DE2131010A1 - Zahnaerztliches instrument zum extrahieren von fadenfoermigen objekten aus wurzelkanaelen - Google Patents
Zahnaerztliches instrument zum extrahieren von fadenfoermigen objekten aus wurzelkanaelenInfo
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- A61C5/46—Nerve extractors, e.g. needles; Means for removing broken parts of endodontic instruments
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Description
- Zahnärztliches Instrument zum Extrahieren von fadenförmigen Objekten aus Wurzelkanälen.
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Instrument zum Extrahieren von fadenförmigen Objekten, die in Wurzelkanälen festgehalten werden.
- Bekanntlich benutzen Zahnärzte häufig fadenförmig ausgebildete Instrumente wie z.B. Schaber, Kratzer oder Nervnadeln, die durch ein Gerät in hin und her. erfolgende Drehbewegungen versetzt werden und ein gleichmäßiges Ausfräsen oder Ausräumen von Zahnkanälen gestatten. Trotz ihrer Biegsamkeit kommt es manchmal vor, daß diese kleinen Instrumente abbrechen, und es ist dann schwierig, sie wieder zu entfernen.
- Bei anderen Behandlungen ist der Arzt oft vor die Aufgabe gestellt, andere Objekte aus Zahnwurzelkanälen herauszuziehen, die in diesen festgehalten werden oder von denen sich Stücke in diesen Kanälen befinden. Die üblichen Zangen sind im allgemeinen nicht fein genug, um in einen Zahnwurzelkanal eingeführt zu werden und die fadenförmigen Objekte herauszuziehen. Durch die Erfindung soll daher ein zahnärztliches Instrument geschaffen werden, das teilweise in einen Zahnwurzelkanal einführbar ist und gestattet, ein sich in diesem befindliches Objekt einzuklemmen und herauszuziehen.
- Das erfindungsgemäß vorgeschlagene zahnärztliche Instrument ist gekennzeichnet durch ein langgestrecktes Rohr, das an seinem einen Ende eine zum Inneren des Rohrs hin weisende erste Anlagefläche aufweist, und einen innerhalb des Rohrs in Axialrichtung beweglichen Schaft, der an seinem äuBeren Ende einen verjüngten Abschnitt aufweist, der in eine zur ersten Anlagefläche komplementäre zweite Anlage fläche ausläuft und dazu dient, das Objekt bei einer zum Rohrende hin erfolgenden Verlagerung des Schaftes zwischen den beiden Flächen einzuklemmen.
- Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
- Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Instrument.
- Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform des Instrumentes.
- Fig. 3 zeigt das Aufnehmen eines fadenförmigen Objektes mit dem Instrument.
- Das in Fig. 1 dargestellte Instrument besteht aus einem langgestreckten Rohr 1 von einigen Zentimetern Länge, das an seinem oberen Ende eine Anlagefläche 2 aufweist, die beispielsweise kegelstumpfförmig ausgebildet ist und zum Inneren 3 des Rohrs 1 weist. Der Zugang zum Innenraum des Rohrs wird durch eine Verlängerung 4 der Anlagefläche 2 von ebenfalls kegelstumpfförmiger Formgebung erleichtert, welche den äußeren Abschnitt des Rohrs 1 bildet und sich nach außen hin erweitert. Das andere Ende 5 des Rohrs ist fest mit einem Heft oder Griff 6 des Instruments verbunden.
- Ein langgestreckter Schaft 7, der sich im Inneren des Rohrs 1 befindet, weist an seinem oberen Ende einen verjüngten Axialabschnitt 8 auf, der in ein Kopfstück ausläuft, das eine zur ersten Anlagefläche 2 des Rohrs komplementäre Anlagefläche 9 aufweist, die also ebenfalls kegelstumpfförmig ausgebildet ist und an ihrem Scheitel im wesentlichen den gleichen Winkel aufweist.
- Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform besteht die Anlagefläche 9 aus-der Umfangsfl.De eines Kegels, da die Anlagefläche 2 des Rohrs 1 kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Das untere Ende 10 des Schaftes 7 ist fest mit dem Körper einer Schraube 11 verbunden, die an ihrem Ende einen Rändelkopf 12 trägt. Das Heft 6 ist bei 13 mit einem Innengewinde versehen, welches die Verlagerung des Schaftes 7 in dem Rohr 1 gestattet, wenn die Schraube 11 vermittels des Rändelkopfes 12 gedreht wird.
- In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen zahnärztlichen Instruments dargestellt, bei der insbesondere die Formgebung der Anlageflächen abgeändert ist.
- Die an dem Rohr 1 befindliche Anlagefläche 2a ist hier nicht länger kegelstumpfförmig ausgebildet, sondern besteht ganz einfach aus einer Fläche eines Zahns oder einer zum Rohrinneren hin weisenden hakenförmigen Einbuchtung 14 am oberen Ende des Rohrs. Die andere Seite oder die obere Fläche 4a der Einbuchtung, die mit dem zylindrischen Ende la des Rohrs 1 verbunden ist, gestattet das Einführen des fadenförmigen Objekts in das Rohrinnere. Der verjüngte Abschnitt 8a des Schaftes 7, der in bezug auf die Achse des Schaftes 7 seitlich versetzt angeordnet ist, trägt an seinem äußeren Ende eine Anlagefläche 9a, die hier keine Drehfläche darstellt und einfach durch die Fläche eines Polyeders gebildet ist.
- Ein fest mit dem langgestreckten Schaft 7 verbundener Zapfen 15 wird bei einer Verlagerung der Schraube 11 in einem Langloch oder Schlitz 19 des Heftes 6 geführt. Der Schaft 7 ist durch eine Axialbohrung 20 in der Schraube 11 durchgeführt, wobei sich sein unteres Ende in einer Ausnehmung 21 der Schraube befindet und in dieser vermittels eines durch den Durchmesser des Schaftes durchgeführten Stiftes 22 gehalten wird. Beim Drehen der Schraube ll wird daher der Schaft 7 nicht in Drehung versetzt, sondern führt eine einfache Translationsbewegung aus. Diese Ausführungsform gestattet, das zu erfassende Objekt zwischen den Flächen 2a und 9a zu erfassen, ohne es Scherkräften auszusetzen, welche die Gefahr nach sich ziehen können, daß das Objekt noch einmal bricht. Diese Ausführung ist insbesondere für schwierige Extraktionen geeignet, während für normale Fälle die in Fig. 1 dargestellte einfachere Ausführungsform bevorzugt wird.
- Der Einsatz des Instrumentes ist sehr einfach und erfolgt entsprechend der anhand Fig. 3 dargestellten Weise, wenn ein fadenförmiges Objekt wie beispielsweise das Objekt 16 aus einem Zahnwurzelkanal extrahiert werden soll. Der Wurzelkanal wird vermittels eines Hohlbohrers vorbereitet, damit sich das Ende des Rohrs 1 in diesen einführen läßt. Das Rohr, dessen Querschnitt in der Größenordnung von einem Millimeter beträgt, wird in den Kanal eingeführt, in dem es mit der oberen Fläche 4a seiner Einbuchtung 14 das Ende 17 des Objektes erfaßt. Wenn nun das Rohr etwas weiter in den Wurzelkanal gedrückt wird, tritt das Ende 17 an der inneren Anlagefläche 2a der Einbuchtung 14 des Rohrs 1 vorbei in das Innere des Rohrs 1 ein. Dann wird der Schaft 7 (entsprechend der Darstellung in der Zeichnung) nach oben verstellt, so daß seine Anlagefläche 9a das Objekt 16 gegen die Anlagefläche 2a des Rohrs einklemmt. Während dieser Bewegung führt die Fläche 9a das Ende 17 des Objektes in den zwischen der Innenfläche des Rohrs 1 und den verjüngten Abschnitt 8a des Schaftes 7 befindlichen Raum 18 ein. Da bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Umfang des verjüngten Abschnittes 8 rundherum freiliegt, kann dieses Einführen bei dieser Ausführungsform sehr leicht erfolgen.
- Die kegelförmige Anlagefläche 9 wird dann teilweise in den von der Fläche 2 begrenzten Kegelstumpf eingeführt und verklemmt das Objekt. Infolge der verengten Öffnung 19' des Rohrs ist die Anwendung des Instruments auf das Extrahieren von Objekten beschränkt, deren Durchmesser den der Öffnung nicht überschreitet. Der Zahnarzt kann daher mehrere Instrumente mit unterschiedlichen Abmessungen zur Verfügung haben, die dann genau abgestimmte Eingriffe ermöglichen.
Claims (8)
- Patentansprüche :m Zahnärztliches Instrument zum Extrahieren von fadenförmigen Objekten, die in Wurzelkanälen festgehalten werden, gekennzeichnet durch ein langgestrecktes Rohr (1), das an seinem einen Ende eine zum Inneren (3) des Rohrs hin weisende erste Anlagefläche (2, 2a) aufweist, und einen innerhalb des Rohrs in Axialrichtung beweglichen Schaft (7), der an seinem äußeren Ende einen verjüngten Abschnitt (8, 8a) aufweist, der in eine zur ersten Anlagefläche komplementäre zweite Anlagefläche (9, 9a) ausläuft und dazu dient, das Objekt (16) bei einer zum Rohrende hin erfolgenden Verlagerung des Schaftes zwischen den beiden Flächen einzuklemmen.
- 2. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Anlageflächen (2, 9) kegelförmig ausgebildet sind.
- 3. Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die erste Anlagefläche (2) ein nach außen verbreiternder kegelstumpfförmiger Abschnitt (4) anschließt.
- 4. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Anlagefläche (2a) aus einer zahnartigen Fläche oder einer zum Inneren des Rohrs hin weisenden hakenförmigen Einbuchtung (14) besteht.
- 5. Instrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die erste Anlagefläche (2a) nach außen hin die andere Fläche (4a) der zahnförmigen Fläche oder der hakenförmigen Einbuchtung C14) anschließt, die mit dem zylindrischen Ende des Rohrs (1) verbunden ist.
- 6. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Heft (6) mit Innengewinde (13) aufweist, das andere Ende (5) des langgestreckten Rohrs (1) mit dem Heft (6) verbunden und eine einen Rändelkopf (12) aufweisende Schraube (11) in das Innengewinde (13) eingeschraubt und mit dem Schaft (7) verbunden ist.
- 7. Instrument nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein in einem Langloch (19) an dem Heft (6) verschiebbarer Zapfen (15) in Radialausrichtung an dem in dem Körper der Schraube (11) drehbar gelagerten Schaft (7) befestigt ist.
- 8. Instrument nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (7) starr mit der Schraube (11) verbunden ist.
Priority Applications (1)
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| DE2131010A DE2131010C3 (de) | 1971-06-23 | 1971-06-23 | Zahnärztliches Instrument zum Extrahieren fadenförmiger Objekte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2131010A DE2131010C3 (de) | 1971-06-23 | 1971-06-23 | Zahnärztliches Instrument zum Extrahieren fadenförmiger Objekte |
Publications (3)
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ID=5811480
Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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| DE10023195A1 (de) * | 2000-05-11 | 2001-11-15 | Hager & Meisinger Gmbh | Instrument zum Greifen in einem Zahnwurzelkanal |
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1971
- 1971-06-23 DE DE2131010A patent/DE2131010C3/de not_active Expired
Also Published As
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| DE2131010C3 (de) | 1980-06-26 |
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