DE2123578A1 - Planeten walzwerk und Verfahren zum Betriebe desselben - Google Patents
Planeten walzwerk und Verfahren zum Betriebe desselbenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Planet enwalzwerJk
mit sich nicht überlappenden Walzphasen, bei dem
also ein Arbeitswalzenpaar seinen Kontakt mit dem Walzgut verläßt, bevor ein nachfolgendes Arbeitswalzenpaar
das V/alzgut erfaßt, wobei Torsionsschwingungen
ider Antriebselemente dadurch vermindert werden, daß Beanspruchungen der Antriebselemente durch Drehmomente!
vor dem Ende jeder Walzphase, d. h., bevor jedes Arbeitswalζenpaar mit dem Walzgut außer Berührung
tritt, verringert.oder in Fortfall gebracht werden..
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Planetenwalzwerke mit kräftigen zv B. aus Walzen
bestehenden Vorschuleinrichtungen, die eine Bramme
mit gleichmäßiger Geschwindigkeit in den Walzspalt
"befördern, der von zwei zusammenarbeitenden Planetenwal zanordnungen gebildet wird, sind bekannt. Derartige
Walzwerke sind beispielsweise in den amerikanischen Patentschriften 2 710 550 und 2 932 997 beschrieben,
.
In diesen Walzwerken, bestehen die Planetenwalzanordnuxigen
aus einer Stützwalze, die von einer Mehrzahl von in Abstand voneinander befindlichen Arbeitswalzen
umgeben ist, Die Anzahl der Arbeitswalzen ist bei diesen Walzwerken durch die Erwägung beschränkt, daß
stets ein Arbeitswalzenpaar mit dem Walzgut in Berührung stehen muß. Mit anderen Wortenj bevor jedes Arbeitsv/alzenpaar
mit dem Walzgut außer Berührung kommt, muß das nachfolgende.Arbeitswalzenpaar mit der Bramme
bereits in Berührung getreten sein. Die Folge, die sich aus einer auf diese Erwägung aufgebauten Walzwerkkonstruktion
ergibt, ist, daß das Antriebsdrehmoment sich zwischen den Anforderungen für ein und für
zwei Walzenpaare ändert und niemals Null wird. Wird
diese Bedingung nicht erfüllt, so unterliegt der ge-
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samte Antriebsmechanismus einschließlich der Spindeln,
Zapfen und Kupplungen Schwingungen.
Eine Antriebsspindel einer Stützwalze in einem Planetenwalzwerk
überträgt "beispielsweise ein Drehmoment bei einer Leistung von 5.000 PS bei 200 Umdrehungen
pro Minute. Hierbei wird die Spindel wie eine Torsionsfeder in sich leicht verdreht. Auch die anderen
Antriebselemente von dem Motor bis zu der Arbeitswalze unterliegen elastischen Beanspruchungen, und wenn nicht
ein nachfolgendes Arbeitswalzenpaar ebenfalls mit dem Walzgut in Berührung steht, steht dieser potentiellen
Energie plötzlich keine Belastung mehr gegenüber, wenn die Arbeitswalze von dem Walzgut freikommt und
das Drehmoment in dem betreffenden Augenblick nahezu auf Full absinkt. Dieses Zurückspringen iet für die
Antriebselemente des Walzwerkes sehr gefährlich.
Gemäß der Erfindung werden diese Schwierigkeiten mittels eines Walzwerkes von großer Einfachheit und Stabilität
mit Arbeitswalzen großen Durchmessers und einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Arbeitswalzen
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-A -
"beseitigt. Während ein übliches Planetenwalzwerk
in jeder Planetenwalzanordnung 20 bis 24 Arbeitswalzen enthält, kann ein Walzwerk gemäß der Erfindung mit nur zwei Arbeitswalzen arbeiten, wodurch
dann in jedem Zeitpunkt jeweils immer nur ein Arbeit swalzenpaar mit dem Walzgut in Berührung steht.
.Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren
und Mittel, wodurch die Drehmömentb'eanspruchungen der Antriebselemente vor dem Ende jeder Walzphase,
d* h* bevor jedes Arbeitswälzenpaar mit dem Walzgut
außer Berührung kommt, vermindert bzw» in Fortfall
gebrächt werden.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung zeigt
die Zeichnung und zwar sind:
i 1 ein Querschnitt durch ein Walzwerk gemäß
der Erfindung,
Fig. 2 ein Längsschnitt nach Linie II-II in
Fig. 1,
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Fig. 3 eine teilweise schematisehe Ansieht eines
Walzgutes während seiner Auswalzung durch ein Arbeitswalzenpaar, ·
Fig. 4 ein in größerem Maßstab gezeichneter Querschnitt
durch eine Kantenstützwalze und ihre lagerung, ■
Fig. 5 eins schematische !Frontansicht des Walzwerkes
und seines Antriebes,
Pig. 6 eine scheraatische Seitenansicht eines Mechanismusses
zur Drehmomentkompensierung,
Fig. 7 ein schematischer Querschnitt durch eine abs
geänderte Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 8 ein Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform der Erfindung und
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Fig. 9 ein schematischer Querschnitt durch die
Ausführungsform nach Fig. 8.
Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Paar von zusammenwirkenden
Planetenwalzanordnungen "besteht aus zwei
Stützwalzen 1 und 1', die jeweils mit zwei Arbeitswalzen 2, 2' bzw. 3, 3f versehen sind. Die Stützwalzen
1, 11 sind in Lagerschalen 4, 41 bzw. 5, 51 gelagert,
die in Öffnungen des Walzwerksgehäuses 6 eingesetzt
sind. -
Obwohl jedes geeignete Anstellsystem Verwendung finden kann, ist bei der dargestellten Ausführungsform vorgesehen,,
daß der Außenumfang der Lagerschalen 4>
41 bzw. 5, 5' gegenüber der Achse der Stützwalze exzentrisch
ist, so daß der Walzspalt durch Drehung der Lagerschalen um einen bestimmten Winkel vergrößert oder verkleinert
werden kann, so wie dies in der amerikanischen Patentschrift 3 138 979 beschrieben ist.
Der v.on jeder Arbeitswalze 2, 2' bzw. 3, 3' bei ihrem
Umlauf um die betreffende Stützwalze 1. bzw. 11 beschriebene
Weg ist im wesentlichen kreisförmig. Wenn die Durchmesser der Arbeitswalzen zu dem Durch-
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messer der Stützwalzen in einem bestimmten Verhältnis stehen und die Umlaufgeschwindigkeiten der Stützwalzen
und der Käfige 7» 7% welche die Ijagersöhalen 7 ä, 7 af
der Ax'beitswalzen tragen» dem gleichen Verhältnis unterliegen, so ist ohne weiteres klar, daß die Winkelstellungen
der Stützwalzen 1, .1' dann, wenn eine Arbeitswalze
das Walzgut erfaßt und dann, wenn sie daß Walzgut verläßt
, stets die gleichen sind* Die Wichtigkeit dieses Umstandes liegt darin* daß die Stützwalzen statt zylindrisch
nun etwas profiliert seih können» um die Arbeitswalzen
zu veranlassen, von ihrer kreisförmigen Bahn abzuweichen, wodurch sich Vorteile ergeben, die nachfolgend
näher erläutert werden*
Für den Antrieb der Käfige 7, 7' mit einer Geschwindigkeit,
die zu der Geschwindigkeit der Stutzwalzen 1,1* in geeignetem Verhältnis steht, können entsprechende
Mittel Verwendung finden. Zweckmäßig ist es beispielsweise,
daß der Käfig 7 von der Stützwalze 1, 1* über ein
Zahnradpaar 35, 36 und der Käfig 71 durch ein gleiches
Zahnradpaar von der Stützwalze 1 angetrieben wird. Die Zahnräder 35» 36 sind am besten aus den FIg* 2 und 8
zu ersehen und mit Hilfe von Keilen auf ihren Wellen befestigt oder auf diesen verbolzt. Die Zahnräder haben
zweckmäßig grosse Zähne von entsprechendem Profil, um
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eine Änderung des Mittenabstandes zu ermöglichen, wie er "bei der Anstellung der Walzen sich ergibt«
Wenn größere -Abänderungen des Mittenabstandes erwünscht
sind, so liegt' es selbstverständlich im Rahmen der
Erfindung, Anordnungen für veränderliche Mitten, wie z. B. die bekannten Oldham-Kupplungen,für die Zahnräder zu verwenden oder Zwischenzahnräder anzuordnen.
Bei größeren Walzwerken genügt solch ein einfacher Antrieb manchmal nicht, um die Walzendurchmesser voll
ausnutzen zu können. Dann kann ein geeigneter kompensierender Antrieb vorgesehen werden.
Pig. 3 zeigt in ihrem unteren Teil den Weg einer Arbeit
swal ze 3, die durch eine genau zylindrische Stützwalze abgestützt ist, während die obere Hälfte der
Fig. 3 den Weg einer Arbeitswalze 2 erkennen läßt, die sich auf einer profilierten Stützwalze 1 abstützt. Die
untere Hälfte der Pig. 3 läßt erkennen, daß die Arbeitswalze 3 die Bramme 10 zuerst im Punkte A' berührt
und nach Durchlauf des Punktes Df wieder außer Berührung
mit der Bramme kommt. Der Punkt D' ist der höchste Punkt des Walzenweges, wo die Bramme IO bereits bis
auf die Abmessungen des Streifens 11 ausgewalzt ist.
Die Umlaufgeschwindigkeit der Arbeitswalze 3 um die Stützwalze 1 nimmt ebenso wie die theoretische Winkelgeschwindigkeit
des Käfigs 7 dann zu, wenn die Arbeits-
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walze 3 unterhalb des WaZzSpaltes sich von dein Punkte
A1 zu dem Punkte D1 bewegt. Dies "beruht darauf, daß
die Oberflächengeschwindigkeit des Walzgutes im umgekehrten Verhältnis' zur Stärke des Walzgutes beträchtlich
zunimmt. Diese Voreilung ist sehr klein, doch ist leicht zu erkennen, daß diese Voreilung sich
etwas dahin auswirkt, der in den Spindeln 9, 9' und dem Walzenantrieb des Walzwerkes gespeicherten potentiellen
Energie die gegenwirkende Belastung zu nehmen, weil die Stützwalze dadurch veranlaßt wird, sich
schneller zu drehen als ihr Antrieb vor dem Augenblick, wenn der Drehmomentbedarf plötzlich aufhört, sobald
die Arbeitswalze 3 den Kontakt mit dem Walzgut verliert, nachdem die Arbeitswalze 3 den Punkt D' durchlaufen
hat.
Wenn jedoch, wie oben erwähnt,, der Vorteil der Walz- ■
Werksausführung mit Pestverhältnis ausgenutzt und wenn statt der Verwendung einer Stützwalze 1 von kreisförmigem
Querschnitt eine Stützwalze mit einer geringen Profilierung benutzt wird, so kann die Arbeitswalze
2,statt mit ihrem untersten Punkt bei D1 einen Kreisbogen
zu beschreiben, dazu veranlaßtwerden, sich von C nach D
während des letzten Abschnittes ihres Kontaktes mit dem Walzgut längs einer geraden Linie zu bewegen, so daß
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man ein paralleles Bandstück 11 statt ein gewölbtes Bandstück
erhält. Als Ergebnis wird nicht nur ein
besseres Produkt erzielt, sondern auch ermöglicht, einen erheblich größeren Teil der in den Walzwerksspindeln gespeicherten elastischen Energie zu besei-.
tigen. Dies b.eruht darauf, daß die Arbeitswalze 2 das fertige ?einblechband über eine größere Strecke, näm-lieh
von der Stelle C zur Stelle D,berührt, wodurch
die Voreilung der Arbeitswalze weit größer ist, als wenn die Stützwalze 1 zylindrisch wäre. Wenn der Teil
der Stützwalze 1, der- dem Eintritt der Arbeitswalze 2 in den Walzspalt bei A1 entspricht, ebenfalls profiliert
ist, so erhält man den zusätzlichen Vorteil, daß eine dickere Bramme,als bei 10r gezeigt, in das
Walzwerk eingeführt werden kann, ohne daß der kritische Eintrittswinkel der Walze 2 in den Walzspalt bei
A1 überschritten wird. Wie in den beiden vorgenannten amexikanischen Patentschriften beschrieben ist, darf
ein Eintrittswinkel von etwa 15° nicht überschritten werden. Ist der Winkel größer, so hat die Arbeitswalze
die ITeigung, einen Teil der Oberflächenschicht des
Walzgutes zurückzuschieben, wodurch Oberflächenschäden
in Form eines nach hinten gerichteten Grates entstehen. Wenn die Arbeitswalze 2 veranlaßt werden kann, von ihrer
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kreisförmigen Bahn abzuweichen, so kann der Eintrittswinkel
aufrechterhalten, verringert oder sogar abgerundet werden,, wodurch es möglich ist, "beträchtlich dikkere
Brammen in clas Walzwerk einzuführen. Diese Maßnahme
macht-es möglich, das Verhältnis zwischen der-Dicke
der Bramme, die bei 10' in das Walzwerk eingeführt wird, und der Dicke des das Walzwerk bei 11 verlassenden
Bandes zu vergrößern, wodurch die Voreilung zwischen den PunktenO und D einen noch größeren Wert
erhält und in den meisten Fällen eine Verminderung der potentiellen Energie, die in der Spindel und in
dem Antriebsmechanismus an dem Ende jeder Walzphase gespeichert ist, bis innerhalb tragbarer Grenzen zuläßt.
In einigen Fällen, und zwar insbesondere bei Planetenwalzwerken
von sehr großen Abmessungen, reicht die beschriebene Maßnahme zur Vergrößerung der Voreilung der
Axbeitswalzen vor ihre geometrischen Winkelstellungen nicht aus. Es ist jedoch möglich, in den Antrieb ein
unabhängiges Element einzuführen, das die Winkelstellung so regelt, daß in weitem Maße gefährliche Stöße
auf den Antriebsmechanismus fortfallen. Eine derartige Ausführung ist in den Fig. 5 und 6 gezeigt.
Der Antriebsmotor 19 treibt das Planetenwalzwerk 22
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über ein Planetenraduntersetzungsgetriebe 23, ein Zahnradübertragungsgetriebe 20 und flexible Spindeln
9, 9' an. Wie ersichtlich, ist der Motor 19 mit dem mittleren oder Sonnenrad 24 des Planete.nradgetriebes
23 verbunden,, während das untere Zahnrad des Übertragungsgetriebes 20 mit dem Satellitenradträger
25 des Planete'ngetriebes 23 in Verbindung
steht. Durch eine Winkelverstellung des gezähnten Ringes
26 des. Planötenra'duntersetzungsgetriebes 23 können selbst kleine Änderungen der Winkelstellung der Arbeitswalzen
2, 21, 3,3' an der Stelle, wo sie die Walzphase verlassen, sehr genau vorgenommen werden.
Zur Erfüllung dieser Aufgabe hat das Gehäuse des gezähnten Ringes 26 einen Hebel 27, auf dessen Ende eine
Rolle 28 gelagert ist. Die Rolle 28 rollt auf einer Kurvenscheibe 29 ab, die in fester Winkelbeziehung zu
der Drehung der Planetenkäfige umläuft. Dies wird durch übliche nicht dargestellte Antriebsmittel bewirkt.
Durch eine entsprechende Profilierung der Kurvenscheibe 29 kann die gewünschte Änderung der Winkelstellung der
Antriebsenden der Walzwerksspindeln erreicht werden derart, daß sie mit einer bestimmten Stellung der Arbeitswalzen
2, 2', 3, 31 übereinstimmt. Dies gilt insbesondere
für die Stelle, bei welcher die Arbeitswalzen mit dem Walzgut außer Berührung kommen, damit sicher-
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gestellt ist, daß die elastisch gespeicherte Energie an dieser Stelle freigegeben wird.
Während das· bisher beschriebene Walzwerk Planetenwalz.anordnungeii
. mit zwei sich, diametral gegenüber-.stehenden
Arbeitswalzen hat, sind doch Abänderungen dieser Konstruktion möglich. Eine diesel' Abänderungen
ist in Pig. 7 dargestellt, wonach jede. Stützwalze mit drei Arbeitswalzen versehen ist. Die Stützwalzen haben
den doppelten Durchmesser der Arbeitswalzen. Da bei einem Durchmesserverhältnis von 2 : 1 das Übersetzungsverhältnis
für den Antrieb der betreffenden Walzen-3 σ 1 beträgt,
so erkennt man, daß nur eine einzige Profilierung der Stützwalzen erforderlich ist, um den Eintritt
und den Austritt aller drei Arbeitswalzen zu steuern.
Die Fig. 8 und" 9 zeigen eine weitere abgeänderte Ausführungsform,
bei der jede Stützwalze mit vier Arbeitswalzen versehen ist und wobei jede Stützwalze den vierfachen
Duchmesser der Arbeitswalzen hat. Bei einem Durchmesserverhältnis'von 4: 1 ist ein Verhältnis zwischen
den Geschwindigkeiten der Stützwalzen und den Geschwindigkeiten der Käfige 7 von 2,5 : 1 erforderlich.
Diese Ausgestaltung ermöglicht es, den zweifachen Ausstoß eines Walzwerkes nach den Fig. 1 und 2 zu erzielen,
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und zwar ohne zu große Einbuße an Steifigkeit der Käfige. Wie nachfolgend erläutert, ist dies von wesentlicher
Bedeutung.
Die vorstehend angegebenen Verhältniszahlen sind Beispiele
möglicher Durchmesser- und Geschv/indigkeitskombinationen.
In gewissen Mllen,z. B. für das Walzen weicherer Metalle, kann es vorteilhaft sein, im Verhältnis
zu den Stützwalzen sogar größere Arbeitswalzen zu verwenden, wie z. B. Arbeitswalzen, die den gleichen
Durchmesser wie die Stützwalzen haben. Bei einer solchen Anordnung können sechs Arbeitswalzen mit drei Profiiierungen
der Stützwalze oder vier Arbeitswalzen in jedem
Käfig mit nur einer Profilierung der Stützwalze vorgesehen werden. Im letzteren Falle wirken die anderen.
Arbeitswalzen mit der Stützwalze darin zusammen, die betreffende Arbeitswalze, welche sich in dem Walzspalt
befindet, gegen Durchbiegung zu unterstützen. Ein Walzwerk gemäß der vorliegenden Erfindung mit zusammengesetzten
Käfigen erfordert, daß die rechten und linken Käfige starr miteinander verbunden sind und so einen
einzigen Körper bilden, der sowohl gegenüber Torsionsais auch gegenüber Biegebeanspruchungen starr ist. Die
Torsionssteifigkeit ist wesentlich, da das Antriebsmoment zweckmäßig nur an einem Ende zugeführt werden
kann, während der Käfig den Antrieb auf die Arbeits-
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waxzenlager 7 a, 7 a1 überträgt, die parallel bleiben
müssen. * - '
Der Käfig 7 ist ein rohrförmiger Körper, dessen Durchmesser üblicherweise an den beiden Enden, wo sich die
Hauptstützwalzenlager 4,5 befinden, etwas verringert ist. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist
der Käfig zum Zwecke der Montage geteilt und die beiden Hälften werden durch die Lager 30 und durch in
diese eingeschrumpfte Beilagen 31 dicht zusammengehalten.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9 ist jeder
Käfig ein einstückiger Körper. Die Anbringung des Käfigs auf der Stützwalze 1 ist durch Aufschrumpfen von
Hülsen 32 aus Bronze oder einem anderen geeigneten Material auf die Halse der Stützwalze ermöglicht, so daß
der äußere Umfang derselben als lagerfläche dient.
Die Verwendung starrer Käfige 7 bringt andere nicht vorhersehbare Vorteile.
1.,) Die starren Käfige können als drehbare Gehäuse ver-
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wendet werden, auf welchen kleine Kantenstützrollen 33, 33' gelagert werden-können, die die oberen bzw.
unteren Kantenecken des Walzgutes berühren. Eines der · schwierigen Probleme bei Planetenwalzwerken ist nämlich
das seitliche Ausbreiten des-Walzgutes, das schließlich
zu einem Band führt, dessen Ränder Risse zeigen und eine verminderte Stärke haben. Die Kantenstutzrollen
33» 33', die nach dem Durchlauf jeder Arbeitswalze 2 auf die vorstehenden Kantenecken drücken, verhindern
einen Fortschritt der seitlichen Materialausbreitung, so daß selbst Materialien von geringer Schmiedbarkeit
aus einer Bramme ohne seitliche Risse heruntergewalzt werden können. Da die Kantenstützrollen 33, 33'
über die Symmetrieebene des Walzwerkes vorstehen, sind
sie so angeordnet, daß die Rollen 33 sich mit den Rollen 33' niemals treffen. Entsprechend den Stellungen
der Rollen 33 sind in dem Käfig 71 Ausnehmungen 37 und
in dem Käfig 7 Ausnehmungen 37' vorgesehen, wodurch ein
Zusammenstoßen von Teilen vermieden wird (Fig. 1). Die Einstellung auf die Bandbreite erfolgt, wie aus Fig.
4 ersichtlich, durch den exzentrischen Zapfen 39, auf dem die Rolle 33 gelagert ist. Die Winkelstellung wird
dabei, durch Eingriff eines Zapfens 40 in einen Schlitz des Flansches 38 gesichert. Da dieser Einstellbereich
verhältnismäßig eng ist, sind mehrere Paare von Ausnehmungen 37 für die Flansche 38 vorgesehen, so daß der ganze
Bereich von Bandbreiten, die auf einem bestimmten WaIz-
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werk gewalzt werden sollen,Berücksichtigung finden kann.
2.) Die Verwendbarkeit des Walzwerkes kann dadurch vergrößert werden, daß die ICäfiga 7 festgestellt werden
und ihr Antrieb abgetrennt wird. Das ganze Walzwerk kann dann als ein Vierwalzengerüst benutzt werden', bei
dem die Arbeitswalzen 2 und 3 beide angetrieben und von den Stützwalzen 1, 1' getragen werden. Wenn das Walzwerk
in dieser Weise als Vierwalzengerüst benutzt wird, können die Walzen 2,3 eine rauhe Oberfläche haben, während
die Oberfläche der anderen Walzen 2', 3' verhältnismäßig
glatt ist und für einen Endstich oder für Endstiche dienen kann. Zur Umschaltung von einem Grobstich
auf einen feinen Stich ist es dann nur noch notwendig, die Käfige 7, 71 um 180° zu drehen.
Patentansprüche
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Claims (13)
- PatentansprücheVerfahren zum- Betriebe eines- Planetenwalzwerkes mit Stützwalzen und in Käfigen gelagerten Arbeitswalzen sowie Spindeln enthaltenden Antriebselementen, wobei die Arbeitsphasen der Arbeitswalzen, von Leerlaufphasen praktisch ohne das Erfordernis eines Drehmomentes gefolgt sind, dadurch gekennzeichnet, daß während des^ersten Teiles der Arbeitsphase jedes Arbeitswalzenpaares in den verdrehten Spindeln und anderen Elementen des Waizwerksantriebes-potentielle Energie gespeichert und in dem letzten Teil der Arbeitsphase jedes Arbeitswalzenpaares nach und nach wieder- abgegeben wird.
- 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieabgabe dadurch erfolgt, daß die Arbeitswalzen während des letzten Teiles der Arbeitsphase veranlaßt werden, sich vor ihre geometrischen Stellungen längs ihrer Umlaufwege zu bewegen. .209847/0525
- 3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Voreilung der Arbeitswalzen dadurch ■'bewirkt wird, daß diese während des Endabschnittes der Arbeitsphase von ihren Kreisbahnen abgelenkt und parallel zueinander bewegt werden.
- 4.) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkungdurch einen Antrieb der Walzenkäfige gegenüber den Stützwalzen in solchem Geschwindigkeit sverliältnis erfolgt, daß jede Arbeitswalze während ihrer Arbeitsphase durch denselben Bogen des Stützwalzenumfanges abgestützt wird und dieser Bogen so geformt ist, daß er die gewünschte Ablenkung bewirkt.
- t- ν Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalzen auch nahe ihrer Angriffss-telle an dem Walzgut aus ihrer kreisförmigen Bahn abgelenkt werden, um so den Winkel zu verkleinern, unter dem die Arbeitswalzen auf das Walzgut treffen.
- 6.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beseitigung der gespeicherten Energie2 09847/0525durch Verzögerung der antreibenden Enden der Spindeln während des letzten Teiles der Arbeitsphase erfolgt. ·
- 7.)'Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Voreilung der Arbeitswalzen durch einen Antrieb des Übertragungsgetriebes des Walzwerkes mittels eines Planetenrad-Untersetzungsgetriebes mit 'einem freien Element bewirkt wird, wobei das freie Element veranlaßt wird, im Synchronismus mit den Arbeitsphasen des Walzwerkes zu schwingen, so daß die Spindelbelastungen nötigenfalls weiterhin durch Verzögerung der antreibenden Enden der Spindeln im Verhältnis zu ihren angetriebenen Enden beseitigt werden.. - -
- 8.) Planetenwalzwerk mit einem Paar von Stützwalzen und einer Anzahl Arbeitswalzen, die symmetrisch jeder Stützwalze zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der jeder Stützwalze zugeordneten Arbeitswalzen so gewählt ist, daß ein gege-■- . benes Arbeitswalzenpaar den Kontakt mit dem Walzgut verliert, bevor ein nachfolgendes Paar das Walzgut erfaßt, wobei die Arbeitswalzen in Walzenkäfigen gelagert sind, welche mit den betreffenden Stützwalzen in solchem Verhältnis in Getriebever-.bindung stehen, daß jede Arbeitswalze während ihrer209847/0525Walzphase durch den gleichen Umfangsabschnitt der Stützwalze abgestützt wird und wobei dieser Umfangsabschnitt so profiliert ist, daß er eine Ablenkung der Arbeitswalze von einem genau kreisförmigen Umlaufweg während ihrer Arbeitsphase· bewirkt.
- 9.) Walzwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Durchmesser der Stützwalze und der Arbeitswalzen 2 : 1 und die Getriebeverbindung so gewählt ist, daß sich ein Geschwindigkeit sverhältnis. der Stützwalze und des Arbeitswalzenkäfigs von 3 : 1 ergibt und wobei jeder Käfig mit zwei Arbeitswalzen versehen iet und jede Stützwalze zwei profilierte Abschnitte hat.
- 10.) Walzwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Durchmesser der Stützwalze und der Arbeitswalzen 2 : 1 und die Getriebeververbindung so gewählt ist, daß sich ein Geschwindigkeit sverhältnis der Stützwalze und des Arbeitswalzenkäfigs von 3 J1 ergibt und wobei jeder Käfig mit einer einzigen Arbeitswalze versehen ist und jede Stützwalze einen einzigen profilierten Abschnitt hat.2 09 847/052 5
- 11.) Walzwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Durchmesser der Stützwalze und der ArI)Citsv/alzen 4 i 1 und die Getriebeverbindung so gewählt ist, daß sich ein Geschwindigkeit sverliältnis der Stützwalze und des Arbeitswalzenkäfigs von 2,5 : 1 ergibt, wobei jeder Käfig mit zwei Arbeitswalzen versehen ist und jede Stützwalze vier profilierte Abschnitte hat.
- 12.) Walzwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, • daß das Verhältnis der Durchmesser der Stützwalze und der Arbeitswalzen 4 J 1 und die Getriebeverbindung so gewählt ist, daß sich ein Geschwindigkeitsverhältnis der Stützwaisen und des Arbeitswalzenkäfigs von 2,5 ί Vergibt, wobei jeder Käfig vier Arbeitswalzen und jede Stützwalze acht profilierte Abschnitte hat.·
- 13.) Walzwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, ■daß die Stützwalzen und die Arbeitswalzen gleichen Durchmesser haben und die Getriebeverbindung so gewählt ist, daß sich ein Geschwindigkeitsverhältnis der Stützwalze und des Arbeitswalzenkäfigs von 4 s 1 ergibt, wobei jeder Käfig mit sechs Arbeite-209847/0525 ' .walzen versehen ist und jede Stützwalze drei profilierte Abschnitte hat..14·) Walzwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwalzen und die Arbeitswalzen gleichen Durchmesser haben und die Getriebeverbindung so gewählt ist, daß sich ein Geschwindigkeitsverhältnis der Stützwalze und des Arbeitswalzenkäfigs von 4 : 1 ergibt, wobei jeder Käfig mit vier Arbeitswalzen versehen ist und jede Stützwalze einen einzigen profilierten Abschnitt hat.Walzwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Umfang der Arbeitswalzenkäfige Kantenstützrollen gelagert sind, die je eine Ecke des im wesentlichen rechteckigen Querschnitts des Walzgutes in dem Walzspalt berühren.209847/0 525
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