DE2127685A1 - Vorrichtung zur Dämpfung von Druckschwingungen - Google Patents
Vorrichtung zur Dämpfung von DruckschwingungenInfo
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Description
Daimler-Benz Aktiengesellschaft
Stuttgart-Untertürkheim
Stuttgart-Untertürkheim
Daim 90,35/4 3. Juni 1971
EPT-Sb/Sr
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Dämpfung von Druckschwingungen, die auf eine in einer
Leitung befindliche Flüssigkeitssäule übertragbar sind, mit einem Dämpfungsbehälter, in dem die Flüssigkeitssäule
durch eine Metallmembran von einer Luftsäule getrennt ist.
Bei Flüssigkeitsströmungen in Leitungen können durch
überlagerte Druckschwankungen Körperschallanregungen auf andere Bauteile eingeleitet und übertragen werden.
Diese Druckschwankungen, die dem statischen Druck überlagert sind, können beispielsweise durch eine Pumpe angeregt
werden, die als Zahnrad oder Flügelpumpe ausgebildet
ist, oder durch Körperschallschwingungen eines Aggregates mit einem Motor, an dem eine Leitung bzw»
die Pumpe befestigt ist, auf die Flüssigkeitssäule übertragen
werden.
Es ist bekannt, diese überlagerten Druckschwirtgungett '
durch Einbau von Dämpfungsbehältern, bei denen ein Luftvolumen durch eine Membran von der Flüssigkeit getrennt
ist, zu dämpfen»
209851/04Dt
- 2 - Daira 9035/4
ϊ< Bei stark schwankendem statischem Druck kann die Membran
jedoch nur für einen bestimmten Arbeitsbereich richtig ausgelegt und abgestimmt werden.
Die Erfindung befaßt sich mit derartigen Fällen und hat
zur Aufgabe, die Dämpfungsvorrichtung so auszubilden, daß die Dämpfungseigenschaften der Metallmembran auch in
■ extremen Fällen optimal abgestimmt werden können.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst,
t daß die Membran In dem Dämpfungsbehälter auf der von der
Luftsäule beaufschlagten Seite in geeigneter Weise abgestützt ist. Hierzu kann in dem Dämpfungsbehälter ein
federnd nachgiebiger Puffer angeordnet sein, an dem sich
die Membran bei einem eine vorbestimmte Grenze überschreitenden
Druck in der Flüssigkeit anzulegen vermag. Weiterhin kann der Puffer in Richtung auf die Membran zu von
einer Feder gedrückt werden, deren anderes Ende sich am
Boden des die Luftsäule aufnehmenden Teils des'Dämpfungsbehälters abstützt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Puffer
in einen Kolben übergehen, der im Dämpfungsbehälter ge- W führt ist und an seiner vom Puffer abgekehrten Seite vom
Flüssigkeitsdruck beaufschlagt ist. Dabei kann der Kolben von einer Druckfeder gegen den Flüssigkeitsdruck
gedrückt werden» ■
Schließlich kann die einerseits von der Metallmembran abgeschlossene Luftsäule auf ihrer anderen Seite von einer
Gummimembr.an mit entsprechend hohem C-Wert abgeschlossen
sein, die auf ihrer von der Luftsäule abgekehrten Seite
auch vomFlüssigkeitsdruck beaufschlagt ist·
20985170401 ~3~
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen in der folgenden Beschreibung naher erläutert, der auch weitere Einzelheiten der Erfindung
entnommen werden können. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Längsschnitt durch einen Dämpfungsbehälter mit einem Puffer
und einer Feder,
Fig. 2 in gleicher Weise einen Längsschnitt durch einen
Dämpfungsbehälter mit einem in einen Kolben übergehenden Puffer, der an seiner vom Pufferteil
abgekehrten Seite vom Flüssigkeitsdruck beaufschlagt ist,
Fig. 3 in der gleichen Weise einen Schnitt durch einen
Dämpfungsbehälter, in dem ein Luftpolster einerseits von der Metallmembran und andererseits von
einer Gummimerabran mit entsprechend hohem C-Wert
abgeschlossen ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Dämpfung von Druckschwingungen,
die auf eine in einer Leitung befindliche Flüssigkeitssäule übertragbar sind, kann aus einem Dämpfungsbehälter
1 bestehen, in dem eine Metallmembran 2 fest angeordnet ist. Der Dämpfungsbehälter liat einen Anschluß 3 ι
an dem die unter Umständen Druckschwrηkungen aufweisende
Flüssigkeitssäule angeschlossen wird. Auf der anderen
Seite der Membran 2 ist ein Puffer k angeordnet, an den
sich die Metallmembran bei höherem Druck in der Flüssigkeitssäule anlegen kann. Der Puffer h ist, wie in Fig. 1
dargestellt, mit besonderen Anlapckonturen ausgebildet,
die den jeweils gegebenen Verhältnissen angepaßt werden können. Die Membran 2 legt sich bei steigendem statischem
Druck an die auf der Luftseite befindliche Anlagekontur des Puffers k an und wird dadurch druckresistent. Der Puffer
selbst ist über eine Feder 5 gegen das Gehäuse abgestützt, die sich mit ihrem vom Puffer k abgekehrten Ende
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- 4 - Daim 9035/4
am Boden 6 des die Luftsäule 7 aufnehmenden Teils des ' „ Dämpfungsbehälters 1 abstützt. Durch die Feder 5 ergibt
sich die erforderliche Frequenzabstimmung.
Wie in Fig. 2 dargestellt'ist, kann der Puffer 8 auch in
einen Kolben 9 übergehen, der im Dämpfungsbehälter 11 geführt ist und an seiner vom Puffer 8 abgekehrten Seite l8
von der Flüssigkeitssäule 12 beaufschlagt ist, die auch auf der anderen Seite 19 des Dämpfungsbehälters 11 auf die
Metallmembran 2 wirkt. .
^ Der Kolben 9 ist in zwei Bohrungen 13 und 14 in seiner
Längsachse beweglich im Dämpfungsbehälter 11 geführt. Diese Bohrungen 13 und 14 befinden sich in zwei Trennwänden
15 und l6, von denen die Trennwand 16 die Luftsäule 17 gegenüber der Flüssigkeitssäule 12 abschließt, die sowohl
am Anschluß l8 als auch am Anschluß 19 am Dämpfungsbehälter 11 wirksam ist. Zur Vergrößerung des Luftvolumens
kann die Trennwand I5 mit Öffnungen versehen sein. Auf dem
Kolben 9 sitzt wenigstens gegen Längsverschiebung gesichert
eine Scheibe 21, an der sich eine Feder 22 abstützt, deren anderes Ende 23 gegen die Trennwand I5 abgestützt ist. Die
Feder 22 drückt demgemäß den Kolben 9 gegen den Druck in
^ der Flüssigkeitssäule 12 am Anschluß l8.
Durch das in Fig. 2 dargestellte beidseitige Beaufschlagen
eines Zylinders mit dem statischen Druck wird die Membran von der Rückseite her abgestützt. Auch hier kann die Kontur
des Puffers 8 den Verhältnissen entsprechend verschieden ausgeführt werden. Durch entsprechende Abstimmung der· Feder
22 können die Druckschwingungen von der Membranrückseite ferngehalten oder es kann durch entsprechende Phasendrehung
die Wirkung der Membran sogar noch verstärkt werden.
'-5-
209851 /0401
. - 5 - Daira 9035/4
In Fig* 3 ist eine Dämpfungsvorrichtung 24t dargestellt,
in der die Luftsäule 25 einerseits von der Metallmembran und andererseits von einer Gummimembran 26 mit einem entsprechend
hohen C-Wert abgeschlossen ist. Diese Gummimembran ist wie die Metallmembran 2 auf ihrer von der Luftsäule
abgekehrten Seite von dem Druck der Flüssigkeitssäule beaufschlagt, die an den Anschlüssen 28 und 29 angeschlosfsen
ist. Die Steifigkeit der Gummimembran 26 ist so auszulegen, daß der erforderliche Differenzdruck zwischen
Flüssigkeitssäule 27 und Luftsäule 25 erhalten bleibt.
20 9 85 1 /0401
-6-
Claims (1)
- - 6 - Daim 9035/4Ansprücheί1.) Vorrichtung zur Dämpfung von Druckschwingungen, die auf eine in einer Leitung befindliche Flüssigkeitssäule übertragbar sind, mit.einem Dämpfungsbehälter, in dem die Flüssigkeitssäule durch eine Metallmembran von einer Luftsäule getrennt ist,dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (2) in dem Dämpfungsbehälter (l, 11, 2k) auf der von der Luftsäule (7, 17, 25) beaufschlagten Seite in geeigneter H Weise abgestützt ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Dämpfungsbehälter (l, 11) ein federnd nachgiebiger Puffer (4, 8) angeordnet ist, an den sich die Membran (2) bei einem eine vorbestimmte Grenze überschreitenden Druck in der Flüssigkeit (3» 12) anzulegen vermag.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer (k) in Richtung auf die Membran (2) zu von einer Feder (5) gedruckt wird, deren anderes Ende sich am Boden (6) des die Luft-W säule (7) aufnehmenden Teils des Dämpfungsbehälters (l)abstützt (Fig. l).k. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer (8) in einen Kolben (9) übergeht , der im Dämpfungsbehälter (ll) geführt ist und an seiner vom Puffer (8) abgekehrten Seite vom Flüssigkeitsdruck (12) beaufschlagt ist (Fig. 2).2 0 9 8 51/04012 177685- 7 - Daim 9035/45· Vorrichtung nach Anspruch k, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben von einer Druckfeder (22) gegen den Flüssigkeitsdruck (12 bei l8) gedrückt wird (Fig. 2).6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einerseits von der Metallmembran (2) abgeschlossene Luftsäule (25) auf ihrer anderen Seite von einer Gummiraembran (26) mit entsprechend hohem C-Wert abgeschlossen ist, die auf ihrer von der Luftsäule (25) abgekehrten Seite auch vom Flüssigkeitsdruck (27 bei 29) beaufschlagt ist (Fig. 3).209 85 1/0AO1Leerseite
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Also Published As
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| GB1350530A (en) | 1974-04-18 |
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