-
EINRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON PROFILERZEUGNISSEN Die Erfindung
betrifft Einrichtungen zum Formen Werk von Profilerzeugnissen aus thermoplastischen
stoffen, d.h. aus Werkstoffen, die bei Erhitzung erweichen, z.B. solcher wie Glas,
Metall und Kunststoffe (synthetische Stoffe organischer Herkunft).
-
Es ist eine Einrichtung zum Formen von Profilerzeug nissen aus einem
im plastischen Zustand stehenden Glasband bekannt, die Formglieder enthält, welche
sich gegeneinander und in Glasband-Laufrichtung gleichzeitig bewegen, sowie einen
Dorn, um den sich das Glasband beim Formen biegt und der mit den Formgliedern gleichzeitig
einen Hin- und Rückgang längs des Bandes vollführt.
-
(Siehe unsere altere Anmeldung .P2036804.1 vom 24. Juli 1970 in der
BRD).
-
Die Herstellung der Erzeugnisse erfolgt durch Formglieder, die periodisch
zusammengesetzte Bewegungen ausführen. Zunächst werden diese Formglieder aneinander
geführt, umfassen den Dorn und bewegen sich gleichzeitig auf die Länge eines Nachschubschrittes
in bandlaufrichtung, danach werden sie auseinander geführt und kehren in ihre Ursprungsstellung
zwecks nächstfolgenden Nachschubschritt und Formung des darauffolgenden Erzeugnisabschnittes
zurück.
-
Im Verlauf des Formens entsteht eine Reibung zwischen dem Dorn und
der Oberfläche der zum Formen bestimmten und ein offenes oder geschlossenes Profil
aufweisenden Erzeugnisse, wodurch ein erhöhter DornverschleiB verursacht wird und
hiermit auch eine Senkung der Betriebs dauer der ganzen Einrichtung.
-
Der Dorn ermöglicht es außerdem nicht, Erzeugnisse mit offenem Profil
komplizierter Gestalt mit an der Oberf'läche liegenden Einzelvorsprüngen zu erhalten,
die für ein angenehmes Aussehen und zur Verbindung der Erzeugnisse miteinander erforderlich
sind.
-
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der erwähnten Nachteile.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Herstellung
von Profilerzeugnissen zu entwickeln, bei der die Bauart der Verbindung zwischen
dem Dorn und den Formgliedern eine Verringerung der Reibung zwischen Dornarbeiteteil
und Oberfläche des zu formenden Erzeugnisses und die Fertigung von Erzeugnissen
mit offenem Profil komplizierter Gestalt mit Einzelvorspriingen an der Oberfläche
gewährleistet.
-
Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß an der Einrichtung zur Herstellung
von Profilerzeugnissen aus einem Band aus thermoplastischem Werkstoff durch Formglieder,
welche einen Hin- und Hergang gegeneinander und in Bandlaufrichtung vollziehen und
dabei das Band um den an einer Stange befestigten Dorn biegen, der mit den Formgliedern
gleichzeitig einen Hin- und Hergang längs des Bandes ausführt, < - > der Dorn
<erfindungsgemäß>«verschiebbar»in seiner vertikalen, der Bandlaufrichtung
parallelen, Ebene mit den Formgliedern verbunden.« » Um dem Dorn eine vertikale
Verschiebung zu verliehen, kann die Stange, an welcher der Dorn befestigt ist, mit
einem IIeuel verbunden werden, dessen eines Ende in einer geneigten Nitirungsnut
des Gestells frei sitzt.
-
Zur herstellung von Erzeugnissen mit nichtgeschlossenem Profil komplizierter
Gestalt ist es zweckmäßig, die
Firungsnut geneigt zur Horizontalen
unter einem spitzen Winkel auszuführen, dessen Spitze in der Bandlaufrichtung liegt.
-
Zur Herstellung von rohrförmigen Erzeugnissen kann die Führungsnut
geneigt zur Horizontalen unter einem spitzen Winkel ausgeführt werden, dessen Spitze
in der dem Bandlauf entgegengesetzten Richtung liegt.
-
Das Wesen der Erfindung besteht im folgenden.
-
Im Verlauf des Formens von Erzeugnissen mit geschlossenem Profil
aus thermoplastischem Band wird der Dorn bei jedem Nachschub schritt durch seine
Aibeitsfläche an den oberen Innenteil des Erzeugnisses gepreßt, beim Rückgang in
die Ausgangsstellung aber senkt sich der Dorn, ohne das zu formende Band zu berühren
und ohne Behinderung desselben bei der Fortbewegung. Eben hiermit wird die Reibung
zwischen dem Dorn und der Oberfläche des Erzeugnisses beseitigt.
-
Dies wird auch dadurch gewährleistet, daß der Dornquerschnitt die
Gestalt der Profilhälfte des zu formenden Erzeugnisses aufweist.
-
Bei der Herstellung von Erzeugnissen mit offenem Profil komplizierter
Gestalt weist der Dorn die Form des Erzeugnisses auf.
-
Im Verlauf des Formens solcher Erzeugnisse wird der Dorn bei jedem
Nachschubschritt mit seiner Arbeitsfläche
an den zu formenden Teil
des Erzeugnisses gepreßt und verleiht dabei dem Erzeugnis die erwünschte Gestalt9
z.B.
-
indem Vorsprünge ausgepreßt werden, beim Rückwärtsgang in die Ausgangsstellung
aber wird der Dorn nach oben gedrückt und der geformte Bandabschnitt dabei in seiner
Fortbewegung nicht behindert.
-
Nachstehend wird die Erfindung anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
und der beigelegten Leichnungen näher erläutert.
-
Es zeigt; Fig.1 eine Gesamtansicht der formenden kruppe an der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Herstellung von rohrförmigen Erzeugnissen aus Glasband, wobei die
Formglieder voneinander entfernt sind und der Dorn gesenkt iste Fig.2 eine Gesamtansicht
derselben formenden Gruppe aus Fig.1, wobei die Formglieder einander geschlossen
sind; und der Dorn steigt <hoch.> Fig.3 eine Gesamtansicht der formenden Gruppe
an der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Herstellung von Halbzylindern aus Glasband,
wobei die Formglieder voneinander entfernt sind und der Dorn hochgezogen ist; Fig.4
eine Gesamtansicht derselben formenden Gruppe aus Fig.3, wobei die Formglieder aneinander
geschlossen sind,
Die in den Zeichnungen dargestellte Einrichtung
enthält die :Blormglieder 1 (Fig.1...4), welche an den auf dem Gestell montierten
Bühne 2 in Glasband-Laufrichtung und gegeneinander hin- und herverschiebbar befestigt
sind (das Gestell sowie die Verschiebewerke der Formglieder sind in der Zeichnung
nicht angedeutet). Auf den Bälinen 2 sind die Ständer 3, auf denen die Stange 4
in Lagern montiert ist, starr befestigt. Am Mittel-teil der Stange 4 ist der Dornhalter
5 mit dem Dorn 6 befestigt.
-
Ein jedes Ende der Stange 4 ist mit einem Hebel 7, dessen eines Ende
mit dem Zapfen 8 versehen ist, verbunden.
-
Am Gestell sind Stücke 9 mit Qen geneigt verlaufenden Nuten 10, in
denen die Zapfen 8 sitzen, starr befestigt.
-
Die oben beschriebene Befestigung des Dorns 4 und seine Verbindung
mit den Formgliedern 1 sichern dem Dorn die Verschiebbarkeit in der vertikalen Ebene,
die parallel der Verschieberichtung des Glasbandes 9 liegt.
-
Die Führungsnut 10 kann in Abhängigkeit von der Art des herzustellenden
Erzeugnisses geneigt in die eine oder andere Richtung ausgeführt werden. Durch eine
Nut, die geneigt zur Horizontale unter einem spitzen Winkel ausgeführt ist, dessen
Spitze in der Bandverschieberichtung liegt, wird die Herstellung von Erzeugnissen
in Halbzylindergestalt gewährleistet, unter demselben spitzen Winkel,
dessen
Spitze aber in der dem Handlauf entgegengesetzten Richtung liegt - die Herstellung
von rohrförmigen Erzeugnissen.
-
Die Einrichtung enthält zwei Kaliberwalzen 12 und 13.
-
Der Betrieb der erfindungsgemäßen Einrichtung verläuft in folgender
Weise.
-
Das Glasband 11 (Fig.1) wird kontinuierlich mit konstanter Geschwindigkeit
den Formgliedern 1 zugeführt, die bei ihrer Ausgangsstellung voneinander entfernt
sind. Der Dorn 6 ist in Ausgangsstellung so montiert, daß eines seiner Enden in
der Zone der Kaliberwalzen 12 und 13 liegt.
-
Mit der Vorwärtsbewegung des Bandes um einen Nachschubschritt (Bewegungsrichtung
ist durch Pfeil 'tal' angegehen) beginnen sich die Formglieder aneinander zu nähern.
-
Dabei biegt sich das im plastischen Zustand befindendes Glasrand 11
und wird mit aen Formgliedern 1 und dem Dorn 1 zusammen ebenfalls um den Nachschubschritt
versetzt.
-
Die Zweckbestimmung des Dorns besteht in cber Aufrechterhaltung der
Ränder des zu formenden Bandes, die sich gegen den Dorn abstutzen.
-
Im letzten Aufenthaltsaugenblick des Bandes in der Zone der Formglieder
schließen ihr Ränder zusammen ab und das Band nimmt die vorgesehene Gestalt an.
-
Beim Formen von rohrförmigen Erzeugnissen erfolgt
dies
durch die Verschiebung des Dorns nach oben und das Anpressen desselben an die innere
Arbeitsfläche der Formglieder.
-
Während der Bewegung der Foringlieder in Bandlaufrichtung wird die
Stange 4 in dieselbe Richtung versetzt und nimmt dabei den Hebel 7 mit, der letztere
aber bewirkt, indem er mit einem Zapfen 8 in der Nut 10 gleitet, eine Drehung der
Stange 4 um einen bestimmten Winkel. Um denselben Winkel wird auch der Dorn 6 schwenken,
der in die obere Randstellung steigt und an die obere Innenfläche der Formglieder
gepreßt wird.
-
Danach entfernen sich die Formglieder l voneinander und kehren in
ihre Ausgangsstellung zum nächstfolgenden Wachschubschritt zurück, der Dorn 6 aber
senkt sich dabei und läßt unten den fortschreitenden Rohling störungslos, ohne seinen
Unterteil zu berühren, durch.
-
Darauf nähern sich die Formglieder 1 wieder aneinander, der Dorn
steigt hoch und wird dabei an die abschließenden Bandränder gepreßt und der nächstfolgende
Abschnitt des rohrförmigen Erzeugnisses damit geformt.
-
Das Formen von Erzeugnissen mit nichtgeschlossenem Profil, z.B. von
Halbzylindern verläuft in ähnlicher Weise.
-
Jedoch vollführt der Dorn 6 zum Auspressen von Einzelvorsprüngen
auf
der Oberfläche des Halbzylinders eine Bewegung von oben nach unten und drückt auf
die innere Oberfläche des teilweise geformten Glasbandes, , das sich im plastischen
Zustand befindet.
-
Dazu nimmt die Stange 4 während der Verschiebung der Formglieder
1 in Bandlaufrichtung den Hebel 7 mit dessen Zapfen 8 in der Nut 10 (Fig.3, 4) gleitet,
die Stange 4 schwenkt dabei und senkt den Dorn 6 ab.
-
Die Kaliberwalzen 12 und 13 ziehen die Fertigerzeugnisse bis zur
erforderlichen Größe und Gestalt abO Aus der Beschreibung ist ersichtlich, daß die
erfindungsgemäße Einrichtung es ermöglicht, Erzeugnisse sowohl mit nichtgeschlossenem
Profil komplizierter Form mit Einzelvorsprüngen als auch solche mit geschlossenem
Profil2 z.B. rohrförmige herzustellen und gewährleistet eine er hebliche Verringerung
der Reibung zwischen dem Arbeit steil des Dorns und der Oberfläche des zu formenden
Erzeugnisses.