DE2138064C2 - Biegsame Folgevorrichtung für aufrechtstehende Behälter - Google Patents
Biegsame Folgevorrichtung für aufrechtstehende BehälterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine biegsame Folgevorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch
1.
Eine derartige biegsame Folgevorrichtung ist bereits aus der US-PS 24 30 718 bekannt.
Das Entfernen von viskosem Material aus Schüttgutbehältern hat die Industrie bereits seit langem beschäftigt.
Schwierigkeiten bereiten vor allem hochviskose Materialien, wie etwa Fette, die mittels Pumpen nur
schwer aus Behältern entfernt werden können. Das dem Pumpeneinlaß oder dem Behälterauslaß unmittelbar benachbarte
Material kann zwar abgezogen werden, weiter von dieser Stelle entfernt liegendes Material jedoch
kaum, weil dieses Material zu dick und zu wenig strömungsfähig ist. Dies hat zur Folge, daß das Material
buchstäblich herausgeschaufelt oder ausgeschöpft werden muß, was selbstverständlich entsprechend mühsam
und zeitaufwendig ist.
Es ist zwar bekannt (US-PS 24 30 718), Verdrängerstempel für den Austrag von Pasten und Ölen, wie beispielsweise
Zahnpasta aus einem Behälter anstelle von zusammendrückbaren Tuben zu verwenden, wobei der
Verdrängerstempel eine Platte aus biegsamen Material mit einem in Art eines Flansches ausgebildeten Umfangsrand
besitzt, jedoch dient hier die Flexibilität der Platte nur dem Zweck, den Umfangsflansch beim Verschieben
des Verdrängerstempels nach außen in Anlage an die Innenwand des Behälters zu spreizen, um dadurch
zusätzliche Dichtmittel einsparen zu können.
Auch ist es bekannt (US-PS 28 88 717), ein flexibles Gewebe als luftdichte Folie zur Abdeckung einer Silage
in einem Silobehälter zu verwenden, welches auf die Silage aufgelegt wird und am Umfang mit einem aufblasbaren
Dichtungsschlauch versehen ist. Es handelt sich hierbei jedoch um eine Dichtungsvorrichtung, um
einen Luftzutritt zur Silage zu verhindern, was in keiner Beziehung zu einer rolgevorrichtung zum Austragen
von hochviskosem Gut mittels einer Pumpe steht.
Beim Austragen von hochviskosen Materialien sind allerdings in der Vergangenheit mittels sogenannter
.Folgevorrichtungen bereits Verbesserungen erreicht worden. Hierbei ist es bekannt, eine verhältnismäßig
steife NÄembran vorzusehen, die in etwa dieselbe Ausdehnung
aufweist, wie der Behälterquerschnitt. Befestigt sind derartige Membranen im Behälterinnenraum
mittels einer biegsamen Einfassung, die am Umfang der Membran vorgesehen ist und sich um die Innenfläche
des Behälters erstreckt. Wenn das Material entfernt wird, muß die Membran dem viskosen Material infolge
des durch die Materialentfernung verursachten Teilvakuums folgen. Durch die auf das Material drückende
Membran wird dann dieses in die Pumpenkammern gedrückt, so daß das hochviskose Material aus dem Behälter
abgezogen werden kann. Ein Nachteil dieser bekannten Folgevorrichtungen besteht allerdings darin,
daß die Membranen mit der entsprechenden Einfassung dauernd im Behälter angebracht sind und nicht ohne
weiteres vom einen zum anderen Behälter übertragen werden können. Aber selbst dann, wenn eine Übertragung
der Membran in einen anderen Behälter ins Auge gefaßt werden kann, so ist es relativ schwierig, die vergleichsweise
steife Membrane in den zu entleerenden Behälter einzubringen. Dies erfordert nämlich die Abnahme
der gesamten oberen Abdeckung an dem Behälter, aus dem die Membran entfernt werden soll, sowie an
dem zu entleerenden Behälter, in den die Membran eingebracht werden soll. Bei einer solchen Anordnung ist
es auch schwierig, einen Behälter grundlich zu reinigen,
wenn nicht die gesamte Membraneinrichtung entfernt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, Folgevorrichtungen der eingangs genannten Art derart zu verbessern, daß die
Wartungsmöglichkeiten des Behälters, insbesondere dessen Reinigung erleichtert sowie ein vollständiger
Austrag des im Behälter befindlichen hochviskosen Guts sichergestellt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen Folgevorrichtung durch die im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Ausgestaltungen
durch die in den Unteransprüchen angegebenen Merkmale gekennzeichnet sind.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen erlauben die Einführung der Folgevorrichtung in den Behälter durch
dessen Zulauföffnung, so daß die Folgevorrichtung zu Wartungsarbeiten des Behälters, insbesondere zu dessen
Reinigung sehr leicht herausgenommen werden
kann. Auch können herkömmliche Behälter in einfacher
Art und Weise mit dieser Folgevorrichtung noch nachträglich ausgerüstet werden. Ein weiterer Vorteil ist
darin zu sehen, daß sich der Abstreifer infolge der flexiblen
Haut besser der Oberfläche des viskosen Gutes anpaßt, so daß dieser einfacher und störungsfreier zum
Pumpeneinlaß gefördert wird. Vorteilhaft ist ferner, daß durch die Folgevorrichtung ein Abstreifer gebildet wird,
welcher Rückstände an der Behälterinnenseite ve-hindert und dadurch den vollständigen Austrag des viskosen
Guts gewährleistet Aufgrund der Flexibilität des .Abstreifers ist auch ein Verkanten der Vorrichtung innerhalb
des Behälters weitgehend ausgeschlossen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines mit einer Ausführungsform einer Folgevorrichtung ausgerüsteten Behälters,
teilweise im Schnitt,
Fig.2 eine Schnittansicht längs der Schnittlinie H-II
von Fig. 1,
Fig.3 eine Schnittansicht längs der Linie III-III von
Fig. 2,
Fig.4 eine Schnittansicht entsprechend der von F i g. 3, jedoch von einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung,
F i g. 5 eine Schnittansicht des Bodens eines Behälters bei einer weiteren Abwandlung, die sowohl in Verbindung
mit der Ausführungsform nach den F i g. 1 bis 3 als auch in Verbindung mit der weiteren Ausführungsform
nach F i g. 4 einsetzbar ist
F i g. 1 zeigt einen Behälter 12 für fließfähiges Gut 14, welches aus dem Behälter entweder abgezogen oder in
den Behälter über eine Leitung 16 mittels einer nicht dargestellten Pumpe eingefüllt wird, deren Pumpendaß
es leicht zerlegt werden kann in eine Form, die zuläßt, daß dieses Bauteil durch die Öffnung 18 hindurchgesteckt
und danach innerhalb des Behälters wieder zusammengesetzt werden kann. In dem in den
Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt
das Versteifungsbauteil bogenförmige Segmente 38a, 386 und 38c, die jeweils aus flachem Stangenmaterial
hergestellt und in ihre entsprechend gebogene Form gebracht sind, wobei jedes Segment leicht durch die
ίο Öffnung 18 hindurchpaßt Jedes Segment läßt sich in
ausrichtbarer Lage mit einem anderen mit aneinander angrenzenden Enden verbinden, so daß ein ringsum laufender
Rahmen gebildet werden kann. Die Sicherung erfolgt mittels Schraubplatten 40a, 406 und 40c, die mit
LaDglöchern versehen sind, und einen normalen Satz Mutter-Schrauben-Unterlegscheiben.
Anders als bei Folgevorrichtungen mit einem steifen
oder starren Membran ist die flexible Membran in der Lage, einen innigen Kontakt mit dem Material einzuhalten,
das von dem Behälter abgezogen oder in diesen eingebracht werden soll. Hierzu ist es jedoch erforder-
.-. lieh, die Membran mit einem ringsum laufenden Rand
auszustatten, mit dem die Behälterinnenseite abgestriffen werden kann. Erreicht wird dies dadurch, daß die
Außenflächen 34/ und 34u der Ringe 32/ bzw. 32u in engem Gleitkontakt mit der Behälterinnenseite stehen.
Außerdem ist es erforderlich, daß die Membran 30 im wesentlichen den gesamten Querschnitt des Behälters
einnimmt
Um eine vollständige und dichte Passung des Abstreifers gegenüber der Behälterinnenseite zu erreichen, ist
ein Spannschloß 42 mit einstellbaren Gewindestangen 44 und 46 vorgesehen, deren äußere Enden in Verankerungen
48 und 50 aufgenommen sind, die an der Innen
kammern in Strömungsverbindung mit der Leitung'ste- 35 fläche der Segmente 380 und 38c angebracht sind. Sohen.
Der Behälter 12 ist mit einer Zugangsöffnung 18 bald der Zusammenbau im Behälter erfolgt ist und der
versehen, die bei großen Behältern groß genug ist, um Abstreifer, wie in den Zeichnungen dargestellt und voreine
Person für Inspektions-, Reparatur- und Reini- stehend beschrieben, getragen wird, kann das Spanngungszwecke
in den Innenraum des Behälters hindurch- schloß 42 gedreht werden, um den gesamten Rahmen
zulassen. Die Öffnung 18 wird durch einen verschließba- 40 vor dem endgültigen Anziehen der Sicherung aus Mutren
Wulst 20 begrenzt. Ein Deckel 22 mit herkömmli- ter. Schrauben und Sicherungsringen an den Platten 40a,
chen Sicherungsgliedern dient zum Verschluß der öffnung.
Die allgemein mit 24 bezeichnete Folgevorrichtung
umfaßt einen Abstreifer 26 (vgl. auch Fig.3) und ein 45 Rings 32u im benachbarten Membranbereich bewirkt.
Versteifungsbauteil 28. Im dargestellten Ausführungs- Dies erfolgt durch einen Zugring 52, der wie ein Gurt
beispiel entsprechend Fig. 1—3 umfaßt der Abstreifer
eine flexible Membran 30 aus einer dünnen Haut aus
flüssigkeitsundurchlässigem Material, wie etwa mit
Kunststoff beschichtetem Leinenstoff oder ein ähnliches so
Gewebe mit Ringen 32/, 32u, die am Abstreifer mittels
herkömmlicher Klebstoffe angebracht und so geformt
sind, daß sie ringsum laufende Außenflächen 34/, 34u für
einen relativ engen Gleitkontakt mit der Behälterinnenseite 36 bilden. Die Ringe 32/, 32u bestehen aus einem 55 ersetzt Dadurch verringert sich die Anzahl der erforfaltbaren elastisch nachgiebigem Material. Es hat sich derlichen Bauteile. Außerdem erleichtert sich die Handais zweckmäßig erwiesen, Neopren-Gummimaterial zu habung beim Zusammenbau, verwenden. Im einzelnen umfaßt die Ausführung nach F i g. 4 eine
eine flexible Membran 30 aus einer dünnen Haut aus
flüssigkeitsundurchlässigem Material, wie etwa mit
Kunststoff beschichtetem Leinenstoff oder ein ähnliches so
Gewebe mit Ringen 32/, 32u, die am Abstreifer mittels
herkömmlicher Klebstoffe angebracht und so geformt
sind, daß sie ringsum laufende Außenflächen 34/, 34u für
einen relativ engen Gleitkontakt mit der Behälterinnenseite 36 bilden. Die Ringe 32/, 32u bestehen aus einem 55 ersetzt Dadurch verringert sich die Anzahl der erforfaltbaren elastisch nachgiebigem Material. Es hat sich derlichen Bauteile. Außerdem erleichtert sich die Handais zweckmäßig erwiesen, Neopren-Gummimaterial zu habung beim Zusammenbau, verwenden. Im einzelnen umfaßt die Ausführung nach F i g. 4 eine
Aus den obigen Ausführungen ist ersichtlich, daß der biegsame Membran 130. die um das Rohr herum ge-
spannt ist, nachdem dieses im Behälter angeordnet und mittels eines herkömmlichen Ventils 140 aufgeblasen ist.
40£> und 40c zu spannen.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1—3 wild eine zusätzlicht Spannung des oberen
innerhalb des Randfalzes 54 getragen ist, wobei die nicht dargestellten Enden des Zugrings beim Ziehen
bzw. beim Aufbringen der gewünschten Spannung festzumachen sind.
Eine andere Ausführungsform ist in F i g. 4 dargestellt. Dort sind die Versteifungssegmente 38a, 38Z>, 38c
und die Ringe 32/ und 32u durch ein einziges Versteifungsbauteil 128, nämlich durch ein aufblasbares Rohr
biegsame und fultbare Abstreifer 26 in eine zusammen
gefaltete Lage gerollt und in seine ausgestreckte Lage ausgerollt werden kann. In zusammengefalteter Form
läßt sich der Abstreifer wie ein Bündel behandeln und von Hand durch die öffnung 18 des Behälters einsetzen.
Danach, wenn sich der Abstreifer erst einmal im Innern des Behälters befindet, kann er zu seiner gestreckten
Form aufgefaltet werden.
Das Versteifungsbauteil 28 ist ebenfalls so hergestellt, Das aufgeblasene Rohr, das in manchen Fällen ohne wei'eres aus dem Schlauch eines normalen Fahrzeugreifens bestehen oder speziell aus Druckschlauchmaterial bestehen kann, drückt die Membrane in einen engen Gleitkontakt mit der Innenwand des Behälters. Die Membran 130 wirkt somit wie die Membran 30, die oben mit Bezug auf F i g. 3 erläutert wurde, wobei allerdings
Das Versteifungsbauteil 28 ist ebenfalls so hergestellt, Das aufgeblasene Rohr, das in manchen Fällen ohne wei'eres aus dem Schlauch eines normalen Fahrzeugreifens bestehen oder speziell aus Druckschlauchmaterial bestehen kann, drückt die Membrane in einen engen Gleitkontakt mit der Innenwand des Behälters. Die Membran 130 wirkt somit wie die Membran 30, die oben mit Bezug auf F i g. 3 erläutert wurde, wobei allerdings
im vorliegenden Fall der Außenumfang der Membran
130 die Wand des Behälters in einer ähnlichen Weise abstreift wie die Ringe 32/ und 32u. Ein Zugring 152 ist
innerhalb des Membranfalzes 154 angeordnet.
Als weitere Abwandlung des Ausführungsbeispiels nach F i g. 4 kann das aufblasbare Rohr durch eine verhältnismäßig
steife oder halbsteife Stange ersetzt werden. Ein solches Rohr (in den Zeichnungen nicht gesondert
dargestellt) kann aus einem Material hergestellt sein, das biegsam genug ist, um ein Zusammenfalten und to
Einlegen bzw. Einsetzen durch die öffnung 18 zu ermöglichen, so daß das Rohr dann in Anpassung an den
Umfang des Querschnitts des Behälters spreizbar gehalten ist, etwa mittels dem oben beschriebenen Spannschloß
42 oder zwei oder mehr derartiger in V- oder Y- is oder in einer anderen Form angeordneter Spannschlösser,
um den gewünschten radial nach außen gerichteten Druck des Rohrs gegen die Behälterwand auszuüben.
Auch ein derartiges Rohr kann in einzelne Segmente aufgeteilt und innerhalb des Behälters mittels verschiedener
geeigneter Verbindungsglieder, wie Hülsen, oder mittels anderer Einrichtungen zusammengebaut sein.
Um sämtliche Rückstände zu entfernen, ist, wie aus F i g. 5 hervorgeht, der Boden des Behälters abgeändert,
um einen Sumpf 215 unterhalb der Bodenfläche 220 des 2ί
Behälters zu schaffen. Der Sumpf 215 ist durch eine relativ begrenzte Kammer gebildet, die in flüssigkeitsleitender
Verbindung mit dem Boden und dem Innenraum des Behälters über die öffnung 222 steht. Der
Sumpf steht seinerseits in Verbindung mit der Leitung 216, die wie die Leitung 16 mit Pumpenkammern in
Verbindung steht.
Ferner ist ein Rost 218 vorgesehen, der aus jedem geeigneten Material bestehen kann, beispielsweise aus
dem gleichen Material wie der Behälter, jedoch eine Form besitzt, die die notwendige Durchlässigkeit gewährleistet.
Die Rostfläche sollte mindestens etwas größer sein als die Sumpföffnung 222 selbst und über der
letzteren liegen. Zweckmäßigerweise soll sich der Rost über soviel Bodenfläche des Behälters erstrecken wie
möglich, wie in den Zeichnungen dargestellt ist, um so eine größtmögliche Entleerung des Gutes herbeizuführen.
Wenn die Membran 30 (oder 130) während der Entleerung des Gutes nach unten vorrückt und den unteren
Teil des Behälters erreicht, wird die Membran 30 oder 130 anstatt die Strömung des Guts zur Pumpe
vorzeitig zu unterbrechen fortfahren. Gut nach unten in den Sumpf 215 zu drücken, wobei ein Eindringen der
Membran durch den Rost 218 verhindert ist. Dadurch ist alles, was vielleicht nicht vom Behälter abgezogen wird,
im Sumpf unter dem Rost 218 enthalten.
Es ist auch möglich, den Rost 218 durch Bauteile zu ersetzen, die direkt an der Membran 30 oder 130 angebracht
sind, um zu dem gleichen Ergebnis zu gelangen und dennoch die Biegsamkeit der Membran zu erhalten.
Beispielsweise kann die Membran selbst mit geeigneten Verstärkungsstreifen versehen sein, um zu verhindern,
daß die Membran in den Sumpf gelangt und die Gutentleerung behindert Derartige Streifen können aus dem
gleichen Material wie der Rost selbst bestehen oder aus einem anderen geeigneten Versteifungsmaterial wie
Kunststoff o. dgl. Ferner kann die Membran mit Abstandsstiftcn o. dgl. versehen sein, die an ihrer Unterseite
angebracht sind und sich nach unten erstrecken, um so ein Verschließen des Behälterauslasses zu verhindem,
wenn sich die Membran dem Boden des Behälters nähert. Eine solche Alternativlösung für die Membranausbildung
kann im Falle des ersten oben beschriebenen Ausführungsbeispiels entsprechend Fig. 1—3 verwendet
werden.
Insbesondere können diese Abstandsstifte aus Stahl oder einem anderen geeigneten Material gefertigte Stifte
von verhältnismäßig kleinem Durchmesser umfassen, die mittels eines Klebstoffs oder mechanischer Verbindungsmittel
an der Unterseite der Membran befestigt sind und sich von dort über eine Entfernung von etwa
12—50 mm oder mehr bzw. weniger nach unten erstrekken. Eine Vielzahl solcher Nägel kann in .einem Bereich
oberhalb der Unterseite der Membran vorgesehen sein, um die Membran zu stützen und mit Abstand zum Boden
des Behälters zu halten, wenn die Folgevorrichtung zu diesem hin abgesenkt ist, um so ein Zusetzen des
Sumpfs oder eines anderen Behälterauslasses zu verhindern.
Sämtliche in dieser Beschreibung erläuterten Ausführungsformen des Behälters besitzen einen kreisrunden
Behälterquerschnitt, jedoch sind auch unterschiedliche Querschnittsformen möglich, um gleichgute Ergebnisse
zu erzielen.
Es kann in manchen Fällen auch wünschenswert sein, mehr als atmosphärischen Druck auf die Membran zur
Einwirkung zu bringen, um Gut aus dem Behälter auszutragen. Dies läßt sich leicht erreichen, indem man den
oberen Deckel des Behälters mit einem Einlaß für Druckluft und eine Verbindung zwischen einer Druckluitquelle
und dem Behälter vorsieht und sich der üblichen Sicherheitseinrichtungen einschl. einer Regelvorrichtung
zur Steuerung der Druckluft bedient
Ferner kann eine Unterdruckanordnung in dem Teil des Behälters oberhalb der Membran angewendet werden,
um das Pumpen von viskosem Gut in den Behälter durch die Leitung zu erleichtern.
Möglich ist ferner auch, das Gut durch die öffnung im
Oberteil des Behälters einzugeben oder durch eine Leitung, die oben oder an der Seite des Behälters angeordnet
ist In solchen Fällen umfaßt die Zufuhrleitung eine Verlängerung, die am Behälterboden oder nahe oberhalb
desselben endet Die Membran 30 bzw. 130 ist mit einer Öffnung versehen, durch weiche die Leitungsveriängerung
hindurchpaßt, und eine derartige Öffnung ist so ausgebildet, daß sie mit aer Verlängerung eine verhältnismäßig
enge Passung bildet. Bei Benutzung eines derartigen Aufbaus kann Gut in den Behälter eingebracht
werden, wobei die Folgevorrichtung anfangs in der Nähe des Bodens des Behälters steht. Wenn sich das
Gut dort ansammelt, füllt sich der Behälter und die Folgevorrichtung wird im Behälter nach oben gedrückt. Bei
der Entleerung des Gutes rückt die Folgevorrichtung in umgekehrter Richtung vor und wirkt in der gleichen
Weise, wie oben in Verbindung mit den anderen Ausführungsformen angegeben ist
Ferner kann der Behälter unter Benutzung einer Rohrverlängerung, wie gerade beschrieben, gefüllt und
dann die Entleerung des Gutes durch einen Bodenauslaß oder Sumpf erfolgen. Im letzteren Fall muß die
Rohrverlängerung selbst verschlossen sein, wie beispielsweise durch ein Ventil. Wahlweise kann die Leitungsverlängerung
im Ganzen entfernt werden, wobei dann die Membranöffnung mittels einer Kappe o. dgl.
verschlossen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Biegsame Folgevorrichtung für aufrechtstehende Behälter mit einer Zugangsöffnung in der oberen
Abdeckung zum Austragen von verhältnismäßig hoehvibkosem Gut wie Fett, wobei das Gut mit einer
mit dem Behälterinnenraum in Strömungsverbindung stehenden Pumpe aus dem Behälter austragbar
ist und die biegsame Folgevorrichtung das viskose Gut während des Entleerungsvorgangs in die Pumpenkammern
drückt, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen zusammenfaltbaren und ausbreitbaren
Abstreifer (26) mit einer biegsamen Haut aus flüssigkeitsundurchlässigem Material aufweist,
welcher in zusammengefalteter Stellung durch die Zugangsöffnung (18) des Behälters einführbar ist
und in Ausgebreiteter Stellung eine dem Querschnitt des Behälters angepaßte Membran (30; 130) bildet,
wobei der Abstreifer sich an seiner Umfangsfläche in engem Gleitkontakt mit der BehäJterinnenseite
(36) befindet und wenigstens ein an der biegsamen Haut befestigter Ring (32/ bzw. 32u) aus faltbarem,
elastisch nachgiebigem Material an der Umfangsfläche des Abstreifers vorgesehen ist und ein zusammenfaltbares
oder zerlegbares Versteifungsbauteil (28 bzw. 128), welches am Abstreifer (26) befestigbar
ist und einen relativ steifen Rahmen zum Abstützen des Abstreifers in seiner vollentfalteten Form bildet,
vorgesehen ist.
2. Folgevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Versteifungsbauteil (28) eine Anzahl bogenförmiger Segmente (38a, 38b, 38c) umfaßt,
die jeweils aus einem steifen Material bestehen und zur Bildung des Rahmens mit ihren Enden aufeinanderstoßend
hintereinander angeordnet und einstellbar verbunden sind.
3. Folgevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vers'.eifungsbauteil (128) aus
einem aufblasbaren Rohr aus einem gasdichten, biegsamen Material gebildet ist.
4. Folgevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Membran (30 bzw. 130)
Abstandshalter befestigt sind, die nach unten vorstehende Vorsprünge bilden.
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