[go: up one dir, main page]

DE2243155C3 - Verfahren zur Herstellung von Acrylamid-Polymerisaten und deren Verwendung als Ausflockmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylamid-Polymerisaten und deren Verwendung als Ausflockmittel

Info

Publication number
DE2243155C3
DE2243155C3 DE19722243155 DE2243155A DE2243155C3 DE 2243155 C3 DE2243155 C3 DE 2243155C3 DE 19722243155 DE19722243155 DE 19722243155 DE 2243155 A DE2243155 A DE 2243155A DE 2243155 C3 DE2243155 C3 DE 2243155C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetone
weight
water
percent
acrylamide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722243155
Other languages
English (en)
Other versions
DE2243155A1 (de
DE2243155B2 (de
Inventor
Hidekazu Toyonaka Hirata
Shiro Higashiosaka Sakai
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to GB4048972A priority Critical patent/GB1368670A/en
Priority to FR7230984A priority patent/FR2197895B1/fr
Application filed by Sumitomo Chemical Co Ltd filed Critical Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority to DE19722243155 priority patent/DE2243155C3/de
Publication of DE2243155A1 publication Critical patent/DE2243155A1/de
Publication of DE2243155B2 publication Critical patent/DE2243155B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2243155C3 publication Critical patent/DE2243155C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/54Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using organic material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F20/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride, ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F20/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
    • C08F20/52Amides or imides
    • C08F20/54Amides, e.g. N,N-dimethylacrylamide or N-isopropylacrylamide
    • C08F20/56Acrylamide; Methacrylamide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

Acrylamidpolymerisate werden als Schlichtemitte!, Füllmittel, Binder, Anstrichmittel und Dispergiermittel verwendet. Acrylamidpolymerisate mit hoher Grenzviskositätszahl und hohem Molekulargewicht sind insbesondere als Ausfiockmittel geeignet.
Zur Herstellung derartiger Polymerisate sind zahlreiche Verfahren bekannt, unter denen die Radikalpolymerisation mit Radikalinitiatoren oder Redoxkatalysatoren in wäßriger oder organischer Phase in der Technik am weitesten verbreitet ist. Als organische Phasen sind Lösungsmittel geeignet, in denen die Monomeren löslich, die erhaltenen Polymerisate dagegen unlöslich sind. Bei dieser sogenannten »Fällungspolymerisation« erzielt man wegen der ablaufenden Ket:enübertragung»reaktionen nur schwer höhere Polymerisationsgrade. Dieses Verfahren ist somit zur Herstellung von Acrylamidpolymerisaten mit hoher Grenzviskositätszahl und hohem Molekulargewicht ungeeignet.
fm Gegensatz dazu führt die sogenannte »Lösungspolymerisation« in wäßriger Phase zu Acrylamidpolymerisation von hohem Polymerisationsgrad. Dieses Verfahren hai jedoch den Nachteil, daß eine btMrächtliche Reaktionswärme freigesetzt wird und die Reaktion nur scJiwer kontrolliert werden knnn, falls die Kon.-enlration der Ausgangsmonomeren hoch ist. Außerdem bewirkt der hohe Polvmerisatinnsgrad. daß das Rcaktionssvstcm außermder.tlich viskos ist und so das Rühren <\r-J Aufarbeiten erschwert. Leit;t man die Polvmeris t'ionswärme nicht iin erforderli hfn Mai'·· >H. c · .Ia^ ·'(■■>.■.·■.■-
risat an der Amidgruppe zu wasserunlöslichen Produkten, die als Ausflockmittel unbrauchbar sind.
Zur Vermeidung dieser Nachteile der Lösungspolymerisation führt man die Umsetzung bei niedrigen Monomerenkonzentrationen, z. B. 10"/i> oder weniger, durch. Da hierbei auch die Konzentration des Polymerisats in der erhaltenen Lösung relativ niedrig ist, fällt man das Polymerisat mit einem organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel,
ίο vvie Methanol, aus und trennt es aus der Aufschlämmung ab. Hierbei sind jedoch große Mengen des organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittels erforderlich, so daß das Verfahren unter industriellen Gesichtspunkten nicht zweckmäßig ist.
Daneben sind Polymerisationsverfahren in Suspension und Emulsion bekannt, bei denen die umsetzung in »Ö[-in-Wasser<<- oder »Wasser-in-CU-Dispersion unter Verwendung eines geeigneten organischen Lösungsmittels, wie n-Heptan, Tetrachlorkoh-
« lenstoff. Toluol oder Xylol, sowie einer grenzflächenaktiven Verbindung durchgeführt wird. Die Dispersionen sind jedoch nicht ausreichend stabil; außerdem ist die Entflammbarkeit des Lösungsmittels nachteilig. Da ferner zum Ausfällen des Polymerisats
»5 große Mengen eines organischen Lösungsmittels erforderlich sind, sind diese Polymerisationsverfahren in Suspension und in Emulsion für die technische Anwendung wenig geeignet.
Aus der britischen Patentschrift 893 005 ist die Copolymerisation einer 5- bis 30°/oigen Lösung von Acrylamid und N-tert. Butylacrylamid in einem Wasser-Lösungsmittelgemisch bekannt. Als Lösungsmittelgemisch werden auch Mischungen von Wasser und Aceton mit etwa 9 bis 230O Aceton eingesetzt. Dabei entstehen jedoch zunächst viskose Lösungen, die erst getrocknet werden müssen und keine Aufschlämmungen.
Aus der belgischen Patentschrift 717 128 ist ein Verfahren zur Fällungspolymerisation bekannt, bei
*° dem Aceton verwendet wird. Acrylamid oder hauptsächlich Acrylamid enthaltende Monovinylmonomere werden in einem Aceton/Wasser-Gemisch polymerisiert, das 30 bis 70 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemischs, Aceton enthält, wobei das Polymerisat als Aufschlämmung anfällt. Das Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß die Polymerisatteilchen zu etwa reiskorngroßen Aggregaten zusammenbacken. Außerdem lagern sich im Verlauf der Polymerisation wegen der Klebrij,Keit des enlstehenden Polymerisats Waiidansätze an den Innenwänden der Reaktionsgefäße ab. Dies erniedrigt einerseits die Produktausbeute, andererseits erschwert das klebrige Polymerisat die Filtration und sintert beim Trocknen, so daß die Aufbereitung der Auf-SS schlämmung zum Handelsprodukt umständlich ist. Obwohl es aus der belgischen Patentschrift bekannt ist, die durch die Klebrigkeit der Polymerisatteilchen hervorgerufenen Schwierigkeiten dadurch zu beheben, daß man dem Reaktionssystem anorganische
^0 Salze, wie Kaliumchlorid. Natriumchlorid oder Ammoniumsulfat, und/oder Puffer, wie Ammoniumchlorid/Ammoniak. zusetzt, lassen sich dennoch keine befriedigenden F.ruebnkse erzielen. Auch bei Verwendung derartiger Zusätze bleiben einige IO°'n
e5 ;r- (Tchildeten Polymerisats >n <!er Innenwand des R'MkMnnsgefälics zuriete. Auf S. i4 dieser Palciif-■••hnft wird iv, Beispiel 1 eine Ace'-.tn· Wasscr-Mic.Y.inü mit .'. ' Οiwι·. h'~pn.'z<:nt \t::-ftin verwendet
und gezeigt, daß dieses Vergleichsbeispiel ungeeignet ist und das Umsetzungsgemisch auf diese Weise hochviskos wird. Es werden dabei Produkte erhalten, die nicht durchpolymerisiert sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, pulverförmiger Acrylamid-Polymerisate mit hoher Grenzviskositätszahl und hohem Molekulargewicht zu schaffen, das die geschilderten Nachteile vermeidet.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Acrylamidpolymerisaten mit hohem Molekulargewicht als Aufschlämmung feiner Teilchen durch Polymerisation von Acrylamid oder Methacrylamid oder von Monomerenmischungen, die nicht weniger als 50 Gewichtsprozent dieser Monomeren enthalten, zusammen mit Comonomeren, die in Aceton/Wasser löslich und deren Copolymerisate darin unlöslich sind, in einer Konzentration von 10 bis 30 Gewichtsprozent in einem Acevon/Wasser-Gemisch in Gegenwart von in Aceton/Wasser löslichen Radikal- oder Redoxkatalysatoren bei Temperaturen von 20 bis 60° C, gegebenenfalls in Gegenwart von Dispersionsstabilisatoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Aceton/Wasser-Gemisch eingesetzt wird, das 23 bis 30 Gewichtsprozent Aceton enthält, und außerdem 0,5 bis 4 Gewichtsprozent Polyvinylalkohol, bezogen auf das Gewicht der polymerisierbaren Monomeren, eingesetzt werden.
Die Gegenwart von Polyvinylalkohol in einem Aceton/Wasser-Gemiscn, das 23 bis 30 Gewichtsprozent Aceton enthält, erlaubt die Herstellung eines kaum klebrigen Polymerisats, so daß die vorstehend geschilderten Schwierigkeiler vermieden werden. Liegt die Acetonkonzentration unterhalb 23 Gewichtsprozent, so wird das Reaktionsgemisch hochviskos und geliert sofort (»Weißenberg-Effekt«). Liegt die Acetonkonzentration oberhalb 30 Gewichtsprozent, so nimmt die Klebrigkeit der Polymerisatteilchen zu und es lagern sich kautschukartige Agglomerate an der Innenwand der Reaktionsgefäße ab, die von den ausgeflockten Polymerisatteilchen herrühren. Nur bei Acetonkonzentrationen innerhalb des angegebenen Bereichs fällt das Polymerisat als Aufschlämmung feiner Teilchen an, die keine der genannten Schwierigkeiten bereiten.
Im Verfahren der Erfindung polymerisiert man Acrylamid oder Methacrylamid oder hauptsächlich diese Verbindungen enthaltende Monovinylmonomere, d. h. Monomere, die nicht weniger als 50 Gewichtsprozent Acrylamid oder Methacrylamid enthalten. Im folgenden werden Acrylamid und/oder Methacrylamid als »Hauptmonomere« und die anderen Monomereinheiten der Monovinylmonomeren als »Nobenmonomere« bezeichnet.
Als Nebenmonomere kann man Verbindungen verwenden, die in Aceton/Wasser löslich sind und deren Copolymerisat mit dem Hauptmonomeren in diesem Gemisch unlöslich oder kaum löslich ist. Geeignete Beispiele sind Acrylnitril, anionische Monomere, wie Acrylsäure, Methacrylsäure, bzw. deren Metall- oder Ammoniumsalze, Natriumvinylsulfonat oder sulfoniertes Styrol, bzw. basische Monomere, die beim Quaternisieren kationisch werden, wie Vinylpyridin oder Dialkylaminoalkylmethacrylat. Derartige Nebenmonomere sind insbesondere dazu geeignet, dein erhaltenen Polymerisat anionische oder 1 .itionische FigenMh:ii"tci! und/oder eine bessere Wasserlöslichkeit zu verleihen. Das Monovjnylmonornere kann derartige Nebenmonomere enthalten, jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich.
Die Monomerenkonzentration im Reaktionssystem S beträgt 10 bis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise 15 bis 25 Gewichtsprozent.
Als Katalysatoren kann man freie Radikale bildende Verbindungen verwenden, die in Aceton/ Wasser löslich sind. Bevorzugt sind wasserlösliche
ίο Peroxide, wie Wasserstoffperoxid, Kaliumpersulfat oder Ammoniumpersulfat, und Azobisisobutyronitril. Auch Redoxkaialysatoren, wie Kaliumpersulfat oder Natriumhydrogensulfit, Amine oder Natriumformaldehydsulfoxylat sind geeignet. Üblicherweise verwendet man etwa 0,01 bis 0,2 Gewichtsprozent des Katalysators, bezogen auf das Gewicht der Monomeren.
Polyvinylalkohol wird üblicherweise in einer Menge von 0,5 bis 4 Gewichtsprozent, vorzugsweise 1 bis
ao 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Monomeren, verwendet.
Gegebenenfalls enthält das Reaktionssystem einen Dispersionsstabilisator, z. B. wasserlösliche Hochpolymere, wie Carboxymethylcellulose, anorganische Salze, wie Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Ammoniumchlorid, Natriumsulfat oder Natriumcarbonat, bzw. Puffer, wie Natriumacetat/Essigsäure oder Ammoniumchlorid/Ammoniak.
Die Polymerisation wird auf an sich bekannte Weise durchgeführt, wobei die Reaktionstemperatur 20 bis 60° C beträgt.
Im Verfahren der Erfindung erhält man ein Acrylamid- bzw. Methacrylamidpolymerisat, dessen Teilchen kaum klebrig sind. Daher werden die unerwünschten Wandansätze in den Reaktionsgefäßen vermieden. Die erhaltene Aufschlämmung wird durch übliche Filtration aufgearbeitet, wobei sie gegebenenfalls im Reaktionsgefäß mit Aceton gewaschen wird. Die erhaltenen Polymerisatteilchen ergeben beim Trocknen ein feines Granulat von einheitlicher Teilchengröße, das sich beim Rühren im kalten Wasser sofort und vollständig löst. Das Granulat kann man gegebenenfalls zu der gewünschten Teilchengröße vermählen. Die Grenzviskositätszahl [η] bei 30° C in In Natriumnitratlösung beträgt üblicherweise 10 oder mehr. Ein etwa reiskorngroßes Polymerisat, das unter ähnlichen Polymerisationsbedingungen, jedoch aus einem Aceton/Wasser-Gemisch mit mehr als 30 Gewichtsprozent Aceton erhalten worden ist, zeigt eine niedrigere Grenzviskositätszahl.
Die im Verfahren der Erfindung erhaltene Aufschlämmung besteht aus feinen Teilchen und kann auf Grund ihrer ausgezeichneten Stabilität direkt angewandt werden, ohne daß die Abtrennung des Po-SS lymerisats aus dem Reaktionsgemisch erforderlich wäre.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht somit im wesentlichen darin, daß man die Ausgangsmonomeren in hoher Konzentration pclymerisicren kann, wobei ein Polymerisat mit einem Molekulargewicht von mehr als 3 Millionen als Pulver oder Granulat entsteht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das als Reaktionsmedium verwendete Aceton/Wasser-Gemisch niedrige Herstellung1;-kosten bedingt. Die im Verfahren der Erfindung erhaltenen Acrvlamidpolymcrisate sind insbesondere ■ils Xusflockmittc! geeignet.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel I
Eine Lösung von 190g Acrylamid und 1 Og Acrylsäure in einem Gemisch aus 505 g Wasser und 236 g Aceton wird mit etwa 22 ml 30n'niger Natronlauge neutralisiert und hierauf mit 20 g einer K)" nigen wäßrigen Lösung von Polyvinylalkohol (Verseifungszahl 81,5 bis 89, Grenzviskositätszahl 43 r 3 in 4"V iger wäßriger Lösung bei 20° C) versetzt Nach Austausch der Luft gegen Stickstoff wird das Reaktionsgemisch mit 10 ml einer ln/oigen wäßrigen Lösung von Kaliumpersulfat und 5 ml einer POigen wäßrigen Lösung von Natriumhydrogensulfit versetzt, wobei eine klare Lösung entsteht. Nach einigen Minuten setzt die Reaktion ein, und das Reaktionsgemisch trübt sich allmählich. Während der vierstündigen Polymerisation in einem Stickstoffstrom unter Rühren bei 40° C werden keine Ablagerungen auf der Innenwand des Reaktionsgefäßes beobachtet. Die erhaltene Aufschlämmung wird hierauf abfiltriert, das pulverförmige Polymerisat mit Aceton gewaschen und unter vermindertem Druck getrocknet. Hierbei erhält man 198 g eines weißen Polymerisatpulvers mit einer Grenzviskositätszahl von 12,1 (bestimmt bei 3O0C in In Natriumnitratlösung). Die Acetonkonzentration im Reaktionsmedium beträgt 29,5%.
Beispiel 2
29 g Acrylsäure werden unter Rühren in 200 g Wasser gelöst und hierauf mit etwa 40 ml 1On Natronlauge bei einer Temperatur unterhalb 35° C neutralisiert. Die erhaltene Lösung wird mit 162 g Acrylamid, 313 g Wasser und 22Og Aceton vermengt und hierauf mit 20 g einer 10%>igen wäßrigen Lösung von Polyvinylalkohol (Verseifungszahl 81,5 bis 89, Grenzviskositätszahl 30 ±3 in 4%iger wäßriger Lösung bei 20° C) versetzt. Nach Verdrängen der Luft durch Stickstoff wird das Reaktionsgemisch mit 5 ml einer 1 "/eigen wäßrigen Lösung von Kaliumpersulfat und 2 ml einer l°/oigen wäßrigen Lösung von Natriumformaldehydsulfoxylat versetzt, wobei eine klare Lösung entsteht. Nach einigen Minuten setzt die Reaktion ein, und das Reaktionsgemisch trübt sich allmählich. Die Polymerisation wird 4 Stunden bei 25° C durchgeführt, wobei eine stabile Aufschlämmung erhalten wird, ohne daß eine Ablagerung des Polymerisats zu beobachten ist. Dus Produkt wird gemiiß Beispiel 1 abfiltriert und getrocknet, wobei weiße Teilchen von ausgezeichncler Wasserlöslichkeit erhalten werden. Die Ausbeute beträet etwa 90" ι, der Theorie, die Grenzviskositätszahl 17.2. Die Acetonkonzentration im Reaktionsmedium beträgt 27.5" ii.
,o Beispiel 3
Gemäß Beispiel 2 wird Acrylamid mit einem Gehalt von 35 Molprozent Nalriumacrylut in einem Aceton/Wasser-Gemisch mit einer Acetonkonzentration von 23 Gewichtsprozent 4 Stunden bei 40
bis 45° C polymerisiert. Hierbei entsteht eine homogene, stabile Aufschlämmung, ohne daß klebrige Ablagerungen zu beobachten sind. Das Reaktionsgemisch wird mit Wasser vermengt und filtriert. Nach sechsstündigem Trocknen des erhaltenen Produkts unter vermindertem Druck bei r')0° C erhält man ein weißes Pulver in 99n<üiger Au:beute. Die Grerszviskositätszahl ist 10 (bestimmt bei 30° C in In Natriumnitratlösg|ig).
1,0 g des so erhaltenen Polymerisats werden oei
J5 Raumtemperatur unter Rühren zu 99 g Wasser gegeben, wobei in 11 Minuten ohne Rückstandsbildung eine klare Losung entsteht. Die Viskosität der erhaltenen l%ieen wäßrigen Lösune beträgt 176OcP bei 25° C.
Beispiel 4
140 g Acrylamid und 60 g Acrylsäure werden 111 450g Wasser gelöst und mit 110g einer 1On Natronlauge neutralisiert. Anschließend wird die Losung mit 40 g einer 5°/oigen wäßrigen Lösung von Polyvinylalkohol und 200 g Aceton versetzt, so daß die Acetonkonzentration 25,2% beträgt. Nach Verdrängen der Luft durch Stickstoff v.erden 0.1 g Kaliumpersulfat und 0.2 g Tetramethyläthylendiamin zugegeben. Nach sechsstündiger Polymerisation bei 20° C entsteht eine stabile Aufschlämmung. Das erhaltene Produkt wird gemäß Beispiel 1 abfiltriert und getrocknet, wobei 210 g eines weißen Polymerisatpulvers mit einer Grenzviskositätszahl von 16,5 erhalten werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Acrylamidpolymerisaten mit hohem Molekulargewicht als Aufschlämmung feiner Teilchen durch Polymerisation von Acrylamid oder Methacrylamid oder von Monomerenmischungen, die nicht weniger als 50 Gewichtsprozent dieser Monomeren enthalten, zusammen mit Comonomeren, die in Aceton/Wasser löslich und deren Copolymerisate darin unlöslich sind, in einer Konzentration von IO bis 30 Gewichtsprozent in einem Aceton/Wasser-Gemisch in Gegenwart von in Aceton/Wasser löslichen Radikal- oder Redoxkatalysatoren bei Temperaturen von 20 bis 60° C, gegebenenfalls in Gegenwart von Dispersionsstabilisaioren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aceton-Wasser-Gemisch eineesetzt wird, das 23 bis 30 Gewichtsprozent Aceton enthält, und außerdem 0,5 bis 4 Gewichtsprozent Polyvinylalkohol, bezogen auf das Gewicht der polymerisierbaren Monomeren, eingesetzt werden.
2. Verwendung der gemäß Anspruch 1 hergestellten Acrylamidpolymerisate als Ausflockungsmittel.
DE19722243155 1972-08-31 1972-09-01 Verfahren zur Herstellung von Acrylamid-Polymerisaten und deren Verwendung als Ausflockmittel Expired DE2243155C3 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB4048972A GB1368670A (en) 1972-08-31 1972-08-31 Process for producing acrylamide polymers
FR7230984A FR2197895B1 (de) 1972-08-31 1972-08-31
DE19722243155 DE2243155C3 (de) 1972-08-31 1972-09-01 Verfahren zur Herstellung von Acrylamid-Polymerisaten und deren Verwendung als Ausflockmittel

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB4048972A GB1368670A (en) 1972-08-31 1972-08-31 Process for producing acrylamide polymers
FR7230984A FR2197895B1 (de) 1972-08-31 1972-08-31
DE19722243155 DE2243155C3 (de) 1972-08-31 1972-09-01 Verfahren zur Herstellung von Acrylamid-Polymerisaten und deren Verwendung als Ausflockmittel

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2243155A1 DE2243155A1 (de) 1974-03-28
DE2243155B2 DE2243155B2 (de) 1974-09-19
DE2243155C3 true DE2243155C3 (de) 1980-04-24

Family

ID=27184682

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19722243155 Expired DE2243155C3 (de) 1972-08-31 1972-09-01 Verfahren zur Herstellung von Acrylamid-Polymerisaten und deren Verwendung als Ausflockmittel

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE2243155C3 (de)
FR (1) FR2197895B1 (de)
GB (1) GB1368670A (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1510689A (en) 1974-12-19 1978-05-10 Sumitomo Chemical Co Preparation of water-soluble cationic high polymer
US4138446A (en) 1974-12-19 1979-02-06 Sumitomo Chemical Company, Limited Water-soluble high polymers and their preparation
JPS55721A (en) * 1978-06-19 1980-01-07 Showa Denko Kk Aqueous dispersion of water-soluble high polymer complex
US5213893A (en) * 1990-09-14 1993-05-25 Nippon Shokubai Co., Ltd. Waterproofing agent for cable
CN115626716B (zh) * 2022-10-26 2025-04-15 广东粤康环保股份有限公司 一种高活性微生物污水处理剂及其制备方法
CN115594439A (zh) * 2022-10-31 2023-01-13 河海大学(Cn) 一种混凝土复合外加剂及其制备方法和应用

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH47A (de) * 1888-12-31 Georg Winkler Friedrich Sichtemaschine

Also Published As

Publication number Publication date
DE2243155A1 (de) 1974-03-28
FR2197895B1 (de) 1975-03-07
GB1368670A (en) 1974-10-02
FR2197895A1 (de) 1974-03-29
DE2243155B2 (de) 1974-09-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69406522T2 (de) Verfahren zur Herstellung von alkalilöslichen Emulsionscopolymeren
DE2800520C2 (de)
DE2557451C2 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen kationischen Polymerisaten
DE69812352T2 (de) Herstellung von wasserlöslichen polymer- dispersionen von vinylamid monomeren
DE2924663A1 (de) Verfahren zur herstellung einer waessrigen dispersion aus wasserloeslicher polymermasse
EP0784635A1 (de) Verfahren zur herstellung einer wässrigen polymerisatdispersion
EP0667874B1 (de) Unlösliche, nur wenig quellbare polymerisate mit aminogruppen, verafhren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
EP0727441A2 (de) Verfahren zur Herstellung von emulgatorfreien wässrigen Polymerdispersionen
DE69703346T2 (de) Verfahren zur herstellung von hydroxamat funktionellen gruppen enthaltenden polymeren
DE69506168T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylpolymeren
DE2602917C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines festen Polymeren aus Vinylpyrrolidon und seine Verwendung
DE3885792T2 (de) Mit einem nichtoberflächenaktiven Schutzkolloid stabilisierter Kleinteilchenlatex aus Monomeren mit hoher Endtendenz in wässeriger Phase.
DE2834939A1 (de) Dispersionsstabilisator fuer die suspensionspolymerisation von vinylverbindungen
DE3051131C2 (de)
EP0027850B1 (de) Emulsionspolymerisat mit Verdickungswirkung im sauren Bereich und seine Verwendung
DE2243155C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylamid-Polymerisaten und deren Verwendung als Ausflockmittel
DE19512882A1 (de) Wäßrige Polymerisatdispersion
EP0073296B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylkunststoffdispersionen
DE1123110B (de) Verfahren zur Polymerisation von wasserloeslichen Monomeren
DE68904328T2 (de) Polyacrylat dispersionen hergestellt mit einem wasserloeslichen, conjugiert ungesaettigten monomer in abwesenheit eines schutzkolloids.
DE19733077A1 (de) Neue Kolloiddispersions-Mischungen als Schutzkolloid für die wäßrige Emulsionspolymerisation, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE69729746T2 (de) Hochstabile wässrige lösung von teilverseiftem vinylesterharz
EP0065162B1 (de) Verfahren zur Herstellung von wässrigen Polyacrylat-Dispersionen mit verbessertem Fliessverhalten
DE3405055A1 (de) Konzentrierte suspensionen von wasserloeslichen polymeren
EP1511782A1 (de) Verfahren zur herstellung einer wässrigen polymerisatdispersion

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee