DE2125712A1 - Heat-treatment chamber - for nap material partic polyacrylonitrile pile fibres - Google Patents
Heat-treatment chamber - for nap material partic polyacrylonitrile pile fibresInfo
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Description
- Mit Dampf oder Heiß luft betriebene Wärmebehandlungskarnmer für bahnförmige Textilien aller Art" Zusatz zu Patentanmeldung P 14 60 498.9 Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Dampf oder heißluft betriebene Wärmebehandlungskammer für bahnförmige Textilien aller Art, deren Warenauslauf gasdicht mit einem unmittelbar nachgesqhalteten Flüssigkeitsbad verbunden ist, in dem die Ware an einer von der Flüssigkeit durchströmten Führung zur Anlage kommt, nach Patentanmeldung P 14 60 498.9.
- Es ist bekannt, z. B. am Auslauf eines Dämpfers ein Wasserschloß vorzusehen, um ein Ausströmen von Dampf zu verhindern. Ebenso ist es bekannt, den Auslauf in einem Waschbad enden zu lassen, also den Dämpfer mit dem Waschbad gasdicht zu verbinden, um die Ware gleich anschließend an die Wärmebehandlung einem Waschvorgang zu unterziehen. Um keine Schwierigkeiten bei der Warenübergabe von Aggregat zu Aggregat zu haben und um beim Waschen einen optimalen Behandlungseffekt zu erzielen, schlägt die Erfindung nach der Hauptanmeldung vor, die Ware in dem Bad an eine von der Flüssigkeit durchströmte Führung zur Anlage zu bringen. Diese Maßnahme gewährleistet neben einer selbsttätigen Warenübergabe einen guten Wascheffekt, der allein mit Hilfe der Warendurchströmung erzielt werden kann.
- Als Wärmebehandlungskammer kann hier jede Art z. B. ein Dämpfer zur Anwendung kommen. Neben Hängeschlaufen- oder Laufschlaufendämpfern sind insbesondere Spiraldämpfer zu nennen, die für die sehr empfindliche Polware wie Plüsche die einzig geeignete Vorrichtung zur Farbstoff ixierung sind. Polwaren vertragen keinen Druck auf die Florschicht, der sie für immer in ihrer Voluminösität beeinträchtigen würde. Dies gilt insbesondere für Polyacrylnitril-Fasern, die sich schon bei ihrer Fixiertemperatur im plastischen Bereich befinden. Aus diesen Gründen verursacht jede Druckbeanspruchung des Flors bei dieser Temperatur eine bleibende Veränderung.-Um bleibende Veränderungen des Flors insbesondere beim Abkühlen zu verhindern, ist es an einem Spiraldämpfer bekannt, die Ware längs durch ein etwa horizontal ausgerichtetes Bad zu ziehen, in dem gegen die Warentransportrichtung Flüssigkeit geführt wird.
- Wenn diese Maßnahme auch ein langsames Abkühlen gewährleistet, so kann sich doch der Flor, insbesondere bei langpoliger Ware, nicht vollßaufrichten, weil durch die Flüssigkeitsströmung -parallel zur Wore die Fasern flachliegen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in Ausgestaltung der Grundidee nach der Hauptanmeldung eine Einheit: armebehandlungskammer-lVaschmaschine zu schaffen die insbesondere für derart empfindliche Polware geeignet ist, indem im Flüssigkeitsbadnicht nur für eine langsame Abkühlung gesorgt ist, sondern auch für einen guten Wascheffekt mit einer eindeutigen Ausrichtung des Pols senkrecht zur Trägerschicht.
- Die Erfindung sieht insbesondere für die Behandlung von Polware aus synthetischen Fasern z. B. Polyacrylnitril-Fasern vor, daß die Ware mit der florabgekehrten Fläche auf der durchströmten Führung vorzugsweise einem Siebtrommelmantel zur Auflage kommt, die Ware entgegen der generellen Arbeitsrichtung bezüglich Einheit: Wärmebehandlungskammer-Flüssigkeitsbad durch das Bad geführt ist, weiterhin Einrichtungen im Flüssigkeitsbad zur Gewährleistung einer langsamen Abkühlung der Ware und schließlich zwischen der Wärmebehandlungskarrier und dem Bad keine den Flor berührenden Vorrichtungsteile angeordnet sind.
- Die Vorteile der erfindungsgemaßen Maßnahmen liegen auf der IIand.
- Die aus dem Dämpfer mit verklebtem Flor in die Abkühleinrichtung gelieferte Ware wird zunächst etwa mit einer Temperatur beaufschlagt, die nur wenig niedriger als die im Dämpfer ist.
- Gleichzeitig wird durch die Wasserströmung quer durch die Ware von innen nach außen der Flor exakt senlcrecht zur Trägerschicht ausgerichtet, so daß auch die einzelnen Fasern voneinander getrennt werden. Anschließend wird die Ware in eine Zone mit einer geringeren Flüssigkeitstempetatur gefördert, in der gegebenenfalls schon die Ware unterhalb des Erweichungspunkctes der Faser abgekühlt wird. Damit wäre eine gleichbleibende Deformation des Flors schon nicht mehr möglich. Bei der weiteren Naßbehand-lung kann die Ware weiterhin ahgekülllt und auch gewaschen, also von den fixierten Farbstoffresten befreit werden. Eine zusätzliche Waschmaschine kann damit gegebenenfalls entfallen, so daß die Ware nach der Trocknung z. B. mittels einer Siebtrommelvorrichtung gleich auf eine Docke verkaufsfertig aufgewickelt werden kann.
- Die Erfindung nach der Hauptanmeldung offenbart bereits eine Wärmebehandlungskammer mit unmittelbar nachgeschalteter Siebtrommeiwascheinheit. Unter Berücksichtigung der bereits genannten Maßnahmen müßte der Siebtrommelinnenraum und/oder der die Siebtrommel umgebende Raum innerhalb des Bades durch achsparallele, in der Nähe der sich bewegenden Siebtrommelwandung endende Wandungen unterteilt sein, Die Wandungen sind radial oder lotrecht auszurichten, je nachdem wie es für die einzelnen Sektionen am zweckmäßigsten ist.
- Zum Aufheizen der am Marenauslauf in das Flüssigkeitsbad eingegebenen Frischwassermenge ist selbstverständlich in dem Bad eine Heizung vorgesehen. Außerdem sind den einzelnen Sektionen Pumpen zuzuordnen, die jeweils die Umwälzung der in den einzelnen Sektionen enthaltenen Flüssigkeit bewirken. Die Drehrichtung der Pumpen sollte so eingerichtet sein, daß die Flüssigkeit vom Siebtrommelinnenraum nach außen gedrückt wird, weil dadurch der Flor mit Sicherheit senkrecht zu seiner Trägerschicht ausgerichtet wird.
- Weitere zinzellleitcll der Erfindung gcklen aus einem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung hervor. Dazu sei bemerkt, daß sämtliche im Text beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten technischen Merkmale allein und insbesondere auch in Kombination erfinderische Bedeutung haben. Es zeigen: Figur 1 im Schnitt eine DämDfvorrchtung mit anschließendem Waschbad und Figur 2 einen Schnitt quer durch die Wascheinrichtung nach Figur 1.
- Die als Spiraldämpfer 1 ausgebildete Wärmebehandlungsvorrichtung nimmt die in ihrem Kern von einer Docke 2 abgewickelte und mit Hilfe eines Farbauftraggerätes 3 gefärbte Ware durch eine Einlauföffnung 4 auf und führt sie huber eine Vielzahl von Umlenkrollen 5 spiralförmig zum Auslauf 6. Durch diese spiralförmige Führung der Ware kommt deren Flor nicht mit irgendwelchen Umlenkeinrichtungen in Berührung. Auch wird die Ware immer in der -selben Richtung umgelenkt, was gegenüber der Warenführung an einem lIängeschlaufendämpfer Vorteile für die Qualität von z. B.
- Acryl-Ware hat.
- Der Auslauf 6 des Spiraldämpfers 1 mündet nicht in die Atmosphäre, sondern geht in einen Kanal 7 über" der dampfdicht mit einem Flüssigkeitsbad 8 verschlossen ist. In dem Flüssigkeitsbad 8 ist eine Siebtrommel 9 drehbar gelagert und von innen nach außen in Richtung der Pfeile lo von Flüssigkeit durchströmt. Sowohl der Innenraum der Siebtrommel 9 als auch der Raum zwischen der Siebtrommel und der Wandung des Flüssigkeitsbades 8 sind achsparallei ausgerichtete Wandungen 11 angeordnet, die in dem Bad verschiedene Behandlungsabteile bilden. Jedem Abteil ist eine aus Figur 2 ersichtliche Pumpe 12 zugeordnet, die die Behandlungsflüssigkeit über Heizeinrichtungen 13 im Kreislauf durch die Ware drückt.
- Die durch den Kanal 7 in Richtung des Waschbades 8 geförderte Ware gelangt mit der florabgekehrten Seite auf die Siebtrommel 9 und wird im ersten Behandlungsabteil mit einer von innen nach außen durch die Siebtrommel strömenden Flüssigkeit beaufschlagt, die etwa eine Temperatur von 80 - 9o ° aufweist. Infolgedessen wird der noch weiche Flor mit Hilfe der Flüssigkeitsströmung aufgerichtet, und die verklebten Faseren werden voneinander getrennt. Eine längs um die Siebtrommel angeordnete Siebdecke 14 sorgt für eine exakt radial gerichtete Flüssigkeitsströmung, die dann wie aus Figur 2 ersichtlich zur Pumpeneinheit 12 umgelenkt wird.
- In jedem folgenden durch die Wandungen 11 voneinander getrennten Abteile wird ebenfalls die Flüssigkeit von innen nach außen die Ware durchdringen, jedoch mit einer geringeren Flüssigkeitstemperatur,da die Frischwassermenge 15 am Auslauf des Bades 8 eingegeben und langsam von Abteil zu Abteil bis schließlich zum Wareneinlauf des Bades 8 auf etwa 80 - 9o ° mit Hilfe der Heizeinrichtungen 13 exrbitzt wird. Eine genaue Abdichtung der Wandungen 11 gegenüber der Siebtrommeloberfläche ist nicht notwendig, da ja ein langsamer Austausch der Flüssigkeit vom AuS-lauf des Bades 1 bis hin zum. Einlauf erfolgen soll.
- Dem Waschbad 8 kann sich eine Trockenvorrichtung anschließen, die mit dem Pfeil 16 dargestellt sei.
Claims (7)
- PatentansprücheMit Mit Dampf oder heißluft betriebene Wärmebehandlungskammer für bahnförmige Textilien aller Art, deren Warenauslauf gasdicht mit einem unmittelbar nachgeschalteten Flüssigkeitsbad verbunden ist, in dem die Ware an einer von der Flüssigkeit durchströmten Führung zur Anlage kommt, nach Patentanmeldung P 14 60 498.9, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere zur Behandlung von Polware aus synthetischen Fasern, z. B. Polyacrylnitrilfasern, a) die Ware mit der florabgekehrten Fläche auf der durchströmten Führung vorzugsweise Siebtrommelmantel (9) zur Auflage kommt, b) die Ware entgegen der generellen Arbeitsrichtung bezüglich der Einheit: Wärmebehandlungskammer zu- Flüssigkeitsbad t (8) durch das Bad (8) geführt ist, c) Einrichtungen (11, 12 13) im Flüssigkeitsbad (8) zur Gewährleistung einer langsamen Abkühlung der Ware im Bad und d) in der Wärmebehandlungskammer (1) und zwischen dieser und dem Bad (8) keine den Flor berührenden Vorrichtungsteile angeordnet sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einer in dem Bad drehbar gelagerten, von der Flüssigkeit durchströmten Siebtrommel, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebtrommelinnenraum und/oder der die Siebtrommel umgebende Raum innerhalb des Bades (8) durch achsparallele, in der Nähe der sich bewegenden Siebtrommeiwandung endende Wandungen (11) unterteilt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (11) radial und/oder lotrecht ausgerichtet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umwälzung von Flüssigkeiten gegebenenfalls unterschiedlicher Temperaturen jeder Kammer eine Pumpe (12) zugeordnet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebtrommel (9)<von innen nach außen von der Flüssigkeit durchstrdmt ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch .4 mit einem Flüssigkeitsbad, durch das im Gegenstrom Frischwasser geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Bad (8) Erhitzungseinrichtungen (13) vorgesehen sind, das Erischwasser (15) der Kammer am Warenauslauf zugegeben und die Flüssigkeit bei ihrem Wege von Kammer zu Kammer schließlich +) etwa 9o OC,in der Einlaufkammer auge, heizt ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsabströmraum im Siebtroiamelbad (8) vo. der Siebtroinmelwandung (9) durch eine Siebdecke (14) getrennt ist.+) auf L e e r s e i t e
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