DE2243682A1 - Verfahren zur metallisierung von bauteilen - Google Patents
Verfahren zur metallisierung von bauteilenInfo
- Publication number
- DE2243682A1 DE2243682A1 DE2243682A DE2243682A DE2243682A1 DE 2243682 A1 DE2243682 A1 DE 2243682A1 DE 2243682 A DE2243682 A DE 2243682A DE 2243682 A DE2243682 A DE 2243682A DE 2243682 A1 DE2243682 A1 DE 2243682A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- platinum
- layer
- gold
- photoresist
- deposited
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- H10P14/6324—
-
- H10P14/47—
-
- H10P95/00—
-
- H10W20/40—
-
- H10W74/47—
-
- H10P14/6939—
Landscapes
- Electroplating Methods And Accessories (AREA)
- Electrodes Of Semiconductors (AREA)
- Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)
- Chemically Coating (AREA)
- Internal Circuitry In Semiconductor Integrated Circuit Devices (AREA)
Description
Western Electric Company, Xncorpore-i ec Newby 2 — 9
Mew York, V= St. A. ■
Verfahren zur Metallisierung von Bauteilen
Die Erfindung betrifft die Metallisierung von Bauteilen, einschließlich integrierter Schaltungen, wobei eine Maskierung
zur Begrenzung von Kontaktzonen und von Verbindungsleitungen verwendet wirdo Insbesondere ist das Niederschlagen von Gold
auf begrenzte Gebiete einer Platinoberfläche beschriebene
Bei der Herstellung von Bauteilen kann die Metallisierung der Elektrodenflächen durch galvanisches Niederschlagen
einer Schicht aus Gold auf eine zuvor niedergeschlagene Schicht aus Platin erfolgen» Die Platinschicht kann ihrerseits
auf einem Substrat, beispielsweise aus Titan, niedergeschlagen sein. Eine direkt auf der Platinschicht niedergeschlagene
Maske aus einem organischen Photolackfilm wird zur Begrenzung der zur Bildung von Elektrodenanschlüssen
und Leitungsbahnmustern mit Gold zu plattierenden Gebiete verwendet. Ein beim galvanischen Niederschlagen oft auftretendes
Problem ist jedoch die ungenaue Begrenzung der
Goldelektrodenflächen als Ergebnis eines Unterplattiervorgangs;
d.h. das Gold ist nicht auf die vom Photolackmuster begrenzten Flächen beschränkt, sondern erstreckt sich auch
unter den Photolack. Dieses Unterplattieren tritt wegen der schlechten Haftung der Photolackschicht .auf der Platinschicht
auf. .
309811/0838
BAO OBfGiNAL
Zum Metallisieren von integrierten Silizium-Schaltungsb'auteilen
wird nach dem Stand der Technik (DT-PS 1 282 196) vorgeschrieben, daß zur Herstellung von Anschlüssen an
Silizium die gesamte Oberfläche oxidiert wird und daß dann
Öffnungen durch die Siliziumoxidschicht in die darunterliegende Siliziumschicht geätzt werden. Als nächstes wird
auf der gesamten Oberfläche Titan niedergeschlagen, weil die zum Anschluß des Bauteils an äußere Schaltungen schließlich
erforderlichen Metalle Gold oder Silber nicht so gut auf Siliziumdioxid haften, wie Titan. Im Anschluß an das
Niederschlagen von Titan wird eine Platinschicht direkt auf dem Titan niedergeschlagen. Dies erfolgt deshalb oft,
weil Gold, welches üblicherweise das zur Herstellung von Anschlüssen des Bauteils an äußere Schaltungen verwendete
Metall ist, dazu neigt, spröde Legierungen mit Titan zu bilden. Bei dieser Stufe des Verfahrens kann die gesamte
Platinoberfläche unter Anwendung bekannter Photolacktechniken mit einem organischen Photolack maskiert werden, um
Anschluß und Leitungsbahnen auf der Platinoberfläche zu begrenzen. Gold wird dann lediglich auf die freiliegenden
Platinzonen galvanisch niedergeschlagen. Die verbleibenden Abschnitte des Photolacks und des Platins und Titans warden
schließlich entweder durch chemische Auflösung oder - im Fall von Platin - durch Rückzerstäubung entfernt.
(Da die Goldschicht fast zehnmal so dick wie die Platin-
3098 1 1/0838
schicht ist,- entfernt die Rückzerstäubung keinen wesent- ■.
liehen Teil des.Goldes.) ·
Ein dabei jedoch oft auftretendes Problem liegt in der
ungenügenden Begrenzung der Goldelektrodenflächen, weil der Photolackfilm nicht gut auf dem Platin hafteti Dieses, r;
Problem wurde erst in den.letzten Jahren wichtig, als.die .
Verringerung der· Schaltungsabmessungen zur Anpassung an
Hochfrequenzanwendungsfälle eine dichtere Anordnung der Kontaktflächen und eine höhere Packungsdichte von"Bauteilen
auf Schaltungsplättchen nötig machte.. Als Folge des
schlechten Haftens des Photolacks auf Platin kann das
sogenannte Unterplattieren auftreten,. Die enge geometrische Anordnung von leitenden Flächen kann dazu führen, daß
benachbarte Leiter durch Erstreckung der Goldplattierschicht von einer leitenden Fläche zur nächsten kurzgeschlossen werden.
Es wurden Vorschläge zur Lösung des Problems gemacht»
In der deutschen Patentanmeldung P 17 64 148„2 wird
die Niederschlagung einer Titanschicht auf der Platinoberfläche
vorgeschlagen«, Diese Schicht oxidiert bei Umgebung
r.tomperaturen in Luft leicht, so daß eine Dünnschicht aun Titanoxid (TiOg) entsteht. Der Photolack
haftet auf dinner Titanoxidschicht relativ gut, so daß
bei dor qni van i.sehen Niederschlagung von Gold -weniger
3098 11/083» BAD ORIGINAL
Unterplattierung des Photolacks auftritt, wie bei direkter • Auftcagung des Photolacks auf die Platinoberfläche. Jedoch
muß sowohl die Titan- also auch die Titandioxidschicht geätzt werden, bevor Gold niedergeschlagen werden kann.
Alternativ ist aus der GB-PS 1 211 657 das Niederschlagen einer Siliziumschicht auf der Platinoberfläche bekannt.
Anschließend wird diese Siliziumschicht oxidiert, Photolack wird auf die Siliziumdioxidoberfläche aufgetragen und auch
hier haftet der Photolack gut. Jedoch auch in diesem Fall müssen sowohl die Silizium- als auch die Siliziumdioxidschicht
geätzt werden, bevor die Goldschicht niedergeschlagen werden kann.
Erfindungsgemäß wird eine verbesserte Haftung der Maske auf
Platin und deshalb eine genauere Begrenzung der galvanisch niedergeschlagenen Goldschicht erreicht, indem die Platinoberfläche
oxidiert und der Photolack auf die so gebildete Platinoxidschicht niedergeschlagen wird. Der Photolack
haftet gut und während der galvanischen Niederschlagung von Gold tritt keine wesentliche Unterplattierung auf. Das
freiliegende Platinoxid braucht an den Stellen, an denen Gold niedergeschlagen werden soll, nicht in einem separaten
Schritt vor der Niederschlagung des Goldes entfernt werden, da bei der Anwendung jedes galvanischen Verfahrens der Niederschlagung
von Gold das freiliegende Plntinoxid Zwangs-
309811/0838 6^0R1G1NAL
weise ^metallischem Platin !reduziert wird,, bevor.die,. ..-. ·. ;
galvanische Niederschlagung -.des, Goldes beginnt*. Die Entfernung des P.hötölatkSi der Plätinöxid-, der Platin- und
der Titanschicht außerhalb der Gebiete, auf denen Gold
niedergeschlagen ist, kann dann leicht mit auf dem Gebiet
der Metallisierung von-Bauteilen bekannten \fer fahr en erfolgen^ - . " . ·."■"■-.■'
Die Platinöxidschicht wird entweder durch anodische öder
chemische Oxidation in. einem starken Oxidationsmittel
gebiIdet» Aus Gründen'der 1eichteren Her ste!lbarkeit wird
anodische Oxidation bevorzugtο .
Es ist dem Fachmann ersichtlich, daß das erfindungsgemäße
Konzept bei der Metallisierung einer größen Vielzahl .Verschiedener
Bauteile, einschließlich integrierter Schaltungen,
Kondensatoren und Widerständen anwendbar' ist. '
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung anhand der
Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigen:
Pig. 1 - 6 im Schnitt einen Abschnitt eines hier
als einen Transistor aufweisenden HaIbleiterplättchens
ausgebildeten Bauteils, der zur Bildung von Kontakten und Leitbahnen
in der erfindungsgemäßen Weise behandelt wird*
Fig, 1 zeigt öin Beispiel1 eines Halbleiter-Bauelements, bei
dem der Körper 10 ein Abschnitt einer Halbleiterscheibe ist,
309611/0838
BAD ORIGINAL
aus welcher eine Reihe von Halbleiterbauteilen hergestellt
wird. Durch vorhergehende Verfahrensschritte unter Anwendung bekannter Maskier- und Diffusionsmethoden sind die
Basis und den Emitter darstellende Leitungstyp-Zonen 12 ,
und 13 hergestellt worden. Diese Zonen sind von Grenzbzw. Übergangsschichten 14 und 15 begrenzt. Eine Maskierschicht 16 aus Siliziumdioxid (SiO2) wird auf der Oberfläche
des Körpers gebildet, um die Kontaktzonen zur Herstellung von Elektroden an der p-leitenden Basiszone 12
und der η-leitenden Emitterzone 13 zu begrenzen.
Die folgende Beschreibung des Metallisierungsvorgangs
stimmt im wesentlichen mit dem oben erwähnten deutschen
Patent 1 282 196, jedoch mit der erfindungsgemäßen Abwandlung
überein. Die Reinheit sämtlicher beschriebener verwendeter Metalle entspricht der normalen kommerziellen
Praxis.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird auf der gesamten Oberfläche
des Körpers Io eine Schicht 17 aus Titan (etwa o,15 bis
o, 3 jum) niedergeschlagen, die eine haftende Verbindung mit
der Oxidschicht 16 bildet. Im Anschluß an die Miederschlagung
der Titanschicht 17 wird eine zweite metallische Schicht 18 aus Platin (etwa o,15 bis o,3 um) auf der gesamten Oberfläche
niedergeschlagen. Sowohl die Niederschlagung des Titan als auch des Platins wird in geeigneter Weise mittels
bekannter Vakuuraniederschlagsverfahren, z.B. durch katho-
309811/0838 bad original
dische Zerstäubung oder Verdampfen mittels Elektronenstrahl
durchgeführt.
Erfindungsgemäß wird die Platinschicht 18 nunmehr abweichend vom Stande der Technik oxidiert, so daß. die in Fig, 3
gezeigte Schicht 19 aus Platinoxid gebildet wird. Die Oxi- .
dation kann in einer Vielzahl von bekannten·, Platin oxidierenden Lösungen anodisch er folgen., Wässrige Schwefelsäure
ist beispielsweise eine solche verwendbare Lösung. Die Oxidschicht wird, wie im folgenden noch im einzelnen beschrieben
wird, auf der gesamten Platinoberfläche gebildet, indem entweder eine Spannung von o,8 bis 1,6 V für wenigstens
10 Sekunden oder eine Stromdichte von 0,1 bis 10 mA pro
qcm angelegt wird, bis wenigstens o, 8 V erreicht ist. Alternativ
kann die Oxidation in einer Reihe von· starken chemischen Oxidationsmitteln chemisch durchgeführt werden. Konzentrierte
(70 VoIο%) heiße (wenigstens 70 C) Salpetersäure
(HIJOo) ist ein solches verwendbares Oxidationsmittel.
Der Körper 10 wird dann, um auf die bekannten Verfahrensweisen
zurückzukommen, vorbereitet für die Aufbringung einer
Photolackmaske. In Fig. 4 ist die Photolackmaske 20 auf
der Oberfläche der Platinoxidschicht 19 gebildet. Die Maske 20 begrenzt das.Muster der endgültigen metallischen Kontakte.
Aus Fig. 5 geht hervor, daß Goldkontakte und Verbindungen ?1 (ca. 1 - 2 iirn) durch galvanische Niodorschlagungen gebildet, sind. Die galvanische IJiodorr.chl aqunq von Gold au I
309811/0838
BAD ORIGINAL
der Platinschicht 18 findet in den unmaskierten Abschnitten statt, in denen die Platinoxidschiht 19 freiliegt. Ein gesonderter
Arbeitsgang zur Entfernung der freiliegenden
Platinoxidschxcht 19 vor der galvanischen Niederschlagung
des Goldes ist nicht erforderlich, weil das freiliegende
Platinoxid in der Gold-Platierlösung elektrochemisch zu
metallischem Platin reduziert wird, bevor die Niederschlagung von Gold beginnt. Die noch durch den Photolackfilm 20 maskierte vorhandene Platinoxidschicht 19 bildet während
dieser galvanischen Niederschlagung eine Oberfläche, auf
der der Photolackfilm gut haftet. Das Eindringen des niedergeschlagenen Goldes unter den Photolackfilm 20 wird daher im wesentlichen verhindert, wodurch beispielsweise die Möglichkeit von Kurzschlüssen vermieden wird.
Platinoxidschxcht 19 vor der galvanischen Niederschlagung
des Goldes ist nicht erforderlich, weil das freiliegende
Platinoxid in der Gold-Platierlösung elektrochemisch zu
metallischem Platin reduziert wird, bevor die Niederschlagung von Gold beginnt. Die noch durch den Photolackfilm 20 maskierte vorhandene Platinoxidschicht 19 bildet während
dieser galvanischen Niederschlagung eine Oberfläche, auf
der der Photolackfilm gut haftet. Das Eindringen des niedergeschlagenen Goldes unter den Photolackfilm 20 wird daher im wesentlichen verhindert, wodurch beispielsweise die Möglichkeit von Kurzschlüssen vermieden wird.
Für die galvanische Niederschlagung von Gold auf den freiliegenden
Platinoxidgebieten können sämtliche bekannten
Abscheidungsbäder verwendet werden. Beispielsweise wurden
Citrat-, Phosphat- und modifizierte Cyanidbäder mit Erfolg verwendet. Bei der Goldniederschlagung wird ein zweistufiger Mechanismus beobachtet: (a) das freiliegende Platinoxid wird zunächst zu metallischem Platin reduziert und (b) das Gold wird dann auf dem so gebildeten Platin galvanisch niedergeschlagen. Wie in I''ig. 6 gezeigt, werden hierauf absehl ießend die Photolackschicht 20 und die Schichten aus Platinoxid und Platin 1B, sowie die Titanschicht 17 außerhalb der
Abscheidungsbäder verwendet werden. Beispielsweise wurden
Citrat-, Phosphat- und modifizierte Cyanidbäder mit Erfolg verwendet. Bei der Goldniederschlagung wird ein zweistufiger Mechanismus beobachtet: (a) das freiliegende Platinoxid wird zunächst zu metallischem Platin reduziert und (b) das Gold wird dann auf dem so gebildeten Platin galvanisch niedergeschlagen. Wie in I''ig. 6 gezeigt, werden hierauf absehl ießend die Photolackschicht 20 und die Schichten aus Platinoxid und Platin 1B, sowie die Titanschicht 17 außerhalb der
3098 11/0838 bad .original
goldplattierten Gebiete entfernt· Die Photolackschicht
20 wird mittels üblicher, käuflich erhältlicher Lösungsmittel
entfernt» Pa Platinoxid, durch Methanol entfernt,
wird, kann das Bauelement in Methanol gespült werden» · Als nächstem wird die Platinschicht zusammen mit dem .
gesamten noch verbleibenden Platinoxid in geeigneter Weise durch Rückzerstäuben entfernt..Die Goldschicht
wird dabei wegen ihrer größeren Dicke nicht wesentlich angegriffen. Die Titanschicht wird dann.durch Verwendung
eines chemischen Ätzmittels, beispielsweise, einer wässrigen Lösung aus Schwefelsäure und Wasserstoff-Fluorsäure '
entfernt.
Es ist festzuhalten, daß die Erfindung auf die weite
Klasse der beschriebenen Bauelemente, einschließlich von Halbleiterbauelementen, Kondensatoren, Widerständen und
dergleichen gerichtet, ist, bei denen mangelhafte Haftung
der Photolackschicht auf Platin das mögliche Problem der
mangelhaften Begrenzung von Kontaktflächen als Folge des
Unterplattierens von Gold hervorruft. Das; gegenwärtige Interesse ist zwar auf die Metallisierung von Halbleiteroberflächen
(z.B. Silizium, Germanium, IL- EL·.!-Verbindungshalbleiter)
gerichtet, jedoch können auch andere Oberflächen mit Vorteil in erfindungsgemäßer Weise metallisiert
werden, nämlich Isolatoren,(z.B. Siliziumdioxid, Siliziumnitrid, Tantaloxid, Tantalnitrid, Aluminiumoxid).
309811/0838 BADpRiGINAt
Oxidation von Platin
Platin kann mittels zweier Verfahren oxidiert werden:
anodisch und chemisch. Bei der anodischen Oxidation ist die Spannung der kritische Parameter, der gesteuert werden muß,
während bei der chemischen Oxidation der kritische Parameter
das Oxidationspotential ist.
a. Anodische Oxidation
Bei der anodischen Oxidation von Platin wird eine Schicht von adsorbiertem Sauerstoff auf der Oberfläche des Platihs
gebildet. Es ist nicht ganz sicher, ob die adsorbierte Sauerstoffschicht chemikalisch reagiert und eine Platinoxidschicht
bildet oder ob sie nur physikalisch auf der Platinoberfläche adsorbiert ist, jedoch wurde festgestellt, daß Sauerstoff
bei anodischer Polarisation bei etwa 0,8 V zu adsorbieren beginnt (siehe James P. Hoare, The Electrochemistry of Oxygen,
Interscience P-ublishers, New York (1968), Seiten 39-41.) In jedem Fall bildet die entstehende stabile Schicht von
adsorbiertem Sauerstoff eine Oberfläche, auf welcher ein organischer Photolack genügend haftet, um das Unterplattieren
während der galvanischen Niederschlagung von Gold zu verhindern. Diese Schicht wird im folgenden als Platinoxidschicht
bezeichnet.
309811/0838
Platin wird erfindungsgemäß mit wenigstens 0,8 V anodisierto
Die Anodisierung kann entweder durch Anlegen einer solchen Spannung für eine bestimmte Zeitdauer oder durch
Anlegen einer Stromdichte derart,; daß diese Spannung erreicht wird, durchgeführt- werden. Die Bedingungen des Spannungstotentials,
der Zeitdauer und der Stromdichte werden so gewählt, daß die Bildung einer vollständigen Oxidschicht
innerhalb einer vernünftigen Zeitdauer sichergestellt ist«, Unterhalb eines Potentials von etwa 0,8 Volt bildet sich
überhaupt keine Oxidschicht, während bei einem Potential von mehr als 1,6 Volt höhere Oxide, z.Bo PtO,, gebildet
werden, die unerwünscht sind, weil sie vor der Goldplattierung
schwieriger zu entfernen .sind.
Es kann erforderl-ich sein, während der Anodisation die
Stromdichte anstatt der Spannung zu steuern. In diesen
Fällen treten dieselben oben beschriebenen Spannungsgrenzen auf. Wenn die Anodisierungs-Stromdichte zu niedrig
ist, wird die Platinoxidschicht nicht innerhalb einer vernünftigen Zeitdauer gebildet; während wiederum höhere Oxide
gebildet werden, wenn die Stromdichte zu hoch ist» Für die Praxis der Erfindung ist ein geeigneter Bereich der Stromdichte
bei o,l bis Io mA/cm gegeben. Dieser Bereich stellt sicher, daß die Mindestspannung von 0,8 V innerhalb einiger
Sekunden erreicht wird.
BAD ORIGINAL
309R11/0838
Es dauert wenigstens 10 Sekunden bei etwa 0,8 V um eine
ausreichende Schicht aus Oxid zu bilden, welche den Anforderungen der Erfindung genügt. Es wird vorausgesetzt, daß
jede darüberhinausgehende Behandlungszeit zur Eindiffusion von Sauerstoff in das Platin dient, um eine feste Lösung
von Platin-Sauerstoff zu bilden. Solche zusätzliche Behandlungszeit
ist. vorteilhaft, da sie eine verbesserte Haftung der Photolackschicht sicherstellt. Eine zu lange
Behandlungsdauer führt jedoch zu unnötigem Zeitverbrauch beim übermäßigen Eindiffundieren von Sauerstoff in die
Platinschicht. Eine für die Praxis der Erfindung annehmbare
Zeitdauer liegt daher in der Größenordnung von einigen Minuten und das praktische Maximum der Behandlungsdauer
liegt bei 10 Minuten.
Wässrige ElektrolytlÖsungen, die an der Anode Sauerstoff
erzeugen und vor der Bildung der Oxidschicht nicht selbst oxidieren, müssen bei der Anodisierung von Platin verwendet
werden. Beispiele für solche Lösungen schließen Schwefelsäure (H-SO.), Kaliumhydroxid (KOH) und Perchloratsalze
(ClO4") ein.
Für eine vollständigere Diskussion der Anodisierung von Platin werden die Fachleute verwiesen auf die oben zitierte
Druckschrifteriptel Ie von Hoare, (insbesondere die Seiten 13-46)
.
3098 11/0838
bo Chemische Oxidation
Die üblichen bekannten starken Oxidationsmittel können
ebenfalls zur Bildung der erfindungsgemäßen Platinoxidschicht verwendet werden* Solche Oxidationsmittel müssen ein Oxidationspotential von wenigstens -o,8o V relativ
zur Standard-Wasserstoff-Halbzellenreaktiön haben:
ebenfalls zur Bildung der erfindungsgemäßen Platinoxidschicht verwendet werden* Solche Oxidationsmittel müssen ein Oxidationspotential von wenigstens -o,8o V relativ
zur Standard-Wasserstoff-Halbzellenreaktiön haben:
H2 = 2H+ + 2ö~ (0,00 V).
Beispiele von in der Praxis für die Erfindung verwendbaren Oxidationsmitteln sind
(1)'Salpetersäure (HNO3):
W2O4+ 2H2O = 2NO3" + 4H+ + 2e"^ (-0,80V)
Oder
HNO2 + H2O = NO3"* + 3H+ 2e" (-0,94 V)
(2) Par chlorsäure. (HClO4):
C1O3~+ H3O = ClO4" + 2H+ + 2e~ (-1,19 V)
(3) Chromsäure (HpCrÖ.) und saure Lösungen
von Kaliumdichromat (K2Cr2O7):
2Cr3++'7H^O = Cr.0„2"+ 14H+ + 6e~ ^1'33 V)
(4) saure Lösungen von Cersulfat (Ce(SO4) ):
Ce3+ = Ce4+ + β"" ^1'61 V)
Diese Werte sind dem Werk von Wendell M, Latimer, "Oxidation Potentials, 2» Ausgabe, Prentice-Hall, Inc., Mew York (1952)<
entnommen.
309811/08.38 BAD
Diese Oxidationsmittel wirken am besten, wenn sie bei erhöhten Temperaturen eingesetzt werden. Platin sollte
für wenigstens 10 Sekunden eingetaucht werden. Längere Zeiten, z.B. 5 Minuten, werden zur Bildung einer relativ
dicken reproduzierbaren Platinoxidschicht empfohlen.
Chemische Oxidiermittel, die schwächer als die oben zusammengestellten
sind, beispielsweise 30 %iges Wasserstoffperoxid (H O-) führen nicht zu einer brauchbaren
Platinoxidschicht, auf welcher der Photolack für die Zwecke der Erfindung genügend haftet.
a. Eine Anzahl von Siliziumsch#ibchen mit integrierten
Schaltungen wurden in erfindungsgemäßer Weise metallisiert.
Vor der galvanischen Niederschlagung von Gold auf den von einem Photolackmuster begrenzten Platingebieten wurde die
gesamte Platinoberfläche auf jedem Scheibchen auf eine Endspannung von 1,6 V für eine Zeitdauer von 5 Minuten bei
einer Stromdichte von o,2 mA/cm in einnormaler Schwefelsäure (IN HpSO ) anodisiert .
Im Anschluß an die Anodisierung der Platinschicht wurden die Muster in destilliertem Wasser gespült und mit Photolack
beschichtet. Die Muster wurden dann mit anderen Mustern
30981 1/0838
verglichen, die nach dem" bekannten Verfahren gemäß dem
deutschen Patent 1 282 196 hergestellt wurden. Mikroskopische Prüfung zeigte,.daß die Haftung bei den Mustern mit
anodisiertem Platin erheblich verbessert war. Dies wurde durch die Beobachtung festgestellt, daß für die gleiche
Goldabscheidungszeit bei beiden Mustersätzen die Unterplattierung von Gold unter den Photolack bei den Mustern
mit anodisiertem Platin um mehr als 50 % niedriger lag.
b. Der Vergleich von Scheibchen, die in erwärmter (70 C) üblich konzentrierter (70 Vol.%) Salpetersäure für einen
Zeitraum von 5 Minuten oxidiert worden waren, mit gemäß dem Verfahren nach dem deutschen Patent 1 28 2 196 hergestellten
Scheibchen führte zu ähnlichen Ergebnissen wie oben.
Diese Ergebnisse sagen nicht zwangsläufig aus, daß der Abstand zwischen Elektrodenflächen., der bisher bei etwa ο,οΐδ cm
liegt, nunmehr um 50 % vermindert werden kann, jedoch zeigen die Resultate, daß eine erheblich geringere Gefahr besteht,
daß die Elektrodenflächen durch Unterplattierung kurzgeschlossen
werden.
BAD ORIGINAL 3098 1 1 /0 838
Claims (6)
- 2243602Paten tansprü c h eJ Verfahren zur Herstellung eines leitenden Elektrodenmusters, bei dem eine Photolack-Maskierschicht auf einer Platinoberfläche niedergeschlagen wird, Teile der Photolack-Maskierschicht zur Begrenzung des leitenden Elektrodenmusters entfernt werden und eine Goldschicht auf der Platinoberfläche niedergeschlagen wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Niederschlagung der Photolackmaskierungsschicht die Platinoberfläche zur Bildung einer Sauerstoff enthaltenden Schicht oxidiert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidation durch eine wenigstens 10 Sekunden dauernde Anodisation bei einer Spannung von o,8 bis 1,6 V durchgeführt wird, wobei die maximal erreichte Spannung 1,6 V ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von einer Spannung ausgegangen wird, die weniger als die Minimalspannung von o,8 V ist.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daßdie Anodisierung bei einer im wesentlichen konstanten Strom-2 dichte im Bereich von o,l bis Io mA/cm durchgeführt wird.309811/0838
- 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinschicht in einem wässrigen Elektrolyten anodisiert wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinschicht in einer chemischen Lösung mit einem Oxidationspotential von wenigstens -o,8o V relativ zur Standard-Wasserstoff-Halbzellenreaktion chemisch oxidiert wird.3098 11/08 3 8BAD ORiGlNAU
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US17928771A | 1971-09-10 | 1971-09-10 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2243682A1 true DE2243682A1 (de) | 1973-03-15 |
| DE2243682C2 DE2243682C2 (de) | 1983-08-04 |
Family
ID=22655944
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2243682A Expired DE2243682C2 (de) | 1971-09-10 | 1972-09-06 | Verfahren zur Herstellung eines leitenden Elektrodenmusters |
Country Status (11)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3700569A (de) |
| JP (1) | JPS5826168B2 (de) |
| BE (1) | BE788468A (de) |
| CA (1) | CA954471A (de) |
| CH (1) | CH571580A5 (de) |
| DE (1) | DE2243682C2 (de) |
| FR (1) | FR2152795B1 (de) |
| GB (1) | GB1404033A (de) |
| IT (1) | IT962298B (de) |
| NL (1) | NL7212030A (de) |
| SE (1) | SE372657B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3840226A1 (de) * | 1988-11-29 | 1990-05-31 | Siemens Ag | Verfahren zur herstellung von selbstjustierten metallisierungen fuer fet |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3873428A (en) * | 1974-02-19 | 1975-03-25 | Bell Telephone Labor Inc | Preferential gold electroplating |
| DE3446789A1 (de) * | 1984-12-21 | 1986-07-03 | SEMIKRON Gesellschaft für Gleichrichterbau u. Elektronik mbH, 8500 Nürnberg | Verfahren zum herstellen von halbleiterbauelementen |
| KR102109949B1 (ko) * | 2018-12-14 | 2020-05-11 | 전남대학교산학협력단 | 염화물과 펄스 전원을 이용한 티타늄 임플란트 재료의 표면 처리 방법 및 그로부터 표면 처리된 티타늄 임플란트 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1211657A (en) * | 1968-03-28 | 1970-11-11 | Rca Corp | Metal etching process for semiconductor devices |
| DE1947026A1 (de) * | 1968-12-23 | 1971-03-04 | Rca Corp | Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements |
| DE1764148A1 (de) * | 1968-04-10 | 1971-05-19 | Itt Ind Gmbh Deutsche | Spannungsabhaengiger Kondensator,insbesondere fuer Festkoerperschaltungen |
-
1971
- 1971-09-10 US US179287A patent/US3700569A/en not_active Expired - Lifetime
-
1972
- 1972-03-23 CA CA137,931A patent/CA954471A/en not_active Expired
- 1972-08-29 SE SE7211168A patent/SE372657B/xx unknown
- 1972-08-30 IT IT52452/72A patent/IT962298B/it active
- 1972-09-04 NL NL7212030A patent/NL7212030A/xx not_active Application Discontinuation
- 1972-09-06 DE DE2243682A patent/DE2243682C2/de not_active Expired
- 1972-09-06 BE BE788468D patent/BE788468A/xx not_active IP Right Cessation
- 1972-09-07 GB GB4149672A patent/GB1404033A/en not_active Expired
- 1972-09-08 JP JP47089674A patent/JPS5826168B2/ja not_active Expired
- 1972-09-08 CH CH1324172A patent/CH571580A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1972-09-08 FR FR7231956A patent/FR2152795B1/fr not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1211657A (en) * | 1968-03-28 | 1970-11-11 | Rca Corp | Metal etching process for semiconductor devices |
| DE1764148A1 (de) * | 1968-04-10 | 1971-05-19 | Itt Ind Gmbh Deutsche | Spannungsabhaengiger Kondensator,insbesondere fuer Festkoerperschaltungen |
| DE1947026A1 (de) * | 1968-12-23 | 1971-03-04 | Rca Corp | Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3840226A1 (de) * | 1988-11-29 | 1990-05-31 | Siemens Ag | Verfahren zur herstellung von selbstjustierten metallisierungen fuer fet |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1404033A (en) | 1975-08-28 |
| DE2243682C2 (de) | 1983-08-04 |
| JPS5826168B2 (ja) | 1983-06-01 |
| SE372657B (de) | 1974-12-23 |
| BE788468A (fr) | 1973-01-02 |
| IT962298B (it) | 1973-12-20 |
| FR2152795B1 (de) | 1977-04-01 |
| CH571580A5 (de) | 1976-01-15 |
| FR2152795A1 (de) | 1973-04-27 |
| CA954471A (en) | 1974-09-10 |
| JPS4857577A (de) | 1973-08-13 |
| NL7212030A (de) | 1973-03-13 |
| US3700569A (en) | 1972-10-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2554691C2 (de) | Verfahren zum Herstellen elektrischer Leiter auf einem isolierenden Substrat und danach hergestellte Dünnschichtschaltung | |
| DE1930669C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer integrierten Halbleiterschaltung | |
| DE2036139A1 (de) | Dunnfümmetallisierungsverfahren fur Mikroschaltungen | |
| EP1153430B1 (de) | Verfahren zum galvanischen bilden von leiterstrukturen aus hochreinem kupfer bei der herstellung von integrierten schaltungen | |
| DE2401333A1 (de) | Verfahren zur herstellung von isolierfilmen auf verbindungsschichten | |
| DE1464357B1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer ohmschen Verbindung zwischen einem Silizium-Halbleiterkoerper und einem metallischen Traegerteil | |
| DE1943519A1 (de) | Halbleiterbauelement | |
| DE3033513C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer aluminiumhaltigen Leiterschicht | |
| DE2509912C3 (de) | Elektronische Dünnfilmschaltung | |
| DE2230171A1 (de) | Verfahren zum herstellen von streifenleitern fuer halbleiterbauteile | |
| DE1589076C3 (de) | Verfahren zum Herstellen von Halbleiteranordnungen mit tragfähigen elektrischen Leitern | |
| DE2261337A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines halbleiterbauelements | |
| DE2549861A1 (de) | Verfahren zur anbringung von lokalisierten kontakten an einer duennschichtschaltung | |
| DE1764758A1 (de) | Verfahren zum Bilden von Anschlussleitungen an einen Koerper aus Halbleitermaterial | |
| DE2243682A1 (de) | Verfahren zur metallisierung von bauteilen | |
| WO2003033777A1 (de) | Beschichtungsverfahren für leichtmetalllegierungsoberflächen | |
| DE2252832A1 (de) | Halbleiterelement mit elektroden sowie verfahren zu seiner herstellung | |
| DE2327878C3 (de) | Verfahren zum Ätzen von mit Elektroden versehenen Halbleiterscheiben für Halbleiterbauelemente | |
| DE3136198A1 (de) | "elektronische duennschichtschaltung" | |
| DE2540301A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer halbleiteranordnung mit einem leitermuster und durch dieses verfahren hergestellte anordnung | |
| EP2028686B1 (de) | Verfahren zum galvanischen Aufbringen eines Metalls, insbesondere von Kupfer, und Verwendung dieses Verfahrens | |
| DE1947026A1 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements | |
| DE2221072A1 (de) | Duennfilm-Metallisierungsverfahren fuer Mikroschaltungen | |
| EP0064745A2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Feldeffekttransistors | |
| DE2455963A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer anordnung, insbesondere einer halbleiteranordnung, mit einem leitermuster auf einem traegerkoerper, (sowie durch dieses verfahren hergestellte anordnung) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8126 | Change of the secondary classification |
Free format text: H01G 1/015 H01C 7/00 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |