DE2121704C - Drahtgittermatte fur den Verzug von Ausbauprofilen im Berg und Tunnelbau - Google Patents
Drahtgittermatte fur den Verzug von Ausbauprofilen im Berg und TunnelbauInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Drahtgittermatte für den Verzug von Ausbauprofilen im Berg- und Tunnelbau,
deien Längs- und Querstäbe au den Kreuzungsstellen
miteinander verschweißt sind und deren Län.gsstäbe an ihrem einen Ende durch einen Querstab
miteinander verbunden und mit einem rechtwinkligen Haken versehen sind und an ihrem anderen
Ende spitzwinklige Haken aufweisen.
Derartige, zwischen den Ausbauprofilen eingespannte Verzugsmatten sind in erster Linie Zugbelastungen
ausgesetzt, die vorzugsweise von den Längsstäben aufgenommen werden müssen. Die maximalen
Zuglasten werden dabei im wesentlichen von der Biegefestigkeit der Haken bestimmt, die in der Regel
unter der der Zugfestigkeit der Längsstäbe liegt.
Es ist eine Verzug^matte bekannt, bei der eine
Steuerung der HakenfeMigkeit durch die Verwendung
von in Hakenform gestanzten Formblechen erreicht ist, deren Querschnitt mehr als das eineinhalbfache
des Längsstabquerschnittes trägt. Die Herstellung einer derartigen Matte ist jedoch wegen der gesonderten
Stanz- und Formarbeiten technisch aufwendig.
Ferner sind Drahtgittermatten der obengenannten Art bekannt, die ineinander eingehängt verden können
und die bei kraftschlüssigem Umfassen der Ausbauprofile eine Belastung bis zur Zerreißfestigkeit
der Längsstäbe zulassen. Die mit Haken versehenen Enden der Längsstäbe sind in einer jeweils aufeinan-
der gerichteten Abkröpfung paarweise zusammengefaßt. Die Hakenpaare jeweils einer Seite weisen dabei
einen geringeren Zwischenabstand als die der anderen Seite auf, wodurch ein Ineinanderschieben der entsprechenden
Seiten zweier Matfn ermöglicht wird.
An einem Ende sind die Längsstäbe mit einem Querstab verschweißt. Die anderen Enden der Längsstäbe
sind paarweise durch angeschweißte Querstabstücke miteinander verbunden. In verspanntem Zustand
stützt sich das Querstabstück der einen Matte am
ao Querstab der benachbarten Matte ab. Ein Teil der Hakenlast wird dadurch von den Querstäben bzv/.
von deren Schweißverbindungen mit den Längsstäben aufgenommen (deutsche Aualegeschrift 1 758 284).
Bei der Herstellung dieser Matten auf Schweiß-
automaten treten jedoch Schwierigkeiten auf, die durch die abgekröpften Enden der Stäbe bedingt sind.
Insbesondere durch das unterschiedliche Maß der Abkröpfungen der Längsstabenden wird der zügige
Durchlauf der Schweißautomaten behindert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gittermatte mit beidseitig zu Haken umgebogenen Längsstäben zu
schaffen, bei der die maximale Hakenzuglast der Zugfestigkeit der Längsstäbe entspricht und die auf Automaten
einfach hergestellt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß fluchtend an den einen spitzwinkligen Haken
aufweisenden Enden der Lä~.gsstäbe gekröpfte Längsstabstücke angeschweißt sind, deren unteres
Teilstück als gleichfalls spitzwinkliger Haken ausgebildet ist und deren Kröpfungen schlitzförmige Hakenmäuler
zur Einführung des Querstabes der nächstfolgenden Matte bilden.
Ein besonderer Vorteil dieser Matte liegt darin, daß die Hakenenden der Längsstäbe nicht mehr abgekröpft
sind, so daß dadurch eine zügige Fertigung auf Automaten ermöglicht wird. Die gekröpften
Längsstabstücke können gesondert hergestellt und auf den Automaten an die entsprechenden Längsstabenden
angeschweißt werden. Ähnlich wie bei der bekannten Mattenausführung mit den gekröpften Längsstäben
wird bei der Matte gemäß der Erfindung die Hakenzuglast nicht allein von den Haken, sondern
auch von den sich im Inneren der Hakenmäuler Jer Längsstabstücke abstützenden Querstäben der sich
anschließenden Matte aufgenommen. Die vorgeschlagene Matte ist außerordentlich einfach einzuziehen.
Sie wird so hinter die Profile des Ausbaus eingebracht, daß die Haken der Profilflansche mit Spiel
hintergreifen und der Endquerstab der bereits eingebauten Matte in das Hakenmaul der einzuziehenden
Matte eingreift.
Da der hakenförmige Teil des gekröpften Längsstabstückes mit dem Haken des Längsstabes verschweißt
ist, treten Beschädigungen der gegen die Ortsbrust weisenden verstärkten Haken bei vorgepfändeten
Matten durch die insbesondere beim Schießen auftretenden Beanspruchungen kaum auf.
Mit der Matte gemäß der Erfindung wird ferner
eine bessere Anpassungsfähigkeit an das Gebirge erreicht, da die zusammenwirkenden Verbindungen
zweier Matten nicht durch paarweise zusammengezogene Haken gebildet werden. Die Lage zweier sich
anschließender Matten braucht daher nicht mehr aufeinander abgestimmt zu werden, sondern diese können
auch seitlich gegeneinander versetzt eingebaut sein.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1, la eine Seitenansicht und eine Draufsicht
auf eine eingezogene Verzugsmatte gemäß der Erfindung,
Fig. 2, 2a eine vergrößerte Darstellung eines Verbindungsschlosses
der Verzugsmatte in Seitenansicht und in Draufsicht,
F i g. 3 a bis 3 c das Verbindungssrhloß nach F i g. 2
bei wachsender Belastung,
Fig. 4a, 4b eine andere Ausführung des Verbindungsschlosses
der erfindungsgemäßen Verzugsinatte,
Fig. 5a, 5b ein weiteres Ausführungsbeispiel des
VerbindungsschloEses für eine erfindungsgemäße Verzugsmatte
in Seiten- und Draufsicht.
In den Fig. 1 und la sind zwei Verzugsmatten 1
und 2 dargestellt, die hinter die Ausbauprorile 3«, 3/;, 3c eingezogen sind. Die Matten bestehen, aus
Längsstäben 4 und Querstäben 5, die an ihren Kreuzungsstellen miteinander verschweißt sind. Die vorderen,
der Ortsbrust zugewandten Enden 6 der Längsstäbe 4 sind zu spitzwinkligen Haken 7 umgebogen,
die den Profilfiansch 8 des Ausbauprofils 3 hintergreifen. Das rückwärtige Ende 9 der Längsstäbe weist
einen rechtwinkligen Haken 10 auf, der die andere Seite r^es Profilflansches hintergreift.
Die Haken 7 und 10 bilden zusammen mit einem verstärkten Querstab 11 und einem gekröpften Längsstabstück
12 das Verbindungssdiloß der Matten, das in Fig. 2 vergrößert dargestellt ist. Der Querstab 11
ist mit den Längsstäben 4 der Mattel verschweiß;. Das gekröpfte Längsstabstück 12 besteht aus einem
vorderen Teilstück 13, welches im Abstand parallel und über den Längsstäben 4 verläuft und ein Hakenmaul
14 einschließt. Ein sich daran anschließendes, aufgebogenes Teilstück 15 dient bei vollbelasteter
Matte als Gegenlager für den Querstab 11 (vgl. Fig. 3a bis 3c). Ein weiteres Teilstück 16 verläuft
parallel zum Längsstab4 und geht in ein entsprechend der Hakenforrn des Längsstabes spitzwinklig abgebe
genes unteres Teilstück 17 über. Das Teilstück 16 sowie das untere Teilstück 17 des Längsstabstückes 12
sind mit dem Ende des Längsstabes sowie mit dem Haken 7 verschweißt.
In den Fig. 3a bis 3c ist ein Verbindungsschloß unter wachsender Belastung gezeigt. In unbelastetem
Zustand nach dem Einziehen befindet sich der senkrechte Haken 10 vom Profilflansch 8 im Abstand XK
Der Abstand zwischen dem Querstab 11 und dem
ίο Maultiefsten des Längsstabstückes 12 beträgt Y1
(Fig. 3a). Im Belastungszustand nach Fig. 3b ist auf Grund der Längsstabdurchbiegung der senkrechte
Haken 10 bis an die Seitenkante des Profilflansches 8 herangerückt. Die Distanz zwischen dem Querstab
und dem Maultiefsten hat sie'., dabei bis auf den Wert Y- verringert. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich
die erste Nachgiebigkeit der Matten verbraucht. Eine
zusätzliche Belastung der Längsstäbe führt zu einer Belastung der Haken, die sich, wie in Fig. 3c gezeigt,
geringfügig so weit aufbiegen, bis der Abstand Y-verbraucht
isi und der Querstab 11 sich im Maultiefsten
des von dem Längsstab und dem oberen Teil 13 des Längsstabstückes 12 umschlossenen Hakenmaules
abs'ützt.
Das Ausführungsbeispid nach Fig.4, 4a entspricht
im wesentlichen dem oben beschriebenen. Als Auflage des Schlosses auf dem Aufbauprofil ist an
der Unterseite der mit den spitzwinkligen Haken und dem Längsstabstück 12 versehenen Längssiabenden 6
ein weiterer Querstab 18 angeschweißt. Durch diesen Querstab und die zusätzliche Schweißverbindung wird
die Verbindung zwischen dem Längsstab 4 und dem Längsstab 12 erhöht.
Bei der in F i g. 5, 5 a dargestellten Ausführung des Verbindungsschlosses liegen die Längsstäbe 4 zweier
Matten 1 und 2 im Bereich des Verbindungsschlosses in zwei Ebenen, wobei die mit spitzwinkligen Haken 7
versehenen Stabenden über den zu rechtwinkligen
Haken 10 gebogenen Stabenden 9 angeordnet sind.
Der spitzwinklige Haken 7 ist doppelt gebogen und hintergreif; mit seinem unteren Ende den Profilflansch
8. Das vordere Ende 13 des mit diesem Haken 17 verschweißten Längsstabstückes 12 ist in die
Ebene der unteren Längsstäbe gebogen und unter-
greift den Querstab 11. \
Die Ausführungen der Fig.4, 4a und 5, 5a verhalten
sich unter Zugbelastung in gleicher Weise wie die im Zusammenhang mit den F i g. 3 a bis 3 c
beschriebenen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Drahtgittermatte für den Verzug von Ausbauprofilen im Berg- und Tunnelbau, deren Längsund
Querstäbe an den Kreuzungsstellen miteinander verschweißt sind und deren Längsstäbe an
ihrem einen Ende durch einen Querstab miteinander verbunden und mit einem rechtwinkligen
Haken versehen sind und an ihrsm anderen Ende spitzwinklige Haken aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß fluchtend an den die spitzwinkligen Haken (7) aufweisenden Enden (6) der Längsstäbe (4) gekröpfte Längsstabstücke
(12) angeschweißt sind, deren hinteres Teilstück (17) als gleichfalls spitzwinkliger Haken ausgebildet
ist und deren Kröpfungen schlitzförmige Hakenmäuler (14) zur Einführung des Querstabes
(11) der nächstfolgenden Matte (2) bilden.
2. Verzugsmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Teil (16) jedes
Längsstabstückes (12) mit dem Längsstabende (6) und der hakenförmige untere Teil (17) des Längsstabstückes
(12) mit dem spitzwinkligen Haken (7) des Längsstabes verschweißt ist.
3. Verzugunatte nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß -;n Querstab (18) an
die Unterseite der mit spitzwinkligen Haken (7) versehenen Längsstabenden (6' sowie an die mittleren
Teilstücke (16) der Längsstabstücke (12) angeschweißt is'., über den sich die miteinander verhakten
Matten (1, 2) auf dem Ausbauprofil (3) abstützen.
4. Verzugsmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der spitzwinklige Haken (7) des
einen Endes (6) der Längsstäbe (4) zweifach abgebogen ist, daß der mit diesem Ende (6) und
dem Haken (7) verschweißte Teil des Längsstabstückes (12) entsprechend geformt ist und daß ein
Querstab (19) mit dem Längsstabende (6) und dem mittleren Teil (16) des Längsstabstückes (12)
verschweißt ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712121704 DE2121704C (de) | 1971-05-03 | Drahtgittermatte fur den Verzug von Ausbauprofilen im Berg und Tunnelbau | |
| GB2028672A GB1385237A (en) | 1971-05-03 | 1972-05-02 | Wire mats used as liners in mining and tunneling |
| PL15510572A PL82278B1 (de) | 1971-05-03 | 1972-05-02 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712121704 DE2121704C (de) | 1971-05-03 | Drahtgittermatte fur den Verzug von Ausbauprofilen im Berg und Tunnelbau |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2121704A1 DE2121704A1 (de) | 1972-03-23 |
| DE2121704C true DE2121704C (de) | 1972-12-28 |
Family
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