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Verfahren zum Betrieb eines Zentrifugalseparators, dessen Aus laß
für die separierte Flüssigkeit eine Schäleinrichtung ist, sowie Schlammeentrifuge
zur Durchführung des Verfahrens.tt Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb
eines Zentrifugalseparators, dessen Auslaß für die separierte Flüssigkeit eine Schäleinrichtung
ist, sowie eine Schlamuzentrifuge, die für dieses Verfahren geeignet ist.
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Beim Separieren einer Flüssigkeit, welche eine bestlgmte Art von Schlamm
enthält, in einer Zentrifuge mit einem Stapel von Zwischenscheiben hat dieser Schlamm
die Neigung, sich an den Scheiben abzusetzen und es dadurch notwendig zu machen,
diese periodisch zu reinigen. Zu diesem Zweck muß die Zentrifuge stillgesetzt werden
Aus diesem Grund ist vorgeschlagen worden, in der Trennkammer der Zentrifugentrommel
eine Schälscheibe mit einem grösseren Durchmesser als die Zwischenscheiben anzuordnen.
Während des Separierbetriebes wird diese Schälscheibe dazu gebracht, mit der gleichen
Geschwindigkeit wie die Zentrifugentrommel zu drehen. Beim Reinigungsvorgang jedoch
wird
die Geschwindigkeit der Schälscheibe möglichst herunter bis 0 abgebremst, die Trommel
wird dann bis auf einen Radius entleert, der so groß ist wie der der Schälscheibe.
Auf diese leise werden die Zwischenräume zwischen den Zwischenscheiben von Plüssigkeit
entleert und der Schlamm, der sich auf den Zwischenscheiben abgesetzt hat, wird
von diesen abgezogen. Darauf wird die Bremse gelöst und die SchWlscheibe geht auf
die gleiche Geschwindigkeit wie die der Trommel zurück.
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Die Erfindung betrifft Jedoch eine Lösung eines anderen Problems.
Bei üblichen Zentrifugen, die mit Schäleinrichtungen versehen sind, ist die Schäleinrichtung
während des Ablaufs des Separierbetriebes stationär. Die Flüssigketsschicht, die
dann rotiert, überstreicht die Schäleinrichtung, wobei aie eine entsprechende Reibung
erzeugt, deren Überwindung einen bestimmten Energieverbrauoh erfordert. Gemäss der
Erfindung wurde festgestellt, daß dieser Energieverbrauch vermindert werden kann,
wenn die Schäleinrichtung in kontinuierliche Drehung um die Drehachse des Separators
in der gleichen Richtung wie die Separatortrommel, aber mit gering'erer Gesohwindigkeit
als diese letztere gebracht wird. Dabei wird auch die durch die Schälscheibe erzeugte
Druckhöhe vermindert, was gleicherweise eine Einsparung an Energie bewirkt, insbesondere,
da die Druckhöhe, die durch eine stationäre Schälscheibe erzeugt wird, unnötig hoch
ist.
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Die Brfindullg ist von besonders großer'Bedeutung bei solchen Zentrifugen,
bei denen die Flüs-sigkeitseinlaßöf£nung der Schäleinrichtung in einem großen Abstand
von der Drehachse liegen muß, da-die Reibung der Flüssigkeit gegen die Schäleinrichtung
dann entsprechend hoch wird , Dies ist der Fall bei Schlammzentrifugen, welche einen
ihm Bereich der Drehachse liegenden Schlammauslaß und einen weiter außerhalb der
Drehachse liegenden Flüssigkeitsauslaß haben, ebenso wie einen Schneckenförderer,
der mit anderer Geschwindigkeit dreht als die Zentrifugentrommel und der den abgeschiedenen
Schlamm aus der Schlammkammer der Trommel zu einem Schlammauslaß fördert. Bei Zentrifugen
dieser Art muß der Abstand in radialer Richtung zwischen dem Schlammauslaß und dem
i'lüssigkeitsauslaß so groß sein, daß eine zufriedensteLlende Entwässerung des Schlammes
vor seiner Abführung erfolgen kann. Dieser Umstand macht eine Anordnung des Flüssigkeitsauslaßes
an einem Punkt im großen Abstand von der Drehachse erforderlich.
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Das Verfahren gemäss der Erfindung kann in derartigen Schlammzentrifugen
angewendet werden, wenn der Flüssigkeitsauslaß dieser letzteren eine um die Drehachse
der Zentrifuge drehbare Schäleinrichtung ist.
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Wenn die gemäss der Erfindung angestrebte Wirkung der Energieeinsparung
auch mit einem Schälrohr als Schäleinrichtung erreicht wird, so wird diese Wirkung
jedoch vergrössert, wenn
die Schäleinrichtung eine Schälscheibe
ist, vorzugsweise eine solche mit kreisförmigem Umfang.
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Die Erfindung wird im folgenden aiiiiand der Zeichnung aii einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert, Die Zeichnung zeigt einen Axialschnitt durch ein Ausführungsbeispiel
einer Schlammzentrifuge.
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In den Zeichnungen bezeichnet 1 eine konische Zentrifugentrommel und
2 und 3 Gestelle, in welchen die Trommel mittels hohler Wellenzapfen 4 und 5 durch
lager 6 und 7 drehbar gelagert ist Die Trommel wird durch eine Riemenscheibe 8 angetrieben.
ine Förderschnecke 9 mit eier entsprechenden honizität ist im Inneren der Trommel
konzentrisch zur Drehachse der Trommel gelagert Die Schnecke ist auf einer Hohlwelle
angeordnet, welche aus einem engen Teil 10 und einen breiten Teil 11 besteht. Dieser
letztere ist am breiten Ende der Schnecke angeordnet. Dadurch wird die Radialausdehnung
der Schneckenblätter an diesem iSnde vermindert, sodaß die Schnekkenblätter, unabhängig
voii der Vergrösserung der Breite der Schnecke, die notwendige Steifigkeit behalten.
Eie Scheibe 12 mit Durchströmbohrungen 13 für Flüssigkeit ist in der Trommeiwand
an dem breiten Ende der Trommeln eingesetzt. Diese Scheibe hat eine Nabe 14, welche
mittels eines Lagers 15
das eine Ende der Welle 10, 11 trägt, während
der Lagerzapfen 4 mittels eines lagers 16 das andere Ende dsr Welle trägt. Ein Umlaufrädergetriebe
17 ist mit seinem Gehäuse am rechten Ende des Wellenzapfens 4 befestigt. Entsprechend
dreht sich die Zentrifugentrommel und das Getriebegehäuse mit der gleichen Geschwindigkeit.
Eine Welle 183, welche mit der Schneckenwelle 10, 11 fest verbunden is, ragt aus
dem Umlaufrädergetriebe. Die Welle 18 ist mittels des Umlaufrädergetriebes mit einer
anderen Geschwindigkei t als die Trommel in Umdrehung gesetzt0 dadurch dreht Sicli
die Schnecke 9 gegenüber der Trommel 1 Eine Schlanirn enthaltende Flüssigkeit, welche
zu separieren ist, wird durch ein Rohr 19 konzentrisch zur Drehachse der Zentrifuge
zugeführt.
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Dieses Rohr öffnet in das Innere des Wellenteiles 11, von welchem
die Flüssigkeit durch Öffnungen 20 in der Wellenwand in die Trommel 1 abgeführt
wird, wo sie separiert wird.
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Die rein separierte Flüssigkeit geht durch die Öffnungen 13 in 'der
Scheibe 12 in eine Schälkammer 21, in welcher eine drehbare Schälscheibe 22 angeordnet
ist. Diese Schälscheibe wird durch eine Riemenscheibe 23 über eine Hohlwelle 24
angetrieben,welche in Lagern 25 und 26 gelagert ist, die in dem Wellenzapfen 5 liegen.
Die in die Schälkammer 21 eingetretene Flüssigkeit wird durch die Schälscheibe 22
durch den Kanal in der Welle 24 abgepumpt. Die. letztere, welche drehbar ist, steht
in Verbindung mit einem stationären Auslaßrohr 27 für die Plüssigkeit Uber eine
Dichtung, welche aus einem
Gehäuse 28 besteht, welches an der Welle
24 angeordnet ist und gegen ein stationäres Gehäuse 29 abdichtet, Der ausgeschiedene
Schlamm wird durch die Schnecke 9 über den Plüssigkeitsspiegel abgeführt und durch
Öffnungen 3o in der Trommelwand am engen Ende der Trommel abgezogen. Eine die Schnecke
9 gegen Überlastung schützende Vorrichtung 21 ist am Umlaufrädergetriebe 17 vorgesehen.
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Patentansprüche