DE2240067C3 - Kernenergie-Anlage in dezentralisierter Kompaktbauweise - Google Patents
Kernenergie-Anlage in dezentralisierter KompaktbauweiseInfo
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- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C15/00—Cooling arrangements within the pressure vessel containing the core; Selection of specific coolants
- G21C15/24—Promoting flow of the coolant
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- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C1/00—Reactor types
- G21C1/02—Fast fission reactors, i.e. reactors not using a moderator ; Metal cooled reactors; Fast breeders
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine flüssigmetallgekühlte Kernenergieanlage nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs. Diese dezentralisierte Kompaktbauweise ist auch unter der Bezeichnung Multi-Pool-Bauweise
bekannt.
Eine Kernenergie-Anlage dieser Bauart ist in der DE-OS 15 64 054 beschrieben. Die dort vorgesehene
Anordnung von Rohrbündeln für den Wärmetausch erfüllt aber noch nicht alle an eine derartige Anlage zu
stellenden Ansprüche in bezug auf eine leichte Zugänglichkeit und Auswechselbarkeit der Zwischenwärmetauscher:
diese können nicht ir. ihrer Gesamtheit aus dem Reaktorbehälter herausgehoben werden, ohne
zuvor den Strömungsleitzylinder zu demontieren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine mit Flüssigmetall, beispielsweise mit Natrium gekühlte
Kernenergieanlage mit getrennt vom Reaktorbehälter angeordneten Kreislaufbehältern, in denen konstruktiv
einfache, einen geringen Druckverlust verursachende Wärmetauscher strömungsgünstig und zugleich für
Wartung und Reparatur leicht zugänglich und auswechselbar angeordnet sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß in den Strömungsleitzylinder die Zwischenwärmetauscher
vom Tauchkühlertyp eingehängt sind.
Dieser einfache Typ besteht aus einem geraden Rohrteil, in den das aufzuheizende Kühlmittel fällt und
einem um jenes gewendelten oder ebenfalls geraden Rohrteil, in dem das Kühlmittel steigt. Dadurch wird der
primärseitige Druckverlust der Zwischenwärmetauscher niedriggehalten. Auf Außenhüllen kann verzichtet
werden, und die Wärmetauscher sind, an einem in den Reaktordeckel eingelassenen Stopfen hängend, leicht
auswechselbar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Anlage entsprechend der Linie C-D in F i g. 2,
F i g. 2 einen Querschnitt durch dieselbe entsprechend der Linie Α-Bin F i g. 1.
Die Figuren zeigen einen Reaktorbehälter (1) und einen von mehreren um den Reaktorbehälter (1)
gruppierten Kreislaufbehältern (2). In dem Reaktorbehälter (1) befindet sich ein Reaktorkern (3). In dem
Kreislaufbehälter (2) befinden sich eine Pumpe (4) mit ihrem oberhalb des Behälters angeordneten Antrieb (5),
sowie mehrere Zwischenwärmetauscher (6), von denen in F i g. 1 der Übersichtlichkeit halber nur einer
dargestellt ist. Reaktorbehälter (1) und Kreislaufbehälter sind teilweise mit einem flüssigen Kühlmittel gefüllt,
beispielsweise mit flüssigem Natrium, das im Reaktorbehälter (1) beim Normalbetrieb bis zu einem mit (7)
bezeichneten und in den Kreislaufbehältern bis zu einem mit (8) bezeichneten Betriebsspiegel ansteht Der
Kreislaufbehälter (2) weist ferner eine Strömungsschürze (9) auf, die mit Öffnungen versehen ist, in die die
Zwischenwärmetauscher (6) eingehängt sind. Das in die Zwischenwärmetauschern (6) abgekühlte Kühlmittel
wird durch die Pumpe (4) über eine Druckleitung (10) in den Reaktorbehälter (1) gefördert, wo durch eine
weitere Strömungsschürze (11) gewährleistet wird, daß der Reaktorkern (3) gleichmäßig mit Kühlmittel
beaufschlagt wird. Durch das Arbeiten der Pumpe (4) wird über eine Saugleitung (12), die bis unter die
Flüssigkeitsspiegel (7 und 8) eintaucht, aufgeheiztes Kühlmittel aus dem Reaktorbehälter (1) in den
Kreislaufbehälter (2) gesaugt, wobei der Unterschied zwischen den Flüssigkeitsspiegeln (7) und (8) der
Druckverlusthöhe in der Saugleitung (12) entspricht. Die Druckleitung (10) und die Saugleitung (12) sind in
Schleifenform bis über eine Neutronenstrahlenabschir-
M mung (13) hochgezogen.
Da die Druckleitung (10) beidseitig fest eingespannt ist, kann durch diese Schleife die Kompensation der
Wärmedehnung erfolgen.
Ferner sind in den oberhalb der Neutronenstrahlenabschirmung (13) gelegenen Teilen der Druckleitung (10) im Beispiel eine Absperrarmatur (14) und in der Saugleitung (12) eine vei schließbare Öffnung (IS) angeordnet, wobei letztere zum Einbringen einer Reparaturvorrichtung in die Saugleitung (12) dient. In den gleichen, oberhalb der Neutronenstrahlenabschirmung (13) gelegenen Teilen der Rohrleitungen (10) und (12) können weitere, hier nicht näher beschriebene Instrumente (16) und Armaturen angebracht werden, die zur Regelung und Überwachung des Reaktorbetriebes erforderlich sind, und andere wartungsbedürftige Anlagenteile. Der Raum oberhalb der Neutronenstrahlenabschirmung (13) ist nach Ablassen des Kühlmittels und Abklingen etwaiger Restaktivität auf zulässige Werte frei zugänglich. Reaktorbehälter (1) und Kreislaufbehälter (2) sind zum Leckauffang mit Doppelbehältern (17) bzw. (18) versehen. In den Zwischenraum zwischen den Behältern (1 und 17) bzw. (2 und 18) kann vermittels einer hier nicht gezeigten Vorrichtung erhitztes Schutzgas eingeblasen werden, und damit erforderlichenfalls die Primärkreisläufe beheizt werden, wie es beispielsweise bei Verwendung von Natrium als Kühlmittel notwendig ist Zur Druckanpassung der mit Schutzgas gefüllten Räume oberhalb der Flüssigkeitsspiegel (7 und 8) in den Behältern (1) und (2) sind Ausgleichsleitungen (19) vorhanden. Um eine zu hohe thermische Belastung der Pumpe (4) bzw. ihres Antriebes (5) zu vermeiden, sind um den Pumpenschaft (20) und im Bereich der Pumpen-Auflagerung Wärmedämmbleche (21) angeordnet. Die Zwischenwärmetausc'ier (6) bestehen jeweils aus einem zentralen Rohr (22), durch welches das abgekühlte Skundärkühlmittel zu einem unteren Sammler (23) strömt, von wo aus es durch mehrere aufsteigende Rohre (24) wieder emporsteigt
Ferner sind in den oberhalb der Neutronenstrahlenabschirmung (13) gelegenen Teilen der Druckleitung (10) im Beispiel eine Absperrarmatur (14) und in der Saugleitung (12) eine vei schließbare Öffnung (IS) angeordnet, wobei letztere zum Einbringen einer Reparaturvorrichtung in die Saugleitung (12) dient. In den gleichen, oberhalb der Neutronenstrahlenabschirmung (13) gelegenen Teilen der Rohrleitungen (10) und (12) können weitere, hier nicht näher beschriebene Instrumente (16) und Armaturen angebracht werden, die zur Regelung und Überwachung des Reaktorbetriebes erforderlich sind, und andere wartungsbedürftige Anlagenteile. Der Raum oberhalb der Neutronenstrahlenabschirmung (13) ist nach Ablassen des Kühlmittels und Abklingen etwaiger Restaktivität auf zulässige Werte frei zugänglich. Reaktorbehälter (1) und Kreislaufbehälter (2) sind zum Leckauffang mit Doppelbehältern (17) bzw. (18) versehen. In den Zwischenraum zwischen den Behältern (1 und 17) bzw. (2 und 18) kann vermittels einer hier nicht gezeigten Vorrichtung erhitztes Schutzgas eingeblasen werden, und damit erforderlichenfalls die Primärkreisläufe beheizt werden, wie es beispielsweise bei Verwendung von Natrium als Kühlmittel notwendig ist Zur Druckanpassung der mit Schutzgas gefüllten Räume oberhalb der Flüssigkeitsspiegel (7 und 8) in den Behältern (1) und (2) sind Ausgleichsleitungen (19) vorhanden. Um eine zu hohe thermische Belastung der Pumpe (4) bzw. ihres Antriebes (5) zu vermeiden, sind um den Pumpenschaft (20) und im Bereich der Pumpen-Auflagerung Wärmedämmbleche (21) angeordnet. Die Zwischenwärmetausc'ier (6) bestehen jeweils aus einem zentralen Rohr (22), durch welches das abgekühlte Skundärkühlmittel zu einem unteren Sammler (23) strömt, von wo aus es durch mehrere aufsteigende Rohre (24) wieder emporsteigt
und dabei aufgeheizt wird. Die Rohre (24) münden in einem oberen Sammler (25), von wo aus das aufgeheizte
Sekundärkühlmitiel durch ein weiteres Rohr (26)
abgeführt wird. Bei Ausfall eines Zwischen värmetauschers kann dieser nach Lösen seiner Flanschverbindung
mit den Sammlern (27) und (28) mitsamt dem Abschirmstopfen (29) aus dem Kreislaufbehälter (2)
entfernt und ausgewechselt werden. Die Stutzen der Saugleitung (12) enden im Reaktorbehälter (1) oberhalb
eines Notkühlspiegels (30). Sinkt der Kühlmittelspiegel im Reaktorbehälter (1) auf diesen Notkühlspiegel (30)
ab, beispielsweise infolge eines Lecks im Kreislaufbehälter (2X werden die Stutzen der Saugleitung (12)
freigelegt, so daß sich diese mit Gas füllt. Fördert daraufhin die Pumpe (4) kein Kühlmittel mehr, fließt
Gas in die Saugleitung (12) und über eine Verbindungsleitung (31) in die Druckleitung (10) und unterbricht die
sonst in dieser auftretende Heberwirkung. Falls die Begrenzung des beim Normalbetrieb des Reaktors über
die Verbindungsleitung (31) fließenden Bypaß-stromes notwendig ist, kann die Verbindungsleitung (31) mit
einer festen Einweg-Drossel (32) versehen werden. Für
die notwendigen Neben- und Hilfssysteme der Reaktoranlage (hier nicht dargestellt) ist in Räumen (33)
zwischen den Kreislaufbehältern (2) ausreichend Platz vorhanden (siehe F i g. 2). Alle Kühlmittel führenden
Teile der Anlage sind mit einer Wärmeisolierung (34) versehen und bilden »heißgehende« Räume. Zur
Strahlenabschirmung und zum Unfallschutz ist die gesamte Anlage mit einer Beionmantelung (35)
versehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Flüsigmetallgekühlte Kernenergieanlage, bei der das Primärkühlmittel aus einem Reaktorbehälter über Rohrleitungen in getrennt davon angeordnete Kreislaufbehälter gesaugt wird und nach Durchlaufen eines oder mehrerer in diesen angeordneten Zwischenwärmetauscher über weitere Rohrleitungen durch Pumpen in den Reaktorbehälter zurückgedrückt wird, wobei die Behälter nur teilweise mit dem Primärkühlmittel gefüllt sind, die Saug- und/oder Druckleitungen zum Dehnungsausgleich mit Schleifen versehen sind und die Gasplena aller Behälter miteinander über Druckausgleichsleitungen verbunden sind, wobei das aus dem Reaktorbehälter fließende, aufgeheizte Kühlmittel in den Kreislaufbehältern durch einen mit Öffnungen versehenen Strömungsleitzylinder von dem abgekühlten Kühlmittel getrennt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ir den Strömungsleitzylinder (9) die Zwischenwärmetauscher (6) vom Tauchkühlertyp eingehängt sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2240067A DE2240067C3 (de) | 1972-08-16 | 1972-08-16 | Kernenergie-Anlage in dezentralisierter Kompaktbauweise |
| JP48089950A JPS4946090A (de) | 1972-08-16 | 1973-08-10 | |
| FR7329574A FR2196506B1 (de) | 1972-08-16 | 1973-08-13 | |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2240067A DE2240067C3 (de) | 1972-08-16 | 1972-08-16 | Kernenergie-Anlage in dezentralisierter Kompaktbauweise |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE2240067B2 DE2240067B2 (de) | 1981-01-29 |
| DE2240067C3 true DE2240067C3 (de) | 1981-11-12 |
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ID=5853599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2240067A Expired DE2240067C3 (de) | 1972-08-16 | 1972-08-16 | Kernenergie-Anlage in dezentralisierter Kompaktbauweise |
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| Country | Link |
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- 1973-08-16 GB GB3887073A patent/GB1423069A/en not_active Expired
Also Published As
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