DE2246161A1 - Verfahren und anordnung zur steuerung der streifendicke in einem kontinuierlichen tandemwalzwerk - Google Patents
Verfahren und anordnung zur steuerung der streifendicke in einem kontinuierlichen tandemwalzwerkInfo
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Description
Verfahren und Anordnung zur Steuerung der Streifendicke
in einem kontinuierlichen Tandemwalzwerk
in einem kontinuierlichen Tandemwalzwerk
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Steuerung eines Tandemwalzwerkes zur Verminderung der Dicke eines durch
das Walzwerk hindurchgehenden Materialstreifens in aufeinanderfol-j genden Walzvorgängen. Insbesondere betrifft sie ein Verfahren |
das Walzwerk hindurchgehenden Materialstreifens in aufeinanderfol-j genden Walzvorgängen. Insbesondere betrifft sie ein Verfahren |
und ein System zur automatischen Änderung der Walzwerkeinstellung,j
(mill setfup), wenn die Verbindungsstelle zwischen miteinander | verbundenen Streifen, an denen die verschiedenen Walzvorgänge j
vorgenommen werden, durch die Walzen hindurchgeht. Hierdurch
wird ein kontinuierlicher Betrieb der Walzeh gestattet.
wird ein kontinuierlicher Betrieb der Walzeh gestattet.
Tandemwalzwerke werden in weitem Umfange verwendet, um die Dicke
eines durch die Walzen laufenden Materialstreifens zu verringern. Das Walzwerk umfaßt eine Vielzahl von Walzenständern, durch die
das Streifenmaterial nacheinander hindurchgeht. Jeder Walzenstän-
eines durch die Walzen laufenden Materialstreifens zu verringern. Das Walzwerk umfaßt eine Vielzahl von Walzenständern, durch die
das Streifenmaterial nacheinander hindurchgeht. Jeder Walzenstän-
.. 30.98.13/.Qd-O?-- — ■ - 2--
der besitzt dabei ein Paar von durch Motor angetriebenen Arbeitswalzen mit getrennten Einstellorganen zur Einstellung des Walzenabstandes
und der Walzendrehzahl. Ebenso· ist eine Einstellmöglichkeit vorgesehen zur Einstellung der Spannung des Streifens
zwischen den einzelnen Walzenständern. Die Verminderung der Dicke des Streifenmaterials, das durch das Walzwerk hindurchläuft,
und die Stabilität des Walzwerkbetriebes hängen ab von der Einstellung
des Walzenabstandes, der Walzendrehzahl und der Spannung der Streifen zwischen den Walzenständern und diese Einstellungen
in ihrer Gesamtheit sind unter anderem bekannt als Walzwerkseinstellung.
Ein Hauptproblem beim erfolgreichen Betrieb eines Tandemwalzwerkes
besteht in einer Einstellung der Einstellorgane in einer solchen Weise, daß das bearbeitete Streifenmaterial auf einer
konstanten erwünschten Dicke oder Kaliber gehalten wird. Da die Verminderung der Dicke des Streifens bei seinem Durchgang durch
jeden Ständer sowohl von der Streifenspannung als auch von dem
Walzenabstand abhängig ist, ist es wichtig, daß die Spannung des Streifens zwischen den Walzenständern konstant gehalten wird.
Für diesen Zweck sind gewöhnlich Spannungsregler vorgesehen. Solche Spannungsregler sind jedoch unwirksam zur Aufrechterhaltung
der Spannung, wenn die Enden der Streifen durch das Walzwerk gehen. Dies ist deswegen so, weil einVerlust der Spannung des vorderen
Teils (front tension) auftritt, während das Kopfende des Streifens sich einem Ständer nähert und ein Verlust der rückwärtigen
Spannung, wenn das Schwanzende einen Ständer verläßt. Dieser Verlust der Spannung führt zu einem außerkalibrigen Produkt an den
Enden des Streifens, welche oft zum Abfall geworfen werden müssen und dadurch einen Verlust darstellen.
Ein weiteres Problem beim Betrieb eines Tandemwalzwerkes besteht
in dem Zeitverlust, welcher erforderlich ist zur Einfach· hing eines
Streifens durch die Walzen des Walzwerkes am Beginn ines
309813/0907
Durchlaufs, Typischerweise werden die in einem Kaltwalzwerk zu ·,
walzenden Streifenmaterialien vor der Verarbeitung in aufgewickel-;
ter Form gelagert. Vor dem Betrieb des Walzwerkes muß das Ende \
einer zu walzenden Spule mit geringer Geschwindigkeit durch das
Walzwerk durchgefädelt werden. Dies ist ein zeitraubender Vorgang, welcher die Produktionsgeschwindigkeit des Walzwerkes verlang- i samt. Weiterhin besitzen solche zur Erfüllung verschiedener Auf- \
Walzwerk durchgefädelt werden. Dies ist ein zeitraubender Vorgang, welcher die Produktionsgeschwindigkeit des Walzwerkes verlang- i samt. Weiterhin besitzen solche zur Erfüllung verschiedener Auf- \
träge zu walzenden Spulen oft verschiedene mechanische Eigen- ;
schäften und verschiedene Abmessungen am Beginn und am Ende des ί
Walzvorganges. Daher muß für jede solche Spule die Walzwerksein- !
stellung gewöhnlich geändert werden. Wegen der verschiedenarti- j gen Walzwerkseinstellungen wurde es bisher nicht als möglich be- :
trachtet, die Enden verschiedener Spulen miteinander zu verbinden und sie in einem kontinuierlichen Betriebsvorgang durch das !
Walzwerk zu führen und dadurch den Einfädelungsvorgang und Aus- j schuß infolge Verlust an Spannung an den Streifenenden zu vermeiden.
Das Problem besteht darin, den Bruch des Streifens an der i Verbindungsstelle der Spulen infolge verschiedener Streifenge- j
schwindigkeiten zu vermeiden, welche sich wiederum aus den verr i
schiedenen Walzwerkseinstellungen für die miteinander verbundenen j Streifen ergeben.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu^schaffen
zur Abänderung der Walzwerkseinstellung eines Tandemwalzwerkes in einer solchen Weise, daß miteinander verbundene Streifen,
an denen verschiedenartige Walzvorgänge auszuführen sind, ohne
Bruch des Streifens durch das Walzwerk in einem kontinuierlichen
Betrieb geführt werden können. ,
an denen verschiedenartige Walzvorgänge auszuführen sind, ohne
Bruch des Streifens durch das Walzwerk in einem kontinuierlichen
Betrieb geführt werden können. ,
Kurz zusammengefaßt.werden gemäß der Erfindung die Streifen,an
denen verschiedenartige Walzvorgänge ausgeführt werden sollen, mit ihren Enden miteinander und in einer Reihe in einem kontinuierlichen Arbeitsgang durch ein Tandemwalzwerk geführt. Die Ankunft
der Verbindungsstelle zwischen den Streifen an dem Walzeintritt
denen verschiedenartige Walzvorgänge ausgeführt werden sollen, mit ihren Enden miteinander und in einer Reihe in einem kontinuierlichen Arbeitsgang durch ein Tandemwalzwerk geführt. Die Ankunft
der Verbindungsstelle zwischen den Streifen an dem Walzeintritt
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jedes Walzwerkständers wird erfaßt und die Einstellungswerte der Organe für den Walzenabstand des Ständers werden in Sequenz von
einem ersten Satz zu einem zweiten Satz von Walzwerkeinstellwerten geändert. Gleichzeitig werden mit dem Eintreffen der Verbindungsstelle
an dem Walzeneintritt der Ständer die Einstellungen der Organe für die Walzendrehzahl der Ständer geändert, so daß
die Geschwindigkeit des Kopfendes des folgenden Streifens mit der
Geschwindigkeit des Schwanzendes des vorhergehenden Streifens synchronisiert sind und dadurch eine schlangenartige Verwindung oder
ein Bruch der miteinander verbundenen Streifen vermieden werden, während die Verbindungsstelle durch das Walzwerk hindurchläuft.
Die Erfassung des Durchgangs der Streifenverbindung wird automatisch erreicht durch Impulsgeneratoren, welche durch die Bewegung
des in die Ständer eintretenden Streifens angetrieben werden. Das Ankommen der Verbindungsstelle an dem Walzeneintritt jedes
der Ständer wird ermittelt und eine richtige Steueraktion ausgelöst dadurch, daß die von den Generatoren nach dem Eintreffen der
Verbindungsstelle an einem vorgegebenen Platz erzeugten Impulse gezählt werden.
Ein besseres Verständnis der Erfindung ergibt sich aus der nachstehenden
ausführlichen Beschreibung im Zusammenhang mit den Abbildungen.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Tandemwalzwerkes
mit vier Walzenständern, welche das erfindungsgemäße
System als Ausführungsform aufweist.
Fig. 2 zeigt die verschiedenen Einzelheiten der miteinander verbundenen
Streifen und eines Detektors, mit dessen Hilfe das Ankommen der Verbindungsstelle zwischen den gewalzten
Streifen an einem vorgegebenen Platz vor dem Walzwerk bestimmt wird.
309813/0907
Fig. 3a bis 3e sind schematische Darstellungen und zeigen die
Sequenz, in welcher die Übergangsänderungen in
den Einstellungen der Walzenöffnung, der Walzendrehzahl und der Spannung bei den einzelnen Walzwerkständern vorgenommen werden beim Durchgang
der Verbindungsstelle zwischen den Materialstrei- ■ fen durch das Walzwerk. ',
den Einstellungen der Walzenöffnung, der Walzendrehzahl und der Spannung bei den einzelnen Walzwerkständern vorgenommen werden beim Durchgang
der Verbindungsstelle zwischen den Materialstrei- ■ fen durch das Walzwerk. ',
Fig. 1 zeigt schematisch ein Tandemwalzwerk mit vier Walzenstän- !
dern 1, 2, 3 und 4. Diese üben nacheinander einen Walzdruck auf i
ein Streifenmaterial IO aus, das sich von links nach rechts bewegt,
zur Verminderung des Materials auf eine erwünschte Endstär- j
Ice. Jeder der Ständer besitzt ein Paar Arbeitswalzen 11 und 12,
die durch einen Motor 13 angetrieben sind. Der Druck auf das
Streifenmaterial zwischen den Arbeitswalzen 11 und 12 wird ausge- j übt durch Gegenwalzen 14 und 15 und eine Zustelleinrichtung 16 ι (screvKüown device), deren Lage und damit die Öffnung zwischen den : Walzen bestimmt wird mit Hilfe eines Zustellmotors 17. Der Wal- j zenabstand oder die Walzenöffnung des Ständers wird eingestellt j durch ein Walzenabstandseinstellorgan 18. Dieses erhält auf der i Leitung 19 als Eingang eine Bezugsspannung, und auf der Leitung 20 \ eine Rückkopplungsspannung für die Einstellung von einem Signal- i generator 21, der durch den Zustellmotor 17 angetrieben ist. Man
wird verstehen, daß die Walzenöffnungseinstellung so wirkt, daß
sie die Walzenöffnung zwischen den Arbeitswalzen 11 und 12 jedes
Ständers gemäß der Amplitude der Bezugsspannung einstellt, welche der Leitung 10 zugeführt wird. |
die durch einen Motor 13 angetrieben sind. Der Druck auf das
Streifenmaterial zwischen den Arbeitswalzen 11 und 12 wird ausge- j übt durch Gegenwalzen 14 und 15 und eine Zustelleinrichtung 16 ι (screvKüown device), deren Lage und damit die Öffnung zwischen den : Walzen bestimmt wird mit Hilfe eines Zustellmotors 17. Der Wal- j zenabstand oder die Walzenöffnung des Ständers wird eingestellt j durch ein Walzenabstandseinstellorgan 18. Dieses erhält auf der i Leitung 19 als Eingang eine Bezugsspannung, und auf der Leitung 20 \ eine Rückkopplungsspannung für die Einstellung von einem Signal- i generator 21, der durch den Zustellmotor 17 angetrieben ist. Man
wird verstehen, daß die Walzenöffnungseinstellung so wirkt, daß
sie die Walzenöffnung zwischen den Arbeitswalzen 11 und 12 jedes
Ständers gemäß der Amplitude der Bezugsspannung einstellt, welche der Leitung 10 zugeführt wird. |
Die Drehzahl der Arbeitswalzen 11 und 12 wird eingestellt durch ! ι ein Walzendrehzahleinstellorgan 22, das als Eingangssignale eine
Bezugsspannung auf der Leitung 23 und eine Drehzahlrückkopplungsspannung auf der Leitung 24 erhält, wobei diese letztere Spannung von einem Tachometer 25 erhalten wird, das durch den Motor 13 angetrieben ist. Die Drehzahleinstellung für die Walzen arbeitet
Bezugsspannung auf der Leitung 23 und eine Drehzahlrückkopplungsspannung auf der Leitung 24 erhält, wobei diese letztere Spannung von einem Tachometer 25 erhalten wird, das durch den Motor 13 angetrieben ist. Die Drehzahleinstellung für die Walzen arbeitet
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so, daß sie die Drehzahl der Walze und damit die Laufgeschwindigkeit
des aus dem Ständer austretenden Streifens einstellt gemäß der Amplitude der auf der Leitung 23 zugeführten Bezugsspannung.
Die Streifenspannung zwischen den Ständern 1-2, 2-3 und 3-4 wird
gesteuert durch Spannungsregler 26, welche die Spannung zwischen den einzelnen Ständern nachstellen durch Änderung der Walzenöffnung
des in der Laufrichtung nachfolgenden Ständers. Der Spannungsregler
kann vom Typ mit Grenzwertsteuerung sein. Er erhält dann
als Eingänge Bezugsspannungen auf den Leitungen 27 bzw. 28 für den oberen bzw. unteren Grenzwert und ein Streifenspannungsrückkopplungssignal
von einer Streifenspannungsmeßfühlereinrichtung über die Leitung 30. Die ausgangsseitige Regelbezugsspannung von
dem Spannungsregler wird über einen normalerweise geschlossenen Schalter 31 und die Leitung 19 der Walzenöffnungssteuerung 18 zu- :
geführt, welche in Laufrichtung nachfolgend ist. Um eine schnelle
Einstellung der Walzenöffnung unabhängig vom Spannungsregler zu
gestatten, kann der Walzenöffnungssteuerung IR auch eine Regelbezugsspannung
über die Leitung 32 und den normalerweise unterbrochenen
Schalter 33 zugeführt werden. Die Schalter 31 und 33 können Arbeitskontakte (normalerweise unterbrochen) und Ruhekontakte
(normalerweise geschlossen) eines durch Rechner betätigten Relais sein. ...
Das Streifenmaterial 10, welches aus dem Walzwerk austritt, wird
auf eine Wickeltrommel 34 aufgespult. Diese wird von einem Motor 35 angetrieben, der durch einen Spannungsregler 36 gesteuert
ist. Die Wickelspannung der Trommel 34 wird variiert gemäß der Amplitude einer Bezugsspannung, welche dem Regler 36 über eine
Eingangsleitung 36a zugeführt wird.
309813/0907 - 7 -
22AB1 61
Die Steuerung des Walzvorgangs ist gegeben durch einen Digitalrechner
37 zur Verfahrensregelung, welcher Bezugsspannungen an die Regler 18, 22, 26 und 36 für die Walzenöffnung, die Walzendrehzahl
und die Spannungsregler über die Digital-nach-Analog-Wandler
38 abgibt. In bekannter Weise erhält der Rechner 37 Informationen über das herzustellende Produkt, wie z.B. Streifendicke,
Streifenmaterial usw. als Eingangsgrößen und wandelt diese Eingangsgrößen um in geeignete Steuersignale an den Ausgängen unter
Verwendung eines mathematischen Modells, eines Informationsspeicherprogramms
oder unter Verwendung beider Anordnungen. Er steuert auch ein Relais, welches die Kontakte 31 und 33 betätigt, um eine
schnelle Änderung der WaTzenöffnungen der Ständer zu gestatten,
wenn die Gesamtn.instellung des Walzwerkes abgeändert wird.
Das bisher beschriebene Wa]zwerkregelsystem ist bekannt und wurde aus diesem Grunde schematisch dargestellt und in allgemeinen
Ausdrücken beschrieben. Bisher wurden Walzwerke der oben beschriebenen Art verwendet, um einen einzigen kontinuierlichen Streifen
zu walzen, der in einer nicht gezeigten Spule gespeichert ist, von welcher der Streifen der Eingangsseite des Walzwerkes zugeführt
wird. Die Vialzwerkseinstellung wurde erhalten durch den Rechner für den bestimmten erwünschten Walzvorgang oder den erwünschten
Auftrag. Am Anfang mußte hierbei das Kopfende des Streifens
mit einer niedrigen Geschwindigkeit durch das Walzwerk durch-' gefädelt werden und dies ist ein"zeitraubender Vorgang. Wegen des
Fehlens einer Vorwärtsspannung bei der Einfädelung des Kopfendes ergibt sich ein Teil des Streifens, der außerhalb des gewünschten
Kalibers ist. In gleicher Weise ist ein Abschnitt an dem Schwanzende des Streifens vorhanden, der ebenfalls außerhalb
des Kalibers liegt infolge des Fehlens der rückwärtigen Spannung j beim Durchlauf des Schwanzendes durch das Walzwerk. Gemäß der Er- j
findung wird ein Regelsystem vorgesehen, welches ein Verschweis- .!
sen oder eine anderweitige Verbindung der Enden verschiedener j Spulen miteinander gestattet, so daß sie in Reihe durch das Walz- !
werk geführt werden können. Dieser kontinuierliche Betrieb ver- j
309813/09 07 - 8 -
meidet die Notwendigkeit des Stillegens des Walzwerkes zur Einfädelung
bei dem Wechsel von einer Spule zur anderen. Er vermeidet auch die Erzeugung von außerhalb des gewünschten Kalibers
liegenden Abschnitten infolge des Verlustes der Spannung am Kopf- und Schwanzende des Streifens während des EinfädelVorganges. Dieses
neue Regelsystem wird nachstehend erörtert.
Bei der Durchführung der Erfindung werden die Kopf- und Schwanzenden
von zwei oder mehr verschiedenen zu walzenden Spulen mit-
einander beispielsweise durch Verschweißen befestigt, so daß sie in Reihe nacheinander durch das Walzwerk geführt werden, ohne
daß dabei zur Einfädelung zwischen den einzelnen Spulen das Walzwerk stillzusetzen ist. In Fig. 2 ist der vorderste Streifen mit
L bezeichnet, der nachfolgende Streifen mit F und Schweißstelle oder Verbindungsstelle zwischen den Streifen mit X. Ebenso sind
das Schwanzende des führenden Streifens bzw. das Kopfende des nachfolgenden Streifens mit TL bzw. HF bezeichnet. Die Kopf- und
Schwanzenden TL und HF erstrecken sich auf entgegengesetzten ; Seiten der Verbindungsstelle X zwischen benachbarten Ständern
des Walzwerks.
Es ist offensichtlich, daß während des Zeitraums, in dem sich der
führende Streifen L kontinuierlich zwischen dem ersten und letzten Ständer des Walzwerkes erstreckt, die Walzwerkseinstellung
für Walzenöffnung, Walzendrehzahl und Streifenspannung eine Ein- !
stellung sein sollte, die nachstehend als Programm L bezeichnet ist und welche den erwünschten Walzvorgang an diesem Streifen
bewerkstellig1. Wenn der Streifen F sich kontinuierlich zwischen
dem ersten und letzten Ständer erstreckt, muß die Walzwerkseinstellung eine nachstehend als Programm F bezeichnete Einstellung
sein, welche den erwünschten Walzvorgang an den nachfolgenden
Streifen erreicht. Vorstehend wurde dabei angenommen, daß die an den Streifen L und F auszuführenden Walzvorgänge verschieden sind,
so daß sich die Programme L und F voneinander unterscheiden. Die
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Festlegung der richtigen Walzwerkseinstellung in dem Zeitraum, in dem die Verbindungsstelle X zwischen dem ersten und letzten
Ständer durch]auft, stellt jedoch ein komplexes Problem dar. Wenn
die Walzwerkseinstellung vom Programm L auf das Programm F abgeändert
wird wenn die Verbindungsstelle X in den ersten Ständer : eintritt, ist es offensichtlich, daß ein Schwanzabschnitt des '
führenden Streifens L zwischen dem ersten und letzten Ständer außer Kaliber sein wird.\ Es ist ebenso klar, daß, wenn die Walzwerkseinstellung
erst bei Erreichen des letzten Ständers durch die Verbindungsstelle X abgeändert wird, ein Kopfabschnitt des ι
Streifens F zwischen dem ersten und letzten Ständer außerkalibrig sein wird. ;
Ein anderer Lösungsversuch für das Problem der Streifenstärkenregelung
in einem kontinuierlichen Walzwerk besteht darin, die Walzenöffnung, die Walzendrehzahl und die Spannungseinstellung für |
die einzelnen Ständer in Sequenz vom Programm L auf das Programm F abzuändern mit dem Eintritt der Streifenverbindungsstelle X in
jeden der Ständer. Dieser Weg wurde jedoch, soweit bekannt, bis- J her nicht als brauchbar betrachtet wegen der Wahrscheinlichkeit ι
eines Bruchs des Streifens. Es besteht eine große Tendenz zum Auftreten eines solchen Bruches, da wahrscheinlich die Streifenenden
TL und HF mit verschiedenen Geschwindigkeiten laufen, wenn sie zwischen benachbarten Ständern liegt, welche auf verschiedenen
Programmen L und F arbeiten. In Abhängigkeit von der Richtung der Geschwindigkeitsdifferenz wird sich der Streifen entweder
schlangenartig aufwölben oder durchreißen infolge einer übermäßig großen Spannung. Die Natur dieses Problems und seine Lösung
gemäß der vorliegenden Erfindung wird zur leichteren Verständlichkeit
nachstehend an einem bestimmten Ausführungsbeispiel erläutert.
Für die Veranschaulichung ist angenommen, daß die Ausgangsdicke |
des Streifens L etwa 2,25 mm (0,090 Zoll) beträgt und daß die erwünschte
Enddicke nach dem Durchlauf durch das Walzwerk etwa
309813/0907 -ίο_
0,67 mm (0,025 Zoll) beträgt. Es wird auch angenommen, daß die
erwünschte Austrittsgeschwindigkeit etwa 100 m, /min (300 f.p.m.)
beträgt und daß die erwünschte Austrittsdicke aus jedem der vier Ständer bei dem Programm L der nachstehenden Tabelle I entspricht
-H-
309813/0907
Programm L
Streifenlage
Streifengeschwindigkeit m/min (f.p.m.)
Walzendrehzahl
Streifendicke
mm (Zoll)
mm (Zoll)
Walzenöffnung
Konstante K
verläßt Ständer 4
verläßt Ständer 3
verläßt Ständer 2
verläßt Ständer 1
Eintritt in Ständer 1
100 (3QO)
65 (215)
45 (150)
30 (100)
25 (83,3)
4L
N,
3L
N,
2L
N.
IL
0,67
(0,025")
(0,025")
0,87
<O,O35")
<O,O35")
1,25
(0,050")
(0,050")
1,87
(0,075")
(0,075")
2,25
0,090")
4L
3L
2 L
IL
7,5 7,5 7,5 7,5 7,5
Es wird angenommen, daß die Ausgangsdicke des Streifens F etwa 1,R7 mm (0,075 Zoll) beträgt und daß die erwünschte Abgabedicke
von dem Walzwerk etwa 0,5 mm (0,020 Zoll) beträgt. Ebenso wird angenommen, daß die erwünschte Abgabegeschwindigkeit etwa 100 m/min
(300 f.p.m.) ist und daß die erwünschte Abgabedicke von jedem der vier Walzwerke der nachstehenden Tabelle II entspricht, welche
als Programm F bezeichnet ist.
309813/0907
Programm F
| 309 | ο | Streifenlage | -Streif en ges chwindigke it m/min (f.p.m.) |
• Walzen drehzahl |
* Streifen- d icke mm (Zoll) |
. Walzen öffnung |
, Konstante K | cn |
| 81 3/ | I | verläßt Ständer 4 | .100 (3QO) |
. 0,5 (0,020) |
R4F | 6,0 | ||
| 0 9 0* |
ω
Ίί |
verläßt Ständer 3 | 55 (182) |
NSF | 0,82 (0,033) |
R3F | 6,0 | |
| verläßt Ständer 2 | 40 (133) |
N2F | 1,13 (0,045) |
R2F | 6,0 | |||
| verläßt Ständer 1 | 28 (92,5) |
N1F | 1,63 (0,065) |
R11, | 6,0 | |||
| Eintritt in Ständer 1 | 24 <8O) |
1,87 (0,075) |
6,0 | |||||
Mit den oben gegebenen Daten ist es jetzt möglich, die Abgabegeschwindigkeit
der Streifen bei jedem der vier Walzenständer zu berechnen unter Verwendung der Theorie bezüglich konstanten Volumenflusses
für Tandemwalzwerke. Gemäß dieser Theorie muß für
einen stationären Betrieb eines Tandemwalzwerkes der Volumenfluß durch jeden Ständer gleich groß sein. Wenn die Breite des Streifens
als konstantbleibend angenommen wird, kann diese Beziehung mathematisch wie folgt ausgedrückt werden:
(1) N1T1 - N2T2 - NnTn - K
dabei beträgt N die Abgabegeschwindigkeit für den Ständer 1,
T1 die Abgabedicke für den Ständer 1, N„ und T„ sind Geschwindig- ;
keit und Dicke von dem Ständer 2 usw. und K ist eine Konstante.
Unter Verwendung der obigen Formel (1) sind die vom Rechner errechneten
Abgabegeschwindigkeiten der Streifen L und F in die obigen Tabellen I und II eingesetzt! auf die nunmehr Bezug genom- j
men wird. Zur Veranschaulichung des Problems des Unterschiedes in der Streifengeschwindigkeit, welches wahrscheinlich einen Bruch,
des Streifens verursachen kann, sei beispielsweise angenommen, ' daß die Einstellung für den Ständer 2 auf das Programm F abgeän- i
dert wird, während die Einstellung für den nachfolgenden Ständer 3 gemäß der Festlegung nach Programm F verbleibt, während die ;
Verbindungsstelle X zwischen den Ständern 2 und 3 liegt. Aus der Tabelle II (Programm F) ist ersichtlich, daß die Abgabeschwindigkeit
des Streifenendes HF etwa 40 m/min (133 f.p.m.) beträgt.
Gleichzeitig ist die Streifengeschwindigkeit des Streifenendes TL
beim Eintritt in den Ständer 3 die gleiche wie die Abgabegeschwindigkeit vom Ständer 2 unter Tabelle I (Programm L) und diese beträgt
etwa 45 m/min (150 f.p.m.).Unter diesen Bedingungen ist es
ersichtlich, daß eine übermäßig große Spannung entstehen wird, welche wahrscheinlich einen Bruch des Streifens verursacht. Wenn
3098 1 3/0907
in ähnlicher Weise die Streifenverbindungsstelle X zwischen den :
Ständern 3 und 4 liegt sind die Streifengeschwindigkeiten eben- !
falls verschiedene, wobei die Geschwindigkeit des Streifenendes \
HF etwa 85 m/min (182 f.p.m.) beträgt im Vergleich zur Streifengeschwindigkeit
des Endes/von etwa 65 m/min (215 f.p.m.). Für
andere Betriebsbedingungen kann selbstverständlich die Geschwin- ;
digkeit des Streifenendes TL ohne weiteres kleiner sein als die ;
Geschwindigkeit des Streifenendes HF und dadurch kann ebenfalls j ein Bruch infolge Aufwerfung oder Verwerfung des Streifens erfol- \
gen. I
Gemäß der Erfindung werden die Einstellungen für die Walzenöffnung
der einzelnen Ständer in Sequenz abgeändert mit dem Eintritt der Streifenverbindungsstelle in den Walzeneingang der Ständer.
Um einen Bruch des Streifens aus den oben erwähnten Gründen zu verhindern, werden die Einstellungen für die Walzendrehzahl auf
Übergangswerte anstatt auf die Endwerte abgeändert, während die Streifenverbindungsstelle X durch das Walzwerk durchläuft. Diese
Übergangswerte werden von dem Rechner errechnet anhand der Walz- j werkeinstellprogrammefür den vorausgehenden und nachfolgenden
Streifen in einer solchen Weise, daß die Geschwindigkeiten der Streifenenden TL und HF synchronisiert werden, um einen Bruch des
Streifens zu verhindern.
Die Sequenz, in der die Änderungen in den Einstellungen der Walzenöffnung
der Walzendrehzahl und der Einstellorgane für die Spannung zwischen den Ständern zur Vermeidung eines Streifenbruches
vorgenommen werden, ist in den Figuren 3A-E dargestellt.
Die Arbeitswalzen für die vier Walzwerkständer sind in jeder Figur
dargestellt, wobei die an der Verbindungsstelle X verbundenen Streifen L und F durch die Walzen von links nach rechts durchlaufen.
Die Symbole R1, R0, R„ und R. bezeichnen die Einstellung der
Organe für die Walzenöffnung 18 für die vier Ständer. Die Symbole
309813/0907
N1, N2, Ng und N4 sind die Einstellung für die Walzendrehzahlsteuerung
22. Die Symbole T13, T33 und T ^. deuten die Einstel- '■
lung für/Spannungsregler 26 an, welche die Spannung zwischen den Ständern 1-2, 2-3 und 3-4 bestimmen. In jedem Falle bezeichnen
die Indices L und F die Walzwerkeinstellprogramme für den vorausgehenden
und nachfolgenden Streifen.
Aus Fig. 3A ist ersichtlich, daß der vorausgehende Streifen L sich
kontinuierlich vom ersten zum letzten Ständer erstreckt, wenn die Verbindungsstelle X noch nicht an dem ersten Ständer angelangt
ist. Unter diesen Verhältnissen sind die Einstellungen für alle Organe R, N und T gemäß dem Programm L vorgenommen. In Fig. 3E
erstreckt sich der nachfolgende Streifen F kontinuierlich zwischen dem ersten und letzten Ständer, nachdem die Verbindungsstelle
X am letzten Ständer angelangt ist. Hier sind die Einstellungen für alle Steuerorgane R; N und T gemäß dem Programm F
vorgenommen. In den Figuren 3B, 3C und 3D sind die Übergangseinstellungen
für die Steuerungen dargestellt beim fortschreitenden
Durchgang der Verbindungsstelle X zu dem Walzeneingang der ersten,;
zweiten und dritten Ständer.
Fig. 3B zeigt das Erreichen des Ständers 1 durch die Verbindungsstelle
X, wobei dann die Einstellung der Walzenöffnungssteuerung ;
für den Ständer 1 auf einen Übergangswert R-T abgeändert wird. i
Dieser Wert wird durch den Rechner 37 so errechnet, daß sich die ί
erwünschte Verminderung der Dicke des Streifens F ergibt, wenn j
die Streifenspannung zwischen den Ständern 1 und 2 auf dem Wert
Tl2L verbleibt. Alle anderen Einstellungen bleiben die gleichen j und die relativen Geschwindigkeiten der Streifen L und F werden
nicht geändert.
In Fig. 3C hat die Übergangsstelle X den Walzeneingang des Ständers
2 erreicht. Die Walzenöffnungssteuerung für die Ständer 1
und 2 und die Streifenspannungssteuerung des Ständers 1 werden
jetzt geändert auf die Werte Rlp, R2p und Τχ2ρ. Die übrigen Ein-
309813/0 907
Stellungen verbleiben ungeändert mit Ausnahme der Walzendrehzahl- ■
einstellung oder Steuerung für den Ständer 1, welche auf einen Übergangswert N-?3 abgeändert wird. Dieser ist von dem Rechner
so errechnet, daß die Geschwindigkeiten des führenden oder vorangehenden Streifens L und des nachfolgenden Streifens F synchronisiert
sind zur Verhinderung eines Bruchs. Die Art und Weise
dieser Berechnung wird nachstehend erörtert.
Aus Tabelle I ist ersichtlich, daß die Geschwindigkeiten des Streifens
L beim Austritt aus dem Ständer 2 etwa 45 m/min (150 f.p.m.)
beträgt, wenn die Übergangsstelle X den Ständer 2 erreicht. Wenn die Steuerung oder die Einstellung der Walzendrehzahl für den
Ständer 1 und 2 zu diesem Zeitpunkt auf das Programm F abgeändert werden würde, würde die Streifengeschwindigkeit des Streifens
F gemäß Tabelle II etwa 40 m/min (133 f.p.m.) betragen und dieser Geschwindigkeitsunterschied würde einen Bruch verursachen.
Daher wird die Walzendrehzahl des Ständers 2 auf dem Wert für das Programm L oder auf etwa 45 m/min (150 f.p.m.) belassen zur Synchronisierung
der Geschwindigkeit. Dies stellt jedoch eine Abweichung
von der Geschwindigkeit beim Programm F für den Ständer 2 dar um einen Betrag, der gleich ist dem Verhältnis der Geschwindigkeiten
des Ständers 2 für die beiden Programme, nämlich N2l/N2F* Daner muß die Walzendrehzahleinstellung des Programms F
für den Ständer um dieses Verhältnis abgeändert werden, um die Abgabegeschwindigkeit vom Ständer 1 gleich zu machen der Eintrittsgeschwindigkeit des Ständers 2. Mathematisch ausgedrückt, beträgt
die Einstellung der Walzengeschwindigkeit für den Ständer 1 zu diesem Zeitpunkt
(2) N,oo = N1F
^123 *st ^er Übergangswert für die Einstellung der Walzendrehzahl
des Ständers 1, wenn die Verbindungsstelle X vom Ständer 2 zum Ständer 3 läuft.
·- 18 30981 3/0907
_ ίο _
N. ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 1,
wenn der nachfolgende Streifen F durch die Walze durchläuft (Programm F).
NOT ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 2,
wenn der führende Streifen L durch die Walze durchläuft
(Programm L).
N2F ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 2,
wenn der nachfolgende Streifen F durch das Walzwerk läuft
(Programm F).
Durch Einsetzen der in den Tabellen I und II gegebenen Werte für die Walzendrehzahl ergibt sich der Übergangswert für die Einstel
lung der Walzendrehzahl N.__ für diese Bedingungen zu etwa
In Fig. 3D hat die Verbindungsstelle X den Walzeneingang des
Ständers 3 erreicht. Hier werden die Steuerung für die Walzenöffnung für den Ständer 3 und die Steuerung für die Spannung zwischen
den Ständern für die Ständer 2-3 abgeändert auf die Werte R„„ und Tpop für das Programm F^ Die Walzendrehzahleinstellung
für den Ständer 3 wird jedoch wiederum auf dem Wert N„. für das
OJlJ
Programm L belassen, um eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen
den Streifen L und F an der Verbindungsstelle X zu verhindern.
Um die Abgabegeschwindigkeit vom Ständer 2 gleich der Eintrittsgeschwindiprkeit
am Ständer 2 zu machen, muß die Walzendrehzahl
für den Ständer 2 erst auf einen Übergangswert N„q4 abgeändert
werden. Dies erfordert, da R die Drehzahl gemäß dem Programm F für den Ständer 2 multipliziert wird mit dem Verhältnis der Walzengeschwindigkeit
für die Programme L und F für den Ständer 3. Mathematisch ausgedrückt bedeutet dies
309813/0907 -19-
_ 19 -
(3) N = N ί
Ν234 *s* ^er Übergangswert für die Einstellung der Walzendrehzahl
des Ständers 2, wenn die Verbindungsstelle X vom Ständer 3 zum Ständer 4 läuft.
N_F ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 2,
wenn der nachfolgende Streifen F durch die Walze durchläuft (Programm F). .
N„L ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 3,
wenn der führende Streifen L durch die Walze durchläuft (Programm L).
Nn-, ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 3,
wenn der nachfolgende Streifen F durch das Walzwerk läuft ;
(Programm F). >
Das Einsetzen der Werte für die Walzendrehzahl gemäß Tabelle I ;
und II ergibt einen Übergangswert für die Drehzahleinstellung N 234
von 40 . I ~ J= 47 m/min. .
Zur Angleichung der Abgabegeschwindigkeit von dem Ständer 1 an die Eintrittsgeschwindigkeit am Ständer 2 muß die Walzendrehzahl
des Ständers 1 auf einen Einstellwert N134 eingestellt werden, ;
welcher errechnet wird durch Multiplikation der Einstellung für das Programm F mit dem gleichen Drehzahlverhältnis. Mathematisch
ausgedrückt bedeutet dies
309813/0907 -20 -
_ 20 -
ist der Übergangswert für die Einstellung der Walzendreh zahl des Ständers 1, wenn die Verbindungsstelle X vom
Ständer 3 zum Ständer 4 läuft.
Ν.., ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 1,
wenn der nachfolgende Streifen F durch die Walze durchläuft
(Programm F).
N_T ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 3,
wenn der führende Streifen L durch die Walze durchläuft (Programm L).
N3F ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl des Ständers 3,
wenn der nachfolgende Streifen F durch das Walzwerk läuft (Programm F).
Durch Einsetzen der Werte für die Walzendrehzahl gemäß Tabelle I
und II ergibt sich eine Übergangseinstellung N1 ^Λ für die Drehzahl von 2P . (Ih-)1- 32,7 m/min
• (te)
In Fig. 3E hat die Verbindungsstelle X den letzten Walzwerkständer 4 erreicht und die Abgabegeschwindigkeit des vorangehenden
urid nachfolgenden Streifens besetzt den gleichen Wert von 100 m/mi
(300 f.p.m.). Das Drehzahlverhältnis N4I/N4F ist daher 1, so daß
keine Änderungen in den Einstellungen der Walzendrehzahl der Stän der I1 2 und 3 gegenüber ihren Werten für das Programm F vorge
nommen werden müssen, um die Streifengeschwindigkeiten zu synchronisieren. Daher werden zu diesem Zeitpunkt alle Einstellor
gane auf die Werte eingestellt, welche für das Programm F festgelegt sind.
Die Übergangsänderungen der Einstellungen der Walzenöffnung, der
Walzengeschwindigkeit und der Streifenspannungssteuerung in der
309813/09117 I*1 "
oben beschriebenen Art werden erreicht durch Einwirkung des Rech- |
ners 37 bezüglich einer änderung der Bezugsspannungen, welche der j
Steuerung 18 für die Walzenöffnung, der Steuerung 22 für die Wal- ;
zendrehzahl und den Reglern 26 für die Spannung zugeführt werden.
Die Berechnungen des Rechners werden durchgeführt unter Verwen- ' dung der Endwerte für die Einstellprogramme, welche ihrerseits ; aus den Informationseingängen über das Produkt und einem mathematischen Modell oder einem Speicherprogramm-Datensatz entnommen
werden. Damit die Übergangsänderungen zum richtigen Zeitpunkt
vorgenommen werden, ist ein Lauferfassungssystem (tracking system); vorgesehen, welches den Rechner darüber benachrichtigt, wenn die ; Streifenverbindungsstelle X an dem Walzeneintritt (d.h. die Verbindungsstelle wird von den jeweiligen Walzen erfaßt) (roll bite) j
Die Berechnungen des Rechners werden durchgeführt unter Verwen- ' dung der Endwerte für die Einstellprogramme, welche ihrerseits ; aus den Informationseingängen über das Produkt und einem mathematischen Modell oder einem Speicherprogramm-Datensatz entnommen
werden. Damit die Übergangsänderungen zum richtigen Zeitpunkt
vorgenommen werden, ist ein Lauferfassungssystem (tracking system); vorgesehen, welches den Rechner darüber benachrichtigt, wenn die ; Streifenverbindungsstelle X an dem Walzeneintritt (d.h. die Verbindungsstelle wird von den jeweiligen Walzen erfaßt) (roll bite) j
an jedem der vier Ständer eintrifft. Dieses Durchlauferfassungs-.
system wird nachstehend beschrieben. j
Bei der Vornahme einer Schweißung zur Ausbildung der Verbindungs- ■
stelle X zwischen den Streifen L und F wird in den Streifen ein !
Loch 30 (s.Fig. 2) gestanzt, und zwar in einem vorgegebenen Längs-ι
abstand von der Übergangsstelle. Dieses Loch trifft dann in einem : bekannten Abstand vor dem ersten Ständer ein und dies wird durch
eine Fotozelle 40 erfaßt, welche auf das Licht einer Lichtquelle ' 41 anspricht, das durch das Loch 39 hindurchgeht. Hierdurch wird j dann ein Signalgenerator 42 betätigt. Das Signal wird dem Rech- j ner übermittelt zur Steuerung der Impulszähler 43, welche einzeln die Impulse zählen, die ihrerseits von einzelnen Impulsgene- j
eine Fotozelle 40 erfaßt, welche auf das Licht einer Lichtquelle ' 41 anspricht, das durch das Loch 39 hindurchgeht. Hierdurch wird j dann ein Signalgenerator 42 betätigt. Das Signal wird dem Rech- j ner übermittelt zur Steuerung der Impulszähler 43, welche einzeln die Impulse zählen, die ihrerseits von einzelnen Impulsgene- j
ratoren 44, 45, 46 und 47 abgegeben werden, welche jeweils den
Ständern 1, 2, 3 und 4 zugeordnet sind. Die Impulsgeneratoren ' werden über ein geeignetes Getriebe durch die Walzen 48, 49, 50
und 51 angetrieben, welche im Eingriff mit dem Streifenmaterial 1Oj sind und ihrerseits durch die Bewegung des Streifenmaterials bei J seinem Eintritt in den Walzenzugriff des zugeordneten Ständers ! angetrieben werden. Aus der Kenntnis der Lage der Verbindungsstel- \ Ie bezüglich des Walzeneingangs eines Ständers und der von der j
Ständern 1, 2, 3 und 4 zugeordnet sind. Die Impulsgeneratoren ' werden über ein geeignetes Getriebe durch die Walzen 48, 49, 50
und 51 angetrieben, welche im Eingriff mit dem Streifenmaterial 1Oj sind und ihrerseits durch die Bewegung des Streifenmaterials bei J seinem Eintritt in den Walzenzugriff des zugeordneten Ständers ! angetrieben werden. Aus der Kenntnis der Lage der Verbindungsstel- \ Ie bezüglich des Walzeneingangs eines Ständers und der von der j
309813/0907 " 22 -
Verbindungsstelle bei jedem Impuls eines Impulsgenerators zurückgelegten Entfernung ermittelt der Rechner die Ankunft der Verbindungsstelle an dem Walzeneingang durch Zählen der Impulse nach
dem Eingang eines Signals für die Auslösung der Zählung. Dieses auslösende Zählsignal wird erzeugt durch die Fotozelle 40, welche das Zählen der vom Generator 44 erzeugten Impulse in Gang
setzt. Nach dem Zählen einer vorgegebenen Zahl von Impulsen wird der Übergangsbereich an dem Walzeneingang des Ständers 1 sein.
An diesem Punkt löst eine dem Generator 44 zugeordnete Rechnerlogik das Zählen der Impulse aus, die vom Generator 45 erzeugt
werden. Nachdem eine vorgegebene Zahl von Impulsen vom Generator 45 gezählt worden ist, wird dich die Verbindungsstelle an dem
Walzeneingang oder Walzeneingriff des Ständers 2 befinden. Zu diesem Zeitpunkt löst eine dem Generator 45 zugeordnete Rechnerlogik das Zählen von Impulsen vom Generator 46 aus. In ähnlicher
Weise werden die vom Generator 47 erzeugten Impulse gezählt, nachdem die Verbindungsstelle den Walzeneingriff des Ständers 3 erreicht, um damit das spätere Ankommen der Verbindungsstelle am
Walzeneingriff. des Ständers 4 zu ermitteln. Auf diese Weise verfolgt der Rechner den zeitlichen Ablauf des Ankommens der Verbindungsstelle am Walzeneingang jedes der einzelnen Ständer, so
daß die errechneten Änderungen zum richtigen Zeitpunkt vorgenommen werden bezüglich der Einstellwerte für die Walzenöffnung,
die Walzendrehzahl und der Spannungsregelung für das gesamte Walzwerk.
Es ist zu beachten, daß die Streifengeschwindigkeiten zwischen den einzelnen Ständern alle verschieden voneinander sind und
auch verschieden von der Geschwindigkeit des Streifens bei seinem Eintreten in den ersten Ständer. Aus diesem Grunde werden für jeden Ständer getrennte Impulsgeneratoren verwendet. Weiterhin ist
zu beachten, daß beim Betrieb eines Tandem-Kaltwalzwerkes üblicherweise eine beträchtliche Menge von Kühlmitteln und Schmiermitteln auf dem Streifen in der Umgebung der einzelnen Walzen-
309813/0907 "23 "
_ οι _
ständer vorhanden ist. Aus diesem Grunde sollte der Fotozellendetektor
40 weit genug vor dem ersten Ständer angeordnet werden, um eine Störung seiner Arbeitsweise durch die Kühl- und Schmierflüssigkeiten
zu vermeiden. Die Impulsgeneratoren sind mechanisch und elektrisch in ihrer Arbeitsweise und werden nicht nachteilig
beeinflußt. Dies ist einer der Vorteile des Systems.
In der oben beschriebenen bevorzugten Ausftihrungsform der Erfindung
werden die Geschwindigkeiten des Schwanzendes des führenden Streifens TL und des Kopfendes des nachfolgenden Streifens HF
synchronisiert durch Übergangseinstellungen der Walzengeschwindigkeit der bezüglich der Streifenverbindungsstelle X nachfolgenden
Ständer. Der Fachmann wird jedoch verstehen, daß die Synchronisation der Streifengeschwindigkeiten auch erreicht werden kann
durch Übergangseinstellungen der Walzendrehzahlen der Ständer, welche in Laufrichtung vor der Streifenverbindung liegen. Mit anderen
Worten kann anstelle der Einstellung der Geschwindigkeit des Streifenendes HF zur Anpassung an die Geschwindigkeit des
Streifenendes TL die Geschwindigkeit des Streifenendes TL eingestellt werden zur Anpassung an die Geschwindigkeit des Streifenendes
HF. Das System ist auch anwendbar auf Walzwerke, bei denen die Spannung zwischen den einzelnen Walzenständern eingestellt
wird durch Abänderung der Drehzahl eines Ständermotors anstatt durch Einstellung der Walzenöffnung eines Ständers.
Es ist auch zu beachten, daß die Formeln für die Übergangseinstellungen
der Walzendrehzahl auf der Annahme beruhen, daß die Oberflächengeschwindigkeit der Walze eines Ständers gleich groß
ist wie die Streifenabgabegeschwindigkeit vom Ständer. Diese Annahme ist nicht streng erfüllt, da die Abgabegeschwindigkeit geringfügig
größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Walze. Die Werte liegen jedoch nahe genug beieinander, so daß ein restlicher
Fehler oder Abweichung leicht korrigierte wurden kann durch
eine geeignete Kompensation während des Reckenvorganges des Rechners. :..-;■.. " - Λ'-'Λ-'- ' ' ■'■ ■
309813/0907 - * -
In der dargestellten Ausführungsform ist die Erfindung gezeigt in
ihrer Anwendung auf ein Tandemwalzwerk mit vier Ständern. Sie
kann jedoch in gleicher Weise auf Walzwerke mit zwei oder mehr Ständern angewendet werden, ohne dabei von dem Grundprinzip der
Steuerung oder Regelung abzuweichen. Sie ist auch anwendbar in den Fällen, bei denen mehr als zwei Spulen zusammengeschweißt werden
und mehr als zwei miteinander verbundene Streifen bilden. Wenn in einem solchen Falle der erste Streifen das Walzwerk verläßt,
wird der nachfolgende Streifen der führende oder vorangehende Streifen bezüglich des nächstfolgenden Streifens bei der Anwendung
der oben angegebenen Formel für die Drehzahlnachstellung.
- 25 -
309813/0907
Claims (1)
- Patentansprüche'Regelsystem für Tandemwalzwerk mit einer Vielzahl von Walzenständern ausgestattet mit Einstellorganen für die Walzen-Öffnung und Einstellorganen für die Walzendrehzahl, welche nacheinander wirken zur Verminderung der Dicke eines durch das Walzwerk durchlaufenden Streifenmaterials, wobei dieses Streifenmaterial vordere oder führende (L) und nachfolgende (F) Streifen besitzt, an denen verschiedenartige Walzvorgänge auszuführen sind und die Schwanz- und Kopfenden des vorangehenden und nachfolgenden Streifens an ihren Enden miteinander an einer Übergangsstelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet , daß eine Einrichtung (37) zur Nachstellung der Einstellwerte für die Einstellorgane für den Walzenabstand (18) und die Einstellorgane für die Walzen·1« iizahl (22) der einzelnen Ständer für die erwünschte Dickenverminderung des führenden Streifens (L, TL) bei seinem ; Durchgang durch das Walzwerk vorhanden ist, sowie eine Einrichtung (40 bis 45) zur Verfolgung des Durchgangs der Verbindungsstelle und zur Bestimmung des Eintreffens dieser Verbindungsstelle (X) am Walzeneingang jedes Walzständers, eine Einrichtung (42, 37), gesteuert durch diese Durchlauferfassungseinrichtung (40, 45) zur Änderung der Einstellwerte der Einstellorgane für die Walzenöffnung (18) in Sequenz mit dem Eintritt der Verbindungsstelle in den Walzeneingang der Ständer, so daß die erwünschte Dickenverminderung des folgenden Streifens (F , HF) beim Durchlauf durch das Walzwerk erfolgen kann, wobei diese Nachstelleinrichtung (37) für die Einstellungen weiterhin steuerbar ist durch zusätzliche Einrichtungen; (Programm L und F), welche durch die Durchlauferfassungseinrichtung (40, 45) steuerbar sind zur Bewirkung von Übergangsänderungen (N-,23» Ni24^ in den relativen Einstellwerten der Einstellorgane für die Walzengeschwindigkeit (22), der Walzen-309813/0907- 26 -ständer (1 bis 4), so daß die Streifengeschwindigkeit des Kopfendes des nachfolgenden Streifens (F . HF) synchronisier bar ist mit der Streifengeschwindigkeit des Schwanzendes des vorausgehenden Streifens zur Verhinderung von schlangenartiger Aufwölbung oder Bruch der miteinander verbundenen Streifen während des Durchgangs der Verbindungsstelle (X) durch das Walzwerk.2. Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Übergangsänderung (N1 „„, N1-.) in den Einstellorganen (22) für die Walzengeschwindigkeit bei den Walzenständern (1 bis 4) vornehmbar sind, welche bezüglich der Durchlaufrichtung vorausgehend sind dem Walzenständer, in den die Verbindungsstelle (X) eintritt.3, Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Walzenabstände oder Walzenöffnungen des zweiten und danach folgenden Ständers gesteuert sind gemäß der Spannung des Streifens zwischen den Ständern, welche in Durchlaufrichtung gesehen vor dem gesteuerten Ständer liegen.Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellorgan für den Walzenabstand des ersten Ständers auf einen berechneten Wert eingestellt ist zur Bewirkung der gewünschten Dickenverminderung des nachfolgenden Streifens im ersten Ständer und dieser Wert abhängt von verschiedenen Variablen einschließlich der Spannung des Streifens zwischen dem ersten und zweiten Ständer.309813/0907- 27 -5. Regelsvstem nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet , daß der Übergangseinstellwert für die WaI-Keridrehzahl eines Ständers (1), welcher bezüglich eines Ständers (-2) in Durchlaufrichtung vor diesem liegt, beim Übergang der Verbindungsstelle vom Ständer (2) zu einem Ständer (3) in Durchlaufrichtung nachfolgend bezüglich dem Ständer (2) bestimmt ist durch folgende Formel:N123ist der Übergangswert für die Einstellung der ¥/alzendrehzahl des Ständers I9 wenn die Verbindungsstelle X vom Ständer 2 zum Ständer S läuft,.ist die Endeinstellisng der Walzendrehzahl des Ständers 1, wenn der nachfolgende Streifen durch die Walze durchläuft,ist die Endeinstellirag der Walzendrehzahl des Ständers 2, wenn der fütoread© Streifen durch die Walze durchläuft,ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl -des Ständers 2, wenn der nachfolgende Streifen durch das Walzwerk läuft.Regelsystem nach Anspruch 2, dadurch gekenn- Izeichnet, daß die Übergangseinstell'ung für die Walzendrehzahl eines Ständers (1) vorausgehend einem Ständer (2) bezüglich der Durchlaufrichtung während des Durchgangs der Verbindungsstelle von einem Ständer (3) nachfolgend bezüglich309813/0907 " 2'dem Ständer (2) in Durchlaufrichtung durch folgende Formel bestimmt ist:N134 = N1f(und der Ubergangswert für die Walzendrehzahl des Ständers 2 bestimmt ist durch die Formel:N234 = N2Fl NLT / wobei:N134 ist die ^berEanES(irenzahl des Ständers 1, während die Verbindungsstelle (X) vom Ständer 3 zum Ständer 4 läuft,N1F ist die endgültige Einstellung der Walzendrehzahl des Ständers 1, wenn der nachfolgende Streifen durch das Walzwerk läuft,N„y ist die endgültige Einstellung der Walzendrehzahl, wenn der führende Streifen durch das Walzwerk läuft,N„F ist die Endeinstellung' der Walzendrehzahl am Ständer 3, wenn der nachfolgende Streifen durch das Walzwerk läuft,N234 ist ^er Übergangswert der Walzendrehzahl des Ständers 2, wenn die Verbindungsstelle vom Ständer 3 zum Ständer 4läuft, undft2F ist die Endeinstellung der Walzendrehzahl am Ständer 2, wenn der nachfolgende Streifen durch das Walzwerk läuft.309813/0907 ~28"7. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Durchlauferfassungseinrichtung (40 bis 45) in Durchlaufrichtung vorausgehende und nachfolgende Impulsgeneratoren (44 und 45) umfaßt, die vorausgehenden und nachfolgenden Walzenständern zugeordnet sind, wobei jeder Generator (44, 45) angetrieben ist durch die Bewegung des in den zugeordneten Walzenständer eintretenden Streifenmaterials, sowie eine Impulszählereinrichtung (43), die jedem Generator zugeordnet ist zur Zählung der von dem Generator nach Auslösung der Impulszählung abgegebenen Impulse, eine Meßfühlereinrichtung (40, 41) zur Erfassung der Ankunft der Verbindungsstelle (X) an einem vorbestimmten Platz vor dem in Durchlaufrichtung vorgehenden Walzenständer zur Auslösung der Zählung der Impulse, welche von dem in Durchlaufrichtung vorausgehenden Generator erzeugt werden und zur Bestimmung der Ankunft der Verbindungsstelle an dem Walzeneingang dieses Walzenständers, wobei die Einrichtung (37) gesteuert ist durch die Impulszählereinrichtung, welche dem in Durchlaufrichtung vorausgehenden Generator zugeordnet ist, zur Auslösung der Zählung der von dem in Durchlaufrichtung nachfolgenden Generator (45) erzeugten Impulse zur Bestimmung des Zeitpunktes der Ankunft der Verbindungsstelle an dem Walzeneingang des in Durchlaufrichtung nachfolgenden Walzenständers.8. Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß die MeßfühlereJnrichtung eine Fotozelle (40) für das durch ein Loch (39) in dem Streifenmaterial durchtretende Licht umfaßt, wobei dieses Loch in einem vorgegebenen Längsabstand von der Verbindungsstelle zwischen dem führenden und nachfolgenden Streifen angeordnet ist.- 30 309813/0a079. Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß ,jedem Walzenständer des Walzwerkes Impulsgeneratoren und Impulszähler zugeordnet sind zur Ermittlung des Zeitpunktes der Ankunft der Streifenverbindung am Walzeneingang jedes Walzenständers des Walzwerkes.10. Verfahren zur Änderung der Walzwerkeinstellung eines Tandemwalzwerkes mit einer Vielzahl von Walzenständern, welche jeweils mit einzelnen Einstellorganen für die Walzenöffnung und die Walzendrehzahl ausgestattet sind und nacheinander wirkend die Dicke des durch das Walzwerk laufenden Streifenmaterials vermindern, wobei dieses Streifenmaterial einen führenden und nachfolgenden Streifen besitzt, an denen verschiedene Walzvorgänge auszuführen sind und die Schwans-„und Kopfenden des führenden und nachfolgenden Streifens stumpf an einer Verbindungsstelle miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß es die folgenden Schritte umfaßt:(a) Einstellen der Einstellorgane für Walzenabstand und Walzendrehzahl der einzelnen Walzenständer zur Bewirkung der erwünschten Dickenverminderung des führenden Streifens bei seinem Durchgang durch das Walzwerk,(b) die Ankunft der Verbindungsstelle am Walzeneingang jedes Ständers wird erfaßt und bei dieser Ankunft wird die Einstellung der Einstellorgane für die Walzenöffnung für diesen Ständer so geändert, daß die erwünschte Dickenverminderung des nachfolgenden Streifens bewirkt wird und(c) gleichzeitig mit dem Ankommen der Verbindungsstelle am Walzeneingang de* Walzenständer werden Übergangsänderungen der relativen Einstellungen der Einstellorgane für309813/0907- 31 -die Walzendrehzahl der Ständer vorgenommen, so daß die Geschwindigkeit des Kopfendes des nachfolgenden Streifens mit der Geschwindigkeit des Schwänzendes des vorausgehenden Streifens synchronisiert wird zur Verhinderung einer schlangenförmigen Aufwölbung oder eines Bruchs der verbundenen Streifen beim Durchgang der Verbindungsstelle durch das Walzwerk.11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Einstellung des Einstellorganes für die Walzendrehzahl für einen Walzenständer, welche bezüglich des Durchlaufs der Verbindungsstelle vorausgeht, mit dem Eintritt der Verbindungsstelle in die Waisen geändert wird.12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellungen der Einstellorgane für die Walzendrehzahl für alle der Verbindungsstelle nachfolgenden Ständer abgeändert werden mit dem Eintritt der Verbindungsstelle in die Walzen eines vorausgehend liegenden Ständers.309813/0 90?Leerseite
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1972
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- 1972-09-22 NL NL7212881A patent/NL7212881A/xx unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| EP0582980A1 (de) * | 1992-08-07 | 1994-02-16 | Kawasaki Steel Corporation | Verfahren zum endlosen Warmwalzen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4838858A (de) | 1973-06-07 |
| IT969343B (it) | 1974-03-30 |
| NL7212881A (de) | 1973-03-26 |
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| ZA726064B (en) | 1973-05-30 |
| BR7206400D0 (pt) | 1973-07-17 |
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