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DE2125095C3 - Verfahren zur Abtrennung der Metallkomponenten aus einem wäßrigen Medium durch Flüssig/Flussig-Extraktion unter Verwendung eines Extraktionsmittels vom Hydroxyoxim-Typ - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung der Metallkomponenten aus einem wäßrigen Medium durch Flüssig/Flussig-Extraktion unter Verwendung eines Extraktionsmittels vom Hydroxyoxim-Typ

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Publication number
DE2125095C3
DE2125095C3 DE2125095A DE2125095A DE2125095C3 DE 2125095 C3 DE2125095 C3 DE 2125095C3 DE 2125095 A DE2125095 A DE 2125095A DE 2125095 A DE2125095 A DE 2125095A DE 2125095 C3 DE2125095 C3 DE 2125095C3
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oxime
hydroxy
aqueous
sec
extraction
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DE2125095A
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DE2125095A1 (de
DE2125095B2 (de
Inventor
Abraham Johannes Van Der Amsterdam Zeeuw
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Henkel Corp
Original Assignee
Shell Internationale Research Maatschappij BV
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Filing date
Publication date
Application filed by Shell Internationale Research Maatschappij BV filed Critical Shell Internationale Research Maatschappij BV
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Publication of DE2125095B2 publication Critical patent/DE2125095B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2125095C3 publication Critical patent/DE2125095C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G3/00Compounds of copper
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B3/00Extraction of metal compounds from ores or concentrates by wet processes
    • C22B3/20Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching
    • C22B3/26Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching by liquid-liquid extraction using organic compounds
    • C22B3/30Oximes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

A—Q=NOH)- R
verwendet, in der R einen aliphatischen Rest bedeutet und A einen cyclischen organischen Rest darstellt, welcher als Substituenten zumindest
a) eine Hydroxylgruppe an einem Ringkohlenstoffatom in 2-Stellung zu jenem Ringkohlenstoffatom, an das der Rest -Cf1 = NOH)-R gebunden ist, und
b) mindestens einen organischen Rest R' sowie gegebenenfalls
c) mindestens einen elektrophilen Rest aufweist. jo
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Hydroxyoxim der oben angegebenen Formel verwendet in welcher der Rest R ein Alkylrest mit 5 bis 20 C-Atomen ist
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Hydroxyoxim der oben angegebenen Formel verwendet in der der Rest A eine substituierte Phenylgruppe ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Hydroxyoxim der oben angegebenen Formel verwendet bei dem mindestens ein organischer Substituent R' 5 bis 20 C-Atome aufweist
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Hydroxyoxim der oben 4i angegebenen Formel verwendet, bei dem mindestens ein organischer Substituent R' ein Alkylrest ist.
5(1
Die Extraktion der Metallkomponenten aus wäßrigen Medien wird gemäß zahlreichen technischen Verfahren mit dem Ziel durchgeführt, z. B. mindestens eine bestimmte Metallkomponente aus mehr oder weniger verdünnten Lösungen zu isolieren oder zumindest in angereicherter Form zu gewinnen. Der Hauptzweck anderer Verfahren besteht in der Abtrennung unerwünschter Metaliionen aus wäßrigen Flüssigkeiten. Selektive Extraktionsverfahren, welche die Abtrennung verschiedener Metallkomponenten voneinander gestat- t>o ten, besitzen eine besondere Bedeutung in der Montanindustrie, wo die gewünschten Metallkomponenten häufig aus wäßrigen Lösungen oder Suspensionen von ziemlich komplizierten Gemischen verschiedener Metallsalze abgetrennt werden müssen. In solchen b5 Fällen stammen die Ausgangsmaterialien im allgemeinen von der Erzlaugung, die z. B. mit Wasser, Säuren, Basen oder Salzlösungen durchgeführt wird, nachdem die Roherze durch Zerkleinern, Mahlen, Absieben und/odsr Schwemmaufbereitung (Flotation) in eine geeignete Form gebracht wurden. Nach der Extraktion können die Metallkomponenten weiterbehandelt werden, z. 3. durch Auswaschen aus der Extraktphase, Ausfällen, Elektrolyse und/oder nach pyrometallurgischen Methoden.
So ist ein Verfahren bekannt, gemäß welchem Kupfer aus wäßrigen Medien unter Verwendung von Extraktionsmitteln vom Hydroxyoxim-Typ extrahiert wird. Als Hydroxyoxim-Verbindungen werden entweder a-hydroxysubstituierte aliphatische Ketonoxime oder 2-Hydroxybenzophenonoxime verwendet, z. B. 5,8-Diäthyl-7-hydroxydodekan-6-onoxim und/oder 2-Hydroxy-5-dodecylbenzophenonoxim. Es wurde jedoch festgestellt, daß diese bekannten Hydroxyoxime bestimmte Nachteile aufweisen. Die aliphatischen «-Hydroxyoxime benötigen z. B. einen relativ hohen pH-Wert (d. h. von oberhalb 3 bis 4), um eine genügende Extraktionswirkung zu ergeben. Ein hoher pH-Wert ist jedoch mit einem beträchtlichen Alkaliverbrauch verbunden, wenn ein stark saures wäßriges Medium extrahiert wird, wie es im allgemeinen bei der Kupferlaugung anfällt Die in der GB-PS 10 91354 empfohlenen 2-Hydroxybenzophenonoxime besitzen andererseits eine recht gute Wirksamkeit bei niedrigeren pH-Werten, bei ihrer Verwendung ist jedoch eine ziemlich lange Extraktionsdauer erforderlich, was für die großtechnische Ausführungsweise unerwünscht ist. Zur Verbesserung des vorgenannten Extraktionsverfahrens ist ferner die Maßnahme vorgeschlagen worden, ein Gemisch aus aliphatischen und aromatischen Ketonoximen zu verwenden, ohne daß jedoch die Ergebnisse voll befriedigend waren.
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein neues Verfahren der vorstehend erläuterten Art zur Verfügung zu stellen, bei dem die Extraktion in svihr kurzer Zeit und bei sehr niedrigen pH-Werten durchgeführt werden kann und bei dem zur Erzielung guter Ergebnisse kein Gemisch von Ketonoximen verschiedenen Typs benötigt wird.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Abtrennung der Metallkomponenten aus einem wäßrigen Medium durch Flüssig/Flüssig-Extraktion unter Verwendung eines Extraktionsmittels vom Hydroxyoxim-Typ, wobei man das wäßrige Medium mit einer organischen Phase behandelt, welche ein organisches, mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel sowie ein Hydroxyoxim als Extraktionsmittel enthält, zumindest einen Teil der Metallkomponenten in die organische Phase überführt und gegebenenfalls aus der organischen Phase nach deren Abtrennung von der wäßrigen Phase eine(s) oder mehrere Metallkomponente(n) und/oder Metall(e) isoliert, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Hydroxyoxim der allgemeinen Formel
A—Q=NOH)- R
verwendet, in der R einen aliphatischen Rest bedeutet und A einen cyclischen organischen Rest darstellt, welcher als Substituenten zumindest
a) eine Hydroxylgruppe an einem Ringkohlenstoffatom in 2-Stellung zu jenem Ringkohlenstoffatom, an das der Rest - C( = NOH) - R gebunden ist, und
b) mindestens einen organischen Rest R' sowie gegebenenfalls
c) mindestens einen elektrophilen Rest aufweist.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß bei Verwendung eines Hydroxyoxims der angegebenen allgemeinen Formel als Extraktionsmittel ein sehr hoher Extraktionsgrad in einem breiten, sich bis in das extrem saure Gebiet erstreckenden pH-Bereich, z.B. bei pH-Weiten von 0 bis 2 oder sogar darunter, erzielt werden kann.
Beispiele für aliphatische Reste R in der allgemeinen Formel sind Alkyl-, Alkenyl- oder Alkapolyenylreste. Der Rest R kann verzweigt oder unverzweigt sein sowie Substituenten und/oder Heteroatome enthalten. Unverzweigte Reste sind im allgemeinen sehr gut geeignet Die Anzahl der C-Atome des Restes R kann z. B. 1 bis 20 betragen und beträgt vorzugsweise 5 bis 20, insbesondere 7 bis 111. Alkylreste werden als Reste R bevorzugt Spezielle Beispiele für geeignete Alkylreste sind die Methyl-, Äthyl-, n-Pentyl-, n-Heptyl-, n-Octyl-, n-Nonyl-, n-Undecyl-, n-Tridecyl- und n-Heptadecylgruppe.
Der cyclische Rest A in der allgemeinen Formel kann ein carbocyclischer oder heterocyclischen Rest sein; dieser Rest enthält gegebenenfalls eine oder mehrere Doppelbindungen. Spezielle Beispiele für cyclische Reste, von denen sich die Reste A durch Substitution ableiten, sind die Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Cycloheptyl-, Phenyl- und Napthylgruppe. Bevorzugt werden dabei aromatische Reste, insbesondere die Phenylgruppe.
Beispiele für als Substituenten geeignete organische Reste R' sind Alkyl-, Alkaryl-, Alkenyl-, Alkapolyenyl-, Alkoxy-, Alkylthio- und Alkoxycarbonylreste. Diese(r) organischen) Rest(e) kann (können) unverzweigt oder verzweigt sein sowie Substituenten und/oder Heteroatome aufweisen. Die Anzahl an C-Atomen solcher Reste R' kann z.B. 1 bis 20 botragen und beträgt vorzugsweise 5 bis 20, insbesondere 7 bis 14. Bevorzugt werden jene Verbindungen, bei denen R' oder zumindest einer der Reste R' ein Alkylrest, wie ein sek.-AIkylrest, ist Spezielle Beispiele für geeignete Alkylreste sind die Methyl-, sek.-H.exyl-, sele-Heptyl-, selc-Octyl-, sek.-NonyI, selc-Undecyi- und sek.-Pentadecylgruppe. Der cyclische Rest A besitzt vorzugsweise nur einen Rest R' als Substituenten. Die Gesamtzahl an C-Atomen in den Resten R und R' beträgt zweckmäßig 10 bis 25, vorzugsweise etwa 14 bis etwa 18. Die Anzahl der C-Atome der Reste R bzw. R' ist ferner vorzugsweise etwa dieselbe.
Spezielle Beispiele für erfindungsgemäß sehr gut geeignete Hydroxyoxime sind
(5-sek.-Heptyl-2-hydroxyphenyl)-n-heptyl-
ketonoxim, (5-sek.-Octyl-2-hydroxyphenyl)-n-octyl-
ketonoxim, (5-sek.-Nonyl-2-hydroxyphenyl)-n-nonylketon-
oxim und (5-sek.-Heptyl-2-hydroxyphenyl)-n-nonyl-
ketonoxim. Weitere geeignete Hydroxyoxime sind
(2-Hydroxy-5-methylphenyl)-n-tridecyl-
ketonoxim, (2-Hydroxy-5-sek.-heptylphenyl)-methyl-
ketonoxim, (2-Hydroxy-5-sek.-dodecylphenyl)-äthyl-
ketonoxim, (2-Hydroxy-5-sek.-undecylphenyl)-n-pentyl-
ketonoxim, (2-Hydroxy-5-sek.-hexylphenyl)-n-undecyl-
ketonoxim.
(2-Hydroxy-5-sek.-pentadecylphenyl)-n-heptyl-
ketonoxim, (2-Hydroxy-5-sek.-octylphenyl)-n-undecyl-
ketonoxim und (2-Hydroxy-5-sek.-octylphenyl)-n-heptadecyl-
ketonoxim.
Die im Verfahren der Erfindung eingesetzten Hydroxyoxime sind neue Verbindungen. Sie haben sich
ίο als sehr wirksam für die Extraktion von Metallkomponenten aus wäßrigen Medien innerhalb eines breiten pH-Bereichs, der sich im allgemeinen bis hinab zu einem Wert von etwa 1 erstreckt, erwiesen. Wenn jedoch Metallkomponenten aus Medien mit einer noch höheren Acidität, d.h. mit pH-Werten unterhalb etwa 1, extrahiert werden sollen, wird die Wirksamkeit der Extraktion häufig beträchtlich vermindert Medien mit einer derart hohen Addität können z. B. vom Auslaugen kupferhaltiger Erze mit starken Säuren stammen. Es soll ferner bedacht werden, daß der pH-Wert der wäßrigen Phase während der Extraktion mit einem Hydroxyoxim infolge der Bildung einer äquivalenten Menge von Wasserstoffionen abnimmt Eine bestmögliche Extraktion einer gewünschten Metallkomponente kann sogar in den vorgenannten Fällen erzielt werden, z. B. dadurch, daß man die Extraktion in mehreren aufeinanderfolgenden Stufen durchführt, cder durch Zugabe einer Base, durch die der pH-Wert in geeigneter Weise erhöht wird.
Überraschenderweise wurde aber gefunden, daß eine hochwirksame Extraktion selbst unter Anwendung einer einzigen Stufe innerhalb eines breiten pH-Bereichs, der sich insbesondere in das extrem saure Gebiet (z. B. bis zu Werten von 0 bis 1 oder sogar darunter) erstreckt, durchgeführt werden kann, wenn das als Extraktionsmittel verwendete Hydroxyoxim der angegebenen allgemeinen Formel im cyclischen Rest A außer der Hydroxylgruppe und dem (den) Resten) R' mindestens einen elektrophilen Rest enthält
Beispiele für solche elektrophilen Reste sind die Halogenatome, insbesondere das Chlor-, Brom- und Fluoratom, die Nitro- und Cyangruppe und Alkoxycarbonylreste der nachstehenden allgemeinen Formel
-COOR"
in der R" zweckmäßig ein Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen ist Beispiele für bevorzugte Reste dieser Formel sind die Methoxycarbonyl- und Äthoxycarbonylgruppe. Die Halogenatome, insbesondere das Chlor- atom, werden als elektrophile Reste bevorzugt Hervorragende Ergebnisse werden mit erfindungsgemäßen Hydroxyoximen erzielt, welcHe*am cyclischen Rest A nur einen elektrophilen Rest aufweisen. Gegebenenfalls sind jedoch 2 oder mehrere solcher Reste vorhanden, welche untereinander gleich oder verschieden sein können. Diese Reste sind besonders wirksam, wenn der cyclische organische Rest A, an den sie gebunden sind, ein aromatischer Rest, insbesondere die Phenylgruppe ist.
Wenn der elektrophile Rest gleichzeitig einen organischen Rest R' darstellt, wie es z. B. bei einem Alkoxycarbonylrest der Fall ist, muß nicht gleichzeitig ein weiterer Rest R' vorhanden sein. In diesen Fällen ist es im allgemeinen vorteilhaft, wenn die Gesamtzahl an C-Atomen eines oder mehrerer dieser elektrophilen Feste des aliphatischen Restes R und — wenn vorhanden — zusätzlicher Reste R' 10 bis 25, vorzugsweise 14 bis 18, beträgt.
Günstige Stellungen des (der) elektrophilen Reste im cyclischen Rest Λ sind im allgemeinen jene Stellungen, die der in 2-Stellung befindlichen Hydroxylgruppe eine erhöhte Acidität verleihen. Wenn der cyclische Rest A eine Phenylgruppe ist, werden somit die 3- und/oder 5-S teilung am meisten bevorzugt, wobei die 2-Stellung durch eine Hydroxylgruppe besetzt ist Hervorragende Ergebnisse werden somit z. B. mit den 3-Chlor-2-hydroxyphenylverbindungen der Hydroxyoxime der allgemeinen Formel erzielt Der (die) organische(n) Rest(e) R' ι ο kann (können) im allgemeinen jede beliebige der verbleibenden Stellungen des cyclischen Restes A einnehmen. Erfindungsgensäß geeignete Verbindungen sind z. B. jene, welche in 5-Stellung einer Phenylgruppe einen Rest R', vorzugsweise einen Alkylrest, aufweisen.
Weitere Beispiele für erfindungsgemäß sehr gut geeignete Extraktionsmittel sind somit Hydroxyoxime der angegebenen allgemeinen Formel, in der die Reste A bzw. R die nachstehenden Gruppen sind:
ö-selt-Heptyl-a-chlor^-hydroxy-
phenyl n-Heptyl
S-selc-Octyl-S-chlor^-hydroxy-
phenyl n-Octyl
S-selc-Nonyl-S-chlor^-hydroxy-
phenyl n-Nonyl
ä-selc-Heptyl-S-chlor^-hydroxy-
phenyl n-Nonyl
S-selc-Octyl-S-chlor^-hydroxy-
phenyl n-Nonyl
S-Methyl-S-chlor^-hydroxyphenyl n-Tridecyl
S-selc-Heptyl-S-chlor^-hydroxy-
phenyl Methyl
S-selt-Dodecyl-S-chlor^-hydroxy-
phenyl Äthyl
5-sek.-Unüecyl-3-chlor-2-hydroxy-
phenyl n-Pentyl
5-sek.-Hexyl-3-chIor-2-hydroxy-
phenyl n-Undecyl
S-selc-Pentadecyl-S-chlor^-hy-
droxyphenyl n-Heptyl
S-sek.-Octyl-S-chlor^-hydroxy-
phenyl n-Undecyl
5-sek.-Octyl-3-chlor-2-hydroxy-
phenyl n-Heptadecyl
Hervorragende Ergebnisse werden insbesondere bei Verwendung von (S-selc-Octyl-S-chlor^-hydroxyphenyl)-n-nonylketonoxim erzielt.
Im Verfahren der Erfindung können auch Gemische von 2 oder mehreren Hydroxyoximen der angegebenen allgemeinen Formel verwendet werden. Gleichzeitig mit einem oder mehreren der erfindungsgemäßen Hydroxyoxime können auch andere geeignete Extraktionsmittel, z. B. Hydroxyoxime eines anderen Typs, verwendet werden.
Die Hydroxyoxime der angegebenen allgemeinen Formel sind leicht h^rstotibar, z. B. durch Oximierung der entsprechenden Ketone. Gemäß einem bevorzugten Verfahren zur Herstellung von Hydroxyoximen, welche eine substituierte Phenylgruppe A aufweisen, wird ein Alkylphenol, das im Kern gegebenenfalls durch einen elektrophilen Rest, wie ein Chloratom, substituiert ist, b5 mit einem Säurechlorid R-COCI oder mit einem Trichloralkan R —CClj in Gegenwart von Aluminiumchlorid, wobei das erhaltene Produkt im letzteren Falle
25
30
35
45 hydrolysiert wird, oder mit einer Carbonsäure R—COOH in Gegenwart von Bortrifluorid kondensiert und das erhaltene Keton wird anschließend in das Oxim übergeführt Als Ausgangsmaterialien für das vorgenannte Verfahren eignen sich die jeweiligen — im allgemeinen durch Alkylierung von Phenol mit einem «-Olefin erhaltenen — 4-Alkylphenole, welche vor der Acylierung gegebenenfalls in der 2-Stellung chloriert werden. Die entsprechenden Hydroxyoxime können z. B. nach dem folgenden Reaktionsschema hergestellt werden:
OH
C-R
NOH
Die Halogenierung kann jedoch auch in einer späteren Verfahrensstufe vorgenommen werden, beispielsweise am Keton vor dessen Oberführung in das Oxim. Spezielle Beispiele für im Handel erhältliche 4-Alkylphenole, welche in den vorgenannten Verfahren eingesetzt werden können, sind 4-Heptyl-, 4-Octyl- und 4-Nonylphenol.
Zur Oximierung können die jeweiligen Alkylphenylketone unter Rückfluß mit einem Hydroxylaminsalz zur Umsetzung gebracht werden. Zu diesem Zweck werden die Reaktionskomponenten in z. B. einem Alkohol, wie Äthanol, sowie in Gegenwart einer Base, wie Pyridin, unter Rückfluß gekocht Die Base dient dabei zur Bindung der an das Hydroxylamin addierten Säurekomponente. Das Hydroxylaminsalz, z. B. das Hydrochlorid oder Hydrogensulfat, wird im vorgenannten Verfahren vorzugsweise im Überschuß eingesetzt
Das jeweils angewendete Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäß eingesetzten Extraktionsmittels hängt von den jeweiligen, als Ausgangsmaterialien verwendeten Verbindungen bzw. von der Wirksamkeit des betreffenden Verfahrens beim Einsatz solcher Ausgangsmaterialien ab.
Für eine selektive Extraktion nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein solches organisches Lösungsmittel gewählt, daß sich die organische Phase nicht oder nur ganz geringfügig im wäßrigen Medium löst und umgekehrt. Die gegenseitige Mischbarkeit der beiden Phasen soll vorzugsweise höchstens 5 Volumprozent, insbesondere weniger als 1 Volumprozent, betragen. Beispiele für geeignete Lösungsmittel sind halogenhaltige Lösungsmittel, wie Chloroform, 1,2-Dichloräthan, 1,2-Dichlorpropan oder Di-(2-chloräihyl)-äther, sowie insbesondere Kohlenwasserstoffe, wie Kerosin, Toluol oder die Xylole.
Die organische Phase kann ferner weitere Komponenten enthalten, z. B. einen Zusatzstoff zur Verhinderung der Emulsionsbildung oder zum Brechen von Emulsionen, welche sich während der Extraktion des wäßrigen Mediums, in deren Verlauf kräftiges Rühren zur Gewährleistung einer guten Berührung zwischen den beiden Phasen empfehlenswert ist gebildet haben
können. Hierfür wird im allgemeinen ein langkettiger aliphatischer Alkohol eingesetzt.
Das Verfahren der Erfindung eignet sich sehr gut für die Abtrennung von beispielsweise Kupfer, Eisen, Nickel und/oder Kobalt (gegebenenfalls zusammen mit anderen Metallkomponenten). Eine besondere Bedeutung besitzt das erfindungsgemäße Verfahren für die selektive Abtrennung aus Lösungen, die mindestens 2 Metallkomponenten enthalten. Die der Extraktion unterworfenen Ausgangsmaterialien stammen häufig z. B. von der Erzlaugung, die beispielsweise mit Säuren oder mit einer Base, wie Ammoniak (unter Druck) durchgeführt wird, nachdem die Roherze in eine geeignete Form gebracht wurden.
Wenn Kupfer(H)-komponenten von Eisen(HI)- und/ oder anderen Metallkomponenten, wie Nickel oder Kobalt, abgetrennt werden sollen, werden niedrige pH-Werte bevorzugt, insbesondere pH-Werte von 0 bis 2. Wenn dagegen Nickelkomponenten von Kobaltkomponenten abgetrennt werden sollen, kann mit Vorteil von einem wäßrigen ammoniakaiischen Medium ausgegangen werden, wobei die Kobaltkomponenten nötigenfalls zuvor durch eine Oxidation in die dreiwertige Form übergeführt werden, bei der die Nickelkomponenten die zweiwertige Form beibehalten. Für die Oxidation wird z. B. Sauerstoff oder ein freien Sauerstoff enthaltendes Gas, vorzugsweise Luft, verwendet
Zur erfolgreichen Durchführung der selektiven Extraktion von Kupferkomponenten gemäß dem Verfahren der Erfindung soll das wäßrige Medium, wie eine aus der Erzlaugung stammende Lösung, vorzugsweise einen pH-Wert von höchstens 2,0, insbesondere von 0 bis IA aufweisen. Hydroxyoxime der angegebenen allgemeinen Formel, welche im cyclischen Rest A einen elektrophilen Rest aufweisen, besitzen im allgemeinen im pH-Bereich von 0 bis 0,8 eine besonders hohe Wirksamkeit, während die anderen erfindungsgemäß eingesetzten Hydroxyoxime mit hohem Vorteil bei einem etwas höheren pH-Wert eingesetzt werden, vorzugsweise im pH-Bereich von 1 bis 1,5. Überraschenderweise wurde gefunden, daß aus wäßrigen Medien, welche sowohl Eisen- als auch Kupferkomponenten enthalten, bei Anwendung der vorgenannten pH-Bereiche das Kupfer leicht extrahiert werden kann, während das Eisen zurückbleibt Nötigenfalls werden die aus der Laugerei stammenden wäßrigen Lösungen durch eine Säurezugabe, wie von Schwefelsäure, auf den gewünschten pH-Wert eingestellt
Die Konzentrationen der Metallkomponenten im wäßrigen Medium können innerhalb breiter Bereiche liegen und betragen im allgemeinen 0,01 bis 1 Mol/Liter, vorzugsweise 0,05 bis 0,5 Mol/Liter.
Die selektive Extraktion wird erfindungsgemäß vorzugsweise kontinuierlich vorgenommen. Es ist zweckmäßig, die Berührung zwischen den beiden Phasen durch kräftiges Rühren zu fördern und das Rühren so lange fortzusetzen, bis sich ein Gleichgewichtszustand zwischen den beiden Phasen ausgebildet hat Im allgemeinen ist dies nach 1 bis 5 Minuten der FaIL Es wird zweckmäßig ein Volumenverhältnis der organischen Phase zum wäßrigen Medium von 1 :3 bis 3:1 angewendet
Die extrahierte(n) Metallkomponente(n) kann (können) mit Vorteil aus der organischen Phase, welche im allgemeinen eine Lösung eines Komplexes des jeweiligen Hydroxyoxims und des betreffenden Metalls in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Kerosin, darstellt,
durch Waschen dieser Phase nach ihrer Abtrennung von der wäßrigen Phase mit einer wäßrigen Lösung einer starken Säure, vorzugsweise Schwefel- oder Salpetersäure, abgetrennt werden.
Die Metallkomponente(n), wie Kupfer, wird (werden) dabei in Form der entsprechenden Salze, wie der Sulfate, in die Waschlösung übergeführt Aus dieser können sie anschließend nach herkömmlichen Methoden, z. B. in Form von Salzen durch Abdampfen des
ίο Wassers und/oder eine Kristallisation, oder als Metalle durch direkte Elektrolyse abgetrennt werden. Die organische Phase, welche das freigesetzte Extraktionsmittel enthält, wird mit Vorteil für weitere Extraktionen eingesetzt. Häufig ist es jedoch zweckmäßig, für die vorgenannte Wäsche eine Base, wie Ammoniak, zu verwenden, da die gewünschte Metallkomponente (z. B.
Ni) in vielen Fällen anschließend durch Abdampfen des Ammoniaks zur Ausfällung gebracht werden kann. In anderen Fällen kann es zweckmäßig sein, eine
Metallkomponente direkt aus der mit dieser Komponente angereicherten organischen Phase durch Hydrierung dieser Phase abzutrennen. Diese Methode erlaubt es häufig, das betreffende Metall in Pulverform zu erhalten.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
A. Herstellung von Hydroxyoximen der angegebenen allgemeinen Formel
a) Herstellung von (2-Hydroxy-5-methylphenyl)-n-tridecylketonoxim
228 g (1 Mol) Myristinsäure und 238 g (2 Mol) Thionylchlorid werden in einem mit Thermometer, Rührer und Rückflußkühler ausgestatteten 2-Liter- Dreihalskolben vereinigt Das Gemisch wird unter Rühren allmählich erwärmt und anschließend 150 Minuten unter Rückfluß gekocht Das überschüssige Thionylchlorid wird bei vermindertem Druck abdestilliert Als Rückstand werden dabei 246,5 g (1 Mol) Myristinsäurechlorid erhalten, welches tropfenweise in einen zweiten 2-Liter-Dreihalskolben eingegeben wird, der ebenfalls mit Thermometer, Rührer und Rückflußkühler ausgestattet ist und in dem 108 g (1 Mol) p-Kresol vorgelegt sind. Das im zweiten Kolben erhaltene Gemisch wird so lange bei 80° C gerührt, bis die Chlorwasserstoffentwicklung aufgehört hat Anschließend wird das vorgenannte Gemisch in Wasser eingegossen und das wäßrige Gemisch wird bei 800C gerührt Die organische Schicht wird mit Diäthyläther
so extrahiert und der Extrakt nacheinander mit Wasser, wäßriger Natriumbicarbonatlösung und schließlich nochmals mit Wasser gewaschen und dann über Natriumsulfat getrocknet Nach dem Abdestillieren des Äthers bei vermindertem Druck erhält man 302 g des rohen Myristinsäure-p-kresylesters, welchen man ohne Reinigung weiterbehandelt Die Gesamtmenge des vorgenannten Esters wird zusammen mit 140 g (1,05 Mol) Aluminiumchlorid in einen 2-Liter-Dreihalskolben gegeben, der mit den vorstehend beschriebenen
μ Einrichtungen ausgestattet ist Die Temperatur wird auf 90 bis 115° C erhöht und das Gemisch wird bis zum Aufhören des Schäumens gerührt, wonach man es etwa 150 Minuten weiterrührt Das warme Gemisch wird dann in überschüssige 6 η Salzsäure eingegossen.
Anschließend wird das Gemisch mit Diäthyläther extrahiert und der Ätherextrakt wird nacheinander mit Wasser, wäßriger Natriumbicarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen, sowie schließlich über
ίο
Natriumsulfat getrocknet. Dabei erhält man 283 g farblose Kristalle von 2-Myristoyl-5-methylphenol vom Fp. 56,8 bis 57,1° C. Schließlich werden 270,3 g (0,85 Mol) des vorgenannten Ketophenols, 70,9 g (1,02MoI) Hydroxylamin-hydrochlorid und 312 g (3MoI) Natriumacetat-trihydrat sowie 1 Liter Äthanol in einen in der üblichen Weise ausgestatteten 2-Liter-Dreihalskolben gegeben, und das Gemisch wird 4 Stunden erhitzt. Nach dem Austreiben des Alkohols auf einem Dampfbad wird der erhaltene Rückstand in Diäthyläther aufgenommen und die ätherische Lösung wird nacheinander mit Wasser, wäßriger Natriumbicarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen und schließlich über Natriumsulfat getrocknet. Nach der Abtrennung des Äthers erhält man 310 g rohes (2-Hydroxy-5-methylpheny!)-n-tridecy!ketonoxim, welches mit 2 bis 3% des als Ausgangsverbindung verwendeten Ketophenols verunreinigt ist. Nach Umkristallisation dieses Oxims aus einem Äther/Äthanol-Gemisch erhält man wäßrigweiße Kristalle mit einem Fp. von 98,5 bis 100,3° C, die in Äther und Kerosin sehr gut und in Äthanol mäßig löslich sind.
b) Herstellung von (2-Hydroxy-5-sek.-dodecylphenyl)-äthylketonoxim
92,5 g (1 Mol) Propionylchlorid und 262 g (1 Mol) p-sek.-Dodecylph.enol (erhalten durch Alkylierung von Phenol mit tetrameren Propylen) werden in einem mit Thermometer, Rührer und Rückflußkühler ausgestatteten 2-Liter-Dreihalskolben vereinigt Das erhaltene Gemisch wird unter Rühren allmählich erwärmt und anschließend mindestens 1 Stunde unter Rückfluß gekocht. Dann wird das Gemisch in Wasser eingegossen und das wäßrige Gemisch wird bei 60° C zur Zersetzung des überschüssigen Propionylchlorids gerührt Man extrahiert mit Pentan und dieser Extrakt wird nacheinander mit Wasser, wäßriger Natriumbicarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen und schließlich über Natriumsulfat getrocknet Dann wird das Pentan abdestilliert wonach man 298,4 g rohen Propionsäure-p-dodecylphenylester erhält Die Gesamtmenge dieses Esters wird gemeinsam mit 140 g (1,05 Mol) Aluminiumchlorid in einen in der herkömmlichen Weise ausgestatteten 2-Liter-Dreihalskolben gegeben. Die Temperatur wird allmählich erhöht bis das Schäumen aufgehört hat Das Gemisch wird dann bei 120° C etwa 1 Stunde gerührt Anschließend wird das warme Gemisch in überschüssige 6 η HCl eingegossen und das dabei erhaltene Gemisch wird mit Diäthyläther extrahiert Der Ätherextrakt wird nacheinander mit Wasser, wäßriger Natriumbicarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen und schließlich über Natriumsulfat getrocknet Dabei erhält man 308,4 g rohes (2-Hydroxy-5-sek.-dodecylphenyl)-äthylketon.
2983 g (0,94 Mol) des vorgenannten Ketons, 70,9 g (1,02 Mol) Hydroxylamin-hydrochlorid, 312 g (3 Mol) Natriumacetat-trihydrat und 1 Liter Äthanol werden in einen in der herkömmlichen Weise ausgestatteten 2-Liter-Dreihalskolben gegeben. Nach etwa dreistündigem Erhitzen und Abdampfen des Äthanols in einem Dampfbad wird der erhaltene Rückstand in Diäthyläther aufgenommen, und die Ätherlösung wird mit Wasser, wäßriger Natriumbicarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen und schließlich über Natriumsulfat getrocknet Nach dem Abdampfen des Äthers bei vermindertem Druck erhält man 333 g (1 Mol) rohes (2-Hydroxy-5-sek.-dodecylphenyl)-äthylketonoxim, welches in Kerosin leicht löslich ist und ohne weitere Reinigung als Extraktionsrnittel für Kupfer eingesetzt werden kann.
c) Nach analogen Methoden wie der im Abschnitt a) beschriebenen werden die nachstehenden Ketonoxime hergestellt:
(2-Hydroxy-5-sek.-heptylphenyl)-methyl-
ketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-heptylphenyl)-n-heptylketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-octylphenyl)-n-octyl-
ketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-undecylphenyl)-n-pentyl-
ketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-hexylphenyl)-n-undecyl-
ketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-pentadecylphenyl)-n-heptyl-
ketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-octylphenyI)-n-undecyl-
ketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-octylphenyl)-n-heptadecyl-
ketonoxim
(2-Hydroxy-5-sek.-nonylphenyl)-n-nonyl-
ketonoxim und
(2-Hydroxy-5-sek.-heptylphenyl)-n-nonyl-
ketonoxim.
d) Herstellung von (S-selc-Octyl-S-chlor^-hydroxyphenyl)-n-nonylketonoxim
490 g (2,36 Mol) 4-sek.-Octylphenol (Handelsprodukt) werden in 1,5 Liter Chloroform gelöst In die erhaltene Lösung werden dann bei Temperaturen von —15 bis -10° C 53 Liter (2,37 Mol) Chlorgas mit einem Durchsatz von 20 Liter/h eingeleitet. Anschließend wird das Gemisch über Nacht stehen gelassen, wonach man das Chloroform abdampft Dabei erhält man 564 g (2,34 Mol) 4-sek.-Octyl-2-chlorphenol (Produkt I). Die Ausbeute beträgt 98,7%.
430 g (2,5 MoI) Caprinsäure werden 4 Stunden unter Rückfluß mit 950 g (8MoI) Thionylchlorid gekocht Nach der Abtrennung des nicht-umgesetzten Thionylchlorids bei vermindertem Druck erhält man 456 g (2,5 Mol) rohes n-Dekanoylchlorid (Produkt II). Die Ausbeute beträgt 100%.
Die Gesamtmenge des Produkts I wird dann in einem mit Rührer, Rückflußkühler und Tropftrichter ausgestatteten Dreihalsgefäß auf 80° C erhitzt, und danach werden 450 g (2,48 MoJ) des Produkts II innerhalb von 90 Minuten unter Rühren eingetropft Das Erhitzen auf 80° C wird bis zum Aufhören der Chlorwasserstoffentwicklung und dann noch eine weitere Stunde fortgesetzt Anschließend wird das Gemisch in Wasser eingegossen, und das wäßrige Gemisch wird 1 Stunde
auf 80° C erhitzt Nach dem Abkühlen wird das Gemisch mit Äther extrahiert und der Ätherextrakt wird mit Wasser, Natriumbicarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat wird der Äther bei vermindertem Druck abgetrennt Dabei erhält man 840 g (2,13MoI) rohen Caprinsäure^-sek.-octyl^-chlorphenylester. Die Ausbeute beträgt 91 %.
Der vorgenannte Ester wird 49 Stunden bei 80° C und weitere 10 Stunden bei 105°C mit 314 g (235 MoI) AlCl3 erhitzt Das noch warme Gemisch wird dann in einen Oberschuß aus einem Gemisch von gleichen Volumteilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und Wasser eingegossen, und das dabei erhaltene Gemisch wird zur
vollständigen Zersetzung des gebildeten Komplexes auf Tabelle I
800C erhitzt Die ölschicht wird mit Äther extrahiert
und der Ätherextrakt wird wiederholt mit Wasser und Versuch Natriumbicarbonatlösung gewaschen und danach über Natriumsulfat getrocknet Nach dem Abdestillieren des
Äthers bei vermindertem Druck erhält man 630 g (1,6
Mol) rohes (5-sek.-Octyl-3-chlor-2-hydroxyphenyl)-nnonylketon. Die Ausbeute beträgt 75%.
Das vorgenannte Keton wird schließlich in das Oxim übergeführt, indem man es 72 Stunden in lOOprozenti- io gern Äthanol zusammen mit 140 g (2MoI) Hydroxylamin-hydrochlorid und 390 g (4 Mol) Natriumacetat unter Rückfluß kocht Das Äthanol wird dann abgedampft der Rückstand in Äther aufgenommen und die Ätherschicht gewaschen und über Natriumsulfat is getrocknet Nach dem Abdampfen des Äthers erhält man 591 g (1,45 Mol) (S-selo-Octyl-S-chlor^-hydroxyphenyl)-n-nonylketonoxim. Die Ausbeute beträgt 90,5%.
pH-Wert Extrahierte Fe+H
: Menge 2,2
(additiv), Gew.-% 4,7
0,20 Cu++ 7,1
0,55 12,1 10,4
0,90 33,6 15,5
1,25 63,3 24,2
1,55 89,5 43,8
1,85 98,9
2,25 100,0
100,0
Beispiel 2
B. Extraktionsversuche Beispiel 1
Es werden Extraktionsversuche in einem speziell konstruierten Scheidetrichter durchgeführt der aus einem mit einer Meßeinteilung versehenen, geradwandigen Gefäß mit einem Fassungsvermögen von 0,25 Liter besteht Am unteren Ende weist der Trichter einen Sperrhahn für die Leerung auf. Die obere öffnung wird zur Einführung des Doppelschaufelrührers verwendet und dient ferner als Beschickungseinlaß. Zur Durchführung der Extraktionsversuche werden jeweils 50 ml einer wäßrigen, metallkomponentenhaltigen Lösung mit 100 ml der organischen Extraktionslösung behandelt wobei mit einer Drehzahl von etwa 2000 UpM gerührt wird.
Selektive Extraktion von Cu2+ mit(2-Hydroxy-5-sek.-octylpheny!)-n-octylketonoxim
Als wäßriges Ausgangsmaterial wird eine Lösung verwendet welche pro Liter 3,18 g Cu2+ und 2,79 g Fe3+ in Form der betreffenden Sulfate sowie zusätzlich 20 g H2SO4 enthält Der pH-Wert der Lösung beträgt 0. Die Lösung wird dann mit einer 04 m Lösung des Hydroxyoxims im Kerosin behandelt wobei das Volumenverhältnis der organischen Phase zur wäßrigen Phase 2:1 beträgt Es wird dann unter kräftigem Rühren bei Raumtemperatur eine Neutralisation vorgenommen, indem mai 25gewichtsprozentiges wäßriges Ammoniak mit einem Durchsatz von 0,1 ml/min zusetzt Die Ammoniakzugabe wird in verschiedenen Abständen unterbrochen.
Nach weiterem zweiminütigem Rühren trennen sich die Phasen voneinander, und es wird der pH-Wert der wäßrigen Phase bestimmt Die organische Phase wird anschließend durch eine Rückwäsche mit 2 η H2SO4 regeneriert und es wird die in der erhaltenen wäßrigen Phase vorhandene Kupfer- und Eisenmenge bestimmt
Aus Tabelle I sind die bei verschiedenen pH-Werten extrahierten Kupfermengen sowie die Anteile des beim selben pH-Wert gleichzeitig extrahierten Eisens ersichtlich. Die pH-Werte sind definiert als der jeweilige pH-Wert der wäßrigen Lösung im Gleichgewichtszustand mit der entsprechenden organischen Phase.
Extraktion von Cu2 + mit (2-Hydroxy-5-sek.-dodecylphenyl)-äthylketonoxim
Bei jedem Versuch werden 50 ml einer Kupfersulfatlösung (0,05 m Cu), die einen pH-Wert von 0,7 aufweist mit 100 ml einer 0,5 m Lösung von (2-Hydroxy-5-sek.-dodecylphenyl)-äthylketonoxim in Kerosin gerührt Während des Rührens wird der pH-Wert durch Zugabe von 25gewichtsprozentigem wäßrigem Ammoniak bei einem Durchsatz von 0,1 ml/min eingestellt Danach wird das Rühren 2 Minuten fortgesetzt Wenn sich dann die organische von der wäßrigen Schicht getrennt hat wird der pH-Wert der wäßrigen Schicht gemessen. Anschließend wird der Kupfergehalt in der organischen Schicht welche einer Rückwäsche mit 100 ml 2 η Schwefelsäure unterworfen wurde, bestimmt Tabelle II zeigt die Ergebnisse.
Tabelle II pH-Wert Extrahierte Kupfermenge
(additiv),
Gewichtsprozent
Versuch
40
0,32
0,60
1,04
1,32
2,14
12,9
41,2
73,8
97,3
100,0
1
2
45 3
4
5
so Aus den in Tabelle II aufgeführten Werten ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäß verwendeten Hydroxyoxime zumindest bis hinab zu einem pH-Wert von 1,04 und sogar etwas darunter hochwirksame Kupfer-Extraktionsmittel darstellen. Dieser pH-Bereich ist bei der Kupferextraktion aus bei der Erzlaugung anfallenden Flüssigkeiten von Interesse.
Beispiel 3
b0 Selektive Extraktion von Cu2+ mit (5-sek.-Octyl-3-chlor-2-hydroxyphenyI)-n-nonyIketonoxim
Als wäßriges Ausgangsmaterial wird eine Lösung verwendet welche pro Liter3,18 gCu2+ und 2,79 g Fe3+ in Form der betreffenden Sulfate sowie zusätzlich 20 g H2SO4 enthält Der pH-Wert der Lösung beträgt 0. Die Lösung wird mit einer 0,5 m Lösung des Hydroxyoxims in Kerosin behandelt, wobei das Volumenverhältnis der organischen zur wäßrigen Phase 1 :1 beträgt Es wird
unter kräftigem Rühren bei Raumtemperatur eine Neutralisation durch Zugabe von bestimmten Anteilen von 25gewichtsprozentigem wäßrigem Ammoniak mit einem Durchsatz von 0,1 ml/min vorgenommen.
Nach weiterem zweiminütigem Rühren trennen sich die Phasen voneinander, und es wird der pH-Wert der wäßrigen Phase bestimmt Die organische Phase wird anschließend durch eine Rückwäsche mit 2 η H2SOi regeneriert Die Kupfer- und Eisenmenge werden dann durch Atomabsorptionsmessungen der erhaltenen wäßrigen Phase bestimmt
Die bei verschiedenen pH-Werten extrahierten Kupferanteile sind ebenso wie die Anteile des bei denselben pH-Werten gleichzeitig extrahierten Eisens aus Tabelle III ersichtlich. Die pH-Werte sind dabei als der jeweilige pH-Wert der wäßrigen Lösung im Gleichgewichtszustand mit der entsprechenden organischen Phase definiert
Tabelle III pH-Wert Extrahierte Menge 3ew.-%
Versuch (additiv), ( Fe1+
Cu2 + 4,9
0,06 59,1 5,4
1 0,21 90,9 6,1
2 0,56 95,9 7,3
3 0,77 96,8
4
Beispiel 4
Extraktion von Cu2+ mit (S-setc-Octyl-S-chlor-2-hydroxyphenyl)-n-nonylketonoxim
Es wird eine wäßrige Lösung, welche pro Liter 3,18 g Cu2+ in Form des Sulfats und 20 g H2SO4 enthält, mit einer 0,5 m Kerosinlösung des Hydroxyoxims extrahiert Es wird dabei analog der in Beispiel 3 beschriebenen Methode gearbeitet Die Ergebnisse sind aus Tabelle IV ersichtlich.
Temperatur von 250C gebracht Diese Lösung enthielt 0,2 Mol Ketonoxim je Liter Verdünnungsmittel (eine niedrigaromatische Kerosinfraktion) als organische Phase. Die Temperatur des doppelwandigen Gefäßes wurde mit einem Thermostaten auf 25°C±0,2°C gehalten. Im Gefäß war ein sechsflügeliger Turbinenrührer angeordnet der nach Einbringen der organischen Phase gestartet wurde. Das Rührwerk arbeitete mit 2000 U/min. Danach wurden schnell 100 ml
in Kupfersulfatlösung als wäßrige Phase bei einer Temperatur von 25° C in das doppeiwandige Glasgefäß eingebracht. Diese wäßrige Phase war hergestellt aus einer Lösung von 3,95 g CuSO4 · 5 H2O und 16,1g Na2SO4 · 10H2O in 500 ml Wasser und wurde mit
is konzentrierter H2SO4 auf einen pH-Wert von 1,93 eingestellt Die Lösung enthielt genau 2 g Cu je Liter.
Die organische und die wäßrige Phase wurden während einer bestimmten Zeit gerührt Aus der so erhaltenen Dispersion wurden nach 30, 60, 90, 120 und 600 Sekunden homogene Proben entnommen. Während des Rührens wurde Cu in die organische Phase, die das Ketonoxim enthielt aufgenommen. Es war möglich, homogene Proben zu entnehmen, da das Gefäß mit einem Probenablaßhahn ohne Totraum versehen war.
Bei den Proben ergab sich unverzüglich eine Schichtbildung. Eine Standardmenge der so entstandenen oberen Schicht (organische Phase) wurde mit einem automatischen Verdünnungsgerät mit einer genau bekannten Menge 0,5prozentiger HNO3 vermischt Das Gemisch
jo wurde danach 10 Minuten lang geschüttelt so daß eine vollständige Auswaschung des Kupfers in die HNO3-Lösung erfolgte.
Der Verdünnungsgrad wurde so gewählt daß die Endkonzentration an Kupfer in der HNO3-Lösung
η innerhalb des Bereiches lag, in dem der Kupfergehalt unmittelbar durch Atomabsorptionsspektrometrie bestimmt werden konnte. Derjenige Wert der Probe, bei dem keine Veränderung der Cu-Absorption in der organischen Phase festgestellt werden konnte und für den feststand, daß der Gleichgewichtszustand erreicht worden war, wurde mit 100 bewertet Alle übrigen Werte sind als Prozentsätze hiervon ausgedrückt worden.
Tabelle IV pH-Wert Menge des extrahierten
Cu2+ (additiv),
Gewichtsprozent
Versurh 0
0,05
0,12
0,20
0,35
72,8
82,8
90,9
97,0
100,0
1
2
3
4
5
Es wurden Folgende erfindungsgemäße Ketonoxime
(Oxim B)
2-Hydroxy-5-tert-nonyI-acetophenonoxim*)
5(1 2-Hydroxy-5-tert-octylacetophenonoxim
2-Hydroxy-5-octylphenyln-heptylketoxim
Schmelzpunkt 83,5-85 C (Oxim c)
Schmelzpunkt 700C (Oxim D)
*) Mit einem 66prozentigen Gehalt an reinem Oxim nach maximalem Kupferaufnahmetest
Die in Tabelle IV aufgeführten Ergebnisse zeigen, daß eine sehr wirksame Extraktion des Kupfers bis hinab zu einem pH-Wert von 0 erzielt wird. Natürlich kann auch bei höherer Acidität gearbeitet werden.
Beispiel 5
In einem doppelwandigen Glasgefäß mit einem Fassungsvermögen von 250 ml wurden 100 ml Normallösung des zu untersuchenden Ketonoxims auf eine verglichen mit 2-Hydroxy-5-nonylbenzophenonoxim (Oxim A), das im Handel unter der Bezeichnung LIX 65 Ne als Lösung von 1 Mol je Liter Kerosinfraktion erhältlich ist Alle drei Oxime B, C und D wurden als Lösung von 0,2 Mol Oxim in der vorstehend erwähnten niedrigaromatischen Kerosinfraktion getestet Oxim A wurde mit dem gleichen Verdünnungsmittel in einer Lösung von 0,2 Mol verdünnt
15 21 25 A (Vergleich) Oxim B % 095 16 % Oxim D %
% g/L 84,0 92,8 g/L 79,3
Tabelle 68,4 1,66 93.6 99,0 1,55 93,1
Zeit in Absorbiertes Cu in der organischen Schicht in g/I 84,7 1,85 96,8 100 1,82 98,2
Sekunden Oxim 89,8 1,92 100 1,92 100
g/L 91,8 1,98 100 und % der Gleichgewichiskonzentration 1,96 100
30 1,34 100 1,98 Oxim C 1,96
60 1,66 g/L
90 1,76 1,82
120 1,80 1,94
600 1,96 1,96
Aus den obigen kinetischen Experimenten geht hervor, daß das im Handel erhältliche 2-Hydroxy-5-nonylbenzophenonoxim gegenüber den erfindungsgemäßen Verbindungen längere Zeit brauchte, um das Cu vollständig zu extrahieren.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Abtrennung der Metallkomponenten aus einem wäßrigen Medium durch Flüssig/ Flüssig-Extraktion unter Verwendung eines Extraktionsmittels vom Hyaroxyoxim-Typ, wobei man das wäßrige Medium mit einer organischen Phase behandelt, welche ein organisches, mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel sowie ein Hydroxyoxim als Extraktionsmittel enthält, zumindest einen Teil der Metallkomponenten in die organische Phase überführt und gegebenenfalls aus der organischen Phase nach deren Abtrennung von der wäßrigen Phase eine(s) oder mehrere Metallkomponente(n) und/oder Metall(e) isoliert, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Hydroxyoxim der allgemeinen Formel
DE2125095A 1970-05-21 1971-05-19 Verfahren zur Abtrennung der Metallkomponenten aus einem wäßrigen Medium durch Flüssig/Flussig-Extraktion unter Verwendung eines Extraktionsmittels vom Hydroxyoxim-Typ Expired DE2125095C3 (de)

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