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DE2129414A1 - Elektrodenanordnung zur elektrochemischen Untersuchung und/oder Konzentrationsbestimmung von im Elektrolyten enthaltenen Stoffen - Google Patents

Elektrodenanordnung zur elektrochemischen Untersuchung und/oder Konzentrationsbestimmung von im Elektrolyten enthaltenen Stoffen

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Publication number
DE2129414A1
DE2129414A1 DE19712129414 DE2129414A DE2129414A1 DE 2129414 A1 DE2129414 A1 DE 2129414A1 DE 19712129414 DE19712129414 DE 19712129414 DE 2129414 A DE2129414 A DE 2129414A DE 2129414 A1 DE2129414 A1 DE 2129414A1
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DE
Germany
Prior art keywords
electrode
measuring
electrode arrangement
arrangement according
electrolyte
Prior art date
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Pending
Application number
DE19712129414
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Richter
Christian Dipl-Phys Schubert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GALVANISCHE ELEMENTE K VEB
Original Assignee
GALVANISCHE ELEMENTE K VEB
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Filing date
Publication date
Application filed by GALVANISCHE ELEMENTE K VEB filed Critical GALVANISCHE ELEMENTE K VEB
Publication of DE2129414A1 publication Critical patent/DE2129414A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/28Electrolytic cell components
    • G01N27/30Electrodes, e.g. test electrodes; Half-cells

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Testing Resistance To Weather, Investigating Materials By Mechanical Methods (AREA)

Description

Elektrodenanordnung zur elektrochemischen. Untersuchung und/oder Konzentrationsbestimmung von im Elektrolyten enthaltenen Stoffen.
Die Erfindung betrifft eine Elektrodenanordnung für die elektrochemische Untersuchung von Elektrolytlösungen, insbesondere für die Bestimmung der Konzentration, elektrochemisch oxidierbarer oder reduzierbarer Bestandteile in Elektrolyten·
Me zu untersuchende oder zu bestimmende Substanz wird dabei durch das Aufprägen, eines geeigneten Polarisationsstromes oder einer geeigneten Polarisations spannung mittels der äußeren elektronischen Schaltung an der erfindungsgemäßen Elektrodenanordnung umgesetzt· Aus dem elektrischen Verhalten der " Elektrodenanordnung unter den beschriebenen Bedingungen lassen sich Aussagen über den elektrochemischen Oxidations— oder Reduktionsvorgang der zu untersuchenden Substanz gewinnen·
Es ist bekannt, daß beispielsweise oxidierbare oder reduzierbare Substanzen in Elektrolytlösungen durch Polarographie, Ghronopotentiometrie usw· elektrochemisch quantitativ und qualitativ untersucht werden können» Sie dazu erforderlichen Meßelektroden müssen für die entsprechende Meßmethode spezielle Bedingungen erfüllen, um reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen· Insbesondere feste Meßelektroden besitzen meist nicht die genügende Stabilität bezüglich ihrer elektrochemischen Kennwerte· Me meist verwendeten Edelmetallelektroden sind oft nur für die einmalige Messung geeignet und müssen für jede wei- j tere Messung mechanisch, chemisch, oder elektrochemisch gereinigt werden· ™
Solche Elektroden sind für die wiederholende Meßwertfassung insbesondere in der Betriebemeßtechnik nicht geeignet und bei Laboratoriumsuntersuchungen umständlich zu handhaben· Speziell die elektrochemische Aktivierung bei Sauer— Stoffentwicklung wird vielfach vorgeschlagen.
Dabei ergibt sich aber der Rachteil, daß sich speziell bei in Isolationematerial eingebetteten Mikroelektroden die effektive Elektrodenfläche durch oxidativen Verschleiß des Isolationsmaterials infolge Sauerstoffentwicklung schnell ändert und die Elektrode rasch für eine wiederholende Messung ungeeignet wird·
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Ohemisch ausgezeichnete beständige Isolationsmatsrialien, wie Teflon und andere organische Plaste, versagen bei Anwendung der Sauerstoffaktivierung, da die sich bildenden Sauerstoffgasbläschen infolge des hydrophoben Charakters von beispielsweise Teflon die Elektrode, wenn diese einen bestimmten Durchmesser unterschreitet, abdecken und die Elektrode vom Elektrolyten isoliert wird» Das meist verwendete Glasmaterial ist vor allem in alkalischen Lösungen unbeständig und hat auch in sauren Lösungen den !lachteil, daß die Ifetallelektrode-Glas-Grenzflache vom Elektrolyten unterwandert wird und bei hohen Stromdichten durch mechanische Treibkräfte bei der Gasentwicklung Glasteilchen im kritischen Grenzflächenbereich abgesprengt werden und die Elektrode bei repetierendem Betrieb versagt·
Zweck der vorliegenden Erfindung war ee, eine Heßelektrode zu schaffen, deren Umhüllungsmaterial gegenüber den herkömmlich verwendeten Umhüllungsmaterialien eine wesentlich bessere mechanische, chemische, elektrochemische und thenni- · sehe Beständigkeit gegen, die Wirkung der Sauerstoff entwicklung bei anodiseher Aktivierung im verwendeten Elektrolyten besitzt und das Umhüi lungsmaterial gleichzeitig solche Eigenschaften aufweist, daß keine Haftung der entwickelten Gasbläschen und damit eine anodische Aktivierung der Elektrode überhaupt erst für Haßzwecke ermöglicht wird· Entstehende Gasblasen, die sowohl bei der Aktivierung als auch in der eigentlichen Meßperiode auftreten können, sollen sich auch bei relativ zur Elektrolytlösung ruhender Elektrode ohne äußere Einflüsse selbständig und vollständig von der Elektrode lösen, da anhaftende Gasblasen während des Meßvorganges den Stofftransport durch Konvektion, und Diffusion in nicht reproduzierbarer Weise stören und eine eindeutige Meßwertgewinnung nicht möglich ist·
Erfindungsgemäß wird zur Lösung der Aufgabe ein Umhüllungsmaterial eingesetzt, welches den Randwinkel Hull mit dem Elektrolyten bildet, der Elektrolyt damit auf diesem Material spreitet und welches gleichzeitig gegenüber den bisher verwendeten Umhüllungsmaterialien, eine wesentlich verbesserte mechanische, chemische, elektrochemische und thermische Stabilität gegenüber dem Elektrolyten und den Verschleißwirkungen der angewendeten elektrochemischen Prozesse, die aft der Meßelektrode und am Umhüllungsmaterial ablaufen, speziell der Sauerstoff entwicklung bei der Tor aktivierung der Meßelektrode, besitzt·
Die Ablösung dir Gasbläschen bei dieser Elektrodenkombination und bei den nachfolgend beschriebenen erfolgt ohne Störung natürlich nur dann, wenn die
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Auftriebskomponente für die Gasbläschen bezüglich der Elektrodenfläche geeig- · net gerichtet ist, was durch* eine entsprechende Orientierung der Elektrodenflache im .Elektrolytgefäß erreicht wird·
Oft wird versucht, auch in der Betriebsmeßtechnik rotierende Elektroden einzusetzen, weil bei diesen Anordnungen eine definierte Konvektionsstörong in der Umgebung der Meßelektrode erzeugt werden kann und unerwünschte an der Elektrode und dem Umhüllungsmaterial haftende Gasbläschen auf diese Weise entfernt werden können·
Sie erfindungsgemäße Elektrodenanordnung macht unter bestimmten Einsatzbedingungen die Rotation der Elektrode überflüssig und vereinfacht deshalb die Untersuchung von Elektrolytlösungen, insbesondere dann, wenn in der Meßphase ein Reaktionspartner der beim Meßvorgang ablaufenden elektrochemischen. Reaktion gasförmig ist, weil diese Gasbläschen auf Grund der genannten Randwinke lbedingung an den Meßelektroden und am Umhüllungsmaterial nicht haften können, damit die Konvektion und Diffusion während des Meßvorganges nicht stören und in vielen Fällen überhaupt erst eine reproduzierbare Messung sum Zwecke der Untersuchung und/oder Zonzentrationsbestimmung des Elektrolyt es oder der darin enthaltenen Stoffe auf elektrochemischen Wege deshalb ermöglicht wird.
Als Umhüllungsmaterial ist dafür beispielsweise eine Mischung aus Epoxidharz und Kaolin geeignet, wenn ein bestimmtes Mischungsverhältnis eingehalten wird und Kaolin in genügend kleiner Korngröße vorliegt·
Insbesondere ist eine elektrochemische oxidierte Titanoberfläche geeignet· Erfindungsgemäß wird dabei eine Edelmetallelektrode oder eine andere für die zu untersuchende Substanz geeignete Elektrode in ein Stück Titan oder andere passivierbare Metalle eingepreßt und daraus durch mechanisches Abschleifen eine Mikroelektrode hergestellt·
Das metallische Umhüllungsmaterial wird elektrolytisch oder chemisch mit einer für den interessierenden elektrochemischen Vorgang passiven Schicht versehen, so daß allein der Edelmetall-Elektrodenanteil für den interessierenden elektrochemischen Vorgang aktiv bleibt· Für Konzentrationsbestimmung genügt, daß sich die Teilstromdichten auf den beiden elektrochemisch unter*- schiedlichen Elektrodenflächen um zwei bis drei Größenordnungen unterscheiden»
Solcherart hergestelltes Umhüllungsmaterial besitzt einen ausgezeichneten hydrophilen Charakter·
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Die beispielsweise auf Titan erzeugte Passivschicht bildet mit den meisten wasserhaltigen Elektrolyten den Eandwinkel Hull» Bei periodischen Zwischenaktivierungen im Sauerstoffgebiet erfolgt neben der Aktivierung der Edelmetallelektrode gleichzeitig eine repassivierende Wirkung auf das metallische Umaüllungsmaterial· Tor allem bei hohen Temperaturen und bei im Elektrolyten gelösten reduzierenden Substanzen zeigen die Passivschichten meist eine langsam ablaufende chemische Auflösung·
Mittels der beschriebenen Zwischenaktivierung läßt sich die Passivschicht vollständig regenerieren,, wann entsprechend dem verwendeten Elektrolyt— und Slektrolytensystem bestimmte Bedingungen bezüglich der elektrischen Parameter der Zwisehenaktivierung eingehalten werden· Eine oxidativ, elektrochemisch oder anderweitig passivierte Metalloberfläche ist neben hydrophilen Kunststoff mischungen nicht die einzige Möglichkeit, eine Elektrodenkombination im beschriebenen Sinne herzustellen, deren für die Funktion wichtige Oberfläche den Randwinkel SuIl mit dem Elektrolyten bildet· Auf verschiedenen Metallen selbst spreiten viele Elektrolytlösungen·
Ea ist deshalb auch möglich) auf eine oxidative Passivierung des TJmhüllungs— metalls zu verzichten, wenn das TJmhüllungsmaterial geeignet von der Meßelektrode isoliert wird·
In den Fällen, in denen sich die Austauschstromdichten oder die Teilstromdichten bei Polarisation durch den beaufschlagten Strom bzw· die Polarisationsspannung genügend unterscheiden, kann das TJmhüllungsmaterial auch elektronenleitend mit der Meßelektrode verbunden sein· Spezielle Elektrodenkom— binationen, bei denen sowohl tfinhüTlungsmaterial als auch Meßelektrodenmaterial aus Metall oder anderen hochschmelzenden Materialien bestehen, sind für die Untersuchung von Elektrolyt lösungen mit Schmelzen auch bei Temperaturen von über 100 C geeignet·
Me Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel nach Fig· 1 näher erläutert werden· Der zu untersuchende elektrochemische Torgang soll an den Elektrodenteilen 1 und 2 ablaufen* wobei sich die Teilströme bezüglich des Eedoxvorganges im erläuterten Sinne unterscheiden· Der Elektrodenteil 2, beispielsweise Platin, Iridium oder andere Elektrodenmaterialien wird elektrolytdicht in das Elektrodenmetall 1, beispielsweise Titan eingepreßt, ggf· auch unter Anwendung thermischer Wirkungen·
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Das Slektrodenmetall 2 wird auf der elektrolytabgewandten Seite 3 durch Löten, Schweißen oder andere Eontaktierungen 4 init einer Stromableitung 5 versehen.
Im allgemeinen wird der Elektrode nt ail 1 nicht lötfähig sein, es genügt, wenn der iSlektrodenteil 2 kontaktiert wird, da im eingepreßten Zustand zwischen den Elektrodenteilen 1 und 2 meist eine elektronenleitende Verbindung besteht·
Die Kombination 1/2/3/4/5 wird so in ein Isolationsmaterial 7 eingebettet, daß zur Eontaktierungsstelle 4 und zum AbI eitdraht 5 kein Elektrolyt durchwandern kann* Als Isolationsmaterial eignen sich viele Kunststoffe, beispielsweise Epoxidharz oder auch Teflon· Der Elektrodenkörper wird in der Ebene 6 plangeschliffen, so daß das Elektrodenmaterial freigelegt wird und i dem Elektrolyten zugänglich ist· Mittels der beschriebenen !Technologie lassen sich Meßelektroden mit einer effektiven Elektrodenfläche des Elektroden—
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teils 2 von ca· 1 cm bis zu 10 cm reproduzierbar herstellen*
Die beschriebene Elektrodenkombination wird in einem geeigneten Elektrolyten im Potentialbereich der Passivierung des Elektrodenmetalls t vorbehandelt, solange, bis die gebildete Passivschicht auf dem Elektrodenmetall 1 eine ausreichende Stabilität und Schichtdicke besitzt, daß der zu untersuchende Elektrodenvorgang an. Elektrodenmetall 2 im beschriebenen Sinne genügend gehemmt abläuft· Insbesondere bei Titan hat sioh eine thermische Alterung der Passivschicht bewährt· Torteilhaft ist auch die Integration der Kombination 1, 2, 5, 4t 5 mit üer Gegenelektrode 10 auf ggf» auch der Bezugselektrode· Dazu werden nach Fig· 2 und Fig· 3 alle notwendigen Elektroden in ein hydrophi— J les Umhüllungsmaterial eingebettet, beispielsweise in eine Epoxidharz-Eaolin-Mischung und im bereits erläuterten Sinne angeschliffen und poliert· Me Bezugselektrode kann ζ·Β· dadurch hergestellt werden, daß die dafür vorgesehene Metallelektrode 9 platiniert wird, falls sioh im Elektrolyten ein für diese Zwecke geeignetes Redoxsystem befindet* Auch ist es möglich, eine poröse Glasfritte einzubetten, die als Elektrolytbrücke für eine separate Bezugselektrode dient·
Die beschriebenen Ifeßelektroden sind für alle elektrochemischen Untersuchungen anwendbar, bei denen sich die Teil-Stromdichten der beiden Elektrodenteile t und 2 in ausreichendem Maße unterscheiden»
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Speziell für chronopotentiometrische, chronoamperometrische und andere Impulsmethoden mit anodischer Zwisehenpolarisation besitzen die erf indungsgernäßen Elektroden gegenüber herkömmlichen Ausführungsformen, bei denen beispielsweise spezielle anorganische Gläser benutzt werden, den Vorteil, daß sie auf Grund ihrer wesentlich erhöhten mechanischen, chemischen, elektrochemischen und thermischen Stabilität mit sehr hohen Stromdichten aktiviert werden können· Beispielsweise konnten Platin- und Iridium-Elektroden, die in Titan eingebettet worden waren, bis zu 10° A/cm im 100 ma-Impulsbetrieb über tO Zyklen hinweg befriedigend betrieben werden, während eine im Glas eingeschmolzene Elektrode unter den gleichen Bedingungen nur Zyklenzahlen
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um 10 erreichte·
Die für die Zwischenaktiviernng anwendbaren Stromdichten beseitigen zuverlässig absorbierte Verunreinigungen durch Oxidation oder mechanisches Absprengen und machen den industriellen Einsatz möglich· Dabei sind die angewendeten absoluten Stromwerte auf Grund der relativ kleinen effektiven Elektrodenfläche klein und liegen im Hilli— und Mikroampere—Bereich, was die Anwendung elektronischer Außenschaltungen, wie z.B. Fotentiostaten besonders begünstigt» da die apparativen Anforderungen dann an diese Geräte bezüglich ihres AussteuervermSgens gering ist·
In Verbindung mit ohronopotentiometrisohen Messungen hat sich die folgende erfindungsgemäße elektronische Schaltung bewährt, die anhand des nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispieles im Blockschaltbild nach Fig· 4 erläutert wird·
Die erfindungsgemäße Schaltungskombination eignet sich beispielsweise für die Regelung der Bydrazinkonzentration in einem mobilen Hydrazin^Luft-Brennstoffelement·
Sie in der elektrolytischen Zelle Z, die auch Teil eines Gefäßsystems einer chemotechnischen Anlage sein kann, befindet sich die Meßelektrodenkombination, hier Arbeitselektrode AB genannt· Aus einer Konstantstromquelle K wird die Arbeiteelektrode AE über die Gegenelektrode GE mit einer variabel programmierbaren Impulsfolge beaufschlagt, die in Fig· 5 in der Zeile I wiedergegeben ist, wobei die Polarisationsströme sowohl anodisch als auch kathodisch sein können.
Zwischen dem Aktivierungsimpuls I, und dem Meßimpuls I„ kann ein potentio— statischer Impuls 1^2p2) bzw· 1^2) eingefügt werden, wenn dies für spezielle elektrochemische Prozesse erforderlich ist·
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Die Transitionszeit Ύ und die Heßzeit 3L. werden, relatir zueinander so eingestellt» daß die Anordnung als Zweipunktregler verwendet werden kann» Ist die Transitionszeit kleiner als die lloßzeit, so wird über eine Signalweiche SW der Diskriminator StD angesteuert, der über den monostabilen Hultivibra— tor UM 5 si!1 Magnetventil oder andere Stelleinrichtungen bestätigt·
Das Impulsprogramm wird über den astabilen Multivibrator IK als Steuergenerator und die monostabilen Multivibratoren HU 1 bis HM 4 erzeugt· Dabei werden in der Zeitfolge nach Fig» 5 die monostabilen Multivibratoren simultan oder nacheinander durch die Anstiegs- und Abfallflanken der Multivibratorenimpulse gesteuert·
Die Sollwertkonzentration C kann mit Hilfe der Heßzeit oder des Heßstromes eingestellt werden· M
Torteilhafterweise wird die Temperaturabhängigkeit der Transitionszeit bei konstanter Konzentration durch eine von der Elektrolyttemperatur abhängige Störgrößenaufschaltung innerhalb der SJonstantstromquelle kompensiert.
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Claims (1)

21294U Patentansprüche
1.)Elektrodenanordnung zur elektrochemischen und/oder KonzentrationsbeBtimmung von im Elektrolyten enthaltenen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten Meßelektroden in ein Umhüllungsmaterial elektrolytdicht eingebettet und diese Kombination derart nach dem Prinzip der Fig. 1 mechanisch bearbeitet wird, daß Jeweils nur eine Schliff-Fläche der Meßelektrode dem Elektrolyten ausgesetzt ist und das TJmhüllungsmaterial sowie das Elektrodenmaterial der Meßelektroden mit dem Elektrolyten den Randwinkel Null bildet und daß gleichzeitig das nach Anspruch 2 bis 12 näher gekennzeichnete Umhüllungsmaterial gegenüber den herkömmlichen benutzten Materialien, wie beispielsweise anorganische Gläser, eine wesentlich höhere mechanische, chemische, elektrochemische und thermische Beständigkeit im verwendeten Elektrolyten bei Wahrung der genannten Randwinkelbedingung besitzt und deshalb die Meßelektrode im Potentialgebiet der Sauerstoffchemie sorption und Sauerstoffentwicklung mit so hohen anodischen. Stromdichten zum Zwecke der elektrochemischen Aktivierung zwischen den Meß— phasen betrieben werden können, daß zuverlässig alle absorbierten und mechanisch anhaftenden Verunreinigungen entfernt werden und daß dabei das Umhüllungematerial an der Grenzlinie zur Meßelektrode durch die Sauerstoffentwicklung nicht geschädigt und damit die Beproduzierbarkeit der nachfolgenden Meßphase nicht negativ beeinflußt wird und daß an den Meßelektroden und dem TTmhüllungsmaterial auf Grund der genannten Randwinkelbedingung keine Reaktionsgasbläschen haften können und deshalb der für die nachfolgende Meßphase maßgebliche Stofftansport a priori nicht durch Diffusion und Konvektion gestört «erden kann und somit zusätzlich notwendige mechanische Einrichtungen zur Entfernung der Reaktionsgasbläschen an den Meßelektroden und am Umhüllungsmaterial nach der Aktivierungsphase überflüssig sind.
2· Elektrodenanordnung naoh Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß als Meßelektroden Metalle, wie beispielsweise Edelmetalle und deren Legierungen, Chrom, Nickel usw. oder elektronenleitende Nichtmetalle, wie beispielsweise Graphit und als Umhüllungsmaterial ebenfalls elektronenleitende Metalle oder Nichtmetalle der genannten Art benutzt werden, wobei die je nach Jlektrolytsystem gewählte Slektrodenkombination eine llischelektrode darstellt, deren elektrochemische Eigenschaften Aussagen über Art und Zusammensetzung des zu untersuchenden Elektrolytsystem gestatten·
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3· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 und Z9 dadurch gekennzeichnet, daß sich die Austausohstromdichten oder die Teilstromdichten des Umhüllungematerials und des Meßelektrodenmaterials in einem bestimmten Polarisations zustand soweit unterscheiden, daß die elektrochemischen Eigenschaften der Meßelektrode im wesentlichen die Eigenschaften der Mischelektrode bestimmen und Aussagen über Art und Zusammensetzung des zu untersuchenden Elektrolyt systems gestatten·
4· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, 2 und 5» dadurch gekennzeichnet, daß zur Erniedrigung der Teilstromdichte auf dem Umhüllungsmaterial ein. auf chemischen oder elektrochemischen Wege passivierbares Metall be» nutzt wird und die Passivschicht nach Anspruch t mit dem Elektrolyten den Handwinkel Hull bildet· *
5» Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, daß das aus passivierbaren Metall bestehende Umhüllungsmaterial elektronenleitend mit der Meßelektrode verbunden ist und die Passivschicht vor ;Je— der Meßphase oder in der Aktivierungsphase nach Anspruch 1 dadurch regeneriert wird, daß die Elektrodenkombination Umhüllungsmaterial-Meß— elektrode mit einem so hohen anodischen Elektrolysestrom oder Elektro— lysepotential beaufschlagt wird, daß die Passivierungsreaktion am Umhüllungsmaterial ablaufen kann und das Umhüllungsmaterial für die Dauer des nachfolgenden Meßvorganges passiv bleibt·
6· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß das aus einem elektronenleitenden Material oder einem passivierbaren Metall bestehende Umhüllungsmaterial von. der eingebetteten Meßelektro— J de geeignet elektrisch isoliert ist und daß sowohl Umhüllungsmaterial als auch Meßelektrode mit unabhängigen Polarisationsstromen oder -spannungen beaifechlagt werden können·
7· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als passivierbare Umhüllungsmaterialien Titan oder deren Legierungen beispielsweise mit Tantal, Zirkon, Molybdän und Palladium verwendet werden.
8«. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß als Meßelektroden Edelmetalle oder deren Legierungen in Titan eingepreßt werden·
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.9· Elektrodenanordnung nach Anspruch. 1, 7 vn& 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Einpressen der Edelmetallelektrode in das Titanmetall bei !Temperaturen zwischen 1000C und 2000°C erfolgt»
1o. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, 7» 8 und 9» dadurch gekennzeichnet, daß die elektrochemisch erzeugte Passivaohicht auf Titan thermisch bei Temperaturen zwischen 100 C und 2000 C unter. Lufteinwirkung gealtert wird»
11· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Umhüllungsmaterial synthetische, aushärtbare Stoffe benutzt werden, mit denen die Meßelektroden umgössen werden und die durch Zusatz geeigneter Stoffe, wie beispielsweise Kaolin im angeschliffenen und polierten Zustand die in Anspruch 1 genannte Bandwinkelbedingung erfüllen·
12· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Umhüllungsjnaterial Epoxidharz unter Zusatz von Kaolin im Gewichtsverhältnis 100 zu 10 bis 100 zu 300 Gewichtsteilen verwendet wird»
13· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die erfindungsgemäße Elektretdenkombination zur Untersuchung von elektrochemischen Reaktionen angewendet wird, bei denen mindestens ein Reaktionspartner gasförmig ist»
14· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenanordnung in Verbindung mit elektrochemischen Untersuchungsmethoden angewendet wird, bei denen zwischen Meßphasen eine anodische Aktivierung mit Stromdiohten zwischen 10"* und 1O+ A/o» bezogen auf die Heßelektrode erfolgt, daß insbesondere bei der Aktivierung gasförmiger Sauerstoff entwickelt wird und daß nach der Aktivierung der Bezugszustand der Meßelektrode für die nachfolgende Meßphase potentiostatisch eingestellt wird·
15· Elektrodenanordnung naoh Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenanordnung für die Untersuchung der Hydrazinoxidation und EonzentrationsbeStimmung von Hydrazin verwendet wird·
16· Elektrodenanordnung naoh Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenanordnung für die Untersuchung der Bydrazinoxidation und der Hydrazinkonzentration in alkalischen Lösungen der Zusammensetzung 1 bis 15 val/i BSydroxylionenkonzentration und 10""* bis 5 mol/l Hydrazinkonzentration angewendet wird·
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17· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Verbindung mit der zyklischen chronopotentiometrisehen und chronoamperometrischen Meßmethode angewendet wird·
18· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß sie als rotierende Elektrodenanordnung benutzt wird·
19» Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Verbindung mit einer chronopotentiometrischen Meßanordnung nach Fig· 4 und Fig· 5 benutzt wird·
2o. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß sie für die Konzentrationsregelung des im Elektrolyten gelösten Brennstoffes, wie beispielsweise Hydrazin oder Methanol eines galvanischen Brennstoffelementes benutzt wird·
21· Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 bis 2o, dadurch gekennzeichnet, daß sie für die Konzentrationsbestimmung von Hydrazin und die Regelung der Hydrazinkonzentration in einem galvanischen Hydrazin-Sauerstoff-Luft-
Brennstoffelemont mit alkalischen Elektrolyten bei Elektrolytteape
ο ο türen zwischen —20 C und + 100 C benutzt wird·
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DE19712129414 1970-07-22 1971-06-14 Elektrodenanordnung zur elektrochemischen Untersuchung und/oder Konzentrationsbestimmung von im Elektrolyten enthaltenen Stoffen Pending DE2129414A1 (de)

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DE2851447A1 (de) * 1978-01-19 1979-07-26 Orbisphere Corp Elektroanalytische zelle und amperometrisches messverfahren

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