Der Nachteil dieser Zeichenempfänger liegt darin, daß Detektorschaltungen benutzt werden müssen, die pro auftretender Einzelfrequenz einen Empfangskanal sehr getinger Bandbreite aufweisen müssen,
um einen ausreichenden Sprachschutz zu gewährleisten. Durch diese schmalbandigen Empfangskanäle er
geben sich verhältnismäßig lange Einschwingzeiten, die eine schnelle Zeichenerkennung unmöglich machen.
Aufgabe der Erfindung ist es. einen sprachgeschützten frtquenzselektiven Zeichenempfänger der eingangs
genannten Art zu schaffen, der eine schnelle Zeichenerkennung ermöglicht und bei welchem jedem Frequenzkanal ein individueller Sprachschutz zugeordnet werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die empfangenen Frequenzen einem ersten
Frequenzdetektor zugeführt werden, der pro Einzelfrequenz einen Empfangskanal großer Bandbreite aufweist, und daß die erkannten Einzelfrequenzen nach
Vorliegen der erforderlichen gleichzeitig auftretenden Einzelfrequenzen ihnen zugeordnete Empfangskanäle
geringer Bandbreite eines zweiten Frequenzdetektors wirksam schalten, der in an sich bekannter Weise durch
Vergleich mindestens zweier Halbperioden von den Einzelfrequenzen zugeordneten Rechteckspannungen
Sperrkriterien zur Sperrung der Zeichenausgabe bilden kann.
Bei dem erfindungsgemäßen /cichenempfänger können für den ersten Frequenzdetektor breitbandige Kanalfilter verwendet werden. Durch die kurze Emschwingzeit dieser breitbandigen Kanalfilter ist nach
kürzester Zeit eine Zeichenerkenn'ing möglich. Der zweite Frequenzdetekior. der die eigentliche Sprachschutzschaltung des Zeichenemplangers bildet, besitzt
mehrere den einzelnen auftretenden Frequenzen zugeordnete Empfangskanäle geringer Bandbreite. Dabei
ist es möglich, die gering.- Bandbreite pro auftretender
Einzelfrequenz individuell einzustellen, so daß besonders gefährdete Frequenzkanäle dementsprechend berücksichtigt werden können. Außerdem kann dabei die
gegenseitige Beeinflussung der Frequenzgruppen, hervorgerufen durch die endliche Sperrdämpfung der
CJruppenfilter. berücksichtigt werden.
line vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß den Einzelfrequenzen zugeordnete Rechteckspannungen einer Zahlvorrichtung
zugeführt werden, die nach jedem Flankenwechsel mit einem neuen Zählvorgang beginnt, daß die Zählvorrichtung den auftretenden Halbperioden der Einzelfrequenzen zugeordnete Ausgänge aufweist, an denen
nach Überschreiten einer den einzelnen Halbperioden zugeordneten Anzahl von Zählschritten ein Signal an-
liegt das durch die vom ersten Frequenzdetektor erkannten
Einzelfrequenzen zur Sperrung der Zeichenausgabe wirksam geschaltet wird Dadurch ist durch
Festlegung der Zählgrenzen eine einfache Möglichkeit gegeben, die zulässigen Signalfrequenztoleranzen zu
überwachen.
Die oben beschriebene Überwachung der zulässigen Signalfrequenztoleranzen setzt voraus, daß im Zeichenempfänger
eine Taktfrequenz ei zeugt wird, die der Zählvorrichtung zugeführt wird. Eine weitere Ausgestaltung
der Erfindung für Zeichenempfänger, in denen keine Taktfrequenz zur Verfügung stent, ist dadurch
gekennzeichnet, daß den Einzelfrequenzen zugeordnete Rechteckspannungen einem monostabilen Multivibrator
zugeführt werden, welcher nach jedem Flankenwechsel einen positiven impuls bestimmter Dauer auf
die Eingänge von Verzögerungsschaltungen gibt, deren Verzögerungszeiten jeweils der Halbperiodendauer
der zu bestimmenden Einzelfrequenzen entsprechen, so daß bei Überschreiten der Verzögerungszeiten am
Ausgang der jeweiligen Verzögerungsschaltung ein Signal
anliegt, das durch die vom ersten Frequenzdetektor erkannten Einzelfrequenzen zur Sperrung der Zeichenausgabe
wirksam geschaltet wird.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren eingehender beschrieben.
F i g. 1 zeigt das Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen sprachgeschützten frequenzselektiven Zeichenempfängers;
F i g. 2 zeigt das Blockschaltbild eines zweiten Frequenzdeiektors.
der den eigentlichen Sprachschutzteil bildet, bei dem eine taktgesteuerte Zählvonichtung
verwendet wird;
F i g. 3 zeigt den Aufbau eines zweiten Frequenzdetektors für einen Zeichenempfänger, bei dem kein
Zähltakt zur Verfügung steht:
F i g. 4 und 5 stellen an Hand von Diagrammen die Arbeitsweisen der beschriebenen Frequenzdetektoren
näher dar.
In F i g. 1 ist das Prinzipschaltbild eines frequenzselektiven
Zeichenempfängers für Fernsprechanlagen dargestellt, der für einen Zweigruppen-Code ausgelegt
ist. Das empfangene Zeichen gelangt über den Eingang E zunächst zu einem Eingangsteil EPS. in dem es verstärkt
und nach Gruppen getrennt wird. Das Ausgangssignal der Gruppenfilter wird den Begrenzerschaltungen
BA und BB zugeführt. In den Beprenzerschaltungen
wird die jeweilige Zeichenspannui g in eine Rechteckspannung
konstanter Amplitude uugeformt. Diese Rechteckspannung wird den zweiten Frequenzdetektoren
SPA. SPB und dem Auswerteteil A WTzugeführt.
Im Auswerteteil A WT. dem ersten Frequenzdetektor
mit breitbandigen Kanalfiltern, wird die Einzelfrequenz erkannt und entsprechend einer der Ausgänge -41 bis
A4 und ßi bis Ö4 aktiviert. Bei Vorliegen mindestens
eines Ausgangssignals pro Frequenzgruppe liegt auch am Ausgang des UND-Gatters G3 ein Signal an. Dieses
eine Gruppenkoinzidenz anzeigende Ausgangssignal wird auf die Eingangsgatter G4 bis GIl der zweiten
Frequenzdetektoren SPA und SPB gegeben. Gleichzeitig werden die Ausgangssignale Al bis 44
und Bi bis 84 auf die ihnen zugeordneten Eingangsgatter
G4 bis CIl gegeben, die dann den jeweils in Frage
kommenden Empfangskanal der zweiten Frequenzdetektoren wirksam schalten. Solange in den als Sprach
schutzteil wirksamen zweiten Frequenzdetektoren kein Sperrsignal entsteht, liegt an allen drei Eingängen dies
UND-Gatters G12 ein Signal an. Das Ausgangssignal des Gatters GI2 wird dem Ausgabeteil AGTdes Zeichenempfängers
zugeführt und veranlaßt, wenn innerhalb einer vorgegebenen Schutzzeit kein Sperrsignal
von den Sprachschutzteilen auf die Eingänge des Gatters G12 gelangt, eine Ausgabe des empfangenen Zeichens.
In F i g. 2 ist der Aufbau eines zweiten Frequenzde-
»ektors dargestellt, bei dem ein Zähler Z verwendet
wird. Die den Einzelfrequenzen entsprechende Rechteckspannung, die von den Begrenzerschaltungen LA
bzw. LB geliefert wird, gelangt über den Eingang U auf
ein Mono-Flop M, das bei jedem Flankenwechsel der Rechteckspannung einen Nadelimpuis abgibt Dieser ist
in seiner zeitlichen Dauer nur so lang, daß ein sicheres Rücksetzen des Zählers Z gewährleistet wird. Aus der
zeitlichen Messung der Halbperioden der Rechteckspannungen läßt sich auf die Frequenz schließen. Der
Zähler muß in so viele Bereiche aufgeteilt werden, wie Signalfrequenzen pro Frequenzgruppe vorhanden sind.
Im Ausführungsbeispiel wurde vorausgesetzt, daß pro Signalgruppe 4 Einzelfrequenzen vorhanden sind, weswegen
der Zähler 4 Ausgänge Zi bis Z4 aufweist. Entspricht
ZX z. B. der Frequenz fo = 697 Hz, so ergibt
sich mit z. B. 2% Abweichung von der Mittenfrequenz die Zählgrenze zu 732 μ5. Durch Überlagerung des
Nutzsignals mit Störsignalen entstehen Schwebungsfrequenzen, die neben der Periodendauer das Tastverhältnis
der Rechteckspannung verändern. Ist nun eine Halbperiode so lang, daß Zl ohne vorheriges Rücksetzen
durch einen Mono-Flop-Impuls erreicht wird, stellt
sich am Zählerausgang Zl ein Signal ein. Dieses setzt sich über das Gatter G13, wenn am zweiten Eingang
dieses Gatters das Ausgangssignal des Gatters G4 anliegt, und das Gatter G17 durch und veranlaßt an dessen
Ausgang ein Sperrsignal.
Die Wirkungsweise des oben beschriebenen Frequenzdetektors ist in F i g. 4 dargestellt. Mit U ist die
Rechteckspannung bezeichnet. Es sind zwei mögliche Fälle herausgegriffen worden, wobei im Falle 1 die
Haibperioden von gleicher Dauer und in Falle 2 von ungleicher Dauer sind. Mit M sind die vom Mono-Flop
gelieferten Nadelimpulse bezeichnet. In diesem Beispiel wird angenommen, daß eine Frequenz von 697 Hz in
der einen Gruppe empfangen wird. Erscheint der Nadelimpuls am Eingang der Zählvorrichtung Z vor
Ablauf von 732 us, so erscheint am Ausgang Zl kein Signal, dagegen liegt ein Signal nach Ablauf von 732 μ%
bis zum nächstfolgenden Nadelimpuls am Ausgang Zl an. Dieser Impuls setzt sich, wie schon ausgeführt wurde,
über die Gatter G13 und G17 durch und veranlaßt an dessen Ausgang ein Sperrsignal.
F i g. 3 zeigt den Aufbau eines zweiten Frequenzdetektors für einen Zeichenempfänger, in dem keine
Taktfrequenz zur Verfügung steht. Der monostabile Multivibrator M, auf dessen Eingang U die Rechteckspannung
gegeben wird, gibt bei jedem Flankenwechsel der Rechteckspannung einen positiven Impuls ab,
der auf die Eingänge der Gatter GiS bis G24 geführt wird. Die Gatter G18 und G19 bilden zusammen mit
einem Widerstand und einem Kondensator ein Verzögerungsglied, dessen Wirkungsweise in der F i g. 5
dargestellt ist. Ebenso bilden die restlichen Gatter Verzögerungsschaltungen.
Die Verzögerungszeiten entsprechen jeweils den auftretenden Halbperioden der zu erkennenden Einzelfrequenzen. Es läßt sich erkennen,
daß die Wirkungsweise des in F i g. 3 dargestellten Frequenzdetektors der des in F i g. 2 dargestellten Frequenzdetektors
ähnelt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Spradigeschützter frequenzselektiver Zeichenempfiiiger für Fernnieide-, insbesondere Fern-
Sprechanlagen mit einer an seinem Eingang vorgesehenen Begrenzerschaltung, bei dem die zu emp
fangenden Zeichen aus mehreren gleichzeitig auftretenden Einzelfrequenzen bestehen, dadurch
gekennzeichnet, daß die empfangenen Frequenzen einem ersten Frequenzdetektor (A WT) zugeführt werden, der pro Einzelfrequenz einen Emp
fangskanaf großer Bandbreite aufweist, und daß die erkannten Einzelfrequenzen nach Vorliegen der erforderlichen gleichzeitig auftretenden Einzelfre-
quenzen ihnen zugeordnete Empfangskanäle gerin ger Bandbreite eines zweiten Frequenzdetektors
(SPA: SPB) wirksam schalten, der in an sirh bekannter Weise durch Vergleich mindestens zweier
Halbperioden von den Einzelfrequenzen zugeordneten Rechteckspannungen Sperrkriterien zur
Sperrung der Zeichenausgabe bilden kann.
2. Zeichenempfänger nach Anspruch !. dadurch gekennzeichnet, daß den Einzelfrequen/en zugeordnete Rechteckspannungen einer Zählvorrich-
tung zugeführt werden, die nach jedem Flankenwechsel mit einem neuen Zählvorgang beginnt, daß
die Zählvorrichtung den auftretenden Halbpenoden der Ein/elfrequenzen zugeordnete Ausgänge auf
weist, an denen nach Überschreiten einer den ein zelnen Halbperioder, zugeordneten Anzahl von
Zähischritten ein Signal anliegt, das durch die vom
ersten Frequenzdetektor erkannten Einzelfrequen zen zur Sperrung der Zeichenausgabe wirksam ge
schaltet wird.
J. Zeichenempfänger nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß den F.inzelfrequenzen zugeordnete Rechteckspannungen einem monostabilen Multivibrator zugeführt werden, welcher nach
jedem Flankenwechsel einen positiven Impuls bestimmtet Dauer auf die Eingänge von Verzögerungsschaltungen gibt, deren Verzögerungszeiten
jeweils der halbpehodendauer der zu be-'-mmenden Einzelfrequenzen entsprechen, so daß bei Überschreiten der Verzögerungszeiten am Ausgang der
jeweiligen Verzögerungsschaltung ein Signal anliegt, das durch die vom ersten Frequenzdetektor
erkannten Einzelfrequenzen zur Sperrung der Zeichenausgabe wirksam geschaltet wird.
Priority Applications (17)
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| AU5990273A (en) | 1975-03-06 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |