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DE2122949A1 - Verfahren zur Herstellung einer Antikathode für eine Röntgenröhre - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Antikathode für eine Röntgenröhre

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Publication number
DE2122949A1
DE2122949A1 DE19712122949 DE2122949A DE2122949A1 DE 2122949 A1 DE2122949 A1 DE 2122949A1 DE 19712122949 DE19712122949 DE 19712122949 DE 2122949 A DE2122949 A DE 2122949A DE 2122949 A1 DE2122949 A1 DE 2122949A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tungsten
substrate
anticathode
temperature
hydrogen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712122949
Other languages
English (en)
Inventor
George Leonard Coulsdon Surrey Davis (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE2122949A1 publication Critical patent/DE2122949A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J35/00X-ray tubes
    • H01J35/02Details
    • H01J35/04Electrodes ; Mutual position thereof; Constructional adaptations therefor
    • H01J35/08Anodes; Anti cathodes
    • H01J35/10Rotary anodes; Arrangements for rotating anodes; Cooling rotary anodes

Landscapes

  • Solid Thermionic Cathode (AREA)
  • Analysing Materials By The Use Of Radiation (AREA)

Description

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PHB- 32 059 PHB. 32059.
7.Mai 1971
Va / WJM.
Verfahren zur Herstellung einer Antikathode für eine Röntgenröhre.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Antikathode für eine Röntgenröhre, welche Elektrode aus einer Wolframschicht besteht, die auf einem
feuerfesten Substrat niedergeschlagen wird. ™
Bekanntlich enthalten Röntgenröhren eine Antikathode und eine Elektronenquelle zum Erzeugen von Elektronen, die beim Betrieb zu der Antikathode gezogen werden, so -dass sie mit sehr hoher Geschwindigkeit auf diese Kathode auf treffen, was zur Folge hat., dass die Antikathode Röntgenstrahlen erzeugt. Der Beschuss der Antikathode mit den Elektronen erzeugt auch eine grosse Menge Wärme, wobei die Antikathode, obgleich sie stillstehen kann, beim Hochleis-
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tungsbetreib normalerweise gedreht wird, so dass das mit den Elektronen beschossene Gebiet stets geändert wird, was zur Folge hat, dass jeder Teil der Antikathode nur während eines kleinen Bruchteiles der Gesamtbetriebszeit dem Elektronenbeschuss unterworfen wird. Die Oberfläche der Antikathode besteht gewöhnlich aus Wolfram, wobei - trotz des sehr hohen Schmelzpunktes dieses Materials - diese Wolframoberfläche bei fortgesetztem Betrieb rauh wird oder Risse aufweist, sogar wenn die Antikathode vom drehbaren Typ ist. Dies veranlasst wieder Absorption und Streuung der emittierten Röntgenstrahlen, wodurch der Wirkungsgrad der Antikathode immer stärker beeinträchtigt wird, so dass sie schliesslich entfernt werden muss.
Es ist bekannt, dass durch Zusatz einer Menge (~5 - 10 $) Rhenium zu dem Wolfram der Antikathode diese Aufrauhung der Oberfläche vermieden wird, so dass die Lebensdauer der Antikathode erheblich verlängert werden kann. Rhenium ist jedoch ein besonders seltenes und kostspieliges Material, so dass durch Zusatz dieses Materials zu dem Material der Antikathode der Selbstkostenpreis der Antikathode erheblich erhöht wird.
Wolfram selber ist auch ziemlich kostspielig und ist ein dichtes Material. Aus massivem Wolfram bestehende Antikathoden sind somit an sich kostspielig und weisen ausaerdem eine eirhebliche mechanische Trägheit auf. Letzteres ist nachteilig, wenn die Antikathode vom drehbaren ffyp ist, weil entweder das Erreichen der Betriebsgeschwindigkeit
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dieser Kathode dann viel Zeit in Anspruch nimmt, oder sonst ein sehr kräftiger Motor zur Beschleunigung der Kathode verwendet werden muss. Daher wurde vorgeschlagen, den Grundkörper der Antikathode aus einem anderen feuerfesten Material als Wolfram herzustellen und eine Oberflächenschicht aus Wolfram oder Wolfram-Rhenium auf diesem Körper anzubringen. Zu diesem Zweck wurde z.B. Molybdän verwendet, das sowohl in bezug auf Kosten als auch auf Dichte vorteilhaft ist. Eine drehbare Antikathode dieser Bauart ist z.B. in der M
französischen Patentschrift 1.470.382 beschrieben.
Wegen der chemischen Eigenschaften von Wolfram lässt, sich eine Wolframschieht schwer auf einem anderen feuerfesten Material anbringen. Nach einem üblichen Verfahren werden zwei gesonderte Schichten der beiden Metalle zusammengesintert oder -geschmolzen. Auch sind Verfahren zum Niederschlagen von Wolfram bekannt; nach dem bekanntesten dieser Verfahren wird gasförmiges Wolframhexafluorid (WF^) durch Wasserstoff zu metallischem Wolfram reduziert, wobei eine Reaktion der allgemeinen Form: ™
WFz- + 3HO W + 6HF
O tt
durchgeführt wird.
Es wurde gefunden, dass eine auf diese Weise auf einem Molybdänsubstrat niedergeschlagene Wolframschicht bei Anwendung als eine Antikathode für eine Röntgenröhre nahezu die gleichen Eigenschaften wie massives Wolfram aufweist, vorausgesetzt, dass die Schicht eine genügende Dicke (etwa 100 /um oder mehr) hut.
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In der britischen Patentschrift 784.kok wird ein Verfahren zum Niederschlagen einer aus Wolfram, Molybdän oder einer Legierung von Wolfram und Molybdän bestehenden Schicht beschrieben, nach dem das Material der zu bildenden Schicht in der Nähe des Gegenstandes angebracht ist, auf dem die Schicht niedergeschlagen werden muss, während das Material auf eine Temperatur oberhalb I9OO0 C, aber unterhalb seines Schmelzpunktes, erhitzt wird, wobei der Gegenstand selber eine Temperatur zwischen 5OO0 und 14000 C aufweist, und wobei der Raum zwischen dem erwähnten Material und dem erwähnten Gegenstand mit einer Wasserstoff und Wasserdampf und/oder Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre ausgefüllt ist.
Die Erfindung hat den Zweck, ein Verfahren zur Herstellung einer Antikathode für eine Röntgenröhre zu schaffen, welche Kathode aus einer Wolframschicht besteht, die auf einem feuerfesten Substrat niedergeschlagen wird, dadurch gekennzeichnet, dass Wolfram in der Nähe des Sub« strats angebracht und auf eine Temperatur oberhalb 19OO0 C, aber unterhalb seines Schmelzpunktes, erhitzt wird, wobei das Substrat selber eine Temperatur zwischen 500° C und 14OO° C aufweist, und wobei der Raum zwischen dem Wolfram und dem Substrat mit einer Wasserstoff und Wasserdampf und/ oder Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre ausgefüllt ist.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass aus einer auf einem Substrat niedergeschlagenen Wolframschicht bestehende und durch dieses Verfahren (und durch das in der
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_ 5 —
gleichzeitig eingereichte Patentanmeldung ... (PHB...) beschriebene Verfahren) hergestellte Antikathoden für Röntgenröhren eine viel längere nützliche Lebensdauer als Antikathoden ähnlicher Struktur mit einer durch das Wolframhexafluoridverfahren niedergeschlagenen Schicht und auch als aus massivem Wolfram bestehende Antikathoden aufweisen können. Ihre Lebensdauer kann gleich oder sogar länger als die von Antikathoden sein, die aus einer auf einem Substrat an- . μ gebrachten Wolfram-Rheniumschicht bestehen. Ausserdem kann mit einer durch ein erfindungsgemässes Verfahren hergestellten Antikathode die gleiche Lebensdauer wie mit einer üblichen Antikathode erhalten werden, wenn die auf diese Weise hergestellte Antikathode einen kleineren Elfektronenauftreffleck als die üblichen Antikathoden aufweist. Auf diese Weise kann ein vergrössertes Auflösungsvermögen der Röntgenstrahlung erhalten werden, ohne dass die Lebensdauer der Antikathode unter die normalerweise mit üblichen Antikathoden erhaltene Lebensdauer herabsinkt. Versuche haben ergeben, "
dass der günstige Effekt sogar auftritt, wenn das Schichtmaterial sowie das Substratmaterial beide Wolfram sind. Diese Erscheinung lässt sich nicht völlig erklären, aber Versuche haben ergeben, dass bei einer durch ein erfindungsgemässes Verfahren hergestellten Antikathode die Elektrodenoberfläche in viel geringerem Masse durch die auffallenden Elektronen beschädigt wird als bei den bekannten aus den gleichen Materialien bestehenden Antikathoden. Es wurde gefunden, dass übliche aus massivem Wolfram oder aus durch das Wolframhexa-
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fluoridverfahren auf Molybdän niedergeschlagenem Wolfram bestehende Antikathoden den Nachteil aufweisen, dass ihre Oberfläche rauh wird, was durch gründliche Umkristallisierung und Granülentrennung herbeigeführt wird oder mit diesen Erscheinungen einher geht. Wahrscheinlich ist dies auf eine niedrige intergranuläre Festigkeit und die Granülengrenzen hoher Energie des Materials an der Oberfläche dieser bekannten Antikathoden zurückzuführen, Eine durch ein erfindungsgemässes Verfahren hergestellte Antikathode weist, wie sich herausgestellt hat, in dieser Hinsicht eine beträchtliche Verbesserung auf.
Da beim Betrieb die auffallenden Elektronen in die Antikathodenschicht eindringen, weist diese Schicht vorzugsweise eine Dicke von mindestens 100 /um auf. Bei dünneren Schichten würde eine erhebliche Anzahl der auffallenden Elektronen das Substrat erreichen, insbesondere wenn die Oberflächenbeschädigung fortschreitet.
Das Substrat besteht vorzugsweise aus Wolfram-Molybdän oder einer Legierung von Wolfram und Molybdän oder aus Legierungen auf Basis dieser Metalle.
Bei einem Verfahren zur Herstellung einer Antikathode für eine Röntgenröhre nach der Erfindung wird das Wolfram vorzugsweise auf eine Temperatur zwischen 2200° C und 3000° C erhitzt, während das Substrat selber auf eine Temperatur zwischen 65O0 C und I3OO0 C erhitzt wird.
In der Praxis hat das Niederschlagverfahren den gleichen Effekt bei Durchführung in einer Atmosphäre aus
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Wasserstoff und Wasserdampf sowie in einer Atmosphäre aus Wasserstoff mit einer Zumischung von Sauerstoff, wobei die gleichen relativen Wasserstoff- und Sauerstoffmengen erhalten werden, weil im letzteren Falle der Sauerstoff zusammen mit einem Teil des Wasserstoffes bei Berührung mit dem niederzuschlagenden heissen Material als Wasser reagieren wird. Die Niederschlaggeschwindigkeit wird durch die Gesamtgasströmungsgeschwindigkeit und die relativen Anteile an Wasserstoff und Wasser (oder Sauerstoff) beeinflusst. Erwünschtenfalls kann die Atmosphäre ausserdem ein oder mehrere inerte Gase, wie Stickstoff oder die Edelgase, enthalten. Der Niederschlagvorgang wird vorteilhaft bei atmosphärischem Druck durchgeführt.
Die Erfindung wird nachstehend beispielsweise an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine durch das erfindt^igsgemässe Verfahren hergestellte Antikathode für eine Röntgenröhre vom drehbaren Typ, und
Fig. 2 die Ergebnisse eines beschleunigten Lebensdauerversuches an der Antikathode nach Fig. 1 (Kurve 1), sowie entsprechende Ergebnisse von Lebensdauerversuchen an ähnlichen Antikathoden aus massivem Wolfram, (Kurve 2), aus einer durch das übliche Verfahren hergestellten Wolframschicht, bei welchem Verfahren Wolframhexafluorid niedergeschlagen wird (Kurve 3)> bzw. aus einer Legierung von Wolfram und 10 $ Rhenium wobei die Elektrode wieder durch das Übliche Verfahren hergestellt ist (Kurve k).
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Bei der Herstellung der Antikathode nach Fig. 1 wird ein vorgeformtes Molybdänsubstrat 1 in einem luftdicht verschlossenen Raum angebracht und durch Induktion auf etwa 1200° C erhitzt. Wasserstoffgas wird zunächst durch eine Befeuchtungsanlage geführt, die z.B. durch ein Gefäss gebildet wird, das Wasser oder eine wässrige Lösung auf einer derartigen Temperatur enthält, dass ein Dampfdruck erhalten wird, der bewirkt, dass die Befeuchtungsanlage ein Ausgangsgemisch von Wasserstoff und Wasserdampf in einem Verhältnis von 1 : 1 liefert. Das Ausgangsgemisch der Befeuchtungsanlage wird dann durch ein Wolframrohr geführt, dessen Austrittsöffnung durch Induktion auf eine Temperatur oberhalb 2400° C erhitzt wird. Der Wasserdampf in dem Gemisch aus Wasserstoff und Wasserdampf reagiert mit dem Wolfram des Rohres, derart, dass ein gasförmiges Wolframhydroxyl plus Wasserstoff erhalten wird.
Die Reaktionsprodukte treten aus der Austritts— öffnung aus und werden dann über das erhitzte Substrat geführt, an dessen Oberfläche die umgekehrte Reaktion stattfindet, wobei metallisches Wolfram auf dem Molybdänsubstrat niedergeschlagen wird. Der Vorgang wird fortgesetzt, bis die Schicht 2 aus Wolfram, die auf dem Substrat niedergeschlagen wird, eine Dicke von 100 /Um oder mehr aufweist. Das Substrat wird während des Vorgangs langsam gedreht, damit eine möglichst gleichmässige Ablagerung erhalten wird. Vorzugsweise werden im wesentlichen nur die in der fertigen Röntgenröhre mit Elektronen zu beschiessenden
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Teile des Substrats mit Wolfram überzogen. Dies lässt sich dadurch erzielen, dass das Substrat auf geeignete Weise maskiert und/oder in bezug auf die Austrittsöffnung des Wolframrohres angebracht und diese Austrittsöffnung derart ausgebildet wird, dass die Gase nahezu ledigleich auf diejenigen Teile des Substrats gelangen, die überzogen werden sollen.
Es ist einleuchtend, dass die Temperatur des Wolframrohres, die Substrattemperatur und das Verhältnis zwischen Wasserdampf und Wasserstoff in dem durch das Wolfram- " rohr geführten Gemisch innerhalb weiter Grenzen variieren können. Die Reaktion von Wolfram mit Wasserdampf, die das Wolframhydroxyl ergibt und die im grossen Ganzen durch W + H2O £? W(OH)x + H2
ausgedrückt werden kann, vollzieht sich bei hohen Temperaturen in der Uhrzeigerrichtung und bei niedrigen Temperaturen in der dieser Richtung entgegengesetzten Richtung. Der Gleichgewichtszustand wird somit von der Temperatur und von dem Verhältnis Wasserdampf/Wasserstoff geregelt. »
Wenn dieses Verhältnis nahezu gleich 1 ist, erfolgt eine schnelle Reaktion in der Uhrzeigerrichtung bei einer Temperatur oberhalb etwa 2000° C und in der dieser Richtung entgegengesetzten Richtung bei einer Temperatur unterhalb etwa 1200° C. Bei Anwendung einer höheren Substrattemperatur können innerhalb gewisser Grenzen höhere Wasserdampf /Wasserstoff-Verhältnisse erhalten werden; dies ist vorteilhaft und ergibt eine Verbesserung der Wolframtransportgeschwindigkeit, ohne dass das Gesamtvolumen des verwen-
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deten Gasgemisches zunimmt. Es soll jedoch, gesichert werden, dass eine höhere Substrattemperatur keine ungünstigen Änderungen der physikalischen oder chemischen Eigenschaften des Substrats zur Folge hat. Eine Erhöhung der Substrattemperatur kann z.B. zur Folge haben, dass das Substrat von dem verwendeten Gasgemisch oxydiert wird.
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wird das Wolframrohr vorzugsweise auf eine Temperatur oberhalb 19000C und das Substrat auf eine Temperatur zwischen 500° C und 14OO° C erhitzt.
Das ¥asserdampf/Was serstoff-Verhältni s in dem
verwendeten Gasgemisch kann zwischen 0,1 und oberhalb 1 lie-' gen; dabei werden die Temperaturen des Wolframs und des Substrats derart gewählt, dass sie dem tatsächlich verwendeten Verhältnis angepasst sind. Erwünschtenfalls kann der Wasserstoff durch ein Gemisch aus Wasserstoff und einem inerten Gas, wie Stickstoff, ersetzt werden.
Obwohl wegen des Preises und der Dichte Molybdän das bevorzugte Material für das Substrat ist, dürfte es einleuchten, dass erwünschtenfalls auch andere Materialien, wie Wolfram, eine Wolfram-Molybdänlegierung oder andere Legierungen auf Basis von Molybdän, verwendet werden können. Es soll aber berücksichtigt werden, dass gewisse Materialien weniger geeignet sind, weil sie unter den Galvanisierungsbedingungen oxydieren, in welchem Falle sich schwer ein zusammenhängender Wolf rainnieder schlag erhalten Hesse.
Z.B. kann als feuerfestes Materialien Kohlenstoff
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verwendet werden, aber ±n diesem Falle wäre es wahrscheinlich erforderlich, dass dieses Material mit z.B. Wolfram oder Tantal überzogen werden würde, bevor es bei dem erfindungsgemässen Verfahren verwendet werden würde.
Obgleich die Herstellung einer Röntgenröhren-Antikathode vom drehbaren Typ beschrieben wurde, ist es einleuchtend, dass sich das Verfahren auch bei der Herstellung einer Antikathode vom stillstehenden Typ anwenden lässt*
Fig. 2 zeigt Kurven der relativen Röntgenstrahllungsfähigkeit E als Funktion der Zeit t in Minuten für eine durch das beschriebene Verfahren hergestellte Antikathode aus einer 250 /Um dicken Wolframschicht (Kurve 1), aus massivem Wolfram (Kurve 2), für eine ähnliche durch das übliche Wolframhexafluoridverfahren hergestellte Elektrode (Kurve 3) und für eine ähnliche Elektrode mit einer Schicht aus Wolfram mit 10 $ Rhenium, die durch das übliche Verfahren auf einem Molybdänsubstrat niedergeschlagen war (Kurve k). Es zeigt sich, dass die nütliche Lebensdauer der durch das erfindungsgemässe Verfahren hergestellten Elektrode erheblich länger als die der durch das übliche Verfahren hergestellten Elektrode und gleich der Lebensdauer der mit einer Wolfram-Rheniumschicht versehenen Elektrode ist.
Es ist vorteilhaft, die Oberflächen der niedergeschlagenen Schichten glatt zu schleifen; dadurch wird die Röntgenstrahlungsausbeute vergrössert.
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Claims (7)

  1. PHB. 32059· - 12 PATENTANSPRÜCHE .
    ' 1.J Verfahren zur Herstellung einer Antikathode für eine Röntgenröhre, welche Elektrode aus einer auf einem feuerfesten Substrat niedergeschlagenen Wolframschicht besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Wolfram in der Nähe des Substrats angebracht und auf eine Temperatur oberhalb I9OO0 C, aber unterhalb seines Schmelzpunktes, erhitzt wird, wobei das Substrat selber eine Temperatur zwischen 500° C und 14OO° C aufweist, und wobei der Raum zwischen dem Wolfram und dem Substrat mit einer Wasserstoff und Wasserdampf und/oder Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre ausgefüllt ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wolfram auf eine Temperatur zwischen 2200° C und 3000° C und das Substrat selber auf eine Temperatur zwischen 650° C und 1300° C erhitzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgang fortgesetzt wird, bis eine Wolframschicht mit einer Dicke von mindestens 100 /um auf dem Substrat erhalten ist.
  4. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat aus Wolfram, Molybdän oder einer Legierung von Wolfram und Molybdän besteht.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wolfram in Form eines Rohres gestaltet ist, durch das die erwähnte
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    Atmosphäre hindurchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen Wasserdampf und Wasserstoff in der erwähnten Atmosphäre zwischen 0,1 und 1 liegt.
  7. 7. Antikathode für eine Röntgenröhre, die durch das Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche hergestellt ist.
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    Le e rs e ι te
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