DE2126560A1 - Schutzschaltung - Google Patents
SchutzschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schutzschaltung zum Schutz eines mit einem Elektromotor versehenen Systems, welches
mit einem Sicherheitsschalter versehen ist, insbesondere für hermetisch verschlossene Kompressorsysteme zur Kühlung
und für Klimaanlagen.
In derartigen Kühlsystemen und Klimaanlagen treten gewöhnlich drei Gefahrengrößen auf. Die eine besteht in
einem Überlastungsstrom, der dadurch zustandekommt, daß der Rotor eines eingeschalteten Motors aufgrund irgendeiner
Störung daran gehindert ist, sich zu drehen. Die zweite Gefahrengröße ist dadurch gegeben, daß es zu einer
Temperaturüberhöhung in dem Motor kommt, wenn dieser auf eine zu große Last einwirkt, was beispielsweise dann der
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Pall ist, wenn die Kühlwindung einfriert. Die dritte Gefahrengröße
entsteht durch den Versuch den Kompressor unter Last kurz nachdem er angehalten wurde, wieder zu
starten. Dies kann beispielsweise durch eine Störung oder durch die Rückstellung eines Steuergliedes wie beispielsweise
eines Thermostaten geschehen. Die genannten drei Gefahrengrößen werden gewöhnlich durch drei getrennte
Sicherheitssysteme überwacht, wodurch eine relativ komplizierte und kostspielige Schutzschaltung notwendig- ist.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Schutzschaltung zu schaffen, die in der Lage ist mehrere Gefahrengrößen gleichzeitig
- zu überwachen und gegebenenfalls auf diese anzusprechen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine Serienschaltung
aus der Primärwicklung eines Transformators und einer steuerbaren Schalteinrichtung den Motor an eine Wechselspannungsquelle
anschließt, daß zumindest ein Teil der von der Leitungsaufnahme des Systems abhängigen- Spannung der
Sekundärwicklung des Transformators an einer ersten Impedanz abfällt, daß die an der ersten Impedanz abfallende Spannung
noch von der durch den Sicherheitsschalter bewirkten Einschaltung einer mit der ersten Impedanz verknüpften zweiten
Impedanz abhängt, daß ein mittels der vom Normalbetrieb des " Motors und dem Normalzustand des Sicherheitsschalters abhängigen
Spannung an der ersten Impedanz gespeister, mit einem Energiespeicher versehener Speicherkreis vorgesehen
ist, indem eine von der Impedanzspannung abhängige Energiemenge
gespeichert wird und daß ein durch die gespeicherte Energiemenge gesteuerter Schaltkreis über die steuerbare
Schalteinrichtung den Motor von der Wechselspannungsquelle trennt, wenn der Energiespeicher einen einen bestimmten
Schwellwert überschreitenden Energiebetrag gespeichert hat.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel,
das nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert wird, die ein schematisches Diagramm eines ge-
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bräuchlichen hermetisch geschlossenen Kompressors;eines
Kontaktgebers sowie der erfindungsgemäßen Schutzschaltung zeigt.
Bei dem Ausführungsbeispiel wird angenommen, daß die erfindungsgemäße
Schutzschaltung mit einem hermetisch abgeschlossenen Kompressor 10 verbunden ist, der einen Elektromotor
aufweist. Das Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Schutzschaltung ist aber nicht auf Kompressoren beschränkt.
In dem Kompressor 10 ist ein Sicherheitsschalter
II vorgesehen. Dieser Schalter kann auf irgendeinen der
zu überwachenden Parameter wie beispielsweise die Temperatur oder den Druck ansprechen. Bei einem gebräuchlichen
hermetisch geschlossenen Kompressor wird dieser Schalter auf Temperaturänderungen ansprechen, was dadurch geschieht,
daß er an der Motorwicklung angebracht oder in diese eingebettet ist, wodurch er der Temperatur der Motorwicklung
ausgesetzt ist und den Motor vor einem die Sicherheitsgrenze überschreitenden Temperaturanstieg schützt. Der
Sicherheitsschalter 11 kann weiter durch eine Reihe von auf unterschiedliche Parameter ansprechende Einzelschalter
ausgestaltet sein, von denen einer beispielsweise auf eine. Temperaturänderung anspricht, während ein weiterer durch
Druckänderungen ausgelöst wird.
Der mit dem Motor versehene Kompressor 10 besitzt zwei Anschlußpunkte 12 und 13, die mit den Anschlußpunkten
III und 15 einer steuerbaren Schalteinrichtung 16 verbunden
sind. Die Schalteinrichtung 16 in den gebräuchlichen Kühlschränken oder Klimaanlagen ist gewöhnlich als elektromagnetischer
Kontaktgeber ausgestaltet, der mit einem Paar mechanischer Kontakte 17, 18 versehen ist, die durch eine
elektromagnetische Wicklung 20 betätigt werden. Die Wicklung 20 besitzt die Anschlußpunkte 21 und 22, die mit der
Sicherheitsschaltung verbunden sind.
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Die gewöhnlich durch das Wechselspannungsnetz verkörperte Wechselspannungsquelle 23 ist über eine Leitung
24 und einen Kontakt 17 mit dem Anschlußpunkt 12 verbunden. Von der Wechselspannungsquelle 23 führt ferner eine Verbindung
über eine Leitung 25, die Primärwicklung 26 eines Transformators 27, und den Kontakt 18 der steuerbaren'
Schalteinrichtung l6 zu dem Anschlußpunkt 13 des Kompressors 10. Bis auf die Zwischenschaltung der Primärwicklung
26 ist dies durchaus eine gebräuchliche Verbindung der Wechselspannungsquelle 23 mit dem Kompressor 10. Der
Transformator 27 besitzt eine Sekundärwicklung 28, die elektromagnetisch mit der Primärwicklung 26 gekoppelt ist.
Die Leitung 25 ist über eine Leitung 30 zu dem Sicherheitsschalter
11 geführt, der wiederum über eine Leitung 31 mit einer als Widerstand ausgestalteten Impedanz 32 verbunden
ist. Das dem Schalter abgewandte Ende der Impedanz 32 ist zu dem Anschlußpunkt 33 der Sekundärwicklung 28 des Transformators
27 geführt. Wahlweise kann der Anschlußpunkt 33 mit der Leitung 25 über einen parallel zur Sekundärwicklung
28 liegenden Widerstand 34 verbunden sein. Die Primärwicklung 26 des Transformators 27 ist durch einen Widerstand
36 überbrückt, durch den der durch die Primärwicklung 26 fließende Strom an den von dem jeweiligen von der Schutzschaltung
zu steuernden Kompressor benötigten Strom ange-) paßt werden kann. Die Verwendung des überbrückungswiderstandes
36 hängt von der Konstruktion des Transformators 27 ab. Es besteht die Möglichkeit für die Steuerung unterschiedlicher
Kompressoren jeweils voneinander unterschiedliche, für die betreffenden Kompressoren geeignete Transformatoren
zu verwenden. Es ist aber wesentlich einfacher, einen (stets) gleichbleibenden Transformator 27 zu benutzerv.und dessen Primärwicklung
26 durch einen geeigneten Widerstand 36 an den jeweiligen Kompressor 10 anzupassen.
Die beiden Anschlüsse der Sekundärwicklung 28 sind durch eine Reihenschaltung aus einem Widerstand 40, einer Diode
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41 und einem Energiespeicher 42 miteinander verbunden, der als Kondensator ausgestaltet ist. Der Kondensator 42 lädt
sich bis zur·: /Ausgangsspannung der Sekundärwicklung 28 auf.
Mit den Anschlüssen des Kondensators 42 ist die Reihenschaltung
aus einer Diode 43 und einem Widerstand 44 verbunden,
die einen Entladungsweg für den Kondensator 42 bildet, und eine Zeitgeberfunktion erzielt wie weiter unten
im Zusammenhang mit der Wirkungsweise der Schaltung noch erläutert wird. Der Verbindungspunkt 45 von Diode 43 und
Widerstand 44 bildet den Eingang eines Schaltkreises 46, der mit einem ersten Transistor Ql versehen ist,,der in
seinem Normalzustand während des Betriebs der Schutzschaltung durchgeschaltet ist. Der Ausgang des Transistors Ql
steuert einen zweiten Transistor Q2, der da Q 1 zwischen der Basis und dem Emitter des Transistors Q2 liegt im Normalzustand
während des Betriebes der Schutzschaltung gesperrt ist, während der Transistor Ql durchgeschaltet ist. Der
Ausgang des Transistors Q2 steuert wiederum einen dritten Transistor Q3, der der Zustandsänderung des Transistors Q2
in bekannter Weise folgt. Der Ausgang des "Transistors Q3 ist über eine Leitung 47 zu dem Gatter 48 eines Festkörperschalters
50 geführt, der als Tyristor ausgestaltet ist. Zwischen dem Gatter 48 und der Kathode 51 des Tyristors
liegt ein Widerstand 52,an dem die Steuerspannung für den Tyristor 50 abfällt, Dem Widerstand 52 wird über einen
Widerstand 53 und eine Diode 54 von einem spannungsstabilisierten Punkt 55 ein Strom zugeführt, wobei die Spannung
am Punkt 55 in der üblichen Weise durch eine Zenerdiode
59 gesteuert ist. Der Stabilisierungspunkt ist über einen
Widerstand 56,eine Leitung 57, eine Diode 58, einen Schalter
60 sowie die Leitung 24 zu der Wechselspannungsquelle 23
geführt. Der gesteuerte Schalter 60 ist in den gebräuchlichen Klimaanlagen als Thermostat ausgestaltet, kann aber
auch ein einfacher, unter bestimmten Gegebenheiten betätigender Schalter ausgestaltet sein·
» Die Spannung auf der Leitung 57 wird über eine Leitung 61
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auch noch der steuerbaren Schalteinrichtung 16 sowie über
die Wicklung 20 einer Leitung 62 zugeführt, die an die Anode des Tyristors 50 angeschlossen ist. Die Schutzschaltung
ist mit einem Spannungsstoße unterdrückenden Kreis
ausgestaltet, der aus der Reihenschaltung eines Widerstandes 63 mit einem Kondensator 64 und einer Diode 65 besteht,
welche der Wicklung 20 parallelgeschaltet ist. Zu dem Schaltkreis gehören weiter noch ein Energiespeicher 66 sowie
Widerstände 67* 68 und 69.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Schutzschaltung erläutert. Während des Betriebs der Schal-
W tung ist die Wechselspannungsquelle 23 wie gebräuchlich durch eine Schutzeinrichtung von der Schaltung getrennt und der
Strom wird der Schaltung erst durch das Schließen des Schalters 60 zugeführt, wobei er über die Diode 58 zur Wicklung
20 in der steuerbaren Schalteinrichtung 16 gelangt und diese die Kontakte 17 und 18 schließt, wodurch der mit dem
Motor versehene Kompressor mit Energie versorgt wird. Der zu der Wicklung 20 gelangende Strom fließt über die Leitung
62 und den Tyristor 50 zur Wechselspannungsquelle 23.
Der Zustand des Tyristors 50 wird durch einen als Steuerstrom wirksamen Gleichstrom bewirkt, der von der oberen Klemme des
Speicherkondensators 66 über den Widerstand 53>
den Widerstand 52 und die Gatter-Kathodenstrecke des Tyristors 50
zur unteren Klemme des Kondensators 66 fließt. Die Gleichspannung über dem Kondensator 66 wird von einem Halbwellenladestrom
abgeleitet, der von der oberen Klemme der Wechselspannungsquelle 23 über den Schalter 60,die Diode 58, die
Leitung 57, den Widerstand 56, den Verbindungspunkt 55 und
die Parallelschaltung aus Zenerdiode 59 und Gleichrichterdiode
54 mit in Reihe geschalteten»Kondensator 66 fließt.
Dieser Iaaestres ist- nur dann vorhanden, wenn die obere Klemme
der WechselspEmtungstguelle 23 gegenüber der unteren Klemme
positiv ist. Die Aufgabe der Zenerdiode 59 ist es, als ein
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regelnder Schwellwertschalter zu wirken, so daß die Gleichspannung
über dem Kondensator 66 nur unwesentlich durch die sich ändernde Stromzufuhr beeinflußt wird.
Der Steuerstrom macht den Tyristor 50 zu einem frühen Zeitr
punkt jeder über den Gleichrichter 48 kommenden Halbwelle leitend. Die Diode 65 hält den Strom in der Wicklung 20,
während der in umgekehrter Richtung liegenden Halbwellen der Wechselspannungsquelle aufrecht, so daß in der steuerbaren
Schalteinrichtung 17 die Kontakte 17 und 18 geschlossen gehalten werden. Hierdurch wird die normale Betriebsweise
des Kompressors 10 solange nicht gestört, wie der Sicherheitsschalter 11 geschlossen und der Transistor Q3
gesperrt ist.
Da der Strom zu dem mit dem Motor versehenen Kompressor über die Primärwicklung 26 des Transformators 27 fließt,
wird in der Sekundärwicklung 28 dieses Transformators eine Spannung erzeugt, die über die Diode 41 und den Widerstand
40 zu dem Kondensator 42 gelangt, der daraufhin bis zu,.:
.einem bestimmten Niveau aufgeladen wird, welches von der
an der Sekundärwicklung 28 anliegenden Spannung abhängt.
Die Spanung über dem Kondensator 42 wird überyäen Widerstand
44 zur Eingangsklemme 45 des Transistors Ql geführt. Da die
in der Zeichnung untere Klemme des Kondensators 42 positiv ist und der Transistor vom npn-Typ ist, wird ein negativer
Strom zum Transistor Ql"geleitet. Der Transistor Ql erhält
aber auch positive Eingangsströme über den Widerstand 67 und über die Reihenschaltung aus den Widerständen 68 und
69. Diese Ströme werden durch die Gleichspannung über dem Kondensator 66 bewirkt, der für den Schaltkreis 46 wie
eine Glexchspannungsquelle bestimmter Größe wirkt. Solange wie die positiven Eingangsströme gegenüber dem negativen
Eingangsstrom überwiegen, bleibt der Transistor Ql durchgeschaltet
und hält hierdurch die Transistoren Q2 und Q3 gesperrt, wodurch wiederum der Kompressor 10 mit dem Motor
im Normalbetrieb arbeiten.
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Wenn der Schalter 60 geöffnet wird, so ist die Energiezufuhr zu der steuerbaren Schalteinrichtung Iß
unterbrochen und die Kontakte 17 und 18 werden geöffnet, wodurch der Kompressor 10 mit dem Motor von der Wechselspannungsquelle 23 abgetrennt ist. Zu diesem Zeitpunkt
weist der Kondensator 42 immernoch eine Ladung auf und diese Ladung beginnt sich über das auf derDiode 43 und
dem hohen Widerstand 44 bestehende Zeitverzögerungsnetzwerk zu entladen. Dieser Entladungspfad stellt sicher, daß
in diesem Fall an der Klemme 45 eine Spannung erscheint
die geeigne tlst, den Transistor Ql für den Fall, daß dem
System wieder Spannung zugeführt wird, im Sperrzustand zu halten. Wenn sich der Transistor Ql im Sperrzustand befindet,
so kommen hierdurch die Transistoren Q2 und Q 3 in einen durchgeschalteten Zustand, wobei \der Transistor Q3 das
Gatter 58 des Tyristors 50 kurzschließt und somit sicherstellt,
daß die steuerbare Schalteinrichtung 16 nicht während der Verzögerungszeit wieder betätigt werden kann.
Hierdurch wird vermieden, daß der Kompressor 10 nach seiner Abschaltung vor einem gewissen Mindestzeitraum wieder
gestartet·, wird, was verhindert, daß das Starten entgegen einem großen Druck im Kompressor erfolgt. Das Starten bei
großem Staudruck kann für ein Kühlsystem sehr schädlich sein und es steht schon seit längerer'Zeit fest, daß es
wünschenswert ist, zwischen drei und fünf Minuten nach dem
" Anhalten des Kompressors zu warten, bevor er wieder gestartet
wird.
Die beschriebene Wirkung ist der Normalbetrieb des System.es,
indem der Sicherheitsschalter geschlossen bleibt, und bei dem kein ungewöhnlich großer Strom in den Kompressor 10
gelangte. Das hier beschriebene System schützt gegen zwei Arten von Betriebsstörungen. In dem Fall, daß der Schalter
60 geschlossen ist und der Motor des Kompressors sich in .der Startphase befindet oder gestartet ist, wird der Motor
und der Kompressor, vor plötzlichem Blockieren oder »Kleben geschützt. Dieser Zustand wird nachfolgend als "blockierter
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Rotor" bezeichnet. Bei blockiertem Rotor dreht sich der
Motor hicht mehr und hierdurch gibt es keine elektromagnetische Rückwirkung Sie den durch den Motor fließenden Strom
auf das normale Maß begrenzt. Hierdurch fließt ein sehr großer, zerstörend wirkender Strom durch den Kompressor
10 und de» Motor, der im Gegensatz zu dem gewöhnlichen Startstrom in dieser Höhe erhalten bleibt. Dieser sehr große
Strom fließt zumindest teilweise über die Primärwicklung und bewirkt eine entsprechend hohe Spannung an der Sekundärwicklung
28, woraus wiederum eine entsprechend hohe Spannung über dem Kondensator 42 resultiert. Bei einer vorbestimmten ■■·'
Spannungsgröße über dem Kondensator 42 Wird wiederum der Transistor Ql gesperrt und die Transistoren Q2 und Q3 durchgeschaltet,
wodurch das Gatter 48 des Tyristors 50 kurzgeschlossen
und der leitende Zustand des Tyristors unterbrochen wird. Als Folge davon wird die steuerbare Schalteinrichtung
16 fast augenblicklich nicht mehr mit Energie versorgt und die Kontakte 17 und 18 öffnen sich, wodurch der Kompressor
10 mit seinem Motor von der Netzspannung abgetrennt wird» In dem Kondensator 42 befindet sich noch eine bestimmte
Ladung, die sich über die Diode 43 und den hohen Widerstand
44 erst entladen muß, bevor der Schaltkreis 46 zurückgestellt wird und die steuerbare Schalteinrichtung 16 wieder
betätigt werden kann. Diese Zeitverzögerung verhindert ein erneutes Starten so lange bis der Druck in dem Kompressor
10 auf ein geeignetes Maß zurückgekehrt ist.
Eine zweite Art des gestörten Betriebes besteht in einem langsam über die erwünschte Höhe hinaus ansteigenden Druck
oder in einer langsam über.die erwünschte Höhe hinaus steigenden Motortemperatur. Dieser Temperatur- oder Druckanstieg
wird durch einen Fühler im Sicherheitsschalterll ermittelt, woraufhin der Sicherheitsschalter 11 öffnet.
Nach dem öffnen des Sicherheitsschalters 11 ist der Widerstand
32 in seiner Aufgabe als Parallelwiderstand «zum Widerstand 34 wirkungslos, wodurch die Ausgangsspannung am
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Anschlußpunkt 33 der Sekundärwicklung 28 weiter ansteigen
kann, da nunmehr die Last für den Transformator.27 nicht mehr so.groß ist, woraufhin die über den Ausgängen des
Kondensators 42 erscheinende Spannung ansteigt. Dieser
Spannungsanstieg gelangt wiederum an die Klemme 45 und
schaltet den Transistor Ql ab, wodurch die Transistoren Q2 und Q3 leitend werden und das System abschalten. Eine
sehr kurze oder stoßweise öffnung des Sicherheitsschalters -11,wie sie beispielsweise durch ungewöhnliche Vibrationen
geschehen kann, reicht zum Abschalten des Systemes nicht aus, denn der Sicherheitsschalter 11 muß für eine kurze
Zeitspanne, etwa eine Sekunde hierzu geöffnet sein. Auf ^ dieee Weise werden fälschliche Systemabschaltungen durch
eine zufällige öffnung des Sicherheitsschalters infolge vorübergehender Vibrationszustände vermieden. Die einzige
Möglichkeit durch die das System abgeschaltet werden könnte, ist . eine endgültige öffnung des Sicherheitsschalters
11, wodurch die Spannung an der Sekundärwicklung 28 ansteigt und die Klemmspannung an. dem Kondensator 42 so groß
wird, daß der Transistor Ql gesperrt wird. Auch in diesem Fall muß der Entladevorgang des Kondensators 42 beendet
sein, bevor der Kompressor 10 wieder gestartet werden kann.
Aus dem oben gesagten ergibt sich, daß mit Hilfe zweier
parallelgeschalteter Widerstände 32 und 34 für den Kompres-
ψ sor und seinen Motor zwei unterschiedliche Überwachungsfunktionen durchgeführt werden können. Der Störzustand des
blockierten Rotors sorgt für einen anfänglichen Strom, der groß genug ist, das System unabhängig von der Wirkung der
beiden Impedanzen 32 und 34-abzuschalten. Die erfindungsgemäße Schutzschaltung ist aber auch in der Lage, auf einen
allmählich ansteigenden Störungszustand anzusprechen, indem der Sicherheitsschalter 11 öffnet und der Widerstand
32 nicht mehr parallel dem Widerstand 34 wirkt. Der Kondensator 42 sorgt für eine Zeitverzögerungsfunktion.beim
erneuten Starten des Kompressors 10, wenn vorher e^ne Abschaltung
stattgefunden hat, die durch einen blockierten
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Rotor, die Betätigung eines Sicherheitsschalters oder durch ein kurzzeitiges öffnen und Schließen des Schalters 60 bedingt
sein kann. Alle dieser Steuerungs- und Überwachungsfunktionen werden mit Hilfe des erfindungsgemäßen sehr
einfach aufgebauten Schutzkreises durchgeführt, der in neuartiger Weise einen Transformator mit zwei seiner Sekundärwicklung
parallel geschalteten Impedanzen anwendet, wodurch zwei unterschiedliche Ausgangsfunktionen durch einen einzigen
Transformator bewirkt werden.
Patentansprüche:
309824/044
Claims (6)
- PatentansprücheSchutzschaltung zum Schutz eines mit einem Elektromotor versehenen Systemes, welches mit einem auf eine Systemgröße ansprechenden und im Gefahrenbereich dieser Größe schaltenden Sicherheitsschalter versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Serienschaltung aus der Primärwicklung (26) eines Transformators (27) und einer steuerbaren Schalteinrichtung (16) den Motor an eine Wechselspannungsquelle anschließt, daß zumindest ein Teil der von der Leitungsaufnahme des^ Systems abhängigen Spannung der Sekundärwicklung (28) des Transformators (27) an einer ersten Impedanz (34) abfällt, daß die an der ersten Impedanz abfallende Spannung noch von der durch den Sicherheitsschalter (11) bewirkten Einschaltung einer mit der ersten Impedanz (3*0 verknüpften zweiten Impedanz (32) abhängt,daß ein mittels der vom Normalbetrieb des Motors und dem Normalzustand des Sicherheitsschalters abhängigen Spannung an der ersten Impedanz (34) gespeister, mit einem Energiespeicher (42) versehener Speicherkreis (40-42) vorgesehen ist, indem eine von der Impedanzspannung abhängige Energiemenge gespeichert wird und
daß ein durch die gespeicherte Energiemenge gesteuerterψ Schaltkreis (46) über die steuerbare Schalteinrichtung(16) den Motor von der Wechselspannungsquelle (23) trennt, wenn der Energiespeicher (42) einen einen bestimmten Schwellwert überschreitenden Energiebetrag gespeichert hat. - 2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Energiespeicher mit einer eine Diode (43) und einen Widerstand (44) aufweisenden als Verzögerungsglied wirkenden Entladungsstrecke (43, 44) ver-• bunden ist s die im Falle eines Ahsprechens des Schaltkreises309824/0U8213656-0(46) auf einen Gefahrenzustand des Systemes unter einer gewissen Zeitverzögerung den Energiespeicher (42) entlädt, wobei die Schutzschaltung erst nach der Zeitverzögerung in ihren zum erneuten Starten des Motors geeigneten Ausgangszustand zurückkehrt.
- 3. Schutzschaltung nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, daß die erste Impedanz und die zweite Impedanz Widerstände (32, 3*0 sind und der Energiespeicher ein Kondensator (42) ist.
- 4. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3» d adurch gekennzeichnet, daß der Schaltkreis (46) mit einem ausgehend von dem Energiespeicher (42) über Transistoren (Q1-Q3) angesteuerten Tyristor (50) versehen ist, über den die steuerbare Schalteinrichtung (16) betätigt wird.
- 5. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d adurch gekennzeichnet, daß der Sicherheitsschalter (11) ein von einem temperaturempfindlichenGlied betätigter Schalter ist, wobei das temperaturempfindliche Glied sich im thermischen Kontakt mit dem Elektromotor (10) befindet und den Motor durch Betätigen des Schalters vor Temperaturüberlastungen schützt.
- 6. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5» d adurch gekennzeichnet, daß ein elektrisch leitender Shunt (36) über die Primärwicklung (26) des Transformators (27) gelegt ist, um den Transformator an die Stromaufnahme des Motors (10) anzupassen.7» Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a-.durch gekennzeichnet, daß die steuerbare Schalteinrichtung (16) ein mit mechanischen Kontakten zur Stromversorgung des Elektromotors (10) versehener elektromagnetischer Kontaktgeber ist.309824/0AA8Leerseite
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