DE2125552B2 - Vorrichtung zum Wickeln von elektrischen Spulen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wikkeln von elektrischen Spulen mit durchschnittlicher
oder großer Windungszahl, mit einem schrittweise bewegbaren Drehtisch, an dessen Umfang eine Anzahl
von Wickeleinheiten mit sich drehenden Wickeldornen und den Wickeldornen zugeordneten, das Wikkelmuster
bestimmenden Drahtführungen zum Wikkehi der Spulen angeordnet ist, und mit einem sich
koaxial zum Drehtisch drehenden Drahtrollenhalter für eine Anzahl von Drahtrollen, sowie mit inner Antriebsanordnung
zum Antreiben des Drehtisches und des Drahtrollenhalters.
Derartige Vorrichtungen, wie sie beispielsweise aus der Zeitschrift »Feinwerktechnik« 71. Jahrgang,
1967, S. 22 bis 29, bekanntgeworden sind, sind insbesondere
zum Herstellen großer Mengen von Spulen bestimmt und geeignet, auf welche jeweils Draht mit
einer großen Windungszahl gewickelt werden so'l, wobei derartige Spulen beispielsweise für die Hersteliuig
·. on Relais bestimmter Elektromagneten, elektrische Ventile für pneumatische und hydraulische
Anlagen u. dgl. Verwendung finden.
Ähnliche Vorrichtungen zum Herstellen von Spulen sind aus der Zeitschrift »Industrie-Elektrik und
Elektronik«, 10. Jahrgang, 1965, Nr. B 7/8, S. A 42? sowie aus der DH-AS J 040690 und den US-PS
1970934,3 101 180 und 3011729 bekanntgeworden,
wobei sich diese weiteren bekannten Vorricirtungen
zum Herstellen von Spulen von der Vorrichtung gemäß der oben zunächst genannten Druckschrift und
damit von der Gattung der erfindungsgemäßen Vorrichtung jeweils durch ein oder mehrere abweichende
bzw. nicht vorhandene Merkmale unterscheiden. So weist beispielsweise die Vorrichtune eemäß der IIS-
PS 3 101 ISO keine am Umfang des Drehtisches angeordneten
Wickeleinhciten auf, während beispielsweise bei der aus der US-PS 301 1 729 bekanntgewordenen
Vorrichtung der Drehtisch nicht schrittweise bewegt wird.
Bei den bisher bekannten gattungsmäßigen und iihnlichcn Vorrichtungen zum Wickeln von Spulen ist
jeweils eine Anzahl von Wickelköpfen vorgesehen, die jeweils eine Anzahl von entlang einer geschlossenen
Bahn angeordneten Bearbeitungsstationen durchlaufen, in denen die Spulenkerne aufgesetzt
werden, der Wickelvorgang durchgeführt wird, die fertigen Spulen entnommen werden usw.
Dabei bestimmt bisher die Geschwindigkeit des Wickelvorganges die Ausstoßkapazität der Vorrichtung,
da für das Wickeln der Spulen selbst bei einer Drehung der die Spulenkerne jeweils tragenden Wikkoklorne
mit hoher Geschwindigkeit eine erheblich längere Zeit beansprucht wird als für die anderen Bearbeitungsvorgänge,
wie das Aufsetzen der Spulenkerne und das Entnehmen der fertigen Spulen oder aber für weitere zusätzlich erforderliche Behandlungsvorgänge,
zu denen beispielsweise das automatische Anhaken des Drahtes zu Beginn des Wickelvorganges,
das Festlegen der Spulenwindungen mittels eines Umwicklungsbandes oder mittels Wachs,
das Anbringen einer Schutzhülle am Anfangsende des Drahtes, das Abbiegen der Spulenenden zu einer oder
zwei Anschlußklemmen od. dgl. gehören.
Eine Leistungssteigerung bezüglich der Produktivität ist mithin nur durch eine Verkürzung des Wickelvorganges,
d. h. also durch eine Erhöhung der Wikkelgeschwindigkeit, zu erzielen. Andererseits treten
aber bei einer Erhöhung der Wickelgeschwindigkeit über bestimmte kritische Grenzen hinaus beachtliche
Probleme beispielsweise bezüglich der Zuführung des Drahtes oder der statischen oder dynamischen Auswuchtung
der Spulenkerne auf.
Zwar lassen sich mit einigen bekannten Vorrichtungen,
welche die Merkmale der oben beschriebenen Gattung aufweisen oder dieser Gattung ähnlich sind,
bei denen also längs eines Teiles des schrittweise angetriebenen Drehtisches oder über dessen ganzen
Umfang verteilt, eine Anzahl von Wickelköpfen vorhanden ist. denen auf einem verhältnismäßig engen
Kreissektor Bearbeitungsstationen zugeordnet sind, bei denen jeder Wickelkopf im Verlaufe einer vollständigen
Umdrehung des Drehtisches einen vollständigen Wicklungsvorgang ausführt, bereits verhältnismäßig
große Ausstoßleistungen erzielen, doch sind auch diese bekannte^ Vorrichtungen mit nachstehend
im einzelnen erläuterten Nachteilen behaftet, welche sich mit weiterer Vergrößerung des Ausstoßes noch
steigern.
Zunächst ist einmal zu berücksichtigen, daß die Kosten eines Wickelkopfes allgemein verhältnismäßig
hoch sind, so daß sie die Gesamtkosten der gesamten Vorrichtung beachtlich beeinflussen. Dieses ergibt
sich bereits ohne weiteres aus dem Umstand, daß bei diesen bekannten Vorrichtungen jeder Wickelkopf
mit einem eigenen Antriebsmotor, einem Getriebe mit variablem Übersetzungsverhältnis zum Antreiben
des Wickeldornes, einer mit Einrichtungen zur Änderung des Wickelmusters versehenen Drahtführung
und schließlich einer Zählvorrichtung für die gewikkelten Windungen versehen ist. Erhöht man zur Produktivitätssteigerung
der Vorrichtung die Anzahl der Wickelköpfe, so steigen die Gesamtkosten der Vor-
richtung so beachtlich an, daß man die Anzahl der Wickelköpfc wiederum dann beschränkt, wenn eine
weniger großer Windungszahl je Spule vorgesehen ist, die mithin lediglich eine geringere Wickelzeit erfordert.
Dieses führt aber zu einer Maschinenkonzeption mit sehr geringer Flexibilität und ist daher als unwirtschaftlich
anzusehen.
Darüber hinaus führt eine vergrößerte Anzahl von Wickelköpfen am Umfang des Drehtisches zu einem
entsprechend hohen polaren Trägheitsmoment der Anordnung, wobei sich dieses nicht nur aus der Masse
des Wickelkopfes 6 ergibt, sondern auch noch durch die Masse der den Kupferdraht bevorratenden und
dem Wickeldorn zuführenden Vorratsrolle bestimmt wird, welche der Bewegung des Wickclkopfes folgen
muß.
Bei einer schrittweisen Bewegung dieser beträchtlichen Massen kommt es mithin beim Bewegungsbeginn
und beim Stillsetzen jeweils aufgrund der auftretenden Beschleunigungen bzw. Verzögerungen zu beträchtlichen
Schwierigkeiten.
Man hat daher bereits versucht, dieses Problem durch eine Herabsetzung der Masse der Vorratsrollen
zu beherrschen. Dieses hat jedoch zur Folge, daß auf jeder Vorratsrolle dann nur ein entsprechend geringerer
Drabtvorrat vorhanden ist, so daß die leeren Vorratsrollen häufiger ersetzt werden müssen, was wiederum
irLofern nachteilig ist, als die betreffende Vorrichtung bei jeder Auswechslung einer Vorratsrolle
stillgesetzt werden muß, was wiederum eine Verringerung der Produktivität bzw. des Ausstoßes zur
Folge hat.
Führt die auf den Wickelköpfen und den Vorratsrollen bestehende Einheit keine schrittweise Bewegung
aus, sondern eine kontinuierliche Drehbewegung, wie dieses beispielsweise aus der US-PS
3 011 729 bekannt ist, während den Einrichtungen zur
Durchführung der oben bereits erläuterten weiteren Behandlungsvorgänge eine zusammengesetzte Bewegung
erteilt wird, und zwar eine parallel zu den Wikkelköpfen stattfindende langsame Vorschubbewegung
und eine zur Zusammenarbeit mit der folgenden fertigen Spule erforderliche schnelle Rückbewegung
längs einer kreisbogenförmigen Bahn, deren Länge dem Abstand zweier aufeinanderfolgender Wickelköpfe
entspricht, so ist ohne weiteres ersichtlich, daß bei einer solchen Ausbildung zwar diejenige Masse
verringert wird, weiche intermittierend zu bewegen ist, daß aber andererseits die Steuerung zum Bewegen
der Einrichtungen für die Durchführung der zusätzlichen Behandlungsvorgänge erheblich erschwert wird,
so daß auch dieser Weg nicht zu einer befriedigenden Lösung geführt hat.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, daß die Vorratsrollen, von denen der
Draht zugeführt wird, jeweils oberhalb der Wickelköpfe angeordnet sind, und sich mithin bei einer Anordnung
der Wickelköpfe in Höhe der Bedienungsperson in einer so großen Höhe befinden, daß sie von
dem Bedienungspersonal nur schwer zu erreichen sind, was insbesondere dann zu Schwierigkeiten führt,
wenn die Vorratsrollen verhältnismäßig schwer sind, was wiederum zur Erzielung möglichst geringer Betriebsunterbrechungen
beim Auswechseln der Vorratsrollen unerwünscht ist. Dabei ist der Auswechselvorgang
nicht nur sehr mühselig — häufig müssen sogar Flaschenzüge od. dgl. verwendet werden —, sondern
er bedarf auch einer nicht unbeträchtlichen Zeit, die
sich dann mithin i:n einer entsprechend langen Betriebsunterbrechung
und einer entsprechenden Verminderung der durchschnittlichen Ausstoßleistung
niederschlägt. Weitere Schwierigkeiten ähnlicher Art ergeben sich dann, wenn der Draht zwischen der Vorratsrolle
und den Einrichtungen zum Strecken des Drahtes inspiziert werden soll bzw. muß.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ergibt r,ich aus dem Umstand, daß jeder Wickelkopf
notwendigerweise von den anderen Wickelköpfen unabhängig sein muß. was bei den bekannten Vorrichtungen
zur Folge hat, daß bei jeder Änderung der Arbeitsweise bzw. einer Änderung des Wickelmusters
zum Herstellen anderer Spulen die den Wickelvorgang bzw. das Wickelmuster beeinflussenden Parameter
wie die Steigung des Drahtes, die Anzahl der Windungen, die Wickelgeschwindigkeit und die Bewegung
der Drahtführungen einzeln eingestellt werden müssen.
Der voriiegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Wickelvorrichtung der eingangs beschriebenen Art mit einer leichteren und vereinfachten
Konstruktion zu schaffen, bei welcher die Bewegung des die Wickelköpfe tragenden Drehtisches
zur Erzielung einer hohen Kapazität von der durch die Masse der auf den Drahtrollenhaltern gehaltenen
Vorratsrollen bestimmte Trägheit unbeeinflußt sein soll, und wobei zwecks weiterer Verminderung
der sich aus der Masse des Drehtisches und der an diesem angeordneten weiteren Massen bestimmenden
Massenträgheit der Drehtischanordnung die Steuereinrichtungen für die Wickelköpfe zur Vereinfachung
der Wickeleinheiten und Verminderung ihrer Massen weitgehend zentralisiert werden sollen, wobei
zugleich das Auswechseln der Voiratsrollen und das
Inspizieren der zwischen den Vorratsrollen und den Wickeldornen verlaufenden Drahtabschnitte erheblich
erleichtert werden soll.
Als Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die dem Drehtisch und dem Drahtrollenhalter
gemeinsame Hauptachse der Vorrichtung horizontal angeordnet ist, und daß die Antriebsanordnung
Steuermittel aufweist, mit welchen dem DrahtrollenhaJter eine kontinuierliche, gleichförmige
Drehbewegung und dem Drehtisch die schrittweise Drehbewegung zu erteilen ist, deren mittlere Geschwindigkeit
unter !Berücksichtigung der Stillstandszeiten gleich der gleichförmigen Geschwindigkeit des
Drahtrollenhalters ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß aufgrund der horizontalen
Anordnung der dem Drehtisch und dem Drahtrollenhalter gemeinsamen Hauptachse der Vorrichtung die
Vorratsrolle im wesentlichen die gleiche Höhe aufweisen wie die Wickeldorne, so daß das Auswechseln
der Vorratsrollen und die Inspektion der zwischen den Vorratsrollen und den Wickeldornen verlaufenden
Drahtabschnittes ganz erheblich vereinfacht ist, wobei
darauf verwiesen wird, daß es aus der US-PS 3101180
an sich bekannt ist, bei einer Wickelmaschine mit einem die Spulenkörper tragenden Revolver und mit
Wickeleinrichtungen, die einen umlaufenden Drahtführer haben, die Revolverachse horizontal anzuordnen.
Bei der erfindungugemäßen Wickelvorrichtung ist mithin die Drehbewegung des die Wickeldorne tragenden Drehtisches relativ zu ortsfesten Bearbei-
tungsstationen für die weiter oben bereits erwähnten
automatischen weiteren Behandlungsvorgänge unabhängig von der Drehung des Drahtrollenhalters, so
daß es auf diese Weise durch entsprechende Steuermittel der Antriebsanordnung möglich ist, dem Drehtisch
eine schrittweise Drehbewegung zu erteilen, während der Drahtrollenhalter kontinuierlich gleichförmiggedreht
wird, wobei die mittlere Geschwindigkeit des schrittweise bewegten Drehtisches unter Berücksichtigung
der Stillstandszeiten gleich der gleichförmigen Geschwindigkeit des Drahtrollenhalters ist.
Die dabei jeweils zwischen den Stellungen der Achse jeder Vorratsrolle und der Achse des entsprechenden
Wickeldorns auftretenden Winkelverschiebungen können dabei durch die Flexibilität des zwischen der
Vorratsrolle und dem betreffenden Wickeldorn vorhandenen Drahtabschnittes ausgeglichen werden.
Die intermittierend bewegten Massen sind aufgrund der kontinuierlichen Drehbewegung der an dem
Drahtrollenhalter gehaltenen schweren Drahtrollen mithin beachtlich reduziert, ohne daß es erforderlich
ist, den Einrichtungen für die zusätzlichen Behandlungsvorgänge eine zwangsläufig komplizierte
schwingende Bewegung erteilen zu müssen.
Bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise im Axialschnitt dargestellte Gesamtansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 2 und Fig. 3 zwei schematische Ansichten, aus denen sich die Art der Bewegungsübertragung von
einem mittleren Antriebsglied aus auf eine Gruppe von acht Wickeldornen bei hoher und niedriger Arbeitsgeschwindigkeit
ergibt,
Fig. 4 eine schematische Vorderansicht der Vorrichtung in einem vergrößerten Maßstab zur Erläuterung
des Wickelvorgangs, wobei jedoch lediglich eine Spule dargestellt ist,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Teiles des Hauptsteuernockens der Vorrichtung,
Fig. 5 a eine Schnittansicht eines Teiles des Hauptsteuernockens
der Vorrichtung,
Fig. 6 einen Axialschnitt durch eine im vergrößerten Maßstab dargestellte Wickeleinheit,
Fig. 6a eine Vorderansicht eines bei der Anordnung gemäß Fig. 6 verwendeten Windungszählers,
Fig. 7 zwei Geschwindigkeitskurven für den Drehtisch
und für den Hauptsteuernocken sowie das Profil eines Ausgleichsnockens,
Fi g. 8 eine von der Rückseite der Vorrichtung her gesehene schematische Ansicht der Schleifringe, welche für die elektromagnetischen Kupplungen der
Wickeleinheiten Verwendung finden,
Fig. 9 eine schematische Darstellung des hinteren Teils der Vorrichtung sowie ein fahrbares Gestell,
welches zum Auswechseln der Vorratsrollen dient,
Fig. 10 eine schematische Ansicht einer Scheibe, die zum gleichzeitigen Positionieren der Drehpunkte
der Drahtführungspantographen dient.
In der in Fig. 1 gezeigten Gesamtansicht ist der einfacheren Darstellung halber nur der Antrieb für
einen der vielen am Umfang der Vorrichtung angeordneten Wickeldorne gezeigt.
In dem konsolenartig ausgebildeten Maschinengestell 1 ist die rohrförmig« waagerechte Hauptträger
welle 2 für die verschiedenen Einzelvorrichtuneen am
senkrechten Gestellteil 4 freitragend abgestützt. Der waagerechte Bodenteil des Gestells ist vorne teilweise
von einer Deckplatte 3 geschlossen, an der für zusätzliche Arbeitsvorgänge erforderliche Einrichtungen
abgestützt werden können. An der Hauptträgerwelle 2 ist ein den Hauptmotor 6 abstützender Rahmenteil
5 gelagert. Dieser Motor kann ein Elektromotor mit mehreren Antriebsgeschwindigkeiten sein.
Vom Hauptmotor 6 wird über ein Ritzel 8 und ein Getriebe 9 ein Zahnrad 7 angetrieben, das an einem
Ende einer auf der Hauptträgerwelle 2 drehbaren Buchse angeordnet ist, deren anderes Ende mit einem
Zahnkranz 7a versehen ist (Fig. 1 und 2). Der Zahnkranz 7a dreht über Zahnräder 12 und Antriebsriemen
11 eine Anzahl von gleichmäßig am Umfang des Drehtisches 40 der Vorrichtung verteilten Zahnrädern
10.
Bei der dargestellten Antriebsvorrichtung sind drei erste Zahnräder 12 vorgesehen, die mit dem Zahnkranz
7a an mit Abstand von 120° angeordneten Stellen in Eingriff stehen. Jedes dieser ersten Zahnräder
12, an denen mit ihnen aus einem Stück bestehende Riemenscheiben vorgesehen sind, steuert also einen
12()°-Sektor der Maschine, wobei ein über eine Riemenscheibe
eines ersten Zahnrads 12 laufender Antriebsriemen 11 vier Räder 10 und acht von diesen
angetriebene Wickeldorne 13 antreibt. Der Antriebsriemen 11 und die ihm zugeordneten Riemenscheiben
können zum Verhindern von Schlupf mit Verzahnungen versehen sein.
Fig. 2 zeigt nur die einem Sektor von 120° zugeordneten Bauteile. Es ist aber zu berücksichtigen,
daß die ganze Vorrichtung drei Zahnräder 12, drei Antriebsriemen 11, zwölf Zahnrader 10 und vierundzwanzig
Wickeldorne 13 umfaßt. Es kann auch eine weitere Riemenscheibe 11a vorgesehen werden, die
zum Spannen des Antriebsriemens verstellt werden kann.
Jedes Zahnrad 10 überträgt seine Bewegung auf ein Paar von Wickeldornen 13 der im einzelnen in
Fig. 6 gezeigten Art.
Ein normalerweise auf der Wickeldornwelle 15 frei bewegliches Zahnrad 14 steht mit dem zweiten Zahnrad
10 in Eingriff (Fig. 6). Das Zahnrad 14 kann an der Wickeldornwelle 15 festgelegt werden, wenn der
an ihm angeordnete Anker 16 der Magnetkupplung 17, 18 angezogen wird. Der Teil 17 der Kupplung
ist auf der Wickeldornwelle 15 angeordnet. Wenn die Magnetkupplung 17,18 wirkungslos wird, führen Federn
19 den Anker 16 in seine Ruhestellung zurück. Die Kupplung 17,18 ist eine Reibungskupplung, die
ein sanftes Einkuppeln zwischen dem Zahnrad 14 und Wickeldornwelle 15 ermöglichen. Die hier beschriebenen Bauelemente 14 bis 18 dienen dazu, die vierundzwanzig Wickeldorne 13 mit einer »hohen Geschwindigkeit« anzutreiben.
Der Wickeldorn 13 weist ferner eine weitere, im wesentlichen symmetrisch zur Kupplung 18, 17, 16
angeordnete magnetische Reibungskupplung auf, die aus den Teilen 20, 21 und 22 besteht. Der Teil 21
ist auf der Wickeldomwelle 15 angeordnet. Der Anker 22 ist entgegen der Wirkung der Feder 23 axialbeweglich an einer Buchse 24 befestigt, die frei drehbar
auf der Wickeldornwelle 15 angeordnet ist.
An der Buchse 24 ist ferner ein erstes Kettenrad 25 befestigt, das außerhalb des Gehäuses des Wkkeldornes 13 hegt. Schließlich ist am Ende der Wickeldornwelle iS eine Scheibe 26 befestigt, die an ihrem
Umfang einen Schlitz 27 aufweist. In diesem Schlitz greift ein unter der Wirkung einer Feder 42a stehender
Stift 42 ein, enn er nicht durch einen Elektromagneten 41 entgegen dem Druck seiner Feder aus dem
Schlitz 27 zurückgezogen wird. Da sich die Welle mit hoher Geschwindigkeit dreht, ist zur dynamischen
Auswuchtung der Scheibe 26 diametral gegenüber dem Schlitz 27 eine Ausnehmung 28 vorgesehen. Die
Teile 18, 20 der elektromagnetischen Kupplung sind fest an einer mit dem Gehäuse des Wickeldornes verbundenen
Scheibe 29 befestigt. Die Wickeldornwelle 15 dreht sich in Lagern 30, 31.
Ein kleiner zweiter Motor 32 (Fig. 1), der ein Dreiphasenmotor
mit konstanter Drehzahl sein kann, ist am Rahmenteil 5 befestigt. Dieser Motor setzt übe«·
ein Ritzel 33 eine verzahnte Scheibe 34 in Drehung, die mit einem zweiten Kettenrad 35 versehen ist. Das
zweite Kettenrad 35 dreht eine über sich frei drehende Ritzel 37, 38 (Fig. 3) geführte Kette 36 die ersten
Kettenräder 25 von acht Wickeldornen 13. Ein Ritzel 39 dient zum Spannen der Kette 36. Mittels dieses
Kettenantriebs werden die Wickeldorne mit »niedriger Geschwindigkeit« angetrieben.
Die in ihren Abmessungen außerordentlich kleinen Wickeleinheiten 13, von denen bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel vierundzwanzig Verwendung finden, sind am Umfang des Drehtisches 40 (Fig. 1
und 6) gleichmäßig verteilt.
Der Drehtisch 40 ist auf der Hauptträgerwelle 2 drehbar gelagert und stützt auch die bereits erwähnten
Zahnräder 10 und 12 ab.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß der Hauptmotor 6 sich kontinuierlich drehen kann und dabei
alle bewegungsübertragenden Teile bis zu den Zahnrädern 14 der Wickeldorne antreibt, und daß ebenfalls
der zweite Motor 32 alle bewegungsübertragenden Teile bis zu den ersten Kettenrädern 25 gleichzeitig
drehen kann, ohne daß die Wickeldornwellen 15 selbst angetrieben werden, es sei denn, daß die eine
oder andere der Elektromagnetkupplungen 18 oder 20 in Tätigkeit tritt.
Wenn die Kupplung 18 in Tätigkeit tritt, wird die Wickeldornwelle 15 sogleich mit hoher Geschwindigkeit
und beim Einschalten der Kupplung 20 mit niedriger Geschwindigkeit gedreht; das Verhältnis zwischen
hoher und niedriger Geschwindigkeit liegt normalerweise bei 10:1 bis 50:1, kann aber auch
außerhalb dieses Bereiches liegen, wenn dies auf Grund konstruktiver Erfordernisse der Maschine notwendig
ist.
Normalerweise sind die Kupplungen 18 und 20 niemals beide gleichzeitig entregt. Wenn die Kupplung
18 für hohe Geschwindigkeit entregt wird, wird im allgemeinen der Elektromagnet 41 ebenfalls entregt,
so daß der Stift 42 unter den Druck seiner Feder in den Schlitz 27 eingreift. In diesem Fall tritt Schlupf
an der Kupplung 20 für niedrige Geschwindigkeit auf.
Wenn die Kupplung 18 erregt und die Kupplung 20 entregt wird, wird vor allem auch der Elektromagnet
erregt, um den Stift 42 aus dem Schlitz 27 herauszuziehen und die Scheibe 26 freizugeben. Wenn die
Kupplung 18 entregt wird, wird die Kupplung 20 augenblicklich erregt und die Drehgeschwindigkeit der
Wickeldornwelle 15 verzögert sich schnell, aber aufgrand des Schlupfes der Kupplung 20 allmählich von
der hohen auf die niedrige Geschwindigkeit. Da in dem Augenblick, wenn der Stift in den Schlitz 27 eingreift, die Scheibe 26 bereits mit niedriger Geschwin-
digkeit rotieren muß, wird, um das Risiko von Schaden
auszuschalten, das Entregen des Elektromagneten 41 mit einer gewissen Verzögerung relativ zur Entregung
der der Kupplung 18 vorgenommen, so daß auf diese Weise die Wickeldornwelle 15 auf niedrige Geschwindigkeit
übergehen kann, bevor sie durch den Stift 42 blockiert wird. Das Blockieren der Wickeldornwelle
15 mittels des Stifts 42 ist am Ende des Wickelvorgangs und beim Übergeben fertiger Spulen
von einer Weiterbehandlungsstation zur nächsten unerläßlich.
Die Übertragung der Bewegung mit niedriger Geschwindigkeit dient nicht nur dazu, die Wickeldornwelle
15 bei Entregung der Kupplung 18 zu verzögern, sondern sie ist auch äußerst nützlich, wenn zusätzliche
Arbeitsgänge an fertigen Spulen mittels nichtgezeigter Werkzeuge vorgenommen werden sollen, die an der
Decknlatte 3 he.festiot sinri In solchen Fällen kann
es in den Zeiten, in denen die Spule in einer der Weiterbehandlunjsstationen
stillsteht, von Vorteil sein, daß die Spule sich ein- oder zweimal um sich selbst
dreht, beispielsweise, wenn sie mit einem Band umwickelt werden soll. In einem solchen Fall wird der
Elektromagnet 41 kurzzeitig oder jedenfalls für eine vorgegebene bestimmte Zeit entregt, so daß er den
Stift zurückziehen und die Scheibe 26 freigeben kann; die Kupplung 18 wird dann die nicht mehr abgebremste
Wickeldornwelle 15 für eine oder mehrere Umdrehungen drehen, bis die Wickeldornwelle durch den
Stift wiederum stillgesetzt wird.
Ferner ist in Kombination mit der Niedriggeschwindigkeitskupplung ein Regelwiderstand 43
(Fig. 1) vorgesehen, über welchen eine Einstellung der Anzugskraft der Kupplung 20 erfolgt, was praktisch
einer Einstellung des höchstmöglichen Drehmoments gleichkommt, mit welchem die Kupplung die
Wickeldornwelle 15 antreibt. Diese Einstellung gestattet es, wenn bei Entregung der Kupplung 18 die
Kupplung 20 erregt wird, d. h. beim Übergang von hoher auf niedrige Geschwindigkeit, den auftretenden
Schlupf zu regeln, d. h. die Verzögerung, welche die Welle 15 beim Übergang von hoher auf niedrige Geschwindigkeit
erfährt.
In der Praxis wird diese Regelung derart bewirkt, daß man während dieses Geschwindigkeitsabfalls für
alle Wickeldorne die Anzahl der Spulenumdrehungen gleichmacht. Auf diese Weise werden, wie noch erläutert
werden wird, Abweichungen in der Windungszahl der Spulen im wesentlichen gering gehalten.
Um zu vermeiden, daß eine solche Einstellung durch Änderungen der Netzspannung beeinträchtigt
wird, ist es ratsam, die Kupplungen 18, 20 mit stabilisiertem Strom zu speisen.
Ferner ist es zweckmäßig, in der Stromzuführung auch eine Pufferbatterie vorzusehen, durch die unabhängig vom Netzstrom beim Starten und Stoppen der
Vorrichtung und insbesondere im Fall von Netzstörungen, die Stromzuführung gesichert wird. Es ist absolut
notwendig, daß jeder Elektromagnet genau gemäß dem vorgesehenen Programm ohne Beeinflussung
durch Unterbrechungen in der Stromzufuhr in seinem erregtem oder seinem entregten Zustand verbleibt,
damit das Zählen der Windungen an jeder Spule nicht beeinträchtigt wird.
Schließlich ist mit der Wickeldomwelle 15 auch ein Windungszähler 46 verbunden, dessen Bewegung
über Schrägzahnräder 44,45 erfolgt. Der Windungszähler 46 ist von solcher Bauart, daß eine Überprü
fung der bereits gewickelten Windungen einer Spule visuell vorgenommen werden kann. Ein kleiner Hebel
47 ist für die Nulleinstellung des Geräts vorgesehen, die nach der Fertigstellung einer Spule stattfinden
muß. Die Betätigung des Hebels 47 wird automatisch bewirkt, wenn der Hebel bei der Drehung des Drehtisches
40 an einem am Rahmenteil 5 angeordneten Vorsprung 48 (siehe Fig. 1) vorbeigeführt wird.
Es ist von Wichtigkeit, daß - anders als in Maschinen
bekannter Bauart — ein Versagen des Windungszählers 46 den normalen Betrieb des betreffenden
Wickeldorns nicht beeinträchtigt, da deren Drehung auf eine andere in den Zeichnungen gezeigte Weise
gesteuert wird. Es sei noch erwähnt, daß gemäß den beigefügten Zeichnungen die .Spulen auf Vorsprünge η
der Wickeldornwellen 15 (Fig. 1) angeordnet sind, und daß es ferner leicht möglich ist, in an sich bekann^Hlör-lrian
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bringen.
Das Ende der Antriebswelle des Hauptmotors 6, das dem mit dem Ritzel 8 versehenen Ende dieser
Welle gegenüberliegt, ist an ein zweites Getriebe 49 angeschlossen, dessen Übersetzungsverhältnis durch
mechanische Mittel mit ausreichender Genauigkeit kontinuierlich geändert werden kann. Die Änderung
des Übersetzungsverhältnisses wird durch das am vorderen Ende der Maschine nahe der Abdeckplatte 3
vorgesehene Handrad 50 über eine Welle 51, ein Zahnrad 52, eine Kette 53, ein Rad 54, eine Welle
55, Kegelräder 56 und eine Welle 57 bewirkt. Eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Getriebes
49 kann aber auch auf andere Weise bewirkt werden, beispielsweise durch Wechselräder, wobei das
Getriebe an einer für die Bedienungsperson leicht zugänglichen Stelle der Maschine angeordnet sein muß.
Das eine Ende der Abtriebswelle 58 des Getriebes 49 ist über ein eine intermittierende Bewegung bewirkendes
erstes Getriebe 60 mit einem Kegelrad 59 verbunden, und das andere Ende dieser Welle über ein
Getriebe 63 und ein Ritzel 62 mit einem Zahnkranz 61. Das Kegelrad 59 befindet sich mit einem fest am
Drehtisch 40 angeordneten Zahnkranz 64 in E-ngriff, so daß die intermittierende Bewegung des Kegelrades
59 vom Drehtisch übernommen wird. Die schrittweise Bewegung des Tisches 40 ist dabei derart, daß jeder
Schritt dem Bogenwinkel entspricht, der zwischen zwei nebeneinander liegenden Wickeldornen vorhanden
ist.
Der Zahnkranz 61 ist hingegen Teil des mitumlaufenden Halters für die Drahtrollen 65, 66, auf dem
auch die zugehörigen Drahtstreckvorrichtungen 67, 68 angeordnet sind. Das Verhältnis der Übersetzungen
der Getriebe 60 und 63 ist derart, daß die dem Zahnkranz 61 erteilte konstante, gleichmäßige Winkelbewegung
gleich der durchschnittlichen Drehgeschwindigkeit des Zahnkranzes 64 ist, wobei bei der
Berechnung dieser Durchschnittsgeschwindigkeit auch die Stillstandszeiten zwischen zwei Schritten zu
berücksichtigen sind. Durch die schrittweise Drehtischbewegung hervorgerufenen Verschiebungen zwischen
den Winkelstellungen der Wickeldornachsen und den Achsen der Drahtrollen werden durch die
Flexibilität der Drahtabschnitte zwischen den Drahtstreckvorrichtungen 67, 68 und den zugehörigen am
Drehtisch angeordneten Drahtführungen absorbiert.
Aus Fi g. 4 und 9 ist ersichtlich, daß bei Vorrichtungen mit einer großen Anzahl von Wickeldornen genügend
große Vorratsrollen 65,66 vorgesehen sein müs-
sen, die in der gezeigten Fünferanordnung aufgestellt werden können, damit ihr Abstand vom Mittelpunkt
der Vorrichtung nicht zu groß wird; andererseits ist es, im Hinblick auf die langsame Drehbewegung dieser
Drahtrollen, auch nicht kritisch, wenn sie große Durchmesser haben.
Von der Abtriebswelle 58 wird ferner ein Ritzel 69 angetrieben, und zwar über eine Getriebeanordnung,
die aus einem auf der Abtriebswelle 58 befestigten Kettenrad 70, einer Kette 70 a, einem Kettenrad
70b und einer das Ritzel tragenden Welle 70c besteht. Das Ritzel 69 treibt ein Ritzel 71 an, mit dem ein
Ausgleichsnocken 71a (siehe Fig. 4) fest verbunden ist. Dieser Nocken 71a, der aus den weiter unten ersichtlichen
Gründen als Ausgleichsnocken bezeichnet wird, überträgt seine Bewegung über eine Mitnehmerroile
73 direkt auf einen Hauptsteuernocken 72. Die an der Kontur des Ausgleichsnockens anliegende
Mitnehmerrolle ist drehbar auf einem Stift gelagert, der exzentrisch auf dem Hauptsteuernocken 72 angeordnet
ist. Der Hauptsteuernocken 72 ist frei drehbar auf der HaupiUägerwelle 2 gelagert, kann aber
auf dieser Welle nicht gleiten. Eine Feder 74, deren eines Ende am Hauptsteuernocken 72 und deren anderes
Ende an einer Platte 75 befestigt ist, die das Ritzel 71 und den Ausgleichsnocken 71a abstützt,
stellt sicher, daß die Mitnehmerrolle 73 dauernd an das Profil des Ausgleichsnockens 71a angedrückt
wird. Die Platte 75 ist fest am vorderen Ende der ortsfest angeordneten Hauptträgerwelle 2 befestigt.
Die Art der Bewegung, die von dem Ausgleichsnocken 71a der Mitnehmerrolle 73 bzw. dem Hauptsteuernocken
72 erteilt wird, kann wie folgt zusammengefaßt werden:
a) Wenn der Drehtisch 40 stillsteht, ist das Profil des sich mit konstanter Geschwindigkeit gleichmäßig
drehenden Ausgleichsnockens 71a derart, daß es der Mitnehmerrolle 73 und daher auch
dem Hauptsteuernocken 72 eine gleichmäßige fortschreitende oder drehende Bewegung erteilt;
mit anderen Worten, dem Hauptsteuernocken 72 wird eine konstante, gleichmäßige Drehung
bezüglich der Wickeldorne 13 und den weiter unten angeführten, vom Drehtisch abgestützten
Teilen erteilt.
b) In dem Augenblick, wenn sich der Ausgleichsnocken einen Schritt in einer verhältnismäßigen
kurzen Zeit schnell vorwärtsbewegt, ruft der Drehtisch 40, der die WickckJornanordnungen
und die mit dem Hauptsteuernocken 72 zusammenarbeitenden Teile trägt, eine Verschiebung
des Ausgleichsnockens TIa relativ zum Hauptsteuernocken 72 hervor; in diesem Augenblick
ist das dann wirksame Profil des Ausgleichsnokkens 71a jedoch so ausgebildet, daß eine Bewegung
des Hauptsteuernockens 72 hervorgerufen wird, die die Bewegung des Drehtisches 40 begleitet.
Praktisch wird also in diesem Augenblick durch das Profil des Ausgleichsnockens 71a der
gewünschte Ausgleich der Vorwärtsbewegung des Drehtisches 40 erzeugt, so daß die letztlich
auf den Hauptsteuernocken 72 übertragene Bewegung relativ zum Drehtisch 40 immer eine
gleiche kontinuierliche Drehbewegung ist.
Die in Fig. 7 gezeigten Kurven erläutern diese Ausgleichswirkung. Die Vc gezeigte Kurve gibt auf
den Ordinatcn die Größe der der Mitnehmerrolle 73 von dem Nocken 71a erteilten Geschwindigkeit an,
während die Kurve Vk die Gesirhwindigkeitswerte für
die Bewegung des Drehtisches 40 angibt. Aus der Kurve Vk ist ersichtlich, daß im zeitlichen Bereich
A-B der Tisch 40 keine Geschwindigkeit hat bzw. stillsteht; während im gleichen Bereich A-B die Kurve
Vc eine konstante Geschwindigkeit bzw. eine gleichmäßige Bewegung von Mitnehmerrolle 73 und
Hauptsteuernocken 72 erkennen läßt. Vom Punkte ο an bis A zeigt die Kurve KJt eine plötzliche Änderung
der Geschwindigkeit des Drehtisches 40 von Null bis zu einem Maximalwert und dann wieder einen Abfall
auf Null, was darauf zurückzuführen ist, daß im Zeitbereich ο bis A der Drehtisch 40 einen Schritt vorwärts
getan hat. Zu gleicher Zeit kann aus der Kuve Vc ersehen werden, daß die der Mitnehmerrolle 73
erteilte Geschwindigkeit genauso schnell von dem Durchschnittswert Vm auf einen Nullwert und dann
auf einen unter Null liegenden Wert abfällt; dies bedeutet, daß die Mitnehmerrolle 73 oder besser der
Hauptsteuernocken 72 sich bezüglich der festen Platte 75 rückwärtsdreht. Die Summe der beiden Kurven
Vk und Vc bildet eine waagerechte Linie Vm, welche gleich der konstanten gleichmäßigen Drehgeschwindigkeit
ist, die schließlich dem Hauptsteuernocken 72 relativ zum Drehtisch 40 erteilt wird.
Das Resultat des oben beschriebenen, durch den Ausgleichsnocken 71a bewirkten Vorgangs ist deshalb
mit anderen Worten, daß der Hauptsteuernocken 72 eine schwingende Bewegung ausführt, welche — in
Verbindung mit der schrittweisen Bewegung des Drehtisches 40 - zu einer gleichmäßig fortschreitenden
konstanten Vorwärtsbewegung führt.
Die weitere in Fig. 7 gezeigte Kurve zeigt - in einem Weg s/Zeit /-Koordinatensystem - das Profil des
Ausgleichsnockens 71a; dieses Profil muß natürlich in polaren Koordinaten reproduziert werden und bedarf
möglicherweise einer Korrektur, die sich daraus ergibt, daß die Mitnehmerrolle 73 sich auf einer kreisbogenförmigen
und nicht auf einer geradlinigen Bewegungsbahn bewegt.
Der Hauptsteuernocken 72 besteht aus einer auf der Hauptträgerwelle 2 mittels eines buchsenförmigen
Teils drehbar, aber nicht gleitbar gelgerten Scheibe 76. An der Scheibe 76 sitzt ein Ring 77, an
dem das eigentliehe aus einem StahJband bestehende Nockenprofil 78 befestigt ist. Der Ring 77 ist an der
Scheibe auswechselbar befestigt, d. h. beispielsweise durch nicht gezeigte Schrauben, die sich durch Löcher
79 (Fig. 5 a) erstrecken; das Stahlband des Nockenprofils 78 ist seinerseits mit dem Ring 77 durch
Schrauben 80 verbunden.
Vor der Beschreibung weiterer Einzelheiten der Ausbildung des Hauptsteuernockens 72 erscheint eine
vollständige Beschreibung einer fest an der Hauptträgerwelle 2 befestigten Scheibe 81 (Fig. 1) zweckmäßig.
Auf der Scheibe 81 sind eine Anzahl von konzentrischen Schleifringen 82, 83, 84 angeordnet, welche,
von der Rückseite der Maschine gesehen, in der in Fig. 8 gezeigten Weise angeordnet sind. Durch diese
drei Schleifringe und eine Anzahl von vierundzwanzig einander entsprechenden, auf dem Drehtisch 40 angeordneten
Gruppen von je drei Bürsten S (Fig. I) und ferner durch eine in beliebiger Weise bewirkte
Erdverbindung wird der Strom getrennt den Elektromagneten 18, 20 und 41 den vierundzwanzig Wickeldornen
13 zugeführt. Der Schleifring 82 dient zur Speisung der Kupplungen 18 für hohe Geschwindigkeiten.
Der Schleifring 83 dient zur Speisung der
Kupplungen 20 für niedrige Geschwindigkeiten und der Schleifring 84 zur Speisung der Elektromagneten
41.
Die Stellung C (Fig. 8) entspricht der Stelle, ander
das Wickeln der Spulen beginnt; in dieser Stellung wird daher über die Kupplungen 18 zu einem vorbestimmten
Zeitpunkt eine hohe Geschwindigkeit eingestellt, wobei der Schleifring 82 an dieser Stelle die
Kupplungen 18 mit Strom zu versorgen beginnt.
Das Bewickeln einer Spule findet dann während der Bewegung der Spule durch aufeinanderfolgende
Stellungen des Tisches statt, d. h. von der Stellung C, die zwischen der Stellung D und der Stellung E liegt,
bis zu einer jeweils entsprechend der gewünschten Länge der Wicklung bzw. der gewünschten Anzahl
von Windungen wählbaren Stellung. Der Schleifring
82 erstreckt sich daher über den ganzen Bogenabschnitt C-D-E, wobei je nachdem, wie lange die
Kupplung 18 eingerückt bleibt, ein Teil dieses Abschnitts oder gegebenenfalls der ganze Bogenabschnitt
ausgenützt wird.
Von der Stellung D an kann, wie bereits erwähnt, der Zeitpunkt gewählt weiden, an dem der Wickelvorgang
enden und die Spule stillgesetzt werden soll. Unter Berücksichtigung des vorstehenden ist es also
vor allem notwendig, eine Umschaltung von der hohen auf die niedrige Geschwindigkeit zu bewirken. Zu diesem
Zweck beginnt der Schleifring 83 an der Stelle D,
die dem Einrücken der Kupplung 20 entspricht. Der Schleifring 83 umfaßt daher den ganzen Bogenabschnitt
D-E und daran anschließend den Bogenabschnitt E-C, wobei die Spule bei ihrer Bewegung über
den Abschnitt E-C zusätzlichen Behandlungsvorgängen unterworfen wird.
Der Schleifring 83 endet an der Stelle C nicht genau
dort, wo der Schleifring 82 anfängt, sondern er überlappt diesen über einen kleinen Bogenabschnitt in
ähnlicher Weise, wie dies am Bogenabschnitt D-E der Fall ist. Dies ermöglicht auch eine gewisse Einstellung
des Zeitpunkts, an dem der Wickelvorgang beginnt.
Der Schleifring 83 erstreckt sich nicht über den Bogenabschnitt C-D, da die Kupplung 20 entlang diesem
Abschnitt nicht betätigt werden darf. Das Nichtvorhandensein des Schleifrings 83 in diesem Abschnitt
stellt also eine Sicherung dagegen dar, daß die Kupplung 20 entlang diesem Abschnitt betätigt wird. In
ähnlicher Weise und aus demselben Grunde erstreckt sich der Schleifring 82 nicht über den Bogenabschnitt
E-C. Es ist jedoch offensichtlich, daß - falls man die
durch das NichtVorhandensein der Schleifringe in diesen Bereichen erzielte Sicherungswirkung als überflüssig
ansieht oder wenn man diese Sicherungswirkung auf andere Weise bewirkt - die Schleifringe 82,
83 zu einem einzigen, sich kontinuierlich um die Scheibe herum erstreckenden Ring vereinigt werden
können, von dem aus das Einrücken der Kupplung 18oderdas Einrücken der Kupplung 20 bewirkt wird.
Bei einer solchen Anordnung ergibt sich auch der Vorteil, daß eine der drei Bürsten jeder Bürstengruppe
für die vierundzwanzig Wickeldorne eingespart werden kann.
Es ist ersichtlich, daß die Schleifringe 82, 83 lediglich das Speisen der Kupplungen bewirken, während
die Steuerung des Überganges von hoher auf niedrige Cjeschwindigkeit oder umgekehrt durch die weiter unten
beschriebenen Einrichtungen bewirkt wird, die anschließend an die Schleifringe direkt auf dem Drehtisch
40 angeordnet sind.
Der Schleifring 84, der den Elektromagneten 41 speist, erstreckt sich über 360°. Von der Stellung C
bis zur Stellung D ist er durchlaufend ausgeführt, weil über diesen Bogenabschnitt die hohe Geschwindigkeit
eingestellt ist und daher Strom am Elektromagneten 41 liegen muß, damit der Stift 42 auf keinen Fall ein
Blockieren bewirken kann.
Auf dem Bogenabschnitt D-E-C ist dagegen der
Schleifring 84 in Sektoren unterteilt, die voneinander
in isoliert sind. Dies ermöglicht es, den Elektromagneten
- unabhängig von jeder Haltestellung des Tisches 40
— durch eine vor dem Schleifring 84 fest an der Vorrichtung angeordnete Programmiereinrichtung zu
speisen. Diese Anordnung gestattet es, die bereits erwähnten kurzseitigen Drehungen einzelner Wickeldorne
zu erreichen, bei denen von der Spule ein oder zwei Umdrehungen während zusätzlicher Beham? ■
lungsvorgänge ausgeführt werden.
Zur Steuerung des Beginns oder des Endes jedes Spulenwickelvorgangs ist am Umfang des Ringes 77
(Fig. 5 und Fig. 5a) des Hauptsteuernockens ein nach außen vorstehender Ringsektor 85 (Fig. 5)
gleitbar angeordnet, der mittels Schrauben 86, die mit in einer Nut des Ringes 77 angeordneten schwalbenschwanzförmigen
Keilstücken 87 zusammenarbeiten, festlegbar ist. Der Sektor 85 kann also auf diese Weise in jeder gewünschten Stellung entlang des
Ringes 77 verstellt werden. Am Ring 77 sitzt ferner ein fester Sektor 88, der ebenfalls nach außen vorsteht.
Dieser Sektor 85 ist ein einstellbarer Ansatz des Sektors 88. Beide Sektoren 85 und 88 dienen zum
Einstellen von Mikroschaltern 89, die jeder Wickeldornanordnung zugeordnet sind.
Jeder Mikroschalter 89 (Fig. 1) eines Wickeldor-
)5 nes ist an den Sektoren 85, 88 so eingestellt, daß er
den Übergang von niedriger auf hohe Geschwindigkeit bewirkt. In Fig. 8 ist die Sektorenanordnung 85,
88 in bezug auf Stop- oder Haltestellungen des Drehtisches 40 eingezeichnet, insbesondere in bezug auf
die mit C-D-E bezeichneten Stellungen. Es ist ersichtlich, daß der feste Sektor 88 dem Bogenabschnitt
C bis D entspricht, entlang dem die Wickeldorne sich immer mit hoher Geschwindigkeit drehen;
dagegen dient der einstellbare Sektor 85, der im we-
4-> sentlichen gleich dem Bogenabschnitt D-E ist, für die
Steuerung der genauen Stellung, an der der Wickelvorgang innerhalb des Bogenabschnitts D- E endet.
Ferner ist ein zweiter kurzer Sektor 85' nahe der Stellung C vorgesehen. Dieser kurze Sektor 85' di-,nt zur
>o Einstellung der genauen Stellung, an der der Wickelvorgang
begirnt.
Die Mikroschalter 89 find an den Enden von kleinen säulenartigen Vorsprüngen 90 angeordnet, die
mit dem Drehtisch 40 aus einem Stück bestehen.
Vi Diese Vorsprünge dienen als Führungen für das erste
Gleitstück 91 der Drahtführungseinrichtungen.
Zu jeder Drahtführungseinrichtung eines Dorns gehört ferner eine Seilscheibe 94, der der Draht von
einer an einem Arm 96 sitzenden (Fig. 1 und 4) Seilen scheibe 95 zugeführt wird. Alle diese Bauteile sind
am Drehtisch 40 angeordnet und führen daher eine schrittweise Bewegung aus.
Der Draht wird den Seilscheiben 95 von den Drahtrollen 65,66 über die Drahtstreckvorrichtung 67 und
hi 68 sowie die Seilscheiben 97 und 98 zugeführt. Zwischen
den Seilscheiben 97 und 98 einerseits und den Seilscheiben 95 andererseits erstrecken sich verhältnismäßig
lange freie Drahtabschnitte, die, wie bereits
809 550/94
erwähnt, die kurzfristig auftretenden Unterschiede in der Stellung des rotierenden Drehtisches 40 und des
Drahtrollenhalters ausgleichen.
Diese Drahtabschnitte werden vorzugsweise so ausgerichtet, daß sie auf einer gedachten, im wesentlichen
zylindrischen Fläche liegen, deren Achse mit der Achse der Hauptträgerwelle 2 übereinstimmt. Innerhalb
dieser zylindrischen Fläche ist genügend Raum für die Anordnung von eventuell benötigten zusätzlichen
Vorrichtungen vorhanden.
Von der Seilscheibe 94 aus erstreckt sich der Draht bis zu dem von der Wickeldornwelle 15 angetriebenen
zu bewickelnden Spulenkern. Der Draht wird auf dem Spulenkern so aufgewickelt, wie es der Seilscheibe 94
durch das vom Nockenprofil 78 gesteuerte Gleitstück 91 vorgeschrieben ist. Neben dem säulenartigen Vorsprung
90 ist für diesen Zweck ein stiftartiger Vorsprung 100 zur Führung eines zweiten Gleitstücks 101
vorgesehen. Das zweite Gleitstück 101 ist mit einer als Nockennachläufer dienenden Abtasteinrichtung
102 versehen, die in Berührung mit dem Nockenprofil 78 gehalten wird. Das Anliegen der Abtasteinrichtung
wird dadurch gewährleistet, daß eine Feder 103 gegen die Drahtführungseinrichtung und dabei über einen
drehbaren Arm 104, welcher bei 105 drehbar gelagert ist, gegen das zweite Gleitstück 101 drückt.
Das Nockenprofil 78 karu; geändert bzw. der Einstellung
des beweglichen Sektors 85 angepaßt werden. Dadurch, daß man mittels des Sektors 85 beispielsweise
das Ende des Wickelvorgangs ändert, kann es eintreten, daß die Spule in einer Zwischenstellung
stillgesetzt w:/d; dies kann in manchen Fällen Schwierigkeiten
beim Befestigen eis Spulenendes an einer Klemme oder beim Umwickeln der Windungen mit
einem Band führen. An einem- olehen Fall ist es möglich,
durch einen Nockensektor 92 (Fig. 5) das Nokkenprofil 78 zu ändern. Dieser Nockensektor 92 kann
am Umfang des Nockenprofils 78 entlang verstellt werden, wobei mindestens eine Befestigungsschraube
93 einen Schlitz 93a des Sektors 92 durchdringt. Der Schlitz 93a gestattet die Einstellung der Stellung des
Sektors 92 bezüglich des Nockens 78.
Wenn der Übergang auf langsame Geschwindigkeit am Ende des Sektors 85 bewirkt werden soll, wird
der Abstand 51 (Fig. 5) benötigt, um den Wickeldorn auf die langsame Geschwindigkeit zu bringen, und der
Abstand 52 ist erforderlich, damit bei der unmittelbar danach erfolgenden Betätigung des Elektromagneten
der Stift 42 die endgültige Blockierung vornehmen kann. Das Ende des Abstands 52 entspricht daher
dem Ende der Spule. Unter diesen Voraussetzungen kann durch ein Verschieben des das Nockenprofil 78
teilweise abdeckenden Nockensektors 92 bewirkt werden, daß sich am Ende des Abstands 52 die Drahtführung
an dem einen Ende ihres Hubs, nämlich an einem Ende der Spule befindet. Dies wird leicht verständlich,
wenn man das Nockenprofil betrachtet, das sich durch den Anbau des Nockensektors 92 am Nokkenprofil
78 ergibt.
Wie bereits erwähnt, läßt sich, wenn man das Bewegungsgesetz der die Windungen verteilenden
Drahtführungseinrichtung ändern will, das Nockenprofil 78 leicht an der Scheibe 76 auswechseln, entweder
zusammen mit seinem Ring 77 oder ohne diesen. Jedoch kann eine teilweise und einfachere Einstellung
des die Bewegungen hervorrufenden Grundprofils ohne Änderung eines bestimmten Nockenprofils 78
dadurch erreicht werden, daß man die das Nockenprofil
abtastenden Mittel anders einstellt. Für diesen Zweck kann die Stellung des Drehpunkts 105 relativ
zum Arm 104 so variiert werden, daß man eine Änderung in der Übersetzung der von dem Nockenprofil
78 über das zweite Gleitstück 101 auf das erste Gleitstück 91 der Drahtführung übertragenen Bewegung
erhält.
Dies ermöglicht es, die Drahtführang, ausgehend von dem gleichen Nockenprofil 78, in ν ^rschiedener
Weise anzutreiben.
Die gleichzeitige radiale Versetzung der Drehpunkte 105 relativ zu allen Wickeldornen wird durch
Zusammenarbeiten von drei koaxial auf der Hauptträgerwelle 2 angeordneten Scheiben 106, 107 und
108 und mit den Drehpunkten 105 versehenen Stiften erreicht. Die Scheibe 106 ist in Fig. 10 gezeigt, aus
der ersichtlich ist, daß sie bogenförmige Schlitze 106 a und kreisförmige Schlitze 1066 aufweist. In die
Schlitze 1066 greifen vom Drehtisch 40 vorstehende, nicht gezeigte feste Stifte ein, die zur Führung der
Scheibe 106 auf einer kreisförmigen Bewegungsbahn begrenzter Länge - relativ zum Drehtisch 40 - dienen.
In jeden der Schlitze 106a greift ein einem der vierundzwanzig Dorne entsprechender Stift mit dem
Drehpunkt 105 ein. Diese Stifte sind aber auch durch radiale Schlitze der festen Scheibe 108 hindurchgeführt,
ferner sind erweiterte Führiingsbunde der Stifte durch vergrößerte radiale Schlitze der festen Scheibe
107 hindurchgeführt. Diese Konstruktion verhindert, daß die Stifte ungewollt aus den Schlitzen 106a austreten
könnet). Wenn also der Scheibe 106 (auf eine nicht gezeigte Weise) eine Drehung erteilt wird, wirken
die Schlitze 106a auf jeden der Stifte mit den Drehpunkten 105 nockenartig ein und verursachen
deren gleichzeitige Verschiebung innerhalb der Schlitze der Scheiben 107 und 108 nach außen oder
nach innen, je nach der Bewegungsrichtung der Scheibe 106.
Ein anderer wichtiger Vorteil der Vorrichtung besteht,
wie bereits erwähnt, in Gei besonderen Anordnung der Vorratsrollen 65,66, die es ermöglicht, diese
Rollen von der Rückseite der Maschine aus in einer für die Bedienungsperson bequemen Höhe auszuwechseln.
Die Vorratsrollen sind an dem drehbaren Vorratsrollenhalter 111 mittels an ihren Enden gabelartig
ausgebildeter Arme 109 oder mittels mit Augen versehener Arme 110 befestigt. Diese Arme werden am
Vorratsrollenhalter 111 durch Schrauben-Mutter-Verbindungen gehalten. Zur Erleichterung des Ein-
und Ausbaus der Vorratsrollen kann beispielsweise ein auf Rädern 113 abgestütztes fahrbares Gestell 112
verwendet werden, an dessen oberem Ende eine Buchse 114 angeschweißt ist. Zum Ausbau einer Rolle
genügt es, den Vorratsrollenhalter 111 so zu drehen, bis der vorspringende Zapfen 115 der Vorratsrolle
sich in der Höhe der Buchse 114 befindet und dann die Buchse auf den Zapfen 115 aufzuschieben und
die Rolle von ihren Armen zu lösen. Beim Einbauen einer Rolle am Halter 111 wird in umgekehrter Reihenfolge
vorgegangen,
Nachdem nunmehr alle Bauteile der Vorrichtung im einzelnen erläutert sind, wird nachfolgend die Wirkungsweise
der Vorrichtung hinsichtlich ihrer wesentlichen Bauteile beschrieben.
Wenn die Vorrichtung in Betrieb genommen wird, werden über die drei Zahnräder 12 und die drei Antriebsriemen
11 bzw. über das zweite Kettenrad 35
und die drei Ketten 36 die Zahnräder 14 und die ersten Kettenräder 25 aller vierundzwanzig Wickeldorne
unabhängig von ihrer Anordnung auf dem Drehtisch 40 von den Hauptmotoren 6 bzw. dem
zweiten Motor 32 mit konstanter Drehzahl mit hoher bzw. niedriger Geschwindigkeit angetrieben.
Gleichzeitig beginnt die schrittweise Bewegung des Drehtisches 40 und die oszillierende Bewegung der
Nocken 72 und 78. Auf Grund der beschriebenen Anordnung wird durch diese Bewegungen zwischen den
Hauptsteuernocken 72 und den Gleitstücken 91 der Drahtführungen eine Relativbewegung hervorgerufen.
Wenn der Hauptsteuernocken 72 fest angeordnet sein würde, könnte diese Relativbewegung als eine
gleichförmige Bewegung der Drahtführungen gegenüber dem Nocken angesehen werden.
Es sei jetzt ein einzelner Wickeldorn betrachtet: Wenn die Vorrichtung sich in einer Stellung befindet,
die dem Anfang des Sektors 85-88 des Hauptsteuernockens 72 entspricht, wird die Kupplung 18 für hohe
Geschwindigkeit erregt, wobei der Elektromagnet 41 dieses Wickeldorns sich in seinem ri'eser Vorrichtungsstellung
entsprechenden Zustand befindet und der diesem Wickeldorn zugeordnete Mikroschalter 89
am Sektor 85-88 anliegt. Der Wickeldorn läuft also mit hoher Geschwindigkeit um. Bevor die Vorrichtung
diese Stellung erreicht hat, ist von der Bedienungsperson (oder mittels einer automatisch arbeitenden
Vorrichtung bekannter Bauart) das Ende des von der Seilscheibe 94 zugeführten Drahts mit der
auf den Wickeldorn aufgesetzten Spule verbunden worden.
Das Bewickeln der Spule beginn also nach dem Einrücken der Kupplung für hohe Geschwindigkeit,
wobei die Verteilung der Windungen auf der Spule vom Nockenprofil 78 bestimmt wird. Durch die Drehung
des Drehtisches 40 wird die Achse des Wickeldorns gegenüber dem Hauptsteuernocken 72 und dem
Sektor 88 versetzt. Wenn der Schalter 89 am Ende des Sektors 85-88 anlangt, bewirkt er momentan einen
Wechsel von hoher zu niedriger Geschwindigkeit und ferner mit kurzer Verzögerung die Entregung des
Elektromagneten 41, wodurch der Stift 42 in seine Blockierstellung gelangt. Diese Verzögerung des
Blockiervorgangs entspricht dem vorerwähnten Abstand Sl und S2 (Fig. 5).
Aus dem vorstehenden ist ersichtlich, daß die Anzahl der Windungen, unabhängig vom Vorhandensein
des Windungszählers, einem der Gesamtlänge der Sektoren 85'-88-f?5 entsprechenden Bogenabschnitt
direkt proportional ist und für alle Spulen festliegt. Diese direkte Proportionalität ergibt sich daraus, daß
die intermittierende Drehtischbewegung und die mit hoher Geschwindigkeit erfolgende Drehbewegung
des Wickeldcrns über zwischengeschaltete Getriebe vom gleichen Hauptmotor 6 abgeleitet sind.
Die einzige Unbestimmtheit entsteht durch den Abstand oder Bereich 51 und 52, in dem einige Windungen,
mehr oder weniger als planmäßig vorgesehen, gewickelt werden können, je nach der Schnelligkeit
der Abbremswirkung der Kupplung 20 und des Blokkierstifts
42. Ganz abgesehen davon, daß ein Unterschied von einigen wenigen Windungen gegenüber der
Sollzahl im zulässigen Toleranzbereich für Spuien der hier in Frage stehenden Art liegt, muß berücksichtigt
werden, daß durch die Einstellung des wirksamen Drehmoments der Kupplungen 20 mittels des Regelwiderstandes
43 eine Möglichkeit besteht, den bestmöglichen Übergangspunkt von hoher zu niedriger
Geschwindigkeit für alle Wickeldorne gleichmäßig einzuregeln. Ferner wird man vorher die Anzahl der
Windungen, die an sich im Bereich 51 und 52 gebildet werden könnten, feststellen und die theoretische Berechnung
der Spule und die Gesamteinstellung der Vorrichtung unter Berücksichtigung dieser Anzahl
vornehmen.
Wie bereits erwähnt, erreicht man - falls es sich um Spulen mit einer minimalen Anzahl von Windungen
handelt - durch die Einstellung des Sektors 85, daß der bei C einsetzende Wickelvorgang beispielsweise
nach dreizehn Schaltschritten des Drehtisches, d. h.bei D beendet ist. Falls Sohlen mit einer maximalen
Anzahl von Windungen gewickelt werden sollen, wurden beispielsweise achtzehn Schaltschritte des
Tisches erforderlich sein, so daß der Wiclielvorgang
bei £ beendet sein würde. Zwischen D und fliegende
Einstellungen gelten für Spulen mit zwischen den vorerwähnten Werten liegenden Windungszahlen. Es
sei hier ausdrücklich betont, daß die Einstellung des Sektors 85 sehr genau vorgenommen werden kann,
und daß es daher nicht nur möglich ist, die am besten geeignete Einstellung für den Wickelvorgang zu wählen,
sondern die Endstellung auch bezüglich des Anfangs und Endes einer Stopperiode des Drehtisches
festzulegen.
Das beschriebene Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist also sowohl bezügJich der Quantität als
auch der Qualität der auf ihr gewickelten Spulen eine Hochleistungsmaschine.
Schon die Möglichkeit, mit vierundzwanzig Wikkeldornen zu fahren, welche überdies auf Grund ihrer
kleinen Abmessungen auf einem Tisch von verhältnismäßig kleinem Durchmesser untergebracht werden
können, ergibt einen erheblichen Fortschritt gegenüber bekannten Maschinen, bei denen in der Regel
nur acht oder zwölf Wickciköpfe vorgesehen sind.
Weiterhin gestattet die große Anzahl der Wickeldorne und daher auch der entsprechenden Drehtischstationen,
daß eine beträchtliche Anzahl dieser Stationen für zusätzliche Arbeitsvorgänge verfügbar sind,
ohne daß hierdurch der Durchsatz der Vorrichtung negativ beeinflußt wird, beispielsweise können, wie
in Fig. 8 angedeutet, bis zu neunzehn Stationen für uas Wickeln und mindestens fünf Stationen für zusätzliche
Arbeitsgänge vorgesehen sein Diese an sich hohe Anzahl von zusätzlichen Stationen ist im Vergleich
zur Gesamtanzahl der Stationen immer noch gering, ermöglicht es aber andererseits, eine voll?tändige
Fertigbehanldung der Spulen auf der Maschine unter Beibehaltung eines hochen Durchsatzes einzuplanen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (28)
1. Vorrichtung zum Wickeln von elektrischen Spulen mit durchschnittlicher oder großer Windungszahl,
mit einem schrittweise bewegbaren Drehtisch, an dessen Umfang eine Anzahl von Wickeleinheiten mit sich drehenden Wickeldornen
und den Wickeldornen zugeordneten, das Wickelmuster bestimmenden Drahtführungen to
zum Wickeln der Spulen angeordnet ist, und mit einem sich koaxial zum Drehtisch drehenden
Drahtrollenhalter für eine Anzahl von Drahtrollen, sowie mit einer Antriebsanordnung zum Antreiben
des Drehtisches und des Drahtrollenhalters, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Drehtisch (40) und dem Drahtrollenhalter (111)
gemeinsame Hauptachse (x-x) der Vorrichtung horizontal angeordnet ist; und daß die Antriebsanordnung
Steuermittel (6, 49, 63, 62, 61 bzw. 6, 49, 58, iiO, 59, 64) aufweist, mit weichen dem
Drahtrollenhalter (111) eine kontinuierliche, gleichförmige Drehbewegung und dem Drehtisch
(40) die schrittweise Drehbewegung zu erteilen ist, deren mittlere Geschwindigkeit unter Berücksich- >5
tigungder Stillstandszeiten gleich der gleichförmigen Geschwindigkeit des Drahtrollenhalters (111)
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsanordnung erste
Antriebsmittel (6, la, 14, 12, 10, 11) aufweist, mit denen dci Wickeidornen (13) eine hohe Geschwindigkeit
zu erteilen is*.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Antriebsmittel aus π
einem am Maschinengestell (1) befestigten Hauptmotor (6), einem koaxial zur Drehachse des
Drehtisches (40) angeordneten, vom Hauptmotor (6) aus angetriebenen Zahnkranz (7a), einer Anzahl
von auf den Wickeldornwellen (15) angeordneten Zahnrädern (14) sowie die Bewegung des
Zahnkranzes (la) auf die Zahnräder (14) übertragenden Bewegungsübertragungseinrichtun(",
(12, 10, 11) bestehen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- 4r>
kennzeichnet, daß die Bewegungsübertragungseinrichtungen aus mindestens einem auf einem am
Drehtisch (40) befestigten Zapfen drehbar, mit dem Zahnkranz (7a) im Eingriff stehenden ersten
Zahnrad (12), einer Anzahl von mit den auf den so Wickeldornwellen (15) angeordneten Zahnrädern
(14) im Eingriff stehenden zweiten Zahnrädern (10) und einem wenigstens einen Teil der zweiten
Zahnräder (10) mit dem ersten Zahnrad (12) verbindenden Riementrieb (11) bestehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Wickeldornwellen
(15) angeordneten Zahnrädern (14) frei drehbar gelagert sind und durch Kupplungen
(18) mit diesen zu verbinden sind. bo
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungen (16, 17, 18)
elektromagnetisch betätigte Reibungskupplungen sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der &■;
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsanordnung zweite Antriebsmittel
(32, 35, 25, 36) aufweist, mit denen den Wickeldornen (13) eine langsame Geschwindigkeit
zu erteilen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Antriebsmittel einen
am Maschinengestell (1) befestigten zweiten Motor (32), ein von dem zweiten Motor (32) angetriebenes,
koaxial zur Drehachse des Drehtisches (40) angeordnetes zweites Kettenrad (35), eine Anzahl von auf den WickeldornweJlen (15)
frei drehbar angeordneten ersten Kettenrädern (25) sowie eine Kette (36) aufweisen, die mit dem
zweiten Kettenrad (35) und wenigstens einem Teil der eisten Kettenräder (25) im Eingriff stehen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeder Wickeldornwelle
(15) und dem koaxial auf dieser angeordneten ersten Kettenrad (25) eine Kupplung (20, 21,
22) zum Verbinden des ersten Kettenrades (25) mit der Wickeldornwelle (15) vorhanden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungen (20, 21, 22)
elektromagnetisch betätigte Reibungskupplungen sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen des von der
elektromagnetisch betätigbaren Reibungskupplung (20) ausgeübten Drehmomentes ein Regelwiderstand
(43; vorhanden ist, mit dem der Speisestrom für den Elektromagneten der Reibungskupplung
(20) einzustellen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wikkeldorn
(13) mit einer Verriegelungseinrichtung (26, 42, 27) versehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung
jeweils aus einer an der Wickeldornwelle (15) befestigten Scheibe (26) und aus einem Stift (42)
besteht, der in einen Schlitz (27) der Scheibe (26) eingreifen kann.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektromagnet vorgesehen
ist, mit dem in erregtem Zustand der Stift (42) gegen die Kraft einer Feder (23) aus dem Schlitz
(27) der Scheibe (26) herauszuziehen ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Wikkeldorn
(13) ein auf Null zurückstellbarer Windungszähler (46) zugeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsanordnung
mit einem Hauptsteuernocken (72) zum Steuern der Drahtführungen (91) versehen ist, dessen Achse in der Hauptachse (x-x) liegt;
daß jeder Drahtführung (91) eine mit dem Hauptsteuernocken (72) zusammenarbeitende Abtasteinrichtung
(101, 102) zugeordnet ist; und daß dem Hauptsteuernocken (72) und dem Drehtisch (40) Antriebsmittel (6, 59,60,58, 69) zugeordnet
sind, die eine verhältnismäßig konstante und gleichmäßige relative Drehbewegung zwischen
dem Hauptsteuernocken (72) und dem Drehtisch (40) bewirken.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptsteuernocken (72)
auf einer Hauptträgerwelle (2) angeordnet ist, um welche der Drehtisch (40) die durch die Antriebsmittel
(6, 59, 60, 58 bis 69) bewirkte Drehbewe-
gung ausführt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Hauptsteuernocken
(72) zugeordneten Antriebsmittel den Hauptmotor (6) und zwei Getriebe (59, 60 bzw.
58, 69) aufweisen, wobei das erste Getriebe (60) dem Drehtisch (40) eine schrittweise Drehbewegungerteilt,
und das zweite Getriebe (58,69) dem Hauptsteuernocken (72) eine um die Hauptachse
{x-x) oszillierende Drehbewegung erteilt, wobei durch die Kombination der schrittweisen Drehbewegung
des Drehtisches (40) und der oszillierenden Bewegung des Hauptsteuernockens (72) eine
konstante, gleichmäßige Relativbewegung zwischen dem Drehtisch (40) und dem Hauptsteuernocken
(72) zu erzeugen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß dem zweiten Getriebe (58,
69) für den Hauptsteuernocken (72) ein Ausgleichsnocken (71a) zugeordnet ist, der über ein
exzentrisch zur Achse des Hauptsteuernockens (72) angeordnetes Getriebe mit dem Hauptsteuernocken
(72) verbunden ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß jede Drahtführung
ein sich parallel zur Spulenachse bewegendes erstes Gleitstück (91) aufweist, welches
eine dem zu bewickelnden Spulenkern Draht zuführende Seilscheibe (94) abstützt, sowie ein parallel
zum ersten Gleitstück (91) bewegliches zweites Gleitstück (101), welches die Abtasteinrichtung
(102) trägt, und ferner einen Arm (104) aufweist, welcher das erste Gleitstück (91) mit
dem zweiten Gleitstück (101) verbindet, um die Bewegung der Abtasteinrichtung (102) auf die
Seilscheibe (94) zu übertragen.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt (105) des Armes
(104) einstellbar ist, um das Übersetzungsverhältnis der vom zweiten Gleitstück (101) auf
das erste Gleitstück (91) übertragenden Bewegung verändern zu können.
22. Vorrichtung nach Anspruch 2 i, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellen des Drehpunktes
(ID5) auf dem Arm (104) mittels Drehpunkt-Steuereinrichtungen
(106,107,108) zu bewirken ist, welche gleichzeitig auf die Drehpunkte
aller Drahtführungen einwirken.
23.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptsteuernocken
(72) entlang seines Profils einstellbare zusätzliche Nocken (86, 88, 85') aufweist,
welche in einzelnen Wickeldornen (13) zugeordnete Mikroschalter (89) zum Ein- oder Ausrücken
der Bewegungsübertragungseinrichtungen zwischen den Wickeldornen (13) und der Antriebsanordnung
betätigen.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, da3 jeder Vorratsrolle
(65,66) eine Drahtstreckvorrichtung (67, 68) zugeordnet ist, mittels welcher der zwischen
der Vorratsrolle (65, 66) und dem zugeordneten Wickeldorn (13) verlaufende Drahtabschnitt unter
Ausgleich des sich aufgrund der unterschiedlichen Bewegungen des Vorratsrollenhalters (111)
und des Drehtisches (40) periodisch ergebenden Unterschieds in der Winkelstellung zwischen der
Achse einer Vorratsrolle (65, 66) und der Achse des ihr zugeordneten Wickeldorns (13) gestreckt
zu halten ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß sich die zwischen
den Wickeldornen (13) und den ihnen zugeordneten Vorratsrollen frei verlaufenden
Drahtabschnitte normalerweise in einer im wesentlichenzylindrischen
gedachten Fläche erstrekken, deren Achse koaxial zur Hauptachse (x-x)
verläuft.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen
der Wickeldorne (13) parallel zur Hauptachse {x-x) verlaufen.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die zu bewickelnden Spulen
an der Vorderseite des Drehtisches (40) angeordnet sind und daß der Vorratsroilenhalter (111) an
der Rückseite des Drehtisches (40) angeordnet ist, wobei am Umfang des Drehtisches (40) Seilscheiben
(95) vorhanden sind, um .<:n Draht von der Rückseite des Drehtisches (40) zu iessen Vorderseite
zu führen.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegu5g
des Drehtisches (40), die Wickelbewegung derauf dem Drehtisch (40) angeordneten Wickeldorne
(13) und die Bewegung des Vorratsrollenhalters (111) durch den Hauptmotor (6) erfolgen.
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