DE2126048A1 - Hochverformbare Einbrennlackierungen für Bleche - Google Patents
Hochverformbare Einbrennlackierungen für BlecheInfo
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Description
Troisdorf, den 24.5-1971 OZ 71 045 0934 )
DYNAMIT NOBEL AKTIENGESELLSCHAFT Troisdorf, Bez. Köln
"Hochverformbare Einbrennlackierungen für Bleche"
In der deutschenOffenlegungsschrift 1 807 776 wird ein spezielles
Herstellungsverfahren für hochfeste, sterilisier- und hochverformbare Lackfilme beansprucht. Man geht dabei von einem
Gemisch aus hochmolekularen Mischpolyestern, die im wesentlichen Reste der Tere- und Isophthalsäure sowie von Alkylenglykolen
und von 2,2-Dimethylpropandiol enthalten, 5 bis 30 i» eines Benzoguanamin-Harzes, 0,5 bis 2 i» saurer Katalysatoren und
ggf. Pigmenten aus. Dieses Gemisch wird in organischen Lösungsmitteln gelöst und nach bekannten Verfahren auf den vorzugsweise
metallischen Untergrund aufgebracht. Danach erfolgen die Verdampfung der Lösungsmittel und das Einbrennen bei Temperaturen
zwischen 100 und 300° C.
Die aus Lösungen dieser Produkte durch Einbrennen hergestellten
Überzüge haben jedoch im allgemeinen den Nachteil, daß sie nur
in sehr dünnen Schichten extremen Verformungen ausgesetzt werden können. Betragen die Schichtdicken derartiger Filme mehr
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als etwa 15-20 Mikron, so treten bei bestimmten Verformungsbedingungen Risse in der Filmschicht auf. Diese Begrenzung
der Schichtdicke der Lackfilme ist aber vielfach unerwünscht, da dadurch nicht genügend Schutz gegen mechanische Beschädigungen
gewährleistet wird.
Aufgabe äer Erfindung ist es daher, hochverfairmbare Lackfilme
herzustellen^ welche extremen Verformungsbedingungen auch bei Filmstärken von 30 bis 40 Mikron, insbesondere soweit sie auf
Metallblechen angebracht sind, unterworfen werden können, und welche gleichzeitig einen genügend hohen Härtegrad aufweisen.
D. h. die gute Verformbarkeit bei höheren Schichtdicken darf
nicht einen Abfall der Härte nach sich ziehen.
Die Möglichkeit,stärkere Lackschiehten aufzubringen, ohne die t
Verformbarkeit der lackierten Bleche zu beeinträchtigen, erscheint
nur unter der Voraussetzung als sinnvoll,daß die Widerstandsfähigkeit
der Lackschicht gegen mechanische Beschädigungen nicht verringert wird. Als Maß hierfür können insbesondere
die Bleistift-Härte nach den Prüfnormen der European Coil Coating Association und die Pendel-Härte nach DIH 53 157 herangezogen
werden. Es ist ein echtes Anliegen der Technik, mit derartig hochwertigen, genügend starken Filmen, beschichtete Hetallblöche
zu beschaffen.
Als MaB für den Begriff der extremes Verformbarkeit kann insbesondere
der T-Bend-Test (Prüfnoraan der 'European Coil Coating
Association), gemessen an 0,8 mm starken, lackierten Eisenblechen,
herangezogen werden. Hierbei wirtä das Bleoh mit d«r
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Lackeeite nach außen mit verschiedenen Krümmungsradien um 180°
gebogen, wobei sich die Krümmungsradien dadurch ergeben, daß
man entweder keine(Maflzahl O) oder mehrere ( Maßzahl>0) unlackierte
Bleche gleicher Stärke als Abstandshalter bei der Biegung verwendet. Die Maßzahl gibt an, unter welchen Bedingungen
die Biegung eben noch erfolgen kann, ohne daß bei 10-facher Vergrößerung Risse erkennbar sind.
Es wurde nun gefunden, daß man dann überraschend zu einem hochwertigen
für Metallbleche besonders vorteilhaft verwendbaren Lackfilm gemäß der eben aufgezeigten Aufgabenstellung gelangt,
wenn man im großen und ganzen nach dem Verfahren gemäß der DOS 1. 807 776 arbeitet, dabei aber einen solchen hochmolekularen,
linearen Mischpolyester einsetzt, welcher einen Glasumwandlungspunkt zwischen 30 und 50° C, vorzugsweise zwischen
35 und 45° C, aufweist.-
Genauerer Gegenstand der Erfindung sind hochverformbare, oberflächenharte,
haftfeste Einschichtlackfilme vorzugsweiee auf
Ketalluntergründen, hergestellt durch Einbrennen der auf den tu
beschichtenden Untergrund aufgebrachten Lack-Lösungen unter gleichzeitiger Verdampfung der Lösungsmittel, wobei die Lack-Lösungen
außer den organischen Lösungsmitteln enthalten:
a) 95 - 70 Gewichtsteile eines hochmolekularen, linearen Mischpolyesters
aus Resten der Tere- und Isophthalsäure, ggf. auch Resten aliphatiacher Dicarbonsäuren mit 6-12 C-Atomen, und
Reeten von Glykolen, wobei ein Teil der aliphatischen Dlcar-
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bonsäuren und/oder Glykole verzweigte Strukturen besitzt, mit
Glasumwandlungspunkten zwischen 30 und 50° C, vorzugsweise zwischen 35 und 45° C,
b) 5 - 30 Gewichtsteile eines Triazinharzes und/oder eines
Hexaalkoxymethylmelamins, vorzugsweise Hexamethoxymethylamin,
c) 0,5 - 2 Gew. ^, bezogen auf das unter b) genannte Produkt,
eines Härtungskatalysators aus der Gruppe der Mineralsäuren, monoalkyl- bzw. monoarylsubstituierter mehrbasischer Mineralsäuren
oder deren (Cyclo-OAlkylammoniumsalsen, und
d) ggf. Füllstoffe und/oder Pigmente.
Es war besonders überraschend, daß die erfindungsgemäßen Einschichtlackfilme
auch in größerer Schichtstärke hochverformbar ' sind, ohne daß die Härte des Materials eine Herabsetzung erfährt.
Es war nicht ohne weiteres vorherzusehen und ist be- ; sonders bemerkenswert,, daß es überhaupt möglioh ist, die Härte
der vorbeschriebenen Laokfilme beizubehalten und zugleich deren
plaslisohe und/oder elaetische Verformbarkeit so weit au erhöhen, daß die Schichtstärke praktisch verdoppelt werden kann.
Üblicherweise schließen sich große Härte und hohe plastischelastische Verformbarkeit bei im übrigen gleichen Voraussetzungen
gegenseitig aus und lassen nur Kompromißlösungen zu.
Die hochmolekularen, linearen Mischpolyester, welche in der zur Anwendung kommenden Lacklösung enthalten sind, und von
denen eich somit din Teil der in den erfindungsgemäßen Ein-
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schichtlackfilmen enthaltenen organischen Molekülreate ableitet*
haben vorzugsweise folgende Zusammensetzung:
Reste der Terephthalsäure 20 bis 30 Mol i>
Reste der Isophthalsäure 30 bis 20 "
ggf. Reste von aliphatischen Dicarbon-
bis 10 ■ säuren mit 6-12 C-Atomen :
Reste von Glykolen mit inagesamt
50 « 2 bis 9 C-Atomen
,, —
Öle hochmolekularen, linearen Mischpolyester, welche in der zur
Anwendung kommenden Lacklösung enthalten sind, und von denen sich ein Teil der in dem erfindungsgemäßen Einschichtlackfilmen enthaltenen Molekülreste ableitet, beschränken sich jedoch
nicht auf die obigen Typen der Vorzugsform der chemischen Zusammensetzung. Ss sind durchaus auch andere Mischpolyester aas
Tere- und/oder Isophthalsäure, ggf. aliphatischen Dicarboneäuren,
Glykolen und den obengenannten verzweigten Komponenten als Bausteine für die erfindungsgemäßen Lackfilme brauchbar.
Voraussetzung für die Eignung als diesbezügliche Bausteine eind
im wesentlichen folgende. Die Glasumwandlungspunkte (Tg-Werte)
müssen in dem angegebenen Temperatur-Bereich liegen. Sie lassen sich in bekannter Weise, z.B. durch Messung der Dielektrisitätskonstante
oder mittels der Differentialthermoanalyse, ermitteln.
Sie lassen sich zwar nicht exakt vorausberechnen, doch kann man in etwa abschätzen, daß der gewünschte Tg-Bereich dann erreicht
wird, wenn das Verhältnis der Anzahl von Benzolringen in der Polymeren-Hauptkette zu der Zahl der aliphatlochen
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Kettenglieder einschließlich der -CO- und -O- Kettenglieder der
Estergruppen bzw. Äther-Sauerstoff oder dgl. etwa 0,13 "bis 0,15
beträgt. Dabei dürfen die Dialkylmethylengruppen jedoch nicht
berücksichtigt werden, da sie den Glasumwandlungspunkt nicht herabsetzen (z.B. die Dimethylmethylengruppe im 2,2-Diinethylpropandiol).
Weiter 1st anldie Polyester die Forderung zu stellen, daß sie
ψ weder durch Tempern noch durch Quellung kristallisieren dürfen,
und daß sie in den gebräuchlichen Lacklösungsmitteln löslich
sein sollen; Die erstgenannte Forderung ist mit großer Sicherheit dadurch erreichbar, daß man das Verhältnis von Resten der
Terephthal- zu solchen der Isophthalsäure annähernd gleich 1 wählt, obwohl käofig auch extreme Abweichungen von diesem Verhältnis
zulässig sind; die zweite Forderung läßt sich im allgemeinen dadurch erreichen, daß Dicarbonsäuren und/oder Gly—
, kole mit seltenständigen Alkyl- und/oder Arylgruppen in gentt-ι
gender Konzentration verwendet werden.
Die mit der LaeklBeung zur Anwendung kommenden hochmolekularen,
linearen Mlsohpolyester weisen vorzugsweise eine Relative Viskosität von 1,5 bis 1,8 auf. (Unter "Relative Viskosität" ist in
diesem Fall und auch an allen anderen Stellen dieser Schrift
*1
das Verhältnis 1^ , = ί~ zu verstehen, wobei t-j ü Le Durchlauf-
zeit einer Lösung von 1 g Polymer in 100 ml cuar Mischung au»
60 Gew,# Phenol und 40 Gew.# 1,1,292°-Tetrachloräthan und tQ die
Durchlaufzeit des zuletzt genannten Lösungsmittel-Gemisches in
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einem Kapillarviskosimeter ist. Die Messung der Durchlaufzeiten
erfolgt- jeweils bei 25° C).
Als Triazinharze, welche in der zur Anwendung kommenden lacklösung
enthalten sind, und von denen sich somit ein weiterer Teil der in den erfindungsgemäßen Einschichtlackfilmen enthaltenen
organischen Molekülreste ableitet, kommen insbesondere Benzoguanaminharze in Betracht. Grundsätzlich kommen aber auch
andere Triazinharze wie etwa Melaminharze oder dgl. in Frage.
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. Die in den Lacklösungen enthaltenen Polyester und Triazinharze
werden nach "bekannten Verfahren vorzugsweise unter Einsatz von Kondensationskatalysatoren hergestellt. Derartige Verfahren
sind beispielsweise in folgender Literatur "beschrieben. W.R. Sorenson, T.W. Campbell. Preparative Methods of Polymer
Chemistry, Interscience Publishers, Inc., New York 1961, Pp 111 - 127, 298 - 304.
Pur die Herstellung der erfindungsgemäßen hochverformbaren
Einschichtlackfilme ist es wichtig, daß die Ausgangs-Lacklösungen die wirkungsvollen Härtungskatalysatoren enthalten.
Als solche kommen insbesondere folgende Substanzen in Präge:
Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salzsäure,'Oxalsäure, Benzolsulfonsäuren,
Toluolsulfonsäuren oder dgl. sowie insbesondere deren Salze mit bei höherer Temperatur flüchtigen Basen, wie Ammoniak,
Mono-,Di- und -Trialkylamine, Morpholin, Dimethylformamid,
Dimethylacetamid, ϊΦ-Methylpyrrolidon usw. Diese Salz v/erden
im folgenden als Ammoniumsalze bezeichnet.
Vielfach iat die Zugabe dieser sauren Katalysatoren als Lösung
in geeigneten organischen Lösungsmitteln zu empfehlen.
Als Pullstoffe und Pigmente für die erfindungsgemäßen Einschichtlackfilme
kommen u.a. folgende Substanzen in Präge:- Titandioxid, Kreide, Kieselsäure, Magnesiumoxid und Pigmentfarbstoffe.
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Die Erfindung "beschränkt sich nicht auf solche Einschichtlackfilme,
welche auf Metalluntergründe und insbesondere Metallbleche aufgebracht werden· Grundsätzlich sind in den Schutzumfang
auch Laekfilme mit eingeschlossen, welche sich auf anderen
temperaturbeständigen Untergründen befinden, wie beispielsweise auf keramischen oder gläsernen Stoffen oder auf feuerfesten
anorganischen Körpern und technischen Schmelzprodukten. Selbst die .aufbringung der erfindungsgemäßen Lackfilme auf temperaturbeständige
Kunststoffe, insbesondere auf Duroplasten ist denkbar. All diese zuletzt aufgezählten, mit Lackfilmen beschichteten
Körper, könnten von erheblicher Bedeutung für die Elektrotechnik sein.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
von hochverformbaren, oberflächenharten, haftfesten
Lackfilmen durch Einbrennen von vorzugsweise auf Metalluntergründen aufgebrachten Lacklösungen aus
a) 95 - 70 Gewichtsteilen eines hochmolekularen, linearen
Misphpplyestere, bestehend aus Resten der lere- und Isophthalsäure,
ggf. auch Resten aliphatischer Dicarbonsäuren mit 6 12 C-Atomen, und Resten von Glykolen, wobei ein Teil der aliphatischen
Dicarbonsäuren und/oder Glykole veriweigte Strukturen
besitzt,
b) 5 - 30 Gewiohtatellen eines Trii zinharae· und/oder ein«
Hexaalkoxymethylmelamins, vorzugsweise
209849/1 U4 onmiHAL inspected
c) 0,5 - 2 Gew. #, bezogen auf das unter b) genannte Produkt,
eines Härtungskatalysatbrs aus der Gruppe der Mineralsäuren, monoalkyl- bzw. monoarylsubstituierter mehrbasicher
Mineralsäuren oder deren Ammoniumsalzen.
d) ggf. Füllstoffen und/oder Pigmenten,
wobei als Lösungsmittel organische lösungsmittel, vorzugsweise Alkohole, Ketone, Essigsäureester oder Aromaten verwendet
werden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man als hochmolekulare, lineare-Mischpolyester a solche mit Glas-Umwandlungspunkten
zwischen 30 und 50° C, vorzugsweise zwischen 35 und 45° C, einsetzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dem Verfahren der deutschen
Offenlegungsschrift 1 80? 776 sehr ähnlich. Der große
Unterschied liegt aber in der Verwendung der speziellen hochmolekularen, linearen Polyester. Erf indungsgemäß- wird
jeweils ein.'solcher eingesetzt, welcher die angegebenen speziellen
Glasumwandlungapunkte aufweist. Dies hat überraschend
zur Folge, daß ein besonders hochwertiger Einschichtlackfilm entsteht, wie er als Hauptgegenstand dieser Erfindung oben
bereits ausführlich beschrieben worden ist.
203848/1144 ORfSiim inspected
85 Gewichtsteile eines Polyesters, bestehend aus Resten der.
Terephthalsäure, der Isophthalsäure, der Sebacinsäure, des Äthylenglykols, des 2,2-Dimethylpropandiols und des Diäthylenglykols
im Molverhältnis 25/21/4/12,5/30/7,5 mit einem Glasumwandlungspunkt (Tg) von 38 bis 40° C und einer Relativen
Viskosität (7I7^Qi) von 1,68 wurden in 186,6 Gewichtsteilen
Äthylglykolacetat gelöst und dieser Lösung 28,6 Gewichtsteile einer 78 #igen Benzoguanaminharz-Lösung in Butanol/Xylol 1:1
zugegeben; das Bezoguanaminharz war ein Umsetzungsprodukt aus 2,4 Mol Formaldehyd und 1,4 Mol Butanol mit 1 Mol Benzoguanamin.
Diese Mischung wurde mit 125 Gewicht steilen Titandioxid-Pigment
auf einem Walzenstuhl vermählen und danach mit 4 Gewichtsteilen einer 5 $igen Lösung des Morpholinsalzes der p-Toluolsulfonsäure
in Benzylalkohol versetzt. Die aus diesem Lack auf Stahlblech von 0,8 mm Dicke aufgezogenen Filme wurden 10 min bei
Temperaturen von 190 bis 210° C eingebrannt, wobei Trockenfilmdicken
von 30 — 35/* erzielt wurden.
Es wurden folgende Prüfwerte erhalten:
Pendelhärte: . 138-154 see (nach DIN 53 157)
Gitterschnitt--f 7 rom Tiefung: GT 0 (nach DIN 53 151). .■
T-Beiid-Test: 0 - 1 (nach ECCA-Norm)
Bleistifthärte: H - 2H(nach ECCA-Norm
(ECCA ist eine Abkürzung für European Coil Coating Association)
Schlagtiefung: über 6 mm (nach ERICHSEN,Typ 226)
Die Durchführung des Schlagtiefungsvorsuohs ist z.B. beschrieben
209849/11U
in G. Zeidler, G. Bleisch, Laboratoriumsbueh für die lack- und
Anstrichmittelindustrie, W. Knapp, Düsseldorf 1967, S. 311.
Führte man den gleichen Versuch unter Verwendung eines Polyesters aus, welcher jeweils 25 Mol $>
Reste der Terephthalsäure, der Isophthalsäure, des 2,2-Dimethylpropandiols und
des Äthylenglykols einkondensiert enthielt, einen Tg-Wert von 65° C besaß und einen tyrei~*Wert von 1,63 aufwies, so blieben
Pendel- und Bleistifthärte, die Schlagtiefungs- und Gitterschnitt-Werte
unverändert; dagegen wurden beim T-Bend-Test schlechtere Werte ermittelt. Sie lagen bei 2 - 4 (ECCA-Norm).
Verwendete man bei sonst gleichen Voraussetzungen einen Polyester,
der zusammensetzungsmäßig von dem des Beispiels 1 dadurch abweicht, daß er .17 Mol $>
Isophthalsäure und 8 Mol # Sebacinsäure-Reste enthielt, einen Tg-Wert von 25° C und einen
Wrel-Wert von 1,65 besaß, so ging die Bleistifthirte auf
2B zurück. " .
Das Beispiel 1 wurde unter Verwendung eines Polyesters wiederholt,
der aus Resten der Terephthalsäure (25 Mol ^), der Isophthalsäure
(25 Mol #), des 2,2-Dimethylpropandiols (30 Mol
des Hexandiols-1,6 (15 Mol $>) und des Äthylenglykols (5 Mol
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— 1 J —
bestand, einen Tg-Wert von 42 - 44° G und eine Relative Viskosität
von 1,52 aufwies. Der resultierende Lackfilm auf dem Blech wies folgende Prüfwerte auf:
Schlagtiefung: über 7 mm
Gitterschnitt + 7 mm Tiefung: GT O - 1
T-Bend-Test: 0-1
Bleistifthärte: H - 2H
Beispiel 5 ~ 7
Es wurde analog den vorigen Beispielen gearbeitet. Dabei kamen jedoch folgende hochmolekularen, linearen Polyester zur Anwendung
:
Beispiel 5) Poly-fäthylen^^^-trimethylhexamethyleii-terephtalat-isophthalatj
(Zusammensetzung in Mol %: 25/25/25/25
Mol $); Tg 38° 0,->;rel 1,72.
Bo isplel 6) Poly-[äthylen-2,2-d ime thylpropylen-terephthalat
iaophthalat-1,3,3-trimßthylarl Lpatj (Zusammensetzung in Mol $
3O/2O/2O/23/7); Tg 41° <V^roi 1,68.
Bi)LspLel 7) Poly-[äthylen-2,2--(itirothylpropylen-torophthalatlaophthalab-adlpat)
(Zwanrnrnvanntzimg in Mol #: 10/40/25/19/6);
Ri? wurden in allen 3 Fällen T^iokfilme erhalt-an, die die gleichen
Prüfvmrte v/io die Filme :;eniäii Bolaplel 1 und 4 aufweisen.
2098A9/1UA
-H-
Beispiel 8-10
Ea wurde gemäß der Beispiele 5-7 verfahren, nur mit dem Unterschied,
daß anstelle eines Bezoguanamin-Harzes Hexamethoxymethylmelamin
in gleicher Menge eingesetzt wurde. Die resultierenden Lackfiliae entsprechen in ihren Prüfwerten ganz denjenigen
der Beispiele 5-7.
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Claims (6)
1. Hochverformbare, oberfläehenharte, haftfeste Einschichtlackfilme
vorzugsweise auf Metalluntergründen, hergestellt durch Einbrennen der auf den zu beschichtenden
Untergrund aufgebrachten Lack-Lösungen unter gleichzeitiger Verdampfung der Lösungsmittel, wobei die Lack-Lösungen
außer den organischen Lösungsmitteln enthalten:
a) 95-70 Gew.-Teile eines hochmolekularen, linearen Mischpolyesters
aus Resten der Tere- und Isophthalsäure, ggf. auch Resten aliphatischer Dicarbonsäuren mit 6 - 12 C-Atomen,
und Resten von Glykolen, wobei ein Teil der aliphatischen Dicarbonsäuren und/oder Glykole verzweigte
Strukturen besitzt, mit Glasumwandlungspunkten zwischen 30 und 50° C, vorzugsweise zwischen 35 und 45° C
b) 5~3O Gew.-Teile eines Triasinharzes und/oder eines Hexaalkoxymethyliaelamins,
vorzugsweise Hexamethoxymethylamin,
c) 0,5 - 2 Ggw. #, bezogen auf das unter b) genannte Produkt,
eines Härtungskatalysators aus der Gruppe der Mineralsäuren,
ifionoalkyl- bzw. moiioarylsubstituierter mehrbafjischor
Kineralsäuren οάβτ deren Ammoniumsalzen, und
d) ggf. !Füllstoffe und/oder Pigmente*
209849/1
2. Einschichtlackfilme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einkondensierten Reste der in der ursprünglichen
Lacklösung enthaltenen hochmolekularen, linearen Mischpolyester a zu 20 bia 30 Mol $ aus Resten
der Terephthalsäure, zu 30 bis 20 Mol % aus Resten der Isophthalsäure, ggf. zu bis 10 Mol $ aus Resten von
aliphatischen Dicarbonsäuren mit 6 bis 12 C-Atomen und zu
50 Mol fo au3 Resten von Glykolen mit insgesamt
2 bis 9 C-Atomen bestehen.
3. Einschichtlackfilme nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch'
gekennzeichnet, daß die einkondensierten Mischpolyestera-
Reste sich von hochmolekularen, linearen Mischpolyestern mit einer Relativen Viskosität von 1,5 bis 1,8
ableiten.
4· Einschichtlackfilme nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die einkonden3.ierten Triazinharz-*
Reste von einem Benzoguanamin-Hars ableiten.
5. Einschichtlackfilme nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet
durch T-Bend-Test-Werte gemäß ECCA-Morm
von 0 bis 1, durch Bleisti.t'th&rljen von H bis 211, gemäß
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ECCA-lTorm, durch Pendelhärten gemäß DIN 53 157 von 130 bis
see una durch Gitter3chnitt-Werte gemäß DIN 53 151 (+ 7 mm
Tiefung) von GT Ö - 1.
6. Verfahren zur Herstellung von hochverformbaren, oberflächenharten,
haftfesten Lackfilmen durch Einbrennen von vorzugsweise auf Metalluntergründen aufgebrachten Lacklösungen aus
a) 95 - 70 Gewichtsteilen eines hochmolekularen, linearen Mischpolyesters, bestehend aus Resten der Tere- und Isophthalsäure,
ggf. auch .Resten aliphatlscher Dicarbonsäuren mit 6-12 C-Afcomen, und Resten von Glykolen, wobei ein Teil
• der aliphatischen Dicarbonsäuren und/oder Glykole verzweigte
Strukturen besitzt,
b) 5-30 Gewichtsteilen eines Triazinharzes und/oder eines
IlexaalkoxymethylmGlamins, Vorzugs v/eise Hexaiaethoxymethylmelamin,
c) 0,5-2 Gew.ji, bezogen auf das unter b) genannte Produkt,
einen Härtungskatalyrsafcors aus der Gruppe der Mineral säuren,
monoalkyl- bzw. monoarylsubstituiertor mehrbasischer Mineralsäuren
oder deren Ammoniumsalzen, und
d) ggf. Füllstoffen und/oder Pigmenten,
wobei als Lösungsmittel organische Lösungsmittel, vorzugsweise Alkenole, Ketone ,"Essigsäure ester oder Aromaten verwendet werden,
dafl.ureh f<ekennzοichnofc, daß man als· hochmolekulare, lineare
Mischpolyester a solche mit Glasumwandlungspunkten zwischen. 30 und 50° 0, vorzugsweise zwischen 35 und 45° 0
209849/11U
einsetzt.
Dr.P/Ni
-18-
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