DE2132303A1 - Neue Triazinderivate - Google Patents
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Description
3-7095+
Dr. F. Zum3iein son. · Or Π. Λρτη,τηη
Dr.R Kooriigcliarfjor - Dipl. F'hys. R. Ho!zbi';er
Dr. r. Z'!r-!->t: in j :n.
P fl I a η ! C n ν ο ι ί i<
S MCncen 2. .'rr-ih'-iui τ .;.->
.' , !.1I
Neue Triazinderivate
109882/1978
Die vorliegende Erfindung betrifft neue Triazinderivate,
die zwei über Heteroatombrllcken gebundene Phenylreste und eine Phosphonogruppe enthalten, ihr Herstellungsverfahren,
sowie ihre Anwendung als·Antioxydantien.
Die erfindungsgemässen Triazinderivate entsprechen
der Formel
N HCh-A-Z-/ V-Z' —A · —OH
(i) H I
1OR·
OR1
worin A und A1 gle-ich oder verschieden sind und je einen
gegebenenfalls substituierten Phenylrest bedeuten, der in Position 1 an Z bzw. Z1 gebunden ist
und in Position 4 eine Hydroxylgruppe trägt, Z und Z1 gleich
oder verschieden sind und ein Brlickenglied -0-, -S- oder -NQ-, mit der Bedeutung Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy oder -CN für Q
darstellt, R und Pv1 gleich oder verschieden sind und je einen
gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cycloalkyl- oder Phenylrest bedeuten.
Als Substituenten an den Phenylresten kommen in erster Linie Alkyl oder Cycloalkyl in Frage, wobei unter dem Begriff
Alkyl sowohl verzweigtes wie unverzweigtes Alkyl zu verstehen ist.
Im Vordergrund des Interesses stehen Triazinderivate der Formel
10 9882/1978
worin R1 und R' gleich oder verschieden sind und eine
Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, R2 und R' gleich
oder verschieden sind und Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, R, eine Alkylgruppe mit 1 bis
l8 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe und X und X1
gleich oder verschieden sind und ein Brückenglied -O- oder -NH- bedeuten.
Die Substituenten R_ und R' stehen dabei Vorzugsweise
in m- oder p-Stellung zu R, und Rj.
Hervorzuheben sind besonders die symmetrisch substituierten Triazine der Formel (2), d.h. solche mit zwei
gleichen Substituenten am Triazinring, wie die Verbindungen der Formeln
(3)
109882/1978
2Ί 323
worin R2, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und B.c Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlen-.5
Stoffatomen darstellen und R, und X die angegebene Bedeutung
| haben/ die | Verbindungen der | >—x~o | Formel | -OH |
| R4 | JJ | |||
| (4) | HO—^2 | "V-x—< | ||
| E5 - | \j— | I N |
||
| =P ' \ OR3 |
||||
worin R..^ R1,, R1- und X die angegebene Bedeutung haben,
die Verbindungen der Formel
(5)
c—x—CS>—oh
worin R^ einen verzweigten Alkylrest mit
3 oder 4 Kohlenstoffatomen und R7 Wasserstoff, Methyl
oder einen verzweigten Alkylrest mit 3 oder 4 Kohlen-
x ■
stoffatomen darstellen .und R-. und X die angegebene Bedeutung
haben und die Verbindungen der Formel
109882/1978
C(CH3) N C(GE3)
worin X und R-. die angegebene Bedeutung haben.
R-. stellt in diesen Formeln vorzugsweise eine geradketti ge '
Alkylgruppe mit 1 bis 18, insbesondere mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen dar.
Die Verbindungen der Formel (l) werden zweckmäs'sig
hergestellt, indem man eine Verbindung der Formel
(7) HO—A--Z—C Ci—Z1—A1—OH
H I
NN -
Hai
worin Hai ein Halogenatom bedeutet und A, A', Z und Z'
die angegebene Bedeutung haben, mit einer Verbindung der Formel
(8) P OR1
OR"
109882/197«
umsetzt, worin R und R1 die angegebene Bedeutung haben
und R" gleich oder verschieden von R bzw. R1 ist und einen
gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cycloalkyl- oder Phenylrest
bedeutet.
■ Zur Herstellung der Triazinderivate der Formel (2) setzt man eine Verbindung der Formel - , -
(9)
Hai
worin Hai ein Halogenatom bedeutet und R,, R', Rp, R',
X und XT die angegebene Bedeutung haben, mit einem Phosphit
der Formel ' ,
(10)
um, worin R., die angegebene Bedeutung hat.
In den Formeln (7) und (9) steht für Halogen vorzugsweise Chlor.
Die Umsetzung kann in einem gegen die Reaktionspartner inerten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemlsch
vorgenommen werden. Als Lösungsmittel kommen z.B. in Frage: Dichlorbenzol,' Trichlorbenzol, Perchlorathylen,
Diäthylenglykoldialkylather, p-Cymol.
109882/1978
Vorzugsweise wird die Umsetzung aber in der Schmelze durchgeführt, wobei mit Vorteil unter einer Inertgasatmosphäre,
beispielsweise unter Stickstoff, gearbeitet
wird. Die Reaktion wird dabei zwischen 40 und 220 C, vorzugsweise
zwischen 100 und 200° (^durchgeführt, wobei die Reaktionsdauer einige Minuten bis einige Stunden, im allgemeinen
1/2 bis 5 Stunden, betragen kann. Die Reaktionsdauer hängt in erster Linie von der gewählten Reaktionstemperatur ab. Die Reaktionsdauer hängt andererseits auch
davon ab, in welchem Umfange das bei der Reaktion entstehende Halogenid, im allgemeinen ein Chlorid, zur Verschiebung
des Gleichgewichts zugunsten der erfindungsgemässen
Triazinderivate aus dem Reaktipnsgemxsch entfernt wird. Zwecks Entfernung des Halogenids mittels Destillation führt man deshalb
die Reaktion mit Vorteil (vor allem dann, wenn höhermolekulare Halogenide entstehen) unter vermindertem
Druck durch. Dabei destilliert gleichzeitig gegebenenfalls vorhandenes Lösungsmittel weg, so dass die erfindungsgemässen
Verbindungen nach Beendigung der Reaktion in mehr
« oder weniger reinem Zustand unmittelbar zurückbleiben.
Die für das vorliegende Verfahren als Ausgangsstoffe zu verwendenden Monohalogentriazine sind in an sich
bekannter V/eise zugänglich, beispielsweise wie in der -r Pat ent schrift 3 255 I9I. beschrieben.
109882/1978
Die beschriebenen neuen Verbindungen stellen wertvolle Antioxydantien dar, d.h. sie eignen sich zur Stabilisierung
organischer Materialien gegen oxydative Zersetzung, worunter vor allem thermisch beschleunigte Oxadation zu verstehen sind. Als
Materialien, die geschützt werden können, kommen in Betracht:
1. Polymere, die sich von einfach oder doppelt ungesättigten Kohlenwasserstoffen ableiten, wie Polyäthylen, das gegebenenfalls
vernetzt sein kann, Polypropylen, Polyisobutylen, PoIymethylenbuten-1,
Polymethylpenten-1,'Polybuten-1, Polyisopren,
Polybutadien, Polystyrol, Polyisobutylen. Copolymere der den genannten Homopolymeren zugrundeliegenden
Monomeren, wie Aethylen-Propylen-Copolymere, Propylen-Buten-1-Copolymere,
Propylen-Isobutylen-Copolymere, Styrol-Butadien-Copolymere, sowie Terpolymere von Aethylen und Propylen mit
einem Dien, wie z.B. Hexadien, Dicyclopentadien oder Aethylidennorbonen;
Mischungen der oben genannten Homopolymeren, wie beispielsweise Gemische von Polypropylen und Polyäthylen, Polypropylen
und Poly-Buten-1, Polypropylen und Polyisobutylen.
2. Halogenhaltige Vinylpolymere, wie Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid,
Polyvinylfluorid, aber auch Polychloropren und Chlorkautschuke»
5. Polymere, die sich von α,ß-ungesättigten Säuren und deren
Derivaten ableiten, wie Polyacrylate und Polymethacrylate, Polyacrylamide und Polyacrylnitril, sowie deren Copolymere mit anderen
Vinylverbindungen, wie Acrylnitril/Butadien/Styrol, Acrylnitril/
Styrol und Acrylnitril/Styrol/Acrylester-Copolymerisate.
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4. Polymere, die sich von ungesättigten Alkoholen und Aminen
bzw. deren AryIderivaten oder Acetalen ableiten, wie Polyvinylalkohol,
Polyvinylacetat,~stearat,-benzoat,-maleat, Polyvinylbutyral Polyallylphthalat, PolyalJLylmelamin und deren Copolymere
mit anderen Vinylverbindungen, wie Aethylen/Vinylacetat-Copolymere.
5. Homo- und Copolymere, die sich von Epoxyden ableiten, wie
Polyäthylenoxyd oder die Polymerisate, die sich von Bisglycidyläthern
ableiten. '
6. Polyacetale, wie Polyoxymethylen und Polyoxyäthylen, sowie
solche Polyoxymethylene die als Comonomer Aethylenoxyd enthalten.
7fc Polyphenylenoxyde.
8. Polyurethane und Polyharnstoffe.
9. Polycarbonate.
10. Polysulfone. (
11. Polyamide und Copolyamide, die sich von Diaminen und Dicarbonsäuren
und/oder von Aminocarbonsäuren oder den entsprechenden Lactamen ableiten, wie Polyamid 6, Polyamid 6/6, Polyamid 6/IO,
Polaymid 11, Polyamid 12.
12. Polyester, die sich von Dicarbonsäuren und Dialkoholen und/ oder von Hydroxycarbonsäuren oder den entsprechenden Lactonen ableiten,
wie Polyäthylengiykolterephtalat, Poly-1,4-dimethylolcyclohexanterephtalat.
10 9882/1978
IJ. Vernetzte Polymerisate, die sich von Aldehyden einerseits
und Phenolen, Harnstoffen und Melaminen andererseits ableiten,
wie Phenol-Formaldehyd-, Harnstoff-Formaldehyd- und Melamln-Formaldehydharze.
14. Alkydharze, wie Glycerin-Phtalsäure-Harze und deren Gemische
mit Melamin-Formaldehydharze.
15. Ungesättigte Polyesterharze, die sich von Copolyestern
gesättigter- und ungesättigter Dicarbonsäuren mit mehrwertigen Alkoholen, sowie Vinylverbindungen als Vernetzungsmitteln ableiten,
wie auch deren halogenhaltige, sehwerbrennbare Modifikationen.
16. Natürliche Polymere, wie Cellulose, Gummi, Proteinen, sowie
deren polymerhomologchemisch abgewandelte Derivate, wie Celluloseacetate,-propionate und -butyrate, bzw. die Celluloseäther,
wie Methylcellulose.
Für eine gute Antioxydanswirkung reichen 0,01 bis 5 $, vorzugsweise 0,1 bis 2 %3 der erfindungsgemässen Verbindungen,
bezogen auf das zu schützende Substrat, im allgemeinen aus. Die Antioxydantien können in die zu schützenden Materialien
allein oder zusammen mit anderen Zusätzen, wie Weichmachern,
Pigmenten, Lichtschutzmitteln (UV-Absorbern), weiteren Antioxydantien, optischen Aufhellmitteln, mit oder ohne Hilfe von
Lösungsmitteln eingearbeitet werden.
Die gute stabilisierende Wirkung der neuen Verbindungen zeigt sich z.B. unter beschleunigten Alterungsbodirigungen
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bei Temperaturen über 100 C. Ein diesen Bedingungen unterworfenes
Polypropylen, das ein Antioxydans enthält, zeigt erst nach sehr viel längerer Zeit Anzeichen einer Verfärbung bzw.
eines Brüchigwerdens des Materials, verglichen mit einem' stabilisatorfreien Polypropylen.
In der Beschreibung und den Beispielen bedeuten, wenn nichts anderes angegeben, Teile immer Gewichtsteile und
Prozente immer Gewichtsprozente. Die Schmelzpunkte der neuen Verbindungen sind nicht korrigiert.
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Beispiel 1
11,1 Teile der Verbindung der Formel
Cl C
(11)
(CH J, C * *
werden zusammen mit 8,3 Teilen Triäthylphosphit unter Stickstoff
atmosphäre während 3 Stunden auf l40 bis 145 C erhitzt.
Darauf löst man die Schmelze in -45 Teilen Chloroform, gibt
50 Teile Hexan dazu, engt auf das halbe Volumen ein und kühlt
auf 0 C ab. Das dabei ausgefallene Produkt wird abgenutscht
und mit Hexan gewaschen. Man erhält 11,3 Teile der Verbindung
der Formel: . Stabilisator Nr. 1
Schmelzpunkt l4$°C
109882/1978
Zu der als Ausgangsprodukt verwendeten Verbindung der Formel (11) mit dem Schmelzpunkt 23 7 bis
219° C gelangt man in 86 $iger Ausbeute durch Umsetzen von 18,5 Teilen Cyanurchlorid mit 44,5 Teilen
2,6-Di-tert.butyl-hydrochinon in 250 Teilen Aceton,
indem man bei 35 bis 40° C im Verlaufe von 5 Stunden
eine Lösung von 8 Teilen Natriumhydroxid in 195 Teilen Wasser derart zutropfen lässt, dass der pH-Yfert nicht über
steigt. Die entstandene Suspension wird hierauf auf 0° C abgekühlt, das ausgefallene Produkt abgenutscht ,
mit Wasser gewaschen und getrocknet.
In analoger Weise werden bei Verwendung der Verbindungen der Formeln
CH(CH5)
109882/1978
l4 -
(14)
C—NH
(15) Β
(16) B
(17) H
109-882/137
die Verbindungen der Formeln
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(18) H
C NH-
CH3 OH
"3
(19)
Stabilisator Nr. 2
P(CH-),
Schmelzpunkt 244 bis 246°C
OG2H5
CH(CH-.)
Schmelzpunkt 115
Stabilisator Nr. 3 2 2
OH
CH(CH,)
CH(CH,)
Stabilisator Nr. 4
I/OC2H5
D=P
Stabilisator Nr. 5
C(CH-)
109882/1978
"■ Stabilisator Nr.. 6
C (CH3) 3 J\
HO—-C3 ilH—C C-
C(CH5)
■Stabilisator Nr. 7
c(cii5)5
OH
OC2H,
\Λ2^
O=P
3^
Η0-/Λ-
Η0-/Λ-
CH.
-NH-
ft
Qr-
O = P
Schmelzpunkt 108° Zersetzung Stabilisator Kr. 8
-NH:
CH3 VOH
Stabilisator Nr. 9
OH-0—0
O=P
Schmelzpunkt bis 212 bis 2Γ3 C
erhalten.
1QS882/197?
Beispiel 2
5,5 Teile der Verbindung der Formel (11) werden zusammen mit 9,1 Teilen Trioctadecylphosphit unter Stickstoffatmosphäre
bei 50 C geschmolzen. Hierauf wird unter
Vakuum (0,5 Torr) auf 180 C aufgeheizt und das entstehende Octadecylchlorid abdestilliert. Nach 30 Minuten ist die
Reaktion beendet. Es werden 11 Teile eines gelben, dickflüssigen OeIs erhalten, woraus nach Chromatographie an
Silicagel und Extraktion mit Chloroform die Verbindung der Formel
. Stabilisator Nr.
£_>—OH
(CH VC £
O=P
0C18H37
isoliert wird.
Schmelzpunkt nach Umkristallisation aus Aceton/V/asser
40° bis 4l°C.
10S882/1978
Formel
In analoger V/eise -wird die Verbindung der
Stabilisator Nr. 11
O=P
erhalten. Schmelzpunkt 95 bis 96° C.
In analoger Weise können bei Verwendung der Verbindungen der Formeln (11), (12), (13) und
die Verbindungen der Formeln'
C(CH5)
Stabilisator Nr. 12
C(CH^).
Stabilisator Nr
tOO18H37
O=P
10988 2/1978
Stabilisator.Nr.
PiCH5)3
C(CH3)
O=P
Stabilisator Nr. 15
O=P
37
Stabilisator Nr. 16
Schraelzpunkt 259 bis 260°C
109882/1978
C(CH )
HO-/])— C(CH3J3
- 21 -
Stabilisator Nr.17 C(J
Pel
Ber: C 70.40 H 9.88 N 4.48 Get: 70.48 10.06 4.55
0 =
Stabilisator Nr.
OH-
-0
.0 _/ ypH
\ C (CH,
/C8H17
C=P.
Ber: C 68.33 H 9-27 N 5-P9
Gef: 68.06 9.31 5.27
\s '
HO-
Stabilisator Nr.
O=P
/0CH3
OCH.
Q—
C(CH ) / 3^
VOH
Schmelzpunkt 207 -
2P8°C
erhalten werden.
109882/1978
Die folgenden, vorbekannten Stabilisatoren wurden als Vergleichsverbindungen in den Anwendungsbeispielen mitgeprüft:
2,6-Di-tert.butyl-4-methylphenol
Methylen-bis-(3-methyl~4-hydroxy-5-tert.buty!benzol)
Thio-bis- (2-methy1-4-hydroxy-5-tert.butylbenzol)
2,4~ (3,5-Di-tert. buty 1-4-hydroxyphenylamino)-6-octylmercapto-l,3*5-triazin
Pentaerythrit-tetrakis-(3-[3,5-di-tert
butyl-4-hydroxyphenyI]-propionat)
2.- (2'-Hydroxy-S'-methy!phenyl)-benztriazol
Stabilisator Nr. 20 Stabilisator Hr. 21 Stabilisator Nr. 22
Stabilisator Nr. 23 Stabilisator Nr. 24
Stabilisator Nr. 25
109882/1978
Beispiel 3
Eine Mischung aus LOO Teilen nicht-stabilisiertem Polypropylen (Profax 6501, Hercules Powder) und 0,2 Teilen
einer Verbindung nach untenstehender Tabelle A wird auf dem Kalander bei 170°C zu einem Fell verarbeitet und anschliessend
bei 2300C und einem Druck von 40 kg/cm zu einer
Platte von, 1 mm Dicke gepresst. Die so erhaltenen Platten werden bei l40 C (Luft, Normaldruck) einer beschleunigten
Sauerstoffalterung unterworfen. Die Zeit, die bis zum Auftreten
der ersten von Auge wahrnehmbaren Risse verstreicht, ist ein Mass für die antioxydative Wirkung der zugesetzten
Verbindung.
| Zugesetzte Verbindung (Stabilisator Nr.) |
Zeit bis Rissbildung in Stunden bei l40°C |
| ohne Zusatz | 5 |
| k. Handelsübliche Antioxi dantien |
25 28 100 260 |
| 20 21 22 2> |
780 1030 19 7 8 71° 1220 |
| B. Erfindungsgemässe Verbindungen |
|
| 1 11 17 10 9882/ 18 |
Beispiel 4
100 Teile Polypropylen (Schmelzindex J>,2.) werden in
einem Brabender-Plastographen während 10 Minuten bei 200 C mit den in den nachstehenden Tabellen B und C aufgeführten
Stabilisatoren geknetet. Eine homogene Verteilung der Stabilisatoren ist damit gewährleistet. Die derart erhaltene Masse
wird anschliessend in einer Plattenpresse bei 250 C Plattentemperatur
zu 1 mm dicken Platten gepresst. Aus den derart erhaltenen Platten werden mit Hilfe eines Mikrotoms Späne
(Schnitzel) von 25 μ-Dicke geschnitten. Diese Schnitzel werden zwischen Gittern aus rostfreiem Stahl eingeklemmt und
die so erhaltenen Probenträger in einem Umluftofen aufgehängt
und bei 135°C bzw. ΐ4γ°0 gealtert. Als Endpunkt wird die Zeit
genommen., nach der beim leichten Anklopfen an die Gitter abgebautes
Polypropylen in pulverisierter Form herausfällt (Kontrolle 1 - 2 χ täglich).
Resultate siehe Tabelle B und C.
Resultate siehe Tabelle B und C.
109882/1978
| Zugesetzte Verbindung | Zeit bis zur | Zersetzung in Stunden |
| (Stabilisator Nr. ) | bei 135° | C bei 1470C |
| Ohne Zusatz | 20 | 10 |
| A. Handelsübliche Antioxi dantien |
||
| 0,2 % 20 0,2 % 21 0,2 % 22 |
20 50 120 |
. 10 20 35 |
| B. Erfindungsgemässe Ver bindungen |
||
| 0,2 % 1 0,2 % 3 0,2 % JLO 0,2 % JLL 0,2 % 17 |
165 165 230 310 38O |
65 65 95 120 I6O |
109882/1978
- 2b
Tabelle C
| Zugesetzte Verbindung (Stabilisator Nr. ) |
1 % | ' 20 | + 0,3 % DLTDP*) | Zeit bis. zur | Zersetzung in Stunden |
| 0, | 1 % | + 0,3·^ " | bei 135° | bei ΐ4γ° | |
| 0, | 1% | + 0,3 % " | 40 | 15 | |
| 0, | 1 % | _1 | + 0,3 % DLTDP | 60 | 20 |
| 0, | 1 % | 3 | + -0,3-Si M | 140 | 48 |
| "0, | 1 % | IO | + 0,3 % " | 165 | 65 |
| 0, | 1 % | Ii | + 0,3 % " | 240 | 95 |
| 0, | 1 % | IZ | + 0,3 % " | 360 | 130 |
| 0, | 380 | 160 | |||
| 38O | 160 |
*) Dilaurylthiodipropionat
109882/1978
38 g Niederdruck-Polyäthylen werden zusammen mit 0,1 # eines
in der untenstehenden Tabelle D angegebenen Additive in einem Brabender-Plastographen geknetet, wobei das durch den Knetwiderstand
hervorgerufene Drehmoment kontinuierlich registriert wird. Der Abbau des Polymeren gibt sich in einem raschen Abfall
des Drehmomentes nach einer für das Additiv charakteristischen Induktionsperiode zu erkennen:
| Stabilisator Nr. | Induktionsperiode in Minuten |
| ohne Zusatz 1 2 10 |
20 50 40 65 |
109882/1978
Beispiel' 6
100 Teile Polyamid 6 - Granulat werden mit 0,5 Teilen TrisnonylphenyIphosphit
und 0,5 Teilen eines in der nachstehenden
Tabelle E aufgeführten Additive gemischt, in einem Laborgelimat verarbeitet und hernach bei 260°C zu 1 mm - Prüf platten ausgepresst
Die Platten werden in einem Umluftofen bei l40 C einer beschleunigten
Alterung μηΐβΓΥ/ΟΓίΘη. Die stabilisierende Wirkung .der
Additive wird nach der Sprödigkeit der Folien beurteilt.
| Stabilisator Nr. | Spröde nach Stunden |
| ohne Zusatz | 18 |
| 1 | 25 |
| 2 | 54 |
| 34 | |
| 11 | 27 |
109882/1978
- 29 Beispiel· J
100 g unstabilisiertes Polyamid 12 - Granulat ("Vestamid
L 1901" der Chem. Werke Hüls) wird gründlich mit 1,0 Gramm
eines der in nachstehenden Tabelle P aufgeführten Stabilisators gemischt, in einem Labor-Gelimat verarbeitet und in
einer Plattenpresse bei 260 C zu 1 mm-Prüfplatten ausgepresst.
ο An den Platten wird die Ofenalterungsstabilität bei I50 C
nach 2, 5* 10 und 20 Tagen, durch Bestimmung der Viskosität
0,5-prozentiger m-Cresol-Lösungen, geprüft. Gleichzeitig
wird eine unstabiliserte Vergleichsprobe, die aber sonst gleich verarbeitet worden war, mitgeprüft. Die relativen Viskositäten
(Viskosität der Lösung dividiert durch die Viskosität des reinen Lösungsmittel bei derselben Temperatur) nach den angegebenen
Ofenalterungszeiten wird in Tabelle P angegeben.
■Tabelle ·Ρ
| Stabilisator Nr. | Relative Viskosität in m-Oresol nach Ofenalterung bei 1500C | Nach 2. Tagen | Nach j? Tagen | Nach JLO Tagen | Nach _20 Tagen | |
| ohne Zusatz | Nach JD Tagen | 1,60 | 1,48 | 1,45 | 1,40 | |
| 20 21 22 |
i,8i | 1,65 1,64 1,61 |
1,49 1,51' 1,50 |
1,42 1,42 1,41 |
1,40 1,42 1,40 |
|
| mm C ei |
! 2 5 9 10 11 19 |
1,85 1,84 1,84 |
1,85 • 1,84 1,87 1,90 1,89 1,86 |
1,79 1,75 1,85 . ,1,84 1,82 1,86 |
1,65 1,59 1,62 1,76 1,70 1,68 |
1,54 O 1,49 1,54 1,60 1,56 1,55 _ ro — |
| N % a |
1,85 1,85 1,85 1,86 1,84 1,84 |
Kommerzieller EPDM Kautschuk der Dutch Staatsmjinen wird
durch Lösen in heissem Toluol und Ausfällen mit Methanol vom Stabilisator befreit. Proben von je 40 g des getrockneten,
stabilisatorfreien Materials werden zusammen mit 0,2 % eines
der in untenstehender Tabelle G aufgeführten Additivs in einem Brabender-Plastographen geknetet, wobei das durch den
Knetwiderstand hervorgerufene Drehmoment kontinuierlich registriert wird. (Tabelle: Direkt an der Waage abgelesenes
Drehmoment in Gramm). Gleichzeitig wird nach 7*15 und 25
Minuten je eine Probe auf den Gelgehalt (in Hexan unlösliche Anteile) untersucht. Die Gelgehalte nehmen mit fortschreitender
Alterung, d.h. Vernetzung des Polymeren, zu.
| Stabilisator Nr. | Drehmoment in Gramm nach: 7 Min. 15 Min. 25 Min. |
3300 3450 3400 3400 |
2600 3400 3300 3400 |
20 0 0 0 1978 |
35 7 10 8 |
| ohne Zusatz 10 11 17 |
3900 3800 3700 3700 |
Gelgehalt in Prozenten nach: 7 Mi.n. 15 Min. 25 Min. |
|||
| 3 0 0 0 109882/ |
|||||
| ohne Zusatz 10 11 17 |
-Beispie-1-9
Je 0,25 Teile der Additive der Tabelle H werden in 100 Teilen einer 25-prozentigen Polyurethanlösung (ESTANE 5707 der Firma
"Goodrich") kalt gelöst.
Auf einer Glasplatte werden aus diesen Lösungen mit einem Filmaiehgerät ca. 400 μ dicke Filme gezogen, welche nach ca.
10 Minuten Umlufttrocknung bei l40 C zu Filmen mit einer Enddicke
von 100 μ austrocknen. Die Stabilisatoren liegen demnach in den Filmen in einer Konzentration von 10 % vor. Proben
dieser Filme werden bis zur einsetzenden,, visuell wahrnehmbaren
Vergilbung in einem Xenotestgerät auf weissem Karten— grund belichtet.
| Stabilisator Nr. | 10Ϊ | Belichtungszeit | 882/1978 | für deutliche | 600 |
| Vergilbung in | Stunden. | ||||
| ohne Zusatz | 150 | 5ΟΟ-6ΟΟ | |||
| 25 | 25Ο-3ΟΟ | ||||
| 2 | 300 | 5ΟΟ-6ΟΟ | |||
| 2 + 25 | |||||
| 9 | 300 | 6OO | |||
| 9 + 25 | |||||
| 11 | 300 | ||||
| 11 + 25 | |||||
| 19 | 350 | ||||
| 19 + 25 | |||||
Elastomerfasern eines linearen Polyurethans (Enkaswing S5A
der Pa. AKU, Holland) werden aus 20^Lger Dimethylacetamidlösung
versponnen und die Paser in einem Toluolbad ausgefällt.
Dem Fällbad werden zugesetzt:
1,5 % des Stabilisators 10
1,5 # 2-(2fHydroxy-3I,5'-di-tert.butylphenyl)-
5-chlor-benzotriazol
1,5 % Dilaurylthiodipropionat 2 % Aethylendiamin
2 % Siliconöl
Als Vergleiehsprobe dient eine Faser, welche auf gleichem Wege, aber ohne Zusatz des erfindungsgemassen Antioxidans
zum Fällbad hergestellt wird.
Beide Faserproben werden 15 Stunden lang bei 105 C in
einem Trockenschrank künstlich gealtert, wobei beobachtet
wird, dass die nicht stabilisierte Faser deutlich vergilbt, während die stabilisierte Faser keine Verfärbungserscheinungen
zeigt.
109882/197S
■Beispiel—'M:
100 Teile unstabilisiertes Homo-Polyacetal (Polyformaldehyd,
Herkunft: Societa Italiana Resine) werden mit 1,5 Teilen Kalziumstearat und 0,2 Teilen eines der in der
folgenden Tabelle I genannten Additive gemischt, auf einem Zweiwalzenstuhl während 15 Minuten verarbeitet und das Walzfell
abgezogen. Je 10 mg der stabilisierten Proben werden
auf der Schale einer empfindlichen Thermowaage auf 220 C erhitzt. Der Gewichtsverlust der Proben (in Prozenten) wird
kontinuierlich registriert.
| Stabilisator Kr. | Gewichtsverlust | ■ 10 Min.· | in % nach |
| ■5 "Min.· ■ | 22 | 15 Min. | |
| ohne Zusatz | 12 | 9 | 51 |
| i | 12 | 15 | |
| 10 | 5 | 10 | 17 |
| 11 | 12 | 15 | |
| 17 | 7 | 19 |
109882/197 8
-Beispiel· 12
.100 Teile Polyraethylmethacrylat ("Resarit 400") werden mit
1,5 Teilen eines in nachstehender Tabelle K aufgeführten Additivs
intensiv gemischt. Das erhaltene Gemisch wird in einem Laborextruder extrudiert und anschliessend granuliert. Das
erhaltene Granulat wird anschliessend noch 25 mal umgranuliert,
Nach der 5·, 15. und 25. Extrusion wird eine Probe des Granulates zu einer 1 mm dicken Platte verpresst, welche nach ihrer
Farbe beurteilt wird.
| Additiv Nr. | Farbe des Kunststoffes nach | 15 Extrusionen | 25 Extrusionen |
| 5 Extrusionen | tiefgeIb | braun | |
| ohne Zusatz | gelb | farblos | leicht gelb |
| 1 | farblos | farblos | leicht gelb |
| 17 | farblos | farblos | leicht gelb |
| 18 | farblos | farblos | leicht gelb : |
| 19 | farblos |
109882/197 8
Claims (1)
- worin A und A1 gleich oder verschieden sind und einen ge-.gebenenfalls substituierten Phenylenrest bedeuten/ der inPosition 1 an E "bzw. Z1 gebunden ist ■·-■-:. - '—>- ··--und in Position k eine Hydroxylgruppe trägt, Z und Z1 gleich oder verschieden sind und ein Brückenglied -0-, -S- oder -KQ-, mit der Bedeutung Viasserstoff, Alkyl, Alkoxy oder -CN für Q darstellt, R und R' gleich oder verschieden sind und einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cycloalkyl- oder Benzolrest bedeuten. ' :£?. Neue Triazinderivate gemäss Patentanspruch I1 die der Formelentsprechen, 109882/1978worin R^ und R| gleich oder verschieden sind und eine .Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, R2 und R' gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, R.. eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe und X und X1 gleich oder verschieden sind und ein Brückenglied -0- oder -NH- bedeuten. ' · " " -3. Neue Triazinderivate gemäss Patentanspruch \ die der Formel .' . ■-entsprechen,worin R, eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen3 ■ ■ · ' · ioder eine Phenylgruppe, Rj. eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R^ Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellen und X ein Brückenglied -0- oder -NH- bedeutet. .4· Neue Triazinderivate gemäss Patentanspruch 1, die der Formelentsprechen, VJorin R, eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe, Rj, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R^- V/asserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis h Kohlenstoffatomen darstellen und X ein Brückenglied -0- oder -NH- bedeutet.5· Neue Triazinderivate gemäss Patentanspruch 1, dieder Formel - - * - 'N . R6entsprechen,worin FL eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe, Rg einen verzweigten Alkylrest mit 3 oder h Kohlenstoffatomen und R„ Wasserstoff, Methyl oder einen verzweigten Alkylrest mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen darstellen und X ein Brückenglied -O- oder -NH- bedeutet.6. · - Neue Triazinderivate gemäss Patentanspruch 1 , die der Formel " - -· .C(OT,), A - ,C(CH5)3-OH
C(CH^)5.'■ entsprechen, worin R-, eine Alleylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe und X ein Brückenglied -0- oder
-NH- bedeuten.7. Verwendung der in einem der Ansprüche 1 bis 6
definierten Verbindungen als Antioxydantien für organische
Materialien. " ■109882/1978
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4052279A (en) * | 1974-10-10 | 1977-10-04 | Raychem Corporation | Hydroxy aromatic compound containing sulfur and an organic phosphonate as polymer antioxidant |
| DE2745075A1 (de) * | 1976-10-18 | 1978-04-20 | Ciba Geigy Ag | Neue triazin-stabilisatoren |
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| IT1262925B (it) * | 1992-01-10 | 1996-07-22 | Roberto Cipolli | Composizioni polimeriche autoestinguenti |
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| US4148747A (en) * | 1973-10-11 | 1979-04-10 | Raychem Corporation | Antioxidant comprising a hydroxy aromatic compound containing sulfur and an organic phosphonate |
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