DE2244580C3 - Drehmittelbetriebener Drehantrieb - Google Patents
Drehmittelbetriebener DrehantriebInfo
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- F01B19/04—Positive-displacement machines or engines of flexible-wall type with tubular flexible members
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Description
Wie im einzelnen aus der nachfolgenden Beschreibung der ein bzw, mehrere AMsführungsbeispiele
darstellenden Zeichnung sowie aus den Ansprüchen hervorgeht, fährt die Erfindung mit einem Minimum an
Aufwand zu einem betriebssicheren Drehantrieb. Es zeigt
F i g. 2 eine Ansicht von unten, entlang der Linie 2-2
derFig. t;
F i g. 4 einen vergrößerten Schnitt entlang der Linie
4-4derFig.3;
F i g. 5A einen Schnitt mit gebrochenen Teilen eines
Ausführungsbeispiels ähnlich der F i g. 5;
Fig.7 eine vergrößerte Einzelheit als Bruchstück,
entlang der linie 7-7 der F ϊ g. 5;
Fig.8 gleichfalls eine vergrößerte Einzelheit als
Bruchstück, entlang der Linie S-S der F ig. 6;
F i g. 9 eine perspektivische Ansicht einer deMür den
Betrieb verwendeten Membranen;
Fig. 10 einen Längsschnitt in etwas kleinerem Maßstab entlang der Linie 10-10 der F i g. 9;
F i g. 11 einen Querschnitt entlang der Linie 11-11 der
Fig. 10;
Fig. 12 im Detail die vergrößerte Ansicht eines Bruchstücks entlang der Linie 12-12 der F i g. 4;
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht des Vorderteils
des Antriebs und
F i g. 14 eine perspektivische Ansicht des Arbeitskolbens des Antriebs.
Der in den Zeichnungen dargestellte Antrieb umfaßt ein Gehäuse 10, das aus einem Vorderteil Ii und einem
Rückteil 12 besteht Wie klar erkennbar ist, ähneln sich die Teile 11 und 12, die spiegelbildlich angeordnet sind.
Das Vorderteil 11 wird im einzelnen beschrieben, wobei
die entsprechenden Elemente des Rückteils 12 mit den *°
gleichen Nummern, jedoch mit' bezeichnet werden.
Wie Fig. 13 zeigt, hat das Vorderteil 11 einen im
wesentlichen U-förmigen Hohlraum 13, dessen im Querschnitt halbkreisförmige parallele Schenkel 14
durch ein Mittelstück 15 miteinander verbunden sind, «
das sowohl im Querschnitt ab auch im Grundriß gewölbt ist.
Das Vorderteil 11 hat einen nach auswärts gerichteten Flansch 16 mit einer Reihe von öffnungen 17, die in
Abständen angeordnet sind. Die Teile 11 und 12 werden »
fest zusammengehalten, w<mn die Flansche 16 und 16'
unter Zwischenschaltung einer Dichtung 18 aufeinan*
dergesetzt sind und mit Schrauben 19 auf die Muttern 21
aufgesetzt sind und fest angezogen sind, wie dies beispielsweise in Fig.4 gezeigt ist Dort sind die ss
halbkreisförmigen Hohlräume 13 und 13' der Teile 11
und 12 aufeinandergesetzt und bilden zwei parallele
Kammern O\ und CX die durch die aufeinandergesetz*
ten Schenkel 14 und 14' begrenzt werden, welche durch das gewölbte Mittelstück 15, 15' miteinander verbunden «0
sind, wobei alle Hohlräume im Wesentlichen einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
Um das Vorder* und Rückteil 11 bzw. 12, wie in den
F i g. 5 und 7 gezeigt, deckungsgleich zu bringen, besitzt
der Flansch 16 des Vorderteils 11 mehrere vorstehende
Paßstifte 20, welche durch entsprechende Offnungen 2C
in der Dichtung IS in den dazugehörenden Paßöffnungen
20" des Teils 12 sitzen (F i g. 7\ Wie aus den F i g. 4,
6 und 13 zu ersehen ist, weisen die Teile 11 und 12 durchgehende Bohrungen 23 auf, die fluchten, wenn die
Teile 11 und 12 zusammengesetzt sind.
Die Innenflächen 22 des oberen zentralen Stücks 24 (Fig.5, 6 und 13) eines jeden Teils 11 und 12 werden
unter Zwischenschaltung einer Dichtung 25 zusammengesetzt. Die Dichtimg 25 liegt dabei in einer Aussparung
25' in der Innenfläche 22, Die oberen Stücke 24 werden durch Schrauben 26 mit daraufgesetzten Muttern 27 fest
miteinander verbunden, wobei sie die Dichtung 25 zwischen sich einspannen.
Das untere Ende 30 jedes der oberen Zentralstücke 24 ist, wie aus den Fig.6 und 13 ersichtlich, gewölbt
Wenn die Zentralstücke 24 gegeneinandergesetzt werden, bilden die Unterenden 30 einen gewölbten Sitz
32 für eine Lagerbuchse 31.
Wie in den F i g. 4 und 6 gezeigt, führt eine Welle 35
durch die aufeinander ausgerichteten Bohrungen 23 und geht durch die Lagerbuchse 31, die mit der Welle
verstiftet oder mit ihr aus einem Stück hergestellt ist
Zwei Druckscheiben 36 umfassen cKs Welle 35 und
spreizen die Lagerbuchse 31, wie dies in Fig.4
dargestellt ist Die Scheiben 36 sitzen in ringförmigen Ausdrehungen 37 auf der gleichen Achse mit den
Bohrungen 23 (F ig. 6).
Die Welle 35 besitzt wie Fig.4 zeigt zwei
ringförmige Ausdrehungen 38, die auf jeder Seite der Lagerbuchse 31 angeordnet sind. Jede der Ausdrehungen
38 trägt zur Abdichtung einen »O«-Ring 39.
11 und das Rückteil 12 hinausreichen, sind, wie die
Positionen 41 und 42 zeigen, im Querschnitt rechtwinklig ausgebildet Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist hat das
Vorderteil 11 einen zentralen Ansatz 43, der einen Teil des Vorderteils bildet Dieser Ansatz weist vier radiale
Füße auf, von denen die beiden mit 46 bezeichneten Haltefüße darstellen. Das Rückteil 12 weist einen
zentralen Ansatz 28 auf.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 6 hervorgeht, reicht das
Ende 41 der Welle 35 durch die Bohrung 47 der Buchse 48 eines Hubanzeigers und Anschlages 49. Die Buchse
48 wird dabei am Ende 41 durch eine Setzschraube 51 gehaltea Die Drehung der Welle 35 wird dabei durch
das Aufsetzen des Fingers 52 am Anschlag 48 auf verstellbare Schrauben 53, die durch die Haltefüße 46
geschraubt sind, begrenzt
Wie die Fig.3, 4 und 6 zeigen, hat das Rückteil 12
ebenfalls eben zentralen Ansatz 54, der einen Teil des Rückteils 12 bildet Das Rückteil 12 besitzt eine zentral
gewölbte Lagerbuchse 55, durch welche das Ende 42 der Welle 35 hindurchreicht Daneben besitzt das Rückteil
12 vier radiale Montierfüße 56, von denen jeder eine
Gewindeöffnung 57 aufweist um die Montage des Antriebs, beispielsweise an das Gehäuse eines nicht
dargestellten Ventils zu ermöglichen, das durch den Antrieb betätigt werden solL
Um die Lagerbuchse 3f an ihrem Sitz 32 zu schmieren, hat, wie beispielsweise in den F i g. 5,6,8 und
13 gezeigt, die Innenfläche 22 eines jeden der oberen
Zentralstficke 24 dp/ Vorder- und Rückteile 11 bzw, 12
eine senkrechte Nut 59, deren unteres Ende 61 jeweils mit dem gewölbten Sitz 32 für das Lager 31 in
Verbindung steht
Die oberen Enden 62 jeder Nut verlaufen schräg und treffen sich bei 6?, so daß beide Nuten durch eine quer
laufende Gewindebuhrung 63, welche durch das Vorderteil 11 reicht, miteinander verbunden sind In die
Bohrung 63 ist ein abnehmbarer Stopfen 64 einge-
schraubt
Mit dem Lager 31 ist starr Ober dieses radial hinausgehend ein Dreharm 71 verbunden, der, wie in
F i g. 6 dargestellt, im Querschnitt zylindrisch ausgebildet und mit einem Ende im freßsitz in einer radialen
Bohrung 72 der Lagerbuchse 31 festgelegt ist.
Der Dreharm sitzt auf einem Arbeitskolben 73, der, wie in Fig.6 und 14 gezeigt, das Segment eines
Ringwulstes darstellt Der Arbeitskolben 73 ist im wesentlichen zylindrisch im Querschnitt und paßt zum
Querschnitt des gewölbten Hohlraums 33 (Pig.6), der
durch die aufgesetzten Miüelstücke IS und IS' der
U-förmigen Hohlriume 13 und 13' begrenzt ist.
Der Durchmesser des Arbeitskolbens 73 ist dabei, wie
in Fig.6 gezeigt nur ganz geringfügig kleiner als der
des gewölbten Hohlraums 33. Dadurch bewegt sich zwar der Arbeitskolben frei im Hohlraum 33, es besteht
jedoch nur ein Minimum an Toleranz zwischen dem Arbeiiskuibcii und der π'αί'ιύ lies h'uiiii aüiijS 33.
Betrachtet man den Arbeitskolben 73 in F i g. 5 im vertikalen Querschnitt in bezug auf die Welle 35. so
ergänzt das gewölbte innere Ende 74 der Kurve das des Lagers 31, wobei das innere Ende 74 bündig zum Lager
31 paßt.
Wie F i g. 5 zeigt ist das Außenende 75 des Arbeitskolbens 73 ebenfalls gewölbt und seine Kurve
ergänzt die des gewölbten Hohlraums 33 und bildet einen Bogen von etwa 85°.
Die Enden 76 und 77 des Ringwulstsegments, die den Arbeitskolben 73 begrenzen, sind becherförmig ausgebildet
und stellen Gegensitze dar, wie sie nachfolgend beschrieben wenden.
Obwohl der Arbeitskolben 73 aus irgendeinem passenden festen Material hergestellt werden könnte,
besteht er in der dargestellten Ausführung aus mit Molybclän-Bisulphit gefülltem Nylon und besitzt eine
Bohrung 78. die sich in bezug auf die Achse des Ringwulstes radial erstreckt und im wesentlichen den
gleichen Durchmesser aufweist wieder Dreharm 71.eier
mit Preflsitz in die Bohrung 78 eingeführt ist.
In jeder der Kammern C-I und C-2, welche durch die
aufeinandereesetzten Teile 11 und 12 auf jeder Seite des
Arbeitskolbens 73 gebildet sind, ist eine sackförmige Membran 83 und 84 aus elastisch verformbarem
Material wie Gummi oder aus einem anderen Material mit gleichem Verhalten untergebracht.
Da die Membranen 83 und 84 gleich ausgebildet sind, wird nur die Membran 83 beschrieben.
Die F i g. 9 und 10 zeigen, daß die Membran 83 einen
zylindrischen Körper 85 und eine öffnung 86. die von
einem Flansch 87 ringförmig umgeben ist aufweist. Das untere Stück 88 der Membran 83 hat ein abgerundetes
geschlossenes Endstück 89 und ist so gebogen, daß es sich zur Längsachse des zylindrischen Körpers 85
gewölbt erstreckt Genau genommen erstreckt sich die Achse des Endstücks 88 im wesentlichen in einem
stumpfen Winkel zur Längsachse des zylindrischen Körpers 85.
Wie die Fig. 5, IO und 11 deutlich erkennen lassen,
besitzt die Wand des zylindrischen Körpers 85 der Membran 83. wie durch den Buchstaben A kenntlich
gemacht im wesentlichen eine gleichförmige Stärke über ihren ganzen umfang von der Öffnung 86 bis zum
gewölbten Endstück 88
Die innere satteiförmige Fläche 91 der Membran zeigt eine fortschreitend zunehmende Stärke vom
oberen Erde 92 der Innenseite bis etwa zum Zentralsiück 93 des geschlossenen Membranendes.
Anschließend nimmt die Stärke fortschreitend wieder ab, bis sie bei 94 in die Wand des Körpers 85 übergeht.
Wie in F i g. 11 zu erkennen, ist im Querschnitt die
Wandstärke des gewölbten Endstücks 88 am Mittelstück 95 der sattelförmigen Fläche 91 am stärksten. Von
dort aus nimmt sie in etwa fortlaufend entlang jeder Seite des Mittelstacks 95 der sattelförmigen Fläche zum
Mittelstück 96 der gegenüberliegenden äußeren Seite 97
hin ab.
ίο Die Konstruktion der Membran 83 macht es
erforderlich, daß die Wand des geschlossenen Endes 89 verhältnismäßig stark ist, um einem Abrieb zu
widerstehen. Da außerdem die Wandstärke der äußeren Seite 97 des Endstückes 88 geringer ist als die
Γ. Wandstärke der inneren sattelförmigen Fläche 91, wird
sich, wenn sich die Membran 83 ausdehnt, die dünnere Wand der Außenseite 97 schneller strecken als die
dickere Wand der Innenfläche 91. Dabei besteht für das
g*avuiis99«ifv
Ui u«a Mir
» ββ Ληο notlpnUon
sich in einem gewölbten Weg gegen die Spitze zu bewegen, die durch die becherförmigen Enden 76 und 77
des Arbeitskolbens 73 begrenzt wird. Die Membranen 83 und 84 sind, wie aus Fig.5 hervorgeht in den
Kammern C-I und C-2 so eingebaut daß die gewölbten
λ> unteren Endstücke 88 mit dem gewölbten Hohlraum 33
auf jeder Seite des Arbeitskolbens 73 fluchten.
Aus diesem Grunde hat wie in Fig. 12 gezeigt, die obere A iwchlußfläche 98 der parallelen Schenkel des
U-förmigen Gehäuses, begrenzt durch die aufeinander-
)<> gesetzten, ungefähr halbkreisförmigen Hohlräume 13
und 13', eine ringförmige Eindrehung 101. Diese ist innerhalb des äußeren Umfangs angeordnet und bildet
einen ringförmigen Absatz 102. In der Abschlußfläche
98 wird ein zweiter ringförmiger Ansatz 103 vorgese-
r> hen, der sich innerhalb des Absatzes 102 befindet und
tiefer liegt als die Eindrehung 101. Der Absatz 102 umgrenzt einen ringförmigen Absatz 104 mit einer
ringförmigen Eindrehung 105, deren innere Kante 106 nach außen abgeschrägt ist. Die durch die zusammengeht
setzten Hohlräume 13 und 13' begrenzte öffnung 107 jeder Kammer C-t und C-2 ist abgerundet.
Der Flansch 87 jeder Membran 83 hat eine verdickte äußere Peripherie. Seine untere Fläche ist. wie Fig. 10
zeigt, im Querschnitt dreieckig ausgebildet. Die Spitze
« 108 des Dreiecks ist nach unten gerichtet. Die obere
dreieckig im Querschnitt wie dies bei 109 gezeigt ist.
83 bzw. 84 so untergebracht daß die innere sattelförmige Fläche 91 einer jeden Membran an der Innf ,seite
jeder Kammer anliegt In dieser Anordnung ist das gewölbte Bodenstück 88 jeder Membran in einer Linie
mit dem gewölbten Hohlraum 33 der U-förmigen Kammer. Der Flansch 87 sitzt so, daß die dreieckige
untere Fläche 108 in der ringförmigen Ausdrehung 105 liegt wie dies in F i g. 12 gezeigt ist
Mit entsprechenden Mitteln werden die Flansche 87 jeder Membran auf die Abschlußflächen 98 jeder
bo Kammer gespannt So sind zwei gleiche Schlußpiatten
111 und 112 vorgesehen. In Fig. I hat beispielsweise
jede Schlußplatte eine Grundplatte 113. die in Draufsicht etwa quadratisch ist und vier Augen 114 an
den Ecken aufweist
Jedes der Augen besitzt eine Bohrung 115. Außerdem zeigt die Grundplatte 113 einen zentralen Knotenpunkt
116, durch den eine Gewindebohrung 117 füh rt.
Die quadratische Grundplatte 113 paßt in ihren
Die quadratische Grundplatte 113 paßt in ihren
Abmessungen zu einem Flansch 121, der von der öffnung 107 jeder Kammer C-I und C-2, nach außen
weisend, angeordnet ist. Dabei paß! die Abschlußfläche der Flansche i21 zur bereits erwähnten Abschlußfläche
98. Genau genommen wird der rechteckige Flansch 121 durch das Zusammensetzen der zwei Flanschhälften
gemäßFig. 13gebildet.
Cie Unterfläche jeder Grundplatte 113 hat, wie Fig. 12 zeigt, ein zylindrisches Mittelstück, welches
einen ringförmigen Absatz 125 bildet. Dieser sitzt auf der Abschlußfläche 98, wenn das zylindrische Mittelstück
124 in der ringförmigen Eindrehung 101 sitzt, wobei die Peripherie des Mittelstückes 124 auf dem
Absatz 102 sitzt. Die Unterfläche des Mittelstückes 124.
welche in der Peripherie des besagten Absatzes liegt, hat eine ringförmige Eindrehung 126 in Form eines
umgekehrten Dreiecks, um das obere dreieckige Stück 109 des Flansches 87 aufzunehmen.
Die Dicke der Peripherie des Flansches 87 ist größer als der Abstand zwischen dem Absatz 105 und der
dazugehörenden Eindrehung 126. Wenn beispielsweise die Abschlußplatte 112 eingesetzt ist. wie dies in Fig. 12
gezeigt, wird die Peripherie des Flansches 87 zusammengepreßt, um den Raum zwischen dem ringförmigen
Absatz 105 und der Eindrehung 126 auszufüllen. Dabei wird der zylindrische Teil 85 jeder Membran nach der
Innenseite der Wand jeder Kammer C-I und C-2 gesperrt.
Wie in Fig. 12 gezeigt, wird, um die Abschlußplatten
Ul und 112 gegen die Flansche 121 zu spannen, durch
je^e der Öffnungen 115 in den Augen 114 eine Schraube
131 in eine entsprechende Gewindebohrung 132 geschraubt.
Der Drehantrieb kann beispielsweise zur Betätigung eines Dreiwegeventils, das eine neutrale Position und
zwei Betriebspositionen auf jeder Seite der neutralen Position aufweist, benutzt werden.
Der Drehantrieb kann am Gehäuse des Ventils dadurch befestigt werden, daß die Lagerung 54 an einer
Montageplatte des nicht dargestellten Ventils durch Schrauben befestigt wird, die in die Gewindebohrungen
57 geschraubt werden. Bei dieser Befestigung wird das Enüe der Weiie 55 mix der Weiie des Veniiis gekuppelt.
Wenn sich der Arbeitskolben 73 in der in F i g. 5 gezeigten Stellung befindet, ist das Ventil in neutraler
Stellung. Es wird angenommen, daß beide Membranen 83 und 84 voll mit einer Flüssigkeit, ζ. B. öl. durch die
Öffnung 117 der Abschlußplatten 111 und 112 gefüllt werden, so daß die Membranen ausgedehnt und
gestreckt die dazugehörigen Kammern C-I und C-2 voll ausfüllen.
Wenn die Membranen so gefüllt sind, werden sich ihre geschlossenen Enden 89, wie in F i g. 5 gestrichelt
dargestellt gegen die becherförmigen Sitze 76 und 77 des Arbeitskolbens 73 bewegt haben.
Wird nun gewünscht, daß die Welle des betriebsfertigen
Antriebs sich von der Nullstellung gemäß F i g. 5 nach links drehen soll, wird eine Druckölquelle an die
Öffnung 117 der Abschlußplatte 112 angeschlossen und
die Öffnung 117 der Abschlnßplatte 111 mit einem Behälter verbunden.
Sobald die Druckflüssigkeit durch die Öffnung 117 eintritt, wird sich die vollgefüllte Membran 84 strecken
und ausdehnen. Da die Membran 84 bereits an der Wand der Kammer C-2 und dem becherförmigen Sitz
77 anliegt ist der einzige Tei! der Kraft der sich
ausdehnenden Membran, der irgendwelche Wirkung hat derjenige, welcher unter das Membranende 89 auf
den Sitz 77 des Arbeitskolbens 73 ausgeübt wird. Infolgedessen ist diese Kraft bestrebt, eine Linksdrehung
des Arbeitskolbens 73 und der Welle 35 hervorzurufen, wobei das öl der Membran 83 von der
Öffnung 117 der Abschlußplatte 111 zum Behälter hinausgedrückt wird. Dadurch wird das nicht dargestellte
Dreiwegeventil, welches durch die Welle 35 gesteuert ist, von der Nullstellung zu einer Betriebsstellung
bewegt. Um das Dreiwegeventil entweder zu schließen oder es in eine andere Stellung zu bewegen, ist es
lediglich notwendig, die Druckflüssigkeit in Verbindung mit der Öffnung 117 der Abschlußplatte 111 zubringen
und die Öffnung 117 der Abschlußplatte 112 an den Behälter anzuschließen. Dann wird der zuerst beschriebene
Vorgang umgekehrt ablaufen.
Da, wie bereits bemerkt, die Wandstärke des zylindrischen Teiles 85 der Membran gleichförmig ist,
wird der Teil 85 sich strecken oder verlängern und sich in einer Richtung zusammenziehen, die parallel zu
seiner Längsachse liegt.
Da die Wandstärke der äußeren Seite 97 des Endstückes 88 der Membran kleiner ist als die der
inneren sattelförmigen Fläche 91, wird die Ausdehnung der Membran an ihrem Endstück 88 eine Bewegung
dieses Endstückes in einer gekrümmten Bahn hervorrufen, d. h. die Außenfläche 97 wird sich stärker strecken
als die Innenfläche 91.
Dies hat zur Folge, daß das geschlossene Ende 89 der
Membran 84 in etwa mittig auf ihrem Sitz 77 bleibt, so daß eine beträchtliche Kraft auf den Arbeitskolben 73
ausgeübt wird, die eine Drehung der Welle 35 hervorruft. Dadurch entsteht ein verhältnismäßig
großes Drehmoment der Welle 35 auf das zu betätigende Ventil.
Wenn dagegen die beschriebene erfindungsgemäße Membran nicht vorhanden wäre und die Ausdehnung
der Membran in ihrer Länge lediglich in einer Richtung vor sich gehen würde, die parallel zur Längsachse der
Membran verläuft, würde der größte Teil der vom geschlossenen Ende 89 der Membran ausgeübten Kraft
sich gegen die Wand der Kammer C-2 etwa bei »λ«
(F i g. 5) richten, aber nicht auf den Arbeitskolben 73.
würde.
Außerdem würde die Kraft bestrebt sein, die Bewegung des Arbeitskolbens 73 zu bremsen und so die
Wirksamkeit des Drehantriebs weiter herabzusetzen. Dies würde dadurch hervorgerufen, daß eine beachtliche
Kraft durch das Ende 89 der Membran sowohl auf die Wand der Kammer bei »X« als auch auf die
benachbarte Kante »Y« des Arbeitskolbens ausgeübt wird.
Da die Membranen 83 und 84 vollkommen abgedichtete Kammern bilden, in welchen die Druckflüssigkeit
aufgenommen wird, ist kein Durchtreten von Druckflüssigkeit
zur einen oder anderen Seite des Arbeitskolbens 73 möglich. Daher ist es nicht erforderlich, das Innere
des Gehäuses oder die entsprechenden Stücke des Arbeitskolbens 73 mit Präzision zu bearbeiten.
Für den FaIL, daß nach längerem Gebrauch die
Membranen ersetzt werden müssen, kann dies einfach dadurch bewerkstelligt werden, daß lediglich die
Abschlußplatten 111 und 112 abgenommen und die alten
Membranen entfernt sowie neue Membranen in die Kammern C-I und C-2 eingebracht werden, worauf die
AbschluBplatten wieder aufgesetzt werden können.
Wenn es aus irgendeinem Grunde erforderlich sein sollte, den ganzen Antrieb auseinanderzunehmen, ist es
lediglich erforderlich, die Abschlußplatten 111 und 112
zu entfernen und die Muttern 21 auf den Schrauben 19 zu lösen.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden beide Membranen 83 und 84 mit Öl beschickt. Die
Erfindung umfaßt jedoch auch andere Arbeitsmittel, wie z, B. Druckgas, um den Arbeitskolben zu bewegen. Man
kann aber auch, wir in Fig.5A gezeigt, eine der
Membranen, hier die Membran 84, über ein Ventil 135 mit Druckgas füllen, daraufhin schließen und öl durch
die öffnung 117 der Abschlußplatte 111 drucken.
Um die Antriebsausführung gemäß F i g. 5A betriebsfertig zu machen, wird die Membran 84 mit Druckgas
und die Membran 83 mit Drucköl geladen, so daß der Arbeitskolben 73 in die Nullstellung gemäß F i g. 5
gelangt.
Um die Welle 35 von der in F i g. 5 gezeigten Stellung
mit der unter Gasdruck stehenden Membran 84 nach !inks cu utciicii, im ei !cuigiiCn nötig, ein an die öffnung
Il7 der Abschlußplatte 111 angeschlossenes Ventil in
Richtung der Auffangbehälter zu öffnen. Dann wird sich die Membran 83 entspannen, und das Ende 89 der
Membran 84 wird über einen gewölbten Weg gegen den
ίο
Sitz 77 des Arbeitskolbens 73 drücken. Um die Welle 35 von der in F i g. 5 gezeigten Stellung mit der unter
Gasdruck stehenden Membran 84 nach rechts zu drehen, ist es lediglich notwendig, die öffnung 117 der
'. Absenkplatte III mit einer Ölquelle zu verbinden,
deren Druck größer ist als der Druck in der Membran 84. Dann wird sich das Ende 89 der Membran 83 über
einen gewölbten Weg gegen den Sitz 76 des Arbeitikolbens 73 bewegen und dabei die Welle 35
in drehen. Dann wird die Membran 84 durch die Bewegung
vom Sitz 77 des Arbeitskolbens 73 gegen das Ende 89 der Membran 84 zusammengedrückt, und das Ende 89
weicht über einen gekrümmten Weg zurück.
li als Feder arbeiten wird, die sich je nach den
Betriebsbedingungen ausdehnen bzw. zusammenziehen wird.
Aggregats entstehen wird. Damit wird eine Korrosion der Gehäuseseitenwand vermieden, und es gibt keine
Fremdkörper im öl der Membranen, welche die Welle des Antriebs festklemmen könnten.
Claims (4)
1. Druckmittelbetriebener Drehantrieb mit fol- gebildet ist. Hierbei ist der Kolben auf beiden Seiten mit
genden Merkmalen: je einer sackförmigen Membran gegen den Zylinder
a) in einem gebogenen Zylinder ist ein beidseitig 5 abgedichtet, die zwischen den Zylinderdeckeln und dem
beaufschlagbarer, mit einer Ausgangswelle Zylinder eingespannt und an diesen Stellen offen sind,
verbundener Arbeitskolben verschiebbar an- während die anderen Enden der Membranen mit den
geordnet; jeweils benachbarten Stirnflächen des Kolbens verbun-
b) die beiden Arbeitskammern sind jeweils durch den sind
eine sackförmige Membran abgedichtet, die >° Der Kolben ist im Durchmesser so gehalten, daß ein
zwischen Zylinderdeckel und Zylinder einge- allseitiger Abstand zwischen der ringförmig gebogenen
spannt und an der Einspannstelle zur Druckbe- Kolbenwand und der ebenfalls ringförmig gebogenen
aufschlagung offenist; Zylinderwand verbleibt Die beiden sackförmigen
gekennzeichnet durcji folgende Merk- Membranen füllen im aufgeblähten Zustand etwa die ihr
male: l5 jeweils zugeordnete Hälfte des Arbeitsraumes inner-
c) der gebogene Zylinder (15,15') geht zu beiden halb des Zylinders aus. Je nach Stellung des Kolbens
Seiten in gerade Zylinderabschnitte (14, 14') ragen die Membranen mehr oder weniger weit in den
über, so daß sich ein U-förmiger Zylinderinnen- Ringraum zwischen der Kolben- und der Zylinderwand
raum (13,13') ergibt; hinein. Bei jeder Drehbewegung der Achse beziehungs-
d) die im unbeaufschlagten Zustand nicht an der 20 weise jeder entsprechenden Verschiebung des Kolbens
Zylinderpnenwand anliegenden Membranen innerhalb des Zylinderraumes rollen die Membranen
(83, 84) verlaufen innerhalb der geraden unter einer starken Krümmung auf dem Kolben auf,
Zylinderabschnitte (14, 14') im wesentlichen wodurch sie einem entsprechenden Verschleiß unterlieparallel
zur Zylinderinnenwand und weisen in gen. Hinzu kommt daß durch diese Membranbewegundiesem
Abschnitt eine gleichmäßige Wandstär- 25 gen entsprechende Reibungskräfte zu überwinden sind,
keauf; Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
e) die dem Arbeitskolben (73) zugewandten gattungsgemäßen Drehantrieb so zu verbessern, daß
geschlossenen Abschnitte (89) der Membranen eine größere Lebensdauer der Membranen und ein
(83, 84) erstrecken sich in den gebogenen besserer Wirkungsgrad des gesamten Antriebs erreicht
Zylinder (15, 150, wobei diese Endstöcke (89) *>
werden.
der Membranen (83, 84) auch im nicht Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
beaufschkgten Zustand entsprechend dem Merkmale des kennzeichnenden Teils des Hauptan-
Zylinderverlauf gebogen sfcd; Spruchs gelöst
f) die Wandstärke der Membranen (83,84) ist im Die Endstücke der Membranen haben im unbelasteinneren
Bereich (91) der gebogenen Endstücke 35 tem Zustand der Membranen einen bestimmten Abstand
(89) dicker als in deren äußerem Bereich (97). von dem Arbeitskolbea Da weiterhin der Arbeitskolben
2. Drehantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekenn- in dem U-förmigen Zylinderinnenraum überall dicht an
zeichnet daß der Arbeitskolben (73) zu beiden der Zylinderinnenwand anliegt legen sich die Endstücke
Seiten becherförmige Ausnehmungen (76, 77) zur der Membranen im belasteten Zustand gegen den
Aufnahme der geschlossenen Endstücke (89) der 40 Arbeitskolben, um diesen zu versätiäben, ohne daß
Membranen (83,84) aufweist hierdurch vermeidbarer Verschleiß und unnötige
3. Drehantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch Reibung anfallen. Aus diesem Grunde sind die
gekennzeichnet daß die geschlossenen Endstücke anmeldungsgemäßen Membranen haltbarer als die aus
(89) der Membranen (83,84) im drucklosen Zustand dem Stand der Technik bekannten Rollmembranen. Das
nicht am Arbeitskolben (73) anliegen. 4S führt zu einer größeren Lebensdauer der Membranen,
4. Drehantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, was gleichbedeutend mit einer entsprechend größeren
dadurch gekennzeichnet daß die Wandstärke in der Standzeit des gesamten Antriebes ist Wegen der
Mitte des inneren Bereichs (91) der gebogenen verminderten Reibung zwischen den Membranen und
Endstücke (89) der Membranen (83, 84) ein der Zylinderwand einerseits sowie der Wand des
Maximum erreicht und zu den Seiten hin abnimmt w Arbeitskolbei» andererseits laßt sich ein gegenüber
wobei eich die Abnahme zum Süßeren Bereich (97) dem Stand der Technik verbesserter Wirkungsgrad des
bis zu dessen Mitte hin etwa gleichmäßig fortsetzt gesamten Antriebs erreichen.
Mit dem Merkmal des Anspruchs 2 wird erreicht daß
die Membranen dadurch, daß sich ihre Endstücke in die
55 becherförmigen Ausnehmungen des Arbeitskolbens
legen, zusätzlich geführt werden.
Die Erfindung betrifft einen druckmittelbetriebenen Durch die Maßnahme des Anspruchs 3 wird bewirkt
Drehantrieb mit den Merkmalen des Oberbegriffs des daß zur Betätigung des Arbeitskolbens nur eine
Hauptanspruchs. Membran mit Druckmedium beaufschlagt zu werden
Ein derartiger druckmittelbetriebener Drehantrieb ist M braucht, ohne daß die andere Membran durch die
aus dir DE-AS 1295381 bekannt Der Zylinder des Bewegung des Arbciukottens mitbewegt wird. Auch
Drehantriebs ist ringförmig gebogen und an beiden das führt zu einer Verschleißminderung der Membranen
Enden mit je einem Zylinderdeckel abgeschlossen. Im und des Antriebs.
·■ Ringmittelpunkt ist eine Achse drehbeweglich angeord- Die Merkmale gemäß Anspruch 4 bewirken, daß sich
net auf der ein Koibenarm unverdrehbar befestigt ist « der untere Bereich jeder Membran durch Beaufschla-
An dem Kolbenarm ist innerhalb des Zylinders ein gung mit einem Druckmedium auf einer der Krümmung
Kolben angeordnet der ebenfalls ringförmig gebogen des gebogenen Zylinders entsprechend gekrümmten
iä ist Der Kolben ist kürzer gehalten als der Zylinder, so Bahn bewegt ohne daß es zu einer Anlage dieser
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