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Schneid-, Misch- und Knetmaschine Die Erfindung betrifft eine Schneid-,
Misch- und Knetmaschine, insbesondere für Bäckerei- und Fleischereizwecke. Eine
derartige Maschine besteht im wesentlichen aus einem verschließbaren, um eine horizontale
Achse schwenkbaren Gefäß, unterhalb dessen äußerer Bodenfläche ein Antriebsmotor
angeordnet ist, dessen Antriebswelle mit einem Antriebszapfen die Bodenfläche des
Gefäßes abgedichtet durchdringt.
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Derartige Maschinen zur Herstellung von Teig oder teigigen Fleischwaren
und ähnlichem während eines Knetvorganges zäh werdendem Gut sind in vielfältigen
Ausführungsformen bekannt.
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Beispielsweise benutzt man in feststehenden oder auch umlaufenden
Schüssen Knetwerkzeuge, die um eine zentrische oder exzentrische oder auch waagerecht
gelagerte Achse umlaufen und sich dabei ggf. zusätzlich um ihre eigene Achse drehen
und hakenförmig, gitterartig oder auch in Form von Propellern oder Messern ausgebildet
sind.
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Alle diese Konstruktionen haben ihre Vorzüge, sei es, daß sie zur
Aufbereitung verhältnismäßig nur kleiner oder aber auch zur Bewältigung ausgesprochen
großer Gutsmengen geeignet oder daß sie für verhältnismäßig leicht zu verarbeitende
oder aber für ausgesproche@zähe Massen verwendbar sind.
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Für die herstellung z.B. eines Teiges mit bestimmten Zutaten unterschiedlicher
Aggregatzustände sind bisher verschiedene Arbeitsgänge erforderlich. Sollen beispielsweise
feste Elemente wie Nüsse oder dergl. zerkleinert werden, so sind hierfür geeignete
Messerwerkzeuge entwickelt worden, die in relativ einfacher Weise in das Gefäß der
oben beschriebenen Maschinenart eingesetzt werden können. Für andersartig@ Arbeitsvorgänge,
wie beispielsweise Mischen, sind entsprechend anders ausgebildete Werkzeuge vorhanden,
die ebenfalls wie Knetwerkzeugt in das Gefäß einer entsprechenden Bearbeitungsmaschine
eingesetzt werden können.
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Bisher wurden die unterschiedlichsten Arbeitsgänge der aufgezeigten
Art entweder in verschiedenen Maschinen durchgeführt oder in einer Jedoch zeitlich
hintereinander mit den entsprechenden Werkzeugen.
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Derartige Verfahren sind jedoch sehr kompliziert und zeitaufwendig,
da das zu bearbeitende Gut nach dem Arbeitsvorgang jeweils aus dem Gafäß entleert
werden muss, damit dieses für die nachfolgenden anders gearteten Arbeitsvorgänge
wieder zur Verfügung steht.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese aufgezeigten
Nachteile zu beseitigen. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
kombiniertes Werkzeug aufzuzeigen, das derartig variabel aufgebaut werden kann,
daß es den verschiedensten Zwecken gleichzeitig genügt.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, Mittel anzugeben,
um das Einsetzen einer Werkzeuganordnung in ein Gefäß der aufgezeigten Art kraftschlüssig
mit dem Motorwellenzapfen zu vereinfachen, wobei ein sicherer Betrieb der Gesamtanlage
gewährleistet ist.
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Eine noch andere Aufgabe der Erfindung ist darin zu erblicken, daß
eine leichte und einfache Auswechselbarkeit der Werkzeuganordnung gegeben ist.
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Die Erfindung bezieht sich ferner auf die Ausgestaltung einer Werkzeuganordnung,
wobei der Erfindung die Aufgabe zugrundeliegt, den Arbeitsbereich einer ?terkzeuganordnung
zu vergrößern und die Wirkungsweise durch eine besondere Ausgestaltung einzelnen
Kombinationselemente wesentlich zu verbessern.
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Weitere Aufgaben, die der Erfindung zugrundeliegen, gehen aus der
folgenden Beschreibung hervor, auf die anhand der Erläutern enzelnen Ausführungsbeispiele
näher hingewiesen wird.
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Die Lösung der gestellten Aufgaben besteht darin, daß bei einer Schneid-,
Misch- und Knetmaschine insbesondere für Bäckerei- und Fleischereizwecke, bestehend
aus einem verschließbaren um eine horizontale Achse schwenkbaren GefEß,unterhalb
dessen äußerer nodenrlche ein Antriebsmotor angeordnet ist, dessen Antriebswelle
mit einem Antriebszapfen die Boden fläche des Gefäßes abgedichtet durchdringt, innerhalb
des Gefäßes mit dem zentrisch
angeordneten Antriebszapfen ein zylindrischer
Werkseughalter lösbar verbunden iet, über den mehrere hohlzylindrisch geformte Distanzetücke
unterschiedlicher axialer Höhe sowie als Schneid- und/oder Misch- und/oder Knetterkseuge
ausgebildete Elemente gegen eine umdrehung in horizontaler Richtung gesichert, gesteckt
sind, wobei sich oberhalb dieser Anordnung mit dem Werkzeughalter befestigt lotrecht
sich erstreckende zentrisch zwischen sich bei Umdrehung einen Luftkanal bildende
Platten befinden, die an ihrem oberen Ende mit einer im wesentlichen horizontal
sich erstreckenden Schleuderscheibe verbunden sind. Der Werkzeughalter nach der
Erfindung weist an seinem der Gefäßgrund fläche zugekehrten Ende eine vergrößerte
Rand fläche auf, die in eine entsprechend ausgebildete Aussparung des unteren mit
FlUgelrippen versehenen Distanzstückee eingreift, wobei die lotrecht angeordneten
Platten, welche am oberen Ende mit einer Schleuderscheibe und an ihrem unteren Ende
mit einem ein Innengewinde aufweieenden Zylinderkörper verbunden sind, und mit hilfe
dieses Zylinderkörpers mit dem Werkzeughalter lösbar verschraubt sind, derart, daß
zwischen dem Zylinderkörper und dem unteren Distanzstück auf die dazwischen befindlichen
aufgesteckten Elemente eine Klemmwirkung erzielt wird.
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An der Innenseite desGefäßdeckels ist in vorteilhafter Weise zentral
ein Drucklager angeordnet, das in geschlossenem Zustand des Deckels auf ein entsprechend
ausgebildetes Gegenlager auf der Schleuderecheibe einen Axialdruck in Richtung zum
Gefäßboden ausübt, wenn durch die Wirkung der Werkzeugelemente im Betrieb der Maschine
-auf die gesamte Werkzeuganordnung eine zum Gefäßdeckel hin gerichtete Kraftkomponente
entsteht, die ein geringzügiges Anheben der Werkzeuganordnung bewirkt. Das Drucklager
an der Innenseite des Gefäßdeckels und das Gegenlager auf der Schleuderscheibe besteht
in vorteilhafter Weise aus Kunststoff.
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Nach der Erfindung weist der Werkzeughalter eine kreiszylindrische
äußere Form auf, die, im Querschnitt betrachtet, zwei gleich große abgeschnittene
Kreissegmente aufweist, deren Sekanten parallel zueinander verlaufen. Der Antriebszapfen
des Antriebsmotors ist in ähnlicher Weise ausgestaltet und der Werkzeughalter weist
eine Bohrung auf, die der äußeren Form des Antriebszapfens entsprechend angepasst
Bt, so daß dieser in der Bohrung Aufnahme findet und der Werkzeughalter gegen eine
Verdrehung gegenüber dem Antriebszapfen gesichert ist. Nach der Erfindung weisen
alle auf den Werkzeughalter aufsteckbaren Elemente eine äußere Bohrung auf, die
im Querschnitt betrachtet der äußeren Form des Werkzeughalters jeweils angepasst
ist, ao daß diese gegen eine Verdrehung gegenüber dem Werkzeughalter gesichert sind.
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In Weiterbildung der Erfindung ist der zentrische Abstand der Platten
des kombinierten Werkzeugs in Längsrichtung verschieden. Ferner sind die Platten
in radialer und/oder axialer Richtung abgebogen, so daß die Umwälzung des zu bearbeitenden
Gutes innerhalb des Gefäßes begünstigt wird.
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Zur Verbesserung der Schleuderwirkung der oberen Schleuderscheibe
ist diese als Vieleck ausgebildet. Die Distanzstücke bestehen in vorteilhafter Weise
aus Kunststoff, der säurefest, temperaturbeständig und abriebfest ist.
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Die Erfindung wird anhand der Zeichnung, in der lediglich Ausfthrungsbeispiele
dargestellt sind, näher erläutert.
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Hierbei zeigen: Figur 1 einen Querschnitt durch eine Sohneid-, Misch-und
Knetmasohine nach der Erfindung; Figur 1a eine vergrdßerte Darstellung eines Druck-
und Gegendruoklagers, dae sich einerseits im Gefäßdeokel und andererseits auf dem
oberen Ende der Werkseuganordnung befindet;
Figur 2 einen etwas
vergrößerten Querschnitt durch ein Gefäß und eine Werkzeuganordnung der Schneid-,
Misch- und Knetmaschine nach der Erfindung; Figur 3 eine Draufsicht auf eine vergrößerte
Darstellung einer Werkweuganordnung; Figur 4 ein mögliche Ausführungsbeispiel einer
Werkzeuganordnung in Form einer Explosionszeichnung; Figur 4a einen Querschnitt
durch ein Element nach Figur 4; Figur 4b einen Querschnitt durch einen Werkzeughalter
nach Figur 4 und Figur 4c einen Querschnitt durch einen Motorantriebszapfen.
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In den einzelnen Figuren sind gleiche bzY7. gleichartige Elemente
mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Wie aus Figur 1 zu entnehmen ist, befindet sich ein Gefäß 1 einer
Schneid-, Misch- und Knetmaschine auf einer horizontal ausgerichteten Drehachse
8, welche sich mit Hilfe eines Hebels 9 drehen lässt, wodurch das Gefäß 1 zum Zwecke
einer Füllung oder Entleerung gekippt werden kann. Die GefäB-schwenkachse 8 ist
in einem fahrbaren Gefäßgestell 10 gelagert. Das Gefäß 1 besitzt einen um die Achse
3 schwenkbaren Deckel 2, der eine Deckelöffnung4 aufweist. Mit 5 ist eine Deckelverschließvorrichtung
bezeichnet, die mit Hilfe eines Verschließhebels 6 betätigt werden kann. In einem
Gehäuse 7, das an dem Gefäß 1 befestigt ist, befindet sich eine einstellbare Schalteinrichtung,
die dazu dienen kann, den Zeitverlauf des Arbeiteprozesses der geeamten Anlage einzustellen
bzw. zu verändern. Ferner befinden sich in dem Gehäuse 7 nicht näher dargestellte
Sicherheitseinrichtungen, die beispielsweise dazu dienen, die Maschine automatisch
absuschalten, wenn der Deckel 2 geöffnet wird.
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Unterhalb des Gefäßes 1 ist ein Antriebsmotor 11 angeordnet, der einen
Antriebszapfen 40 aufweist (Figur 4c), welcher in abgedichteter Form drehbar durch
den Gefäßboden des Gefäßes 1 erstreckt,auf den die verechiedensten Werkzeuge aufgesteckt
werden können.
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Eine beispielsweise Aus führunge form einer Werkzeuganordnung geht
aus Figur 4 deutlich hervor. Danach ist ein Werkzeughalter 27 an seinem unteren
Ende mit einer vergrößerten Radfläche 41 versehen, die in eine Aussparung eines
untersten Distanzatückes 12 passt. Der Werkzeughalter 27 weist eine kreiszylindrische
äußere Form auf, die im Querschnitt betrachtet (siehe Figur 4b) zwei gleich große
abgeschnittene Kreissegmente besitzt, deren Sekanten parallel zueinander verlaufen
und eine äußere Mitnahmefläche 38 bilden. Der Werkzeughalter 27 weist ferner eine
Bohrung 45 auf, die der äußeren Form des Antriebszapfens 40 entsprechend angepasst
ist, so daß dieser in der Bohrung 45 Aufnahme findet, derart, daß der Werkzeughalter
27 gegen eine Verdrehung gegenüber dem Antriebszapfen 40 gesichert ist. Auf den
Werkzeughalter 27 wird als erstes Distanzstück ein Element t2 aufgesteckt, das eine
vergrößerte Grundfläche sowie eine Aussparung 42 aufweist. Das Distanzstück 12 ist
mit Flügelrippen 29 versehen, deren Flächen axial zur Werkzeuganordnung ausgerichtet
sind und die dazu dienen, das zu bearbeitende Gut im unteren Bereich der Werkzeuganordnung
aus diesem radial nach außen zu schleudern, so daß keine toten Räume entstehen.
Hierunter werden Bereiche verstanden, in die zwar das zu behandelnde Gut gelangen
kann, welche aber außerhalb der Einflussmöglichkeit der eigentlichen Werkzeugelemente
stehen.
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Das Distanzstück -12 ist somit zusätzlich als Schleuderscheibe ausgebildet,
welches Abweiselemente 29 in Form von axial gerichteten oder spiralig verlaufenden
Rippen in einer beliebigen Anzahl aufweist.
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Das Distanzstück 12, welches die verschiedensten Abweiselemente aufweisen
kann, ist in einfacher Weise auf den Werkzeughalter 27 aufsteckbar ausgebildet'und
kann daher in einfacher Weise je nach den Erfordernissen durch ein anders ausgebildetes
Element autgetauecht werden. Auf den Werkzeughalter 27 lassen sich nun weitere als
Zylinderkörper ausgebildete DistanzstUcke 17, 30, 31 und 16, die aus Kunststoff
oder Metall bestehen können, aufetecken. Da -zwischen befinden sich ein erstes Element
32 eines Misch-und Knetwerkzeuges und nach einem folgenden Distanzstück 31 ein zweites
Element 33 eines entspechend ausgebildeten Misch- und Knetwerkzeuges. Dieser Anordnung
schließen sich die Platten 17 und 18 an, die lotrecht angeordnet sind und welche
am oberen Ende mit einer Schleuderscheibe 19 und an ihrem unteren Ende mit einem
ein Innengewinde 35 aufweisenden Zylinderkörper 36 verbunden sind. Mit Hilfe dieses
Zylinderkörpers 36, dr mit dem Werkzeughalter 27 lösbar verschraubt werden kann,
wobei das Innengewinde 35 des Zylinderkörpers das Gewinde 28 des Werkzeughalters
27 erfasst, wird zwischen dem Zylinderkörper 36 und dem unteren Distanzstück 12
auf die dazwischen befindlichen aufgesteckten Elemente 13, 16, 30, 31 und 32 eine
Klemmwirkung erzielt. . Auf diese Weise entsteht ein kompaktes, jedoch in einfacher
Weise auseinandernehmbares Werkzeug, das in dieser zusammengesetzten Form auf den
Antriebszapfen 40 des Motors 11 innerhalb des Gefäßes 1 aufgesteckt werden kann.
besonders vorteilhaft ist es, daß die einzelnen Elemente eines Bearbeitungswerkzeuges,
wie beispielsweise die Messer 32 und 33, in beliebiger Form und je nach Erfordernis
kombiniert werden können und zu einem einzigen Gesamtwerkzeug zusammenstellbar sind.
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Wie eingangs beschrieben wurde, sind für die besonderen Arbeitsgänge
entsprechende Arbeitswerkzeuge entwickelt worden, die an sich bekannt sind. So werden
beispielsweise zum Zerkleinern fester Körper wie etwa Nüsse oder C;ewürzkörner scharfkantige
Messer verwendet, die zusätzlich eine besonders ausgebildete Raumform aufweisen
können, beispielsweise in Form eines Propellers.
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Für Arbeitsgänge, die beispielsweise mit dem zuerst aufgeführten Arbeitsgang
kombiniert werden sollen, beispielaweise in Form eines Mischvorganges, sind wieder
andere Werkzeuge bekannt, die jedoch von den Schneidwerkzeugen abweichend ausgebildet
sind. Nach der Erfindung lassen sich nun beide Elemente in mehrfacher Form, beispielsweise
paarweise oder dreifach oder auch einzeln auf den Werkzeughalter 27 aufstecken,
wobei entsprechend ausgebildete Distanzstücke verwendet werden, so daß stets eine
Klemmwirkung zwischen dem Zylinderkörper 36 und dem untersten Distanzstück 12 entsteht.
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Nach der Erfindung lassen sich nun die beliebigsten Werkzeuge derart
kombinieren, daß ein geschlossener Arbeitsvorgang, beispielsweise beginnend mit
dem zerkleinern fester Körper, übergehend in eine Vermischung mit weiteren Zusatzstoffen
und schließlich bis zu einem XBtvorgang, falls dies erforderlich ist, durchgeführt
werden kann.
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Nach der Erfindung ist nun eine beliebige Kombination von Werkzeugelementen
möglich, so daß alle in einem mittleren Bäckerei- bzw. Fleischereibetrieb oder beispielsweise
in einer Großküche auftretenden Arbeiten in einem Arbeitsgang erledigt werden können,
wenn die Herstellung eines Endproduktes,bestehend aus den verschiedensten Komponenten,
dies erlaubt *. Damit können die verschiedensten Arbeitsgänze zu einem einzigen
vereinigt werden, so daß nicht nur Arbeitszeit, sondern auch weitere Arbeitsgeräte
eingespart werden.
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Selbstverständlich lässt sich die Anordnung nach der Erfindung auch
nach wie vor für einzelne gewUnsohte Arbeitsgänge gesondert anwenden.
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Der Antrieb des Motors ist derart ausgebildet, daß die verschiedensten
Drehgeschwindigkeiten erzeugt werden können, wie sie für die bestimmten Arbeitsgänge
erforderlich sind.
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So sind beispielweise- Mindestdrehzahlen von 750 U/min und 1400 U/min
Werte, wie sie bei derartigen Maschinen für entsprechende Arbeitsgänge üblich sind.
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Das kombinierte Werkzeug nach der Erfindung weist jedoch noch Besonderheiten
auf, die zur Lösung bestimmter Aufgaben dienen. So liegt der Erfindung noch weiter
die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug zu schaffen, mit dem Teige hergestellt werden
können, die eine gleichmäßige Beschaffenheit besitzen und mit denen gleichzeitig
durch Zuführung von tuft oder Sauerstoff der Teig locker und luftig hergestellt
werden kann, um eine möglichst voluminöse Back-bzw0 Teigware mit gleichmäßiger Porung
zu erhalten. Mit den bisher bekannten Werkzeugen lässt sich eine solche Aufgabe
nur ungenügend lösen.
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Die Lösung dieser gesondert gestellten Aufgabe besteht darin, daß
über den eigentliehen Schneid-, Misch- oder Knetwerkzeugen lotrecht sich erstreckende
zentrisch zwischen sich bs Umdrehung einen Luftkanal bildende Platten 17 und 18
vorgesehen sind. Vorteilhaft ist es, die oberen Enden der Platten 17 und 18 miteinander
zu verbinden. Gemäß der Erfindung ist hierfür eine Scheibe 19 vorgesehen, die radial
über die Platten geringfügig hinausragt. Um bei dem sich ausbildenden Luftkanal
die Luftzufuhr zu ermöglichen bzw, zu fördern, ist die Scheibe 19 mit einer oder
mit mehreren Luftdruchlassöffnungen 46, 47 ver sehen. Vorteilhaft ist es, eine Luftdurchlassöffnung
34 mittig anzuordnen. Um das Abstreifen der Teigmassen während des Betriebes zu
fördern und eine Brückenbildung zu verhindern, ist die Scheibe 19 als ein Vieleck
ausgebildet.
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Bei Umdrehung der Scheibe wird hierdurch bewirkt, daß die an der Scheibe
hochkriechenden Telgmassen durch die Zentrifugalkraft an dem jeweils geraden Stück
der Scheibe entlangwandern, bis sie sich an einer Ecke des Vielecks anhäufen, so
daß sie von dort in günstiger Weise radial in das Gefäß zurückgeschleudort werden.
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Hierdurch wird verhindert, daß sich oberhalb des erkzeuges Toträume
ausbilden, die nicht im Bingriffabereich eines Werkzeuges bzw. eines Elementes desselben
sich befinden oder in denen auch keine Kraftkomponente, beispielsweise eine Zentrifugalkraft,
wirkt. Mit Hilfe der besonders vorteilhaft ausgebildeten Schleuderscheibe 19 nach
der Erfindung wird die Bildung solcher Toträume verhindert bzw. vermindert.
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Nach der Erfindung ist ferner der zentrische Abstand der Platten 17
und 18 untereinander in der Längsrichtung verschieden. Hierdurch wird die Teigumwälzung
in dem Gefäß 1 begünstigt. Vorteilhaft ist es auch, die Platten in radialer und/oder
axialer Richtung abgebogen auszubilden, wie dies besonders deutlich aus Figur 3
ersichtlich ist.
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Dadurch, daß die beiden Platten 17 und 1ß in einem bestimmten Abstand
voneinander angebracht sind und in ihrer Längerichtung eine von oben nach unten
sich verstärkende konische Gestaltung aufweisen, entsteht bei der Rotation der Platten
17 und 18 ein Luftkanal, der durch die Innenkanten der Platten 17 bzw. 18 begrenzt
wird. Das Ansaugen der Luft geschieht hierbei durch die in radialer Richtung von
den Platten nach außen abgeschleuderten Teigmassen.
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Infolge der nach der Erfindung in Drehrichtung abgebogenen und nach
unten etwas schräg verlaufenden Platten 18 und 19 dringt die Luft in ganzer Plattenhöhe
in das Bearbeitungsgut zwangsläufig ein. Pierdureh kann mehr Luft bzw. Sauerstoff
ungehindert durch den Luftkanal bis tief in die teigmasse eindringen und deren vollkommene
Sättigung in zuverlässiger Weise herbeiführen. Durch eine entsprechende Formgebung
der Platten kann somit der Misch- und Knetvorgang und besonders die Luftförderung
günstig beeinflusst werden.
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In den relativ seltenen Fällen, in denen eine Luftzuführung in das
zu beaiteitende Gut nicht gewünscht wird, kann das Platten-element auch fortgelassen
werden und kann durch einen Zylinderkörper mit Innengewinde ersetzt werden, der
hinsichtlich
der Klemmwirkung die gleiche Funktion ausübt, so daß die iistanzstücke und die Werkzeugelemente
32 und 33 bzw. entsprechend ausgebildete Werkzeugelemente, wie beispielsweise 22
und 23, einen festen IIalt auf dem Werkzeughalter 27 haben.
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Eine weitere Besonderheit der Erfindung besteht darin, daß das kombinierte
Werkzeug in ainfacher Weise auf den Antriebszapfen 40 des Motors 11 aufgesteckt
wird. Um bei dieser einfachen und leicht lösbaren Verbindung zwischen Antriebswelle
und Werkzeug ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten, ohne daß das Werkzeug durch
eine nach oben gerichtete Kraftkomponente aus dem Gefäß 1 getrieben wird, ist an
der Innen-Seite des Gefäßdeckels 2 zentral ein Drucklager 43 angeordnet, das im
geschlossenen Zustand des Deckels 2 auf ein entsprechend ausgebildetes Gegenlager
44 auf der Schleuderscheibe 19 einen Axialdruck in Richtung zum Gefäßboden aus-Ubt,
wenn durch die Wirkung der Werkzeugelemente im Betrieb der Maschine auf die gesamte
Werkzeuganordnung eine zum Gefäßdeckel 2 hin gerichtete Kraftkomponente entsteht,
die ein geringfügiges Anheben der Werkzeuganordnung bewirkt.
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Aufgrund geltender Sicherheitsbestimmungen ist ein Betrieb der gesamten
Maschine nur zulässig, wenn der Deckel 2 des Gefäßes 1 geschlossen iet. Diese Tatsache
lässt eich ausnutzen, um eine möglichst einfache Steckverbindung des Gesamtwerkzeugs
mit der Motorwelle zu ermöglichen, wie dies aufgrund vorli.gender Erfindung beschrieben
ist.
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Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß durch die Erfindung
eine Maschine vorgeschlagen wird, die einen weiten Arbeitsbereich aufweist* ohne
daß ein Wechsel spezieller Werkzeuge während der Durchführung eines Arbeitsprogramms
mit verschiedenen Verfahrensschritten notwendig ist.
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Darüberhinaus ist das kombinierte Werkzeug hinsichtlich seines Aufbaues
derartig variabel, daß es allen praktischen Erfordernissen genügt.
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Schließlich weist das kombinierte Werkzeug Elemente auf, die insbesondere
für die Teigaufbereitung besonders günstig wirken.
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Liste der in den Figuren dargestellten Elemente 1 Gefäß 2 Deckel 3
Deckelhalterung mit Schwenkachse 4 Deckelöffnung 5 Deckelverschließvorrichtung 6
Verschließhebel 7 Gehäuse für Schaltvorrichtung, insbesondere Zeit-und Schaltuhr,
ferner automatische Abschaltvorrichtung, die durch Öffnen des Deckels betätigt wird.
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8 Gefäßschwenkachse 9 Gefäßschwenkhebel 10 Fahrbares Gestell 11 Motor
12 Unterstes Distanzstück mit Abweiselementen 13 Distanzstilck 14 Erstes Element
eines Knet- und/oder Schneid- und/oder Mis chwerkzeuges 15 Zweites Element eines
Knet- und/oder Schneid- und /oder Mis chwerkzeugea 16 Distanzstück 17 Erste lotrecht
stehende Platte 18 Zweite lotrecht stehende Platte 19 Schleuderscheibe 20 Grundplatte
21 Untere Schleuderscheibe 22 Erates Element eines Schneid- und Mischwerkzeuges
23 Zweites Element eines Schneid- und Mischwerkzeuges 24 Erstes Element eines Schneidwerkzeuges
25 Zweites Element eines Schneidwerkzeuges 26 Schleuderkanten der Scheibe 19 27
Werkzeughalter 28 Gewinde des Werkzeughalters 29 Abweis- bzw. Schleuderrippen 30
Distanzstück
Liste der in den Figuren dargestellten Elemente 31
Distanzstück 32 Erstes Element eines Misch- und Knetwerkzeuges 33 Zweites Element
eines Misch- und Knetwerkzeuges 34 Luftloch in der Schleuderscheibe 19 35 Innengewinde
36 Zylinderkörper für die Platten 17 und 18 36a Innere gerade Mitnahme fläche des
Distanzstückes 30 37 Innere Mitnahme fläche des Werkzeughalters 27 38 Äußere Mitnahmefläche
des Werkzeughalters 27 39 Äußere Mitnahmefläche des Antriebszapfens 40 40 Antrlebezapfen
41 Vergrößerte Randfläche des Werkzeughalters 27 42 Aussparung in dem untersten
Distanzstück 12 43 Drucklager im Gefäßdeckel 44 Gegendrucklager auf dem kombinierten
Werkzeug (Schleuderscheibe 19) 45 Bohrung im Werkzeughalter 27 46 Bohrung in der
Schleuderscheibe 19 47 Bohrung in der Schleuderscheibe 19