[go: up one dir, main page]

DE2121218A1 - Glutamic acid and animal fodder prodn - from carbohydrate -contg materials by fermentation - Google Patents

Glutamic acid and animal fodder prodn - from carbohydrate -contg materials by fermentation

Info

Publication number
DE2121218A1
DE2121218A1 DE19712121218 DE2121218A DE2121218A1 DE 2121218 A1 DE2121218 A1 DE 2121218A1 DE 19712121218 DE19712121218 DE 19712121218 DE 2121218 A DE2121218 A DE 2121218A DE 2121218 A1 DE2121218 A1 DE 2121218A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
broth
glutamic acid
ammonia
carbohydrate
fermentation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712121218
Other languages
English (en)
Inventor
auf Nichtnennung. M Antrag
Original Assignee
Ho, Ching-Tang, Taichung; Chang, Lin-Huey, Taipei; Taiwan (China)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ho, Ching-Tang, Taichung; Chang, Lin-Huey, Taipei; Taiwan (China) filed Critical Ho, Ching-Tang, Taichung; Chang, Lin-Huey, Taipei; Taiwan (China)
Priority to DE19712121218 priority Critical patent/DE2121218A1/de
Publication of DE2121218A1 publication Critical patent/DE2121218A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12FRECOVERY OF BY-PRODUCTS OF FERMENTED SOLUTIONS; DENATURED ALCOHOL; PREPARATION THEREOF
    • C12F3/00Recovery of by-products
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/10Animal feeding-stuffs obtained by microbiological or biochemical processes
    • A23K10/12Animal feeding-stuffs obtained by microbiological or biochemical processes by fermentation of natural products, e.g. of vegetable material, animal waste material or biomass
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/37Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from waste material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12FRECOVERY OF BY-PRODUCTS OF FERMENTED SOLUTIONS; DENATURED ALCOHOL; PREPARATION THEREOF
    • C12F3/00Recovery of by-products
    • C12F3/02Recovery of by-products of carbon dioxide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P13/00Preparation of nitrogen-containing organic compounds
    • C12P13/04Alpha- or beta- amino acids
    • C12P13/14Glutamic acid; Glutamine
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P60/00Technologies relating to agriculture, livestock or agroalimentary industries
    • Y02P60/80Food processing, e.g. use of renewable energies or variable speed drives in handling, conveying or stacking
    • Y02P60/87Re-use of by-products of food processing for fodder production

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Physiology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln und Glutaminsäure Bei den bekannten Fermentationsverfahren zur Herstellung von Glutaminsäure wird ein kohlenhydrathaltiges Rohmaterial verwendet, welches mittels Salzsäure hydrolysiert und nach der Neutralisation fermentiert wird. Hiernach wird filtriert, um eine FermentationsbrUhe zu erhalten. Die Fermentationsbrühe enthält Glutaminsäure. Bei diesem Verfahren wird Jedoch eine große Menge einer Abfallbrühe, aus welcher die Glutaminsäure abgetrennt worden ist, verworfen. Die verworfene Abfallbrühe enthält relativ große Mengen von Nährstoffen, z.B. von Aminosäuren, Proteinen, Mineralien, Vitaminen, Fetten und Zuckerrückständen.-Jedoch sind die in der Abfallbrühe in Mengen von 0>5 bis 10 % enthaltenen Ammoniumsalze toxisch. Auf Grund dieser Toxizität wird die Abfallbrühe verworfen. Dieses Vorgehen führt nicht nur zu einem Verlust eines potentiell geeigneten Materials, sondern bringt auch Verunreinigungsprobleme mit sich, wenn die Abfallbrühe in Wasserwege abgelassen wird.
  • Da das Hauptprodukt der bekannten Verfahren Glutaminsäure ist, wird nach der Fermentierung der pH-Wert des Systems unter Cl;ehalten, um-die Proteine zu hydrolysieren. Daher werden große Mengen von. Säuren, z.B. von Salzsäure, benötigt.
  • Bei solchen bekannten Verfahren ist es notwendig, eine geeignete Salzsäure-Konzentration aufrechtzuerhalten, die etwa dem 4 bis 5-fachen des Glutaminsäuregehalts der Brühe entspricht. Dies bewirkt nicht nur einen großen Verlust an Salzsäure und an Alkalien, die bei der Nachbehandlung zur Neutralisierung benötigt werden, sondern bringt auch Korrosionsprobleme mit sich.
  • Zur Überwindung dieser Nachteile wird daher gemäß der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln durch ein Fermentationsverfahren zur Verfügung gestellt, bei welchem die Glutaminsäure als Nebenprodukt erhalten wird.
  • Das Verfahren der Erfindung stellt in erster Linie ein Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln für das Vieh dar.
  • Das Verfahren produziert Jedoch sowohl Futtermittel als auch Glutaminsäure, und zwar gleichzeitig. Ferner werden die während des Verfahrens freigesetzten Abgase, z.B. Kohlendioxid und Ammoniak, verwertet, um Verbindungen, wie Ammoniumbicarbonat, Natriumbicarbonat und Ammoniumchlorid zu bilden.
  • Die Erfindung wird in dem beigefugten Fließschema näher erläutert.
  • Bei dem Verfahren der Erfindung werden Melassen oder andere geeignete Rohmaterialien, z.B. Zucker, Stärke und Gemische solcher Materialien hydrolysiert, indem - wie bei dem bekannten Verfahren - eine Säure zugesetzt wird. Bei dem Verfahren der Erfindung wird Jedoch der pH-Wert der Lösung auf 3,2 eingestellt, wonach mit aktivierter Holzkohle behandelt wird und das Ganze filtriert wird, um die absorbierten Farbstoffe und die anorganischen Verunreinigungen zu entfernen. Obgleich bei dem Verfahren der Erfindung alle normalerweise bei den bekannten Verfahren eingesetzten Säuren verwendet werden können, werden hierbei doch Salzsäure und Schwefelsäure bevorzugt. Diese Behandlung erfolgt vor der Fermentierung bei einem pH von 3,2. Bei einem herkömmlichen Verfahren verbleiben der größte Teil der färbenden und der anorganischen Verunreinigungen während der Fermentierung, weil der pH-Wert des Systems auf 6,o bis 7,0 eingestellt wird und weil die Verunreinigungen in diesem pH-Bereich löslich sind.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das nach der Filtration erhaltene Filtrat durch Zugabe von Ammoniak neutralisiert. Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird die erforderliche Ammoniakmenge aus einer Konzentrierungsoperation nach der Fermentierung abgelöst und in diese Stufe zurückgeführt. Dieses Merkmal wird untenstehend beschrieben, wobei das bei der Fermentierung erforderliche Ammoniak von der Entgiftungsstufe zurückgeführt wird.
  • Gemäß der Erfindung wird die Abfallbrühe, aus welcher die Glutaminsäure abgetrennt worden ist, entgiftet, um das Futtermittel herzustellen. Diese Entgiftungsstufe umfaßt die Zugabe von Calciumsalzen oder von Calciumsalzen, die zum Teil mit Natrium-, Kalium- oder Magnesiumsalzen gezumischt sind. Diese Salze ermöglichen den Ablauf einer {Substitutionsreaktion mit den Ammoniumsalzen in der Brühe.
  • Durch Destillation der Abfallbrühe wird das Ammoniak entlernt, welches zum Teil in den Fermentierungsbetrieb zurückgeführt wird und zum Teil in einer Abgasgewinnungsstufe gewonnen wird. Das erhaltene flüssige Futtermittel kann mit Heupulver weiter gefüllt und damit gründlich vermischt werden. Es kann auch einer Sprühkristallisation unterworfen werden, um zu einem festen oder pelletförmigen Futtermittel zu werden.
  • Das bei der Fermentierung der Brühe und/oder der Umsetzung der Glutaminsäure zu Mononatriumglutamat freigesetzte Kohlendioxid sowie das Ammoniak aus der Entgiftungsstufe werden gewonnen und umgesetzt, um Natriumbicarbonat, Ammoniumbicarbonat, Ammoniumchlorid und andere gewünschte Nebenprodukte zu bilden. Das erhaltene Natriumbicarbonat kann weiter verwertet werden, um mit der Glutaminsäure zur Bildung von Mononatriumglutamat-Monohydrat umgesetzt zu werden.
  • In der in dem Fließschema beschriebenen Anlage wird das Rohmaterial M, z.B. eine Molasse, mit Wasser verdünnt und durch Zugabe einer Säure in der Stufe 1 hydrolysiert. Der pH-Wert der hydrolysierten Lösung wird auf 3,2 eingestellt und die Lösung wird mit Aktivkohle behandelt und in der Stufe 2 filtriert, um färbende Stoffe und anorganische Verunreinigungen zu entfernen. Während der Filtration wird der pH-Wert auf 3,2 gehalten.
  • Das die Stufe 2 verlassende Filtrat wird mit Ammoniak von der Quelle 9 (die unten beschrieben wird) neutralisiert und das Filtrat und das Ammoniak werden in den Fermentierungstank 3 gebracht. Die Fermentierung in dem Tank 3 erfolgt in der gleichen Weise wie bei den bekannten Verfahren, mit der Ausnahme, daß die Verunreinigungen vor der Fermentierung auf die oben beschriebene Weise entfernt werden. Ammoniak und andere Mittel, die für die Fermentierung erforderlich sind, werden aus dem Tank N in den Fermentierungstank eingebracht. Die Fermentierungsbrühe FB, die nach der Fermentierung in Stufe 3 erhalten wird, wird in zwei ungefähr gleiche Fraktionen aufgeteilt, von denen die eine in Stufe 9 einer Behandlung zur Entfernung des gelösten Ammoniaks AM1 unterworfen wird. Das Ammoniak kann zurückgeführt werden, um die Neutralisation des Filtrats in der Stufe 3,wie oben beschrieben, zu bewirken. Die in der Stufe 9 erhaltene konzentrierte Lösung wird in eine Kristallisierungsstufe 11 eingebracht, nachdem sie in der Stufe 10 mit einer Glutaminsäurelösung GA2 (wie unten beschrieben) vermischt worden ist. Die kristalline Schmelze wird aus der KSistallisationsstufe 11 ausgetragen und abgetrennt, um Glutaminsäure GA1- als Nebenprodukt zu erhalten. Die Mutterlauge GL wird mit der zweiten Fraktion der Fermentierungsbrühe kombiniert. Der pH-Wert des vereinigten Gemisches aus der Mutterlauge und der Fermentierungsbrühe wird auf 5,0 eingestellt, um die Bildung von färbenden Stoffen zu inhibieren. Das vereinigte Gemisch wird dann in der Stufe 4 einer Konzentrierungsbehandlung unterworfen und in Stufe 5 durch Zugabe einer Säure A, z.B. von Salzsäure oder von Schwefelsäure, neutralisiert. Das Gemisch wird sodann filtriert, um eine Zwischen-Glutaminsäure GA2 zu erhalten, die nachfolgend durch die Säure A in der Stufe 6 aufgelöst und in der Stufe 7 mit Aktivkohle behandelt wird, um das Nebenabfallprodukt LW zu entfernen. Der pH-Wert der erhaltenen Lösung von Glutaminsäure GA2 wird in Stufe 8 auf 0,5 eingestellt, bevor diese in die Mischzone 10 eingeführt wird. Die AbfallbrUhe WB, die von der Zwischen-Glutaminsäure G,A2 abgetrennt wird, wird entgiftet, um, wie unten beschrieben, ein Futtermittel herzustellen.
  • Die rohe Glutaminsäure aus der Mischstufe 10 wird durch Behandlung mit Aktivkohle und Natriumsulfit gereinigt und gebleicht. Bestimmte Farbstoffe, wie z.B. Flavin und Riboflavin können durch die Aktivkohle nicht vollständig absorbiert werden. Jedoch kann die Umkristallisation des Produkts der Kristallisationsstufe 11 dazu verwendet werden, um den Gehalt an solchen Farbstoffen zu vermindern. Ferner kann durch eine Umkristallisierung die Pyrrolidonisierung sowie die Razemisierung der Glutaminsäure vermieden werden, so daß eine größere Ausbeute an einem qualitativ hochwertigen Glutaminsäure-Nebenprodukt erhalten werden kann.
  • Gemäß der Erfindung wird während der Kristallisierung der Glutaminsäure Oxalsäure zugesetzt, um spurenweise vorhandene Mengen von Caloiumsalzen zu entfernen. Das gebildete Calciumoxalat wird hiernach aufgelöst, indem ein Idelta-Cheliermittel zugesetzt wird.
  • Während der Kristallisierung der Glutaminsäure sollte das Verhältnis Glutaminsäure zu dem Wassergehalt in dem gesamten System unterhalb 23:100, vorzugsweise unterhalb 20:100 liegen, um das Wachstum von großen Glutaminsäure-Kristallen zu fördern, die leicht gereinigt und abgetrennt werden können.
  • Die Abrallbrühe WB wird in der Stufe 21 entgiftet, indem Calcium enthaltende Substanzen C, z.B. Calciumoxid, Calciumhydroxid oder Austernhüllenpulver zugesetzt wird, um eine Substitutionsreaktion zu bewirken, welche ein Ammoniumsalz ergibt. Die Calcium enthaltenden Substanzen C können auch durch Natrium-, Kalium- oder Magnesium-Verbindungen ersetzt oder damit teilweise vermischt werden. Der zurückbleibende Überschuß an Ammoniak wird in der Destillationsstufe 22 abgetrennt, welche eine Wasserdampf-Destillation, eine Vakuum-Destillation oder eine normale thermische Destillation bei Normaldruck umfassen kann. Das Ammoniakgas AM2> das freigesetzt wird, wird gewonnen, um Natriumbicarbonat und dergleichen, wie unten beschrieben, herzustellen, oder es wird in Wasser aufgelöst, um Ammoniakwasser herzustellen.
  • Nach der Destillation wird die Brühe durch Zugabe einer geeigneten Säure neutralisiert, um ein flüssiges Futtermittel FF zu bilden. Das flüssige Futtermittel FF kann mit Heupulver P, z.B. Zuckerrohrblättern, Bagasse, Bananenbaumkörpern oder Maisstengeln vermischt werden und. in Stufe 23 sprühkristallisiert werden, um als Hauptprodukt des Verfahrens festes, pelletförmiges Futtermittel SF herzustellen.
  • Die Kohlendioxidgase CD1 und CD2, die aus der Fermentierungsstufe 3 und der Natriumglutamatbildungsstufe 33 freigesetzt werden, werden in der Stufe 31 in bekannter Weise gereinigt, sodann unter Druck gesetzt und in Stufe 34 mit Ammoniak AM2 umgesetzt. Letzteres wird aus der Destillationsstufe 22 erhalten und hiernach in der Reinigungsstufe 35 und in der Absorptionsstufe 36 mittels der Mutterlauge BL behandelt. Das Produkt aus der Reaktionsstufe 34 wird in der Filtrationsstufe 37 gefiltert, um Ammoniumbicarbonat AB und Mutterlauge BL zu erhalten, welche in die Reaktionsstufe 34 zurückgeführt wird, um Ammoniak AM2 zu absorbieren.
  • Wenn anstelle von Ammoniumbicarbonat Natriumbicarbonat bevorzugt wird, dann wird ein Teil des gereinigten Ammoniaks AM2 in die Mutterlauge in Stufe 38 eingeleitet, um sämtliche darin vorhandenen Bicarbonat-Ionen umzusetzen und in dieser Stufe Ammoniumcarbonat zu bilden. Aus dem System wird nach Abkühlen in der Stufe 39 und Abtrennung in der Stufe 40 Ammoniumchlorid AC erhalten. Die Mutterlauge CL wird dazu verwendet, um dieses Salz in der Stufe 32 aufzulösen und sie wird in die Absorptionsstufe 36 zurückgeführt, um das gereinigte Ammoniak AM2 zu absorbieren, um dieses in die Reaktionsstufe 34 einzubringen und dort den Ablauf einer Reaktion zwischen dem Kohlendioxid, dem Natriumchlorid, dem Ammoniak und dem Wasser zu ermöglichen, wodurch Natriumcarbonat SB gebildet wird. Dies geschieht nach der Gleichung Die Menge des Natriumbicarbonats ist genügend, um eine Umsetzung mit der Glutaminsäure GA1 durchzuführen, die in der Stufe 33 erhalten wird, wodurch das Mononatriumglutamatmonohydrat MSG erhalten wird. Das während der Reaktion 33 freigesetzte Kohlendioxid CD2 wird gewonnen. Das erhaltene Natriumbicarbonat SB kann mit der Glutaminsäure GA1,gemischt werden, um ein Würz- und Schaummittel für das Futter herzustellen.
  • Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert.
  • Beispiel 1 3,7 kg Molasse werden mit Wasser verdünnt und durch Zugabe von 7,5 g Schwefelsäure hydrolysiert. Nach dem Absitzen der Verunreinigungen wird der pH-Wert durch Zugabe einer genügenden Menge von Calciumoxid auf 3,2 eingestellt. Die Lösung wird mit 0,08 kg Aktivkohle gerührt und abfiltriert.
  • Das Filtrat wird durch das zurückgeführte Ammoniak neutralisiert und zusammen mit den bekannten Fermentierungsmittel in den Fermentierungstank gebracht.
  • Es werden 18,0 kg Fermentierungsbrühe erhalten, die in zwei Fraktionen aufgeteilt wird. Die erste Fraktion von 8,8 kg wird zur Entfernung des darin enthaltenen Ammoniaks destilliert, und zu 4,4 kg konzentriert, wodurch die konzentrierte Brühe Nr. 1 erhalten wird. Die zweite Fraktion von 9,? kg wird mit 9,46 kg Mutterlauge und einer Waschlösung der Zwischenglutaminsäure mit einem Glutaminsäuregehalt von 0,44 kg vermischt. Diese Brühe wird auf 3,75 kg konzentriert, wodurch die konzentrierte Brühe Nr. 2 erhalten wird.
  • Die erhaltene konzentrierte Brühe Nr. 2 wird gründlichnLt 6 kg eines zurückgeführten Filtrats gerührt und durch Zugbe von genügend Salzsäure bei einer Temperatur von 35°C auf einen pH-Wert von 3,2 eingestellt. Nach dem Abtrennen und Waschen werden o,85 kg einer Zwischenglutaminsäure mit Einschluß von 21,3 % Wasser und o,8 % Ammoniumchlorid sowie 9,6 kg Filtrat und o,44 kg Waschlösung erhalten.
  • 6,o kg des Filtrats werden zusammen mit der Waschlösung zum Gebrauch zurückgeführt, während 3,6 kg Rückstände der abfiltrierten Abfallbrühe behandelt werden, um ein Futtermittel herzustellen.
  • Die 0,85 kg der Zwischenglutaminsäure werden durch Zugabe von 0,528 kg Salzsäure auf einen pH von 0>5 eingestellt.
  • Sodann wird gründlich mit 0,08 kg Aktivkohle gerührt, abfiltriert und gewaschen. Das Filtrat und die Waschlösung ergeben beider Vereinigung 5,6 kg, mit Einschluß von 0,67 kg Glutaminsäure.
  • Das kombinierte Gemisch wird mit der konzentrierten Brühe Nr. 1 vermischt und bei einer Temperatur von 320C auf einen pH-Wert von 3>2 eingestellt.',' Nach dem Abkühlen, Filtrieren und waschen werden 1,1 kg Glutaminsäure-Nebenprodukt, das 10 % Wasser, 0,14 %-Ammoniumchlorid und 0,014 % Calciumsulfat enthält,sowie 9t46 kg Mutterlauge erhalten. Die Ausbeute der Glutaminsäure, bezogen auf die Fermentierungsbrühe, beträgt 92 t 2 %.
  • Beispiel 2 Die 1,1 kg der Glutaminsäure des Beispiels 1 werden mit 1,35 kg Wasser verdünnt. Der pH wird durch Zugabe einer genügenden Menge von Natriumbicarbonat auf 6,0 eingestellt.
  • Es wird mit 0,08 kg einer 25 %igen wäßrigen Suspension von Aktivkohle vermischt und der pH-Wert wird mit Natriumbicarbonat auf 6,5 wieder eingestellt. Es werden etwa 5 cm3 Oxalsäure zugegeben, bis das Filtrat einen pH-Wert von 6,8 bis 7,0 besitzt. Hierauf werden 5 cm3 Natriumsulfid zugegeben und der pH-Wert wird auf 7>0 eingestellt und es wird filtriert. 2,5 l des Filtrats von Mononatriumglutamat werden zusammen mit der Waschlösung, die eine Dichte von 1,2bei 45°C besitzt, in einen Kristallisator überführt, nachdem hierzu 0,5 cm3 eines Idelta-Cheliermittels gegeben worden sind.
  • Die Analyse des erhaltenen Mononatriumglutamats ergab folgende Gehalte: NH4C1 80 ppm - 300 ppm max.
  • Idelta 6 ppm - 100 ppm max.
  • Ca ++ 0,3 ppm - 4 ppm max.
  • Beispiel 3 Die 1,0 kg der Abfallbrühe, die bei dem Verfahren gemäß Beispiel 1 erhalten wurden, werden mit 0,12 kg Calciumhydroxid behandelt. Das System wird auf 80 + 5°C erhitzt und bei einem Druck von 600 t 50 mm Hg destilliert, um das darin enthaltene Ammoniak zu entfernen Die von Ammoniak desorbierte Brühe wird durch Zugabe von 6,5 cm3 Salzsäure neutralisiert. Auf diese Weise werden 1,1 kg flüssiges Futtermittel erhalten.
  • Die Zusammensetzung der Abfallbrühe und des flüssigen Futtermittels des Beispiels 3 wird in der Tabelle 1 angegeben.
  • Tabelle 1 Abfall- Flüssiges brühe Futtermittel -pH 3>2 6,8 Be 23/360C 23,5/25°C Gesamt-Glutaminsäure,Gew.-% 3,52 3,2 Gesamt-Zucker, Gew.-% 3,78 3>44 Ammoniumchlorid, Gew.-% 6,8 0,015 AminosSuren, Gew.-% 8,7 8,o Rohprotein, Gew.-% 5,9 5,23 Calciumchlorid, Gew.-% --- 7,94 Cell-Volume 16,8 Rest 71,3 72,175 (mit Einschluß von organischen Säuren, Mineralien, Vitaminen, Antibiotika und Wasser) Unter Verwendung des flüssigen Futtermittels des Beispiels 3 wurde in folgender Weise ein Fütterungsversuch durchgeführt.
  • Biologisches Experiment A) Tiere: Meerschweinchen B) Futtermittel zusammensetzung, Gewichtsteile Beispiel 3: Flüssiges Futtermittel: 1 Teil Gemischte Reiszweige: 1 Teil Getrocknetes Bananenbaumpulver: 2 Teile Reismehl: 1 Teil Vergleich 1: Abfallbrühe: 1 Teil Getrocknetes Bananenbaumpulver: 2 Teile Reismehl: 1 Teil Vergleich 2: Gemischte Reiszweige: 1 Teil Getrocknetes Bananenbaumpulver: 2 Teile Reismehl: 1 Teil Für Sede Gruppe werden genügend Wasser und Salz zur Verfügung gestellt.
  • c) 60 Tage. jedes Meerschweinchen wird während 18 Tagen einmal am Tag gewogen, sodann bis zur Beendigung des Experiments einmal wöchentlich. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
  • Tabelle 2 Ergebnisse des biologischen Experiments Beispiel 3 Vergleich 1 Vergleich 2 Tage Nr. Nr. Nr. -Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr.
  • 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 1 150 140 162 135 154 152 153 145 147 156 145 147 155 141 155 2 150 140 162 135 155 -145 153 142 147 156 145 147 155 141 155 3 150 140 161 134 155 130 151 140 146 155 145 147 156 142 156 4 151 140 161 135 154 + 149 138 144 152 146 147 156 142 157 5 151 141 161 135-154 148 130 140 145 146 147 157 143 157 6 150 141 160 136.155 145 + + 143 146 148 157 143 157 7 152 140 161.136-155 141 140 146 148 158 143 158 8 152 141 i62 136 156 138 136 147 148 158 143 158 9 155-142-163 137 156 135 133 147 148 158 143 159 10 153 i42 164 137 157 131 131 147 149 158 143 159 11 153 142 165 137 158 135 126 148 150 158 144 159 12 154 143 166 138 158 + 121 148 150 159 145 159 13 154 144 167 139 159 + 149 151 159 145 160 14 155 145 168 140 160 149 151 160 146 161 15 156146 169 141 161 150 152 161 146 161 16 157 147 170 142 162 151 152 161 146 162 17 159 159 171 143 163 151 153 162 146 163 18 160 159 172 145 165 152 153 162 147 163 25 170 165 180 163 173 158 165,171 156 169 32 177 175 187 175 181 164 168 177 162 17 39 185 184 190 181 189 172 175 180 165 18O 46 198 194 218 198 199 179 182 196 175 185 52 232 221 239 227 237 187 189 192 181 191 60 240 241 251 241 253 190 193 201 184 198 + = Absterben infolge einer Acidose

Claims (12)

  1. Patentansprüc?ie 1. Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln und Glutaminsäure durch ein Fermentationsverfahren aus einem kohlenhydrathaltigen Material, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß man: a) das kohlenhydrathaltige Rohmaterial mit einer genügenden Säuremenge, um eine Lösung mit einem pH-Wert von 3,2 zu geben, hydrolysiert, b) die Lösung zur Entfernung der Verunreinigungen filtriert, c) die Lösung neutralisiert, d) die Lösung zum Erhalt einer Fermentierungsbrühe fermentiert, e) die Fermentierungsbrühe in eine Glutaminsäurefraktion und eine Abfallbrühenfraktion auftrennt, und daß man f) die Abfallbrühenfraktion zur Herstellung eines Futtermittels entgiftet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß man als kohlenhydrathaltiges Material Molassenzucker und/oder Stärke verwendet.
  3. 3, Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß vor der Fermentierung das hydrolysierte Kohlenhydrat-Material mit Aktivkohle behandelt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man das Filtrat mit Ammoniak neutralisiert.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man das während des Verfahrens gebildete Kohlendioxid und Ammoniak gewinnt und zu Ammoniumbicarbonat umsetzt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man das während des Verfahrens gebildete Kohlendioxid und Ammoniak gewinnt und mit Natriumchlorid zu Natriumbicarbonat und Ammoniumchlorid umsetzt.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man das Kohlenhydrat-Rohmaterial mit einer Säure aus der Gruppe Salzsäure und Schwefelsäure hydrolysiert.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man das erhaltene Futtermittel mit Heupulver vermischt.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man die Abfallbrühe durch Entfernung des darin enthaltenen Ammoniaks entgiftet.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man die Abfallbrühe in der Weise entgiftet, daß man sie mit einem Calciumsalz umsetzt.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß man das Calelumsalz mit einem Natrium-, Kalium- und/oder Magnesiumsalz vermischt.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9; dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man die Abfallbrühe entgiftet, indem man das darin enthaltene Ammoniak entfernt und das entfernte Ammoniak zur Neutralisierung der filtrierten hydrolysierten Lösung zurückführt.
    L e e r s e i t e
DE19712121218 1971-04-29 1971-04-29 Glutamic acid and animal fodder prodn - from carbohydrate -contg materials by fermentation Pending DE2121218A1 (en)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712121218 DE2121218A1 (en) 1971-04-29 1971-04-29 Glutamic acid and animal fodder prodn - from carbohydrate -contg materials by fermentation

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712121218 DE2121218A1 (en) 1971-04-29 1971-04-29 Glutamic acid and animal fodder prodn - from carbohydrate -contg materials by fermentation

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2121218A1 true DE2121218A1 (en) 1972-11-02

Family

ID=5806411

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712121218 Pending DE2121218A1 (en) 1971-04-29 1971-04-29 Glutamic acid and animal fodder prodn - from carbohydrate -contg materials by fermentation

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2121218A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2548641A1 (de) * 1974-10-31 1976-05-06 Mueller Hans Dr Ing Fa Verfahren zur herstellung von hoch eiweisshaltigen futtermitteln aus staerkehaltigen rohstoffen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2548641A1 (de) * 1974-10-31 1976-05-06 Mueller Hans Dr Ing Fa Verfahren zur herstellung von hoch eiweisshaltigen futtermitteln aus staerkehaltigen rohstoffen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69021455T3 (de) Verfahren zur Herstellung von Ascorbinsäure.
DE2326784C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chinoxalin, insbesondere aus nicht gereinigten Rohstoffen
DE2702966A1 (de) Verfahren zur gewinnung von steringlykosiden aus pflanzen
DE2422737A1 (de) Verfahren zur herstellung von l-carbamylaminosaeuren und der entsprechenden l-aminosaeuren
EP0020959B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Riboflavin
DE2344060A1 (de) Verfahren zur herstellung eines optisch aktiven enantiomorphen einer aminosaeure
DE2937551C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Schlempe
DE2121218A1 (en) Glutamic acid and animal fodder prodn - from carbohydrate -contg materials by fermentation
DE3235372C2 (de)
DE68921163T2 (de) Isolierung von L-Phenylalanin aus dessen racemischen Mischungen.
DE69930274T2 (de) Verfahren zur herstellung von sorbinsäuren
DE69715151T2 (de) Verfahren zur herstellung von asparaginsäure
DE951865C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthylenglykolestern der Terephthalsaeure
DE3137534A1 (de) Verfahren zur herstellung von zuckersirup und von daraus stammenden produkten aus pflanzlichen cellulose-substraten
DE2157847C3 (de) Verfahren zur Erzeugung von Citronensäure
DE3248115A1 (de) Verfahren zur herstellung von dodecylguanidinacetat
DE60123046T2 (de) Ein lösungsmittelaustauschverfahren
DE2754719C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus 2-Ketogulonsaure und 2-Ketogluconsaure oder deren Salzen
DE69406541T2 (de) Farbkontrolle und stabilitätsverbesserungen in acetaminophen
DE1643507A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus DL-Methionin und Calciumphosphaten
DE869679C (de) Verfahren zur Erzeugung und Gewinnung eines antibiotischen Stoffes
DE1033215B (de) Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsaeure aus Steffens-Filtrat
DE1418246C (de)
DE2227504C3 (de) Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-i-carbonsäure oder deren Salzen
DE375708C (de) Verfahren zur Herstellung von Presshefe