DE2138075B2 - Fußspindel für Rohrgerüste - Google Patents
Fußspindel für RohrgerüsteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fußspindel für Rohrgerüste, wie sie zum Ausgleich von Bodenunebenheiten beim
Gerüstbau verwendet werden.
Solche Fußspindeln sind bereits bekannt Sie bestehen im allgemeinen aus einer Fuß- oder Bodenplatte und
einem an dieser senkrecht zu der von ihr bestimmten Ebene befestigten zylindrischen Körper, in dessen
äußere Mantelfläche durch Schneiden oder Rollen ein Gewinde eingebracht ist. Auf der so entstandenen
Gewindespindel ist eine Mutter aufgeschraubt, auf der der untere Rand des Gerüstrohres ruht Durch
Verstellen der Mutter kann die relative Lage des Gerüstrohres zur Bodenfläche eingestellt werden.
Es hat sich gezeigt, daß bei Fußspindeln dieser Art das Gewinde sehr rasch durch Beton, Mörtel oder Farbe
derart verschmutzt, daß die Einstellbarkeit der Mutter in Frage gestellt wird. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist
man dazu übergegangen, gewindefreie Muttern zu verwenden und zwischen der Innenwand der Bohrung
dieser Muttern und der Gewindespindel eine Anzahl von Führungs- bzw. Gleitkörper vorzusehen, die in das
Gewinde der Spindel eingreifen und von der Seite her mittels in der Mutter vorgesehener Radialbohrungen
eingebracht und festgelegt werden, wie dies beispielsweise in der DE-OS19 07 800 beschrieben ist
Diese Lösung ist kompliziert und aufwendig. Zudem muß eine außerordentlich hohe Beanspruchung der
s Führungsteile in Kauf genommen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fußspindel der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die gegen
Verschmutzung weniger anfällig ist und sich weitgehend selbsttätig von Verschmutzungen reinigt
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung in der Weise gelöst, daö der Spindelkörper eine zylindrische
Mantelfläche und längs einer, bezogen auf die Längsachse des Spindelkörpers, wendelartig verlaufenden
Linie angeordnete wulstartige Rippen aufweist die jeweils über zwei sich diametral gegenüberliegenden,
längs der Zylinderwandung verlaufenden Streifen unterbrochen sind. Vorteilhafterweise kann der zylindrische
Körper einer solchen Fußspindel etwa aus einem Rundstahl bestehen, auf den die wendelartig verlaufen-
den wulstartigen Rippen bereits durch den der
Herstellung des zylindrischen Körpers dienenden Walzvorgang aufgebracht sind.
Bei einer derartigen Fußspindel tritt eine selbsttätige Reinigung dadurch ein, daß Schmutz, Mörtelreste oder
dergleichen Verunreinigungen bei Betätigung der entsprechend ausgebildeten Mutter längs der beiden
Oberflächenstreifen, an denen die wulstartigen Rippen
jeweils unterbrochen sind bzw. endigen, austreten kann. Außerdem hat diese Ausführungsform den Vorteil, daß
die Feuerverzinkung keinerlei Schwierigkeiten bietet da das flüssige Zink nicht, wie etwa bei einem rechteckig
oder trapezförmig profilierten Gewinde die Neigung zeigt, sich in unerwünscht hohem Maß in den engen
Gewindegängen festzusetzen. Wird zudem die Gewindespindel gemäß der Erfindung aus einem massiven
Rundstahl durch ein in einem Stahlwalzwerk durchgeführtes Walzverfahren hergestellt, so wird gegenüber
einer nachträglichen Kaltverarbeitung durch Einbringen eines geschnittenen oder gerollten Gewindes
erreicht, daß jeder Eingriff ii; die Struktur des Werkstückes vermieden ist und keine Minderung der
Festigkeit eintritt; vor allem besteht aber die Möglichkeit in diesem Fall naturharten Walzstahl zu verwenden,
der keiner Nachhärtung bedarf und eine außerordentlich hohe Belastung aufzunehmen vermag.
Selbstverständlich muß bei einer solchen Schrägrippenspindel eine mit einem entsprechenden Innengewinde
versehene Mutter verwendet werden. Hierbei kann in Weiterbildung der Erfindung in die Innenwand der
so Mutter entweder eine parallel zur Längsachse des Gewindes verlaufende Längsnut oder eine senkrecht
zur Längsachse der Mutter verlaufende Ringnut eingebracht werden. Diese Nuten unterbrechen dann
das in der Mutter vorgesehene Innengewinde und tragen durch ihre Kanten zur Selbstreinigung der
zugleich zum leichteren Austreten von Schmutzteilen dienen.
Im folgenden sollen anhand der Zeichnung Beispiele für die Ausführung des Erfindungsgedankens dargestellt
werden. In der Zeichnung zeigt
F i g. I einen Spindelkörper gemäß der Erfindung, teils im Schnitt, teils in der Ansicht, in Richtung des Pfeiles I in F i g. 3 gesehen;
F i g. I einen Spindelkörper gemäß der Erfindung, teils im Schnitt, teils in der Ansicht, in Richtung des Pfeiles I in F i g. 3 gesehen;
Fig. la in schematischer Darstellung den Schnitt durch eine der wulstförmigen Rippen in starker
Fig.2 einen Querschnitt durch die Spindel gemäß
F i g. 1 längs der strichpunktierten Linie H-II;
Fig.3 die Fußspindel in der Darstellungsweise
gemäß Fig. 1, um 90° gedreht, in Richtung des Pfeiles
III in F i g. 1 gesehen;
F i g. 4 die Draufsicht auf die Spindel gemäß F i g. 1 bis 3;
Fig.6 einen Längsschnitt durch eine Mutter mit
Längsnut;
Fig.8 einen Längsschnitt durch eine Mutter mit
Quernut;
F i g. 9 eine schematische Gesamtansicht der Fußspindel in stark verkleinertem Maßstab.
In Fig. 1 ist der Spindelkörper 1 gemäß der Erfindung im unteren Teil der Zeichnung in Seitenansicht
und im oberen Teil im Längsschnitt dargestellt. Hierbei ist die Spindel von der Seite gesehen, an der sich
einer der beiden einander diametral gegenüberliegenden Streifen 2 befindet, an denen die schräg laufenden
wulstartigen Rippen 3 unterbrochen sind. Langs der an
der zylindrischen Mantelfläche 4 des Spindelkörpers 1 sind längs einer wendelförmig um die Mantelfläche 4
verlaufende Linie a die wulstartigen Rippen 3 vorgesehen, die jeweils an den beiden diametral
einander gegenüberliegenden Streifen 2 mittels einer Schrägfläche 5 enden, die tangierend in die Mantelfläche
4 übergeht Fi g. la zeigt in vergrößertem Maßstab den Schnitt durch einen solchen Wulst
F i g. 2 ist ein Querschnitt durch den Spindelkörper 1 entsprechend der strichpunktierten Linie H-II in Fig. 1.
Hierbei ist die geschnittene Rippe mit 3a bezeichnet
Fig.3 zeigt die Fußspindel urn 90° um ihre
Längsachse gedreht, gleichfalls im unteren Teil in Seitenansicht und im oberen Teil im Längsschnitt Die
Zeichnung läßt erkennen, wie die schräg laufenden Rippen 3 jeweils durch Schrägflächen 5 abgeschlossen
sind, die tangential in die Mantelfläche des Spindelkörpers 1 laufen und dabei die beiden diametral
angeordneten Streifen 2 frei lassen.
Das untere Ende des Spindelkörpers 1 is: an der Fußoder Bodenplatte 6 befestigt Die kreisförmige Kante
des oberen Endes des Spindelkörpers ist gebrochen, so daß eine kegelförmige Fläche 7 entsteht die bei T auf
die an dieser Stelle auslaufende oberste Rippe 3' übergreift. Die Steigung der wendelartig verlaufenden
Linie a, die gewissermaßen die Mittellinie der Fußfläche
der einzelnen Rippen 3 darstellt, ist im Verhältnis zu den Abmessungen der Rippen 3 so gewählt daß sich
zwischen den einzelnen Rippen ein verhältnismäßig großer Zwischenraum B befindet, der größer ist als die
Breite Cder Fußfläche der einzelnen Rippen.
In F i g. 5 ist eine Mutter 11 für die Fußspindel gemäß
den F i g. 1 bis 4 im Längsschnitt gezeigt. Diese Mutter 11 weist ein in die Innenfläche 14 der Bohrung 13
eingebrachtes Innengewinde 12 auf, dessen Steigung der
Steigung der wendelförmig verlaufenden Fußlinie a der einzelnen Rippen 3 entspricht. Das Profil dieses
Innengewindes ist dabei selbstverständlich dem Querschnitt der Rippen 3 angepaßt.
Wie bereits oben gesagt kann die Mutter mit einer Ausnehmung der Nut versehen sein, die die selbstreinigenden
Eigenschaften der Spindel unterstützt. Die F ί g. 6 und 7 zeigen eine solche Mutter im Längsschnitt
und in Draufsicht Dabei ist unterstellt, daß es sich um eine Sechskantmutter handelt Längs der Innenfläche 14
der in der Mutter 11 vorgesehenen Bohrung 13 ist eine parallel zur Längsmittelachse der Mutter verlaufende
Nut 15 eingebracht, die die gleiche Tiefe aufweist wie das Muttergewinde 12 und dieses schneidet Selbstverständlich
ist es auch möglich, dieser Längsnut 15 eine etwas größere Tiefe zu geben als dem Innengewinde 12.
ίο Eine andere Ausführungsform für eine solche Mutter
ist in F i g. 8 dargestellt in der die einzelnen Bezugszeichen denjenigen der Fig,5 entsprechen. Statt einer
parallel zur Längsachse verlaufenden Nut ist in diesem Fall jedoch eine Ringnut 16 vorgesehen, deren
Mittelebene senkrecht zur Längsachse der Mutter 11 angeordnet ist Auch in diesem Falle ist unterstellt daß
die Tiefe der Ringnut 16 der Tiefe des Gewindes 12 entspricht doch kann auch in diesem Falle selbstverständlich
die Nut eine größere Tiefe autweisen. Es ist auch möglich, in einer Mutter sowohl eine solche
Ringnut 16 als auch eine Läng-nut 15 in Fig.6/7
vorzusehen, die sich dann innerhalb der Bohrung 13 an
einer geeigneten Stelle schneiden, wobei dieser Schnittpunkt beispielsweise so gewählt werden kann,
daß er nicht zugleich in das Gewinde fällt
F i £. 9 zeigt in stark schematisierter Darstellung und
in stark verkleinertem Maßstab eine Fußspindel gemäß der Erfindung in ihrer Gesamtheit Die Ansicht
entspricht der Ansicht gemäß Fig.3, das heißt die beiden Streifen 2, auf die die wulstartigen Rippen nicht
übergreifen, befinden sich in der Zeichnung an beiden Seiten des Spindelkörpers 1, und die Rippen 3 endigen
jeweils an diesen Streifen. Die Fußplatte 6 kann rund, quadratisch oder mehreckig ausgebildet sein und weicht
in ihrer Gestalt nicht von den für die bisherigen Fußspindeln verwendeten Platten ab. Anstelle der in
den F i g. 5 bis 8 dargestellten Sechskantmutter ist bei der Fußspindel gemäß Fig.9 eine Flügelmutter 21
verwendet
Als Material für den zylindrischen Körper wird vorzugsweise gewalzter Stahl verwendet wobei die
R'ppen bereits während des Walzvorganges eingebracht werden, so daß keine Strukturstörungen des
Materials entstehen. Wird hierfür ein stlbsthärtender Stahl verwendet, so entfällt nach dem Anschweißen des
Spindelkörpers an der Fußplatte und dem Abdrehen der oberen Abschlußfläche jede weitere mechanische
Nachbearbeitung, zumal sich beim Feuerverzinken in diesem Falle keinerlei Zinkreste festsetzen können, da
der Abstand zwischen den einzelnen Rippen so groß ist, daß der Zwischenraum zwischen diesen nicht rillenförmig
ist.
Selbstverständlich kann für die Form der Rippen auch
ein von dem im vorstehenden Beispiel gewählten trapezförmigen Querschnitt abweichender Querschnitt
gewählt werden. Desgleichen kann der Steigungswinkel
der die Fußlinie der Rippen bildenden wendeiförmigen Linie a beliebig gewählt werden, doch muß dabei darauf
geachtet werden, daß diese Steigung nicht steiler sein darf als den Bedingungen für die Selbstsperrung des
Muttergewindes entspricht. Auch der Abstand zwischen den einzelnen Wulsten kann im Verhältnis zur
Wulstbreite beliebig gewählt werden, dach soll er stets so groß sein, daß kein rillenartiges Profil entsteht.
Claims (6)
1. Fußspinde! für Rohrgerüste, bei der auf einer Fußplatte senkrecht zu der durch diese Platte
bestimmten Ebene der Spindelkörper befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Spindelkörper
(1) eine zylindrische Mantelfläche (4) und längs einer, bezogen auf die Längsachse des
Spindelkörpers (1), wendelartig verlaufenden Linie (a) angeordnete wulstartige Rippen (3) aufweist, die
jeweils über zwei sich diametral gegenüberliegenden, längs der Zylinderwandung (4) verlaufenden
Streifen (2) unterbrochen sind.
2. Fußspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spindelkörper (1) aus Rundstahl besteht, in den die wendelartig verlaufenden Rippen
(3) bereits durch den der Herstellung des zylindrischen Körpers dienenden Walzvorgang eingeprägt
sind.
3. FuBspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
caß die wulstartigen Rippen (3) jeweils beiderseits in einer Schrägfläche (5) enden, die
tangierend in die Mantelfläche (4) einläuft
4. Fußspinds! nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenraum (B) zwischen den Rippen (3) größer ist als die Breite (C) der Fußfläche
der Rippen.
5. Fuüspindel nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Festlegung des unteren Randes des auf die Fußspindel aufzusetzenden Gerüstrohres
eine Mutter (11) vorgesehen ist, bei der in der Innenfläche (14) ihrer Längsbohrung (13) eine
parallel zur Längsachse der Mutter (U) verlaufende Längsnut (15) vorgesehen ist
6. Fußspindel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenfläche (14) der Längsbohrung
(13) der Mutter (11) eine parallel zur Längsachse des Gewindes verlaufende Längsnut
oder eine ringförmige Nut (16) vorgesehen ist, deren Mittelebene senkrecht zur Längsachse der Mutter
(11) steht
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