DE2121365B2 - Stofflegemaschine - Google Patents
StofflegemaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stofflegemaschine gemäß Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Eine derartige Stofflegemaschine ist beispielsweise aus der US-PS 32 27 390 bekannt, bei der ein
Hauptantriebsmotor zum Antrieb des Rahmens und ein Zuführmotor zum Antrieb einer Stoffvorratsrolle
dienen. Die Zufuhr der Stoffbahn erfolgt von der Stoffvorratsrolle zu einer Legeeinrichtung über eine
Schwenkrolle und eine angetriebene Rolle. Letztere ist durch eine vom Hauptantriebsmotor angetriebene
Kette getrieben. Die Schwenkrolle ist mit einem Schalter verbunden, der zur Steuerung des Zuführmotors
dient. Bei durchhängender Stoffbahn sinkt die Schwenkrolle ab und schließt den Schalter, wodurch der
Zuführmotor als Bremse geschaltet wird. Bei gespannter Stoffbahn ist hingegen die Schwenkrolle angehoben
und der Schalter geöffnet, wodurch der Zuführmotor die Spindel der Stoffvorratsrolle antreibt.
Ein Nachteil der bekannten Stofflegemaschine liegt darin, daß keine unmittelbare Verbindung von Hauptantriebsmotorsteuerung
und Zuführmotorsteuerung vorgesehen ist, so daß selbst bei stehendem Legerahmen
zumindest kurzzeitig weiterhin eine Stoffzufuhr erfolgt, und zwar insbesondere regelmäßig in den Endstellungen
des Legerahmens bei Umkehr von dessen Bewegungsrichtung. Während also bei anhaltendem Legerahmen
eine zu schnelle Stoffzufuhr erfolgt, wird die Stoffzufuhr bei anfahrendem Legerahmen zunächst behindert, da
der Zuführmotor noch als Bremse wirkt. Die Stoffzufuhr erfolgt daher bei der bekannten Stofflegemaschine
ruckartig, was einen wesentlichen Nachteil darstellt
Aus der US-PS 34 00 927 ist ferner eine Stofflegemaschine bekannt, bei der die Stoffzuführeinrichtungen
über mechanische Gestänge vom Hauptantrieb der
ίο Maschine angetrieben sind, so daß die Stoffzufuhr
gleichzeitig mit der Bewegung des Legerahmens erfolgt. Zur Aufnahme des zeitweiligen Durchganges der
Stoffbahn ist eine in einem Schlitz geführte Schwenkrolle vorgesehen, die in einer bestimmten Stellung einen
Mikroschalter betätigt. Dieser schaltet den Antrieb der
Vorratsrolle und es liegt auf der Hand, daß ebenfalls wie beim Gegenstand dei US-PS 32 27 390 lediglich eine
ruckartige Stoffzufuhr erzielbar ist Es ist demgegenüber der Erfindung, eine Stofflegemaschine
mit kontinuierlicher, stoßfreier Stoff2ufuhr zu schaffen, die in Abhängigkeit von der Bewegung des
Legerahmens gesteuert ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs.
Dadurch wird eine kontinuierliche, stoßfreie Stoffzufuhr in Abhängigkeit von der Bewegung des Legerahmens
erreicht, denn der die Stofförderung bewirkende Zufülirmotor ist über eine Verstärkerschaltung mit dem
Hauptantriebsmotor gekoppelt. Der Arbeitspunkt der Verstärkerschaltung wird entsprechend der Stellung
eines Potentiometerabgriffes gewählt, der durch eine Schwenkrolle verstellbar ist. Bei schnellaufendem
Hauptantriebsmotor und sich dabei schnell bewegendem Legerahmen läuft somit auch der Zuführmotor
schnell und bewirkt eine schnelle Stoffzufuhr. Sollte die Stoffzuführgeschwindigkeit jedoch zu groß sein, dann
verändert die Schwenkrolle ihre Lage und damit such den Potentiometerabgriff. Dies verändert die Lage des
Arbeitspunktes für die Steuerschaltung des Zuführmotors, der daraufhin je nach Anhebung oder Absenkung
der Schwenkrolle schneller oder langsamer laufen wird. In jedem Betriebszustand der erfindungsgemäßen
Stofflegemaschine erfolgt somit eine Steuerung der Stoffzufuhr gleichzeitig sowohl in Abhängigkeit von der
Antriebsgeschwindigkeit des Legerahmens als auch vom Spannungzustand der auszulegenden Stoffbahn, so
daß ein kontinuierliches, stoßfreies Verlegen ermöglicht ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren näher erläutert
F i g. 1 zeigt die Seitenansicht einer Stofflegemaschine mit einer Stoffzuführungssteuerung gemäß der
Erfindung.
Fig. 2 zeigt einen Teil einer Draufsicht auf die Stofflegemaschine gemäß F i g. 1.
F i g. 3 zeigt vergrößert einen Teilschnitt entlang der Linie3-3aus Fig. 1.
F i g. 4 zeigt einen Teilschnitt entlang der Linie 4-4 aus F i g. 2.
F i g. 5 zeigt schematisch einen Teilschnitt entlang der Linie 5-5 aus F i g. 2.
F i g. 6 zeigt im Prinzip die Anordnung der elektrischen Steuerschaltung.
In Fig. 1 ist eine typische Stoff legemaschine 10 mit
einem zur Längsbewegung über einen Legetisch 13 auf Rädern 12 befestigten Rahmen 11 gezeigt. Nahe dem
hinteren Teil des Rahmens 11 ist eine Stoffvorratseinrichtung 15 befestigt, die eine Stoffrolle 16 trägt. Eine
Stoffbahn 17 wird von der Rolle 16 abgezogen und über
Führstangen 18 und 19 unter einer oberen Führrolle 20 und über eine Schwenkrolle 21 zur Legeeinrichtung 24
geführt, wo die Stoffbahn in Lagen 25 an; dem Tisch 13 ausgelegt wird.
Der Rahmen U wird durch Antrieb der hinteren Räder 12 von einem auf ihm befestigten Hauptantriebsmotor 30 über einen Ketten- und Zahnradtrieb 27, eine
Antriebswelle 28 und einen Riementrieb 29 in Längsrichtung überden Tisch 13 bewegt- ;o
Die Stoffvorratseinrichtung 15 enthält ein Paar Zuführrollen 33 und 34, die von einer gemeinsamen
Welle 37 jeweils über einen Ketten- und Zahnradantrieb 35 und 36 angetrieben werden. Die Welle 37 ist in einer
Buchse 38 in Querrichtung hin- und herbewegbar und zusammen mit dieser drehbar, so daß die Einrichtung 15
in Abhängigkeit von einer Kantensteuereinrichtung 40, deren Betrieb keinen Teil der Erfindung darstellt, in
Querrichtung bewegt werden kann. Die Puchse 38 wird von einer Welle 41 angetrieben, die ihrerseits von einer
Zufuhrantriebswelle 43 über einen Ketten- und Zahnradtrieb 42 angetrieben wird. Diese Zufuhrantriebswelle
43 wird wiederum über einen Ketten- und Zahnradtrieb
44 vom Zuführmotor 45 getrieben.
Die obere Zuführrolle 20 hat eine drehbar im Rahmen 11 gelagerte Welle 47 und weist an einem Ende ein
Antriebszahnrad 48 auf. Dieses Antriebszahnrad wird über eine Kette 50, die außerdem über Führungsräder
51 und 52 läuft, von der Antriebswelle 43 angetrieben.
Die Schwenkrolle 21 ist in den freien oder bewegbaren Enden verschiedener Platten gelagert, die
einen Armrahmen bzw. eine Armhalterung aufweisen. Die gegenüberliegenden Enden der Platten 54 sind um
die Welle 47 gelagert, so daß die Schwenkrolle 21 um die Welle 47 der oberen Zuführrolle 20 schwenkbar ist.
Die Schwenkrolle 21 wird ebenfalls mittels eines
Zahnrades 56, einer Kette 57 und einem auf der Welle 47 befestigten Zahnrad 58 zwangsläufig angetrieben. Auf
diese Weise bewegen sich die Schwenkrolle 21 und die obere Zuführrolle 20 mit der gleichen Oberflächengeschwindigkeit,
jedoch in gegengesetzten Richtungen, um die über die jeweiligen Rollen 20 und 21 geführte
Stoffbahn 17 in der gleichen Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit zu befördern, wie dies am
besten in Fig. 4 zu erkennen ist.
Die Platten 54 werden mittels einer Feder 60 in einer gewünschten Arbeitsstellung gehalten. Diese Feder ist
an einem Ends 61 mit einer der Platten 54 und am gegenüberliegenden Ende mit einer Einstellschraube 62
verbunden. Durch Verstellung der Schraube 62 kann die Platte 54 und damit die Schwenkrolle 21 in der
jeweiligen gewünschten Arbeitsstellung zur Aufnahme der Stoffbahn 17 gehalten werden.
Die äußere oder entfernte Platte 54 trägi eine Potentiometerhalterung 64, an der ein Drehpotentiometer
65 befestigt ist, welches zusammen mit der Platte 54 und damit auch zusammen mit der Schwenkrolle 21
bewegt wird. An der Seite des Rahmens 11 ist eine Abgriffshalterung 66 vorgesehen, die den Abgriff 67 des
Drehpotentiometers 65 trägt. Somit bewegt sich das Drehpotentiometer 65 zusammen mit der Schwenkrolle
21, und der feste Abgriff 67 ändert den Widerstand des Potentiometers 65 entsprechend.
F i g. 6 zeigt schematisch die Steuerschaltung 70 zum Betrieb des Hauptantriebsmotors 30 und des Zuführmotors
45. Die Schaltung zur Steuerung des Kantenabtasters 40 ist nicht gezeigt, da sie keinen Fall der Erfindung
darstellt.
Die Steuerschaltung 70 enthält einen Hauptschalter 71, der mit einer geeigneten Wechselspannungsqueile
verbunden ist Es kann den Primärkreis 72 eines Transformators 73 schließen, durch den die Spannung
für die auf der Sekundärseite liegende Antriebsmotor-Versorgungsschaltung
75, die mit der Motorsteuerschaltung 76 verbunden ist, herunter transformiert wird. Die
Motorsteuerschaltung 76 führt die Wicklung 78 des Antriebsmotors 30 über die Feldschaltung 77 Spannung
zu. Die Motorsteuerschaltung 76 ist außerdem über eine steuerbare Gleichrichter enthaltende Brückenschaltung
79 mit einem Paar normalerweise geöffneten Motorrelaiskontakten 80 und 81 verbunden. Wenn diese
Relaiskontakte geschlossen sind, wie gestrichelt in Fig. 6 angedeutet, so wird der Umkehrschaltung, die
eine Umkehr- Eingangsleitung 82 und eine Umkehrausgangsleitung 83 aufweist. Strom zugeführt. Die Eingangsleitung
82 ist mit den Eingangsschaltern 84 und 85 verbunden, während die Ausgangsleitutig 83 mit den
Ausgangsschaltern 86 und 87 verbunden ist. Eine Seile des Rotors des Antriebsmotors 30 ist über eine
Rotorleitung 88 mit den Schaltern 84 und 87 verbunden, während die gegenüberliegende Seite des Rotors über
eine Rotorleitung 89 an den Schaltern 86 und 85 liegt.
Sind die Relaiskontakte 80 und 81 in ihrer üblicherweise geöffneten Stellung, so sind die Leitungen
82 und 83 einen Bremswiderstand 90 zusammengeschaltet.
Zur Motorversorgungsschaltung 75 liegt eine Startschaltung 92 parallel, die einen normalerweise geschlossenen
Stoppschalter 93, einen normalerweise geöffneten Startschalter 94 und die Relais-Haltewicklung 95
enthält, die über eine gemeinsame Leitung 96 mit der anderen Seite der Motorversorgungsschaltung 75
verbunden ist. Parallel zum Startschalter 94 liegt die Rclais-Haltewicklung 97, die einen von der Haltewicklung
95 gesteuerten Haltekontakt 98 aufweist. Wenn also der Startschalter 94 kurzzeitig betätigt wird, so
wird die Relaiswicklung 95 erregt und schließt den Haltekontakt 98, so daß die Haltewicklung 95 erregt
bleibt, selbst wenn der Startschalter 94 wieder in seine geöffnete Stellung zurückgekehrt ist.
Durch die Erregung der Haltewicklung 95 wird außerdem der Motorstartkontakt 100 betätigt, der die
Motorschaltung 101 schließt, welche eine mit einer zweiten gemeinsamen Leitung verbundene Startwicklung
102 aufweist. Eine Leitung 103 liegt ebenfalls an der anderen Seite der Motorversorgungsschaltung 75.
Wenn also der Motorstartkontakt 100 geschlossen wird (gestrichelte Lage in Fig. 6), um die Startwickiung 102
zu erregen, so werden beide Schalter 80 und 81 in die geschlossene, gestrichelt dargestellte Lage gebracht, um
die Motorsteuerschaltung 76 mit den Leitungen 82 und
83 zu verbinden.
Parallel zur Relaishalteschaltung 97 liegt eine Hochgeschwindigkeitsschaltung 105, die eine Parallelschaltung
von Hochgeschwindigkeitsschaltern 106 und in Reihe dazu eine Relaishaltewicklung 107 enthält, die
mit der gemeinsamen Leitung 96 verbunden ist. Einer der Hochgeschwindigkeitsschalter 106 ist in einem
Kolbenkasten 160 befestigt und wird bei Freigabe des Kolbens 161 (Fig. 1) betätigt. Dies erfolgt, wenn der
Rahmen 11 die Fangeinrichtung (nicht gezeigt) verläßt.
Der andere Hochgeschwindigkeitsschalter 106 befindet sich in einem entsprechenden Kolbenkasten (nicht
gezeigt) am gegenüberliegenden Ende des Rahmens 11 und arbeitet in der gleichen Weise bei Bewegung dieses
Rahmens. Die Hocheeschwindiekeitsschaltune 105 ist
mit einer Halterclaisschaltung 108 verbunden, die einen
Relais- Haltekontakt 109 aufweist, der bei Lirregung der Relaiswicklung 107 den Kreis der Halteschaltung 108
schließt. Die Halteschaltung isi außerdem mit einem Satz paralleler Relaiskontakte 110 und 111 verbunden,
die jeweils zusammen mit dem ersten Satz von Umkehrschaltern 80 und 86 bzw. dem zweiten Satz von
Umkehrschaltern 87 und 85 geschlossen werden. Wenn einer dieser Relaiskontakte 110 und 111 geschlossen ist.
so liegt die Halteschaltung 108 an der Langsamlaufschaltung 112, in der eine Reihenschaltung von
normalerweise geschlossenen Langsamlaufkontakten 113 und 114 vorgesehen ist. Die Langsamiaufschaltung
112 liegt parallel zur Relaisschaltung 97. Somit wird also
bei kurzzeitigen Schließen eines Hoehgeschwindigkeitsschalter 106 die Relaiswicklung 107 erregt, die dann
durch Schließen des Relais-Haltekontakes 108, welcher über einen der Relaiskontakte 109 oder 110 mit der
Langsamiaufschaltung 112 verbunden ist, erregt gehalten
wird.
Die Aufgabe der Langsamlaufkontakte 110 und 111 besteht darin, die Hochgeschwindigkeitsschaltung 105
am Ende jeder Bewegungsbahn des Rahmens 10 zu unterbrechen, wodurch eine Sicherung gegen Ausfall
der Langsamlaufkontakte 113 und 114 erreicht wird.
Durch die Relais-Haltewicklung 107 wird außerdem der Geschwindigkeitwahlkontakt 115 betätigt, der über
eine Eingangsleitung 116 mit der Motorsteuerschaltung
76 verbunden ist. In den gestrichelt dargestellten Hochgeschwindigkeitslage verbindet dieser Wahlschalter
die Hochgeschwindigkeitsleitung 117 mit dem Hochgeschwindigkeitspotentiometer 118 in der Motorsteuerschaltung
76, um die Geschwindigkeit der Motorsteuerschaltung zu erhöhen und damit den
Antriebsmotor 30 mit einer vorbestimmten hohen Geschwindigkeit anzutreiben. Wird die Relais-Haltewicklung
107 stromlos, so verbindet der Wahlschalter 115 die Langsamlaufleitung 119 mit dem Langsamlaufpotentiometer
120 in der Motorsteuerschaltung 76, um die Geschwindigkeit des Antriebsmotors auf einen
vorbestimmten niedrigen Wert abzusenken.
Obwohl nicht im einzelnen dargestellt, sind die Langsamlaufkontakte 113 und 114 derart im Rahmen 11
befestigt, daß jeder von irgendeiner Art von Überlaufeinrichtung, die in einem vorbestimmten Abstand von
der Fangeinrichtung stationär am Tisch 13 befestigt ist, betätigt werden kann, wodurch die mit hoher Geschwindigkeit
laufende Maschine bei Annäherung an eine Fangeinrichtung automatisch auf eine geringe Geschwindigkeit
abgebremst wird, bevor die Fangeinrichtung erreicht ist. Parallel zur Motorstartschaltung 101
liegt die Richtungsschalter 123 und 124 enthaltende Richtungsschaltung 122. Die Richtungsschalter 123 und
124 sind ebenfalls im Kolbenkasten 107 befestigt und werden abwechselnd betätigt, wenn der Kolben 108 am
Ende der Bewegungsbahn des Rahmens 11 in Berührung mit einer Anschlagplatte der Fangeinrichtung
kommt. Die Richtungsschalter sind derart angeordnet, daß bei geöffnetem Schalter 123 der Schalter
124 geschlossen ist und umgekehrt. Der »Vorwärts-Schalter«
124 schließt den Vorwärtskreis 125, während der »Rückwärts-Schalter« 123 den Rückwärtskreis 126
schließt. Der Schaltkreis 125 enthält eine Relaiswicklung 127 und der Schaltkreis 126 eine Relaiswicklung
128, die zur Sammelleitung 103 parallel geschaltet sind.
Gegebenenfalls können die Schaltkreise 125 und 126 auch mit einem von Hand zu betätigenden Wahlschalter
130 versehen sein. Wird die Relaiswicklung 120 aktiviert, so wird dadurch der Rückwärts-Wahlschalter
131 betätigt, der über die Leitung 132 mit einer Seite der Motorspeiseschaltung 75 verbunden ist, und er gelangt
in eine »Vorwärts-Stellung« in der er die Relaiswicklung
133 erregt. Wenn die Relaiswicklung 128 erregt ist, kommt der Wahlschalter 131 in die gegenüberliegende,
gestrichelt gezeichnete Lage, wodurch die Rückwärts-Relaiswicklung
134 erregt wird. Ist die Relaiswicklung 133 erregt, so sind die Kontakte bzw. Schalter 84, 110
ίο und 86 geschlossen und die Kontakte bzw. Schalter 87,
Ul und 85 geöffnet. Wenn der Wahlschalter 131 die Relaiswicklung 134 erregt, so sind die Kontakte bzw.
Schalter 87, 111 und 85 geschlossen, während die Schalter 84,110 und 86 geöffnet sind.
Parallel zur Primärseite 72 des Transformators liegt die Primärseite 136 einer Stoffzuführschaltung, welche
mit einem zweiten Transformator 137 verbunden ist, der der Zuführsteuerschaltung 140 über die Zuführversorgungsschaltung
139 eine herunter transformierte Spannung zuführt. Die Zuführsteuerschaltung 140 kann von
üblichem Aufbau sein. Diese Schaltung enthält jedoch Elemente zur zeitlichen Zündung bzw. zum Ansteuern
der steuerbaren Gleichrichter in der Brückenschaltung 141, um die Geschwindigkeit des Zuführmotors 45 über
die Rotorschaltung 142 zu verändern. Ein steuerbarer Gleichrichter in der Brückenschaltung 141 wird
während einer Zeitspanne jeder Wechselspannungsperiode gezündet, bzw. leitend gemacht, und zwar in
Abhängigkeit von der Stärke oder Größe des Eingangsignals. Die Hauptmotor-Steuerschaltung 76
kann bei der Zündung bzw. Ansteuerung der steuerbaren Gleichrichter in der Brücke 79 in der gleichen Weise
arbeiten wie die Zuführsteuerschaltung 140. Diese Schaltung 140 führt außerdem der Feldspule 144 über
die Feldschaltung 143 eine Spannung zu.
Um die Geschwindigkeit des Zuführmotors 45 mit der des Hauptantriebsmotors 30 zu synchronisieren sind
Eingangs-oder Kupplungsleitungen 147 und 148 jeweils mit der positiven Leitung 83 und der negativen Leitung
82 der Antriebsmotorumkehrschaltung verbunden. Ein Signal vom Ausgang der Brückenschaltung 70 wird den
Kupplungsleitungen 147 und 148 zugeführt, wenn die Relaiskontakte 80 und 81 in die geschlossene, gestricheil
gezeichnete Lage gemäß F i g. 6 gebracht werden. Die rückwirkende elektromotorische Kraft vom Rotor des
Antriebsmotors 30 wird über die Kupplungsleitung 147 und 148 übertragen, wenn die Relaiskontakte 80 und 81
in ihrer ausgezogen dargestellten Lage gemäß F i g. 6 sind. Das über die Leitungen 141 und 148 übertragende
so Eingangssignal wird mittels der Verstärkerschaltung 150 verstärkt, die einen Transistor 151 und eine
Zener-Diode 152 enthält Das Ausgangssignal von der Verstärkerschaltung 150 wird über die Leitungen 153
und 154 dem übrigen Teil der Zuführsteuerschaltung 140 zugeleitet In der Verstärkerschaltung 150 befindet sich
außerdem ein Drehpotenüometer 65 mit einem Abgrifl 67, der an der Basis des Transistors 151 liegt
Über die Verstärkerschaltung 150 kann der Zuführsteuerschaltung
140 vom Hauptantriebsmotor 30 ein Signal zugeführt werden, oder ein kombiniertes Signal
vom Hauptantriebsmotor 30 und dem Potentiometer 65 kann der Zuführsteuerschaltung 140 zugeleitet werden,
wenn der Abgriff 67 gegenüber dem Potentiometer 65 aus seiner normalen Zuführlage bewegt wird.
Das der Verstärkerschaltung 150 zuzuführende Eingangssignal kann mittels eines von Hand einstellbaren
Potentiometers 155 gesteuert werden. Durch Betätigung dieses Potentiometers kann die Geschwin-
digkeit des Zuführmotors 45 geringfügig gegenüber der
Geschwindigkeit des Hauptantriebsmotors 30 verringert werden, um bei der Bewegung der Stoffbahn 17 von
der Vorratsrolle 15 zur Legeeinrichtung 24 eine größere Spannung zu dieser Bahn zu erzeugen.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Eingangsleitungen 147 und 148 derart mit den Leitungen 82 und 83
verbunden sind, daß das der Verstärkerschaltung 150 zugeführte Signal immer die gleiche Richtung oder die
gleiche Polarität hat, unabhängig von der Stromrichtung durch den Rotor des Hauptantriebsmotors 30. Wenn
also der Hauptantriebsmotor 30 am Ende jeder Bewegungsbahn des Rahmens 11 seine Richtung
umkehrt, so treibt der Zuführmotor 45 die Vorratseinrichtung 15, die obere Führungsrolle 20 und die
Schwenkrolle 21 weiterhin in der gleichen Richtung an.
Es sei weiterhin darauf hingewiesen, daß die Eingangsleitungen 147 und 148 so geschaltet sind, daß
sie vom Antriebsmotor 30 ein Signal aufnehmen, unabhängig davon, ob die Relaiskontakte 80 oder 81 ein-
oder ausgeschaltet sind, d. h. ob sie in der Antriebs- oder der Bremsstellung sind. Mit anderen Worten, wenn die
Relaiskontakte 80 und 81 eingeschaltet sind, so daß sie den Antriebsmotor 30 über das Potentiometer 118 mit
hoher Geschwindigkeit oder über das Potentiometer 120 mit niedriger Geschwindigkeit antreiben oder wenn
sie eine Beschleunigung oder Abbremsung bewirken, so werden dementsprechende Signale über die Leitungen
147 und 148 zur Zuführsteuerschaltung 140 geleitet, so daß der Zuführmotor 45 eine entsprechende Geschwindigkeit
hat.
Wenn die zu fördernde Stoffmenge die tatsächlich geforderte Menge übersteigt, wenn also beispielsweise
der Rahmen 11 das Ende seiner Bewegungsbahn erreicht hat und zusätzlich Stoff zur Einführung
zwischen die Faltblätter der Legeeinrichtung 24 und der Fangstange (nicht gezeigt) benötigt wird, so wird die
Stoffbahn 17 nach unten gezogen und damit auch gleichzeitig die Schwenkrolle 21. Die Abwärtsbewegung
der Schwenkrolle 21 bewirkt eine Drehung des Abgriffs 67 des Potentiometers 65, so daß dessen
Widerstand entsprechend verändert und das von der Verstärkerschaltung 150 zur Zuführsteuerschaltung 140
gelieferte Signal entsprechend vergrößert wird, wodurch die Geschwindigkeit des Zuführmotors 45 erhöht
wird, was zur Förderung der für die Fangeinrichtung benötigten zusätzlichen Stoffmenge führt. Wenn jedoch
der Rahmen 11 seine Richtung umkehrt und die Legeeinrichtung 24 von der Fangeinrichtung (nicht
gezeigt) wegbewegt wird, läßt der zusätzliche Durchhang der Stoffbahn 17, der vorher mittels der Faltblätter
und der Fangstange erzeugt wurde, die Schwenkrolle 21 unter der Kraft der Feder 60 nach oben schwingen,
wodurch der Widerstand des Potentiometers 65 in entgegengesetzter Richtung geändert und das der
Zuführsteuerschaltung 140 von der Verstärkerschaltung 150 zugeführte Ausgangssignal verringert wird. Somit
wird die Geschwindigkeit des Zuführmotors 45 unter die normale Geschwindigkeit entsprechend der des
Hauptantriebsmotors 30 verlangsamt, bis der Durchhang beseitigt und die Schwenkrolle 21 und das
Potentiometer 65 wieder in ihre normale Arbeitsstellung zurückgekehrt sind.
Durch die synchrone, elektrische Kopplung von Antriebsmotor 30 und Zuführmotor 45 und durch die
allmähliche Änderung der Geschwindigkeiten der Motoren wird eine glattere Stoffzufuhr ermöglicht.
Ferner ergibt sich durch die elektrischen Steuerschaltungen eine größere Empfindlichkeit bei der Anforderung
von Stoff, so daß die Schwingbewegung der Schwenkrolle 21 kaum wahrnehmbar ist, außer am Ende
der Bewegungsbahn des Rahmens 11 und unter außergewöhnlichen Bedingungen, bei denen sofort eine
zusätzliche Stoffmenge gefördert werden muß.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Stofflegemaschine mit einem in Längsrichtung
über einen Legetisch bewegbaren Rahmen mit Hauptantriebsmotor und mit Stoffvorrats- und
Legeeinrichtungen zum Auslegen von Stoffbahnen auf den Legetisch, wobei ein Zuführmotor zum
Zuführen der Stoffbahn von einer Vorratsrolle über Umlenk- und Führungsrollen sowie über eine um
einen Drehpunkt verschwenkbare Schwenkrolle vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuführmotor (45) über eine Verstärkerschaltung (150) zum synchronen Betrieb mit dem
Hauptantriebmotor (30) an diesen angeschlossen ist, und daß der Abgriff (67) eines die Verstärkerschaltung
(150) steuernden Potentiometers (65) mit der Schwenkrolle (21) gekoppelt ist, so daß eine
Verstellung des Abgriffs (67) bei jeder Lageänderung der Schwenkrolle (21) erfolgt
2. Stofflegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkrolle (21) mit freien
Enden mindestens eines Armes (54) gehaltert ist, dessen anderes Ende schwenkbar am Rahmen (11)
befestigt ist, und daß die Schwenkrolle (21) vom Zuführmotor (45) antreibbar ist.
3. Stofflegemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratsrolle (16)
durch den Zuführmotor (45) antreibbar ist.
4. Stofflegemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuführmotor
(45) von einer Zuführsteuerschaltung (140) über eine steuerbare, Gleichrichter aufweisende Brückenschaltung
(141) angesteuert ist, und daß die Zuführsteuerschaltung (14-0) Einrichtungen zum
abwechselnden Aufsteuern der Gleichrichter während einer Wechselspannungsperiode in Abhängigkeit
von der Größe eines von einer dem Hauptantriebsmotor (30) zugeordneten Steuerschaltung (70)
gelieferten Eingangssignals aufweist.
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