DE2241476B2 - Verfahren zum Waschen von thermischen oder katalytischer] Spaltgasen aus Erdölprodukten - Google Patents
Verfahren zum Waschen von thermischen oder katalytischer] Spaltgasen aus ErdölproduktenInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
15
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen von thermischen und kataiytischen
Spaltgasen aus Erdölprodukten mit einer NaOH-Lösung, welche dazu neigen, in den technologischen
Apparaten zu polymerisieren.
Es sind verschiedene Verfahren zum Waschen von thermischen und kataiytischen Spaltgasen bekannt,
darunter das Auswaschen des Kohlendioxydes und »5 Schwefelwasserstoffes mit Natronlauge unterschiedlieher
Konzentration.
Die bekannten Verfahren haben aber folgende Mängel
— In den Waschkolonnen treten Polymerisatablagerungen an den Kontaktelementen auf, die Anschlüsse
und Zirkulationsleitungen versetzen sich und erfordern häufige und schwierige Abstellungen
zwecks Reinigung.
— Es werden große Mengen Natronlauge verbraucht, da die Lösung vor völligem Verbrauch des NaOH
erneuert werden muß, weil sie mit Polymerisat beladen ist und nicht mehr umgewälzt werden kann.
Da der Wirkungsgrad des NaOH nur bei etwa 20% liegt, muß eine hohe Konzentration in der Lösung
von ungefähr fc % über die ganze Kolonne benutzt werden·
Bei einem Verfahren zur Konzentrierung und Reinigung von Acetylen und Olefin-Kohlenwasserstoffen,
die in einem durch Pyrolyse von Kohlenwasserstoffen erhaltenen Gas enthalten sind, ist es durch die österreichische
Patentschrift 221 077 bekannt geworden, das Pyrolyse-Gas mit einem hydrophilen Lösungsmittel
zu waschen und dann bei der anschließenden Reinigung der wäßrigen Lösung des hydrophilen Lösungsmittels
dieses mit kaustischem Alkali zu behandeln, um die Löslichkeit der restlichen sekundären Kohlen-Wasserstoffe
zu vermindern und dann mittels eines Kohlenwasserstoffes oder einer Mischung von in der
wäßrigen Lösung des Lösungsmittels unlöslichen Kohlenwasserstoffen diese polymerisierbaren Anteile zu
extrahieren. Auf diese Weise gelingt es, diejenigen Kohlenwasserstoffe, die sich sonst im Laufe der
Destillation der wäßrigen Lösung des Lösungsmittels 6" auf der Oberfläche unter Bildung einer öligen Schicht,
welche sich später verfestigt, abzuscheiden.
Hiermit laßt sich der polymerisierbare Anteil von Kohlenwasserstoffen aus einem Lösungsmittel herausbringen.
In den Pyrolyse-Spaltgasen hingegen verblei- 6s
bett noch erhebliche Anteile von polymerisierbaren Kohlenwasserstoffen, welche die oben genannten Nachteile,
aufweisen.
Aufgabe der Erfindung ist es, mit einfachen Mitteln
die polymerisierbaren Anteile oboe wesentliche Verfahrensänderung direkt aus den Gases auszuwaschen.
Die Erfindung besteht darin, daß gleichzeitig ein Benzinschnitt mit einem Arowatcngehalt zwischen
end 90% vorliegt.
Iu dem Benzinschnitt sind nach dem Waschvorgang
die polymerisierbaren Anteile zu finden, während die Natron-Lauge frei von diesen ist.
Zweckmäßig ist es, wenn das Zufuhrverhältnis Benzin—Gase
zwischen 0,05 bis 0,5 zu 100 hegt.
Der aus der Waschvorrichtung abgezogene mit polymerisierbaren
Anteilen angereicherte Benzinschnitt wird zweckmäßigerweise einer Wasserwäsche zum
Auswaschen der Natron-Lauge-Spuren unterworfen, dann werden die polymerisierbaren Anteile entfernt
und schließlich wird der Benzinschnitt wieder zurück in den Gasstrom der Öfen geleitet.
Das Wesen der Erfindung ist nachstehend an Hand von zwei in den Zeichnungen schematisch dargestellten
AusführungsbeispieJen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Anordnung zum diskontinuierlichen Waschen,
Fig. 2 eine Anordnung zum kontinuierlichen Waschen.
In eine Waschkolonne 1 (F ig 1) tritt das zu wasehende
uas über einen Anschluß 2 em und durch einen Anschluß 3 aus. So zum Beispiel ist das zu
waschende Gas, welches über Anschluß 2 in die Kolonne 1 eintritt, ein Pyrolysengas folgender Zusammensetzung,
in Gewichtsprozent Durchsatz etwa 000 Nm3/h.
H 1 26
qq
q'q-j
^q 0005
τ, <j
0008
nfi 1 o'g*
^ (MO
4052
8*80
Propadien + Propien '.'.'.'..'.'.'.'.'.'.'.'..'. θ',32
C3H8 18,66
C3H8 0,67
C4H6 3,84
C4H10 5,05
C5 0,20
C6 1,52
J Da A s gewaschene Gas tritt aus der Kolonne 1 durch
dcn Anschluß 3 mit dem Emtnttsdurchsatz und folgender
Zusammensetzung in Gewichtsprozent wieder aus:
H2 1,26
CO 0,07
CO2 bis 0,0001
H2S bis 0,0001
CH4 118,66
C2H8 0,40
C2H4 40,52
C2H6 8,80
Propadien + Propien , 0,32
C3H6 18,66
C3H8 0,67
C4H6 3,84
C4H10 ;.. 5,05
C5 0,20
C6 0,04
3 4
Ober einen Anschluß 4 werden ungefähr 1000 kg/h Der kontinuierlich zurückgewonnene Benzinschnitt
NaOH-Lösung mit einer Konzentration von etwa 5 % enthält einen großen Anteil an gelösten Polymeren und
eingespeist. Mittels einer Pumpe 5 wird die NaOH- polymerisierbaren Stoffen, was auch daraus hervor-
Lösung mit einem Durchsatz von 40 000 kg/h in der geht, daß dieser Schnitt im Kontakt mit der Luft sich
Kolonne 1 durch den Anschluß 6, umgewälzt, während 5 mit der Zeit rötet und Polymerisat abschlägt
1000 kg/h Lösung, welche der Menge des frischen Der Gehalt an polymerisierbaren Stoffen im Benzin-
NaOH entsprechen, durch ein Regelventil 7, das von schnitt variiert in Abhängigkeit von den Spalteinsatz-
einem Standregler 8 im Sumpf der Kolonne 1 gesteuert stoffen und Spaltbedingungen.
wird, mit folgender Zusammensetzung iii Gewichts- Die NaOH-Lösung, welche über Regelventil 7 mit
prozent ausgetrieben werden: *° einer Konzentration von etwa 2,2% abgegeben wird,
is: rein und enthält keine Polymerisate, was daiauf
NaOH 2,2 hindeutet, daß diese vom Benzinschnitt aufgenommen
NaHCO3 2,5 wurden.
Na2CO3 1,5 Der Verwendungsgrad des NaOH liegt bei etwa
Na2S 0,25 15 60%. Die übrigen Bedingungen des Waschprozesses
NaHS 0,45 sind gegenüber den bekannten Systemen unverändert.
Über einen Anschluß 9, der oberhalb des Anschlus- Beispiel 2
ses 4 für die Zufuhr von NaOH und dem Anschluß 6 Das Waschverfahren der Gase äß der Erfindung
der Umwälzpumpe hegt, wird kontinuierlich ein Ben- *o wjrd ebens£) ^ j ßd ie, , B ewendet Der Untert
anschnitt zwecks Losung der Polymerisate und poly- schied B in dem kontmuierliclfen Ab des Benzin.
rnerisierbaren Stoffe mit einem Durchsatz von etwa schnUtes mit den polymerisaten und polymerisier-
75 l/h eingespritzt Der Bnnanschnitt hat einen baren s ff über eil/Regelventil 16, gesteuert vom
Aromatengehalt zwischen 10 und 90% und kann ein Standregler 15
hydriertes oder unhydriertes Produkt sein, da sein 25 Die verbrauchte Lauge wird ebenfalls kontinuierlich
Sättigungsgrad kerne entscheidende Rolle spielt. über das Regelventil 7! gesteuert von Standregler 8,
Periodisch nach 8, 12 oder 24 Stunden lauft über abgezogen e
Anschluß 10 die in der Zwischenzeit im Sumpf der Das Waschwasser wird über den Stutzen 13 kon-
Kolonne 1 angefallene Benzinmenge in Kolonne 11 tinuierlich der Benzinschnitt über den Stutzen 14
ab. In Kolonne 11 wird der Benzinschnitt einer Wasche 30 ebenfalls kontinuierlich abgezogen,
mit Wasser zur Entfernung der NaOH-Spuren unter- Die Vortej,e des Verfahrens der Erfindung sind
worfen. Das Wasser ist über Anschluß 12 eingeführt. folgende·
Das Wasser läuft über Anschluß 13 ab, während das
Das Wasser läuft über Anschluß 13 ab, während das
gewaschene Benzin über Anschluß 14 zusammen mit — Verhinderung der Polymerisatbildung und Ver-
den gelösten Polymeren und den polymerisierbaren 35 stopfung der Kolonne,
Anteilen zum Gasstrom nach dem Ofen bzw. Reaktor — Vergrößerung des Verwendungsgrades der Lauge,
geleitet wird und in dem flüssigen Schnitt zurückge- — völlige Rückgewinnung des im Waschprozeß ver-
wonnen wird. wendeten Benzinschnittes.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:!.Verfahren zum Waschen von thermischen oder kataiytischen Spaltgases aus Erdölprodakten mit Natronlauge dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig ein Benzinschnitt mit einem Aromatengehalt zwischen 10 und 90% vorliegt.
- 2. Verfahren nach Anspmch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zufuhrverhältnis Benzin—Gase ίο zwischen 0,05—0,5 zu 100 liegt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19722241476 DE2241476B2 (de) | 1972-08-23 | 1972-08-23 | Verfahren zum Waschen von thermischen oder katalytischer] Spaltgasen aus Erdölprodukten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19722241476 DE2241476B2 (de) | 1972-08-23 | 1972-08-23 | Verfahren zum Waschen von thermischen oder katalytischer] Spaltgasen aus Erdölprodukten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2241476A1 DE2241476A1 (de) | 1974-03-14 |
| DE2241476B2 true DE2241476B2 (de) | 1975-08-21 |
Family
ID=5854338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722241476 Pending DE2241476B2 (de) | 1972-08-23 | 1972-08-23 | Verfahren zum Waschen von thermischen oder katalytischer] Spaltgasen aus Erdölprodukten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (4)
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-
1972
- 1972-08-23 DE DE19722241476 patent/DE2241476B2/de active Pending
Also Published As
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| DE2241476A1 (de) | 1974-03-14 |
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