DE2241703A1 - Verfahren und vorrichtung zum aufspannen von druckformen auf ihrem traeger - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum aufspannen von druckformen auf ihrem traegerInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Aufspannen
von Druckformen auf ihrem Träger
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufspannen von insbesondere unstarren oder
flexiblen Druckformen, Klischees od.dgl. auf dem Formzylinder
einer Druckmaschine, namentlich für den Trockenoffsetdruck.
Das Befestigen von biegsamen Klischees u.dgl. auf dem Platten-
oder Formzylinder einer Druckmaschine geschieht meist durch Kleben oder mit Hilfe mechanischer Befestigungs- und
Spannelemente, z.B. Hakenanordnungen, Klemmleisten usw. Um ein einwandfreies Druckbild zu erzielen, muß die Druckform
an allen Stellen sicher auf ihrem Träger aufliegen. Dies ist u.a. beim Trockenoffsetdruck besonders wichtig. Eine
solche satte und gleichmäßige Anlage der Druckform läßt sich jedoch vielfach nur mit sehr großen Schwierigkeiten und aufwendigen
Zurichtemaßnahmen oder überhaupt nicht voll befriedigend erreichen.
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22A 1 703
Da die Druckform, z.B. ein Kunststoff-Rundklischee, entsprechend
den druckenden und nichtdruckenden Teilen unterschiedlich dick ist, ergibt sich beim Aufbringen der Druckform
auf die Träger- oder Aufnahmefläche mit üblichen Mitteln auch eine von Stelle zu Stelle unterschiedliche Biegung, so
daß der Verlauf der neutralen Faser nicht die ideale Kreisform hat, sondern davon abweicht. Auch wenn diese Abweichungen
bisweilen nur sehr gring sind, wirken sie sich doch beim Druck ungünstig aus. Ihre Vermeidung oder Beseitigung
ist nur sehr schwer und oft gar nicht möglich. Dies hängt vielfach auch damit zusammen, daß die Druckformen sich unter der Wirkung von am Ende angreifenden Spannkräften verziehen
oder sich örtlich wölben. Bei dünnen und kleinen Druckformen, die auf Zylinder mit verhältnismäßig kleinen
Durchmessern aufgebracht werden müssen, sind die Probleme besonders groß, zumal solche Druckformen bereits in rundem
Zustand mit dem Druckbild versehen und in der runden Gestalt auch auf den Zylinder aufgebracht werden müssen.
Weiterhin bereitet auch das Abnehmen der Druckform nach dem Gebrauch häufig Schwierigkeiten, so z.B. bei durch Kleben
oder magnetisch befestigten Klischees. Hier besteht die Gefahr, daß die Klischees eingerissen oder durch Verbiegen
beschädigt werden.
Ziel der Erfindung ist es, die bestehenden Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten zu überwinden und eine günstige Möglichkeit
zu schaffen, um eine Druckform, beispielsweise ein
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Rundklischee aus Kunststoff für Trockenoffsetdruck od.dgl., . schnell und einfach auf der Aufnahmefläche so zu befestigen,
daß sie an allen Stellen sicher und gleichmäßig aufliegt, trotzdem aber nach dem Gebrauch auch leicht wieder abgenommen
werden kann. Die Erfindung strebt dabei weiterhin eine besonders vorteilhafte Ausbildung der am Aufspannvorgäng
beteiligten Elemente einschließlich des Formzylinders an.
Die Erfindung sieht vor, daß die Druckform auf dem Formzylinder
oder einem mit diesem verbundenen Teil durch Saugwirkung mittels auch während des Druckvorganges aufrechterhaltenen
Luftunterdruckes festgelegt wird.
Es hat sich gezeigt, daß eine Druckform auf diese Weise nicht nur sehr schnell und bequem, sondern auch völlig exakt
auf dem Formzylinder befestigt und zur sicheren Auflage gebracht werden kann, so daß sämtliche beim Druckvorgang arbeitenden
Oberflächenbereiche der Druckform genau die richtige Höhenlage haben und damit eine einwandfreie Druckausführung
von der Form her sichergestellt ist. Da die Druckform auf dem gesamten das Druckbild tragenden Bereich mit
außerordentlich großer Kraft an allen Stellen gleichmäßig angepreßt wird, bietet die Erfindung zugleich auch Vorteile
für die Herstellung von Druckformen, weil dabei das Aufrechterhalten einer bestimmten Gestalt der Druckform während ihrer Behandlung vielfach nicht mehr notwendig ist. So ist es
z.B. ohne weiteres möglich, auch Rundklischees, die bisher
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ihre runde Gestalt unverändert beibehalten mußten, jetzt nach dem Belichten flach zu legen und in flacher Gestalt
auszuwaschen und dann auch von der flachen Gestalt ausgehend zu spannen, was eine wesentliche Erleichterung mit
sich bringt.
Beim Montieren von Klischees auf Grundplatten zur Herstellung
einer sog. Kombiwickelplatte ist es zwar bekannt, eine durchsichtige Montageplatte zu verwenden, die mit Löchern
versehen ist und auf der das auszurichtende Klischee durch Luftunterdruck so gehalten wird, daß es mit Bezug
auf eine Vorlage ausgerichtet werden kann. Dies konnte jedoch keine Anregung dazu geben, eine fertige Druckform für
die Ausführung dee Druckvorganges selbst durch Saugwirkung auf einem Platten- oder Formzylinder zu befestigen und
auch während des gesamten Ablaufs des Druckvorganges darauf
festzuhalten.
Zur Durchführung des genannten Verfahrens kann beispielsweise ein Formzylinder verwendet werden, der mit einer
Vielzahl von vorzugsweise sehr feinen Bohrungen versehen ist, die mit einem Hohlraum in Verbindung stehen, der im
übrigen dicht verschlossen ist und mit einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Luftunterdruckes verbunden ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfaherens besteht gemäß der Erfin-
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dung ferner darin, daß die Formaufspannfläche des Formzylinders
bzw. einer auf dem Formzylinder lösbar oder fest angebrachten Aufnahme in einem die gesamte Anlagefläche
der zu spannenden Druckform an allen Rändern derselben in der Größe unterschreitenden Flächenbereich mit einer Viel-.zahl
von untereinander in Verbindung stehenden Vertiefungen
versehen ist und dabei wenigstens an einer Stelle einer dieser Vertiefungen die Einmündung eines an eine Vorrichtung
zur Erzeugung eines Luftunterdruckes anschließbaren oder angeschlossenen Leitungsweges vorgesehen ist.
Eine solche Ausführung zeichnet sich u.a. dadurch aus, daß
diejenigen Stellen, an denen die durch den Luftunterdruck hervorgerufene Saugwirkung entsteht, außerordentlich dicht
nebeneinander angeordnet werden können, so daß praktisch die gesamte Unterseite der festzulegenden Druckform einer
völlig gleichmäßig verteilten Kraft ausgesetzt ist, die sie gegen ihre Unterlage spannt. Die Vertiefungen können insbesondere
die Form von sich kreuzenden Rillen, Kanälen, Riffelungen od.dgl. haben.
Bei der beschriebenen Ausführung besteht weiterhin der Vorteil einer verhältnismäßig einfachen Fertigungsmöglichkeit.
Die Vertiefungen lassen sich z.B. durch Fräsen oder durch eine nach Art einer Rändelung ausgeführte Bearbeitungsoperation
ohne Schwierigkeiten in kurzer Zeit herstellen. Die Formaufspannfläche erhält ihre genaue Form und richtige
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Oberflächenbeschaffenheit zweckmäßig durch Schleifen. Der Schleifarbeitsgang wird dabei nach der Herstellung der
Vertiefungen ausgeführt.
Der flächenmäßige Anteil der Vertiefungen an dem gesamten Flächenbereich läßt sich je nach den Erfordernissen unterschiedlich wählen. Ausgezeichnete Ergebnisse lassen sich
mit einem Anteil zwischen 10 % und 30 % an Vertiefungen im Verhältnis zum gesamten Flächenbereich erzielen. Dies gilt
entsprechend auch für eine mit Bohrungen anstelle von Vertiefungen versehene Formaufspannfläche.
Der Formzylinder weist zweckmäßig einen geschlossenen Hohlraum auf, von dem wenigstens eine durch die Zylinderwand
gehende Bohrung zu wenigstens einer der Vertiefungen führt und von dem andererseits der Leitungsweg zur Verbindung mit
der den Luftunterdruck erzeugenden Vorrichtung abgeht. Zur Verbindung einer beispielsweise fest verlegten, von einer
Saugpumpe od.dgl. kommenden Rohr- oder Schlauchleitung mit
dem Formzylinder bzw. dessen Hohlraum oder dem Hohlraum einer auf dem Formzylinder angebrachten Formaufspanneinrichtung kann ein Drehverbinder bekannter Ausführung dienen.
Der Formzylinder bzw. eine auf diesem lösbar oder auch feet
angebrachte Aufnahme kann mit wenigstens einer Nut versehen sein, in die ein Ende der aufzuspannenden Druckform einschiebbar ist. Eine solche Nut kann mit ihrer Grundfläche
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einen Anschlag bilden, der beim Aufbringen der Druckform das Einhalten der richtigen Lage derselben gewährleistet.
Zweckmäßig wird die Ausbildung so getroffen, daß eine Wandung der Nut kontinuierlich in die Formaufspannfläche übergeht.
Bei einer besonderen Ausführung ist ein in Richtung der Mantellinien des Formzylinders verlaufender Steg od.
dgl. vorgesehen, dessen beide Längsränder zwei Nuten begrenzen und dessen Oberfläche mit der Formaufspannfläche
in gleicher Höhe liegt. Der Steg kann dabei mit dem Formzylinder aus einem Stück bestehen, so daß also lediglich
die Nuten mit den benachbarten Bereichen aus einem ursprünglich vollen Zylinder durch Fräsen od.dgl. ausgearbeitet
sind, oder er kann auch durch eine am Formzylinder lösbar befestigte Leiste gebildet sein.
An dem Formzylinder bzw. einer auf diesem lösbar oder fest angebrachten Aufnahme sind zweckmäßig wenigstens zwei Paßstifte
vorgesehen, in die die Druckform mit entsprechenden, in ihr vorgesehenen Löchern einhängbar ist. Dies ermöglicht
ein einfaches und schnelles Auflegen der Druckform mit hoher Genauigkeit und demzufolge auch ein schnelles Wechseln
bei Ersatz einer Form durch eine andere.
Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß die Formaufspannfläche
wenigstens zwei voneinander getrennte, mit Bohrungen oder Vertiefungen versehene Flächenbereiche aufweist, die
unabhängig voneinander einem Luftunterdruck aussetzbar
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sind. Es können bei einer solchen Ausführung einzelne Teile einer Gesamtdruckform schnell und leicht ausgetauscht
werden, ohne daß dabei in der Lage der anderen Teile eine Veränderung eintritt· Die Ausbildung kann dabei im einzelnen
entsprechend den bereits erläuterten Ausführungen getroffen werden. Zum getrennten Ein- und Abschalten des Luftunterdruckes
an den einzelnen Flächenbereichen können z.B. in zu diesen Flächenbereichen führenden» von einer gemeinsamen
Leitung abgehenden Zweigleitungen geeignete Hähne oder Ventile vorgesehen sein.
Die Erfindung.wird nachstehend in ihren Einzelheiten, Merkmalen
und Vorteilen anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Formzylinder mit aufgespannter Druckform, teilweise aufgebrochen
bzw. geschnitten gezeichnet,
Fig. 2 den Formzylinder nach Fig. 1 in Draufsicht mit teilweise abgebrochen gezeichneter Druckform und
Fig. 3 einen Ausschnitt aus der Formaufspannfläche des Formzylinders
in vergrößertem Maßstab.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Formzylinder 1 ist mit seiner Achse 2 im Gestell einer nicht besonders wiedergegebenen
Druckmaschine drehbar gelagert. Es kann sich bei ihm z.B. um den Plattenzylinder einer Maschine für indirek-
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ten Druck, insbesondere einer Trockenoffset-Druckmaschine,·
handeln. In diesem Falle ist dem Formzylinder ein Gummizylinder o.dgl. als Übertragungszylinder zugeordnet, der
seinerseits' mit einem Gegendruckzylinder zusammenarbeitet.
Auf seiner die Formaufspannfläche 3 bildenden Mantelfläche
ist der Formzylinder 1 in einem Flächenbereich 4 mit einem Muster von untereinander in Verbindung stehenden Vertiefungen
in Gestalt von sich kreuzenden Rillen 5 versehen, die z.B. mittels eines Rändel- oder Fräswerkzeuges in die Oberfläche
des Formzyiinders 1 eingearbeitet sind. Um eine einwandfreie Auflage für die Druckform 6 zu erzielen, ist der
Formzylinder nach dem Einarbeiten der Rillen 5 überschliffen worden. Der Flächenbereich 4 springt an allen seinen
Rändern gegenüber den Rändern der Druckform zurück (Fig.2), so daß er also die gesamte Auflagefläche der zu spannenden
Druckform 6 in der Größe unterschreitet. Der Anteil der von den Rillen 5 eingenommenen Fläche an dem gesamten Flächenbereich
4 beträgt z.B. 20 %. In Fig. 3 ist das Druckbild auf der Druckform 6 durch Markierungen 7 schematisch angedeutet.
Das Innere des Formzylinders 1 bildet einen geschlossenen bzw. abgedichteten Hohlraum 8 (Fig. 1). Von diesem führen ■
einige in der Zylinderwandung la vorgesehene Bohrungen 9 nach außen, die so angeordnet sind, daß sie innerhalb des
Flächenbereiches H in eine oder mehrere der Rillen 5 ein-
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münden. Fig. 3 läßt die Lage einer solchen Bohrung 9 in Draufsicht auf die Zylinderaußenseite erkennen. Es können
beispielsweise drei oder sechs solcher Bohrungen vorhanden sein, die entsprechend über den Flächenbereich «* verteilt
sind.
Der Hohlraum 8 steht andererseits über eine Leitung 10, z.
B. ein Rohr, mit einer Saugpumpe 11 (Fig. 1) oder einer anderen geeigneten Vorrichtung zur Erzeugung, eines Luftunterdruckes
in Verbindung, wobei in dieser Leitung ein Entlüftungsventil 12 od.dgl. vorgesehen sein kann. Die Leitung
10 ist an den Formzylinder 1 mittels eines Drehverbinders 13 üblicher Bauart angeschlossen, dessen stehender Teil 13a
mit der Leitung 10 verbunden ist, während sein drehbarer Teil 13b stirnseitig an der Zylinderachse 2 befestigt ist
(Fig. 2). Innerhalb dieser Achse setzt sich der Leitungsweg in Gestalt einer nicht besonders dargestellten Bohrung fort,
von der aus eine oder mehrere radiale Querbohrungen in den Zylinderhohlraum 8 münden.
Die Formaufspannfläche 3 geht mit ihren sich über den Flächenbereich
4 hinaus erstreckenden Endbereichen 3a und 3b kontinuierlich in Nuten IU und 15 über (Fig. 1), die sich
unterhalb eines parallel zur Zylinderachse 2 verlaufenden Steges 16 befinden. Die Außenseite dieses Steges 16 kann
Teil der Mantelfläche des Formzylinders sein, der bei seiner Herstellung an den betreffenden Stellen so bearbeitet
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worden ist, daß die Nuten IM und 15 und die angrenzenden
Bereiche 3a und 3b der Formaufspannfläche in der dargestellten Lage entstanden sind, während der Steg 16 stehengeblieben
ist. Die Endbereiche 3a, 3b der Formaufspannfläche haben hierbei einen von der Kreisform abweichenden
Querschnittsverlauf.
Auf einer Seite des Steges 16 und noch außerhalb des Flächenbereiches
4 sind in die Wandung la des. Formzylinders zwei Paßstifte 17 fest eingesetzt, die Mittel zur schnellen
Lagejustierung der aufzuspannenden, an den entsprechenden
Stellen mit passenden Durchtrittslöchern versehenen
Druckform bilden.
Beim Aufbringen auf den Formzylinder 1 braucht die Druckform 6 mit einem Ende lediglich in die eine Nut 14. unterhalb
des Steges 16 eingeführt und auf die Paßstifte 17 "gehängt" werden, während das hintere"Ende der den Formzylinder
umgebenden Druckform von der zweiten Nut 15 unterhalb des Steges 16 aufgenommen wird. Durch Einschalten
der Saugpumpe 11, also durch Wirksamwerden eines Luftunterdruckes im Bereich der Rillen 5 und damit an der Unterseite
der Druckform 6 wird diese mit hoher Kraft und völlig gleichmäßig an ihre Auflagefläche angepreßt. Die über den.Flächenbereich H hinausgehenden End- und Randbereiche 6a der
Druckform 6, die kein Druckbild tragen, liegen dabei auf
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völlig glatten, von Rillen freien Teilen der Formaufspannfläche
auf und bilden somit ringsum die erforderliche Abdichtung.
Nach dem Druckvorgang läßt sich die Druckform 6 schnell und einfach und ohne jede Gefahr einer Beschädigung wieder
vom Formzylinder 1 abnehmen, wozu lediglich die Saugpumpe 11 abgestellt bzw. das Entlüftungsventil 12 geöffnet zu
werden braucht.
Abweichend von der dargestellten Ausführung können die zu dem Flächenbereich 4 der Formaufspannfläche 3 führenden
Bohrungen 9, statt von einem Hohlraum β im Zylinder auszugehen, auch unmittelbar an eine vom Drehverteiler 13 kommende
Sammelleitung angeschlossen sein.
Die mit Rillen, Bohrungen od.dgl. versehene Formaufspannfläche
braucht sich nicht unmittelbar auf dem Formzylinder selbst zu befinden» sondern kann auch an einem anderen Aufnahmeteil
vorgesehen sein, der sich lösbar oder fest auf einem Formzylinder anbringen läßt, wobei der Anschluß einer
Leitung zum Bewirken des Luftunterdruckes ebenfalle keine Schwierigkeiten bereitet.
In jedem Falle ist es außerdem auch möglich, die Formaufspannfläche
in mehrere getrennte Felder mit je einem für die Aufspannung mittels Unterdruck eingerichteten Flächen-
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bereich aufzuteilen. In Fig. 3 ist eine Aufteilung in zwei Felder durch strichpunktierte Linien 18 angedeutet.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten bzw. in der Zeichnung dargestellten Merkmale sollen» sofern der bekannte
Stand der Technik es zuläßt, für sieh allein oder auch in Kombinationen als unter die Erfindung fallend angesehen
werden.
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Claims (13)
- Patentansprüche1ΛVerfahren zum Aufspannen von insbesondere unstarren oder flexiblen Druckformen, Klischees od.dgl. auf dem Formzylinder einer Druckmaschine, namentlich für den Trockenoffsetdruck, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform auf der Formaufspannfläche des Formzylinders bzw. einer mit diesem verbundenen Aufnahme durch Saugwirkung mittels auch während des Druckvorganges aufrechterhaltenen Luftunterdruckes festgelegt wird.
- 2. Vorrichtung zum Aufspannen von insbesondere unstarren oder flexiblen Druckformen, Klischees od.dgl. auf dem Formzylinder einer Druckmaschine, namentlich für den Trockenoffsetdruck, mittels des Verfahrene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formaufepannflache (3) des Formzylinders (1) bzw. einer auf diesem lösbar oder fest angebrachten Aufnahme in einem die gesamte Auflagefläche der zu spannenden Druckform (6) an allen Rändern derselben in der Größe unterschreitenden Flächenbereich (Ό mit einer Vielzahl von Bohrungen versehen ist, die mit einem an eine Vorrichtung (11) zur Erzeugung eines Luftunterdruckes anschließbaren oder angeschlossenen Leitungsweg (10) in Verbindung stehen.-2-409809/0332
- 3. Vorrichtung zum Aufspannen von insbesondere unstarren oder flexiblen Druckformen, Klischees od.dgl. auf dem Formzylinder einer Druckmaschine, namentlich für den Trockenoffsetdruck, mittels des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formaufspannfläche (3) des Formzylinders (1) bzw. einer auf diesem lösbar oder fest angebrachten Aufnahme in einem die gesamte Auflagefläche der zu spannenden Druckform (6) an allen Rändern derselben in der Größe unterschreitenden Flächenbereich (4) mit einer Vielzahl von untereinander in Verbindung stehenden Vertiefungen (5) versehen ist und dabei wenigstens an einer Stelle einer dieser Vertiefungen (5) die Einmündung eines an eine Vorrichtung (11) zur Erzeugung eines Luftunterdruckes anschließbaren oder angeschlossenen Leitungsweges (10) vorgesehen ist.
- »+. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Vertiefungen sich kreuzende Kanäle, Rillen (5) od. dgl. vorgesehen sind.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (5) durch Fräsen, Rändeln od.dgl. hergestellt sind.-3-409809/0332
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Formaufspannfläche (3) nach Herstellung der Bohrungen oder Vertiefungen (5) geschliffen ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der flächenmäßige Anteil der Bohrungen oder der Vertiefungen (S) an dem Flächenbereich (4) der Formauf epannf lache (3) zwischen 10% und 30% beträgt.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Formzylinder (1) einen geschlossenen Hohlraum (8) aufweist, von dem wenigstens eine durch die Zylinderwand (la) gehende Bohrung (9) zu wenigstens einer der auf der Zylindermantelfläche vorgesehenen Vertiefungen (5) führt und von dem der Leitungsweg (10) zu der den Luftunterdruck erzeugenden Vorrichtung (11) abgeht.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Formzylinder (1) ein Drehverbinder (13) für den den Luftunterdruck führenden Leitungsweg (10) angeordnet ist.409809/0332
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet» daß der Formzylinder (1) bzw. eine auf diesem lösbar oder fest angebrachte Aufnahme wenigstens eine Nut (14, 15) aufweist, in die ein Ende-der aufzuspannenden Druckform (6) einschiebbar ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wandung der Nut (14, 15) kontinuierlich in die Formaufspannfläche (3) übergeht.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 und 11, gekennzeichnet durch einen in Richtung der Mantellinien des Formzylinders (1) verlaufenden Steg (16) od.dgl. dessen beide Längsränder zwei Nuten (14, 15) begrenzen und dessen Oberfläche mit der Formaufspannfläche (3) in gleicher Höhe oder tiefer als dieselbe liegt.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Formzylinder (1) bzw. einer auf diesem lösbar oder fest angebrachten Aufnahme wenigstens zwei Paßstifte (17) vorgesehen sind, in die die Druckform (6) mit, in ihr vorgesehenen Löchern einhängbar ist.-5-409809/0332Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Formaufepannflache (3) wenigstens zwei voneinander getrennte, mit Bohrungen oder Vertiefungen (5) versehene Flächenbereiche (Ό aufweist, die unabhängig voneinander einem Luftunterdruck aussetzbar sind.409809/0332
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